DE2062030B2 - Flüssigkeltszutührvorricrrtung zum Überziehen von Bahnen - Google Patents
Flüssigkeltszutührvorricrrtung zum Überziehen von BahnenInfo
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Description
45
Die Erfindung bezieht sich auf eine Flüssigkeitszuführvorrichtung zum Überziehen von Bahnen, mit einer
Rinne, von der ein Flüssigkeitsfilm in Richtung auf die Bahn über eine horizontal angeordnete Überlaufkanle
fließt, welche in Längsrichtung zur Rinne verläuft und an die sich eine schräg in Richtung auf die Bahn geneigte
Platte anschließt sowie mit einer, ebenfalls in Längsrichtung der Rinne verlaufenden, zur Steuerung der
Flüssigkeitszufuhr ausgebildeten Wand.
Vorrichtungen der genannten Art finden insbesondere bei der Zuführung von Tir.te od. dgl. auf den Umfang
eines Zylinders bei einer Rotalionsdruckpresse Verwendung.
Bei einer bekannten Flüssigkcits/uführvorrichtung
(US-PS 33 39 485) ist ein sich quer über die Arbeitsbreite erstreckendes, blockartig ausgebildetes Element vorgesehen,
in dem eine in Längsrichtung verlaufende Rinne eingearbeitet ist, von der unter Druck zufließende
Flüssigkeit über eine geneigte Platte auf die zu bedrukkende Bahn zugeführt wird. Der Ablauf der Flüssigkeit
aus der Rinne wird hierbei durch in Längsrichtung verlaufende Leisten gesteuert, die die Rinne zur geneigten
030
Platte hin in Form einer Doppelwand abschließen, aul
ihrer Länge mit gleichmäßig verteilten Löchern versehen und in Längsrichtung gegeneinander verschiebbar
angeordnet sind. BeI1 dieser bekannten Ausführungs
form wirkt sich vor allem der konstruktive Aufwanc sowie die umständliche Verstellung der Leisten nachteilig
aus. . ^
Bei einer anderen bekannten Fiüssigkeitszuführvorrichtung
— DT-PS 5 18 037 - der eingangs erwähnter Art is1, ein über die Arbeitsbreite reichender, einer
Viertelkreis-Querschnitt aufweisender Kipptrog vorhanden, dessen Kippachse parallel zu seiner horizontalen
Überlaufkante liegt. Diese Überlaufkante wire durch den oberen abgerundeten Rand der der geneigten
Platte benachbarten Kipptrog-Längswand gebildet Zwischen Kipptrog und geneigter Platte ist noch eine
Rinne vorgesehen, die durch eine federnd an der Über laufkante anliegende Abstreifplatte mit dem Kipptrog
verbunden ist. Über der Überlaufkante dieser Rinnt befindet sich noch eine die Flüssigkeitszufuhr steuern
de, höhenverstellbare schützenartige Leiste bzw. Wand Zum Zuführen von Flüssigkeit in die Rinne muß der
Kipptrog mit Hilfe eines genau arbeitenden Übersetzungsantriebes nach und nach mehr gekippt werden
was bereits einen beträchtlichen zusätzlichen Aufwanc bedeutet. Ferner ist bei nachlassender Federkaft bzw
nicht ganz genauer Anpassung der Abstreifplatte (ar die Überlaufkante des Troges) mit einem unerwünsch
ten Durchlecken von Flüssigkeit auf die Bahnen /1 rechnen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde eine Flüssigkeitszuführvorrichtung der eingangs ge
nannten Art zu schaffen, durch die bei konstruktiv einfacher Ausbildung ein äußerst gleichmäßiger und lük
kenloser Flüssigkeitsvorrat dem gesamten Oberflä chenbereich zugeführt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge lost, daß die Wand mit einer Vielzahl von Öffnunger
ausgestattet ist, die unterhalb der Überlaufkante mi der Rinne in Verbindung stehen.
Durch die unterhalb des Niveaus der Überlaufkanu liegenden Öffnungen der Wand kann die zugeführtc
Flüssigkeit auf der ganzen Länge der Wand äußers gleichförmig in die Rinne einfließen, ohne daß dies vor
der Art des Zuführens der Flüssigkeit abhängig ist. Au diese Weise stellt sich auf der ganzen Länge dieser Rin
nc eine äußerst gleichförmige Flüssigkeitstiefe ein, dii zu jeder Zeit in der gewünschten Weise aufrechtcrhal
ten werden kann.
