DE2063405A1 - Vorrichtung zum Herstellen oder Bearbeiten von Zahnrädern mit breitenballigen Zahnflanken - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen oder Bearbeiten von Zahnrädern mit breitenballigen ZahnflankenInfo
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Description
- Vorrichtung zum Herstellen oder Bearbeiten von Zahnrädern mit breitenballigen Zahnflanken Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen oder Bearbeiten von Zahnrädern mit breitenballigen Zahnflanken, wobei ein ein umlaufendes Werkzeug und seinen Antriebsmotor tragender Schlitten bezüglich dem herzustellenden oder zu bearbeitenden Zahnrad eine in dessen Achsrichtung verlaufende, hin-und hergehende Hubbewegung ausführt, der eine periodische Querbewegung des Werkzeuges zur Erzeugung der breitenballigen Flankenform überlagert ist, wobei zur Steuerung dieser Querbewegung ein FUhlglied an einer ortsfesten Schablonegeführt ist.
- Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art zum Schleifen breitenballiger Zahnflanken findet ein am Stößelschlitten rollengelagerter Werkzeugschlitten Verwendung, der Schleifspindel, Schleifs-cheibe und Antriebsmotor für die Schleifspindel trägt und dem im Zuge der Hubbewegung es Stößelschlittens durch eine Schablone eine Relativbewegung gegenüber dem Stößelschlitten aufgezwungen wird, womit die Schleifscheibe so an den Flanken des zu bearbeitenden Zahnrades entlang bewegt wird, daß breitenballige Flanken entstehen.
- Das Ausmaß der Balligkeit wird dabei über die Ausbildung der Schablone bestimmt.
- Diese bekannten Vorrichtungen haben jedoch den Nachteil, daß immer das gesamte Gewicht von Werkzeugschlitten, Schleifspindel mit Schleifscheibe und Antriebsmotor mitbewegt werden muß, so daß bei überhöhter Hubzahl der Kontakt zwischen Werkzeugschlitten und Schablone zumindest infolge der Eiggnelasti ~ zität der die Massenkräfte der zu bewegenden Teile übertragenden Glieder verlorengeht und Flankenformen entstehen, die nicht mehr die gewollten Abmessungen haben. Außerdem entstehen durch die Relativbewegung zwischen Stößelschlitten und Werkzeugschlitten Schwingungen, die auf die Schleifscheibe übertragen werden und sich damit an der bearbeiteten Zahnflanke bemerkbar machen. Der rollengelagerte Werkzeugschlitten Uberträgt ferner Schwingungen, die ihre Ursache im Antrieb des Stößelschlittens haben. Eine Gleitlagerung des Werkzeugschlittens im Stößelschlitten ist aber deshalb nicht möglich, weil der Unterschied zwischen Gleit- und Haftreibung im Anlaufbereich des Werkzeugschlittens zu ruckartigen Bewegungen führen würde, die beispielsweise eine Breitenballigkeit von 0,01 mm und damit eine Relativbewegung zwischen Werkzeugschlitten und Stößelschlitten von 0,01 mm praktisch nicht erzielbar machen.
- Eine schwingungsdämpfende hydrostatische Lagerung zwischen Stößel- und Werkzeugschlitten ist aber aufgrund der dann notwendigen stabileren und noch schwereren Ausführung des Werkzeugschlittens sowie dessen Lagerung ebenfalls nicht möglich, weil dadurch ebenfalls das Gewicht der zu bewegenden Teile erhöht und damit eine Herabsetzung der Schleifgeschwindigkeit notwendig würde.
- In der Regel dient der Werkzeugschlitten~auerdem~~~ dazu, das Werkzeug nach Bearbeitung einer Zahnflanke aus der Zahnlücke zurückzuziehen und es nach erfolgter Teilung des Zahnrades in die nächste Zahnlücke wieder einzufahren.
- Aufgabe der Erfindung ist es, eine Möglichkeit anzugeben, wie die vorstehend beschriebenen Nachteile in einfacher Weise vermieden werden können, wobei gleichzeitig dafür Sorge getragen sein soll, daß sich weder die Gestehungskosten derartiger Maschinen nennenswert erhöhen noch ihre konstruktive Gestaltung komplizierter wird.
- Ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art ist diese Aufgabe erfindungegemäß dadurch gelöst, daß die Werkzeugspindel in einer im Schlitten oder einem daran verschiebbaren Werkzéugechlitten drehbaren Buchse exzentrisch gelagert ist und daß dieser Buchse eine der Bewegung des Fühlgliedes entsprechende Drehbewegung erteilbar ist.
- Durch diese erfindungsgemäßen Maßnahmen kann der Werkzeugschlitten über Gleitführungen am Schlitten gelagert sein und mit diesem nach jedem Teilvorgang z. B. über eine hydraulische Klemmung fest verbunden werden, so daß keine Relativbewegungen und Schwingungen zwischen Schlitten und Werkzeugschlitten auftreten- können. Ferner entfällt durch die Querbewegung der Werkzeugspindel über ihre exzentrische Lagerung die Notwendigkeit, große Massen hin- und herzubewegen und die damit einhergehenden Massenkräfte zu übertragen. Somit läßt sich nicht nur die Hubzahl des Schlittens pro Zeiteinheit und damit die Bearbeitungegeschwindigkeit erheblich erhöhen, sondern auch die Oberflächengüte und Genauigkeit der bearbeiteten Zahnflanken wesentlich verbessern.
- Erfindungsgemäß kann das Ftthlglied eine im Schlitten oder im Werkzeugschlitten quer verschiebbar gelagerte Sohubstange sein, die außermittig an der Buchse angreift. Es kann jedoch auch das Fühlglied ein hydraulischer, pneumatischer oder elektrischer Geber sein, an den eine hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch betätigbare, im Schlitten oder Werkzeugschlitten quer verschiebbar gelagerte Schubstange angeschlossen ist, die außermittig an der Buchse angreift. Schließlich kann an ein als hydraulischer, pneumatischer oder elektrischer Geber ausgebildetes Fühlglied auch ein an der Buchse angreifender, hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch betätigbarer Stellmotor angeschlossen sein.
- Im Falle der Verwendung einer Schubstange kann diese mit einem als Zahnstange ausgebildeten Teil in Eingriff mit einem am äußeren Umfang der Buchse angebrachten Zahnkranz stehen. Sie kann jedoch auch über zwei Spannbänder mit der Buchse gekoppelt sein.
- Bei allen vorstehend beschriebenen Ausführungen kann die exzentrische Buchse aus einer äußeren, mit der Schubstange bzw. dem Stellmotor in Verbindung stehenden Klemmbuchse und einer dazu konzentrischen inneren, relativ zur äußeren Buchse drehbaren und feststellbaren Steuerbuchse bestehen, wodurch die Möglichkeit gegeben ist, ausgehend von einer Schablone bei einem besttinmten Hub des Schlittens verschiedengroße Querbevegungen der Werkzeugspindel zu erzeugen. Das gleiche läßt sich Jedoch auch dadurch erreichen, daß auf der Schablone eine in dem;3chlitten quer verschiebbare zweite Schubstange abrollt, die über einen Übertragerhebel auf das eine Ende der ersten Schubstange einwirkt, und daß der Lagerbock des Ubertragerhebels verschiebbar auf dem Schlitten angeordnet ist.
- In Weiterbildung der Erfindung kann die exzentrische Buchse ihrerseits exzentrisch in einer am ~Schlitten gelagerten Buchse drehbar angeordnet sein, wobei diese Buchse mittels eines Stellmotors verdrehbar ist, und es kann diese Buchse eine Nase aufweisen, die mit verstellbaren Anschlägen des Schlittens zusammenwirkt. Durch diese Anordnung ist das Brfordernis eines Werkzeugschlittens vollstandig ausgeräumt, denn der Teilvorgang kann nunmehr durch Betätigung des Stellmotors und der damit einhergehenden Drehbewegung der zweiten Buchse zwischen deren Anschlägen vorgenpmmen werden. In der Arbeitsstellung der Schleifspindel kann die zweite Buchse mit dem Schlitten hydraulisch verklemmt werden, es kann Jedoch auch der Stellmotor ständig derart eingeschaltet bleiben, daß er ein Drehmoment auf die zweite Buchse ausübt, welches deren Nase in Anlage an den der Arbeitsstellung der Werkzeugspindel zugeordneten Anschlag hält.
