DE2064301A1 - Verfahren zur Gewinnung von Diarvl verbindungen - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Diarvl verbindungenInfo
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Description
BERLIN-DAHLEM 33 · PO D BI ELS Kl ALLE E 68
8 MÖNCHEN 22 ■ W! D E N M AYE R STRAS S E
München, den 29. Dezember 1970
23
HEBCULSS INCORPORATED, Wilmington, Delaware (USA)
Verfahren zur Gewinnung von Diarylverbindungen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Diarylverbindungen durch Kuppeln aromatischer Verbindungen,
insbesondere ein Verfahren zum Kuppeln substituierter aromatischer Verbindungen mit hohem Umsatz und
bei hoher Ausbeute an den gewünschten Biaryl-Isomeren. ■
Es ist gut bekannt, daß Arylverbindungen mit Hilfe von
Palladiumsalzen gekuppelt werden können, jedoch sind die Umsätze niedrig. Im Falle von elektronegativ substituierten
Arylen, wie Methylbenzoat, ist der Umsatz so niedrig, daß das Verfahren keinen praktischen Wert hat, und die
Produkte sind Gemische aus einigen isomeren Diarylen. Es
ist nicht möglich, ein bestimmtes Isomeres als Hauptprodukt zu erhalten.
Erfindungsgemäß wurde nun festgestellt, daß Arylverbinclungen
mit hohem Umsatz gekuppelt werden können, indem
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man bei der Umsetzung als Kupplungsmittel ein yuecksilbersalz
in Kombination mit einer katalytischen Menge eines Palladium-, Ruthenium-, Käodiua- oder Goldsalzes verwendet
und indem man die Reaktion in flüssigem Fluorwasserstoff
vornimmt.
Während das Verfahren nach der Erfindung auf das Kuppeln
einer großen Vielzahl von aromatischen Verbindungen angewendet werden kann, die ein labiles Wasserstoffatom aufweisen,
so ist es doch von besonderer Wichtigkeit, wenn es auf eine elektronegativ substituierte Arylverbindung
angewendet wird, wobei die Kupplungsreaktion mit hohem Umsatz stattfindet und es gleichzeitig ermöglicht wird,
die Bedingungen .,/v auszuwählen, daß ein beliebiges bestimmtes
Isomeres des substituierten üiaryls als Hauptprodukt
erhalten wird.
Ks können alle aromatischen Verbindungen eingesetzt werden,
die die Formel Ä-Ar-X haben, wobei Ar ein beliebiger aromatischer Kern, wie Benzol, Naphthalin, Biphenyl, Anthracen
u. dgl. ist, X Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit
1 bis 3 Kohlenstoffatomen, eine Halogen-, Nitro-, Carboxy-
oder Carboalkoxygruppe ist, wobei die Alkoxygruppe 1 bis
3 Kohlenstoffatome enthält, und E Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder auch
Halogen ist, wenn X Halogen ist. Beispiele für diese
aromatischen Verbindungen, die gemäß dem Verfahren nach der Erfindung gekuppelt werden können, sind* aromatische
Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Naphthalin, Biphenyl, Anthracen usw., und ihre mono- und dialky!substituierten
Derivate, wie Toluol,o-, n- und p-Xyloi, ethylbenzol,
Cumol, Cymol usw., nitrosubstituierte Aryle, wie Nitrobenzoi,
o-Nitrotoluol, p-Nitrotoiuol usw., carboxysubstituierte
Aryle, wie Benzoesäure, o-, m- und p-Toluyisäure,
Naphthoesäure usw., halogensubstituierte Aryla;. wie Chlor-,
Brom-, Fluor- und Jodbenzol, 1,2-ilichiorbenzol, 1,4-iiicßIor-
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benzol, ο-, m- und p-Chlortoluol usw., und carboalkoxysubstituierte Aryle, wie Methyl-, Äthyl-, Propyl- und
Isopropylbenzoat, und die entsprechenden Ester der Toluylsäuren, Naphthoesäure usw.
