DE2059559C3 - Elektrode mit auswechselbarer Membran zur Messung von lonenaküvitäten - Google Patents
Elektrode mit auswechselbarer Membran zur Messung von lonenaküvitätenInfo
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Description
6. Elektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterteil
(S) wie der Schaft (3) mit einem Innenraum versehen ist.
l>ran einen Teil der äußeren Schaftwandung der
Elektrode bildet.
Ionenmembranen können in den unterschiedlichsten Formen vorliegen, z. B.:
1. als Preßlinge aus anorganischen Salzen,
2. als Einkristalle solcher Salze,
3. als feines Pulver solcher Salze, das in einen Kunststoff, z. B. Silikonkautschuk eingebettet
oder beispielsweise einpolymerisiert ist,
4. als poröser Körper, der mit einer meist organischen Lösung eines Ionenaustauschers getränkt
Luftblasen stören den Betrieb der Elektrode aber ganz empfindlich und verhindern sogar die einwandfreie
Potentialeinstellung. Auf diesen Nachteil ist auch in der GB-PS 11 98 589 auf S. 3, Z. 17 bis 20,
hingewiesen worden.
Der Versuch, Membranen der eingangs beschrie-
benen Art am Fuß des Elektrodeiischaftes zu befestigen,
so daß man eine betriebssichere Elektrode erhält, deren Membranen darüber hinaus auch noch
luswechselbar sind, hat mit keinem der bekannten Lösungsvorschläge zu einem zufriedenstellenden Ertebnis
geführt.
In der DT-PS 12 37 808 ist nun eine Elektrode beichrieben,
die durch abgedichtete öffnungen in einer Prüfanordnung senkrecht so verschoben werden
kann, daß ihre Membran nacheinander mit Flüssiokeiten in zwei verschiedenen Meßräumen in Kontakt
gebracht werden kann. Bedingt durch diese Anord-Bung ist die Membran als Teil des Elektrodenschaftes
in diesen eingebaut und bildet in stetigem Übergang einen Teil der Elektrodenschaftoberfläche. Die
in Zusammenhang mit der DT-OS 19 42 379 beschriebenen Schwierigkeiten mit Luftblasen entstehen
bei der Anordnung nach der DT-PS 12 37 808 Dicht, jedoch bildet die dort gezeigte Membran, die
offensichtlich aus Glas besteht, einen integralen Teil des Elektrodenschaftes, mit dem sie verschmolzen
ist. Diese Ausführungsart schränkt den Einsatz möglicher Membrantypen, wie sie eingangs aufgeführt
werden, weitgehend ein. Membranen aus Salzkristallen beispielsweise können auf keinen Fall mit dem
Schaftmaterial verschmolzen, aber, belegt durch langjährige Erfahrungen, auch nicht sicher mit ihm
verklebt werden. Darüber hinaus wären die Membranen bei einer solchen Ausführung nicht auswechselbar.
Ausgehend von der räumlichen Anordnung der Membran entsprechend der DT-PS 12 37 808 ist das
Ziel der vorliegenden Erfindung eine Elektrode, bei der die Membran leicht auswechselbar ist, alle eingangs
beschriebenen Membrantypen verwendet werden können und der Abdichtdruck auf die Membran
beim Einbau so abgestimmt werden kann, daß eine ausreichende Flüssigkeitsabdichtung vorhanden ist,
die verwendete Membran je nach ihrer Empfindlichkeit aber vor Beschädigung geschützt ist.
Diese Aufgabe wird bei einer Elektrode der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß diese ionensensitive Membran auswerhcelbar
ist und unter Zwischenfügung eines an sich bekannten, elastischen oder plastischen Dichtungsnvttels
zwischen die voneinander trennbaren Ober- und Unterteile des Elektrodenschaftes eingebaut ;st. und
dieses Oberteil, dieses Unterteil und diese Membran durch innerhalb des Elektrodenschaftes angeordnete
mechanische Mittel, vorzugsweise durch eine Verschraubung zusammengehalten sind.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung werden folgende Nachteile vermieden bzw. ergeben sich folgende
Vorteile gegenüber den bekannten Konstruktionen:
1. Die Membran ist nicht fest mit dem Schaft verbunden, sondern auswechselbar.
2. Die Schaft-, Membran- und Dichtungsmaterialien brauchen nicht denselben oder einen ähnlichen
Ausdehnungskoeffizienten aufzuweisen.
3. Durch die Verschraubung wird ein Druck von beliebiger Größe auf die Dichtungsringe oder
den elastischen Kitt ausgeübt; die Dichtung erfolgt also nicht allein durch eine nicht immer sichere
Haftung verschiedener Materialien aufeinander oder durch die elastischen Eigenschatten
der Kitt- oder Schaftmaterialien, die bei längerem Gebrauch Ermüdungserscheinungen aufweisen
können.
4. Jegliches Einfangen von mit der Membranoberfläche in Berührung stehenden und dadurch die
Potentialeinstellung störenden Luftblasen ist völlig ausgeschlossen, da zum Einbau der Membran
in den Schaft keine Überwurfmutter verwendet wird und damit keinerlei Raum vor
oder unterhalb der Membran vorhanden ist, in dem Luftblasen festgehalten werden können.
5. Die Elektrode ist trotz dieser Vorzüge als gerader Schaft ohne irgendwelche Vorsp-ünge
ausgebildet und kann in Geräte oder Apparaturen durch normale, dafür vorgesehene Öffnungen,
wie z.B. Schliffe oder Einbaustutzen, eingesetzt werden.
6. Eine Beschädigung der Membran beim Aufsetzen der Elektrode ist ausgeschlossen.
7. Das Verhältnis der Oberfläche zum Abstand zwischen der Innen- und der Außenoberfläche
ist in weilen Grenzen beliebig wählbar. Das kann von erheblicher Bedeutung sein, da das
Verhältnis der Oberfläche zu dem Abstand zwischen der Innen- und der Außenoberfläche der
Leitfähigkeit des verwendeten Membranmaterials angepaßt sein muß.
8. Die erfindungsgemäße Konstruktion ist sehr gut anwendbar in Einstabmessketten.
9. Es können Membranen mit Inncnkontaktierung durch Flüssigkeiten, z. B. Elektrolytlösungen,
wie auch durch Festkörper (solid state), ζ. Β. Metalle, hergestellt werden.
10. Es können Elektroden mit zwei oder mehreren verschiedenen Membranen zur gleichzeitigen
Messung von Aktivitäten verschiedener Ionen hergestellt werden, von denen eine, sofern die
Konstanz der ihr Potential bestimmenden Ionenaktivität in der Meßlösung sichergestellt ist, als
Bezugselektrodenmembran verwendet werden kann.
11. Es können Mehrfachschichtenmembranen Verwendung finden.
12. An Stelle von festen Membranen können ringförmige Körper aus porösem Material, wie 7. B.
Keramik, porösem Glas, porösem Kunststoff usw., in den Elektrodenschaft eingebaut werden,
die mit einer Lösung eines an sich bekannten, löslichen Ionenaustauscher in einem organischen
Lösungsmittel getränkt sind und so eine Elektrode mit einer Potentialeinstellung zwischen
organischen und wäßrigen flüssigen Phasen bilden.
Die weitere Ausgestaltung ist den Unteransprüchen zu entnehmen.
Die Erfindung soll an Hand der Figuren näher erläutert
werden. Alle Figuren zeigen verschiedene Ausführungsformen im Schnitt.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Elektrode mit einer ringförmigen Membran 1, deren Innenoberfläche
Ib mit der Innenlösung 4 der Elektrode und deren Außenoberfläche 1 α mit der Meßlösung in Berührung
steht.
Die Elektrode enthält folgende Teile: das Unterteil 5, die Membran 1, die Dichtungsringe oder den
elastischen Kitt 2, den Elektrodenschaft 3, die Elektrodenkopfdichtungen
la und 2b, den Elektrodendeckel 8 und eine oder mehrere Unterlegscheiben
Die auf dem als Schraube 6 a ausgebildeten Teil der oberfläche Ib der Membran 1 gewählt wurde als
Achse 6 sitzende Mutter 9 drückt unter einem Druck z. B. in F i g. 1. Die Membran ist damit zwar auch ein
beliebig wählbarer Größe diese Einzelteile der Elek- Zwischenring, hat aber eher die Form einer gelochtrode
zusammen. Damit wird durch den mit der ten, runden Platte. Die Fuhrung besorgt in diesem
Schraube 9 am Elektrodenkopf erzeugten Druck von 5 Beispiel eine Nut Ie am Außenrand der Mem-Unterteil
5 gegenüber Deckel 8, der durch eine Zug- bran I.
kraft an der Achse 6 übertragen wird, die Elektrode F i g. 6 stellt das Unterteil einer in F ι g. 1 darge-
zusammengehalten und gedichtet. Die Achse 6, die stellten Elektrode dar; nur ist die verwendete Memz
B aus Kunststoff bestehen kann, kann dabei Teil bran eine Zweischichtenmembran aus der bei Ib mit
des Unterteils 5 sein, kann aber auch bei 5 α in dieses io der Innenlösung in Kontakt stehenden Schicht 1 d
eingeschraubt sein. Die Konstruktion wird zentriert und der bei 1 α mit der Meßlosung in Berührung stedurch
Führungen Sb im Unterteils und Ib im henden Schicht 1 c. Die Vorteile bei der Verwendung
Schaft3 Außerdem enthält zweckmäßigerweise der einer aus zwei oder mehreren Schichten bestehenden
Deckel 8 Her Elektrode die Führung 8 a. Die elektri- Membran sind beschneben in der Patentanmeldung
sehe Verbindung 12 der in die Innenlösung 4 der 15 P 20 40 200.0. Bei dieser Figur ist keine Verschrau-Elektrode
ragenden Innenableitelektrode 11 kann bung dargestellt, diese kann z.B. nach dem Prinzip
entweder, we in Fig.l gezeigt, in den Deckel 8 von F i g. 1 oder F ig. 2 erfolgen,
dicht eingekittet sein oder, wie z.B. in den Fig.3 Die Fig.7 und8 zeigen zwei Ausfuhrungsformen
und 4 angegeben, durch die Bohrung in der Achse 6 einer Einstabmeßkette mit ringförmiger (F 1 g. 7)
aeiutmwLuen ao bzw· plattenförmiger (Fig.8) Membran. Eine Em-
Zweckmäßigerweise bildet eine Kappe 13, die mit stabmeßkette stellt eine Elektrodeneinheit dar, die
einem Gewinde 13 a auf den Schaft 3 oder, wenn die eine Meßmembran und zugleich eine Bezugselekelektrische
Verbindung 12 durch die Achse 6 geführt trode aufweist; d. h., daß sie eine Membran in Konwird
auf den schraubenförmigen Teil 6 a der takt mit Meßlösung und Innenableitung, sowie eine
Achse6 «schraubt ist, wie dies in den Fig.3 und4 »5 Bezugselektrode in einer Bezugselektrodenlösung beeezeiet
ist den oberen Abschluß der Elektrode. Na- sitzt. Der Doppelschaft 3 dieser Einstabmeßketten
türlich sind auch andere Formen des oberen Elektro- besteht aus einem Stück und kann z.B. sehr einfach
denabschlusses möglich. So ist in F i g. 3 dargestellt, aus Glasrohren gefertigt werden, kann aber auch aus
daß ζ B der Elektrodenschaft3 mit einem festen einem anderen Material, z.B. Kunststoff bestehen,
durchbohrten Abschluß 8b versehen sein kann, ge- 30 Die öffnung 16 (Fig.7) erlaubt, durch das Diagen
den von oben die bei 6 α mit einem Gewinde ver- phragma 17 (F i g. 7 und 8) ausgeflossene Anteile der
sehene Elektrodenkappe 13 geschraubt wird. Zur Elektrolytlösung 14 der Bezugselektrode 15 zu er-Dichtune
dient auch hier ein Dichtungsring 2 a, der ganzen. Die elektrische Verbindung 12 zur Innenabzusammen
mit einer Unterlegscheibe 10 zwischen leitelektrode 11 wird in Fig. 7 durch eine Bohrung
den Abschluß 8 b und Kappe 13 gepreßt wird. 35 in der Achse 6 geführt, die Verbindung 15 α zur Be-
Die innere Verschraubung der Elektrode, die die zugselektrode 15 ist in den Elektrodendeckel 8 dicht
Membran 1 mit elastischen Dichtungsringen oder eingekittet. Die Ausführungsform der Fig. 8 weist
Kitt 2 zwischen Unterteil 5 und Schaft 3 preßt, kann besonders lange Isolationsstrecken radial zu den
außer durch eine Achse und Schraube auch auf an- Dichtungsringen 2 auf.
dere Art bewerkstelligt werden. Fig.2 z.B. zeigt 4° Fig. 9 zeigt eine Doppelelektrode mit zwei ringeine
Ausführungsform, in der das Unterteil 5 mit förmigen Membranen 1 und 18, die auf verschiedene
einem Gewinde Sd direkt, d.h. ohne Verwendung Ionen in der Meßlösung ansprechen. Anstelle der
einer Achse, an ein Gewinde innerhalb des Elektro- ringförmigen, hohen Membranen können auch
denschaftes 3 geschraubt ist, wodurch Unterteil 5, flache, plattenförmige, durchbohrte Membranen verDichtungsringe
oder Kitt 2 Membran 1 und Schaft 3 45 wendet werden. Außerdem kann eine der Membraunter
beliebigem Druck gegeneinander gepreßt wer- nen als Bezugselektrode verwendet werden, was imden
und die Elektrode dichten. Der das Gewinde Sd mer dann möglich ist, wenn die Aktivität einer der
tragende Teil 5 e des Unterteils 5 muß natürlich ein- zur Messung gelangenden Ionenarten der Meßlösung
fach oder mehrfach durchbrochen sein, um einen konstant ist. Besonders einfach ist die Ausbildung
Kontakt von Innenlösung 4 und Oberfläche Ib der 50 des Innenschaftes 19, der am unteren Ende eine ErMembran
zu ermöglichen. Dies ist dargestellt durch Weiterung 19 α mit je einer Führung für die Membradie
schraffierte Fläche 5 / der F i g. 2. nen 1 und 18 trägt. Wie auch in F i g. 7 ist in F i g. 9
F i g. 4 zeigt eine ähnliche ,Ausführungsform wie die eine Zuleitung 12 zu den Ableitelektroden durch
Fig. 1. Die Membran ist höher angebracht als in die Achse6, die andere Zuleitung 21a durch den
F i g. 1 und sitzt zwischen dem Schaft 3 und dem zu 55 Deckel 8 der Elektrode geführt. Mit 20 ist die mit der
einem Teil des Schaftes 5 c ausgebildeten Unterteil 5. Membran 18 und der Ableitelektrode 21 in Beriih-Diese
Ausführung kann dann von Interesse sein, rung stehende Elektrolytlösung bezeichnet
wenn die Innenlösung 4 der Elektrode mit einem Bo- Die bisher gezeigten Beispiele waren Elektroden
denkörper, z.B. einem Salz, mit dem die Lösung4 mit flüssigem Innenelektrolyten. Auch für Elektrogesättigt
ist, in Berührung sein soll, ein Kontakt mit 60 den mit Innenkontaktierung durch einen Feststoff,
oder eine Kristallisation dieses Salzes auf der Mem- sogenannte »solid state«-Kontakt, ist die erfindungsbranl,
z.B. bei Temperaturänderung, jedoch ver- gemäße Ausbildung und Anwendung der Membramieden
werden soll. nen bestens geeignet. F i g. 10 zeigt ein Ausführungs-
Die F i g. 5 zeigt eine Elektrodenkonstruktion, bei beispiel einer solchen Elektrode, an deren Memder
ein anderes Verhältnis von Oberfläche la zu 65 branl die elektrische Verbindung 22 mittels eines
Abstand zwischen Innenoberfläche 1 α und Außen- Festkörpers 1 / angebracht ist.
Claims (5)
1. Elektrode mit ionensensitiver Membran zur
Messung von Ionenaktivitäten in Lösungen, Suspensionen, Pasten usw., bei der diese Membran
einen Teil der Seitenwandung des Elektrodenschaftes derart bildet, daß durch diese Membran
der Elektrodenschaft in ein Oberteil und ein Unterteil unterteilt ist, wobei die mit der Meßlösung io und Membran üo abdichten, daß die Meßflüssigkeit in Berührung stehende Oberfläche der Membran nicht in das Innere der Elektrode eindringen und sich einen Teil der äußeren Schaftwandung der Elek- so mit der Innenlösung der Elektrode vermischen trode bildet, dadurch gekennzeichnet, kann. Umgekehrt darf natürlich die Innenlösung daß diese ionensensitive Membran (1, 18) aus- nicht aus der Elektrode in die Meßlösung gelangen, wechselbar ist und unter Zwischenfügui'g eines 15 Die Anforderungen, die dabei an die Verklebung an sich bekannten, elastischen oder plastischen oder Verkittung gestellt werden, sind außerordentlich Dichtungsmittels (2) zwischen die voneinander hoch, da zur einwandfreien Funktion der Elektrode trennbaren Ober- und Unterteile des Elektroden- sogar das Kriechen von Spuren der Innen- oder schaftes (3) eingebaut ist, und dieses Oberteil, Meßlösung vorbei an der Membran und damit ein dieses Unterteil und diese Membran (1, 18) durch 20 elektrischer Nebenschluß schärfstens vermieden werinnerhalb des Elektrodenschaftes (3) angeordnete den muß. Diese einwandfreie, isolierende Trennung mechanische Mittel, vorzugsweise durch eine der beiden Lösungen ist ein großes Problem, da ne-Verschraubung, zusammengehalten sind. ben der hohen Undurchlässigkeit des Klebstoffes ge-
Messung von Ionenaktivitäten in Lösungen, Suspensionen, Pasten usw., bei der diese Membran
einen Teil der Seitenwandung des Elektrodenschaftes derart bildet, daß durch diese Membran
der Elektrodenschaft in ein Oberteil und ein Unterteil unterteilt ist, wobei die mit der Meßlösung io und Membran üo abdichten, daß die Meßflüssigkeit in Berührung stehende Oberfläche der Membran nicht in das Innere der Elektrode eindringen und sich einen Teil der äußeren Schaftwandung der Elek- so mit der Innenlösung der Elektrode vermischen trode bildet, dadurch gekennzeichnet, kann. Umgekehrt darf natürlich die Innenlösung daß diese ionensensitive Membran (1, 18) aus- nicht aus der Elektrode in die Meßlösung gelangen, wechselbar ist und unter Zwischenfügui'g eines 15 Die Anforderungen, die dabei an die Verklebung an sich bekannten, elastischen oder plastischen oder Verkittung gestellt werden, sind außerordentlich Dichtungsmittels (2) zwischen die voneinander hoch, da zur einwandfreien Funktion der Elektrode trennbaren Ober- und Unterteile des Elektroden- sogar das Kriechen von Spuren der Innen- oder schaftes (3) eingebaut ist, und dieses Oberteil, Meßlösung vorbei an der Membran und damit ein dieses Unterteil und diese Membran (1, 18) durch 20 elektrischer Nebenschluß schärfstens vermieden werinnerhalb des Elektrodenschaftes (3) angeordnete den muß. Diese einwandfreie, isolierende Trennung mechanische Mittel, vorzugsweise durch eine der beiden Lösungen ist ein großes Problem, da ne-Verschraubung, zusammengehalten sind. ben der hohen Undurchlässigkeit des Klebstoffes ge-
2. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch ge- genüber den Lösungen eine gleichzeitige Haftung des
kennzeichnet, daß zur gleichzeitigen Messung der 25 Klebstoffes auf der Membran (z. B. Ionenkristall)
Aktivitäten zweier oder mehrerer verschiedener wie auf dem Schaftmaterial (z.B. Glas, Kunststoff)
Ionen zwei oder mehrere Membranen (1, 18) vorhanden sein muß. Eine solche Haftung ist nur
vorhanden sind. sehr schwer, wenn überhaupt erzielbar. Wie aus der
3. Elektrode nach Anspruch 1 oder 2, dadurch britischen Patentschrift zu ersehen ist, müssen die für
gekennzeichnet, daß die Membran (1) aus zwei 30 den Schaft, den Kleber und die Membran venvende-
oder mehreren Schichten (1 c, 1 d) besteht. ten Materialien denselben oder zumindest einen sehr
ähnlichen Ausdehnungskoeffizienten besitzen (GB-PS 11 98 589, S. 2, Z. 20 bis 32), um auch bei
Temperaturschwankungen, z.B. bedingt durch Messungen bei hohen oder niedrigen Temperaturen, die
einwandfreie feste Haftung des Klebstoffes auf Schaft wie Membran nicht zu verlieren. Geeignete
Materialien mit ähnlichen Ausdehnungskoeffizienten sind aber nicht immer zu finden. Dazu erfordern
ionensensitiven Substanz oder ihrer Lösung ge- 40 viele Klebstoffe, wie z.B. der in der britischen Patränkt
ist. tentschrift genannte, zur Aushärtung sehr hohe Tem
peraturen, die den zu verklebenden Membranen unzuträglich sind. Außerdem ist bei der Halterung der
Membran durch Verkleben die Membran nicht auswechselbar. Ein weiterer Nachteil dieser Anordnung
liegt darin, daß die einen Teil des Schaftbodens bildende Membran beim Aufsetzen der Elektrode leicht
beschädigt werden kann.
Die Erfindung betrifft eine Elektrode mit ionen- In der DT-OS 19 42 379 ist ferner eine Elektrode
•ensitiver Membran zur Messung von Ionenaktivitä- 50 beschrieben, bei der die Membran durch eine Verlen
in Lösungen, Suspensionen, Pasten usw., bei der schraubung in Art einer Überwurfmutter unter Verlliese
Membran einen Teil der Seitenwandung des Wendung von Dichtungsringen am Schaftende befe-Elektrodenschaftes
derart bildet, daß durch diese stigt ist. Durch diese Anordnung und Befestigungsart
Membran der Elektrodenschaft in ein Oberteil und ist die Membran zwar austauschbar, es muß aber der
tin Unterteil unterteilt ist, wobei die mit der Meßlö- 55 gravierende Nachteil in Kauf genommen werden, daß
iung in Berührung stehende Oberfläche der Mem- beim Eintauchen der Elektrode in die Meßflüssigkeit
durch die gezwungenermaßen vorstehenden Ränder der Überwurfmutter in dem Raum unterhalb der
senkrecht zum Elektrodenschaft eingebauten Membran Luftblasen eingeschlossen bzw. festgehalten
werden, die selbst durch ruckartiges Bewegen der Elektrode kaum entfernt werden können. Solche
4. Elektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran
(1, 18) eine solche mit flüssiger oder mit fester Innenkontaktierung ist.
5. Elektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die ionensensitive
Membran (1) oder Membranen (1, 18) aus einem porösen Material besteht, das mit einer
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