DE2061689B2 - Tunnel-laufzeitdiode mit schottky- kontakt - Google Patents
Tunnel-laufzeitdiode mit schottky- kontaktInfo
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Classifications
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- H10—SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H10D—INORGANIC ELECTRIC SEMICONDUCTOR DEVICES
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Description
Die Erfindung betrifft eine Tunnel-Laufzeitdiode mit Schottky-Kontakt nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
Aus »Solid State Electronics«, 12 (1%9) 2, Seiten 107 — 109, ist eine Laufzeitdiode spezieller Art, eine
sogenannte Lawinenlaufzeitdiode (IMPATT-Diode) mit Schottky-Kontakt bekannt, die einen Körper mit einer
Schicht aus einem ersten Halbleitermaterial enthält, die zwischen einem mit der Schicht einen gleichrichtenden
(Schottky-)Kontakt bildenden Metall und einem Gebiet aus einem mit der Schicht einen elektrisch gut leitenden
Kontakt bildenden Material liegt, bei dem der an den Schottky-Kontakt angrenzende Teil der Halbleiterschicht
mit 5 χ 1015 Fremdstoffatomen pro cm3 dotiert ist.
Diese sogenannte »Lawinenlaufzeitdiode« weist den Nachteil auf, daß der Rauschpegel infolge heftiger
Stoßionisation verhältnismäßig hoch liegt.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Laufzeitdiode mit erheblich niedrigerem Rauschpegel
zu schaffen, die innerhalb eines weiten Frequenzbereiches verwendet werden kann und sich außerdem auf
einfache und reproduzierbare Weise herstellen läßt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Hauptanspruch beanspruchte Tunnel-Laufzeitdiode gelöst.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher
beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 das Dotierungsprofil einer bekannten Laufzeitdiode
nach Read,
Fig. 2 schematisch einen Schnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel einer Tunnel-Laufzeitdiode nach
der Erfindung,
Fig. 3 schematisch einen Schnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel einer Tunnel-Laufzeitdiode nach
der Erfindung und
Fig.4 schematisch den Verlauf des elektrischen
Feldes in der Diode nach F i g. 3.
K i g. 1 zeigt schematisch das Dotierungsprofil einer
bekannten Laufzeitdiode nach Read. In einer derartigen
Diode findet bei genügend großer Sperrspannung über dem PN-Übergang an einem sehr engen
PN-Übergang Lawinenvervielfachung statt, wobei sich die Ladungsträger durch eine angrenzende Verarmungszone
bewegen, die eine solche Dicke aufweist, ίο daß die Laufzeit der Träger in dieser Zone etwa eine
halbe Periode der gewählten Betriebsfrequenz beträgt (diese Laufzeit ist gleich dem Verhältnis zwischen der
Dicke der durchlaufenden Zone und der Sättigungsgeschwindigkeit der Ladungsträger, welche Sättigungsgeschwindigkeit
für Silicium etwa 107 cm/sec beträgt). Die Gebiete 1 und 2 bilden den schroffen PN-Übergang an
der Stelle, wo die Lawine lokalisiert ist; die Zone 3 ist die von den erzeugten Ladungsträgern durchlaufene Zone,
und das Gebiet 4 ist ein Halbleitersubstrat mit einer sehr hohen Dotierung beliebiger Dicke, das als Grundschicht
dient.
Das Dotierungsprofil bestimmt mit der über der Diode angelegten Spannung die Feldverteilung in den
verschiedenen Zonen. Es ist dabei erforderlich, daß sich die Lawine auf ein möglichst dünnes Gebiet an dem
PN-Übergang zwischen den Zonen 1 und 2 beschränkt, und daß die elektrische Feldstärke in der Zone 3
ausreichend (^104V-Cm-') ist, um sicherzustellen,
daß die Ladungsträger diese Zone mit der Sättigungsgeschwindigkeit durchlaufen, wobei diese Feldstärke aber
nicht zu hoch gewählt werden darf, weil sich die Lawine nicht bis zu dieser Zone 3 erstrecken soll. Die
Herstellung einer derartigen Diode bereitet daher große Schwierigkeiten.
Ein erstes Ausführungsbeispiel einer Laufzeitdiode nach der Erfindung zeigt F i g. 2. Die Diode einhält eine
einkristalline Siliciumscheibe (2,3) mit einer Gesamtdikke von etwa 50 μίτ». Eine Metallschicht 4, die durch eine
0,1 μΐη dicke Titanschicht und eine diese Schicht überziehende Goldschicht gebildet wird, bildet einen
ohmschen Kontakt mit dem Halbleitersubstrat 3 aus N-leitendem Silicium mit einer Dotierung von 5xl018
Donatoratomen/cm3.
Die Zone 2 hat eine Dicke von etwa 1 μΐη und ist
epitaktisch auf dem Substrat 3 angewachsen. Die Zone 2 hat eine praktisch homogene Dotierung von 1018
Donatoratomen/cm3.
Die Zone 1 besteht aus einer auf der Zone 2 angebrachten Platinschicht, die mit der Zone 2 einen
gleichrichtenden Metall/Halbleiterkontakt bildet.