Jedes Quecksilbersais, das in des als Reaktionsmedium
verwendeten flüssigen Fluorwasserstoff weitgehend löslich ist oder in diesem in ein Fluorid oder einen Komplex umgewandelt wird, kann bei dem Verfahren der Erfindung als
Kufplungsmlttel verwendet werden. Beispiele für solche
quecksilbersalze oder für Verbindungen, die in situ in
solche umgewandelt werden, sind Quecksilberoxid, Quecksilber fluor id, Quecksilberperchlorat, Quecksilbertetrafluorborat, Queckailber-acetylacetonat, die Quecksilber- I
salze der Alkanoinsäuren mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen,
wie Quecksilberacetat, -propionat, -butyrat, -hexanoat, -octanoat oder -decanoat usw. Wenn auch für die Kupplungsreaktion eine stochiometrische Menge an Quecksilbersalz
erforderlich ist, d.h. 1 Mol pro Mol der zu kuppelnden aromatischen Verbindung, so kann doch die Menge an Quecksilbersais über einen weiten Bereich schwanken. Im allgemeinen liegt sie im Bereich von 1 Mol pro Mol aromatischer
Verbindung bis zu 1 Mol pro 10 Mole der aromatischen Verbindung.
Das Sdelmetallsalz, das als Katalysator bei dem Verfahren λ
nach der Erfindung eingesetzt wird, kann jedes Palladium-, Rhodium-, Ruthenium- oder Goldsalz sein, das in dem als
Reaktionsmedium verwendeten flüssigen Fluorwasserstoff
weitgehend löslich ist oder in diesem ein Fluorid oder einen Komplex bildet. Beispiele fur diese einsetzbaren
Verbindungen sind metallisches Palladium, das in situ das Fluorid bildet, die Edelmetallsalze der Alkanolnsauren mit
a bis 10 Kohlenstoffatomen, wie Palladiumacetat, -propionat,
-butyrat, -octanoat, -decanoat, und die entsprechenden Salze des Rhodiums, des Golds und des Rutheniums sowie
deren Fluoride, Chloride, Oxide, Mitrate, acetylacetonate,
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Sulfonate und/oder Komplexe von diesen. Die Menge an eingesetztem Edelmetallsalz kann zwischen einer katalytischen
Menge, wie beispielsweise einem Molverhältnis zu Quecksilbersalz von 1:10 000, bis zu einem Verhältnis
von 1:10 schwanken, gewöhnlich liegt es jedoch in einem Bereich von 1:1000 bis 1:100, zweckmäßigerweise bei etwa
1:500. Die genaue einzusetzende Menge hängt von der gewählten Edelmetallverbindung, der zu kuppelnden Arylverbindung
und, im Falle von substituierten Arylen, dem gewünschten disubstituierten Biaryl-Isomeren ab. So ist bei elektronegativ
substituierten Arylen, die schwieriger zu kuppeln sind, ein höheres Verhältnis von Edelmetall zu Quecksilber
zu bevorzugen, während bei der Kupplung von Ary!kohlenwasserstoffen
extrem niedrige Verhältnisse von Edelmetall zu Quecksilber gewählt werden können.
Das Verfahren nach der Erfindung kann bei jeder bequemen Temperatur durchgeführt werden, jedoch herrscht im allgemeinen
eine Temperatur innerhalb eines Bereiches von etwa -20° C bis etwa 150° C. Die bevorzugte Temperatur hängt
von der Reaktionsfähigkeit der zu kuppelnden aromatischen Verbindung ab,, wobei die reaktionsfähigeren niedrigere
Temperaturen und die weniger reaktionsfähigen höhere Temperaturen erfordern. Bei substituierten Arylen hängt
die angewendete Temperatur von dem gewünschten Isomeren ab. Wenn beispielsweise ein monosubstituiertes Aryl, wie
Nitrobenzol, gekuppelt wird, begünstigen niedrige Temperaturen und niedrige Konzentrationen an Edelmetallverbindung
die Gewinnung von 3,3f-Dinitrobiphenyl, und höhere
Temperaturen und höhere Konzentrationen an Edelmetallverbindung begünstigen die Bildung von 2,3f-Dinitrobiphenyl.
