-
Stuhl, beispielsweise Arbeitsstuhl Die Erfindung betrifft StUhle,
beispielsweise Arbeitsstühle mit einem eine nach vorne geneigte Sitz stellung aufweisenden
Sitzteil, der insbesondere um eine horizontale Achse aus der etwa horizontalen Normalstellung,
beispielsweise in simultan-er Abhängigkeit mit einer Rückenstütze schwenkbar an
einem Gestell gelagert ist, wobei der Sitzteil eine RutschhEmmung fUr die Sicherung
der sitzenden Person in der vorgeneigten Sitzstellung aufweist.
-
Bei einem bekannten Stuhl, der eine nach vorne geneigte Sitzstellung
aufweist, ist vorgesehen, daß ein Abrutschen von der Sitzfläche und eine die Muskulatur
anstrengende Abstanzung durch Reibung verhindert werden. Ist diese Reibung im wesentlichen
auf den Gesäßbereich der sitzenden Person verlagert, so wird dies wegen des haftenden
Gefähles subjektiv als sehr unangenehm empfunden, wobei außerdem die Beweglichkeit
der sitzenden Person stark eingeschränkt wird.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde einen Stuhl der eingangs
beschriebenen Art so auszubilden, daß trotz einer guten Sicherung gegen Abrutschen
wnd sorbit der Möglichkeit einer guten Sitzhaltung eine große Beweglichkeit auf
dem Sitzteil gewährleistet ist.
-
Dies wird bei einem Stuhl der eingangs beschriebenen Art
gemäß
der Erfindung dadurch erreicht, daß die Rutschhemmung im vorderen Bereich des Sitzteiles
im Bereich von dessen Vorderkante vorgesehen ist. Ist bei der sitzenden Person eine
Lordosierung der Wirbelsäule, also eine vorteilhafte Sitzhaltung erreicht, so würde
dieser, beispielsweise reflexartig, entgegengewirkt, wenn die sitzende Person das
subjektive Empfinden hätte bei vorgeneigter Sitzteilstellung vom Sitzteil abzurutschen.
Durch die Rutschhemmung wird ein sicherer Halt des Gesäßes auf dem Sitzteil gewährleistet,
so daß die sitzende Person auch.bei nach vorne gerichteter Stützkraft der Rückenstütze
nicht in unzweckmäßiger Weise gegenüber dem Sitzteil verrutschen kann, jedoch seitliche
Bewegungen des Gesäßes und Bewegungen nach hinten gegenüber dem Sitzteil ohne weiteres
möglich sind.
-
Die Rutschhemmung kann durch einen entsprechenden Belag, zum Beispiel
eine Schicht mit hohem spezifischen Reihwiderstand, durch schalenartige Ausbildung
des Sitzteiles oder ähnliches erreicht werden. Zweckmäßig ist die Rutschhemmung
etwa parallel zur vorderen Sitzteilkante vorgesehen, so daß sie annähernd über dessen
ganze Breite wirksam ist und die sitzende Person trotz der Rutschhemmung seitliche
und nach hinten gerichtete Relativbewegung gegenüber dem Sitzteil ausführen, beispielsweise
auch die Beine spreiz?n oder des C-säß auf dem Sitzteil verschieben kann.
-
Diese Relativbewegungen sind insbesondere dann ohne Beinträchtigung
der rutschhemmanden Winkung möglich, wenn die die Rutschhemmung bildende Zons etwa
konstante Breite aufweist und vorzugsweise im Bereich ihrer an den Saiten vorgesehenen
Endteil zum hinteren Bereich des Sitzteilen eist und/oder verjüngt ist.
-
Um auf einfache Weise zu vermeiden, daß die Rutschhemmung schmerzende
Druckzonen bildet, ist sie zur Vorderkante des Sitzteiles konvex gekrümmt. Dadurch
wird die spezifische llächenbelastung, welche die Rutschhemmung auf die entsprechenden
Körperzonen der sitzenden Person ausübt, wesentlich reduziert.
