DE2062057A1 - Selbstfahrendes, halbtauchfähiges Bohrgerüst - Google Patents
Selbstfahrendes, halbtauchfähiges BohrgerüstInfo
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Description
DR. ING, E. MOFPMANN -<
DIFL. ESO. W. KtXLEi · ί>Η. HER. NAT. K. 'HOFTfMANK
- ARABEUASTKASSE 4 · TELEFON iOBIIJ 9Π087 .
Ocean Drilling. & Exploration Company, New Orleans, La./USA'
Selbstfahrendes, halbtauchfahiges
Bohrgerüst
Bohrgerüst
Die Erfindung betrifft ein selbstfahrendes,
halbtauchfahiges Bohrgerüst mit einer von einer schwimmenden Basis aus hohlen zylindrischen Elementen getragenen
Arbeitsplattform,' zum Niederbringen von Bohrungen im Meer aus einer im allgemeinen schwimmenden Lage. Dabei
s oll ent "Rümpfe, vorgesehen sein, welche Antrieb'sein-
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heicen zum Verfahren des Bohrgerüstes zwischen verschiedenen
Stellen aui' dem Meer enthalten.
V/eil Bohrungen im Meer in immer grösseren V.'assertiefen vorgenommen werden, haben die auf dem Meeres
Doden angeordneten r>ohre inhext en xm-c ».xrtsuiiaitliche
Grenze erreicht und die Industrie musste schwimmende Einrichtungen für diese Aufgaben entwickeln. So wurden
ζ v/ei allgemeine Typen von Bohreinrichtungen entwickelt
und erfreuen sich eines beachtlichen Erfolges und einer beachtlichen Aufnahme bei der Ölindustrie. Einer dieser
Typen ist eine Anpassung eines herkömmlichen, gewöhnlich selbstfahrenden Schiffes durch Versehen mic Murings, um
es an einer Bohrstelle zu halten, und durch Spezialmaschinen
zum Bohren. Das Bohren wird üblichervfeise durch ein mittschiffs geschnittenes Loch durchgeführt.
Der zweite erfolgreiche Typ ist der halb tauchfähige Pontontyp. Er hat gewöhnlieh grosse Abmessungen,
besteht aus einer unteren Grundanordnung oder einem Schiffskörper, rohrförmigen Tragsäulen und einem oberen
Arbeitsdeck oder einer Plattform. Der Rumpf ist in einigen Fällen ein im wesentlichen durchgehend hohler, ka- ·
stenförmiger Aufbau und besteht in anderen Fällen aus
einer Mehrzahl hohler rohrförmiger Elemente, Vielehe zur
Bildung einer Basis miteinander verbunden werden. Der Rumpf wird mit rohrförmigen Tragsäulen versehen, auf
welchen ein oberes Arbeitsdeck oder eine Plattform angeordnet ist. Solch ein halbtauchfähiger Ponton kann auf
seinem unteren Rumpf schwimmen und wird normalerweise in dieser Schwimmlage von Schleppern oder anderen Zugschiffen
von einem Platz zum anderen bewegt. Wenn er an der Bohrstelle ankommt, werden eine Anzahl Anker und Ketten
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ausgeworfen, gewöhnlich mit Hilfe von Wartungsschiffen, und die Rümpfe werden dann geflutet, um die Einheit teilweise,
zu tauchen, deshalb die Bezeichnung "halbtauehfähig".
In dieser teilweise getauchten Arbeitslage ist der untere Rumpf gut unterhalb der Wasserlinie und das
Oberdeck bleibt im wesentlichen oberhalb der Wasserlinie, so dass genügend Freiheit unter dem Deck für
die maximale zu erwartende Wellenhöhe bleibt. Die Säulen,
welche aus Oberdeck und die unteren Rümpfe miteinander
verbinden, schaffen eine der See entsprechende Stabilität und bauliche Tragfähigkeit und sind so angeordnet,
dass sie diese Aufgaben gut erfüllen, v.Obei ein Minimum an Widerstand oder ein Maximum an "Transparenz"
gegenüber der Wellenwirkung erzielx wird.