So ist es bei dem Verfahren der Erfindung möglich, für die Gewinnung eines bestimmten Isomeren als
Hauptprodukt die richtigen begünstigenden Bedingungen auszuwählen.
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— O —
Das Verfahren mnn bei jedem gewünschten Druck durchgeführt
werden, wobei bei der herrschenden Temperatur der Druck so ausreichend hoch gewählt wird, daß der Fluorwasserstoff
in flüssiger Phase gehalten wird. So kann der Druck von etwas über Atmosphärendruck bei 20° C bis zu etwa 85 psig
bei einer Reaktionstemperatur von 100° C betragen.
Das Verfahren wird im allgemeinen bei weitgehend wasserfreien Bedingungen durchgeführt. Wenn jedoch ein Oxid, wie
Quecksilberoxid, verwendet wird, so bildet sich natürlich während der Umsetzung Wasser. In jedem Fall sind wasserfreie Bedingungen nicht zwingend, und Wasser in Mengen von
bis zu 20 % oder mehr kann als Verdünnungsmittel für den λ
Fluorwasserstoff toleriert werden, ohne daß die Umsetzung
nachteilig beeinflußt wird, obwohl bei den höheren Mengen der Reaktionsumsatz gesenkt wird.
Die folgenden Beispiele dienen der näheren Erläuterung des Verfahrens der Erfindung. In ihnen sind alle Teile
und Prozentsätze Gewichtsteile und Gewichtsprozente, wenn es nicht anders angegeben ist.
Sin innen mit Teflon beschichtetes und mit einem Magnetrühr er versehenes Reaktionsgefäß wurde mit 0,010 Mol g
Quecksilberfluorid, 0,01 mMol Palladiumacetat und 0,1 Mol
o-Xylol beschickt. Dem durchgerührten Gemisch wurden 2,0 ml wasserfreier flüssiger Fluorwasserstoff zugesetzt. Das
Reaktionsgemisch wurde bei Raumtemperatur eine Stunde lang gerührt, «nach der Fluorwasserstoff durch Verdampfen unter
Stickstoffstrom abgezogen wurde. Der trockene, graue, feste Rückstand wurde mit 50 ml Hexan aufgenommen. Die gaschromatographische Analyse der Hexanlosung zeigte, daß sie
1,» Gew.-%/Vol. an 3,4,3·,4'-Tetramethylbiphenyl und 0,2 %
an gemischten Tetramethylbipheny1-Isomeren, vorwiegend
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2,3,3I,4I-Tetramethylb~iphenyli enthielt. Die Hexanlösung
wurde unter Stickstoffdruck filtriert, und der Rückstand
wurde dreimal mit je 50 al heißem Hexan gewaschen« Die Hexanlösung und die Waschflüssigkeiten wurden vereinigt,
und das Lösungsmittel wurde abgezogen. Das so erhaltene Gemisch an Tetramethylbiphenylen ergab eine 95 %ige
Umwandlung, bezogen auf eingebrachtes Quecksilber.
Das Verfahren des Beispiels 1 wurde wiederholt, wobei folgende Reaktionsteilnehmer eingebracht wurden: 0,04 Mol
quecksilber fluor id, O1I milol Palladiumaeetat, 40 ml
o-Xylol und 10 irl Fluorwasserstoff» Es wurde eine Stunde
lang bei 60° C umgesetzt. Das so erhaltene Tetramethy1-biphenyl
bestand zu Ö5 % aus dem 3,4,3*#4f~Isomeren und
zu 15 % aus dem 2,3,3*,4'-Isomeren.