Durch die erfindungsgeniäße Ausbildung und Anord
nung der genannten Wand kann die Steuerung dei Flüssigkeitszufuhr mit verhältnismäßig einfachen kon
struktiven Mitteln in der gewünschten Weise erreich werden.
Im folgenden sind zwei Ausführungsbeispiele der Er findung an Hand der Zeichnung näher beschrieben. E;
zeigt
F i g. 1 einen Querschnitt durch eine erfindungsge mäße Flüssigkeitszuführvorrichtung, die an einer Rota
tionsdruckpresse angebracht ist,
I- i g. 2 eine teilweise geschnittene Vorderansicht de in F i g. 1 gezeigten Flüssigkeitszuführvorrichtung,
F i g. 3 einen Schnitt entlang der Linie 3-3 der F i g. 2
F i g. 4 eine gleiche Ansicht wie in F i g. 2, jedoch voi
einer abgewandelten Alisführungsform.
F i g. 5 einen Schnitt entlang der Linie 5-5 in F i g. 4.
Die veranschaulichte Vorrichtung wird zur Ziifüh
rung eines Tintenvorraλ zum Druckzylinder 10 eine
Rotationsliefdruckpresse benutzt. Gemäß den F i g. 1 bis 3 ist in der Wand eines zylindrischen Metallrohres
|1 ein in Längsrichtung verlaufender Schlitz 12 vorgesehen, dessen Länge etwa der axialen Länge des Zylinders
10 entspricht. Ein Ende des Rohres 11 ist durch einen Blindstopfen 13 abgeschlossen, wobei eine koaxiale
Verlängerung des Stopfens einen ersten Tragzapfen 14 bildet. Am anderen Ende des Rohres 11 ist
ein Stopfen 15 von gleicher äußerer Form angebracht,
wodurch sich ein zweiter Tragzapfen 16 ergibt; hierbei
definieren der Stopfen und der Zapfen eine koaxiale Bohrung, die zu diesem Ende des Rohres 11 hin offen
jst, wodurch eine Einslrömöffnung 17 gebildet wird. Ein
äußerer Endbereich des Zapfens 16 ist so geformt, daß sich ein Anschlußstück zur Verbindung eines flexiblen
Rohres ergibt.
Eine in Längsrichtung verlaufende Trennwand 18 aus Blech erstreckt sich innerhalb und entlang des Rohres
11, und zwar vom Blindstopfen 13 parallel zur ganzen Länge des Schlitzes 12 bis zu einem Endbereich des
Rohres in der Nähe der Einströmöffnung 17. Die Wand 13 verläuft diametral zum Rohr 11, so daß sie an der
Rohrwand an Stellen anliegt, die einen gleichen winkligen Abstand vom Schlitz 12 aufweisen. Hierdurch wird
das Rohr in einen Rinnenteil 19 aufgeteilt, der durch ein sich von einer Längskante des Schlitzes 12 erstreckendes
Segment der Rohrwand sowie durch eine Seite der Wand 18 definiert ist. Durch die Aufteilung des Rohres
ergibt sich ferner ein Beschickungsrohrteil 20 von halbkreisförmigem Querschnitt, der sich in Längsrichtung
zur Wand 18 erstreckt und der durch die Wand IS von der Rinne 19 getrennt ist.
Ein Endteil 21 der Wand 18 ist rechtwinklig abgebogen und so geformt, daß es zwischen der Einströmöffnung
bzw. -leitung 17 und dem benachbarten Ende des Schlitzes 12 an der Rohrwand anliegt, wodurch diese
Einströmleitung keine direkte Verbindung zur Rinne 19 aufweist. Die Wand 18 ist ferner derart im Rohr 11
angeordnet, daß sie in einen diametralen Schlitz eingreift, der in einen nach innen gerichteten Vorsprung ^o
22 des Blindstopfens 13 eingeformt ist. Zahlreiche Öffnungen 23, die in Längsrichtung mit regelmäßigen Abständen
voneinander entlang dem Teil der Wand 18 angeordnet sind, der die Rinne 19 definiert, sind zum
Rohrteil bzw. zur Leitung 20 hin offen.