- Das gleiche läßt sich jedoch auch bei nur einer Buchse mit daran exzentrisch gelagerter Werkzeugspindel dadurch erreichen, daß die Buchse mittels eines Stellmotors verdrehbar ist und daß eine an ihr angebrachte Nase mit einem Anschlag zusammenwirkt. Dieser Anschlag dient der Begrenzung der möglichen Drehung der Buchse derart, daß die Werkzeugspindel beim Teilvorgang nicht weiter als nötig zurückgezogen wird. Wirkt bei dieser Lösung die Buchse mit einer Schubstange zusammen, so ist es allerdings erforderlich, daß die Nase in Arbeitsstellung der Werkzeugspindel durch den Stellmotor in Anlage an die Schubstange gehalten ist, so daß auf diese Weise eine tibertragung der Schubstangenbewegung auf die Buchse, teilweise gegen die Wirkung des Stellmotors, stattfindet.
- Als zweckmäßig hat es sich für alle vorstehenden Ausführungsformen schließlich erwiesen, den Antriebsmotor für die Werkzeugspindel auf dem Schlitten zu lagern und die Antriebsverbindung längenveränderbar zu gestalten, was beispielsweise bei Antrieb durch einen Keilriemen dadurch geschehen kann, daß ein für alle Bewegungen der Werkzeugspindel ausreichend langer Keilriemen genommen wird, den eine gefederte Spannrolle immer stramm halt.
- Die Erfindung ist nachstehend anhand von Ausführungs beispielen näher erläutert , die auf der Zeichnung dargestellt sind. In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 eine bekannte Vorrichtung zum Balligschleifen von Zahnflanken; Fig. 2 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Ballige schleifen; Fig. 3 die vergrößerte Darstellung einer Einzelheit aus Fig. 2; Fig. 4 eine weitere Ausfiihrungsforni einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Balligschleifen; Fig. 5 eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung; Fig. 6 die Ausfffhrungsform gemäß Fig. 5 weiter vereinfacht und Fig. 7 eine vierte AusfUiirungsform nach der Erfindung, Bei der zum Stande der Technik gehörenden Zahnflanken-Schleifmaschine gemäß Fig. 1 ist am Kopf des Maschinenständers 1 ein Schlitten 2 entsprechend den Pfeilrichtungen 3 verschiebbar gelagert, wobei ihm die Hin- und Herbewegung beispielsweise durch einen nicht dargestellten, im Maschinenständer 1 angeordneten Kurbeltrieb erteilt wird.
- Am Schlitten 2 ist ein Werkeugschlitten 4 in Richtung der Pfeile 5 verschiebbar, beispielsweise über eine Rollenlagerung 6 angebracht, der eine in ihm drehbar gelagerte Schleifspindel 7 mit darauf sitzender Schleifscheibe 8 trägt und den die hin- und hergehende Querbewegung entsprechend den Pfeilen 5 im Zuge der Auf- und Abbewegung des Schlittens 2 durch eine Schablone 9 erteilt wird, an derer über eine Schubstange 10 und Rollen i1 zwangsweise geführt ist. Der Werkzeugschlitten 4 trägt außerdem den Antriebsmotor für die Schleifepindel 7, der jedoch nicht dargestellt ist.
- Geschliffen werden sollen die Flanken 12 eines Zahnrades 13, das auf einem nicht dargestellten Drehtisch aufgespannt ist.
- Während die Schleiffioheibe 8 durch die Bewegung des Schlittens 2 über die gesamte Höhe der Flanken 12 geführt wird, sorgt die Schablone 9 und die von ihr verursachte Querbewegung des Werkzeugschlittens 4 dafür, daß die Schleifscheibe derart auf die Achse des Zahnrades zu und von dieser wieder fort bewegt wird, daß ballige Zahnflanken 12 entstehen, wie dies die Stirnansicht 14 einer Zahnflanke zeigt. Es versteht sich von selbst, daß sowohl die Krümmung der Schablone 9 als auch die Balligkeit der Zahnflanken 12 zur besseren Verdeutlichung übertrieben dargestellt sind. Um bei unterschiedlich breiten Zahnrädern ballige Zahnflanken sowie bezogen auf jede Radbreite Zahnflanken unterschiedlicher Balligkeit herstellen zu können, muß eine große Zahl von verschieden ausgebildeten Schablonen 9 vorrätig sein.