-
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Rutschneminung durch
eine Wulst und/oder eine Zone mit gegenüber der Umgebung größerer Polsterfederkraft
gebildet ist, so daß innerhalb eines vorbestimmten, der 3ewegungsfreiheit der Person
dienenden Toleranzbereiches eine Fixierung der sitzenden Person gegenüber dem Sitzteil
erfolgt.
-
Zweckmäßig nimmt die, die Rutschhemmung bildende Zone in Richtung
zur Vorderkante des Sitzteiles in der Höhe zu, wodurch ihre Wirkung nach vorne stetig
ansteigt.
-
Die erfindungsgemäße Ausbildung des Sitzteiles ist insbesonderte für
solche Stühle zweckmäßig, bei elchen im unteren Bereich der Rückenstütze ein im
Bereich der vertikalen Mittelebene des Bitzteiles liegendes Lordosis-Druckorgan
vorgesehen ist, das bei nach von reneitr Sitzteilstellung hö-
her über dem Sitzteil und#geringerem horizontalem Abstand von der vorderen Kante
bzw. der Rutechhemmung als bei der Normalstellung liegt und/oder bei welchem die
Rückenstütze etwa in Höhe des 6. bis 8. Brustwirbels der sitzenden Person ein Roflex-Druckorgan
aufeist. Bei einem derartigen Stuhl wandert durch die simultan wirkende, zwangsgesteuerte
Verbindung des Sitzteiles und der Rückenstütze das jeweilige Druckorgan beim Vorneigen
des Sitzteiles gegenüber diesem
simultan nach oben und vorne. Dadurch
ist dem Umstand Rechnung getragen, daß beim Vorneigen der sitzenden Person aus der
etwa horizontalen Normalstellung Wirbelsäulenbewegungen statt finden, durch die
einzelne Wirbelbereiche einen größeren Höheabstand von der Sitzebene erreichen,
wobei durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Stuhles das Druckorgan den Bewegungen
der zu unterstützenden Wirbelsäulenbereichfolgt und somit im wesentlichen bei jeder
Sitzteilneigung dieselben Wirbel unterstützt werden. Dies ist insbesondere vorteil
haft, wenn das Lordosis-Druckorgan in Höhe der Bendenwirbel der sitzenden Person
vorgesehen ist und damit auf einfache Weise die beschriebene Lordosierung der Wirbelsäule
erreicht wird, der wegen der Rutschhemmung nicht entgegengewirkt wird.
-
Das jeweilige Druckorgan kann durch eine Wulst undioder eine Zone
mit gegenüber der Umgebung größerer Polsterfederkraft gebildet sein, so daß es sich
verschiedenen Rücken-Ausbildungen -in seiner Wirkung anpassen kann, das heißt1 daß
mit ein und demselben Druckorgan das Spektrum anthropometrischer Werte weitestgehend
erfasst wird. Sind zwei Druckorgane überei.nander vorgesehen, so ergibt sich eine
Zwei-Stellen-Abstützv.ng der Wirbelsäule, wobei das obere Druckorgån bei der sitzenden
Person einen Reflex ausübt, der zu der, für eine physiologisch richtige Sitzhaltung
notwendigen Lordosierung führt.
-
Um zu erreichen,daß beim Schwenken des Sitzteiles dessen vordere Kante
bzw. die Rutschhemmung keine zu hohen vertikalen Bewegungen ausführt1 liegt die
Schwenkachse des Sitzteiles in dessen vordersten Bereich, yorzugsweise unmittelbar
hinter der Vorderkante des Sitzteiles, also im Bereich der Rutschhemmung, wobei
die Rückenstütze um eine etwa in gleicher Höhe und parallel dazu liegende Achse
schwenkbar an dem Sitzteil gelagert sein kann, so daß auf einfache Weise die
beschriebene
Relativbewegung erreicht wird.
-
Damit das Vorneigen des Sitzteiles ohne besondere Eraftanstrengung
erfolgen kann, ist-an dem Sitzteil eine Gewichtsausgleichsfeder angelenkt.
-
Zur weiteren Anpassung des Stuhles an unterschiedliche anthropometrische
Werte der den Stuhl benutzenden Person ist der Sitzteil höhenveränderbar, vorzugsweise
gegen die Kraft einer Gewichtsausgleichsfeder gelagert.
