DE2058232A1 - Verfahren zum Bleichen von cellulosehaltigem Stoff - Google Patents
Verfahren zum Bleichen von cellulosehaltigem StoffInfo
- Publication number
- DE2058232A1 DE2058232A1 DE19702058232 DE2058232A DE2058232A1 DE 2058232 A1 DE2058232 A1 DE 2058232A1 DE 19702058232 DE19702058232 DE 19702058232 DE 2058232 A DE2058232 A DE 2058232A DE 2058232 A1 DE2058232 A1 DE 2058232A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- fabric
- whiteness
- ozone
- substance
- bleaching
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21C—PRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
- D21C9/00—After-treatment of cellulose pulp, e.g. of wood pulp, or cotton linters ; Treatment of dilute or dewatered pulp or process improvement taking place after obtaining the raw cellulosic material and not provided for elsewhere
- D21C9/10—Bleaching ; Apparatus therefor
- D21C9/1073—Bleaching ; Apparatus therefor with O3
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Paper (AREA)
- Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)
- Detergent Compositions (AREA)
Description
Verfahren zum Bleichen von cellulosehaltigen!
Priorität: Canada vom 27. November 1969, S.N. 068 520
Canada vom 13· März 1970,
Dj.e Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bleichen von trockenem
Holzschliff, Hackschnitzeln oder mechanisch aufbereitetem Sl;off, der eine Konsistenz von 15-60 Gew.% Feststoff aufweint
und in Form von Fasemoder Faserbündeln vorliegt, mit
einem gasförmigen Ozon-Sauerstoff- oder Qzon-Luft-Gremisch.
Das beim konventionellen Bleichen von mechanisch aufbereitetem G./off gestellte Problem liegt darin, den Stoff, ohne das
hierin enthaltene Lignin löslich zu machen, zu entfärben. Bislang wurde dies durchgeführt, indem reduzierende Mittel (z.B.
Hydrosulfide, wobei das Bleichen in der wässrigen Phase bei einer 3 bis 4- #igen Konsistenz bei einem pH-Wert von 4,5 bis
6,0 bei einer Temperatur von etwa 600O bei einer einstündigen
Aufenthaltszeit in Anwesenheit von ChBlierungsmitteln
10 9 8 2 4/1725
oder Trennmitteln durchgeführt wurde) und oxydierende Mittel (z.B. Peroxide, wobei diese Arbeitsweise einen alkalischen
pH-Wert, eine relativ hohe Stoffkonsistenz von I5 bis 25 %,
mäßige Temperaturen von etwa 600O, eine Aufenthaltszeit von
2 bis 3-hund die Anwesenheit von Stabilisatoren, wie Natriumsilikat
und Magnesiumsulfat zur Verhinderung der Zersetzung der Bleichflüssigkeit umfaßte) verwendet wurden. Der mechanisch
aufbereitete Stoff wird normalerweise bei niedriger Konsistenz mit organischenGhali erungsmitteln, z.B. Natriumdiäthylentriaminpentaacetat
(DPTA) zur Eatfernung von natür-
en
lieh vorkommenden Spu^Setallen in den mechanisch aufbereiteten
Stoffen vorbehandelt.
Andere Vorschläge umfaßten; die Zugabe von Ozon zu dem Gemisch von Cellulose und Hypochlorid und/oder unterchloriger Säure
und/oder Chlorlösung, welche freies Chlor enthält (siehe kanadische Patentschrift 769 631)» die Behandlung von zerschnitzeltem,
chemischem Stoff bzw. Schliff, welcher 45 bis 75 % Feuchtigkeit enthält, mit 0,5 % Ozon enthaltender Luft
bei einem pH-Wert von 5 his 6 bei Zimmertemperatur (US-Patentschrift
2 466 633)ί das Einleiten von Ozon in eine Lösung von
mechanisch aufbereitetem Stoff oder die Durchführung der Ozonisierung bei einem Trockensubstanzgehalt im Bereich von
30 bis 40 %, in welchem·Falle die Farbe des mechanisch aufbereitetenStoff
es jedoch gelb und schlechter wird als die des nicht behandelten Stoffes (siehe Scoteland und Kringstad
"Norsk Skogindustri", Vol. 2, (1968), S. 49 und 51).
