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DE2064409A1 - Verfahren und Vorrichtung zur kon tinuierhchen Herstellung von Lichtlei terglasfasern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur kon tinuierhchen Herstellung von Lichtlei terglasfasern

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DE2064409A1
DE2064409A1 DE19702064409 DE2064409A DE2064409A1 DE 2064409 A1 DE2064409 A1 DE 2064409A1 DE 19702064409 DE19702064409 DE 19702064409 DE 2064409 A DE2064409 A DE 2064409A DE 2064409 A1 DE2064409 A1 DE 2064409A1
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DE
Germany
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nozzle
glass
central
ions
refractive index
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DE19702064409
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DE2064409B2 (de
Inventor
Ken Kawamshi Ikeda Yoshiro Nishinomiya Yoshiyagawa Mitsugi Takarazuka Hyogo Koizumi (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nippon Selfoc Co Ltd
Original Assignee
Nippon Selfoc Co Ltd
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Publication date
Application filed by Nippon Selfoc Co Ltd filed Critical Nippon Selfoc Co Ltd
Publication of DE2064409A1 publication Critical patent/DE2064409A1/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C21/00Treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by diffusing ions or metals in the surface
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B37/00Manufacture or treatment of flakes, fibres, or filaments from softened glass, minerals, or slags
    • C03B37/01Manufacture of glass fibres or filaments
    • C03B37/02Manufacture of glass fibres or filaments by drawing or extruding, e.g. direct drawing of molten glass from nozzles; Cooling fins therefor
    • C03B37/022Manufacture of glass fibres or filaments by drawing or extruding, e.g. direct drawing of molten glass from nozzles; Cooling fins therefor from molten glass in which the resultant product consists of different sorts of glass or is characterised by shape, e.g. hollow fibres, undulated fibres, fibres presenting a rough surface
    • C03B37/023Fibres composed of different sorts of glass, e.g. glass optical fibres, made by the double crucible technique
    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B6/00Light guides; Structural details of arrangements comprising light guides and other optical elements, e.g. couplings
    • G02B6/02Optical fibres with cladding with or without a coating
    • G02B6/028Optical fibres with cladding with or without a coating with core or cladding having graded refractive index
    • G02B6/0281Graded index region forming part of the central core segment, e.g. alpha profile, triangular, trapezoidal core

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  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Glass Compositions (AREA)
  • Manufacture, Treatment Of Glass Fibers (AREA)

Description

Dr. Werner Haßler Lüdenscheid, 29. Dezember 1970
PATENTANWALT A 70 235
5S8 LDDENSCHEID · 206 AA09.
Asenberg 36-Postfach 1704
Anmelderin: Firma Nippon Selfoc Kabushiki Kaisha, j .7-15, 5-Chome, Shiba, Minato-Ku,· Tokio, Japan.
Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Lichtleiterglasfasern
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Lichtleiterglasfasern mit*einer Verteilung des. Brechungsindex in einer Ebene senkrecht zur optischen Achse'der Glasfaser unter fortschreitender Abnahme von einem Zentralwert gegen den Faserumfang hin.
Weiterhin betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Neuerdings sind ausgiebige Forschungen auf die Lichtübertragungswege in Lichtübertragungssystemen unter Verwendung von Laserlicht gei-ichtet worden. Beispielsweise ist eine licht- . leitende Glasfaser oder ein Lichtleiterglasstab (im folgenden zusammenfassend als fokussierende Lichtleiterfaser bezeichnet) in.dem Preprint S5-5, S. 70 der "National Convention of Denghi iCsushin Gakk£i (Japanische Nachrichtentechnische Gesellschaft)", 1969,beschrieben, die in der Nähe der Mittelachse eine Ver_ teilung des Brechungsindex in einer Querschnittsebene senkrecht zur optischen Achse der Faser mit quadratischer Abnahme des Brechungsindex in Abhängigkeit vom Abstand von der Mittel-
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achse aufweist. Die wesentlichen Vorteile dieser lichtleiterfaser liegen darin, daß dieselbe unabhängig gegenüber äußere-' atmosphärischenEinflüssen ist und daß die Glasfaser erforderlichenfalls frei/gebogen werden kann.