- Die Hubzahl des Schlittens 2 und damit die Bearbeitungsgeschwindigkeit ist durch das Gewicht von Werkzeugsohlitten sowie den an diesem angeordneten Teilen begrenzt, da deren Masse in Richtung der Pfeile 5 hin und her beschleunigt werden muß, was bei einer bestimmten Hubzahl zu derart hohen Massenkräften führt, daß die Abmessungen der Schablone 9 nicht mehr korrekt auf die Zahnflanken 12 übertragen werden. Außerdem erzeugt die Rollenlagerung 6 des Werkzeugsohlittens 4 Schwingungen bzw überträgt diese vom Schlitten 2, was sich ungünstig auf die Oberflächengüte und Genauigkeit der Zahnflanken 12 auswirkt.
- Fig, 2 zeigt ebenfalls den Maschinenständer 1 gemäß Fig, 1 und den daran hin- und herbewegbaren Schlitten 2. Jedoch ist die Schleifspindel 7 exzentrisch in einer im Werkzeugschlitten 15 drehbaren Buchse 16 gelagert. Am Werkzeugschlitten 15 ist außerdem eine Schubstange 17 waagerecht verschiebbar, die einer seits vermittels einer Zugfeder 18 mit ihrer Tastrolle 19 in Anlage an eine Schablone 20 gehalten wird, andererseits über Spannbänder 21 derart mit der Buchse 16 verbunden ist, daß eine Längsbewegung der Schubstange 17 in eine Drehbewegung der Buchse 16 umgesetzt wird. Diese Drehbewegung der Buchse 16 führt zu einer Bewegung der Sohleifspindel 7 und damit der Schleifscheibe 8 in Richtung auf die Achse, des Zahnrades 13 und zurück, wodurch in Verbindung mit der Auf- und Abbewegung des Schlittens 2 ballige, Zahnflanken 12 geschliffen werden Beta'einer derartigen Erzeugung der Querbewegung der Schleifspindel 7 und damit der Schleifscheibe 8 ist es möglich, den Werkzeugschlitten 15 über eine einfache Gleitführung 22 am Schlitten 2 zu befestigen und ihn mit diesem während der Bearbeitung einer Zahnflanke 12 beispielsweise durch eine hydraulische Spannvorrichtung 23 zu verklemmen. Lediglichzur Teilung des Zahnrades 13, d, h, zur Überführung der nächsten Zahnflanke 12 in den Arbeitsbereich der Schleifscheibe 8 wird die Spannvorrichtung gelöst und der Werkzeugschlitten 15 so weit zurückgezogen,,,,, daß sich das Zahnrad 13 um einen Zahn weiterdrehen läßt.
- Fig. 3 veranschaulicht den Bereich der Schleilepindellagerung aus Fig. 2 in vergrößerter Darstellung.
- Hier ist ersichtlich, daß die Buchse 16 noch von einer Klemmbuchse 24 konzentrisch umgeben sein kann, an der die Spannbänder 21 bei 25 hefestigt sind und die über eine Klemmschraube 26 von der Buchse 16 gelöst werden kann. Die beschriebene Anordnung dient der Verstellung der Anordnung der exzentri,ch gelagerten Schleifspindel 7 und damit der stufenlosen Änderung der einer bestimmten Längsbewegung der Schubstange 17 zugeordneten Querbewegungskomponente der Schleifspindel 7, so daß sich ausgehend von einer einzigen Schablone 20 (siehe Fig. 2) unterschiedliche Querbewegungsgrößen der Schleifspindel 7 und damit ebenso unterschiedliche Balligkeiten der Zahnflanken 12 einstellen lassen. Um eine genaue Einstellung der Balligkeit zu erleichtern, kann die Buchse 16 eine Skala 51 tragen, die mit einer Marke 52 der Klemmbuchse 24 zusammenwirkt.