Während Hypchlorite zum Bleichen von mechanisch aufbereiteten Stoffen vorgeschlagen wurden, wurde jedoch gefunden, daß eine
übermäßige Menge an Hypochlorit erforderlich ist und daß darüberhinaus das Hypochlorit das Lignin und die Kohlehydrate
in dem mechanisch aufbereiteten Stoff angreift, woraus ein wesentlicher Verlust bei der Ausbeute an gebleichtem Stoff
folgt. Um den Weißgradverlust bei der Ozonisierung zu redu-
_ 2 109824/1725
zieren, wurde vorgeschlagen, daß der mechanisch aufbereitete Stoff entweder durch eine Voracetylierung reduziert wird,
oder daß die Reaktion mit Ozon an einem Stoff in einem Aceton-Wassermedium
durchgeführt wird.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, ein
Verfahren zum Bleichen eines mechanisch aufbereiteten Stoffes mit Ozon aufzufinden, wodurch der Weißgrad und/oder die Festigkeitseigenschaften
des Stoffes verbessert werden.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß bei einem Verfahren, wie im vorangegangenen ausgeführt, das Bleichen gleichzeitig
in Anwesenheit einer Peroxoverbindung, welcher ein Peroxo-Iquivalent
von 0,025 -1,0 Gew.% enthält, bei einer Temperatur von z.B. 20 bis 800O während einer Zeitdauer von 1 bis 60 min
und bei einem pH-Wert von z.B. 3>5 "b-is 11,5 durchgeführt wird.
Andere Merkmale der Erfindung betreffen die Tatsache, daß die Fasern oder die Faserbündel durch die Stufe der Feinzerkleinerung
des Stoffes gebildet werden, z.B. um einen durchschnittlichen D rchmesser von 6,4- - 25 mm (1/4-n - 1tt) au besitzen, »
und daß die Peroxoverbindung entweder vor oder während der Feinzerkleinerungsstufe zugesetzt werden kann.
Die Peroxoverbindung kann ein gewöhnliches, anorganisches
Peroxid, einschließlich Wasserstoffperoxid, z.B. in Form einer wässrigen Lösung, welche vorzugsweise zusätzlich
Natriumsilikat, Natriumhydroxid und Magnesiumsulfat enthält, und Natriumperoxid oder ein organisches Peroxid einschließlich
Benzoylperoxid und Di-tert.butylperoxid, sein.
Das Ozon kann in Konzentrationen von etwa 4 % bezogen auf
Gew./Gew. Ο,/θ£ unter Verwendung eines handelsüblichen,
Laborozonisators hergestellt werden, oder es kann mit geeigneten Vorsichtsmaßnahmen aus Druckflaschen erhalten
109824/1728
und eingesetzt werden. Die Verbesserung der Festigkeitseigenschaften des mechanisch aufbereiteten Stoffes ist
eine Funktion der Kontaktzeit und des pH-Wertes, wenn eine konstante, feststehende Dosierung von Ozon ("bezogen
auf atro Stoff) su dem Stoff zugeführt wird.
Di.e Peroxyverbindung kann daher entweder während oder nach
der Stofffeinzerkleinerungsstufe zugesetzt werden, jedoch
ist es wesentlich, daß das Bleichen mit Or:on in Anwesenheit
der Peroxoverbindung stattfindet, während · der Stoff in
F^rm von Fasern und Faserbündeln (Faseraggregaten) vorliegt.
Bei einer Ausführungsfonri kann die Peroxoverbindung zu dem
ungebleichten, mechanisch aufbereitetem Stoff entweder vor der Feinzeikleinerung oder während der Feinzerkleinerung zugegeben
werden, z.B. durch Aufsprühen einer Lösung der Peroxoverbindung auf die Fasern und Faserbündel. Der zerkleinerte
Stoff in Form von Fasern und Faserbündeln wird dann in ein Reaktionsgefäß überführt, in welchem er mit einem O: on
enthaltenden Gas während einer Zeitspanne von 1-60 min und bei einem pH-Wert von 3>5 bis 11,5 behandelt wird.
Bei einer anderen Ausführungsform kann der mechanisch aufbereitete
Stoff mit einer Peroxidlösung von anorganischem oder organischem Ursprung behandelt, dann fein zerkleinert
oder wie in der kanadischen Patentanmeldung S.N. 068 411 beschrieben zerschnitzelt und schließlich mit einem Or,on
net gesteigerten Festigkeitseigenschaften erreicht.
In der vorangegangenen Beschreibung wurde der Ausdruck "Fasern und Faserbündel (Faseraggregate)" gebraucht. D'eser
Ausdruck umfaßt flockigen, mechanisch aufbereiteten, cellulosehaltigen Stoff (manchmal als zerschnitzelter, mechanischer,
cellulosehaltiger Stoff bezeichnet), der als Produkt bei der
10 9 8 2 4/ 1 725
Zerkleinerung eines mechanisch aufbereiteten, cellulosehaltigen Stoffes in Fasern und Faserbündel oder Flocken
erhalten wurde. Jedes einzelne Faserbündel oder Jede einzelne Flocke ist schwammartig, zusammendrückbar und leicht gasdurchlässig.
Jedes der Faseraggregate oder Jede der Flocken besitzt üblicherweise eine Durchschnittsgröße von etwa 6,4
bis 25 mm (1/4" - 1") Durchmesser und weist ein flaumiges
trockenes Aussehen selbst mit etwa 40 bis 85 Gew.% Feuchtigkeit
in dem cellulosehaltigen Stoff auf. Eine bevorzugte Arbeitsweise um den mechanisch aufbereiteten Stoff zu der
oben beschriebenen Form aufzuflocken und zu zerschnitzeln,
ist in der kanadischen Patentanmeldung S.N. 068 411 vom 26. Nvvember 1969 beschrieben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Beispielen beschrieben,
woraus sich der unerwartete Fortschritt gegenüber dem bekannten Stand der Technik, der mittels des erfindungsgemäßen
Verfahrens erzielbar ist, ergibt.
Ein handelsüblicher, mechanisch aufbereiteter Stoff aus Balsamtanne mit einem Helligkeitswert von 5713 wurde auf
eine Konsistenz von 35 % gepreßt. Der gepreßte Stoff wurde mit einer Lösung besprüht, welche Wasserstoffperoxid (0,2 %
H2C2 bezogen auf atro Stoff), Natriumsilikat(2,5 % Na2SiO3
bezogen auf atro Stoff), Natriumhydroxid (1 % NaOH bezogen auf atro Stoff), Magnesiumsulfat (0,05 % MgSO2, bezogen auf
atro Stoff) nd ausreichend Wasser enthielt, um die Stoffkonsistenz auf 30 °/o zu reduzieren. Der Stoff wurde dann zu
Fasern und Faseraggregaten zerkleinert.
(a) Ein Teil des mit Peroxid behandelten Stoffes wurde in
einen Behälter gebracht, der in ein Bad eingesetzt wurde, und die Temperatur wurde 2 h auf400O gehalten. Der Ead-pH-Wert
des Stoffes betrug 10,9. Ein Teil dee gebleichten
109824/1725
Stoffes wurde gewaschen und luftgetrocknet und der Weißgrad gemessen. Die Weißgradproben wurden in einem
Heißluftzirkulationsofen bei 1050G 1 h untergebracht,
dann in einer konstanten Atmosphäre mit einer relativen Feuchtigkeit von 50 % bei 210O (700I)
konditioniert. Der Weißgrad und der Weißgradverlust wurden nach dem Altern gemessen, und die Festigkeitseigenschaften des Stoffes, die an Standardhandblättern
untersucht wurden, sind in der folgenden Tabelle I aufgeführt.
(b) Ein Teil des mit Peroxid behandelten Stoffes wurde in
einem Drehbehälter untergebracht, der in ein Bad eingesetzt wurde, und die Temperatur wurde auf 40°C gehalten.
Es wurde ein gasförmiges Ozon-Sauerstoff-Gemisch in den Drehbehälter eingeleitet, so daß innerhalb
von 5 nun 1,0 % 0~on, bezogen auf atro Stoff, in
den Behälter eingeleitet waren. Der pH-Wert des feuchten, fein zerkleinerten Stoffes betrug 10,5· Ein Teil
des gebleicjiten Stoffes wurde gewaschen und an der Luft
getrocknet und der Weißgrad bestimmt. Die Weißgradproben wurden dann in einem Heißluftzirkulationsofen 1 h bei
1050C untergebracht, dann in einer konstanten Atmosphäre
mit einer relativen Feuchtigkeit von 50 % bei 210C (700F)
konditioniert. Der Weißgrad und der Weißgradverlust wurden nach dem Altern gemessen, und die Festigkeitseigenschaften
des Stoffes, die an Standardhandblättern untersucht wurden, sind in der folgenden Tabelle I aufgeführt.
(c) Ein Teil des mit Peroxid behandelten Stoffes wurde in einem Drehbehälter untergebracht, der in ein Bad eingesetzt
wurde, und die Temperatur wurde auf 400C gehalten.
Ein gasförmiges Ozon-Sauerstoff-Gemisch wurde
109824/1725
in den Drehbehälter eingeleitet, so daß innerhalb einer Zeitspanne von 30 min 1 % Ozon, "bezogen auf
atro. Stoff, in den Behälter eingeleitet waren. Der pH-Wert des feuchten, fein zerkleinerten Stoffes "betrug
10,3· Em Teil des gelbleichten Stoffes wurde gewaschen, an der Luft getrocknet und der Vfeißgrad
"bestimmt. Die Weißgradproben wurden dann in einem Heißluftzirkulationsofen 1 h bei 1050O untergebracht,
dann in einer konstanten Atmosphäre mit einer relativen Feuchtigkeit von 50 % bei 21°C (700F) konditioniert.
Der ¥eißgrad und der Weißgradverlust wurden nach dem Altern gemessen, und die Festigkeitseigenschaften des f
Stoffes, die an Standardhandblättern untersucht wurden, sind in der folgenden Tabelle I aufgeführt.
(d) Ein handelsüblicher, mechanisch aufbereiteter Stoff von Balsamtannen mit einem Veißgrad von 57 »3 wurde
auf eine Konsistenz von 35 % gepreßt. Der gepreßte Stoff wurde mit einer Lösung besprüht, welche Natriumhydroxid
(1,5 % NaOH bezogen auf atro. Stoff) und ausreichend Wasser, um die Stoffkonsistenz auf 30 % zu
reduzieren,enthielt· Der Stoff wurde dann zu Fasern und Faseraggregaten fein zerkleinert.
Der zerschnitzelte Stoff wurde dann in einen Drehbehälter eingesetzt, der in einem Bad eingesetzt wurde
und die Temperatur wurde auf 400O gehalten. Ein gasförmiges
Ozon-Sauerstoff -Gemisch wurde in den Behälter eingeleitet, so daß innerhalb von 30 min 1 % Ozon,
bezogen auf atro. Stoff, in den Behälter eingeleitet waren. Der pH-Wert des feuchten, fein zerkleinerten
Stoffes betrug 10,0. Der Stoff wurde dann gewaschen, luftgetrocknet und der Weißgrad bestimmt. Der Weißgrad
ist in der Tabelle I aufgeführt.
109824/1725
Ein handelsüblicher, mechanisch aufbereiteter Stoff aus Balsamtannen
mit einem Weißgrad von 57»3 wurde auf 35 °/° Konsistenz
gepreßt. Der gepreßte Stoff wurde mit einer Lösung besprüht, welche Wasserstoffperoxid (0,2 % KUjC^ bezogen auf atro. Stoff),
Natriumsilikat (0,5 % Na^SiO, bezogen auf atro. Stoff), Natriumhydroxid
(0,25 % NaOH bezogen auf atro. Stoff) und Magnesiumsulfat (0,05 % MgSO^ bezogen auf atro. Stoff) und ausreichend
Wasser, um die Stoffkonsistenz auf 30 % zu reduzieren, enthielt.
Der Stoff wuröe dann zu Fasern und Faseraggregaten fein zerkleinert. ·
(a) Ein Teil des mit Peroxid behandelten Stoffes wurde in einen Behälter eingebracht, der in ein Bad eingesetzt wurde, und
die Temperatur wurde 2 h auf 400C gehalten. Der End-pH-Wert
des Stoffes betrug 3,8. Ein Teil des gebleichten Stoffes wurde gewaschen luftgetrocknet und der Weißgrad bestimmt.
Die Weißgradproben wurden dann in einen Heißluftzirkulationsofen 1 h bei 1050C eingesetzt, dann in einer konstanten
Atmosphäre mit einer relativen Feuchtigkeit von 50 % bei 21°C (700F) konditioniert. Der Veißgrad und der
Weißgradverlust wurden nach der Alterung gemessen, und die Festigkeitseigenschaften des Stoffes, die an Standardhandblättern
untersucht wurden, sind in der folgenden Tabelle I aufgeführt.
(b) Ein Teil des mit Peroxid behandelten Stoffes wurde in einem Drehkessel untergebracht, der in ein Bad eingesetzt wurde,
und die Temperatur wurde auf 4-00C gehalten. Ein gasförmiges
Ozon-Sauerstoff-Gemisch wurde in das Drehgefäß eingeleitet,
so daß innerhalb einer Zeitspanne von 5 min 1»0 % Ozon, bezogen
auf atro. Stoff, in den Behälter eingeleitet waren. Der pH-Wert des feuchten, fein zerkleinerten Stoffes betrug
3,6. Ein Teil des gebleichten Stoffes wurde gewaschen, luft-
- 8 109824/ 1725
getrocknet und der Weißgrad bestimmt. Die Weißgradproben
wurden dann in einem Heißluftzirkulationsofen 1 h bei 1050C
eingesetzt, dann in einer konstanten Atmosphäre mit einer relativen Feuchtigkeit von 50 % bei 210C (700F) konditioniert.
Der Weißgrad und der Weißgradverlust wurden nach der Alterung gemessen, und die Festigkeitseigenschaften des Stoffes, die
an Standardhandblättern untersucht wurden, sind in der folgenden Tabelle I aufgeführt.
(c) Ein Teil des mit Peroxid behandelten Stoffes wurde in einen Drehbehälter eingebracht, der in ein Bad eingesetzt wurde,
und die Temperatur wurde auf 400C gehalten. Ein gasförmiges
Ozon-Sauerstoff-Gemisch wurde in den Drehbehälter eingeleitet, so daß innerhalb einer Zeitspanne von 30 min 1 % Ozon,
bezogen auf atro. Stoff, in den Behälter eingeleitet waren. Der pH-Wert des feuchten, fein zerkleinerten Stoffes betrug
3>5· Ein Teil des gebleichten Stoffes wurde gewaschen, luftgetrocknet
und der Weißgrad bestimmt. Die Weißgradproben wurden dann/einen Heißluftzirkulationsofen 1 h bei 1050C eingesetzt,
dann in einer konstanten Atmosphäre mit einer relativen Feuchtigkeit von 50 % bei 210C (7O0F) konditioniert.
Der Weißgrad und der Weißgradverlust wurden nach der Alterung gemessen, und die Festigkeitseigenschaften des Stoffes,
die an Standardhandblättern untersucht wurden, sind g in der folgenden Tabelle I aufgeführt.
(d) Ein handelsüblicher, mechanisch aufbereiteter Stoff aus Balsamtannen mit einem Weißgrad von 57 >
3 wurde auf 30 % Konsistenz gepreßt und dann zu Fasernund Faseraggregaten
fein zerkleinert.
Der ζerschnitzelte Stoff wurde dann in einen Drehbehälter
eingebracht, der in ein Bad eingesetzt wurde, und die lemperatur wurde auf 400C gehalten. Ein gaeförmiges Ozon-Saueretoff-
_ 9 10982A/1726
Gemisch wurde in den Behälter eingeleitet, so daß innerhalb von 30 min 1 % Ozon, bezogen auf atro.
Stoff, in den Behälter eingeleitet waren. Der pH-Wert des feuchten, fein zerkleinerten Stoffes betrug
4,1. Der Stoff wurde dann gewaahen, luftgetrocknet und der Veißgrad bestimmt. Der Veißgrad
ist in Tabelle I aufgeführt.
- 10 -
109824/1726
EIGENSCHAFTEN VON MECHANISCH AUFBEREITETEN STOFFEN 1 % Ozon, "bezogen auf atro. Stoff, zugeführt
Stoff Behänd- End-pH-lungsdauer
Wert (min)
1 Ausgangs-' Reißlänge1 Berstgew.
(g/m2)
(g/m2)
(km)
faktor
Reiß- ' Elrepho- 'Weißgrad
faktor Weißgrad nach Alte-(%) rung (%)
faktor Weißgrad nach Alte-(%) rung (%)
| Ka) | unbehandelt | 120 | _ | 59,6 | 3,3 | 14,6 | 37 " | 57,3 | 56,1 | |
| nur H0O0 | 10,9 | 60,2 | 3,3 | 13,8 | 37 | 59,5 | 58,2 | |||
| O | Kb) | 5 | ||||||||
| CD | H0O_ + Ozon | 10,5 | 61,2 | 3,8 | 16,3 | 35 | 63,8 | 62,8 | ||
| OO | Kc) | 2 2 | 30 | |||||||
|
NJ
-P- |
Kd) | HO + Ozon | 30 | 10,3 | 63,0 | 6,4 | 26,4 | 39 | 65,2 | 64,1 Ä »Si |
| k | nur Ozon | 10,0 | - | - | - | - | 58,2 | |||
| -J | ||||||||||
| K> | 2(a) | 120 | ||||||||
| (71 | 2Cb) | HO nur | 5 | 3,8 | 59,8 | 3,4 | 14,6 | 36 | 59,2 | 58,1 |
| 2Cc) | HpOp + Ozon | 30 | 3,6 | 61,3 | 3,6 | 15,5 | 37 | 63,3 | 62,3 | |
| 2Cd) | H2O2 + Ozon | 30 | 3,5 | 61,7 | 4,6 | 21,2 | 36 | 64,8 | 63,5 | |
| nur Ozon | 4,0 | 59,9 | 4,8 | 20,0 | 37 | 59,5 | 58,1 | |||
- 11 -
Der unerwartete synergistische Effekt auf den Weißgrad
ergibt sich ganz klar beim Vergleich des Weißgrades des Stoffes, welcher nur mit Wasserstoffperoxid, nur mit Ozon
und mit der Kombination von Peroxoverbindung und Οζ,οη gebleicht
wurde.
Die zuvor beschriebenen Beispiele können mit gleichartigem Erfolg wiederholt werden, indem die allgemein und spezifisch
beschriebenen Reaktionsteilnehmer und Verfahrensbedingungen
m
der Erfindung anstelle der/den vorangegangenen Beispielen
der Erfindung anstelle der/den vorangegangenen Beispielen
benutzten, angewandt werden.
- Patentansprüche -
- 12 -
109824/1725
Claims (1)
1.) Verfahren zum Bleichen von trockenem Faserstoff mit einer Konsistenz von 15 "bis 60 Gew.% Feststoff in Form von Fasern
und Faseraggregaten, welche vorzugsweise durch eine Feinzerkleinerungsstufe des Stoffes insbesondere zur Erlangung
eines D "rchschnittsdurchmessers von 6,4- "bis 25 mm, hergestellt
wird, mit einem gasförmigen Ozon-Sauerstoff- oder Ozon-L ft-Gemisch, dadurch gekennzeichnet,
daß das Bleichen gleichzeitig in Anwesenheit einer Peroxoverbindung,
die ein Peroxo-Äqiiivalent von 0,025 bis 1,0 Gew.%
enthält, wobei die Peroxoverbindung vorzugsweise entweder
vor oder während der Feinzerkleinerungsstufe zugesetzt wird, bei einer Temperatur von 20 bis CO0G während einer Zeitspanne
von 1 bis 60 min und einem pH-Wert von 3»5 bis 11,5 durchgeführt wird.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Peroxoverbindung Wasserstoffperoxid, ins-.besondere in Form einer wässrigen Lösung, welche vorzugsweise
zusätzlich Natriumsilikat, Hatriumhydroxid und Magnesiumsulfat
enthält, verwendet wird.
_ /17 _
109824/ 1 725
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CA68520 | 1969-11-27 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2058232A1 true DE2058232A1 (de) | 1971-06-09 |
| DE2058232B2 DE2058232B2 (de) | 1974-03-14 |
| DE2058232C3 DE2058232C3 (de) | 1974-10-24 |
Family
ID=4085994
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2058232A Expired DE2058232C3 (de) | 1969-11-27 | 1970-11-26 | Verfahren zum Bleichen von Holzstoff mit Ozon/Sauerstoff-Gemischen |
Country Status (9)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3663357A (de) |
| AT (1) | AT302012B (de) |
| CA (1) | CA902861A (de) |
| DE (1) | DE2058232C3 (de) |
| FI (1) | FI50552C (de) |
| FR (1) | FR2056606A5 (de) |
| GB (1) | GB1274615A (de) |
| NO (1) | NO127410B (de) |
| SE (1) | SE354492B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102009046797A1 (de) * | 2009-11-18 | 2011-05-19 | Voith Patent Gmbh | Bleiche |
Families Citing this family (28)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL7208092A (de) * | 1972-06-14 | 1973-12-18 | ||
| FR2255418B1 (de) * | 1973-12-21 | 1976-05-07 | Europeen Cellulose | |
| US4080249A (en) | 1976-06-02 | 1978-03-21 | International Paper Company | Delignification and bleaching of a lignocellulosic pulp slurry with ozone |
| US4216054A (en) | 1977-09-26 | 1980-08-05 | Weyerhaeuser Company | Low-consistency ozone delignification |
| US4410397A (en) * | 1978-04-07 | 1983-10-18 | International Paper Company | Delignification and bleaching process and solution for lignocellulosic pulp with peroxide in the presence of metal additives |
| US4372812A (en) * | 1978-04-07 | 1983-02-08 | International Paper Company | Chlorine free process for bleaching lignocellulosic pulp |
| TR22594A (tr) * | 1987-04-07 | 1987-12-15 | Nur Emaye San Ve Tic Tic A S | Soba borusu uzatma aparati |
| US5409570A (en) * | 1989-02-15 | 1995-04-25 | Union Camp Patent Holding, Inc. | Process for ozone bleaching of oxygen delignified pulp while conveying the pulp through a reaction zone |
| US5181989A (en) * | 1990-10-26 | 1993-01-26 | Union Camp Patent Holdings, Inc. | Reactor for bleaching high consistency pulp with ozone |
| US5211811A (en) * | 1989-02-15 | 1993-05-18 | Union Camp Patent Holding, Inc. | Process for high consistency oxygen delignification of alkaline treated pulp followed by ozone delignification |
| US5188708A (en) * | 1989-02-15 | 1993-02-23 | Union Camp Patent Holding, Inc. | Process for high consistency oxygen delignification followed by ozone relignification |
| US5472572A (en) * | 1990-10-26 | 1995-12-05 | Union Camp Patent Holding, Inc. | Reactor for bleaching high consistency pulp with ozone |
| AT393701B (de) * | 1989-12-22 | 1991-12-10 | Schmidding Wilh Gmbh & Co | Verfahren zum bleichen von cellulosehaeltigen materialien sowie anlage zur durchfuehrung des verfahrens |
| US5441603A (en) * | 1990-05-17 | 1995-08-15 | Union Camp Patent Holding, Inc. | Method for chelation of pulp prior to ozone delignification |
| US5164044A (en) * | 1990-05-17 | 1992-11-17 | Union Camp Patent Holding, Inc. | Environmentally improved process for bleaching lignocellulosic materials with ozone |
| US5164043A (en) * | 1990-05-17 | 1992-11-17 | Union Camp Patent Holding, Inc. | Environmentally improved process for bleaching lignocellulosic materials with ozone |
| US5520783A (en) * | 1990-10-26 | 1996-05-28 | Union Camp Patent Holding, Inc. | Apparatus for bleaching high consistency pulp with ozone |
| US5174861A (en) * | 1990-10-26 | 1992-12-29 | Union Camp Patent Holdings, Inc. | Method of bleaching high consistency pulp with ozone |
| SE468355B (sv) * | 1991-04-30 | 1992-12-21 | Eka Nobel Ab | Blekning av kemisk massa genom behandling med komplexbildare och ozon |
| NZ242792A (en) * | 1991-05-24 | 1993-12-23 | Union Camp Patent Holding | Two-stage pulp bleaching reactor: pulp mixed with ozone in first stage. |
| US6231718B1 (en) | 1992-02-28 | 2001-05-15 | International Paper Company | Two phase ozone and oxygen pulp treatment |
| GB9206415D0 (en) * | 1992-03-24 | 1992-05-06 | Albright & Wilson | Stabilisation of bleach liquors |
| US5411635A (en) * | 1993-03-22 | 1995-05-02 | The Research Foundation Of State University Of New York | Ozone/peroxymonosulfate process for delignifying a lignocellulosic material |
| CA2137450C (en) * | 1993-04-06 | 2001-07-24 | Jack Kogan | Bleaching recycled pulp with ozone and hydrogen peroxide |
| US5464501A (en) * | 1993-04-06 | 1995-11-07 | Societe Anonyme Pour L'etude Et L'exploitation L'air Liquide, Des Procedes Georges Claude | Bleaching recycled pulp with a reductive-oxidative sequence |
| US5554259A (en) * | 1993-10-01 | 1996-09-10 | Union Camp Patent Holdings, Inc. | Reduction of salt scale precipitation by control of process stream Ph and salt concentration |
| JPH108092A (ja) * | 1996-06-21 | 1998-01-13 | Mitsubishi Paper Mills Ltd | 過酸化物漂白用安定化剤及びそれを用いた繊維系物質の漂白方法 |
| FR2801327B1 (fr) * | 1999-11-18 | 2002-07-12 | Papeteries Matussiere Forest | Procede de desencrage, de decoloration, de desinfection et de blanchiment de papiers de recuperation |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2838459A (en) * | 1955-02-01 | 1958-06-10 | Pennsalt Chemicals Corp | Stabilization of solutions containing peroxygen compounds |
| US2859087A (en) * | 1955-03-28 | 1958-11-04 | Du Pont | Process for bleaching webs of fibrous cellulose material with hydrogen peroxide vapor containing water vapor |
| FR1441787A (fr) * | 1965-04-30 | 1966-06-10 | Progil | Procédé de blanchiment des pâtes à papier |
| US3492199A (en) * | 1966-10-04 | 1970-01-27 | Fmc Corp | Bleaching fluffed mechanical wood pulp with hydrogen peroxide |
-
1969
- 1969-11-27 CA CA902861A patent/CA902861A/en not_active Expired
-
1970
- 1970-03-18 US US20824A patent/US3663357A/en not_active Expired - Lifetime
- 1970-06-16 NO NO02322/70A patent/NO127410B/no unknown
- 1970-06-17 GB GB29401/70A patent/GB1274615A/en not_active Expired
- 1970-06-26 FI FI701810A patent/FI50552C/fi active
- 1970-07-03 SE SE09278/70A patent/SE354492B/xx unknown
- 1970-08-05 FR FR7028861A patent/FR2056606A5/fr not_active Expired
- 1970-11-26 DE DE2058232A patent/DE2058232C3/de not_active Expired
- 1970-11-26 AT AT1065470A patent/AT302012B/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102009046797A1 (de) * | 2009-11-18 | 2011-05-19 | Voith Patent Gmbh | Bleiche |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CA902861A (en) | 1972-06-20 |
| DE2058232B2 (de) | 1974-03-14 |
| GB1274615A (en) | 1972-05-17 |
| NO127410B (de) | 1973-06-18 |
| FR2056606A5 (de) | 1971-05-14 |
| FI50552C (fi) | 1976-04-12 |
| FI50552B (de) | 1975-12-31 |
| SE354492B (de) | 1973-03-12 |
| AT302012B (de) | 1972-09-25 |
| US3663357A (en) | 1972-05-16 |
| DE2058232C3 (de) | 1974-10-24 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2058232A1 (de) | Verfahren zum Bleichen von cellulosehaltigem Stoff | |
| EP0325890B1 (de) | Verfahren zur Behandlung von Lignin enthaltender Cellulosemasse mit Ozon | |
| DE2327407C3 (de) | Verfahren zur LJgninzerstörung oder zum Bleichen von chemisch aufbereitetem Stoff bzw. Zellstoff | |
| DE2815922C3 (de) | Verfahren zur Peroxidbleichung von Hochausbeutezellstoff in einem Turm | |
| DE2640027A1 (de) | Verfahren zum entholzen von lignocellulosematerial | |
| DE1546276A1 (de) | Verfahren zum Bleichen von zellulosehaltigem Material | |
| CH643902A5 (de) | Verfahren zur reinigung von cellulosebreien. | |
| EP0226114B1 (de) | Verfahren zur Bleiche und Delignifizierung von zellstoffhaltigen Produkten | |
| DE1594861C3 (de) | ||
| DE69212051T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von gebleichtem Hochausbeutepapierzellstoff | |
| DE2355741B2 (de) | Verfahren zum Stabilisieren von kohlehydrathaltigem Faserstoff, insbesondere Holzfaserstoff im Zusammenhang mit einer alkalischen Sauerstoffbehandlung | |
| DE1546253A1 (de) | Bleichverfahren | |
| DE1546252A1 (de) | Verfahren zum Bleichen von Holzpulpen mit niedrigem Zellulosegehalt | |
| DE973632C (de) | Verfahren zum Bleichen von Holzzellstoff | |
| DE1300432B (de) | Verfahren zum Bleichen von Holzspulen | |
| DE60002613T2 (de) | Verfahren zur verbesserung der opazität von mechanischer pulpe durch die anwendung von aliphatischen peroxysäuren und verwendung von peroxysäuren zur verbesserung der opazität | |
| DE69204457T2 (de) | Verfahren zum bleichen und zur delignifizierung von chemischen papierzellstoffen. | |
| DE69917692T2 (de) | Verfahren zum Bleichen von Pigmenten | |
| DE834808C (de) | Verfahren zum Bleichen von mechanisch erzeugten, schwer bleichbaren Faserstoffen, insbesondere Holzschliff | |
| DE69312127T2 (de) | Verfahren zum Entfärben und Bleichen von Altpapier | |
| DE1299849B (de) | Verfahren zum Flammsichermachen von Lignocellulose-Massen oder -Gegenstaenden | |
| DE533647C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Zellstoff aus Pflanzenfaserstoffen mittels Chlors | |
| DE3110882C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Bleichen von chemisch hergestelltem Zellstoff mit Ozon | |
| DE1546252C (de) | Verfahren zum Bleichen von Holzpulpen mit niedrigem Zellulosegehalt | |
| DE1942148A1 (de) | Verfahren zum Bleichen von holzigen,zellulosischen Materialien |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |