DE2062420A1 - Elektromagnetisch betätigbares Kraftstoff-Einspritzventil für eine Brennkraftmaschine - Google Patents
Elektromagnetisch betätigbares Kraftstoff-Einspritzventil für eine BrennkraftmaschineInfo
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Description
2062A20
17.12.1970 Iir/Sz
Anlage zur
Patent- imd
c
h , t hllf
ROBE R T BO S C H GMBH, Stuttgart
Elektromagnetisch betätigbares Kraftstoff-Einspritzventil
für eine Brennkraftmaschine
Die Erfindung "betrifft ein elektromagnetisch betätigbares Einspritzventil
für eine zeitgesteuerte Kraftstoff-Einspritzanlage
einer Brennkraftmaschine, insbesondere einer Brennkraftmaschine
mit Saugrohreinspritzung, dessen unter der Kraft einer Schließfeder
stehende, am bewegbaren Anker eines Elektromagneten sitzende Düsennadel in Ruhezustand mit einer Dichtkante oder
Dichtfläche gegen eine Sitzfläche im Spritzkopf des Ventils anliegt und dabei eine zur Achse der Düsennadel koaxiale Düsenbohrung
im Spritzkopf des Ventils verschließt.
209826/0431
Robert Bosch GmbH R. 144 Lr/Sz
Stuttgart
Bei bekannten Einspritzventilen ist die Düsennadel an dem Anker eines Elektromagneten befestigt, zu dem eine Magnetwicklung und
ein feststehender Eisenkern in dieser Wicklung sowie ein Teil des aus Weicheisen bestehenden Ventilgehäuses gehört. Um das
Ventil für eine den jeweiligen Betriebsbedingungen der Brennkraftmaschine
angepaßte Zeitdauer in seine Offenstellung zu bringen, werden der Erregerwicklung des Elektromagneten elektrische
Impulse zugeführt, deren Dauer durch ein elektronisches Steuergerät bestimmt werden. Wegen ihrer verhältnismäßig
großen Ankermasse und der vergleichsweise hohen Induktivität des Elektromagneten lassen die bekannten Elektromagnetventile
eine genaue Zumessung des unter konstantem Druck stehenden Kraftstoffs mit ausreichender Genauigkeit dann nicht mehr zu,
wenn die Öffnungsdauer kleiner als etwa 1 Millisekunde gewählt wird. Aus diesem Grunde ist bei den bekannten elektrischen Kraftstoff-Einspritzanlagen
jeweils nur ein einziger Einspritzvorgang für jeden einzelnen Arbeitstakt der Brennkraftmaschine
vorgesehen. Für eine Verminderung der Emission von schädlichen Abgasen wäre es vorteilhaft, wenn die für einen einzelnen Arbeitstakt
benötigte Kraftstoffmenge auf mehrere entsprechend
verkürzte Einspritzvorgänge aufgeteilt werden könnte.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Einspritzventil zu schaffen, mit welchem die aus dem Ventil bei einem Einspritzvorgang
austretende Kraftstoffmenge auch dann genau dosiert werden kann, wenn die Öffnungsdauer des Ventils nur
1 Millisekunde oder weniger beträgt. Hierzu ist bei einem Einspritzventil der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß
vorgesehen, daß die Düsennadel bzw. der Anker im Zentrum einer - vorzugsweise ebenen - Membran befestigt ist, die an
ihrem Rand im Ventilkopf eingespannt ist. Hierdurch ergibt sich eine sehr exakte radiale Führung der Düsennadel und demzufolge
auch bei kleiner Schließkraft eine gute Dichtwirkung
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Robert Bosch GmbH R. 144 Lr/Sz
Stuttgart
am Ventilsitz. In Verbindung mit einer Verringerung der Schließkraft
ist es möglich, die Masse des Ankers und der Düsennadel
zu verkleinern und dadurch ein günstigeres dynamisches Verhalten zu erzielen.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung ergibt sich dadurch, daß für die Führung der Düsennadel bzw. des Ankers zwei im
axialen Abstand voneinander angeordnete, vorzugsweise aus Metall bestehende Membranen vorgesehen sind, die jeweils an ihrem
Rand im Gehäuse des Ventils oder im Ventilkopf festgespannt sind und vorteilhaft parallel zueinander verlaufen.
Weitere Einzelheiten und zweckmäßige Ausgestaltungen ergeben
sich aus dem nachstehend beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel, einem Doppelmembran-Magnetventil,
das in seinem axialen Längsschnitt und in stark vergrößertem
Maßstab wj/d er gegeben ist.
Das Magnetventil hat ein aus Stahl bestehendes, rohrförmiges Gehäuse 1 mit einem angeformten Hals 2, in welchem gleichachsig
zum Gehäuse ein den Eisenkern des Elektromagneten bildender Rohrabschnitt 3 eingepreßt ist. Dieser enthält in seinem als
Anschluß für eine nichtdargesteilte Kraftstoffzuführleitung
dienenden Endabschnitt ein feinmaschiges Sieb 4 und weist im Bereich seines anderen, dem axial beweglichen Anker 5 zugekehrten
Endabschnitt mehrere radiale Einschnitte 6 auf, welche zur Verringerung der auftretenden Wirbelströme und dem Durchfluß
des Kraftstoffes dienen. Gleichachsig zum Eisenkern 2 ist ein aus Kunststoff gepreßter Wickelkörper 7 samt der auf ihn
aufgewickelten Erregerspule 8 angeordnet.