-
Die Erfindung wird im folgenden mit weiteren Einzelheiten näher erläutert;
die Zeichnungen geben ein Ausführungsbeispiel mit den für die Erfindung wesentlichen
Teilen. annähernd maßstabgerecht wieder. Diese Teile werden, soweit sie den Zeichnungen
nicht ohne weiteres zu entnehmen sind, anhand der Zeichnungen erläutert.
-
Es sind dargestellt in Fig. 1 ein erfindungegemäßer Stuhl, teilweise
im Vertikal schnitt; Fig. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel in einer Darstellung
entsprechend Fig. 1; Fig. 3 der Sitzteil und die Rückenstütze des erfindungsgemaßen
Stuhles im Vertikalschnitt; Fig. 4 eine Draufsicht auf den Sitzteil gemaß Fig. 3;
Fig. 5 5 der Sitzteil gemäß ig. 4 in Ansicht von links bzw.
-
in Vorderansicht;
Fig. 6 die Rückenstütze gemäß Fig.
3 in Frontalansicht; Fig. 7 die Rückenstütze gemäß Fig. 6 in Draufsicht, jedoch
um 1800 verdreht dargestellt.
-
Wie Fig. 1 zeigt, weist ein erfindungsgemßer Stuhl ein Stuhlgestell
1, einen Sitzteil 2 und eine Rückenstütze 3 auf. Das Fußgestell ist mit einer Ein-Säulen-Teleskopstütze
versehen, deren unteres Ende an einem Fußkreuz 5 befestigt ist, welches auf Lenkrollen
6 fahrbar ist. In dem am Fußkreu. 5 befestigten Außenrohr 7 der Teleskopsäule 4
ist eine Gasfeder 8 nlit ihrem unteren Ende befestigt, wobei daß obere Ende dor
Gasfeder 8 am Innenrohr 9 der Teleskopsäule befestigt ist. Außerdem ist zur Federung
des Sitzteiles 2 am Außenrohr 7 eine Schrauben-Druckfeder 1o angeordnet, die sich
einerseits am Außenrohr 7,ande@erseits am Innenrohr 9 abstützt.
-
Am oberen Ende des Innenrohres 9 ist ein durch ein nach oben offenes,
aus Blech gebogenes Kastenprofil gebildeter Träger 11 befestigt, an welchem der
Sitzteil 2 gelagert ist.
-
An dom Träger 11 ist ferner sin Außenmantel 12 befestigt, der das
Außenrchr 7 der Teleskopsäulo 4 mit Abstand umgibt und in deren Achse liegt.
-
Der Träger 11 kragt im wesentlichen frei von der Säule 4 nach vorne
aus und trägt einen seine Seitenschenkel 12 verbindenden Lagerbolzen 13 aa dem eine
beispielsweise aus Formholz bestehende Schale 15 des Sitzteiles 2 mit einem Lagerbock
14 befestigt ist. Der in Vorderansicht u-förmige Lagerbock 14, dor von unten an
die Sitzschale 15 geschraubt ist, ragt mit seinen nach unten gerichteten Schenkolu
zwischen die nach oben gerichteten Schenkel 12 des Trägers 11, wobei die Anordnung
so getroffen ist, daß die durch deu Bolzen 13 gebildete Schwenkachse des Sitzteiles
2 in unmittelbarer @ähe von dessen Vorderkante 16 Liegt.
-
Im hinteren Drittel des Sitzteiles 2, nämlich unmittelbar hinter der
Säule 4, ist an der Unterseite des Sitzteiles 2 ein weiterer u-förmiger Lagerbock
17 befestigt, dessen nach unten gerichtete Schenkel einen zum Sohwenkbolzen 13 parallelen
Schwenkbolzen 18 tragen, mit dem ein zwisohen die Schenkel des Lagerbockes 17 eingreifender
zweiarmiger Hebel bzw. Tragarm 19 schwenkbar an dem Sitzteil 2 gelagert ist. Der
nach vorne weisende Arm 20 des Tragarmes 19 ragt bei der in Fig. 1 mit ausgezogenen
Linien dargestellten Normalstellung des Sitzteiles 2 von der Schwenkachse 18 horizontal
nach vorne in den Träger 11, dessen Seitenschenkel 12 annähernd in der Mitte zwischen
den Schwenkachsen 13-18 liegende, miteinander fluchtende Langlöcher 21 aufweisen.