Es hat sich herausgestellt, dass die halb tauchfähigen Plattformen viele Vorteile bei der Verwendung gegenüber
dem sogenannten Schiffstyp aufweisen. In erster Linie haben sie eine grössere Stabilität, welche darauf zurückzuführen
ist, dass die halb getauchte Vorrichtung
viel weniger durch die Wind- und Wellenkräfte beeinflusst Kird und ihre Roll-, Nick-, Hub- und andere Bewegungen
bedeutend geringer sind. Diese geringen Bewegungen sind natürlich sehr wünschenswert, wenn wirksam gebohrt werden
soll, weil starke Bewegungen ein zufriedenstellendes
Bohren vollkommen unmöglich machen, so dass die halb tauchfähige Einrichtung insbesondere in Schlechüi.'ettergebieten
vorteilhaft ist. Die Beanspruehungen der Murings werden ebenfalls wesentlich verringert.
Diese Vorteile der halb tauchfähigen Einrichtung werden
dadurch die Wirksamkeit seiner gewöhnlich grossen Gesamtabmessungen erzielt, zusammen mit der aufgelösten und
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stark transparenten Bauweise der vertikalen Elemente
und der konstanten Trägheit und dem Widerstand der grossen rumpfähnlichen Elemente in einer Tiefe unterhalb
des Wasserspiegels, wo sie ausserdem weniger von den Wellen beaufschlagt werden als an der Oberfläche.
Der Hauptnachteil der bekannten grossen, halb tauchfähigen Einheiten'liegt im Vergleich zu den Schiffstypeinheiten
in der grösseren Schwierigkeit, sie von einer Stelle zur anderen zu bewegen, insbesondere beim ■
Verfahren über grosse Entfernungen. Bisher sind diese halbtauchfähigen Einheiten nicht selbstfahrend und müssen
sich auf Schlepper verlassen, welche sie ziehen. Um diese Bewegungen sicher und wirkungsvoll zu machen, v/erden
gewöhnlich zwei oder mehr Schlepper mit starken Antrieben benötigt und die Vorwärtsgeschwindigkeit liegt
ungefähr bei 4 Knoten. Auf der anderen Seite würde ein typisches selbstfahrendes Bohrschiff mit Io bis 12 Knoten
mit eigener Kraft vorwärts fahren und keine von aussen her wirkenden Schlepper benötigen. Die grössere
Geschwindigkeit und die Einsparung von Schleppkosten geben diesen Schiffen so bedeutende Wettbewerbsvorteile bei
.langen Fahrstrecken.
Eine Aufgabe der Erfindung ist es, die Vorteile beider Arten von Bohreinheiten unter Vermeidung ihrer
Nachteile miteinander zu verbinden.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Arbeitsplattform auf einem wellendurchlässigen,
stabilisierenden Oberbau befestigt und von demselben getragen wird, welcher aus einer Mehrzahl am Umfang
verteilter, vertikaler zylindrischer Säulen besteht,
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die auf der schwimmenden Basis in Form eines tauchfähigen
Hauptrumpfelementes aus einer Mehrzahl zylindrischer, langgestreckter, paralleler und voneinander getrennt angeordneter
Rumpfelemente errichtet sind, wobei mindestens zwei der Rumpfelemente steuerbare Antriebseinrichtungen
aufweisen, Vielehe an denselben befestigt sind und das
Gerüst durch das Wasser bewegen können, und die Arbeicsplattform
eine auf ihr befestigte Bohreinheit aufweist.
Während sie die erzielbaren Arbeitseigenschaften einer halbtauchfähigen Einheit sicherstellt, ergibt sich
bei der erfindungsgemässen Bohreinheit die Möglichkeit, mit eigener Kraft über längere Zeit zu fahren und so die
Fahrzeit stark zu reduzieren und sogar über die gegenwärtigen Vorteile der erzielbaren Beweglichkeit der
Schiffstypeinheiten hinaus zu verbessern. Um jedoch die maximale Beweglichkeit wie bei einer selbstfahrenden Einheit
sicherzustellen, ist es im Zusammenhang mit dieser Erfindung wichtig, bestimmte Entwurfsmerkmale in die
halbtauchfähige Einheit einzubeziehen, welche zusammen
mit den eigenen Antriebseinheiten zu einer Einheit führen, welche ein Optimum an Beweglichkeit und Wirksamkeit
bei der Arbeit erzielt.
Erfindungsgemäss wird eine halbtauchfähige Einheit geschaffen, in welcher der hauptsächlich tragende
Rumpf oder die Basis eine Mehrzahl langgestreckter, paralleler, entfernt voneinander angeordneter, rohrförmigen
Elemente aufweist, wobei in=den hinteren Enden mindestens
einiger dieser Elemente Antriebseinheiten angeordnet sind, Vielehe von Kraftquellen an Bord des Wasser-·
fahrzeuges angetrieben werden. Die Antriebseinheiten
können das Gerüst mit Geschwindigkeiten, welche- denen der
Sehiffstypeinheiten über lange Entfernungen vergleichbar
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sind erzielen und so einen Beitrag zur Gesamtwirtschaftlichkeit
des Gerüstes leisten.
Auf den Rumpfelementen ist ein Oberbau aus einer Mehrzahl vertikaler Säulen mit grossem Durchmesse angeordnet, wobei die Säulen im allgemeinen kreisförmig angeordnet
sind, um eine gleichmässige Stabilität in allen Richtungen zu schaffen und so einen maximalen Grad an
Seefestigkeit unter allen Bedingungen zu gewähren. Der Oberbau weist ein Arbeitsdeck auf, und die Bohrstelle ist
in der Miete des Aufbaus angeordnet, wodurch wiederum eine maximale Stabilität bei allen Arbeitsbedingungen
gewährleistet ist.
Das Antriebssystem weist Antriebseinheiten auf,
v/eiche in mindestens zwei der parallelen Rumpf elemente vorzugsweise der innenliegenden Elemente angeordnet sind.
Jede Einheit besteht grundsätzlich aus einer fünfblättrigen Schraube innerhalb einer Kortdüse eines bekannten
Types einer Beschleunigungsdüse, welche am hinteren Ende des Rumpfelementes angeordnet und für später zu
beschreibende Zwecke steuerbar ist. Die Schraube wird durch eine gerade Welle angetrieben, welche direkt mit
dem Gleichstromelektromotor gekuppelt ist. Die Düse ist an einer Halterung angelenkt und wird durch ein elektrohydraulisches
Steuersystem gedreht.
Der Strom für die Antriebsmotoren wird durch das dieselelektrische Hauptantriebsaggregat geliefert, welches
zum Bohren benötigt wird. Das Antriebssystem kann wirksam an eine bewegliche Bohreinheit angeschlossen werden,
weil das Hauptantriebsaggregat beim Verfahren des Gerüstes nicht notwendig ist und so. zum Antrieb der Antriebsmotoren
zur Verfügung steht. Weil die benötigten
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Kräfte zum Bohren und zum Fahren ungefähr dieselben sind,
kann die "von einem dieselelektrischen System gelieferte
Kraft leicht über ein einfacheres Schaltsystem vom Bohren zum Fahren umgeschaltet werden, wodurch das System
relativ einfach und wirtschaftlich viird.
Diese und andere besondere Einzelheiten und Vorteile
der Erfindung werden leichter aus der folgenden .
Beschreibung in Verbindung mit. der Zeichnung klar, Vielehe
ein zvieckrnässiges Ausführungsbeispiel der Erfindung
darstelle. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des vollständigen Bohrgerüstes,
Fig. 2 einen Querseiinitt entlang der Linie 2-2 der
Fig. 1, ·
Fig. 3 einen Längsschnitt entlang der Linie 3-3 der Fig. 2, welcher eine der An^riebseinheiten darstellt,
Fig. k eine Einzelheit einer der steuerbaren Antriebseinheiten,
Fig. 5 eine Seitenansicht des Oerüsxaufbaus und
Fig'. 6 eine Rückansicht von der Linie 6-6 der Fig. 5.