- Bei der anhand der Pig. 2 und 3 beschriebenen Vorrichtung sind nur noch verhältnismäßig geringe Massen in Richtung der Querbewegung zu beschleunigen, wobei insbesondere eine Bewegung des Werkzeugschlittens 15 fortfällt, so daß sich, bezogen auf bekannte Vorrichtungen, wesentlich höhere Hubzahlen des Schlittens 2 und damit größere Bearbeitungsgeschwindigkei ten erreichen lassen. Eine Vereinfachung und Verbesserung ergibt sich insbesondere auch für die Qualität der Zahnflanken dadurch, daß der Werkzeugschlitten 15 während deren Bearbeitung fest mit dem Schlitten 2 verklemmt werden kann.
- Den gleichen Zweck wie die anhand der Fig. 3 in Verbindung mit Fig. 2 beschriebene Vorrichtung erfüllt die Vorrichtung gemäß Fig. 4. Dort ist eine Schubstange 47 vermittels einer Zugfeder 18 mit ihrer Tastrolle 28 in Anlage an einen Ubertragerhebel 29 gehalten, welcher bei 30 an einem am Schlitten 2 verstellbaren Bock 31 schwenkbar gelagert ist und durch eine Druckfeder 32, die sich am Bock 31 abstützt, in Anlage an ein bezogen auf die Schubstange 27 jenseits der Lagerung 30 angeordnetes Übertragungsglied 33 gehalten wird, welches im Schlitten 2 längs verschiebbar geführt ist und sich mit einer Tastrolle 34 in Anlage an der Schablone 20 befindet.
- Entsprechend der Einstellung des Bockes 31 und der damit einhergehenden Bestimmung des Hebelverhältnisses zwischen Schubstange 27 und Ubertragungsglied 33 am Übertragerhebel 29 wird eine: bestimmte Längsbewegung des Übertragungsgliedes 33 in eine mehr oder weniger große Längsbewegung der Schubstange 17 und entsprechend großer Querbewegung der Schleifspindel 7 umgesetzt, so daß sich auch hier ausgehend von einer einzigen Schablone 20 stufenlos unterschiedlich große Querbewegungen der Schleifspindel 7 bezogen auf den Hub des Schlittens 2 einstellen lassen.
- Die Vorrichtung gemäß Fig. 5 bildet die anhand der Fig. 4 beschriebene Vorrichtuzig insofern weiter aus, als nunmehr ein Werkzeugschlitten, wie er beispielsweise in Fig. 2 dargestellt ist, fortfallen kann.
- Dazu ist die Buchse 16 ihrerseits wieder exzentrisch in einer im Schlitten 2 drehbaren Buchse 35 gelagert. Letztere dient dazu, die Schleifspindel 7 und damit die Schleifscheibe 8 zum Teilen des,Zahnrades' weit genug zurückzuziehen, wozu die Verzahn 41 eines am Schlitten 2 befestigten Stellmotors 36 mit einem Zahnkranz 37 der Buchse 35 zusammenwirkt und ihr die entsprechende Drehbewegung erteilen kann.
- Dabei dienen am Schlitten zwei verstellbar befestigte ~Anschläge 38 und 39 zusammen mit einer Nase 40 der Buchse 35 dazu, die notwendige Rückzugsstellung der Spindel 7 sowie ihre zur Bearbeitung des Zahnrades notwendige Vorderlage &u fixieren. Um während der Zahnradbearbeitung die Nase 40 in Anlage an den Anschlag 38 zu halten, kann die Buchse 35 mit dem Schlitten 2 verklemmt werden, es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dann den Stellmotor 36 ständig ein entsprechendes Drehmoment auf die Buchse 35 ausüben zu lassen.
- Mit der in Fig. 6 dargestellten Vorrichtung ist die gemäß Fig. 5 noch weiter vereinfacht. Dazu greift die Verzahnung 36 des Stellmotors 41 unmittelbar in einen Zahnkranz 42 der die Schleifspindel 7 bei exzentrischer Lagerung aufnehmenden Buchse 43, um die Buchse 43 selbst für den Teilvorgang derart zu drehen, daß die Schleifscheibe aus dem Schwenkbereich des Zahnrades gezogen ist, Um letztuenannte Stellung zu fixieren, dient ein am Schlitten 2 verstellbar befestigter Anschlag 44, gegen den eine Nase 45 der Buchse 43 anläuft. Die Nase 45 befindet sich während des Bearbeitungsvorganges andererseits in Anlage an eine Tastrolle 46 der Schubstange 47, die der Buchse 43 die bereits beschriebene Schwenkbewegung und damit der Schleifspindel 7 die für das Balligschleifen von Zahnflanken notwendige Querbewegung erteilt. Die Anlage zwischen Nase 45 und ' Tastrolle 46 wird durch ein entsprechend vom Stellmotor 36 ständig ausgeübtes Drehmoment gewährleistet, gegen das die Schubstange 47 die Buchse 43 zu schwenken hat.