Das grundsätzliche Verfahren zur Herstellung solcher Lichtleiterglasfasern· ist in der deutschen Offenlegungsschrift 1 913 358, offengelegt am 20. November 1969 mit dem Titel "Lichtleitender Aufbau und Verfahren zur Herstellung desselben" erläutert. Danach erfolgt ein Ionenaustausch zwischen dem Glas und einer Salzschmelze oder eine wechselweise Diffusion von Kationen zwischen zwei Gläsern unterschiedlicher Zusammensetzung, damit man die gewünschte Konzentrationsverteilung von Abwandlungsoxiden aufgrund der Wärmediffusion dieser Kationen erhält. Das bekannte Verfahren benötigt jedoch eine lange Zeitdauer für die wechselweise Diffusion der Kationen.
Aufgabe der Erfindung ist die wesentliche Verkürzung der Behandlung sdauer für den Diffusionsvorgang.
In weiterer Zielsetzung erstrebt die Erfindung eine Verbindung des Ausziehens der Glasfaser und des -^iffusionsvorgangs in einer Arbeitsstufe.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch -gelöst, daß eine erste Glasschmelze mit einem Gehalt an einen größeren Beitragsgrad zum Brechungsindex liefernden Ionen durch mindestens eine Zentraldüse zur Bildung eines Kernteils der Glasfaser fließen gelassen wird und daß eine zweite Glasschmelze^ mit einem Gehalt an einen kleineren Beitragsgrad zum Brechungsindex liefern« den Ionen durch eine zweite Düse zur Bildung einer Mantelschicht fließen gelassen wird, wobei die Mündung der ersten Zentraldüse in Strömungsrichtung gegenüber der Mündung der zweiten Düse zurückgesetzt Ist«,
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Bei.dieser Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt die Wärmediffusion zwischen den Kationenarten im wesentlichen durch die Grenzfläche zwischen den beiden Glassorten im Bereich zwischen den Mündungsflächen der beiden Düsen, also unmittelbar während des Ausziehvorgangs. Da die Gläser beim Ausziehen aus der Düse eine hohe Temperatur haben, läuft der Diffusionsvorgang so schnell ab, daß eine ausreichende Verteilung der Ionen erzielt wird.
In weiterer Ausbildung schlägt die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens der folgenden Kennzeichnung vor, daß ein Aufnahmebehälter für Glasschmelzen ein Innengefäß mit mehreren Zentraldüsen und ein Außengefäß mit einer zweiten Düse aufweist und daß die Mündung(en) der Zentraldüse in Ausflußrichtung der Glasschmelze gegenüber der Mündung der zweiten Düse zurückgesetzt ist. Vorzugsweise ist die zweite Düse als Ringdüse ausgebildet, die konzentrisch zu~der Zentraldüse angeordnet ist.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung sieht man vor, daß mehrere Zentraldüsen parallel zueinander angeordnet sind und daß die Mündungen der Zentraldüsen gegenüber der Mündung der zweiten.Düse zurückgesetzt sind. Mit einer solchen Anordnung kann man eine Lichtleiterfaser mit mehreren Lichtübertragunswegen entsprechend den verschiedenen Kernteilen herstellen.