Unter Bezugnahme auf die Zeichnung weist das Bohrgerüst das Grund- oder Hauptrumpfelement Io und einen
Oberbau 12 auf, welcher auf dem Hauptrurapfelement angebracht ist und seinerseits eine Arbeitsplattform 14 trägt.
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Beim dargestellten Ausführungsbeispiel besteht
das Hauptrumpfelement aus einer Mehrzahl paralleler, entfernt voneinander angeordneter hohler, zylindrischer
Rumpfelemente und weist ein Paar innenliegender Elemente l6 und ein Paar aussenliegender Elemente l8 auf,
welche kurzer als die innenliegenden Elemente sind und in Längsrichtung in der Mitte in Bezug auf die innenliegenden
Elemente angeordnet sind.
Diese Rumpfelernente haben einen ziemlich grossen
Durchmesser,z.B. 60 - 150 cm und liefern im wesentlichen
den gesamten benötigten Auftrieb zum Schwimmen der Einheit.
Obwohl es nicht dargestellt ist, versteht es sich, dass diese Rumpfelemente durch zweckmässige Spanten in
eine Vielzahl von Kammern geteilt sind, welche entsprechend der bekannten Praxis mit einem zweckmässigen System
zum Beladen und Entladen mit Ballast verbunden sind, um Untertauchen und Auftauchen des Gestelles zu bewirken,
wie es in Verbindung mit dem Bohren und den damit durchzuführenden Zieharbeiten notwendig ist. Einige der Kammern
in den Rurnpfelementen können zum Verstauen von Frischwasser, Kraftstofföl und dgl. verwendet werden. -
Der Oberbau weist eine Vielzahl hohler zylindrischer Säulen 19 mit grossem Durchmesser auf. Insgesamt
sind es acht, wobei je zwei auf jedem Rumpfelement voneinander
entfernt in der Nähe der entgegengesetzten Enden angebracht sind. Diese Säulen 19 schaffen die Seefestigkeit
insbesondere beim Heben und Tauchen des Gestelles und tragen auch die Arbeitsplattform und ihre Lasten. Sie
sind auf einem Kreis C in strichpunktierter Linie in Fig. 2) angeordnet, welcher durch die Mitten aller Säulen
19 hindurchgeht und dessen eigenes Zentrum mit der Mitte der Bohrstelle 2o (Fig. 2) zusammenfiLlt, welche im Schnitt-
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9 -
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punkt der längs- und querverlaufenden Mittellinien des
Gestelles angeordnet ist. Der Winkelabstand der Säulen
19 auf dem Kreis ist notviendigerweise nicht in allen
Fällen gleich. Die Anordnung der Säulen Ist jedoch im allgemeinen symmetrisch zur Mitte 2o. Einander gegenüberliegende
Säulen 19, welche auf den aussenllegenden Elementen
18 befestigt sind, sind über hohle zylindrische Querelemente 21 miteinander verbunden, welche im wesentlichen
oberhalb der einzelnen Rumpfelemente angeordnet
und mit den innenliegenden Elementen l6 durch Zwischenstücke
22 verbunden sind. Die Säulen 19, welche auf den Innenelementen l6 befestigt sind, sind in gleicher Weise
miteinander durch hohle zylindrische Querelemente 2j5 verbunden,
welche gleichfalls wesentlich oberhalb der Rumpfelemente angeordnet sind. Die Höhe der einzelnen Querelemente
oberhalb der Rumpfelemente wird vorzugsweise so ausgewählt, dass sie gut oberhalb der Wasserlinie
Ii egen, wenn die" Rumpfelemente zum normalen Verfahren
untergetaucht sind, um den Widerstand während des Verfahrens des Gestelles zu vermindern. Eine Anzahl zusätzlicher
Säulen 24, im wesentlichen dünner als die stabilisierenden
Säulen 19, sind so befestigt, dass sie sich zwischen den Rumpfelementen der Plattform erstrecken,
um sie zusätzlich zu unterstützen und den Aufbau im allgemeinen zu verstärken. Wenige zusätzliche horizontal
angeordnete zylindrische Elemente 25 werden zur Verbindung
der stabilisierenden Säulen als Versteifungselemente verwendet. Jedoch ist es klar, dass bei dem dargestellten
geometrischen Aufbau der Oberbau die Verwendung einer minimalen Anzahl von Bauelementen aufweist, wodurch
eine maximale Wellendurchlässigkeit des Aufbaues geschaffen wird, während eine glelchmässige Festigkeit unter
allen Bedingungen sichergestellt ist.
10 98A9/0950 - ίο
Io -
Aus dem allgemein kreisförmigen Aufbau der hauptsächlich stabilisierenden Säulenergibt sich eine Anzahl
von Vorteilen. Dieser Aufbau schliesst jeden Richtungsfehler aus, wenn die zur Überwindung der/seitlicher Neigung
führenden Windkraft für Stabilitätsbedingungen betrachtete Energie berücksichtigt wird. Der Betrag der
möglichen T-*op f ge v/ich te wird durch diesen Aufbau ebenfalls gesteigert. Ordnet man den Drehtisch des Bohrgerüstes
in der Mitte des Schiffes an, so ergeben sich längs und quer geringere Nick- und Rollbewegungen am Bohrtisch
während des Bohrens.
Dadurch, dass die verschiedenen Querelemente rund sind, werden die durch die Strömung hervorgerufenen
Widerstände ebenso wie die Trägheit und die Widerstandskräfte der Wellen während des Niederbringens einer Bohrung
auf ein Minimum herabgesetzt.
Am hinteren Ende der innenliegenden Elemente sind nach hinten kegelig zusammenlaufende Fortsätze 26 befestigt,
welche die Antriebseinheiten aufnehmen und tragen. Wie am besten in Fig. 3 und 4 zu sehen ist, weisen
sie fünfblättrige Schrauben 3° auf, welche frehbar auf
geraden sich durch die Mitten der Fortsätze 26 erstrekkenden Wellen zur Verbindung mit den Antriebseinheiten
angeordnet sind, welche vorzugsweise Gleichstromelektromotoren sind. Der Strom wird den Motoren von herkömmlichen
nicht dargestellten dieselelektrischen Generatoren zugeführt, welche auf der Arbeitsplattform angeordnet sind.
Jede Schraube ist innerhalb einer Düse 33 des den Durchfluss beschleunigenden Typs angeordnet, welche die Form der bekannten
Kortdüse haben kann. Die Düse ist an oberen und unteren Achsen 34 bzw. 35 befestigt, welche in einem Träger
36 gelagert sind. Dieser Träger ist am hinteren Ende
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des Fortsatzes 26 befestigt, um die Düse steuerbar zu machen.
Die obere Achse 3^ erstreckt sich in ein Gehäuse 37
und ist darin an der Mitte eines Lenkhebels 38 befestigt.
Die gegenüberliegenden Enden des Lenkhebels sind mit
durch Strömungsmitteldruck betätigten Zylindern 39 verbunden,
welche von einem herkömmlichen Steuermotor und
einer Pumpe 4o im Fortsatz"2b (Fig. 3) angetrieben werden.
Dadurch, dass die Kortdüse 33 steuerbar gemacht
ist, wird sie eine wirksame Steuervorrichtung, welche als Kortruder bezeichnet wird. Sie richtet den Düsenschub so,
-wie es gewünscht wird, um eine Drehung des Wasserfahrzeuges zu erzeugen. Dieser gerichtete Schub hängt nicht
wie bei einem herkömmlichen Ruder von der Geschwindigkeit
des Wasserfahrzeuges ab. Durch Verwendung dieser Ruder
kann das Wasserfahrzeug durch Verändern und Umkehren der Geschwindigkeiten der Schrauben in den entgegengesetzten
Rumpfelementen gesteuert werden. So schaffen diese steuerbaren Düsen ein Mass an Sicherheit für den Fall, dass ein
Propeller beschädige ist, so dass in diesem Fall eins der Ruder verwendet werden kann, um das Wasserfahrzeug auf
geradem Kurs zu halten. Darüberhinaus sind diese Ruder ebenfalls sehr zweckmässig beim Manövrieren am Plauz. Z.B.
können die Antriebsraotoren verwendet werden, während das
Wasserfahrzeug an der Bohrstelle vermurt ist, um die Belastungen
der Murings während schlechten Wetters zu vermindern, so dass die Wahrscheinlichkeit einer Anker- oder
Kettenbeschädigung vermindert wird. Ein weiterer Vorteil dieser Vorrichtung ist, dass der Einbau der Verankerung
an der Bohrstelle durch die Möglichkeit erleichtert wird, sieh selbst ohne die Hilfe von Schleppern um seine Lage
zu bewegen oder in seiner Lage zu halten, während Hilfsschiffe
die Anker auswerfen. Darüberhinaus erweist sich die Antriebsvorrichtung auch nützlich als Hilfe beim dy-
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namischen Insteilunghalten der Einheit, wenn' im tiefen
Wasser gebohrt wird, wo herkömmliche Murings nicht anwendbar
sind.
Die Arbeitsplattform 14 wird mit den verschiedenen
Behausungen für Menschen und Ausrüstung, wie in Fig, I
gezeigt, versehen. Der Bohrturm D ist über der Mitte des
Wasserfahrzeuges angeordnet, durch welche die Bohrung geführt wird.
Im Betrieb hat das Gerüst veränderbare Wasserverdrängung. Die Bewegungen des Wasserfahrzeuges (abhängig
von der Höhe und der L<_nge der Wellen) geben an jedem
besonderen Platz vor, welche Arbeitswasserverdrängung die geringste Bewegung des Wasserfahrzeuges ergibt. Die
Antriebseinheiten sind genügend stark, um das Gerüst über jede gewünschte Entfernung mit einer ausreichenden
Geschwindigkeit von etwa fa Knoten selbst anzutreiben. Das beschriebene System ist zum Antrieb verwendbar bei Wasserverdrängungen,
welche von der Verdrängung des Wasserfahrzeuges reichen, bei welcher.es normalerweise gezogen wird
e in—
(ca. 5,8o rn Tiefgang), bis/schliesslich der normalen Wasserverdrängung
beim Bohren (bei ca. 22 m Tiefgang). Während des Pahrens kann das Viasserfahrzeug tiefer tauchen
als bei normalen Tiefgängen, wie sie beim Ziehen auftreten, um entgegengerichtete Bewegungen, Vielehe von schweren
Seen herrühren, auf ein Minimum zu bringen und noch aufrecht zu bleiben. Diese Tiefgänge können von ca. 12 m
bis l8 m abhängig von den Bedingungen auf See verändert werden. Durch Hinzufügen zusätzlicher Schrauben oder
Schubantriebe, welche quer zur Längsachse des Wasserfahrzeuges ausgerichtet sind, kann zusätzliche Verminderung
der Kettenbeanspruchung in dieser Richtung erzielt werden.
109849/0950 - 13 -
Darüberhinaus würde ein zusätzliches zentrales Steuersystem
dann zu einem Wasserfahrzeug führenj welches sich
selbst in der richtigen Lage, hält und in tiefem Wasser ohne Muringketten arbeiten kann.
- 14 10984 9/0950
Claims (9)
1. Selbstfahrendes, halbtauchfähiges Bohrgerüst mit einer von einer
schwimmenden Basis aus hohlen zylindrischen Elementen getragenen Arbeitsplattform,
dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsplattform (14) auf einem wellendurchlässigen, stabilisierenden
Oberbau befestigt und von demselben getragen ist, welcher aus einer Mehrzahl am Umfang verteilter, vertikaler zylindrischer Säulen (19)
besteht, die auf der schwimmenden Basis in Form eines tauchfähigen Hauptrumpfelementes (10) aus einer Mehrzahl zylindrischer, langgestreckter,
paralleler und voneinander getrennt angeordneter Rumpfelemente (16, l8) errichtet sind, wobei mindestens zwei der Rumpfelemente
steuerbare Antriebseinrichtungen (j5O, 53* 38) aufweisen,
welche an denselben befestigt sind und das Gerüst durch das Wasser bewegen können, und die Arbeitsplattform (Ik) eine auf ihr befestigte
Bohreinheit (D) aufweist.
2. Bohrgerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Hauptrumpfelement (10) ein Paar hohler, innenliegender
Zylinder (16) und ein Paar hohler, außenliegender Zylinder (l8) aufweist, welche kürzer als die innenliegenden Zylinder (l6) und in
bezug auf die Längsachse der innenliegenden Zylinder im wesentlichen in der Mitte angeordnet sind.
3. Bohrgerüst nach Anspruch 2, dadurch gekennzei chnet,
daß die Mehrzahl den Oberbau (12) bildender vertikaler stabilisierender, hohler zylindrischer Säulen (I9) in Winkelentfernungen auf
einem Krete (C) angeordnet sind, welcher durch die Mitten der Säulen
geht, wobei der Mittelpunkt des Kreises (C) mit dem Schnittpunkt der längs- und querliegenden Mittellinien des Bohrgerüstes zusammenfällt,
daß hohle, zylindrische Querelemente (21) sich seitlich im Gerüst erstrecken und einander gegenüberliegende Säulen (19) in
Höhen oberhalb der Rumpfelemente (l6, l8) verbinden und daß zylindrische
Zwischenstücke (22) die inneren Zylinder (16) mit mindestens einigen der Querelemente (21) verbinden.
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4. Bohrgerüst nach Anspruch 3 j dadurch gekennzeichnet,
daß im Oberbau (12) zwei der stabilisierenden zylindrischen Säulen (19) an jedem der Rumpfelemente (16, 18) angrenzend an ihre gegenüberliegenden
Enden befestigt sind, und daß zusätzliche vertikale Säulen (24) mit kleinerem Durchmesser als die stabilisierenden zylindrischen
Säulen (19) zum Tragen der Arbeitsplattform (14) von den Rumpfelementen (16, 1-8) an Punkten zwischen den stabilisierenden,
zylindrischen Säulen (19) vorgesehen sind.
5. Bohrgerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes der Antriebselemente eine drehbar an dem
hinteren Ende des innenliegenden Zylinders (16) angeordnete und wirksam mit einer Antriebseinheit (32) verbundene Schraube (30) aufweist,
wobei die Antriebseinheit innerhalb des hinteren Endes des innenliegenden
Zylinders (16) angeordnet ist, und daß eine steuerbare, beschleunigende
Düse (33) die Schraube umschließt und am innenliegenden
Zylinder (16) drehbar die Schraube umschließend zur Steuerung des Gerüstes befestigt ist, und daß ein Steuerruder am innenliegenden
Zylinder (16) zum Steuern der Düse (33) angebracht ist.
6. Bohrgerüst nach Anspruch 5* dadurch gekennzeichnet,
daß das Steuerruder einen Ruderzapfen in Verbindung mit der Düse (33)*
einen Lenkhebel (38) an dem Ruderzapfen und einen durch Strömungsmitteldruck betätigten Steuerzylinder (39) aufweist, welcher an
dem Lenkhebel (38) zur Betätigung desselben angelenkt ist.
7. Bohrgerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bohreinheit (D) am Schnittpunkt der längs und quer angeordneten
Mittellinien cbs Gerüstes angeordnet ist.
8. Bohrgerüst nach Anspruch 2, dadurch gekenn ζ ei chne t, daß nach hinten kegelig zugespitzte Portsätze (26) an den hinteren
Enden der innenliegenden Zylinder (l6) zur Aufnahme und zum Tragen
der Antriebseinrichtungen (30, 33, 38) angeordnet sind.
9. Bohrgerüst nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Düse (33) eine Kortdüse ist.
10 9849/0950
Leerseite
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