- Den Vorrichtungen gemäß Fig. 4 bis 6 ist gemeinsam, daß die Schablone 20 in einiger Entfernung von der Arbeitsstelle der Schleifscheibe 8 angeordnet werden kann, wodurch sie aus dem Bereich von durch das abgeschliffene Material verunreinigter Kühlflüssigkeit gebracht und entsprechend vor Beschädigungen bzw. Ablagerungen geschützt ist, die ihre von der Tastrolle 34 abzufühlende Form ver dern können.
- Letzteres läßt sich auch mit einer Vorrichtung erreichen, wie sie die Fig. 7 zeigt. Dort wird die Form der Schablone 20 mittels eines hydraulischen, pneumatischen oder elektrischen Gebers 48 abgefühlt, der die erhaltenen Impulse auf eine hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch betätigbare, im Sehlitten quer verschiebbar gelagerte Schubstange 49 überträgt. Dazu ist in dem in Fig. 7 veranschaulichten Beispiel ein hydraulisch oder pneumatisch betätigbares Zylinder-Kolben-Aggregat 50 veranschaulicht.
- Ferner wirkt die Schubstange mit einer bereits anhand der Fig. 2 erläuterten Buchse 16 zusammen.
- Um auch hier die stufenlose Verstellbarkeit der Querbewegung der Schleifspindel 7 zu ermöglichen, können einmal Vorrichtungen gemäß den Fig. 3 bis 6 vorgesehen sein, es ist aber auch ohne weiteres denkbar, daß zwischen Geber 48 und dem die Schubstange 49 betätigenden Aggregat ein elektrisch, pneuma tisch oder hydraulisch wirkender, stufenlos verstellbarer "Übersetzer" angeordnet ist In Abänderung der anhand der Fig. 7 beschriebenen Vorrichtung besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Buchse 16 mit einem äußeren Zahnkranz zu versehen undwin diesen das Ritzel eines hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch vom Geber 48 beaufschlag ten Stellmotors eingreifen zu lassen, wodurch Einrichtungen wie die Schubstange 49 und das Zylinder-Kolben-Aggregat 50 nicht mehr erforderlich sind.
- Ebenso kann im Falle der anhand der Fig. 7 beschriebenen Vorrichtung die Schablone 20 am Schlitten 2 und der Geber 48 am Maschinenständer 1 angeordnet werden.
- Anhand der Fig. 7 ist auch vereinfacht dargestellt, wie der Antrieb für die Schleifspindel 7 ausgebildet sein kann. Dazu dient ein am Schlitten 2 befestigter Motor 53, der über einen Keilriemen 54 mit der Schleifspindel 7 in Verbindung steht. Um diese Antriebsverbindung im Hinblick auf die exzentrische Lagerung der Schleifspindel 7 in der Buchse 16 längenveränderbar zu gestalten, ist der für alle Bedarf sfälle ausreichend lang bemessene Keilriemen 53 über eine Spannrolle 55 geführt, die vermittels ihrer Abstützung gegen.den Schlitten 2 über eine Druckfeder 56 immer für eine ausreichende Vorspannung des Keilriemens 54 sorgt.
- Diese beispielsweise beschriebene Art des Antriebs der Schleifspindel 7 eignet sich für alle anhand der Fig. 2 bis 7 beschriebenen Vorrichtungen, wobei jedoch beim Gegenstand der Fig. 2 bis 4 der Antriebs motor sowohl auf dem Werkzeugschlitten 15 als auch auf dem Schlitten 2 angeordnet sein kann.
- Bei allen der anhand der Fig. 2'bis 7 beschriebenen Ausführungsformen sind die Schleifspindel 7 sowie die Buchsen 16 oder 25 oder 35 oder 43 vorzugsweise hydrostatisch gelagert, selbstverständlich ist aber auch eine aleit- oder Wälzlagerung möglich.