Die Erfindung wird im folgenden in Einzelheiten unter Bezugnahme auf die anliegende Zeichnung erläutert, in der darstellen:
Pig. 1 einen Längsschnitt durch eine Vorrichtung nach der Erfindung und
Fig. 2(a) und 2(b) Schaubilder der Verteilung des
Brechungsindex in verschiedenen Teilen der Lichtleiterglasfaser während des Herstellungs vorgänge♦
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- 4 -■ ■■·"■'."■■ 206440a
Nach der Erfindung sind zwei verschiedene Düsen der Art angeordnet, daß eineDüse eine Zentraldüse und die andere Düse eine koaxial-die"Zentraldüse umgebende Hingdüse bildet. Glasschmelzen unterschiedlicher Zusammensetzung, eine mit einem Gehalt an Ionen größeren Beitrags zum Brechungsindex wie Tl-Ionen und die andere mit einem Gehalt an Ionen von kleinerem beitrag zum Brechungsindex wie Li-, Na-, K-, Rb- und/oder Cslonen werden jeweils durch die Zentraldüse bzw. durch die Ringdüse geschickt , so daß man eine Glasfaser aus zwei Schichten erhält. Innerhalb dieser Glasfaser erfolgt eine wechselweise Diffusion der genannten Ionen durch die Grenzflächen zwischen den beiden Schichten. Damit erhalt man eine Verteilung des Brechungsindex in einer Ebene senkrecht'zur optischen Achse der Glasfaser, wo der Brechungsindex gleichförmig von einem Ausgangswert im Zentrum der Glasfaser gegen den Umfangsteil der Glasfaser hin abnimmt.
Das Verfahren nach-der Erfindung wird infolgedessen derart verwirklicht, daß man eine erste Glasschmelze mit einem Gehalt an Ionen größeren Beitrags zum Brechungsindex wie Tl-Ionen in ein Innengefäß einsetzt, das an die Zentraldüse angeschlossen ist; eine zweite Glasschmelze mit einem Gehalt an Ionen geringeren Beitrags zum Brechungsindex wie Li-, Ha-, K-, Rb-.und/ oder Cs-Ionen wird in ein zweites Gefäß eingesetzt, das mit der Ringdüse verbunden ist» Die aus der Ringdüse ausströmende Glasschmelze umgibt gleichförmig die andere Glasart,die aus der Zentraldüse ausfließt. .
Die Mündung der .Zentraldüse liegt höher als di« Mündung der Ringdüse. Durch die hierdurch gebildete Grenzfläche zwischen^ . den beiden Glasschmelzen in dem Zylinderabschnitt zwischen den Mündungsflächen der beiden Düsen erfolgt eine wechselweise ■; Wärmediffusion der Ionen mit größerem Beitrag zum BrechUngs*· index und der Ionen mit kleinerem Beitrag zum Brechungsindex, 60 daß man «ine Verteilung des Brechungsindex in einer Ebene senkrecht zur optischen Achse der Glasfaser unter fortschreiten«
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ORIGINAL If-iSPECTEO
der Abnähme vom Paserzentrum gegen den Umfang hin erhält.
In einem gewissen Ausmaß erfolgt auch eine Wärmediffusion in dem Glas, das aus der Ringdüse ausgezogen ist.
Der axiale Abstand sswischen den Mündungen der Ringdüse und der Zentraldüse ist Verschieden in i|lilngif3f©it von dem Durchmesser der zu bildenden Glasfaser und von der gewünschten Verteilung des Brechungsindex. Im allgemeinen ist dieser Abstand größer als 2 mm, vorzugsweise größer als 5 mm.
Der Abstand zwischen den Mündungen der Zentraldüse und der Ringdüse wird vorzugsweise unter Berücksichtigung der folgenden Bedingungen geregelt. Die Verteilung des Brechungsindex aufgrund der wechselweisen Diffusion der Ionen durch die Grenzschicht zwischen dem §,μ3. der Zentrialdüse ausgezogenen Kernglas und dem aus der Ringdüse ausgezogenen Mantelglas soll qua-* dratisch.mit dem Abstand von der Mittelachse innerhalb einer Querschnittsebene senkrecht, zur optischen Achse der Glasfaser abnehmen, zumindest in der Nähe der Mittelachse.
Die Anzahl der Zentraldüsen kann eine oder mehrere betragen. Die Düsen verlaufen dann jeweils parallel zueinander. Im letzteren Falle ist das aus einer jeden Zentraldüse ausströmende Kernglas von den anderen Kerngläsern getrennt und jeweils gesondert durch die zweite Glasschmelze, die aus der Ringdüse ausströmt, umgeben. Es erfolgt also eine wechselweise Diffusion von Ionen zwischen den beiden Glasarten durch die betreffenden Grenzschichten.
Wem/einwertige Kationen, die wechselweise durch die Grenzschicht diffundieren können, betrachtet und wenn diese Kationen in der Reihenfolge ihres Beitrages zum Brechungsindex, ausgehend von Kationen mit dem größten Beitrag aufgezählt werden, -erhält man die Reihenfolge Tl, Li, K, Wa, Rb. Zwischen K, Na, Rb sind keine merklichen Differenzen im Beitrag zum Brechungs-
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index vorhanden. Wenn außerdem das Kernglas und das Mantelglas mit diffundierbaren Anteilen von zweiwertigen Kationen ausgewählt sind, lassen sich die zweiwertigen Ionen entsprechend anordnen
Pb, Ba, Cd, Sr, Ca, Zn, Be, Mg
entsprechend der Größe des Beitrags zum Brechungsindex,
Durch die Erfindung sind die Bearbeitungsstufen zur Einstellung der gewünschten Verteilung des Brechungsindex und zur Bildung der Verbundglasfaser in eine Bearbeitungsstufe zusammengefaßt. Dadurch läßt sich nicht nur'die erforderliche Bearbeitungszeit herabsetzen, sondern auch die Vorrichtung zur Herstellung dieser Glasfasern vereinfachen.
Fig. 1 zeigt ein Beispiel einer Vorrichtung nach der Erfindung. Das Kernglas i ist als Schmelze mit einem-Gehalt an Ti-Ionen und der Zusammensetzung in Mol~$ von bspw. 70,3 $> SiO«, 17,0 # Na2O, 3,3 1* 53-2°» 9»4- .S^ ?bÖ in einem Innengefäß 11 enthalten. Der Brechungsindex dieses Glases beträgt 1,60, Eine andersartige Glasschmelze 2 zur Bildung der Mantelschicht, die den Kernteil umgibt, enthält mindestens eine Art der Ionen Li, Na, K, Rb, Cs und hat folgende Zusammensetzungen in Mol-$: 70,5 SiO2, 17,0 fo Na2O, 3,5 $ KgO, 9,0 ^ PbO; der Brechungsindex dieses Glases beträgt 1,56. Die Glasschmelze 2 für die Mantelschicht ist in einem Außengefäß 12 enthalten. Pur Innengefäß und.Außengefäß 12 sind Heizeinrichtungen 13 vorgesehen, damit die Glasschmelze jeweils in einem Schmelzzustand gehalten werden kann. Man zieht zwar elektrische Heizeinrichtiyagen vor, doch kann man auch andere Heizeinrichtungen benutzen.
Der Unterteil des Innengefäßea 11 ist verjüngt und bildet eine Zentraldüse. Der Unterteil des Außengefäßes 12 ist ebenfalls verjüngt und bildet eine Ringdftee, die die Zentraldüse konzentrisch umgibt und damit auch konzentrisch au ä@m aus der Zentraldüse austretenden Kernglas liegt. Die Glasschmelze 1"
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_ 7 —
strömt also aus der Zentraldüse auB und bildet den Kernteil einer Glasfaser, die Glasschmelze 2 strömt aus der Äingdüsel· aus und bildet die Mantelsohicht derselben Glasfaser. ■
Damit die Zeitdauer, während der die beiden Gläser im Schmelzzustand miteinander in Berührung sind und während der eine wechselweise Diffusion der Kationen zur Einstellung der gewünschten Verteilung des Brechungsindex erfolgt, verlängert wird, ist die Ringdüse unterhalb der Zentraldüse angeordnet. Im einzelnen ist die Ringdüse in Ausströmrichtung über die Mündungsfläche der Zentraldüse hinaus verlängert, eo daß die Ringdüse die Zentraldüse einschließt.Infolgedessen wird das Kernglas 1 nach Austritt aus dör Zentraldüse mit der zweiten Glasart 2 für die Mantelschicht im innigen Verbund beschichtet. Die miteinander verbundenen Gläser werden mithilfe von zwei Walzen 14 gestreckt, damit man eine Glasfaser 3 des gewünschten Durchmessers erhält.
Die Diffusionsgeschwindigkeit von Ionen durch eine Grenzschicht zwischen zwei verschiedenen Glasarten ist größer, wenn es sich um einwertige Kationen handelt. Andererseits soll zur Erzielung der gewünschten Verteilung des Brechungsindex innerhalb der Glasfaser für einen Lichtleitereffekt die Diffusion zwischen mindestens zwei Kationenarten erfolgen, die einen größeren Unterschied der elektrischen Polarisierbarkeit pro Volumeneinheit haben, bspw. zwischen Tl-Ionen und andererseits Li-, Na-, K-, Pb- und/oder Cs-Ionen, wie dies in der genannten Offenlegungsschrift 1 913 358 dargelegt ist.
Die Fig. 2(a) und 2(b)zeigen Verteilungsbeispiele für den : Brechungsindex in verschiedenen Stufen des Diffusionavorgangs. Fig. 2(a) gibt eine Verteilung des Brechungsindex in einer Glasfaser in einem Anfangszustand an, wenn die beiden Glasarten im Schmelzzustand zusammengebracht sind. Die Verteilung ist unter Berücksichtigung der Diffusionegeeohwindigkeit der Kationen berechnet· Fig. 2(b) gibt eine gemessene" Verteilung dee
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Brechungsindex in einer erzeugten Glasfaser nach Abschluß des Diffusionsvorgangs an. Die Verteilung nach Fig. 2(b) ist im wesentlichen parabolisch entsprechend der Gleichung
2
n=n (1 - ar )
mit η als Brechungsindex in einem Abstand r ^rom Paserzentrum, n, als Brechungsindex im Zentrum der Glasfaser, r als Abstand vom Zentrum der Glasfaser und a als einer positiven Konstanten, Eine Glasfaser dieser Verteilung des Brechungsindex ist als Lichtübertragungsweg in einem Lichtübertragungssystem oder als optischer Glaskörper mit Linsenwirkung oder für Zwecke der Informationsverarbeitung brauchbar.
Innerhalb einer Querschnittsebene dieser Glasfaser nimmt die Konzentration der Ionen mit größerem Beitrag zum Brechungsindex^ bspw» die Konzentration der Tl-Ionen vom Zentrum gegen den Umfang hin fortschreitend ab„ dagegen steigt die Konzentration der Ionen mit kleinerem Beitrag zum Brechungsindex bspw«, die Konzentration der Alkaliionen vom Zentrum gegen den Umfang hin allmählich an* Die Überlagerung dieser Konzentrationsverteilung der beiden Ionen ergibt, die gewünschte Verteilung des Brechungsindex.
Zur Bestimmung der.Bearbeitungsbedingungen zur Herstellung einer Lichtleiterfaser mit parabolischer Verteilung des Brechungsindex werden die Diffusionskoeffizienten der Tl-Ionen des Kernglases durch die Grenzschicht zwischen dem Kernglas und dem Mantelglas bei verschiedenen. Temperatiiren bestimmt« Die Meßergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben«. . ' % ·
109827/1 482
Tabelle 1
Temperatur Viskosität
des Kernglases
Diffusionskoeffizient
der Tl-Ion'en
900 (0O)
1000
1T00
1200
104»2 (Poise)
1O3,5
102>9 ' . :
1O2»5
2 χ 10~6 (cm2/sec)
4 χ 10~6
8 χ 10""6
1 χ 10~5
Die Einwirkungszeiten zwischen Kernglas und Mantelglas der obigen Zusammensetzung beim Ausziehen einer Lichtleiterfaser sind in der folgenden Tabelle 2 für verschiedene Temperaturen angegeben,
' Tabelle 2
Einwirkungs zeit Ringdüse mit einem
Innendurchmesser vor
2 mm, Zentraldüse
mit 1,0 mm Innen
durchmesser
Temperatur Ringdüse mit 3 mm
Innendurchmesser und
Zentraldüse mit 1,5mm
Innendurchmesser
3 min
1,5 ·
1,0
0,8
900 (0C)
1000
1100
1200
6 min
3
2
1,5
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Damit ein gleichförmiges Ausziehen der Glasfaser unter gleichzeitiger Ionendiffusion möglich ist, muß die Höhe der Mündungsfläche der Zentraldüse gegenüber der Höhe der Mündungsfläche der Ringdüse genau eingestellt werden, d.h. die axiale Länge des Abschnitts mit verer-ngtem Durchmesser der Ringdüse, wenn das Oberende des Abschnitts mit verengtem Durchmesser in der gleichen Ebene mit der Mündung der Zentraldüse liegt. Wenn bspw. das Außengefäß einen Innendurchmesser des verengten Abschnitts von 3 nun hat und ein- Innendurchmesser der Zentraldüse von 1,5 mm vorhanden ist, läßt sich eine Lichtleiterfaser unter stabilen' Bedingungen bei einer Temperatur von etwa 900° G ausziehen, wenn die Länge des Abschnitts mit verengtem Durchmesser der Außendüse 9 mm beträgt.' Wenn die Ausziehgeschwindigkeit der Glasfaser mit 8,5 cm/min ausgewählt wird, erhält man eine Glasfaser mit 0,4 mm Außendurchmesser und 0,2 mm Durchmesser des Kernteils.
Wenn in einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung ein Außengefäß zu einer Ringdüse mit einem Innendurchmesser von 2,0 mm verengt ist und der Innendurchmesser der Zentraldüse 1,0 mm beträgt, kann man bei einer Temperatur von 1000° G eine Glasfaser mit 0,4 mm Außendurchmesser und 0,2 mm Durchmesser des Kernteils unter stabilen Bedingungen bei einer Ausziehgeschwindigkeit von 9,2 cm/min ausziehen, wenn die Länge des Abschnitts mit verengtem Durchmesser an der Außendüse 11 mm beträgt.
Für die Glasfasern erhält man in allen Fällen innerhalb eines Zentralbereichs mit einem Durchmesser von 15 yu eine Verteilung des Brechungsindex nach der oben angegebenen Formel mit einem a-Wert = 0,63 m ,
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Claims (7)

  1. Patent ansprüche:
    Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Lichtleiterglasfasern mit einer Verteilung des Brechungsindex in einer Ebene senkrecht zur optischen Achse der Glasfaser unter/fortschreitender Abnahme von einem Zentralwert gegen den Faserumfang hin, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Glasschmelze mit einem Gehalt an einen größeren Beitragsgrad zum Brechungsindex liefernden Ionen durch mindestens eine Zentralduse zur Bildung eines Kernteils der Glasfaser fließen gelassen wird und daß eine zweite Glasschmelze mit einem Gehalt an einen kleineren Beitragsgrad zum Brechungsindex liefernden Ionen durch eine zweite Düse zur Bildung einer Mantelschicht fließen gelassen wird, wobei die Mündung der ersten Zentraldüse in Strömungsrichtung gegenüber der Mündung der zweiten Düse zurückgesetzt ist.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Aufnahmebehälter für Glasschmelzen ein Innengefäß (11) mit mehreren Zentraldüsen und ein Außengefäß (12) mit einer zweiten Düse aufweist und daß die Mündung(en) der Zentraldüse in Ausflußrichtung der Glasschmelze gegenüber der Mündxmg der zweiten Düse zurückgesetzt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine einzige Zentraldüse konzentrisch innerhalb der zweiten Düse angeordnet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Zentraldüsen parallel zueinander angeordnet sind und daß die Mündungen der Zentraldüsen gegenüber der Mündung der zweiten Düse zurückgesetzt sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündung der Zentraldüae gegenüber der Mündung der
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    206U09
    zweiten Düse um mehr als 2 mm und vorzugsweise mehr als 5 mm zurückgesetzt ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 "bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß die erste Glasschmelze in dem Innengefäß Ionen mit großem Beitrag zum Brechungsindex mit ThaBLumionen enthält..
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Außengefäß (12) eine Glasschmelze mit Ionen .geringeren Beitragagrades zum Brechungsindex, nämlich Li-, Na-, K-, Kb- und/oder Gs-Ionen enthält.
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