DE2063339B2 - Zangenvorschub für band- oder streifenförmigen Werkstoff - Google Patents
Zangenvorschub für band- oder streifenförmigen WerkstoffInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Zangenvorschub für band- oder streifenförmigen Werkstoff an Pressen,
Stanzen od. dgl. mit ausgeprägten Stillständen in den Endlagen bei Vorschubbewegungen mit langem Hub,
V'Obei der Antrieb von einer gleichförmig umlaufenden
Kurbel abgeleitet ist.
In der durch die Vorschubbewegung erreichten einen Endlage der VorschuDzange wird der Werkstoff
von dieser freigegeben und vor? einer ortsfesten Haltezange erfaßt, die den Werkstoff ihrerseits nach
Beendigung der Rücklaufbewegung und vor Beginn der nächsten Vorschubbewegung der Vorschubzange
in deren anderer Endlage freigibt, so daß der Werkstoff zum weiteren Vorschieben von der Vorschubzange
wieder erfaßt werden kann. Das mechanisch, pneumatisch, hydraulisch oder auf sonstige Weise
bewirkte Öffnen und Schließen der Vorschub- und der Haltezange erfordert bestimmte Schaitzeiten in
den Endlagen der Vorschubzange, in denen diese keine Bewegung ausführen darf, da sonst der Vorschub
nicht ausreichend genau erfolgt.
Derartige Antriebe wurden bislang mit Kurvenscheiben
ausgeführt, wobei sich insbesondere nachteilig auswirkte, daß neben dem beträchtlichen baulichen
und fertigungstechnischen Aufwand dieser Getriebe exakte Bewegungsstillstände nur durch zusätzliche
Anschläge in don Zangenendlagen zu erzielen waren. Wegen der hierbei außerdem noch auftretenden
starken Schläge im Gestänge sind solche Antriebe für höhere Hubzahlen an Pressen nicht
brauchbar.
Weiterhin ist in »Getriebefragen bei automatischen
Blcchverpackungsmaschincn«, Groh, VDI-Bericlite,
Band 29, 1958, S. 28 ein Transportmechanismus zum Befördern von Blcchlafeln beschrieben, der zwar
schon ein Gelenkviereck, mit dem eine angenäherte Rast entsprechend 80° Kurbelwinkel des Antriebsgliedes
erzielt werden kann, als Antriebselement aufweist, jedoch besitzt diese Vorrichtung nur einen einzigen Süllstand, so daß diese Lösung für die Verwen
dung bei Zangenvorschüben, wo unbedingt zwei Stillstände erforderlich sind, ebenfalls ungeeignet ist
Gleichermaßen ungeeignet ist die in Rauh/H agedorn, »Praktische Getriebelehre«, Springer Verlag,
1965, Bildteil 32, Abb. 32.3 und 32.4 ,aufgeführte Kurbelschwinge mit angeschlossenem Zweischlag, mil
der zwar zwei längere Rasten zu erzielen sind, die dabei jedoch nur einen so geringen Hub aufweisen,
ίο daß dieser für die praktische Anwendung der hiei
zu behandelnden Vorrichtungen nicht in Frage kommt. Er kann auch nicht durch Änderungen der
Abmessungsverhältnisse der Glieder entscheidend geändert werden.
Zur Vermeidung all dieser Nachteile und zur Erzielung von zwei ausgeprägten Stillstandsphasen bei
gleichzeitig langen Hubwegen ist nach der Erfindung für einen Zangenvorschub gemäß dem Oberbegriff
nach dem Hauptanspruch vorgesehen, daß die Kur-
bei Teil eines Gelenkvierecks ist und an einen Koppelpunkt
dieses Gelenkvierecks über eine Lasche ein weiteres Gelenkviereck angeschlossen ist, wobei als
Anschlußstelle ein Punkt der Koppel dient.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann
as dabei die Lasche am Endpunkt der Schwinge oder
der Koppel des ersten Gelenkvierecks angreifen, wobei letzteres auch eine schwingend gelagerte Kurbelschleife
als Glied enthalten kann. Es können mit diesen beiden über eine Lasche verbundenen Gelenkvierecken
zwei ausgeprägte Stillstandsphasen bei gleichzeitig langen Hubwegen erzielt werden.
Außerdem ist mit der neuen Konstruktion an der Schwinge des zweiten Gelenkvierecks ein Schwingwinkel von mindestens 18(P erzielbar, der den lan-
gen Hubweg ermöglicht, wobei die einzelnen Getriebeglieder stets in einem nicht hemmenden Übertragungswinkel
zueinander stehen, d. h. keine Strecklage einnehmen, die zu einer Selbstsperrung führen kann
oder bei schnell laufenden Maschinen sogar zu unkontrollierbarem Durchschlagen der Getriebeglieder
aus der Strecklage in die Gegenrichtung.
Die Erfindung wird an Hand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigt
F i g. 1 die Ableitung des Zangenvorschubantriebes von der Pressenhauptwelle, teilweise im Längsschnitt,
Fi g. 2 eine Draufsicht auf Fig. 1,
Fi g. 3 die wesentlichen Teile eines Antriebes nach
dem Palentanspruch 1.
F i g. 4 einen Antrieb nach Patentanspruch 1,
F i g. 5 einen Antrieb nach Patentanspruch 2 und
F i g. ft einen Antrieb nach Patentanspruch 3, je in schematischcr Darstellung.
F i g. 5 einen Antrieb nach Patentanspruch 2 und
F i g. ft einen Antrieb nach Patentanspruch 3, je in schematischcr Darstellung.
Eine Gelenkwelle 1 ist über einen Kegelradtrieb2
von einer im Gestell 3 gelagerten Pressenhauptantriebswelle 4 angetrieben. Mit dem freien Ende der Gelenkwelle
1 ist eine Kurbel 5 drehfest verbunden, die somit wie die Pressenhaupiantriebswelle 4 gleichförmig
umläuft. Um einen festen Punkt 6 im Fuß 7 des Gestelles 3 ist eine Schwinge 8 schwenkbar gelagert. Mit
dieser ist die Kurbel 5 durch eine Koppel 9 zu einem ersten Gelenkviereck verbunden. An der Schwinge 8
ist ferner eine Lasche 10 angelenkt, die wiederum an eine Koppel 11, die eine Kurbel 12 und eine um
einen, weiteren festen Punkt 13 schwenkbare Schwinge 14 zu dem zweiten Gelcnkviereck verbindet,
angreift.
Mit einer im Fuß 7 gelagerten Welle 15 sind die Kurbel 12 und eine weitere Kurbel 16 drehfest verbunden.
In einem Radialschlitz 17 der Kurbel 16 ist ein Stein 18 verschieb- und feststellbar geführt, an
dem eine Antriebsstange 19 angelenkt ist. Diese greift mit dem anderen Ende <*n einer entlang einer
Gleitbahn 20 im Fuß 7 vor- und zunickbeweglichen Vorschubzange 21 an. Mit dieser arbeitet, wie bekannt,
eine ortsfeste Haltezange 22 in der Weise zusammen, daß die Haltezange 22 während der Vorschubbewegung
der Vorschubzange 21 geöffnet ist und daß sie in den Endlagen der Vorschubzange und
während des Rücklaufes der Vorschubzange geschlossen ist, um den band- oder streifenförmigen
Werkstoff zu halten. Die beiden Kurbeln 12 und 16, die Welle 15, der Stein 18 und die Antriebsstange 19
bilden das die Vorschubzange 21 treibende Gestänge.
Durch Ändern des Abstandes des Steines 18 von der Mitte der Welle 15 kann die Größe des Hubes der
Vorschubzange 21 vom Hubmaximum aus verringert bzw. umgekehrt vom Minimum zum Maximum hin
vergrößert werden.
Bei dem Antrieb nach F i g. 5 gemäß Patentanspruch 2 ist die KurbelS mit der ersten Schwinge 8
durch eine Koppel 23 verbunden, die im Punkt 24 an der Kurbel 5 und im Punkt 25 an der Schwinge 8 angelenkt
ist.
Bei dem Antrieb ngch Fig.6 gemäß Patentanspruchs
ist die Kurbel 5 mit der Schwinge 8 durch einen an der KurbelS angeordneten Gleitstein 26
verbunden, der während des Umlaufes der Kurbel 5 entlang der Schwinge 8 hin- und herbewegt wird.
ίο Kurbel 5, Gleitstein 26 und Schwinge 8 bilden eine
schwingende Kurbelschleife.
Die Richtung, in der sich die Kurbel 16 während des Stillstandes der Vorschubzange vor Beginn eines
Vorschubes befindet, ist in Fig.4 bis 6 durch Pfeil
27 bezeichnet. In diesen Figuren ist die Lage der Antriebsteile vor Beginn eines Vorschubes der Vorschubzange
durch ausgezogene Linien, die Lage nach Beendigung eines Vorschubes durch unterbrochene
Linien wiedergegeben.
Die Ausführungsbeispiele zeigen, daß bei dem erfindungsgemäßen Antrieb die eingangs dargelegten,
an einen Zangenvorschubantrieb zu stellenden Anforderungen mit verhältnismäßig einfachen und betriebssicheren
Mitteln erfüllt sind.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Zangenvorschub für band- oder streifenförmigen Werkstoff an Pressen, Stanzen od. dgL mit
ausgeprägten Stillständen ία den Endlagen bei Vorschubbewegungeii mit langem Hub, wobei
der Antrieb von einer gleichförmig umlaufenden Kurbel abgeleitet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurbel (5) Teil eines Gelenkvierecks (5, 8. 9) ist und an einen Koppelpunkt dieses Gelenkvierecks über eine Lasche
(10) ein weiteres Gelenkviereck (11, 12, 14) angeschlossen ist, wobei als Anschlußstelle ein
Punkt der Koppel (11) dient.
2. Antrieb nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lasche (10) am Endpunkt der
Schwinge (8) des ersten Gelenkvierecks (5, 8, 9) angreift.
3. Antrieb nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Gelenkviereck (5,
8, 9) eine schwingend gelagerte Kurbelschleife (26) aufweist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19702063339 DE2063339C3 (de) | 1970-12-23 | 1970-12-23 | Zangenvorschub für band- oder streife nförmigen Werkstoff |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702063339 DE2063339C3 (de) | 1970-12-23 | 1970-12-23 | Zangenvorschub für band- oder streife nförmigen Werkstoff |
Publications (3)
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|---|---|
| DE2063339A1 DE2063339A1 (de) | 1972-06-29 |
| DE2063339B2 true DE2063339B2 (de) | 1974-08-15 |
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
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| DE (1) | DE2063339C3 (de) |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| FR2380086A1 (fr) * | 1977-02-15 | 1978-09-08 | Bihler Otto | Dispositif d'avancement pour l'introduction d'une matiere, notamment en bande ou fil continus, dans une machine ou un dispositif |
| DE3245317A1 (de) * | 1982-12-08 | 1984-06-14 | Eumuco Aktiengesellschaft für Maschinenbau, 5090 Leverkusen | Hubbalkenmanipulator fuer gesenkschmiedepressen u. dgl. |
-
1970
- 1970-12-23 DE DE19702063339 patent/DE2063339C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2063339C3 (de) | 1975-03-20 |
| DE2063339A1 (de) | 1972-06-29 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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