Claims (12)
1. Vorrichtung zum Herstellen oder Bearbeiten von zahnrädern mit breitenballigen
Zahnflanken, wobei ein ein umlaufendes Werkzeug und seinen Antriebsmotor tragender
Schlitten bezüglich dem herzustellenden oder zu bearbeitenden Zahnrad eine in dessen
Achsrichtung verlaufende, hin- und hergehende Hubbewegung ausführt, der eine periodische
Querbewegung des Werkzeugs zur Erzeugung der breitenballigen Flankenform überlagert
ist, wobei zur Steuerung dieser Querbewegung ein Fühlglied an einer ortsfesten Schablone
geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeugspindel (7) in einer im Schlitten
(2) oder einem daran verschiebbaren Werkzeugschlitten (15) drehbaren Buchse (16,
43) exzentrisch gelagert ist und daß dieser Buchse eine der Bewegung des Fühlgliedes
(17, 33, 48) entsprechende Drehbewegung erteilbar ist.
2. -Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Pühlglied
mindestens eine im Schlitten (2) oder im Werkzeugschlitten (15) quer verschiebbar
gelagerte Schubstange (17, 273 ist und daß die Schubstange außermittig an der Buchse
(16) angreift.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fühlglied
ein hydraulischer, pneumatischer
oder elektrischer Geber (48)
ist und daß an den Geber eine hydraulisch, pneumatisch oder elektisch betätigbare,
im Schlitten (1) oder Werkzeugschlitten (15) quer verschiebbar gelagerte Schubstange
(49) angeschlossen ist, die außermittig an der Buchse (16) angreift.
4. Vorrichtung näch Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fühlglied
ein hydraulischer, pneumatischer oder elektrischer Geber (48) ist und daß an den
Geber ein an der Buchse (16) angreifender, hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch
betätigbarer Stellmotor (36) angeschlossen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet,- daß
die Schubstange mit einem als Zahnstange ausgebildeten Teil in Eingriff mit einem
am äußeren Umfang der Buchse angebrachten Zahnkranz steht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schubstange (17, 27, 49) über zwei Spannbänder (21) mit der Buchse (16) gekoppelt
ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden'Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Buchse aus einer äußeren mit der Schubstange (17) bzw. dem Stellmotor in
Verbindung stehende Klemmbuchse (24) Ena einer dazu konzentrischen inneren, relativ
zur äußeren Buchse drehbaren und feststellbaren Buchse (16) besteht.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Schablone (20) ein im Schlitten (2) quer verschiebbares Übertragungsglied
(33) abrollt, das über einen Übertrager hebel (29) auf das eine Ende der Schubstange
(17; 27) einwirkt und daß der Lagerbock (31) des Ubertragerhebels verschiebbar auf
dem Schlitten (2) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da--durch gekennzeichnet,
daß die exzentrische Buchse (16) ihrerseits exzentrisch in einer am Schlitten (2)
gelagerten Buchse (35) drehbar angeordnet ist, wobei diese Buchse (35) mittels eines
Stellmotors (36) verdrehbar ist und daß diese Buchse (35) eine Nase (40) aufweist,
die mit verstellbaren Anschlägen (38, 39) des Schlittens (2) zusammenwirkt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Buchse (43) mittels eines Stellmotors (36) verdrehbar ist und daß eine an
ihr angebrachte Nase (45) mit einem Anschlag (44) zusammenwirkt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3 und 10, dadurch gekennzeichnet,
daß in Arbeitsstellung der Werkzeugspindel (7) die Nase (45) durch den Stellmotor
(36) in Anlage an die Schubstange (47) gehalten ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor
(53) für die Werkzeugspindel
(7) auf dem Schlitten (2) gelagert ist und die Antriebsverbindung (54) längenveränderbar
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702063405 DE2063405C (de) | 1970-12-23 | Vorrichtung zum intermittierenden Walzschleifen von Zahnradern mit brei tenballigen Zahnflanken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702063405 DE2063405C (de) | 1970-12-23 | Vorrichtung zum intermittierenden Walzschleifen von Zahnradern mit brei tenballigen Zahnflanken |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2063405A1 true DE2063405A1 (de) | 1972-07-13 |
| DE2063405C DE2063405C (de) | 1973-05-30 |
Family
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EGA | New person/name/address of the applicant | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |