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Bodenblasender Konverter zum Sauerstoffrischen von Roheisen Die Erfindung
bezieht sich auf einen bodenblasenden Konverter zum Sauerstoffrischen von Roheisen
mit im Boden vorgesehener, doppelter, konzentrischer Leitungsführung für die Zufuhr
von Sauerstoff und einem Mantelgas.
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Die Konverterboden sind bekanntlich aus feuerfesten Werkstoffen von
poröser Struktur. Dies hat zur Folge, daß verhältnismäßig große Mengen des Mantelgases
von den feuerfesten Werkstoffen, insbesondere von Dolomit, aufgenommen werden. Bei
den zur Verwendung gelangenden Mantelgasen handelt es sich in der Regel um sogenannte
endotherme Gase, wie zum Beispiel Propan. Ein derartiges Gas kann vor allem in den
Zwischenraum zwischen dem feuerfesten Material und dem äußeren Leitungsrohr gelangen,
weil der Kontakt in diesem Bereich nicht dicht ausführbar
ist.
Dies hat zur Folge, daß sich die genannf 14 4 filtration schließlich solange fortsetzt,
bis Propangas aus dem Boden entweicht und in Berührung mit der Außenluft verbrennt,
was insbesondere im Bereich der Zuführung des Sauerstoffs und des Mantelgases sehr
gefährlich ist.
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Für das Einbringen von Gasen in metallurgische Reaktionsgefäße sind
nach der britischen Patentschrift 1 152 330 horizontal an der Wandung angeordnete
Düsen bekannt, die mittels einschraubbarer Gewinde im dichtenden Eingriff mit der
Wandung gehalten werden. Der Dichtung dienen dabei in einer entsprechenden Öffnung
befindliche Dichtungspackungen, die mittels Büchsen zusammengepreßt werden, welche
ihrerseits durch die einschraubbaren Gewinde beaufschlagbar sind. Die Verwendung
derartiger Anordnungen würde die beschriebenen Probleme bei einem bodenblasenden
Konverter jedoch nicht lösen.
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Um bei derartigen Konvertern eine gefahrlose Versorgung Sowohl mit
Sauerstoff als auch mit einem Mantelgas vornehmen zu können, besteht der Vorschlag
der Erfindung darin, daß für den Anschluß der Leitungen an der Bodenplatte des Konverters
je ein Düsenhalter mit konischer Sitzfläche zur dichtenden Aufnahme eines Kegelsitzes
der entsprechenden Leitung vorgesehen ist, wobei die Lage des Düsenhalters möglichst
genau der jeweiligen Einblasstelle entspricht, und wobei der Düsenhalter mit einer
Verriegelung für die Leitung zusammenwirkt. Ein derartiger Kegelsitz setzt für eine
wirkungsvolle Abdichtung stets einen sich in axialer Richtung erstreckenden Raum
voraus, in den der entsprechende, vordere Abschnitt des Kegelsitzes mehr oder weniger
eindringt. Auf diese Weise gewinnt die speziell vorgeschlagene Art des Anschlusses
der Leitungen nicht nur die Bedeutung eines zuverlässigen Leitungsanschlusses, sondern
sie verhindert darüberhinaus weitgehend den unbeabsichtigten Austritt des Mantelgases
im Bereich seiner Zuführung und der Sauerstoffzuführung. Entlang der Außenwand der
äußeren
Leitung sickert dabei nämlich vom Konverter boden her Mantelgas ein, welches gleichfalls
den Spalt zwischen der äußeren Leitung und der Bodenplatte sowie des Düsenhalters
durchdringt. Sodann wird es aber in dem innerhalb des Düsenhalters befindlichen
und iußen durch den Kegelsitz völlig abgedichteten Raum abgefangen, in welchem Raum
es während des Betriebes zu einer beträchtlichen Aufnahme des Mantelgases kommen
kann. Dies liegt daran, daß sich während des Blasens über den genannten Verbindungsweg
im erwähnten Raum ein Druck aufbaut, der dem Druck in der Zuleitung des Mantelgases
schließlich gleich wird. Wenn das Frischen beendet und der Konverter entleert ist,
kann das in dem genannten Raum gestaute Gas über den gleichen Weg infolge des dann
bestehenden Druckgefälles in den offenen Konverter zurückgelangen, wo ein Verbrennen
des genannten Gases keine schädlichen Folgen haben kann. Die vorgeschlagene Art
des Leitungsanschlusses schafft also in entsprechender Anzahl bestehende, individuelle
Gassammelräume, aus denen das während des jeweils kurzzeitigen Betriebes eingedrungene
Gas nur in Richtung auf das Innere des Konverters entweichen kann.
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Nach einer vorteilhaften abgewandelten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist der an einem Stück mit dem Ende der Außenfläche der äußeren Leitung
ausgebildete Kegelsitz an der dem Konverterboden gegenüberliegenden Seite mit einer
Verlängerung versehen, welche das innere Rohr umschließt, und mit einem Organ ausgestattet,
das den Raum zwischen dem Ende dieser Verlängerung und der Außenfläche dieses Rohres
absolut dicht abichließt.
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och vorteilhafter ist es, dieses Organ einerseits mit einer weitgehendst
zylindrischen Büchse auszubilden, die auf das Innenrohr aufgezogen wird, welches
mit einem Absatz versehen ist, auf den sich die Büchse abstützt, wobei die Büchse
außerdem auf der Außenfläche ihres konverterseitigen Endes ein zum
Innenrohr
konzentrisches kegeliges Auf lager zur Abstützung auf einem in der Innenwandung
der Verlängerung ausgebildeten korrespondierenden kegeligen Auflager aufweist, und
andererseits mit einer Vorrichtung zur Verriegelung der Büchse auf der Verlängerung,
beispielsweise einem Gewindering, zu versehen.
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Zur Veranschaulichung der Erfindung wird auf die sich auf ein Ausführungsbeispiel
beziehende Zeichnung Bezug genommen.
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Man erkennt zunächst die innere Leitung 1 zur Einblasung von technisch
reinem Sauerstoff oder eines sauerstoffreichen Oxydationsgases und die dazu konzentrische,
äußere Leitung 2 zum Einblasen eines endothermen Gases. Für die letztgenannte Leitung
ist ein Kegelsitz 3 vorgesehen, der in die entsprechend konisch ausgebildete Sitzfläche
5 des Düsenhalters 4 eingreift. Der Düsenhalter 4 ist in die Bodenplatte 9 des Konverters
eingeschweißt und befindet sich jeweils an einer Stelle, die der Düsenmündung in
den Konverter entspricht.
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Entlang der Außenwand 7 der in den Konverterboden 8 eingeführten äußeren
Leitung 2 kann in der bereits beschriebenen Weise zum Bespiel Propan strömen, das
dann auch den Spalt zwischen der Außenwand 7 und dem Konverterboden 9 sowie dem
Düsenhalter 4 durchdringt und schließlich in den Raum 10 gelangt.
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Entsprechend der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform ist
der Kegelsitz 3 mit einer bei 12 aufgeschraubten und bei 13 auf die Außenfläche
des Rohres 2 aufgeschweißten zylindrischen Verlängerung 11 versehen. Diese Verlängerung
li besitzt eine kegelstumpfförmige innere Auflagefläche 14 und eine mit Gewinde
versehene äußere Auflagefläche 15. Die zylindrische Büchse 16 ist auf das Rohr 1
aufgezogen und bei 17 an ihrem Ende g:achweißt, Sie stützt sich auf einen in der
Rohrwanddicke herausgearbeiteten Ansatz 18 und ist außerdem
mit
einer kegelstumpfförmigen äußeren Auflagefläche 19 zur absolut dichten Anlage an
der Auflagefläche 14 versehen.
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Ein Gewindering 20 ist bei 21 auf das Gewinde 15 aufgeschraubt und
preßt mit seinem Rand 22 die Büchse 16 gegen die Auflagefläche 14 und gegen den
einen Bestandteil der Büchse 16 bildenden Ansatz 23.
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Dank dieser Anordnung kann das endotherme Hilfsgas in den Konverter
eingeblasen werden, ohne daß ein Entweichen im Bereich der Sauerstoffleitung und
der Verlängerung des den Düsenhalter verschließenden Kegel sitzes befürchtet werden
muß.