Das Verfahren des Beispiels 1 wurde at.it den folgenden.
Reaktionsteilnehmern wiederholt: 0,001 Mol Quecksilberoxid, 0,009 mitol Palladiiraacetat, 13 mg Eisen(III)-nitrat,
0,06 Mol o-Xylol und 2 ml Fluorwasserstoff» Bei diesem
Beispiel wurde die Umsetzung 3 Stunden lang bei einem
Sauerstoffdruck von 5,6 kg/cm und einer Temperatur von 120° C durchgeführt. Das so erhaltene Tetramethylbiplienyl
ergab, bezogen auf Quecksilber, einen Umsatz von 84 %t
und es bestand aus 95 % des 3,4,3*,4'-Isomeren und 5 %
des 2,3,3',4'-Isomeren»
bin innen mit Teflon beschichtetes, mit einem Magnetrührer
versehenes Heakt;ionsgefäß wurde mit Ο,ΟΙϋ Mol Quecksilberoxid,
0,0022 Mol Palladiumacetat, 0,034 Moi Nitrobenzol
und 20 ml flüssigem Fluorwasserstoff beschicket. Has Reaktionsgemisch
wurde Iti Stunden lang bei 3ü C gerührt, üann
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wurde der Fluorwasserstoff unter Stickstoffstrom abgedampft, und der Kuckstand wurde mit 50 ml heilten Aceton
extrahiert. Die Analyse des Acetonextraktes durch Gaschromatographie ergab, daß er 2,75 g Dinitrobiphenyl enthielt, wobei die Umwandlung, bezogen auf Quecksilber, 84 %
betrug· Das Dinitrobiphenyl bestand zu 97 % aus dem 2,3'-Isomeren und zu 3 % aus dem 3,3*-Isomeren.
Das Verfahren des Beispiels 4 wurde mit den folgenden Reaktionsteilnehmern wiederholt: 0,013 Mol Quecksilberfluor id, 0,0004 Mol Palladiumacetat, 0,039 Mol Nitrobenzol
und 50 ml Fluorwasserstoff. Ss wurde 12 Stunden lang bei 30° C umgesetzt. Das so erhaltene Dinitrebiphenyl ergab
eine Umwandlung von 69 %, bezogen auf Quecksilber, und es bestand zu 54 % aus dem 3,3'-Isomeren und zu 46 % aus dem
2,3*-Isomeren.
Das Verfahren des Beispiels 4 wurde mit den folgenden
Reaktionsteilnehmern wiederholt: 0,015 Mol Quecksilbervfluorid, 0,0028 Mol Palladium!luorid, 0,7 g Ka1luntetrail uor bora t, 0,095 Mol Nitrobenzol und 50 ml Fluorwasserstoff. £s wurde 36,Stunden lang bei 10° C umgesetzt. Die
Umwandlung in 2,3*-Dinitrobiphenyl betrug, bezogen auf
Quecksilber, 100 %.
*
Sin innen mit Teflon beschichtetes und mit einem Magnetruhrer versehenes Reaktionagefäfl wurde mit 0,01 Mol Quecksilber fluor id, 0,0007 Mol Palladiumacetat, 0,057 Mol
Methylbenzoat und 0,40 Mol Fluorwasserstoff beschickt. Das Reaktionsgemisch wurde bei 30° C vier Stunden lang
gerührt. Dann wurde der Fluorwasserstoff unter Stickstoffstrom abgedampft, wobei die letzten Spuren durch Zusetzen
von 1 g Natrlumfluorid entfernt wurden. Der Rückstand wurde
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dann mit 30 ml heißem Benzol extrahiert. Der Benzolextrakt
wurde gaschromatographisch analysiert. Es wurde ermittelt, daß er 1,22 g Dicarbomethoxybiphenyl enthielt, das zu
65 % aus dem 2,3f-Isomeren und zu 35 % aus dem 2,2*-
Isomeren bestand. Dies entspricht, bezogen auf Quecksilber, einer Umwandlung von 88 %,
Das Verfahren des Beispiels 7 wurde mit den folgenden
Reaktionsteilnehmern wiederholt: 0,05 Mol Quecksilberoxid, 0,0007 Mol Palladiumacetat, 14 g Methylbenzoat und 10 ml
Fluorwasserstoff. Es wurde 13,5 Stunden lang bei 30° C umgesetzt. Die Umwandlung in das Dicarbomethoxybiphenyl,
welches zu 89 % aus dem 2,3'-Isomeren, zu 7 % aus dem
2,2'-Isomeren und zu 4 % aus dem 3,3'-Isomeren bestand,
betrug 72 %, bezogen auf Quecksilber.
