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DE2060114A1 - Carbaminsaeureester,die als Textilhilfsmittel geeignet sind - Google Patents

Carbaminsaeureester,die als Textilhilfsmittel geeignet sind

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Publication number
DE2060114A1
DE2060114A1 DE19702060114 DE2060114A DE2060114A1 DE 2060114 A1 DE2060114 A1 DE 2060114A1 DE 19702060114 DE19702060114 DE 19702060114 DE 2060114 A DE2060114 A DE 2060114A DE 2060114 A1 DE2060114 A1 DE 2060114A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carbamic acid
parts
acid ester
polyoxyethylene ether
molecular weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702060114
Other languages
English (en)
Inventor
Sherman Albert Herman
Graff Kenneth Walter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Zeneca Inc
Original Assignee
Atlas Chemical Industries Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Atlas Chemical Industries Inc filed Critical Atlas Chemical Industries Inc
Publication of DE2060114A1 publication Critical patent/DE2060114A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G18/00Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
    • C08G18/06Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
    • C08G18/28Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen characterised by the compounds used containing active hydrogen
    • C08G18/40High-molecular-weight compounds
    • C08G18/48Polyethers
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C08G18/28Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen characterised by the compounds used containing active hydrogen
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C08G18/80Masked polyisocyanates
    • C08G18/8061Masked polyisocyanates masked with compounds having only one group containing active hydrogen
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/19Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with synthetic macromolecular compounds
    • D06M15/37Macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D06M15/564Polyureas, polyurethanes or other polymers having ureide or urethane links; Precondensation products forming them

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Description

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DS. O. DIPL-CW. WAITER BBl
AlTIID ΚΟΕΐΕΚΘ ■ "" 1 IW 1Q7ff
DR. J153. DiPL-ClSM. ».-J. WOW- k.«^ UW. 13/.U
m. JOB. HANS Ciiß. BtIl "' * . 623 FtIAHKfURT AM MA1H-UÖCBSI
Unsere Nr. 16 7*»2
Atlas Chemical Industries, Inc. Wilmington, Del., V.St.A.
Carbaminsäureester, die als Textilhilfsmittel geeignet sind
Die Erfindung betrifft Carbaminsäureester, die als Textilbehartdlungsmittel geeignet sind. Textilien, die mit den erfindungs·? gemäßen Carbaminsäureester behandelt werden, haben verbesserte physikalische Eigenschaften. Die erfindungsgemäßen Carbaminsäureester eignen sich zur Behandlung von Textilien und verleihen ihnen Antischmutz- und/oder schmutzabweisende Eigenschaften.
In den letzten Jahren wurde in der Textilindustrie die Dauerbügel-Behandlung von Textilien eingeführt. Die Behandlung wird ausgeführt, indem man die Textilien mit einer wäcerigen Lösung oder Dispersion eines mit Textilien reagierenden, vernetzenden Dauerbügelmittels imprägniert und das imprägnierte Material anschließend zwecks Härtung erhitzt. Diese Behandlung stabilisiert die Pasern in der Stellung, die sie im Textilmaterial während der Härtung hätten. Wenn daher auf das behandelt· Textilmaterial eine Kraft ausgeübt und anschließend entfernt v/ird, kehrt das Textilmaterial leicht in seine ursprüngliche
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Stellung zurück. Auf diese Weise entsteht ein Textilmaterial mit Dauerbügel-Eigenschaften.
Die vernetzende Behandlung hat jedoch auf die Zerreißfestigkeit, Angreiftarkeit (hand resistance), Schmutzfestigkeit und Scheuerfestigkeit des Textilmaterials nachteilige Wirkungen. Daher hai das vernetzte Textilmaterial, pbwohl es die günstigen Eigenschaften eines dauergebügelten Gegenstandes aufweist, eine schlechte ScheuEffestigkeit, schlechte Angreifbarkeit, sch.'echte Textur und schlechte schmutzabweisende Eigenschaften. Es ist bekannt, daß einige der vorstehenden Eigenschaften verbessert werden können, indem man Polyesterfasern, allein oder im Gemisch mit Baumwolle, verwendet.
Polyesterfasern neigen jedoch dazu, öligen Schmutz und Dreck anzunehmen und festzuhalten. Wenn daher das Kleidungsstück getragen wird, sammeln sich Schmutz und/oder ölige Verunreinigungen auf dem Kleidungsstück und setzen sich auf dem Stoff ab. Wenn das Kleidungsstück beschmutzt wird, wird es zur Entfernung des Schmutzes und/oder der öligen Ablagerungen einem Reinigungsprozeß unterworfen, und nur eine Trockenreinigung mit Lösungsmitteln (drycleaning) ermöglicht eine erfolgreiche Reinigung des Kleidungsstückes.
Die üblicherweise angewendete Reinigung besteht jedoch in einem Waschvorgang, den die Hausfrau in einer üblichen Waschmaschine durchführen kann. In einem Waschvorgang i3t es tatsächlich unmöglich, die Schmutz- und/oder ölflecken aus dem Kleidungsstück zu entfernen, und außerdem wird dann, wenn etwa die unerwünschter. Schmutzpartikel von dem Kleidungsstück entfernt worden sind odc> ein fast sauberes Kleidungsstück gewaschen wird, selcher Schmutz der sich im Waschwasser befindet, erneut auf dem Kleidungsstück abgelagert, bevor der Waschvorgang abgeschlossen ist
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Wenn also das Kleidungsstück aus der Waschmaschine entfernt und anschließend getrocknet wird, so ist es nicht ordentlich sauber. Eine solche Bedingung, die bisher unvermeidbar war, ist sehr unvorteilhaft, da das Kleidungsstück, nachdem es getragen wurde, nie wieder ein wirklich sauberes Erscheinungsbild annimmt, aber statt dessen aufgrund der Schmutz- und/oder ölbestandteile, die darauf abgelagert wurden und zurückblieben, leicht grau und/oder gelb wird. Weiterer Gebrauch und weitere Waschvorgänge des Kleidungsstückes vergrößern die Intensität der Grautöne bis zu dem Punkt, an dem das Kleidungsstück wegen seiner Verfärbung schließlich nicht mehr getragen vjärden kann.
Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, neue Textilbehandlungsmittel für die Anwendung bei Textilien, insbesondere auch solchQi, die Polyester enthalten, zu finden, die den Textilien Antischmutz- und/oder schmutzabweisende Eigenschafton verleihen und die während zahlreicher Waschvorgänge auf den Textilien verbleiben, auch dann wenn sie dabei mit Waschmittellösungen in Berührung kommen. Die Behandlung mit den erfindungsgemäßen Textilbehandlungsmitteln muß auch bewirken, daß die Textilien, auch wenn sie Polyesterfasern enthalten t nach Beschmutzung und anschließendem Waschvorgang nicht erneut mit Schmutz- und ölbestandteilen des Waschwassers verunreinigt v/erden. Die textilien sollen erfindungsgemäß auch so behandelt werden, daß sie sowohl Dauerbügel- als auch schmutzabweisende Eigenschaften haben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine neue Klasse von Carbaminsäureestern gelöst, die mindestens eine thermisch labile Carbaminsäureestergruppe und mindestens eine thermisch stabile Carbaminsäureestergruppe, die von einem Polyoxyäthylenäther der nachstehend beschriebenen Art abgeleitet ist, enthalten
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Die neuen Carbaminsäureester der vorliegenden Erfindung können hergestellt werden, indem man gleichzeitig oder nacheinander in belibiger Reihenfolge ein aromatisches Polyisocyanat; einen Polyoxyäthylenäther und ein thermisch reversibles Blockierungsmittel, z.B. Phenol, Methylphenol, Dimethylphenol, Trimethylphenol, Äthylphenol, Carprolactam oder Gemische dieser Verbindungen, miteinander umsetzt. Das Polyisocanat kann mit dem Blockierungsmittel in einem solchen Verhältnis umgesetzt werden, daß eine NCO-Gruppe übrig bleibt, und kann anschließend mit dem Polyoxyäthylenäther umgesetzt werden. Andererseits ist es möglich, die Reaktion umgekehrt so durchzuführen, daß das Polyisocyanat zuerst mit dem Polyoxyäthylenäther und danach mit dem Blmckierungsmittel umgesetzt wird. Es ist auch möglich, die Reaktion so durchzuführen, daß man alle Reaktionsteilnehmer in einem geeigneten Verhältnis mischt, so daß die Umsetzungen gleichzeitig vor sich gehen.