Eine Überlaufplatte 24 ist angeordnet, indem eine hakenförmige Halterung 25 derart auf die untere Kante
des Schlitzes 12 aufgesetzt ist, daß die Oberseite dieser Platte vom Schlitz weg abfällt bzw. geneigt ist, z. B.
unter einem Winkel von etwa 24 bis 30° zur Horizonlalen;
eine untere Längskante der Platte 24 befindet sich in unmittelbarer Nähe einer Umfangszonc des Zylinders
10.
Zwei mit horizontalem Abstand voneinander angeordnete Halterungselemente 26 sind auf einem Rahmen
der Presse vorgesehen. Jedes dieser Elemente besteht aus einem schwenkbar angeordneten Arm 27, der
mittels einer Schraubjustierung 28 um eine gemeinsame Achse bewegt werden kann, um den Abstand zwischen
einem hakenförmigen Endbereich eines jeden Armes 27 und der genannten Zone des Zylinders zu
verändern. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, die Stellung der Zuführvorrichtung und der Überlaufplatte
24 zu verstellen, um sie Zylindern mit unterschiedlichen Durchmessern anzupassen. Das Rohr 11 ist in den Hai *>5
lerungsarmen 27 angeordnet, indem die Zapfen 14 und 16 mit den genannten hakenförmigen Endbereichen in
Eingriff sind, wo sie mittels Schrauben 29 festgehalten werden. Indem diese Schrauben gelöst werden, kann
das Rohr 11 gegenüber den Halterungen gedreht werden,
was ein Einstellen des Winkels der Überlaufplatte und eine genaue Anordnung der Zuführvorrichtung ermöglicht;
anschließend erfolgt eine Einjustierung der Winkelstellung der Arme 27. Normalerweise ist die
Vorrichtung so wie in den Zeichnungen veranschaulicht
angeordnet, wobei die Wand 18 in einer vertikalen Ebene verläuft.
Während des Betriebes ist ein flexibles Rohr am Zapfen 16 der montierten Vorrichtung angebracht, welches
mit einem Tintenvorrat verbunden ist, so daß Tinte durch die Einströmleitung 17 fließt und im wesentlichen
die Beschickungsrohrleitung 20 füllt. Von der Rohrleitung 20 fließt die Flüssigkeit seitlich durch alle
Öffnungen 23 in die Rinne 19 unterhalb des Niveaus der Überlaufkante. Die sich auf diese Weise ergebende,
im wesentlichen gleichförmige Strömung gewährleistet, daß die Rinne auf ihrer ganzen Länge gleichmaßig und
zusammenhängend bzw. einwandfrei gefüllt wird und daß darin eine in Längsrichtung gleichförmige Flussigkeitstiefe
aufrechterhalten wird. Die Tinte fließt über die horizontal liegende obere Kante der Überlaufplatte
24 und Hießt entlang deren Oberseite als ein fortlaufender Film von gleichmäßiger Diene nach unten. Der
Strom wird in dem Winkel zwischen der Überlaufplatte und der angrenzenden Zone des Zylinders 10 gehalten,
so daß sich, wenn der Zylinder rotiert, ein gleichförmiger
Tintenüberzug ergibt, wodurch sein Umfang bedeckt wird.
Bei dem in den F i g. 4 und 5 veranschaulichten, abgeänderten Ausführungsbeispiel dichtet ein Blindstopfen
115 das Ende des Rohres 11 ab. das dem Stopfen 13 gegenüberliegt: der dazugehörige Zapfen Π6 ist in
gleicher Weise wie der Zapfen 14 massiv ausgeführt. In diesem Fall weist die Wand 18 keinen abgebogenen
Endbereich auf. sondern erstreckt sich von einem Ende des Rohres 11 bis zum anderen. Ein Einstromrohr 130
erstreckt sich radial vom Rohr 11 auf der dem Sch uz 12 gegenüberliegenden Seite, so daß es in die Rohrleitung
20 mündet, und zwar auf der halben Strecke ihrer Länge Ansonsten ist diese Konstruktion mit der in den
Fig. 1 bis 3 veranschaulichten identisch. Diese Konstruktion kann benutzt werden, damit sich bei einigen
Ausführungsformen von Druckpressen eine geeignetere Verbindung zum Tintenvorrat ergibt. Die Einströmöffnung
in die Rohrleitung 20 kann jedoch an jedem der beiden Enden oder irgendwo entlang der Länge der
Rohrleitung angeordnet werden; eine gleichmaßige Verteilung der Tinte von dieser Rohrleitung in die Rinne
ist durch die mit öffnungen versehene Wand 18 gewährleistet. Durch die Erfindung wird dafür Sorge getragen,
daß nicht einige Teile der Rinne eine übermaßige Menge Tinte erhalten, während andere Teile nichts
bekommen bzw. nahezu austrocknen. An Hand von Versuchen wurde festgestellt, dab der gleichmäßige
Tintenfluß entlang der Überlaufplatte nach unten derart wirkungsvoll ist, daß auch eine zufriedenstellende
Zuführung zu Zylindern bei Pressen erzielt wird, die
mit Materialbahngeschwindigkeiten von über etwa 122 m/min arbeiten, ohne daß Tinte durch die Zentrifugalkraft
wegt-cschleudert wird, was gewöhnlich bei
einigen anderen bekannten Zuführeinrichtungen bzw. •verfahren der Fall isi. Die Zuführung bzw. Speisung ist
ebenso wirkungsvoll bei Pressen, die mil niedrigeren
Geschwindigkeiten laufen.
Es kann ein herkömmliches Abstreifmesser (nicht
veranschaulicht) vorgesehen werden, um das Eruicrncn
eines Tintenüberflusses vom Zylinder zu unterstützen; um einen solchen Überfluß aufzunehmen, ist unterhalb
des Zylinders eine Rinne 40 angeordnet. Die Lage der Rinne und des Abstreifmessers (falls vorhanden) ist einstellbar,
um sie dem Durchmesser des verwendeten Zyhnders und den Betriebsbedingungen anzupassen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Flüssigkeitszuführvorrichtung zum Überziehen von Bahnen, mit einer Rinne, von der ein Flüssigkeitsfilm
in Richtung auf die Bahn über eine horizontal angeordnete Überlaufkante fließt, welche in
Längsrichtung zur Rinne vcrläüü und an die sieh eine schräg in Richtung auf die Bahn geneigte Platte
anschließt, sowie mit einer ebenfalls in Längsrichtung der Rinne verlaufenden, zur Steuerung der
Flüssigkeitszufuhr ausgebildeten Wand, dadurch
gekennzeichnet, daß die Wand mit einer
Vielzahl von Öffnungen ausgestattet ist, die unterhalb der Überlaufkante mit der Rinne (19) in Verbindung
stehen.
2. Vorrichtung nach Anspruch ', dadurch gekennzeichnet,
daß die Flüssigkeitszuführung (20) und die Rinne (19) als zylindrisches Rohr ausgebildet sind,
das einen in Längsrichtung verlaufenden Schlitz aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Löchern versehene Wand (18)
in einer diametralen Ebene des Rohres liegt.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zu der
zu überziehenden Fläche geneigte Überlaufplatte (24) die Überlaufkante aufweist und abnehmbar an
der Rinne (19) gehaltert ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß einstellbare
Halterungseinrichtungen (26) vorgesehen sind, durch die die Rinne (19) mit der angeschlossenen
Überlaufkante, die Wand (18) und die Flüssigkeitszuführung (Einströmleitung 20) relativ zum anderen
Teil der Vorrichtung bewegbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltertmgseinrichlungen (26)
außerdem für eine winklige Einjustierung der Stellung der genannten Teile relativ zu den Halterungseinrichtungen
um eine in Längsrichtung verlaufende Achse ausgebildet sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| GB6165769 | 1969-12-18 | ||
| GB6165769 | 1969-12-18 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2062030A1 DE2062030A1 (de) | 1971-06-24 |
| DE2062030B2 true DE2062030B2 (de) | 1975-06-12 |
| DE2062030C3 DE2062030C3 (de) | 1976-01-29 |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1316130A (en) | 1973-05-09 |
| JPS4943569B1 (de) | 1974-11-21 |
| DE2062030A1 (de) | 1971-06-24 |
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