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Robert Bosch GmbH R. 144 Lr/Sz
Stuttgart
Mit dem weiter unten näher beschriebenen Anker 5 ist eine
Düsennadel 10 verbunden, die in einem schwachkegeligen Spritzzapfen 11 endigt und eine scharf ausgeprägte Dichtkante 12 am
Übergang vom zylindrischen Schaft der Düsennadel in den Spritzzapfen aufweist und mit dieser Dichtkante gegen eine konische
oder kugelförmige Sitzfläche 13 anliegt, die sich in eine nicht
näher bezeichnete koaxiale Düsenbohrung fortsetzt, durch welche der Spritzzapfen 11 hindurchragt.
Damit die Düsennadel 10, welche unter dem Druck einer koaxialen Schließfeder 15 steht, genau konzentrisch zu dem Spritzkopf
und der Düsenbohrung geführt und gegen Schrägstellen oder gar Kippen gesichert werden kann, sind zwei in verhältnismäßig
großem axialem Abstand voneinander angeordnete Flach-Membranen 20 und 21 vorgesehen, in deren Zentrum der Anker 5 samt
der Düsennadel 10 befestigt ist.
Das Gewinde an der Düsennadel dient der exakten Einstellung des Nadelhubes, wobei das Gewindespiel so groß bemessen ist,
daß sich die Nadel unter der Wirkung der Schließfeder 15 zentrisch
zur Sitzfläche 13 einstellen kann. Beide Einstellungen,
Hub und zentrische Lage, werden durch die Klebstoffschicht 37
gesichert.
Der Anker 5 selbst ist zur Erzielung einer geringen Masse aus
mehreren, aus Aluminium hergestellten Teilen zusammengesetzt, nämlich aus einer Gewindebüchse 24, welche den Gewindezapfen
der Düsennadel 10 aufnimmt, und aus einer Distanzbüchse 2'7, welche die beiden Flach-Membranen 20 und 21 im vorgegebenen
Abstand hält. Lediglich der dem Eisenkern 3 gegenüberstehende Ankerteller 28 ist aus Weicheisen hergestellt und in der dargestellten
Anordnung mit den beiden Membranen, der Distanzbüchse 27 und der Gewindebüchse 24, verklebt.
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BAD ORIGINAL
2 0 9 S 2 B / 0 A 3 1
Robert Bosch GmbH R. 144 Lr/Sz
Stuttgart
Die beiden Membranen sind an ihrem äußeren Rand zwischen einem Weicheisenpolring 32 und dem Spritzkopf 16 unter Zwischenlage
zweier Distanzringe 35 und 36 eingespannt.
Wenn das Magnetventil nicht erregt ist, steht der Ankerteller 28 dem an seiner zentralen Bohrung 30 mit radialen Einschnitten
31 für den Durchtritt des Kraftstoffs versehenen
und zum Rückschluß der Kraftlinien dienenden Polring 32 mit
einem Abstand von nur etwa 60 * 10"*·^ mm gegenüber. Dieser den
maximalen Hub der Düsennadel begrenzende Abstand stellt sicher, daß mit einer kleinen elektromagnetischen Erregung (Amperewindungszahl)
hohe Zugkräfte erzielt v/erden können und der Wicklungsdurchmesser der Spule 8 sehr gering gewählt v/erden kann.
Hieraus ergeben sich sehr kurze Anzug- und Abfallzeiten des Ankers, die es ermöglichen, eine öffnungsdauer von weniger als
einer Millisekunde zu erreichen und trotz dieser sehr kurzen Spritzzeiten einen genauen Zusammenhang zwischen der Dauer der
zur Öffnung des Ventils benutzten elektrischen Impulse und der dann abgespritzten Kraftstoffmenge zu erzielen.
BAD ORIGINAL
20982R/0A31
Claims (6)
1.) Elektromagnetisch betätigbares Einspritzventil für eine
zeitgesteuerte Kraftstoff-Einspritzanlage einer Brennkraftmaschine,
insbesondere einer Brennkraftmaschine mit Saugrohreinspritzung, dessen unter der Kraft einer Schließfeder
stehende, am bewegbaren Anker eines Elektromagneten sitzende Düsennadel im Ruhezustand mit einer Dichtkante oder
Dichtfläche gegen eine Sitzfläche im Spritzkopf' des Ventils anliegt und dabei eine zur Achse der Düsennadel koaxiale
Düsenbohrung im Spritzkopf des Ventils verschließt, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsennadel bzw. der Anker
im Zentrum einer Membran befestigt ist, die an ihrem Rand im Gehäuse des Ventils bzw. im Ventilkopf eingespannt ist.
2. Einspritzventil, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Führung der Düsennadel bzw. des Ankers zwei in axialem Abstand voneinander angeordnete Membranen, insbesondere
Flach-Membranen (21, 22) vorgesehen sind, deren Randzonen, vorzugsweise unter Zwischenlage eines Distanzringes
(35) gegen das Gehäuse bzw. den Spritzkopf (16) des Ventils verspannt sind.
BAD ORIGINAL 209826/0431
Robert Bosch GmbH R. 144 Lr/Sz
Stuttgart
3. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsennadel (10) einen im Anker (5)
νerschraubbaren Gewindezapfen (25) hat.
4. Einspritzventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zentrische Lage der Düsennadel (10) zur Sitzfläche
(13) durch eine Klebstoffschicht (37) gesichert ist.
5· Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Anker lediglich an seinem dem Kern (3) und Polring (32) zugekehrten Endabschnitt aus
Weicheisen hergestellt ist.
6. Einspritzventil nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet,
daß der Anker (5) einen nur geringe axiale Baulänge aufweisenden Ankerteller (28) - vorzugsweise in Scheibenform aufweist,
im übrigen aber aus Leichtmetal-1 hergestellt ist.
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