Die Mengen an Polyoxyäthylenäther, Polyisocyanat und Blockierungsmittel v/erden so ausgewählt, daß sichergestellt ist, daß das erhaltene Carbamat mindestens eine thermisch stabile Carbamatgruppe, die von dem Polyoxyäthylenäther abgeleitet ist, mindestens eine thermisch labile Carbamatgruppe, die von dem Blockierungsmittel abgeleitet ist, und keine freie Isocyanatgruppe enthält. Dies kann erreicht warden, indem man Polyisocyanat, Blockierungsmittel und Polyoxyäthylenäther in solchen Mengen umsetzt, daß das Verhältnis der Mole Blocfcierungsmittel zu NCO-Gruppen weniger als eins ist und die Anzahl der NCO-Gruppen gleich oder geringer als die Summe der Hydroxylgruppen und der Mole Blockierungsmittel ist. Ein Mol eines Polyoxyäthylenäthers mit zwei Hydroxylgruppen und zwei Mole eines Diisocyanate können also mit zwei Molen Blockierungsmittel umgesetzt werden, während ein Mol des Polyoxyäthylenäthers und zv/ei Mol eines Triisocyanats mit vier Mol eines Blockierungsmittels umgesetzt werden können.
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Die Umsetzung wird unter solchen Bedingungen durchgeführt, daß Feuchtigkeit und vorzugsweise praktisch auch Sauerstoff ausgeschlossen wird, um eine Verfärbung des erhaltenen Carbaminsäureesters auf ein Minimum herabzusetzen. Es können Temperaturen bis zu 2000C angewendet werden. Vorzugsweise wird die Umsetzung bei 35 bis 100°C durchgeführt, wenn CarProlactam als Blockierungsmittel eingesetzt wird, und bei 50 bis l60°C, wenn ein Phenol als Blockierungsmittel verwendet wird. Die Umsetzung kann in Abwesenheit oder in Anwesenheit eines Lösungsmittels durchgeführt werden, das gegenüber Isocyanatgruppen inert ist. Beispiele für derartige Lösungsmittel sind Cellosolve-Acetat, Aceton, Methyläthylketon, Cyclohexanon, Chloroform, Benzol, Perchloräthylen, Chlorbenzol und Trifluoräthan« Gegebenenfalls können Katalysatoren, wie z.B.aliphatische tert. Amine, Alkalioder Erdalkalimetalloxide, Carbonate, Alkoholate, und Phenate sowie Metallsalze von Carbonsäuren, zwecks Erleichterung der Umsetzung eingesetzt werden. Wenn ein Katalysator verwendet wird, so sollte er nach Abschluß der Umsetzung neutralisiert werden.
Die Polyisocyanate, die zur Herstellung der erfindungsgemäßen Carbaminsäureester verwendet werden können, sind aromatische Polyisocyanate, d.h. Isocyanate mit mindestens zwei NCO-Gruppen, die direkt an Kohlenstoffatome eines aromatischen Ringes gebunden sind. Beispiele für solche aromatischen Polyisocyanate, die zur Herstellung der erfindungsgemäßen Carbaminsäureester verwendet werden können, sind 2,4-Toluoldiisocyan.at, 2,6-Toluoldiisocyanat, Phenylendiisocyanat, Methoxyphenylen-2,4-diisocyanat, Diphenylmethan^jV-diisocyanat, 3-Methyldiphenylmethan-1I,V-diisocyanate Diphenyläther-2,JJ,4'--triisocyanat und Gemische dieser Verbindungen. Das bevorzugte Isocyanat ist 2,4-Toluoldiisocyanat.
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Als Polyoxyäthylenäther können zur Herstellung der erfindungsgemäßen Carbaminsäureester die wasserlöslichen oder leicht dispergierbaren Polyoxyäthylenäther mit einem Molekulargewicht von nindestens 6 000 und vorzugsweise mindestens 10 000 verwendet werden, die mindestens eine aliphatische Hydroxylgruppe und vorzugsvjeise mindestens zwei aliphatische Hydroxylgruppen enthalten und einen Gehalt von mindestens 90 Gew.% an Oxyäthylengruppen aufweisen, die als Polyoxyäthylenketten mit einem Gehalt von mindestens 60 Oxyäthylengruppen vorliegen. Eine bevorzugte Klasse dieser Polyoxyäthylenäther hat ein Molekulargewicht von nicht mehr als etwa 100». 000 und hat zwei aliphatische primäre Hydroxylgruppen, die jeweils direkt an eine Polyoxyäthylenkette mit mindestens 60 Oxyäthylengruppen gebunden ist. Diese Polyoxyäthylenäther sind bekannte Verbindungen und viele von ihnen sind im Handel erhältlich. Eine besonders bevorzugte Klasse von Polyoxyäthylenäthern besteht aus Polyoxyäthylenglykolen mit einem Molekulargewicht von mindestens 6 000 und den Reaktionsprodukten eines molaren Überschusses eines Polyoxyäthylenglykols mit einem Molekulargewicht von mindestens 3 000 mit einem organischen Diisocyanat, einer Dicarbonsäure, einem Dicarbonsäure-
ep
anhydrid oder einer organischen Dioxyverbindung mit zwei Oxiranepoxygruppen, deren Oxiran-Sauerstoff an benachbarte Kohlenstoffatome und vorzugsweise an benachbarte Kohlenstoffatome eines cycloaliphatischen Ringes gebunden ist·
Die Umsetzung de3 Polyoxyäthylenglykols mit dem organischen Diisocyanat kann unter solchen Reaktionsbedingungen durchgeführt werden, die für die Umsetzung eines Diisocyanate mit einem G]ykol üblich sind. Die Umsetzung kann beispielsweise durchgeführt werden, indem man ein Gemisch der Reaktionsteilnehmor in Gegenwart oder Abwesenheit eines Amins als Katalysator auf eine Temperatur von 100 bis 2000C erhitzt. Das organische Diisocyanat kann
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ein aromatisches oder ein aliphatisches Diisocyanat sein. Beispiele für derartige Diisocyanate sind Hexamethylendiisocyanat, Toluo!diisocyanate, Phenylendiisocyanate, Diphenylmethandiisocyanate und Methoxyphenylendiisocyanate. .
Die Umsetzung des Polyoxyäthylenglykols mit der Dicarbonsäure oder dem Dicarbsäureanhydrid kann unter üblichen Veresterungsbedingungen durchgeführt werden. Beispielsweise kann ein Gemisch aus drei Hol Glykol und zwei Mol Säure oder Anhydrid auf eine Temperatur von 150 bis 200°C erhitzt werden, bis die Veresterung praktisch vollständig ist. Die Umsetzung kann in Ab-■ Wesenheit oder Gegenwart einer Säure als Katalysator, z.B. Toluolsulfonsäure, oder auch eines basischen Katalysators, z.B, Natriumhydroxid, durchgeführt werden. Beispiele für Dicarbonsäuren und Dicarbonsäureanhydride sind Bernsteinsäure., Ilaleinsäure, Terephthalsäure, Diglykolsäure, Adipinsäure und deren Anhydride.
Die durch Umsetzung eines Polyoxyäthylenglykols mit einer organischen Diepoxyverbindung hergestellten Polyoxyäthylenäther sind in den USA-Patenten 2 990 396 und 3 182 099 beschrieben.
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Die nachfolgenden Beispiele dienen der Erläuterung der vorliegenden Erfindung ohne sie einzuschränken. Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich alle Teile und Prozentsätze auf das Gewicht.
