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SIicrof ilmle S egerät für Datenvera rb e it ungsanla gen Anwendungsebiet:
Die Erfindung betrifft externes Lesen v°l Microfilmlochkarten während des Datenflusaes
(Eartenlochung) ohne Arbeitsunterbrechung.
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Kritik an der derzeitigen Technik: Derzeit ist es nur möglich den
Microfilm zu erstellen, von Hand die einzelnen Bilder auszuwerten, zu sortieren,
um sie anschließend in die dafür vorgesehene Lochkarte, welche schon bearbeitet
ist, einzukleben. Alle diese Arbeiten erfordern einen hohen Zeitaufwand und starke
Konzentration der Person, die diese Arbeiten ausfahrt.
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Da alle diese Arbeiten Einzelarbeitsabläufe sind und durchaus von
verschiedenen Personen ausgeführt werden können, ist die Fehlerquote sehr hoch (durchschnittlich
4 - 6 r:). Auch ist ein gesondertes Nachprüfen der gelochten Daten mit den Werten
des eingeklebt an Microbildes weiterhin erforderlich, Der gesamte Zeitaufwand beträgt
bei der herkömmlichen Arbeitsmethode durchschnittlich 100 - 120 sec. pro Einheit.
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Aufgabe: Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die Vielzahl der
bisher erforderlichen Arbeitsgänge bis auf einen zu reduzieren und dadurch die Arbeitszeit
pro Einheit um 50 - 60 ffi zu verkürzen. Sämtliche während der normalen Verarbeitung
auftretenden Behlerquellen, die zur Unterbrechung des normalen lnformationsflusses,
bis zur Unauffindbarkeit einzelner Daten führen kann, werden unterbunden.
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lösung: Die Aufgabe wird erfindungsm§ßig dadurch gelöst, daß man ein
Bindeglied zwischen verarbeitender Lochkartenmaschine und einem externen Microfilmlesegerät
schafft, Dieses besteht aus einer Bildaufnahmeoptik, welche mit einem bewglichen
Glasfaserbildleiter verbunden ist. Das Bild wird so von de-r Datenverarbeitungsmaschine
über den Bildleiter in das Microfilmlesegerät übertragen und dort in beliebiger
Vergrößerung sichtbar gemacht. Weiterhin bewegt sich die Aufnahmeoptik synchron
mit der im Kartenlocher zu verarbeitenden Lochkarte. Somit ist gewährleistet, daß
während des gesamten Arbeitsablaufs ein konstant stehendes Bild zum Ablesen der
erforderlichen Daten vorhanden ist.
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Erläuterung: Während der lochung einer Lochkarte bewegt sich diese
von S--)al-çe .u Spalte um ca 2 mm. Würde die Aufnahme optik bei diesem Vorgang
starr verharren, so wird das Bild im lesegerät bei s. B. 2o-facher Vergrößerung
um ca. 40 mm abwandern. Wird also eine 7-stellige Zeichnungsnummer von dem Bild
in die Karte gelocht, wandert das Bild um 28o mm aus dem Zentrum des Bildschirmes.
Da das lesegerät nur über einen Bildschirm Din-A 4 verfügt, ist ein Teil der Hummer
schon nach 3 - 4 abgelochten Ziffern nicht mehr lesbar.
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Durch den Synchronlauf der Aufnahmeoptik bleibt es aber bis zur Beendung
des Ablochens im Zentrum des Bildschirmes sichtbar.
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Einsatzmöglichkeiten: Verwendbar für alle Firmen, die ihre Archive
auf IIlcrofilm übernehmen und alle anfallenden Büroarbeiten sowie Octen und technische
Zeichnungen verfilzen. LJie z. B.
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Baufirmen, Architektur-, Ingenieur-, und Peehtsanwaltsbüros, sämtliche
Elektrizitäts-Werke, Gerichtshöífe und ähnliche Institutionen mit Aktenverfilmung.
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Patentanspruch: lfir beantrage-1 einen Patentanspruch für die Bildübertragungstechnik
mittels eines Glasfaserbildleiters in ein externes Microfilmlesegerät. Der Hauptanspruch
liegt hierbei auf der Übertragungsart in Verbindung mit einer Synchronlaufautomatik,
die die Aufnahmeoptik synchron mit der Kartenbewegung im Kartenlocher transportiert.
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Funktionsbeschreibung: In einem Kartenlocher wird das Kartenbett so
ausgefräst, daß ein rechteckige Durchbruch entsteht, der in der Breite mindestens
das Format des anzuleuchtenden Microfilmes liat und in der länge so lang gearbeitet
ist, wie es die Technik des jeweiligen Fabrikate eines Kartenlochers zuläßt.
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In diesem Durchbruch wird eine Freanellinse eingesetzt, die zur gleichmäßigen
Lichtverteilung der darunter angebrachten Lichtquelle I * dient. Nach der automatischen
Zufuhr einer Karte aus dem Kartenmagazin des Kochers, befindet sich diese in Grundstellung.
Das heißt, die Karte befindet sich mit der ersten zu lochenden Spalte unter der
Stanzatation des Lochers. Gleichzeltig begiebt sich die Synchronlaufautomatik IV
in Grundstellung. Der dazu nötige elektrische Impuls wird dem Kartenlocher entnommen
Es is der Gleiche, der die automatische Kartenzufuhr ermgli1it In diesem Stadium
der Bearbeitung befindet sich das zu zu sende Microbild zwischen Beleuchtungsquelle
I und Aufnalungoptik II. Es wird von dem Glasfaserbildleiter III übernommen und
tritt durch die iedergabeoptik IV aus. Die lVliedergabeoptik projeziert das Bild
über einen Spiegel VIII auf den Bildschirm IX. Gegen seitliche Tageslichtblendung
ist das Gehäuse X so konstruiert, daß die Bildqualität nur bei direkter Sonneneinwirkung
gemindert wird. ITachdem nun das Bild für die Locher, die die darin enthaltenen
Daten in die Lochkarte stanzen soll lesbar ist, wird sie anfangen zu lochen. Nach
dem ersten Stanzvorgang begibt sich die Lochkarte automatisch in Spaltenposition
2. Dies ist ein ieg von etwa 2 mm. Gleichzeitig bewegt die Synchronlaufautomatik,
gesteuert durch den gleichen Impuls, der die Kartenbewegung im Locher auslöst, die
Aufnahmeoptik um den selben Wert in die Richtung, in welche sich die Karte bewegt
hat. Das heißt, das Bild auf dem Bildschirm des Microfilmlesegerätes hat seine osition
behalten.