Dieses Beispiel erläutert den Einfluß der Temperatur auf
das Kuppeln von Nitrobenzol. Bei jedem dieser Durchlaufe
wurde das Reaktionsgefäß mit 0,023 Mol Quecksilberoxid, 0,22 mMol Palladiumacetat, 4,8 g Nitrobenzol und 10 ml
flüssigem Fluorwasserstoff beschickt. Die Reaktionsgemische wurden dann 36 Stunden lang gerührt, und zwar
eines bei 30° C, ein weiteres bei 60° C und ein drittes bei 100° C. In der folgenden Tabelle sind die Umwandlung
in erhaltenes Dinitrobiphenyl (bezogen auf Quecksilber) zusammen mit dem Prozentsatz an jedem Isomeren der Produkte
zusammengestellt:
| Durch | Reaktions- temp. ( C) |
ttawand- | Isomerenverteilung_£&) | 2.3» | 54 | 3,4" |
| lauf | 30 | 65 | 2,2» | 40 | 24 | 4 |
| a) | 60 | 55 | 2 | 72 | 10 | 2 |
| b) | 100 | 62 | 2 | 80 | 10 | |
| c) | - |
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Das Verfahren des Beispiels 4 wurde mit den folgenden Reaktionsteilnehmern wiederholt: 0,0125 Mol Quecksilberacetat, 0,44 mMol Palladiumacetat, 4,8 g Nitrobenzol und
50 ml flüssiger Fluorwasserstoff. Das Reaktionsgemisch wurde 12 Stunden lang bei 30° C gerührt. Die Umwandlung in
Dinitrobiphenyl betrug, bezogen auf Quecksilber, 66 %. Es bestand zu 45 % aus dem 2,3*-Isomeren und zu 55 % aus
dem 3,ό'-Isomeren.
Das Reaktionsgefäß wurde mit 8,4 mMol Quecksilberfluorid,
0,23 mMol Goldoxid, 1,2 g Nitrobenzol und 10 ml flüssigem Fluorwasserstoff beschickt. Das Reaktionsgemisch wurde bei
30° C 20 Stunden lang gerührt. Das so erhaltene Dinitrobiphenyl bestand zu 28,5 % aus dem 2,3*-Isomeren und zu
71,5 % aus dem 3,3*-Isomeren.
Das Reaktionsgefäß wurde mit 9,25 mMol Quecksilberoxid, 0,23 mMol Goldoxid, 1,2 g Nitrobenzol und 10 ml flüssigem
Fluorwasserstoff beschickt· Das Reaktionsgemischwurde
24 Stunden lang bei 100° C gerührt. Das erhaltene Dinitrobiphenyl bestand zu 31,7 % aus dem 2,3'-Isomeren und zu
68,3 % aus dme 3,3'-Isomeren.
Das Reaktionsgefäß wurde mit 10 mMol Quecksilberoxid,
1,0 mMol Goldchlorwasserstoffsäure (HAuCl4*3 H2), 1,2 g
Nitrobenzol und 10 ml Fluorwasserstoff beschickt. Das Reaktionsgemisch wurde 6 Stunden lang bei 100° C gerührt.
Das erhaltene Dinitrobiphenyl bestand zu 66 % aus dem 2,3*-Isomeren und zu 34 % aus dem 3,3*-Isomeren.
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Das Keaktionsgefäß wurde mit 4, ti miAol C^iecksilberoxid,
0,30 raMol Rhodiumchlorid-trisaee^onitrii, 2,4 g Nitrobenzol
und 10 ml flüssigem Fluorwasse^si,:■:?:*' beschickt. Das ileaktionsgeiaisch
wurde 6 Stundon Lang bei 100° C gerührt» Ss
wurde reines 2,3*-l)initrobiphenyl ah na Spuren anderer
Isomerer erhalten«
Das Reaktionsgefäß wurde mit 8,4 vAlol Quecksilberoxide
0,45 raldol Hhodiurachlorid-trisacetonitril, 2,4 g Nitrobenzol
und 10 ml flüssigen:. Fluorwasserstoff beschickt» Bas Reaktionsgemisch
wurde i.0 Ständen lang bei 120° C gerührt« Das
erhaltene Diriitx·· .....ι. phenyl bestand i-a 95 % mis dem 2,3'-Isomeren
und zu einer kleinen Keuige a\.\:>
dem 2,4*-Isomeren·
Beispiel 15 wurde wiederUoIt mit der Ausnahme, daß anstelle
von Nitrobenzol 2,3 g Toluol e:uigesei;-:-t ^ux-üen und anstelle
von 10 Stunden nur 8 Stunde» lang um*,/?seist wurde· Die
Umwandlung betrug, bezogen auf Rhodium, 533 % und, bezogen
auf Quecksilber, 57 %* lias Produkt bestead zn 94,7 % aus
dem 2,3*-Isomeren und ssu «5,3 % aus dem 3,3*-Isomeren*
Ein mit einem lai'cetrüiirstab versehene* Polyäthylonreaktionsgefäß
wurde mit C,010 Mol Quecksilborfluoriü, 0,0001 MoI
Palladiumacetat und 40 ml Toluol beschickt. Das Gemisch
wurde in einem, Eisbad auf 0u C hör iint er gekühlt und claim
mit 10 ml Fluorwasserstoff versetzt,, nachdem das Gemisch
2 Stunden lang bei 30° C gerührt warden wer, wurde der
Fluorwasserstoff abgedampft, 50 ml Hoxau zugesetzt und das
Gemisch gründlich gerührt« Die iiexea-'roIuoi-T<isuiig wurdo*
gaschromatographisch analysiert«. Sie ent;*'" .-/it Q/si üew»-%/
VoI, an pfpf-Bitoiyl zusammen mit id
anderen ßitolyl-Isomeren*
10982 7/200 1
Bin Polyäthylenreaktionsgefäß wurde mit 0,010 Mol Quecksilberfluorid, 0,00010 Mol Palladiumacetat und 3,85 g
Naphthalin beschickt. Nach Herunterkühlen auf 0° C wurden 10 ml Fluorwasserstoff zugesetzt und das Gemisch 4 Stunden
lang bei 20 C gerührt. Der Fluorwasserstoff wurde unter Stickstoffstrom abgedampft. Die gaschromatographische
Analyse des Rückstandes ergab, daß das Produkt aus Binaphthyl bestand.
von Naphthalin Biphenyl eingesetzt wurde. Als Produkt wurde g
hierbei Quaterphenyl erhalten.
Ein innen mit Teflon beschichtetes Reaktionsgefäß wurde mit 0,001 Mol Rutheniumtetraoxid, 0,01 Mol Quecksilberacetat, 0,06 Mol o-Xylol und 2,5 ml Fluorwasserstoff
beschickt. Das Reaktionsgemisch wurde 8 Stunden lang bei 100° C gerührt. Das so erhaltene Produkt bestand zu 85 %
aus dem 2,3,3*,4'-Isomeren und zu 15 % aus dem 3,4,S*,4f-Isomeren.
Beispiel 21 -
Ein innen mit Teflon beschichtetes Reaktionsgefäß wurde mit 0,10 Mol Quecksilberoxid, 0,004 Mol Palladiumacetat,
0,30 Mol Chlorbenzol und 25 al Fluorwasserstoff beschickt. Das Reaktionsgemisch wurde 6 Stunden lang bei 50° C gerührt.
Es wurden 5,3 g an gemischten Isomeren des Dichlorbiphenyls
mit einem Siedepunktbereich von 185 bis 200° C bei 3 mm Hg erhalten. Dies entspricht einer Umwandlung von 46,2 %,
bezogen auf Quecksilber.
109827/2001
Das Verfahren nach der Erfindung ermöglicht die Gewinnung von Diary!Verbindungen, die einen breiten Anwendungsbereich
haben. Beispielsweise können die Dinitrodiaryle zu den
entsprechenden Diaminodiarylen reduziert werden, die nützlich fur die Herstellung von Polyamiden und Polyimiden sind.
Die Tetraalkyldiaryle können zu Tetracarbonsäuren und ihren Anhydriden oxydiert werden, die fur die Herstellung von
Polyimiden brauchbar sind, und die Dicarboxyldiaryle sind nützlich für die Herstellung von Polyestern, Polyamiden und
Polyimidazolen. Zahlreiche andere Verwendungszwecke für die polyfunktionellen Diaryle liegen für den Fachmann auf
der Hand.
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Claims (7)
- 206A301Patentansprüche(erfahren zur Gewinnung von Diarylverbindungen, dadurch ^..^gekennzeichnet, daß eine aromatische Verbindung mit einem Gemisch aus einem Quecksilbersalz und zumindest einer katalytischen Menge eines Edelmetallsalzes in flüssigem Fluorwasserstoff in Kontakt gebracht wird, wobei das Edelmetall Palladium, Rhodium, Ruthenium oder Gold ist und die aromatische Verbindung die Formel R-Ar-X hat, in der Ar ein aromatischer Kern, X Wasser- gstoff, eine Alkyl-, Halogen-, Nitro-, Carboxy- oder Carboalkoxygruppe, R Wasserstoff oder eine Alkylgruppe oder auch Halogen ist für den Fall, daß X Halogen ist, wobei die Alkyl- und die Alkoxygruppen jeweils 1 bis 3 Kohlenstoffatome enthalten.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aromatische Verbindung Nitrobenzol oder o-Xylol ist.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Edelmetallsalz ein Palladiumsalz, vorzugsweise ein Palladiumsalz einer Alkanoinsäure mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen, ist. (
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aromatische Verbindung mit Quecksilberfluorid und Palladiumacetat bei einem Molverhältnis von Quecksilber zu Palladium von etwa 10000:1 bis etwa 10:1 in Kontakt gebracht wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aromatische Verbindung mit Quecksilberacetat und Palladiumacetat bei einem Molverhältnis von Quecksilber109827/2001206A301zu Palladium von etwa IO 000:1 bis etwa 10si in Kontakt gebracht wird,
- 6. Verfahren nach Anspruch I^ dadurch gekennzeichnet» daß die aromatische Verbindung jolt Quecksilberfluorid und Rhodiumtrichlorid-trisacetonitrii bei eimern Molverhältnis von Quecksilber zu Rhodium von etwa 10 000:1 bis etwa 10il in Kontakt gebracht wird*
- 7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daßdie aromatisch© Verbindung mit Quecksilberoxid und Palladiumfluorid bei einem Molverhältnis von Quecksilber zu Palladiuni von ewa 10 000;I bis etwa 10si in Kontakt gebracht wire'im 410 8 6 2 7/2001
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