Die Diode nach F i g. 2 wird mit einer Sperrspannung
über dem Metall/Halbleiterkontakt (1, 2) betrieben, wobei die angelegte Spannung derart hoch ist, daß sich
die gebildete Verarmungszone über die ganze Zone 2 erstreckt.
Die Dotierung der Zone 2 ist derart hoch, daß sich infolge eines Tunneleffekts zwischen den Zonen 1 und 2
Ladungsträger über den Metall/Halbleiterübergang (1, 2) bewegen.
Die Betriebsfrequenz wird durch die Dicke der Verarmungszone bestimmt und beträgt in diesem
Beispiel, bei einer Verarmungszone mit einer Dicke von 1 μΐπ, 100GHz(IO" sec-').
Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel (siehe Fig.3) enthält die Diode eine einkristalline Halbleiterscheibe
(2, 3) mit einer Gesamtdicke von 50 μίτι. Eine
Metallschicht 4, die aus einer mit Gold überzogenen Titanschicht mit einer Dicke von 0,1 μΐη besteht, bildet
einen ohmschen Kontakt mit dem Halbleitersubstrat 3
aus N-leiienden Silicium. Die Zonen 2.4 und IB werden
durch eine auf dem Substrat 3 angewachsene epitaktische Schicht gebildet, in der die Zone IA durch
Diffusion von z. B. Phosphor angebracht ist. Die Zone 2.4 weist eine Dicke von 0.2 um auf und hat an der
Oberfläche eine Dotierungskonzentration von 101!>
Donatoraiomen/cm3: die Zone 2ß weist eine Dicke von
4 um und eine praktisch homogene Dotierungskonzentration von 5 - 10H Donatoratomen/cmJ auf; die Sub-Mratzone
3 weist eine Dotierungskonzentration von KV" Donatoratomen/cm! auf. Auf der Oberfläche der
/one 2,4 ist eine Platinschicht, die mit dieser Zone einen
gleichrichtenden Metall/Halbleiierübergang bildet. Dabei
ist die Dotierungskonzentration der Ίχ>\'ζ IA an der
Stelle des Metall/Haibleiterkontakts derart hoch, daß
im Betriebszustand beim Anlegen einer solchen Spannung, daß der Metall/Halbleiterkontakt in der
Spernchtung polarisiert wird, infolge eines Tunneleffekts
Ladungsträger über den Meiall/Halbleiterüberiijng
fließen. Dabei verschwinden die Löcher direkt in dem Metall 1. während die Elektronen die Zone 2Ö
durchlaufen, wobei sie in dem äußeren Kreis einen Strom herbeiführen. Die Spannung über der Anordnung
wird wenigstens derart hoch gewählt, daß die
Verarmungszone sich über die Zonen 24 und 2ß erstreckt.
l: i g. 4 zeigt schemalisch das Profi' der Feldstärke
über der Diode nach F i g. 3.
Als Halbleitermaterial können auch andere Materia
lien. z.B. Galliumarsenid, \erwendet werden. Der Halbleiterkörper kann auch aus zwei oder mehr
ίο verschiedenen Halbleitermaterialien bestehen. Die
Kontakte (3, 4) in den F i r. 2 und 3 können a.ich in der
Durchlaßrichtung polarisierte gleichrichtende Übergänge sein. Die Zone 2.4 in F i g. 3 kann statt durch
Diffusion auch durch Doticrungsänderting während des
epiiaktischen Anwachsens oder durch Ionenimplantation
gebildet werden. Die Diode nach der F.rfindiir.g
kann mit anderen Schalungselementen vereinig! weiden und auf diese Weise eine, gegebenenfalls
monolithische, integrierte Schaltung bilden. Die beschriebenen
Dioden können auf gleiche Weise wie die bekannten Lawinenlaufzeitdiodcn verwendet und bis /u
beträchtlichen höheren Frequenzen oberhalb 50CiH/ (5 χ 10'" see ') betrieben werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Tunnel-Laufzeitdiode mit Schottky-Kontakt zum Erzeugen oder Verstärken elektrischer Schwingungen,
bestehend aus einem an der Unterseite mit einem Anschlußkontakt versehenen, hochdotierten
Substrat aus einem Halbleitermaterial von einem Leitfähigkeitstyp auf dem eine epitaktische Halbleiterschicht
vom gleichen Lcitfähigkeitstyp angebracht ist, die mit einem Metall den Schottky-Kontakt
bildet, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens der mit dem Metall (1) in Kontakt
stehende Teil der epitaktischen Halbleiterschicht (2) eine Dotierung von wenigstens 1018 Fremdstoffatomen
pro cm3 aufweist.
2. Tunnel-Laufzeitdiode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die epitaktische Schicht (2) aus
zwei aufeinanderfolgenden Zonen (2A, 2B) verschiedener
Dotierungskonzentrationen zusammengesetzt ist, wobei die Zone [2A) mit der höchsten
Dotierung mit dem Metall (1) den Schottky-Kontakt bildet.
3. Tunnel-Laufzeitdiode nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zone (2A) mit der höchsten
Dotierung eine in die epitaktische Schicht (2) hineindiffundierte Schicht ist.
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