In diese Langlöcher 21 greift der zwischen den Schenkeln 12 liegende Arm 20 mit
einem Bolzen 22 ein, welcher an einer mit einer Schraube befestigten Haltelariche
23 angeordnet ist. Der andere, von der Lagerstelle 18 nach hinten weisende, als
Blattfeder ausgebildete Arm 24 des Tragarmes 19 ist von der Lagerstelle 18 schräg
naoh unten und dann gekrümmrt nach oben verlaufend ausgebildet und trägt an selnem
oberen, sum Sitzteil 2 annähernd rechtwinklig liegenden Ende 25 die Rückenstütze
3.
-
Zur Befestigung der Rückenstütze 3 am Tragarm 19 ist an der rUckwärtigen
Schale 26 der Rückenstütze 3 ein blockförmiges gummielastisohes Zwischenglied 27
befestigt, das seinerseits am Tragarm 24 befestigt ist, ao daß die Rückenstütze
in allen Richtungen Schwenkbewegungen gegenüber dem Tragarm 19 ausführen kann und
in entlastetem Zustand in ihre in Fig. 1 dargestellte Normalstellung zurückkehrt.
-
An dem Gelenkbolzen 18 ist ferner das obere Ende einer Gasfeder 28
angelenkt, die mit ihrem unteren Ende an einer Schelle 29 angelenkt ist, welche
im Bereich des unteren Endes an dem Außenmantel 12 befestigt ist.
-
Beim Schwenken des Sitzteiles 2 um die Schwenkachse 13 in die in Fig.
1 strichliert angedeutete vorgeneigte Stellung bewegt sich durch die beschriebene
Mechanik die Rückenstüt ze 3 relativ gegenüber dem Sitzteil 2 in noch zu erläuternder
Weise.
-
Wie die Figuren 1 und 3 bis 7 ferner zeigen, weist sowohl der Sitzteil
2 als auch die Rtlckenstütze 3 ein an der zugehörigen Schale 15 bzw. 26 angeordnetes
Polster 30 bzw. 31 auf, wobei die Polster 30 bzw. 31 an der daugehörigen Schale
beispielsweise aufgaknöpft bzw. aufgeschoben oder aufgesteckt sind. Jedes Polster
bildet in sich einen integrierten, vom Stuhl ldsbaren Bauteil, der beispielsweise
bereits mit einem Stoff od.dgl. bezogen sein kann und zweckmäßig einen Schaumstoffkern
aufweist.
-
Die Schale 15 des Sitzteiles 2 ist etwa im vorderen Viertel eben und
geht dahintsr im seitlichen Bereich in hochgezogene Randzonen 52 Uber, die mit geringfügig
abnehmender Höhe um die hintere Kante 33 der Schale 15 gezogen sind, so daß also
der obere Teil der Schale 15 schalenartig ausgebildet ist, während der vordere,
kurvenartig geschwungen verlaufende Bereich 34 der Sitzschale eben ausläuft. Das
Polster 30 ist im Bereich seiner Voerderkante 16 mit einer Rutschhemmung 35 versehen,
die durch verschiedene Profilausbildungen gebildet sein kann. Beim dargestellten
Ausführungsbeispiel
ist die Rutschhemmung 35 durch eine Wulst gebildet,
die sich in Draufsicht gemäß Fig. 4 etwa eiförmig darstellt, wobei die Eispitze
zur hinteren Kante 33 des Sitzteiles 2 weist, während das Ende ihrer Eiform mit
größerem Krümmungsradiua die Begrenzung der Vorderkante 16 des Polsters 30 bildet.
-
In Seitenansicht gemäß Fig. 3 ist die Oberkante 36 der Wulst 35 konvex.
gekrümmt, wobei sie nach hinten hinter der Mitte des Sitzteiles 2 geschwungen in
die Sitzfläohe 37 übergeht. Im vorderen Bereich geht die Oberkante 36 gekrümmt in
die Unterseite des Polsters 30 über. In Vorderansicht gemäß Fig. 5 ist die obere
Fläche 36 der Rutschwulst 35 ebenfalls konvex gekrümmt, wobei sie in ihren beiden
seitlichen Bereichen geschwungen in die Sitzfläche 37 übergeht. Die Breite sowie
die Tiefe der Rutschhemmung 35 sind so gewählt, daß sie zwischen den Beinen der
sitzenden Person liegt und diese daran hindert, bei nach vorne geneigtem Sitzteil
2 absurutschcne Statt der Ausbildung der Wulat 35 in der besohriebenen Weise kann
auch eine in Fig. 4 strichpunktiert angedeutete Wulst 35' vorgesehen sein, die sich
parallel zur Vorderkante 38 des Sitzteiles 2 erstreckt, wobei diese Vorderkante
38 dann zweckmäßig in der in Fig. 4 strichpunktierten angedeuteten Weise verläuft.
Die seitlichen Enden dieser Wulst sind zweckmäßig im seitlichen Bereich des Sitzteiles
2 nach hinten gekrümmt und in der Breite verjüngt, so daß sie stetig bzw. allmählich
in die Sitzteilseitenkanten übergehen.
-
Durch die Wulst 35t ist eine besonders große Bewegungsfreiheit der
Beine der sitzenden Person gewährleistet. Ferner ist es denkbar, die Wul@te 35 und
35' beispielsweise wie in
Fig. 4 bei 35" angedeutet zu kombinieren,
derart daß die eiförmige Wulst 35 über eine zum hinteren Bereich des Sitz-.
-
teiles 2 konkav gekrümmte Verbindungszone 35" in die querstreifenförmige
Wulst 35' übergeht, so daß die querstreifenförmige Wulst 35' im mittleren Bereich
des Sitzteiles 2 einen nach hinten ragenden Ansatz aufweist. Das Polster 30 ist
ähnlich wie die Schale 15 im hinteren Bereich schalenförmig ausgebildet.
-
Die Rückenstütze gemäß den figuren 3, 6 und 7 ist ebenfalls in Draufsicht
gemäß Fig. 7 schalenförmig, Jedoch in Ansicht Pig. 6 etwa birnenförmig mit nach
oben gerichteter Spitze, derart, daß im oberen Bereich, nämlich im Bereich der Schultorblätter
der sitzenden Person Ausschnitte 40 fUr diese Schulterblütter gebildet sind. Zwischen
diesen Ausschnitten 40 ist eine streifemartige Wirbelsäulonstütze 41 vorgesehen
während unterhalb der Ausschnitte 40 der schalenförmige Teil der Rückenstütze 3
vorgesehen ist, deren Unterkante konvex gekrümmt ist. In der lotreohten Mittelebene
der Rückenstütze 3, in welcher der Schnitt gemäß Fig. 3 hegt, ist die Form des Polsters
31 im oberen Bereich 42 und im unteren Bereich 43 konvex gekrümmt, während im dazwischenliegenden
Bereich 44 die Ausbildung konkav ist. Dadurch ist das Polster 31 in seiner Form
der Wirbelsäulenkrümmung angepaßt.
-
Im Bereich der Krümmung 42 nimmt jedoch die Polsterdicke zu, wobei
die Schale 26 in diesem oberen Bereich im Schnitt gemäß Fig. 3 gradlinig verläuft.
Im unteren Bereich ist die Schale 26 nach hinten abgekrämmt, wobei des Polster in
konstanter Stärke an diese Krümmung angepaßt ist.
-
Die erffindungsgemäße Form der Rückenstütze 3 bes itzt in deren unteren
Bereich ein.Lordosis-Druckorgan 46, welches
im Bereich der Bendenwirbel
der sitzenden Person liegt.
-
In oberen Bereich der Rückenstütze 3, nämlich im Bereich der streifenförmigen
Wirbelsäulenstütze 41 bildet die Rükkenstütze 3 ein bei 47 angedeutetes Reflex-Druckorgan,
das im Bereich des 6. bis 8. Brustwirbels der sitzenden Person liegt und das durch
die Wulst 45 einen verstärkten Druck auf diesen Bereich der Wirbelsäule der sitzenden
Person ausübt.
-
Wird der Sitzteil 2 aus der in Fig. 1 mit durchgehenden Linien dargestellten
Normalstallung in Richtung zu der strichliert angedeuteten vorgeneigten Sitz stellung
geschwenkt, so wird der Tragarm 19 durch seine Lagerung 18 mit dem Sitzteil 2 mitgenommen,
wobei jedoch der bei 22 ar dem Träger 11 in der horizontalen Führung 21 gefesselte
tragarm 19 gegenüber Sitzteil 2 derart verschwenkt wird, daß die Rückenstütze 3
gegenüber dem Sitzteil 2 eine nach oben und vorne gerichtete Relativbeswegung ausführt.
Wesentlich ist hierbei insbesondere, daß'die beiden Druckpunkte bzw. Druckorgane
46 und 47 der Rückenstütze t die in Fig. 1 an den Stellen angedeutet sind, die sie
bei durch die sitzende Person eingedrücktem Polster einnehmen, diese beschrie bene
Bewegung ausführen, daß also das Lordosis-Druckorgan 46 gegenüber dem Sitzteil 2
bei.n nach vorn Schwenken ansteigt und nach vorne wandert. In gleicher Weise wandert
deß Roflex-Druckorgan 47, wobei es jedoch dez. beider Bewegungskomponenten und infolge
der, für dieses Reflex-Druckorgan geltenden anderen Hebelverhältnisse größere Strecke
wandert.
-
Die durch das gummielastische Zwiechenglied 27 gebildete Befestigungsatelle
der Rückenstütze 3 liegt zwischen den
beiden Druckorganen 46 und
47, jedoch naher beim unteren Druckorgan 46, so daß bei Schwenkbewegungen der Rückenstütze
3 gegenüber dem Tragarm 19 das Lordosis-Druckorgan 46 kleinere Schwenkwege zurücklegt
als das Reflex-Druckorgan 47.
-
Die Ausführung gemäß Fig. 2 unterscheidet sich im wesentlichen nur
in der Mechanik gegentiber der Ausführungsform ge.-mäß Fig. 1. Die Fig. 2 zeigt,
daß der Träger 11a ebenfalls an der Teleskopstütze 4a befestigt ist und als Eastenprofil
ausgebildet wird, wobei Jedoch die Gasfeder 28a unmittelbar vor dor Säule 4a liegt.
Am oberen Ende der ,Gasfeder 28a ist ein Lagerstück 48 gelenkig gelagert, das mit
einem entsprechenden Gewinde auf einer Gewindespindel 49 geführt ist, welche horizontal
und rechtwinklig zu den Schwenkachsen 13, 18a und 22a verläuft und in dem Träger
11a gelagert ist.
-
Durch den nach vorne über den Träher 11a vorstehenden Spindelteil
49 kann der wirksame Hebelarm der Gasfeder 28a, be zogen auf die Schwenkachse 13a
des Sitzteiles 2a verändert und dadurch dem Gewicht der jeweiligen Person angepaßt
werden. In Fig. 2 sind die Teile, die Fig. 1 entsprechen mit den gleichen Bezugszeichen,
jedoch mit dem Index "a" versehen. Sowohl bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 als
auch bei der Ausführungßform gemäß Fig. 2 sind am hinteren Ende des Trägers 11 bzw.
11a Befestigungsglieder zur Befestigung von Armstützon vorgesehen, wobei der Träger
11 bzw. 11a in seinen seitlichen Schenkeln miteinander fluchtende Ausschnitto 50
bzw. 50a aufweist, durch welche die Tragarme für die Armstützen in den Innenraum
des Trägers 11 bzw. 11a eingeführt sind un innerhalb von diesem, beispielsweise
mit Schrauben befestigt sein können.