Beispiel 1
188 g Phenol wurden in etwa 350 ml destilliertem Toluol, aus welchem alles Wasser azeotrop entfernt wurde, gelöst. Diese Lösung wurde mit 348 g 2,4-Toluoldiisocyanat, welches mit etwa 114 ml Toluol in den Kolben gewaschen
e wurde, versetzt. Dann wurde das Gemisch grührt und 2 Stunden unter Stickstoff am Rückfluss (100-1100C) erhitzt,wobei eine Lösung von Monophenol-blockiertem 2,4-Toluoldiisocyanat in Toluol erhalten wurde. 250 g Toluol wurden zu 374 g Carbowax 6OOO (Polyoxyäthylenglycol mit einem Molekulargewicht von etwa 6OOO; der Union Carbide) zugesetzt und das Gemisch etwa 2 Stunden unter Rückfluss erhitzt,um etwa 1 ml Wasser azeotrop zu entfernen. 50 g (0,1 Mol Reaktionsteilnehmer) der vorstehend genannten Lösung von Phenol-blockiertem 2,4-Toluoldiisocyanat in Toluol und 100 g getrocknetes Toluol wurden mit 1,0 g hydrierten Talg-Dimethylamin in 5 g Toluol versetzt. Das Gemisch wurde dann auf etwa 8O0C erhitzt und die vorstehend beschriebene Carbowax- und Toluol-Lösung wurde innerhalb von etwa 10 Minuten durch einen mit Dempf erhitzten Trichter zugesetzt. Die gerührte Mischung wurde 2 Stunden bei etwa 8O-82°C erhitzt. Anschliessend wurde die Wärme entfernt. Das Gemisch wurde neutralisiert mit 3 g Eisessig, verdünnt mit 4,5 g Toluol und das Toluol im Vakuum destilliert, wobei 397 g eines viskosen, trüben flüssigen Carbowax 6000 - 2,4-Toluoldiisocyanat-Phenolcarbaminsäureeeterproduktes (1:2:2), das -■ nach Abkühlen zu einem waxartigen Peststoff aushärtete, erhalten wurden. Das Produkt ist dispergierbar in Wasser
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und löslich in Dioxan.
Beispiel 2
374 g Carbowax 6OOO wurden zu 250 g Toluol zugesetzt und und das Gemisch I1S Stunden unter Rückfluss erhitzt, um 0,5 ml Wasser azeotrop zu entfernen, wobei ein trübes (hazy), viskoses Produkt erhalten wurde.
Dieses Produkt wurde allmählich mit einer erhitzten Lösung (etwa 8O0C) von 17,5 g 2,4-Toluoldiisocyanat in 100 g getrocknetem Toluol versetzt. Dieses Gemisch wurde 2 Stunden bei 10O0G erhitzt und mit 11,3 g Caprolactam in 100 g getrocknetem Toluol versetzt. Das Gemisch wurde über Macht bei etwa 800C gerührt. Das Toluol wurde zu einer Badtemperatur (pot temperature) von 840C unter Vakuum abgestrippt, um 360 g eines trüben (hazy), viskosen Kondensationsproduktes aus Carbowax 6000 - 2,4-Toluoldiisocyanat - Caprolactam (1:2:2) zu erhalten. Das Produkt ist dispergierbar in Wasser und löslich in Dioxan.
Beispiel 3
225 g Carbowax 2OM (ein Polyoxyäthylenäther mit einem Molekulargewicht von 15 000 bis 20 000, synthetisiert durch Reaktion von etwa 3 Molen Carbowax 6000 mit etwa 2 Molen Diepoxid, verkauft von Union Carbide), 17,5 g 2,4-Toluoldiisocyanat und 11,3 g Ca^prolactam wurden gemäss dem Verfahren des Beispiels 2 umgesetzt, um ein Additionsprodukt der drei Reaktionsteilnehmer (1:2:2) zu erhalten· Mach Zusatz von Wasser zu einer Dioxanlösung des Produktes wurde eine trübe Lösung erhalten. Eine Probe des Produktes in Toluollösung, die mit Dioxan verdünnt wurde, ergab eine schwach prelbe,nicht klare (hazy) Lösung, die 10,5# Feststoffe^
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- ίο -
12,2?? Toluol und 77,35? Dioxan enthielt.
Beispiel 4
748 g Carbowax 6000 wurden mit 250 g Toluol versetzt. Das Gemisch wurde 2 Stunden bei etwa 1200C unter Rückfluss erhitzt,um 1 ml Wasser azeotrop zu entfernen. Diese Lösung wurde dann unter Rühren innerhalb von 10 Minuten langsam zu 26,2 g 2,4-Toluoldiisocyanat in 100 g getrocknetem Toluol zugesetzt. Die Temperatur erhöhte sich von 580C auf 8l°C. Dann wurde mit 1 g hydriertem Talg (tallow)-Dimethylamin in 5 ml Toluol versetzt. Das Gemisch wurde etwa 2 Stunden bei etx^a 80°C (unter Stickstoffatmosphäre) erhitzt. 9,4 g phenol und 50 ml getrocknetes Toluol wurden zugesetzt. Das Gemisch wurde über Nacht bei etwa 80°C gerührt. Dann wurde mit 3 g Eisessig versetzt und das Toluol unter Vakuum aus dem Gemisch abgestrippt, um etwa 75Og dos 2:3:2-Additionsproduktcs von Carbowax 6000, Toluoldiisocyanat und Phenol zu erhalten. Das Produkt ist löslich in Dioxan und dispergierbar in Wasser.
Beispiel" 5
100 ml Toluol wurden mit 225 g Carbowax 20M versetzt und das vorhandene Wasser (etwa 0,5 ml) innerhalb einer Stunde azeotrop entfernt. Anschliessend wurde das Toluol unter Vakuum abgestrippt. 200 ml A'thylacetat wurden bei 500C langsam zugesetzt. Anschliessend xvurde mit 0,5 g Dimethyloctadecylamin und 8,93 g des Kondensationsproduktes von 2,4-Toluoldiisocyanat und Phenol (1:!,hergestellt durch Reaktion von Phenol mit Toluoldiisocyanat innerhalb von 2 Stunden bei 1500C) versetzt. Das Gemisch wurde etwa 2$ Stunden unter Rühren bei 45°C erhitzt.
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Dann wurde der Katalysator mit Essigsäure neutralisiert. Dan Pestprodukt wurde in warmem Wasserte18st,um eine leicht viskose,milchige, fast weisse 10-^ige Lösung des 1:2:2-Kondensatinsproduktes von Carbowax 2OM-Toluoldiisocyanat - Phenol zu erhalten.
Beispiel 6
Das Beispiel 5 wurde wiederholt mit der Ausnahme,dass dreimal soviel des 1:1 - Toluoldiisocyanat - Phenol Kondensationsproduktes verwendet wurde. Das Reaktionsprodukt ist das 1:6:6 - Kondensationsprodukt von Carbovrax 2OM - Toluoldiisoeyanat - Phenol.
Beispiel 7
Ein Gemisch aus 200 ml. Toluol und 225 g Carbowax 20M wurde azeotrop destilliert, um etwa 0,5 ml Wasser zu entfernen. Das Toluol destillierte unter Vakuum". 200 ml /ithylacetat, 17,5 g 2, *l-Toluoldiisocyanat und 0,5 £ Dimethyloctadecylamin wurden zugesetzt und das Gemisch wurde unter Rühren etwa 2 Stunden bei etwa 75°C erhitzt. Es wurde mit 11,3 g Caprolactam versetzt. Die Temperatur wurde auf 750C erhöht und 12 Stunden unter Rühren bei dieser Temperatur' gehalten. Anschliessend würde das Produkt abgekühlt, mit Eisessig neutralisiert und in drei Teile geteilt, welche in Dioxan, Isopropanol bzw. Ganser gelöst wurden. Das Produkt ist ein 1:6:6 - Kondensationsprodukt von Carbowax 2OM, Toluoldiisoeyanat und Caprolactam.
Beispiel 8
Ein 1:6:6 - Kondensationsprodukt von Carbowax 20M, Toluol diisocyanat und Caprolactam wurde gemäss dem Verfahren des Beispiels 7 hergestellt. Das Produkt wurde in drei gleiche Portionen geteilt, welche in Carbitol-Acetat^
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BADORlGlNAi.
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Propylenglycol bzw.Ansul 1m gelöst wurden, um sie an Textilien zu verwenden.
Beispiel 9
Ein 1:6:6 - Kondensationsprodukt von Carbowax 2OM, 2,4-Toluoldiisocyanat und Canrolactam wurde gemäss dem Verfahren des Beispiels 7 hergestellt, mit der Ausnahme dass an Stelle von Xthylacetat als Reaktionslösungsmittel Cellusolveacetftt verwendet wurde. Das Produkt wurde in drei Portionen geteilt^welche in Carbitolacetat, Dimethylformamid und Propylenglycol gelöst wurden.
Beispiel 10
22? g Carbowax 20M und 50 ml 1,1,2-Trichloräthan wurden azeotrop destilliert, um alles vorhandene Wasser zu entfernen. Das Trichloräthan wurde abdestilliert. l85 ml zum Lösen von Urethan geeignetes (urethanegrade) Cellusolveacetat und 10,4 g Caprolactam wurden zugesetzt. Das Gemisch wurde auf 45°C gekühlt, mit 16,1 g 2,4-Tnluoldiisocyanat versetzt und das Gemisch 1 Stunde unter Rühren bei 45-48°C erhitzt. Das Kondensationsprodukt von Carbowax 2OM, Toluoldiisocyanat und Caprolactam wurde dann abgekühlt, in drei getrennte Portionen geteilt und in Cellusolveacetat, Dioxan und Propylenglycol gelöst.
Beispiel 11
1125 g Carbowax 2OM, 914,8 g zum Lösen von Urethan geeignete® (urethanegrade) Cellusolveacetat und 230 ml 1,1,1-Trichlorftthan wurden 45 Minuten azeotrop destilliert ,wobei 250 ml des Destillats aufgefangen wurden, um eine wasserfreie Lösung des Produktes zu erhalten.
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- 13 - .
Dann wurden in einem getrennten Reaktionsgefäss 22,6 g Caprolactam, 52,2 g 2,4-Toluoldiisocyanat und 74,8 g Cellusolveacetat 4 Stunden bei etwa 7O°C erhitzt und die Lösung abgekühlt. 360,7 g der vorstehend genannten Lösung von Carbowax 2OM und 24,3 g der Lösung des Produktes aus Toluoldiisocyanat und Caprolactam wurden miteinander vermischt und 3 Stunden unter Rühren und unter Stickstoff bei etwa 700C erhitzt. 89 g Propylen-? glycol wurden zugesetzt, wobei das Erhitzen und Rühren fortgesetzt wurde. Am Ende der Reaktion wurde das Carbaminsäureesterprodukt mit Wasser auf eine Konzentration von 28?? Feststoffen verdünnt.
Beispiel 12
Das Verfahren des Beispiels 11 wurde so modifiziert, dass man die endgültige Reaktionslösung nur 1 Stunde bei 700C erhitzte, dann die Temperatur für eine weitere zweistündige Reaktion auf 900C erhöhte und etwa 50$ mehr des Toluoldiisocyanat - Caprolactam (1:1)- Reaktions-Produktes verwendete, um einen Carbowax 20M - Toluoldiisocyanat - Caprolactamcarbaminsäureester zu erhalten. Das Produkt enthielt 28% Peststoffe in einem Gemisch von Collusolveacetat, Propylenglyeol und Wasser.
Beispiel 13
600 g eines Polyoxyäthylenglyeols mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von etwa 6000 wurden mit 600 g wasserfreiem Toluol und 2 g Bortrifluorid - Äther Komplex (Hj% Bortrifluorid) versetzt. Das Gemisch wurde unter Stickstoffatmosphäre gerührt und auf etwa 60°C erhitzt und mit 20 g 3,M-Epoxy-ö-methylcyclohexylmethyl-3,^-epoxy-ö-mothylcyclohexancarboxylat versetzt.Das Rühren wurde 3 Stunden bei etwa 100°C fortgesetzt. Darm wurden 27 g eines 1:1 - Kondensationsproduktes
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von 2,4- Toluoldi'isocyanat und Phenol zugesetzt und das Gemisch wurde weitere 2 Stunden bei etwa 1000C gerührt.
Beispiel 14
600 g (0,15 Mol) eines Polyoxyäthylenglycols mit einem Molekulargewicht von etwa 4000 wurden mit 600 ml Toluol unter Rückfluss erhitzt, um etwa 1 ml Wasser azeotrop zu entfernen. Die wasserfreie Lösung wurde mit 17,4 g (0,10 Mol) Toluoldiisocyanat und 1,0 g Dimethyloctadecylamin versetzt und das Gemisch unter Rühren und unter Stickstoff 2 Stunden bei etwa 1000C erhitzt. Dann wurden 27 g (0,10 Mol) eines 1:1 - Kondensationsproduktes von 2,4-Toluoldiisocyanat und Phenol zugesetzt und das Gemisch wurde weitere 2 Stunden bei loo°C erhitzt.
Beispiel 15
750 g (etwa 0,1 Mol) Carbowax 6000 und 6,7 g (0,067 Mol) Bernsteinsäureanhydrid und 0,2 g Antimontrioxid wurden unter Stickstoff gerührt und allmählich auf etwa 200°0 erhitzt. Die Temperatur wurde bis zur Beendigung der Veresterung bei 2000C bis 210°C gehalten ( die Säurezahl reduzierte sich bis nahe 0). Der erhaltene Polyester wurde auf 1000C gekühlt und mit 700 ml Cellusolveacetat verdünnt. Dann wurden 9,0 g (0,033 Mol)eines 1:1 - 2,4-Toluoldiisocyanat - Phenol - Kondensationsnroduktes zugesetzt und das Gemisch wurde 2 Stunden bei etwa 100 C erhitzt.
Erfindungsgemäss können die vorstehend beschriebenen Carbaminsäureester zur Behandlung von Textilien verwendet werden, um ihnen verbesserte physikalische Eigenschaften, wie Anti-Verschmutzungseigenschaften zu vorleihen . Es
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wurde gefunden, dass,wenn die Carbaminsäureester auf Textilien aufgebracht wurden und dann durch Erhitzen der Textilien auf eine erhöhte Temperatur gehärtet wurden, die Carbaminsäureester an die Textilien gebunden werden, sodass die dem Textilmaterial ver- , liehenen,verbesserten Eigenschaften durch nachfolgendes Waschen nicht entfernt werden. Obgleich die vorliegende Erfindung nicht durch theoretische Betrachtungen beschrärkt werden sollte, wird angenommen, dass die thermisch labile Carbamatgruppe des Carbaminsäureesters sich bei erhöhten Temperaturen zersetzt,um eine aromatische NCO-Gruppe und freies Phenol oder freies Caprolactam 2u bilden,und dass die aromatische NGO-Gruppe dann mit dem Dauerbügelmittel, dem Textilmaterial und/oder anderen NCO-Gruppen reagiert, um thermisch stabile Gruppen zu bilden.
Die erfindungsgemässenCarbaminsaäureester können vorteilhafterweise allein oder in Kombination mit einer grossen Vielzahl von chemischen Behandlungsmitteln zur Aufbringung auf Textilien verwendet werden. Die chemischen Behandlunsmittel können ζ Β. Dauerbügelmittel, Weichmacher, antistatische Verbindungen, emulgierende Mittel, Netzmittel und zahlreiche andere Verbindungen, die die physikalischen Eigenschaften des Textilmaterial erhöhen, sein. Die Textilien können mit den Carbaminsäureestern der vorliegenden Erfindung zusammen mit jedem der vorstehend genannten chemischen Behandlungsmitteln entweder gleichzeitig-oder getrennt in jeder Reihenfolge verwendet werden. Eine bevorzugte Anwendung der Carbaminsäureester der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der Ester zusammen mit einem Dauerbügelmittel.' Demp-emMss wird erfindunpsgemäss auch ein Textilbehandlungsgemisch, das ein Dauerbügelharz und einen Carbaminsäureester enthält, bereitsgestellt.
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Die in den erfindungsgemässen Textilbehandlungsgemischen vorhandenen Mengen an Dauerbügelmittel und Carbaminsäureester können in einem ziemlich weiten Bereich variieren und hängen hauptsächlich von dem besonderen Dauerbügelmittel und dem gewählten Carbaminsäureester sowie von dem besonderen, damit zu behandelnden Textilien ab. Im allgemeinen enthalten die erfindungspremässen Textilbehandlungsgemische von etwa 50$ bis 95$, vorzugsweise von etwa 55$ bis 80$ (Gew.-#) des Dauerbügelmittels und von etwa 50 bis etwa 5 Gew.-^, vorzugsweise von etwa k5 bis 20 Gew.-$ des Carbamate, bezogen auf das Gesamtgewicht von Dauerbügelmittel und Carbamat.
Pauerbügelmittel , die bei der Herstellung der erfindungsgemässen Textilbehandlungsgemische verwendet warden können, umfassensowohl Monomere als auch Polymere, die, wenn sie auf Textilien aufgebracht werden und unter, in der Technik üblichen Bedingungen gehärtet werden, mit dem Textilmaterial Reaktion eingehen und die Dauerbügel- und/oder Knitterfestigkeitseigenschaften dem Textilmaterial verleihen.
Von den Dauerbügelmitteln sind erfindungsgemä'ss die Aminoplastharze bevorzugt. Diese Stickstoff enthaltenden Harze reagieren, wenn sie auf das Textilmaterial aufgebracht werden und in Gegenwart eines Katalysators bei Temperaturen von 1300C bis 200 C erhitzt werden, mit dem Textilmaterial und werden chemisch daran gebunden. Beispiele von Aminoplastharzen,die erfindungsgemäßs verwendet werden können sind die Kthylen-harnstoffe, z.B. Dimethylol-dihydroxy-äthylenharnstoff, Dimethylol-äthylenharnstoff, Äthylenharnst of f-formaldehyd und Hydroxyäthylenharnstoff-formaldehyd, Harnstoff-formaldehyd, z.B. Propylenharnstoff-formaldehyd
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und Dimethylol-harnstoff-formaldehyd, Melaminformaldehyde z.B. Tetramethylol-melamine und Pentamethylol-melamine, Carbamate, z,B. Alkylcarbamat-formaldehyde, Formaldehydaerolein-Kondensationsprodukte, Alkylolamide, z.B. Methylolformamid und Methylolcetamid, Acrylamide, z.B. n-Methylolacrylamid, n-Methylolmethy!acrylamid und n-Methylol-n-methacrylamid, Di-harnstoffe, z.B. Trimethylol-acetylen-diharnstoff und Tetramethylol-acetylencliharnstoff, Triazene, z.B. Dimethylol-n-äthyl-triazon, Urone. z.B. Dimethyloluron und Dihydroxy-dimethyloluron. Gemische der Aminoplasharze können ebenfalls verwendet werden.
Weitere Beispiele von Dauerbügelmitteln»die bei der Herstellung von erfindungsgemässen Textilbehandlungsgemisehen nützlich sind, umfassen Aldehyde, z,B. Formaldehyd und a-Hydroxy-adipaldehyd, Epoxyde, z.B, Äthylenglycol-diglycidyläther und Vinylcyclohexendioxid, Xthyleniminderivate, z.B. Bis-aziridinylcarbonyl und Tris(l-aziridinyl)phosphinoxid, Chlorhydrin, Sulfonderivate, z.B. Divinylsulfon und Dihydroxyäthylsulfon und Sulfoniumsalze, z.B. als inneres Salz das Dinatriura-tris(betasulfatoäthyl)sulfoniumsalz.
Die folgenden Beispiele erläutern die erfindungsgemässen Toxtilbehandlungsgemische, die ein Dauerbügelmittelund einen Carbaminsäureester enthalten. Selbstve' ständlich können weitere erfindungsgemässe Textilbehandlungsgemische hergestellt werden, bei denen in den nachfolgenden Beispielen andere Dauerbttgelmittel und Carbaminsäureester der vorstehend beschriebenen Art eingesetzt werden. Die nachfolgenden Beispiele dienen der Erläuterung der Erfindung, ohne sie einzuschränken. Alle angegebenen Teile beziehen sich auf das Gewicht,
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Beispiel l6
Carbamat des Beispiels 3
Dimethylol-dihydroxy-athylenharnstoff
Beispiel 17
Carbamat des Beispiels
Dime thy lol--dihydroxy-äthyl'enharnst off
Beispiel l8
Carbamat des Beispiels
i, 3-Di:nethylol-hexahydro-pyrimidinon-2
Beispiel 19
Carbamat des Beispiels
Dirnethylol-methoxy-äthylcaramat
Beispiel 20
Carbamat des Beispiels 3
Carbamat des Beispiels 4
Di™othylol-5-hydroxy-propylenharnstoff
Doiopiol 21
Teile 36
20 80
50 50
5 95
90
Carbamat des Beispiels 6 25
Dinatriun-trisfbetasulfatoathyl)sulfonium- „,. sal?, (inneres Salz)
Beispiel 22
Carbamate des Beispiels ld.methyl-hexahydropyrimidinon-2
Β:; j spiel 23
(Io3 Beispie] ο
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60 "50
BAD ORIGINAL
Teile
Dimethylol-dihydroxy-äthylenharnstoff 35 Dimethylol·-5,5-dimethy !-propylenharnstoff 35
.GeJPäss der vorliegenden Erfindung können die vorstehend beschriebenen, ein Dauertaügelmittel und einen Carbaminsäureester enthaltenden Textilbehandlungsgemische zur Behandlung von Textilien verwendet werden, um ihnen nbysikausche Eigenschaften, wie Dauerbügeleigenschaften, Knitterfestigkeit, Zerreiß- und Zugfestigkeit, Angreifbarkeit (hr.nd), Scheuerfestigkeit, schmutzabweisende Eiron3eh?ften und Anti-Wiederablagerungseigenschaften r:ur ,vorleihen. Es wurde gefunden, dass, wenn ^ie er-
Toxtilbehandlungsgemische auf das
en
Textilmaterial aufgebracht werd/und das behandelte Text!!material auf eine erhöhte Temperatur erhitzt wir-.i. die Daup-rbügelmittel und der Carbaminsäureester Tw:-r><Tir;ren, sodass die verbesserten Eigenschaften, die c!o:n Textilmaterial verliehen wurden, durch nachfolgendes Waschen nicht entfernt werden.
7Vr- Toxtilharzkatalysator für das Dauerbügelmittel kann .icder der sauren -oder latent sauren Katalysatoren sein, -!•reich: in der Technik üblicherweise verwendet werden, um dio Reaktion der Dauerbügelmittel mit den Textilien zu erleichtern. Unter dem Ausdruck "latent saurer Katalysator" wird eine Substanz verstanden, welche während der Härtungsstufe Azidität entwickelt. Besonders r-eeir.nete Katalysatoren umfassen Metallsalze von starken Säuren, z.B. Magnesiumchlorid, Magnesiumsulfat, Zinknitrat und /\luminiurasulfat, Ammoniumsalze, z.B. Ammoniumchlorid, Ammoniumdihydrogenphosphat und Ammoniumthiocyanat, Aminsalze, z.B. Triäthylaminhydrochlorid und Triäthanolaminhydrochlorid.
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Die Menge des Härtungskatalysators, der für das Dauerbügelmittel verwendet wird, hängt ab von der Natur des Dauerbügelmittels, des Katalysators und von der Härtungstemperatur und der Härtungszeit. Im allgemeinen werden bei Verwendung von etwa 1 bis 50 Gew.-1? , vorzugsweise von etwa 10 bis etwa 35 Gew.-# des Katalysators,bezogen auf das Gewicht des Dauerbügelmittels, ausreichende Ergebnisse erhalten. Die Menge des zu verwendenden Katalysators ist jene,die üblicherweise zur Aktivierung der Reaktion zwischen Dauerbügelharzen und aktiven Wasserstoffatomen, die in den damit zu behandelnden Textilien vorhanden sind, verwendet wird. Die erfindungsgemässen Textilbehandlungsgemische können auf die Textilien aus einem wässrigen Medium, einem organischen Lösungsmittel oder einer Emulsion von Wasser und organischem Lösungsmittel aufgebracht werden. Beispiele für organische Lösungsmittel,die verwendet werden können,umfassen Isopropanol, 1,1,1-Trichloräthan, 1,1,2-Trichloräthan, Perchloräthylen, Tetrachlorkohlenstoff,Chloroform, Pentachloräthan und ein Dichlorbenzol. Beispiele für oberflächenaktive Mittel, die zum Emulgieren des Carbaminsäureester in organischen Lösungsmitteln verwendet werden können, umfassen Polyoxyäthylen(25)rizinus-51, Is^propylamindodecylbenzolsulfonat, quaterneres Diäthylsulfat von Polyoxyäthylen(20)-hydriertes Talgamin und Polyoxyäthy1en(10)nony!phenol.
Die Textilmaterialien können mit dem Bad, das die Textilbehandlungsmittel der vorliegenden Erfindung enthält, mit Hilfe jeder geeigneten Methode behandelt v/erden, z.B. durch Eintauchen oder durch Sprühen. Bei der Eintauchmethode können die Textilien entweder durch eine Klotzmaschine (padding machine) laufen, wobei die Textilien zuerst in das Bad eingetaucht
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und dann abgequetscht werden oder die Textilien können in das Bad eingetaucht und die überschüssige Flüssigkeit abzentrifugiert werden. Bei der Sprühmethode werden die Textilien einfach mit der Badflüssigkeit besprüht und mit Hilfe einer geeigneten Methode getrocknet. Der Carbaminsäureester j das Dauerbügelmittel und der Textilharzkatalysator können gleichzeitig oder aus getrennten Bädern aufgebracht werden.
Die Menge des Carbaminsäureester, der auf die Textilien aufgebracht wird, kann von etwa 0,1 bis etwa 10 Gew.-%, vorzugsweise von etwa 0,5 bis etwa 5 Gew.-#, bezogen auf das Trockengewicht der Textilien, variieren.
Es ist nötig, die Textilien, die den Carbaminsäureester enthalten, einer erhöhten Temperatur zu unterwerfen, um die Härtungsreaktian zwischen dem Carbaminsäureester und dem Textil zu initiieren. Die b sondere, verwendete. Temperatur und die Dauer der Erhitzungsstufe hängen ab von der Natur der verwendeten Textilien und dem besonderen verwendeten Carbaminsäureester. In jedem Fall ist jedoch eine solche Temperatur und Erwärmungszeit notwendig, die eine ausreichende Reaktion des Carbaminsäureester mit den Textilien bewirkt, illlgemein wird die Wärmeh'"rtung bei Temperaturen von etwa 37,8 C bis 177 0 durchgeführt, und zwar bei tiefer Temperatur in Zeitdauern von etwa ΊΟ bis etwa 60 Minuten und bei der höheren Temperatur in Zeitdauern von etwa 0,5 bis 10 Minuten. Die bevorzugte Temperatur beträgt von etwa 1'I9 bis 1.7 7 0C.'
Zu den Textilien,die mit den erfindungsgemässen Textilbe'hnnrtlungsgemischen behandelt werden können, gehör»n alle Textilien,die in der Technik üblicherweise mit Dauer- und/oder Anti-Verschmutzungsmitteln behandelt
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werden, z.B. Textilien, die aus Cellulose oder modifizierter Cellulose, wie Baumwolle, Rayon, Leinen und deren Gemischen, zusammengesetzt sind, Textilien, die nichtcelluloseartige Stoffe enthalten, wie Polyester, Nylon, Acrylfasern und deren Gemische, Textilien, die aus einem Gemisch von celluloseartigen Stoffen und nichtcclluloseartigen Stoffen zusammengesetzt sind. Die Textilien können in Form von Fäden, Fasern, Garnen und Zwirnen vorliegen oder als gewebte, nicht-gewebte, gewirkte oder auf andere Weise hergestellte Stoffe, Laken oder Gewebe vorliegen. Die bevorzugten Textilien sind Polyestergewebe und Baumwolle/Polyestergemische. Die folgenden Beispiele erläutern das Aufbringen der erfindungsgemässen Textilbehandlungsmittel auf Textilien, ohne damit die Erfindung einzuschränken. Alle Teile und Prozentsätze werden, wenn nicht anders angegeben, auf das Gewicht bezogen.
Die folgenden Verfahren und Abkürzungen werden in den nachfolgenden Beispielen verwendet; Die Wiederablagerung von Schmutz wird gegenüber unbehandeltem Gewebe bestimmt. Etwa 16 ml eines Standard-Schmutzrremisches, das 38% Moos, 17?! Corson's Home -
a
Crete (Sandgemisch),11% Kolin-Ton (Peerless-Ton Nr.2), 11% Silica (20n mesh), 1,7595 Molacco-Lampenruss, 0,5?! rotes Eisenoxid M-I86O und 8,75^ Nujol enthielt, wurden mit heissem Leitungswasser auf einen Liter verdünnt. 1^,24 χ 115,24 cm grosse Testproben der oben behandelten Gewebe wurden in 2Π0 ml der Schmutzlösung eingetaucht, das Gewebe in der Schmutzlösung bei etwa 6O0C "5Π Minuten zusammen mit Kontrollproben (duplicate) in l-$icer Detcrgonslösung bewegt, die Proben entfernt, kräftig in kaltem Leitunrswasser gespühlt, bei etwa 71°C in oinor automatischen Standard-Gewebetrocknungsvorrichtung getrocknet und dio verschmutzten Proben gegenüber den
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Kontrollproben beurteilt. Nach dem Waschen in Tide und heissem Wasser wurden die Proben beurteilt:
ROS - überfflässig* zurückgehaltenes öl und fester Schmutz
S - zurückgehaltener fester Schmutz SS - wenig zurückgehaltener fester Schmutz NR- keine Zurückhaltung von öl oder Schmutz.
nie Entfernuni?; des Schmutzes bei den behandelten Textilien itfurde nach dem Fleckenentfernungsverfahren der Deerinr Milliken Research Corporation bestimmt. Vier TroOfen der Gulf-Transmissionsflüssigkeit werden auf cine Glasoberflache fallengelassen. Nach 15 Sekunden wurde auf dem öl eine Probe des Testgewebes angeordnet. Eine Folie (sheet) von Polyäthylen wurde über das Testgewebe gelegt, ein Stahdardgewicht von 3j63 kg wurde auf das Polyäthylen über dem öltropfen gebracht, das Gewicht, das Polyäthylen, und das Gewebe wurden nach 30 Sekunden entfernt, das Testgewebe wurde zwischen zwei Papiertücher gebracht, das Gewicht 30 Sekunden angewendet, das Testgewebe einmal gewaschen und visuell zur Schmutzentfernung gegenüber einem fotographischen Standard beurteilt. Die Beurteilungen der Schmutzentfernung reichen von 53^ > "kein Schmutz zurückgehalten", bis 1,° , "kein Schmutz entfernt". Das folgende, im Labor durchgeführte Waschverfahren wurde für alle Wäschen verwendet. Die Proben und mindestens 1,36 kg von 226,8 g schwerem Gewebe in Stücken von -91,4 x 91» ^ cm Grosse wurden in eine automatische Standard-Waschmaschine rebracht, mit etwa 46 g des Tide-Detergens versetzt, etwa ^9 C heisses Wasser einlaufen lassen und die Proben in einem 12-minütigem Waschzyklus gewaschen.
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Nachdem die erforderliche Anzahl von Waschzyklen abgelaufen war, wurden die Proben und das Gewebe etwa 45 Minuten bei etwa 71°C getrocknet und mit einem Bügeleisen (hand'.iron) gebügelt. Das Bügeln wurde weggelassen, wenn die Proben zusätzlich zum Carbamat mit einem Dauerbügelmittel (durable press finish) behandelt xvurden.
In den Beispielen 24 bis 27 wurden Textilbehandlungsbäder, die die angegebenen Zusammensetzungen hatten, auf 100%-ige Polyestergewebe mit einer Feuchtigkeitsaufnahme von SCi% nach Butterworth aufgebracht. Die behandelten Gewebe wurden 3 Minuten bei 1000C getrocknet. Die Proben von jedem behandelten Gewebe wurden 3 Minuten bei 1210C, 12 Minuten bei 163°C bzw. 10 Minuten bei 2040C gehärtet und vor dem Testen über Nacht bei Raumtemperatur conditioniert. Die Resultate werden in Tabelle I gezeigt.
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Tabelle 163° EOS I Bewertung der Schmutz
Schmutzwiederab- EOS abweisung
lagerung EOS S 121 °C 163°C 2OiJ0C
Beisp.Bad 121°C SS S
Nr. S S 4 3 3
Unbe-
handel-
te
Gexiebe -
EOS SS 5 5 ^
24 (1) SS SS 4 5 4
25 (2) SS 5 5 4
26 (3) SS i, n i,
27 (4) SS
(1) 1,35 Teile des Carbamats von Beispiel 1 und 98,65 Teile
Wasser.
(2) 1,35 Teile des Carbainats von Beispiel 2, 0,07 Teile Dimethylstearylaminacetat und 98,58 Teile Wasser.
(3) 12,86 Teile der Carbamatlösunß von Beispiel 3, 0,07 Teile Dimethy1stearylaminacetat, 3,21 Teile Isopropanol und 83.86 Teile V/asser.
.1,35 Teile des Carbainats von Beispiel 1 und 98,65 Teile Wasser.
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In den Beispielen 2 8 und 29 werden Textilbehandlungsbäder mit den angegebenen Zusammensetzungen auf Gewebe aus 65 Teilen Polyester und 35 Teilen Baumwolle aufgebracht, wobei eine Feuchtaufnahme von 80 % nach Butterworth (80 % wet pickup on the Butterwovth pad) erreicht wurde. Die behandelten Gewebe werden drei Minuten bei 1000C getrocknet und 10 Minuten bei 1630C gehärtet. Die Versuchsergebnisse sind in Tabelle II zusammengestellt.
Bad Tabelle II Schmutzabweisung
P;3isp. Schmut zwiederab-
lagerung
Kon (1) 2
trolle (2) EOS
23 (3) S 3
29 S
ί!) 10,8 Teile Dihydroxydimethylol-äthylenharnstoff, 1,35 " Tjüc Zinknitrat- hexahydrat und 87,85 Teile Wasser.
(2) 9,53 Teile des Produktes von Beispiel 3 (1 Teil Carbamat), 5 Teile Zinknitrat .xahydrat und 85,47 Teile Wp.soer.
(3) 1 Teil dos Carbamate von Beispiel 4, 10,8 Teile Dihydroxy climethjiol-athylenharnstoff, 1*35 Teile Zinknitrat-hexahydrat und 86,85 Teile Wasser.
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In den Beispielen 30, 31, 32 und 33 werden Textilbehandlungsbäder mit einem Gehalt von 20 Teilen einer 115 $igen wässrigen Lösung von Dihydroxy-dimethylol-äthylenharnstoff, 1,5 Teilen einer 65 ;*igen wässrigen Lösung von Magnesiumdichlorid-hexahydrat, den angegebenen Mengen an Carbamat und als Rest Wasser zusammengestellt und auf Gewebe aus 65 Teilen Polyester und 35 Teilen Baumwolle aufgebracht, wobei"eine Peuchtaufnahme von 70 % nach Butterworth erhalten wird. Die behandelten Gewebe werden 3 Minuten bei 107°C getrocknet und 10 Minuten bei 1630C gehärtet. Die Hälfte der behandelten Gewebe wird 5-mal in heißem Wasser mit einem Waschmittel gewaschen. Alle Gewebe werden vor dem Test über Nacht bei einer relativen Feuchtigkeit bei 6-5 % und einer Temperatur von 22,2°C konditioniert. Jeweils vor den Waschvorgängen und nach den 5 Waschvorgängen werden die Gewebe in Schmutzlösungen getaucht, und nach jedem Eintauchen in die Schmutzlösung wird die schmutzabweisende Wirkung bewertet. Die Versuchsergebnisse sind in Tabelle III"zusammengestellt.
Tabelle III
Schmutzwiederablg. Schmutzabweisung
Beisp.
Mr.
Carb amat O Wäschen 5 Wäschen 0 Wäschen 5 Wäschen
Kontr. (D EOS EOS 1 1
Kontr. (2) EOS EOS 1 1
30 (3) NR SS 3 3,5
31 W NR S 2,5 3
32 (5) NR SS 3 3
33 (6) NR NR U
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(1) Unbehandeltes Gewebe.
(2) Gewebe behandelt mit einem Bad, das 9 Teile Dihydroxydimethylol-äthylenharnstoff, 1 Teil Magnesiumdichlorid-hexahydrat und 90 Teile Wasser enthält.
(3) 50 Teile einer 10 #igen wässrigen Lösung des Carbamate von Beispiel 5.
™ (i|) 18 Teile einer 28 $igen Lösung des Carbamate von Beispiel 6 in Dioxan und Äthylacetat.
(5) 18 Teile einer 28 #igen Lösung des Carbamate von Beispiel
6 in Wasser und Äthylacetat.
(6) 14 Teile einer 32,7 SSigen Lösung des Carbamate von Beispiel
7 in Äthylacetat und Isopropanol.
In den Beispielen 34 und 35 werden Textilbehandlungsbäder der angegebenen Zusammensetzungen auf Gewebe aus 100 % Polyester aufgebracht, wobei eine 80 $ige Feuchtaufnahme nach Butterworth er- ^ reicht wird. Die behandelten Gewebeproben werden 3 Minuten bei 1070C getrocknet und 30 Sekunden bei 19O0C gehärtet. Die Hälfte der Proben wird 10 mal in heißem Wasser mit Tide gewaschen. Alle Proben werden vor den Versuchen Über Nacht konditioniert. Die Versuchsergebnisse sind in Tabelle tV zusammengestellt.
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Tabelle IV
Schmutzwiederablagerung Schmutzabweisung
Beisp. Bad O Wäschen 5-10 Wäschen 0 Wäschen 10 Wäschen
Unbehan-
deites
Gewebe - EOS EOS
3*f (D NR NR
35 (2) NR NR
(1) 5 Teile einer 28 #igen Lösung des Carbamate von Beispiel 9 in Ceilosolveacetat und Propylenglykol + 95 Teilen Wasser.
(2) 5 Teile einer 28 ISigen Lösung des Carbamate von Beispiel 8 in Äthylaeetat und Propylenglykol + 95 Teilen Wasser.
In den Beispielen 3^ und 37 werden Textilbehandlungsbäder mit einem Gehalt von 20 Teilen einer wässrigen Lösung von Dihydroxydimethylol-äthylenharnstoff, 5 Teilen einer 65 ?5igen wässrigen Lösung von Magnesiumchlorid^· hexahydrat, 18 Teilen der angegebenen Carbamatlösung und 57 Teilen Wasser auf Gewebe aus 65 Teilen Polyester und 35 Teilen Daumwolle aufgebracht» wobei eine Feuchtaufnähme von 70 % nach Butterworth erreicht wird. Die behandelten Gewebe werden 3 Minuten bei 1070C getrocknet und 10 Minuten bei 1630C gehärtet. Die Hälfte der behandelten Gewebe wird IO mal in heißem Wasser mit Waschmittel gewaschen. Alle Gewebe werden vor den Versuchen über Nacht bei einer relativen
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Feuchtigkeit von 65 % und einer Temperatur von 22,2°C konditioniert, Die Gewebe werden jeweils vor dem Waschen und nach den 10 Waschvorgangen in eine Schmutzlösung eingetaucht s und nach jedem Eintauchen wird die schmutzabweisende Wirkung bewertet. Die Versuchsergebnisse sind in Tabelle V zusammengestellt.
Carbamat-
lösung
Tabelle V 10 Wäschen Schmut zabwe is ung 10 Wäschen
(D Schmut zitf iederab lage
rung
SS 0 Wäschen 2
Beisp.
Nr.
(2) 0 Wäschen EOS 3 2
Kontr. (3) SS SS 2 3
Kontr. EOS SS i», η
36 NR Ί.
37 NR
,5
,5
(1) Unbehandeltes Gewebe.
50 tfis
(2) Gewebe behandelt mit einem Bad, das 20 Teile einer^wässrigen
Lösung von Dihydroxydimethylol-äthylenharnstoff, 5 Teile einer 65 )iigen wässrigen Lösung von Magnesiumchlorid-hexahydrat und Teile Wasser enthält.
(3) 28 #ige Lösung des Carbamats von Beispiel 9 gelöst in Cellosolveacetat und Propylenglykol.
(2J) 28 flige Lösung des Carbamats von Beispiel 8 gelöst in Äthylacetat und Propylenglykol.
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■■■ ■ ■·;■---- - BS
- 31 -
η Eeispiel 38 wird ein Textilbehandlungsbad hergestellt, das Λ5 Teile des Carbamate von Beispiel 10, 1,05 Teile Cellosolvecotats 2,5 Teile Propylenglykol und 95 Teile Wasser enthält.
.■as Bad wird auf ein Gewebe aus 100 % Polyester bis zu einer 'eucntaufnahme von 80 % angewendet. Die behandelten Gewebeprober, werden 3 Minuten bei 1070C getrocknet und 30 Sekunden ooi 1900C gehärtet. Die Hafte der Proben wird 5 mal in heißem '•'asser mit Tide, gewaschen. Alle Proben x*erden vor den Versuchen über Nacht konditioniert. Die Versuchergebnisse sind in Tabelle VI zusammengestellt.
Tabelle VI Schmutzabweisung 1,5
Schmutzwiederablagerung 0 Wäschen 5 Wäschen 3,5
Bor.sp. 0 Wäschen 5 Viäschen
Unbehandel- 1;
ces Gewebe EOS EOS H.
?8 NR NR
,7
,0
In Beispiel 39 wird ein Textilbehandlungsbad mit einem Gehalt von 9 Teilen Dihydroxydimethylol-äthylenharnstoff, 3,2 Teilen liiCneRiumchloridThexahydrat, 5,8 Teilen des Carbamate von Beirpiel 10, 4,2 Teilen Cellosolveacetat, 10 Teilen Propylenglykol ■cn* 67,8 Teilen Wasser auf ein Gewebe aus 65 Teilen Polyester und 35 Teilen Baumwolle bis zu einer Feuchtaufnahme von 75 % aufgebracht. Die behandelten Gewebe werden 3 Minuten bei 107°C getrocknet und 10 Minuten bei 1630C gehärtet. Die Hälfte der be-
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handelten Gewebe wird 5 mal in heißem Wasser mit Waschmittel gewaschen. Alle behandelten Gewebe werden über Nacht bei einer relativen Feuchtigkeit von 65 % und einer Temperatur von 22,20C konditioniert, bevor sie den Versuchen unterworfen werden. Jeweils vor den Waschen und nach den 5 Waschvorgängen werden die Gewebe in Schmutäösungenpingetaucht, und nach jedem Eintauchen wird die Schmutzabweisung bewertet. Die Versuchsergehnisse sind in Tabelle VII zusammengestellt.
Tabelle VII
Schmutzwiederablagerung SchmutzabweisunG
Beisp.
Nr.
(D 0 Wäschen 5 Wäschen 0 Wäschen 5 Waschen
Kontr. (2) EOS EOS 2,0 1,5
Kontr. EOS EOS 1,5 1,3
39 SS NR 3,5 3,3
(1) Unbehandeltes Gewebe.
(2) Gewebe behandelt mit einem Bad, das 9 Teile Dihydroxydimfethylol-äthylenharnstoff, 3,2 Teile Magnesiumchlorid-hexahydrat, 4,2 Teile Cellosolveacetat, 10 Teile Propylenglykol und 73,6 Teile Wasser enthält.
In den Beispielen 40 und 4l werden Testilbehandlungsbäder mit
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einem Gehalt von 20 Teilen einer 45 #igen wässrigen Lösung von Dihydroxydimethylol-äthylenharnstoff, 3,3 Teilen Magnesiumchlorid-hexahydrat, 20 Teilen der angegebenen Carbamatlösung und als Rest Wasser auf Gewebe aus 50 Teilen Polyester und 50 Teilen Baumwolle bis zu einer Feuchtaufnahme von 70 % angewendet. Die behandelten Gewebe werden 3 Minuten bei 1070C getrocknet und 10 Minuten bei l63°C gehärtet. Die Hälfte der behandelten Gewebe wird 5 mal mit heißem Wasser und Waschmittel gewaschen. Alle Gewebe werden vor den Versuchen über Nacht bei einer relativen Feuchtigkeit von 65 % und einer Temperatur von 22,2°C konditioniert. Jeweils vor der Wäsche und nach den 5 Waschvorgängen werden die Gewebe in Schmutzlösungen eingetaucht, und nach jedem Eintauchen wird die Schmutzabweisung bewertet. Die Versuchsergebnisse sind in Tabelle VIII zusammengestellt.
Carbainat-
lösung
Tabelle VIII 5 Wäschen Schmutzabweisung 5 Wäschen
(D Schmutzwiederablage
rung
NR 0 Wäschen 2,3
Beisp.
Nr.
(2) 0 Wäschen EOS • 2,0 2,3
Kontr. (3) S SS 1,0 3,5
Kon tr. (4) EOS SS 3,5 1,8
40 SS 3,0
41 SS
(1) ünbehandeltea Gewebe.
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20601U
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(2) Gewebe behandelt mit einem Bad, das 20 Teile einer 45 #igen wfissrigen Lösung*Dihydroxydimethylol-äthylenharnstoff, 3,3 Teile iiagnesiumchlorid-hexahydrat und als Rest auf 100 Teile V/asser enthält.
(3) Carbamatlösung von Beispiel 11.
(H) Carbamatlösung von Beispiel 12.
109825/2102

Claims (1)

  1. 20601U
    Patentansprüche:
    \l) Carbaminsäureester, die als Textilhilfsmittel geeignet sind, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine thermisch labile Garbamatgruppe und eine thermisch stabile Carbamatgruppe enthalten und aus dem Reaktionsprodukt von
    a) einem organischen aromatischen Polyisocyanat,
    b) Caprolactan, einem Phenol oder einem Gemisch dieser beiden Verbindungen als thermisch reversiblem Blökkierungsmittel, und
    c) einem Folyoxyäthylenäther mit einem Molekulargewicht von mindestens 6 000, mindestens einer aliphatischen Hydroxylgruppe und einem Gehalt von mindestens 90 Gewichtsprozent an Oxyäthylengruppen, die als Polyoxy- , äthylenketten mit einem Gehalt von mindestens βθ Oxyäthylengruppen vorliegen, bestehen.
    2. Carbaminsäureester nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Polyoxyäthylenäther (c) mindestens
    2 aliphatische Hydroxylgruppen enthält.
    3· Carbaminsäureester nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Polyoxyäthylenäther (c) ein PoIyoxyäthylenglykol mit einem Molekulargewicht von mindestens C 000 ist.
    k. Carbaminsäureester nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Polyoxyäthylenäther (c) aus den Reaktionsprodukt eines Diisocyanats mit einem molaren Überschuß eines Polyoxyäthylenglykols mit einem Molekulargewicht von n.indcstens
    3 000 besteht.
    109825/2102
    20601H
    5. Carbaminsäureester nach einem der Ansprüche 1 bis 3,dadurch gekennzeichnet j daß der Polyoxyäthylenäther (c) aus dem Reaktionsprodukt einer Dicarbonsäure oder eines Dicarbonsäurernhydrids mit einem molaren Überschuß eines Polyäthylenglykols mit einem flolekulargewicht von mindestens 3 000 besteht.
    6. Carbaminsäureester nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß der Polyoxyäthylenäther (c) aus dem iteaktionsprodukt einer organischen Diepoxyverbindung mit zwei O:;iran-Epoxygruppen, deren Oxiran-Sauerstoff an benachbarte Kohlenstoffatome gebunden ist, mit einem molaren Überschuß >ines Polyäthylenglykols mit einem Molekulargewicht von mindüdbons 3 000 besteht.
    7. Carbaminsäureester nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anteile an organischem Polyisocyrnat, Blockierungsmittül und aliphatischem Polyäther r,o eingestellt sind, daß das Verhältnis der Mole Blockierungsmittel zv. NCO-Gruppen weniger als 1 beträgt und die Anzahl der NCO-Iruppen nicht größer als die Summe der Hydroxylgruppen und "IoIe blockierungsmittel ist.
    Für: Atlas Chemical Industries, Inc.
    Rechtsanwalt
    109825/210 2
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