DE2058035A1 - Regelschaltung fuer buerstenlose Gleichstrommotoren - Google Patents
Regelschaltung fuer buerstenlose GleichstrommotorenInfo
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Description
Dr. F. Zumstein sen. - Dr. E. Assmann Dr. R. Koenlgsberger - Dlpl.-Phys. R. Holzbauer - Dr. F. Zumstein Jun.
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Regelschaltung für bürstenlose Gleichstrommotoren"
Die Erfindung betrifft eine Regelschaltung für einen bürsitenlosen Gleichstrommotor, bei dem ein mehrphasiger Thyristor-Brücken-Wechselrichter
zur Erregung der Ankerwicklung des MoAors bei natürlicher Kommutierung arbeitet.
Im allgemeinen wird bei bürstenlosen Gleichstrommotoren mit einem mehrphasigen Thyristorbrücken-Wechselrichter, der als
statischer Kommutator arbeitet, die in der Ankerwicklung des Motors erzeugte Gegen-EMK verwendet, um die Kommutierung zwischen
den Thyristoren in der Brücke zu bewirken, die entsprechend einer vorherbestimmten Ordnung leitend werden# Es ist jedoch bei
natürlicher Kommutierung schwierig, den bürstenlosen. Gleichstrommotor
zu starten, da die zur Kommutierung notwendige Gegen-
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EMK noch nicht aufgebaut ist, wenn der Motor startet.
Daher wird bekanntermaßen beim Starten des bürstenlosen
Gleichstrommotors dem Thyristorbrücken-Wechselrichter in geeigneten Intervallen intermittierend Gleichspannung zugeführt. Hat
sich die Motordrehzahl auf einen vorherbestimmten höheren Wert erhöht, so wird auf dauernde Gleichspannungszufuhr umgeschaltet,
d. h., wenn mit Sicherheit die Gegen-EMK der Ankerwicklung aufgebaut
ist.
Da beim Anlauf des Motors die Gegen-EMK gering ist, arbeitet der Thyristorbrücken-Wechselrichter unter Umständen mit
einem schweren Kommutierungsfehler, wenn nämlich in einem Brükkenzweig hintereinander geschaltete Thyristoren gleichzeitig
leiten. Hierdurch wird die zugeführte Gleichspannung über den ThyrlstorbrUcken-Wechselrichter kurzgeschlossen. De&wegen war es
bei der bekannten Startvorrichtung für bürstenlose Gleichstrommotoren notwendig, die Strombelastbarkeit der Bestandteile der
Schaltung zu erhöhen, so daß sie den hohen Kurzschlußstrom aushielten.
Ist die Unterbrechungsperiode der zugeführten Gleichspannung
so bemessen, daß sich die in der Ankerwicklung gespeicherte elektromagnetische Energie entlädt, und ferner zwischen die Spannungsquelle
und den Thyristorbrücken-Wechselrichter eine Glättungsdrossel geschaltet, so müssen die Schaltungskonstanten entsprechend
der Unterbrechungsperiode gewählt werden. Die Schaltungskonstanten sind daher nicht frei wählbar.
Da ferner der Thyristorbrücken-Wechselrichter während des Starts des Motors mit dem gleichen Leitungs-Kommutierungswinkel
arbeitet wie im normalen Betrieb, erzeugt der Motor nicht sein maximales Ausgangsdrehmoment.
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Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Regelvorrichtung für bürstenlose Gleichstrommotoren zu
schaffen, mit der der Motor gestartet werden kann, ohne daß Kommutierungsfehler des Thyristorbrücken-Wechselrichters auftreten,
der als statischer Kommutator des Motors verwendet werden soll. Die Strombelastbarkeit der in der Schaltung verwendeten
Teile soll vermindert werden, um die Regelvorrichtung möglichst klein und billig zu machen, und um die Unterhaltungskosten
herabzusetzen. Die Regelvorrichtung für bürstenlose Gleichstrommotoren soll so ausgelegt werden, daß die Schaltungskonstan-'
ten derselben frei gewählt werden können. Ferner soll der bürstenlose Gleichstrommotor mit maximalem Drehmoment gestartet werden
können.
•Erfindungsgemäß wird ein bürstenloser Gleichstrommotor
mit einer Wechselspannung aus einem mehrphasigen Thyristorbrücken-Wechselrichter
gespeist, der als statischer Kommutator desselben · arbeitet. Zur Speisung des Wechslerichters mit einer Gleichspannung
ist ein steuerbarer Gleichrichter vorgesehen. Ferner ist eine Start-Regelschaltung vorgesehen, die auf die Winkelstellungen
des Rotors des Motors und die Drehzahl desselben anspricht und den Gleichrichter in Wechselrichterbetrieb umschaltet, wenn
die Kommutierung des Thyristorbrücken-Wechselrichters durchgeführt
ist. Ferner wird durch die Start-Regelschaltung der Leitungs-Kommutierungswinkel
des Thyristorbrücken-Wechselrichters | im wesentlichen auf Hull gebracht, wenn die Drehzahl des Motors ,
unter einem vorherbestimmten Wert liegt.
Anhand des in der beigefügten Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung im folgenden
näher erläutert. Es zeigen;
Fig. 1 ein Blockdiagramm einer erfindungsgemäßen Regelschaltung
Fig. 1 ein Blockdiagramm einer erfindungsgemäßen Regelschaltung
für bürstenlose Gleichstrommotoren; und Fig. 2 in einem Diagramm typische Wellenformen zur Erläuterung
der Arbeitsweise eines erfindungs gemäßen Gleidirichtere.
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In Pig. 1 ist ein bUrstenloser Gleichstrommotor 10 mit
einer mehrphasigen Statorwicklung und einem Gleichstrom-erregten Rotor gezeigt. Die Statorwicklung und der Rotor des Motors sind
nicht gezeigt, da sie herkömmlicher Art sind.
Zur Speisung der Statorwicklung des Motors 10 mit einer
Wechselspannung ist ein mehrphasiger Thyristorbrücken-Wechselrichter 11 vorgesehen, der als statischer Kommutator des Motors
10 wirkt.
Ein steuerbarer Gleichrichter 12, der im wesentlichen
den gleichen Aufbau besitzt wie der Wechselrichter 11, speist
den Wechselrichter 11 über eine Glättungsdrossel 13 mit Gleichspannung.
Der steuerbare Gleichrichter 12 wird über eine Leitung 14 aus einer nicht gezeigten Wechselspannungsquelle gespeist.
Zur Steuerung der Motordrehzahl wird eine Bezugsspannung über einen Leiter 15 zu einem Regelverstärker 16 geführt und mit
einer Spannung verglichen, die von einem mit dem Motor 10 mechanisch gekuppelten Tachogenerator 17 erzeugt wird. Das vom Regelverstärker
16 erzeugte Fehlersignal wird über einen Operationsverstärker
19, Regelverstärker 20 und 21 und Operationsverstärker 22 und 23 zu einer Steuerschaltung 18 für den Steueranschluß
des Gleichrichters 12 geführt. Hierdurch wird der Steuer- oder Anschnittwinkel des Gleichrichters 12 so eingestellt, daß dem
Wechselrichter 11 eine eingestellte Gleichspannung aufgedrückt wird, so daß der-Motor mit einer durch die Bezugsspannung vorgegebenen
Drehzahl läuft.
Als überlastungsschutz für den GMchrichter 12 ist ein
Gleichstromwandler 24 in der Gleichstrom-Ausgangsschaltung des
Gleichrichters 12 vorgesehen, durch den dem Regelverstärker 21 über einen Operationsverstärker 25 ein Stromsignal zugeführt
wlrdt Das vom Regelverstärker 21 erzeugte Fehlersignal wird so
der Steuerschaltung 18 zugeführt, .so daß der Ausgangsstrom des
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Gleichrichters 12 unter einer vorherbestimmten Höhe gehalten wird.
Mit der Rotorwelle des Motors 10 ist ein Winkelstellungs-Detektor
26 verbunden, durch den die Winkelstellungen des umlaufenden Feldes des Rotors gegenüber der Statorwicklung gemessen
werden. Die Ausgangssignale des Detektors 26, die den· Winkelstellungen
des Rotors des Motors 10 entsprechen, werden in einen Eingang einer Logikschaltung 27 geführt, deren Auegangs signal zu
einer Steuerschaltung 28 für den Wechselrichter 11 geleitet wird, so daß die Thyristoren des Wechselrichters 11 sequentiell in vorherbestimmter
Ordnung eingeschaltet und die Phasenwicklungen des Stators in der entsprechenden Ordnung gespeist werden. Die Punk- i
tion des weiteren Einganges der Logikschaltung 27 wird im folgenden
noch beschrieben.
Ferner ist eine insgesamt mit 29 bezeichnete Startschaltung
vorgesehen. Die Startschaltung 29 enthält eine Drehzahlmeßschaltung 30, die auf das Ausgangsignal des Tachogenerators 17
anspricht. Die Drehzahlmeßschaltung 30 erzeugt ein Ausgangssignal,
wenn die Drehzahl des Motors 10 unter einem vorherbestimmten Wert liegt. Das Ausgangssignal des Detektors 30 wird zu einem
Umschalter 31 und einem UND-Gatter 32 geführt. \
Das Ausgangssignal des Umschalters 31 wird der Logikschaltung
27 mit den Signalen vom Winkelmeß-Detektor 26 zugeführt. i Werden diese Signale gleichzeitig in die Logiksohaltung 27 eingespeist,
so steuert die Schaltung 27 die Steuerschaltung 28 für den Wechselrichter 11, so daß der Leitungs-Kommutierungswinkel
des Wechselrichters 11 gleich Null wird. Somit wird die
Statorwicklung des Motors 10 vom Wechselrichter 11 mit dem maximalen
Ausgangsstrom gespeist. Der Motor 10 kann daher mit maximalem Drehmoment gestartet werden. ■
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Das UND-Gatter 32 empfängt ferner, neben dem Ausgangssignal der Drehzahl-Meßschaltung 30, die Ausgangssignale vom Winkelmeß-Detektor
26. Liegen diese Signale gleichzeitig an, so erzeugt das UND-Gatter 32 ein Ausgangssignal, das zu einem monostabilen
Multivibrator 33 geführt wird. Das Ausgangssignal des
Multivibrators 33 wird dem Regelverstärker 20 zugeführt, Hierdurch
wird die Steuerschaltung 18 des Gleichrichters 12 so gesteuert, daß der Gleichrichter 12 für ein bestimmtes Zeitintervall
als'Wechselrichter arbeitet. Dieses Zeitintervall wird
durch die Breite der Ausgangsimpulse vom Multivibrator 33 be-·
stimmt.
Bestehen der Gleichrichter 12 und der Wechselrichter 11
jeweils aus einer dreiphasigen Brückenschaltung, so erzeugt der Winkelmeßdetektor 26 seine Ausgangssignale in Intervallen von
60° (elektrisch).
Fig. 2 zeigt eine Betriebsweise des Gleichrichters 12
beim Start des bttrstenlosen Gleiohstrommo_tors 10. Soll der Motor
10 gestartet werden, so wird dem Regelverstärker 16 über die Leitung 15 eine der gewünschten Drehzahl entsprechende Bezugsspannung
zugeführt. Der Ausgangsstrom des Gleichrichters verläuft entsprechend der in Fig. 2 gezeigten Kurve 34·, so daß
der Motor mit seinem maximalen Drehmoment anläuft, da der Leitungs-Kommutierungswinkel
des Wechselrichters 11 wegen der gerin geren Drehzahl des Motors 10 gleich Null bleibt. Erreicht der
Winkel des Rotors einen Wert von 60°, so wird der Gleichrichter 12 in Weohselriohterbetrieb umgeschaltet, da der Steuerwinkel
von den normalen 120° auf 18O° bei Weohselriohterbetrieb übergeht.
Hierdurch wird der Ausgangsstrom des Gleiohrichters 12
auf Null verringert und die in der Glättungsdrossel 13 und in der Statorwioklung des Motors 10 gespeicherte elektromagnetische
Energie wird infolge der Rüokkopplungsfunktlon über den Leiter 14 schnell zur tfeohselspannungsq.uelle zurückgeführt.
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: "" " 2Ö58Ö35
Endet der Ausgangsimpuls des monostabilen Multivibrators
13 nach einem Zeitintervall von TQ, so kehrt der Gleichrichter
12 in seine ursprüngliche Arbeitsweise zurück und speist einen Strom zum Wechselrichter 11, dessen Verlauf in Fig. 2 durch die
Kurve 35 wiedergegeben ist. Da die Motordrehzahl Jedoch noch geringer ist, bleibt der Leitungs-Kommutierungswinkel des Wechselrichters
11 gleich Null, so daß der Statorwicklung des Motors der maximale Ausgangsstrom zugeführt wird und der Motor 10 daher
sein maximales Drehmoment entwickelt. Auf diese Weise wird der Motor 10 angelassen, bis die Drehzahl einen vorherbestimmten
Wert erreicht.
Erreicht der Motor die vorherbestimmte Drehzahl, so wird das Ausgangssignal von der Drehzahlmeßschaltung 30 durch das
Ausgangssignal des Tachogenerators 17 gesperrt. Infolgedessen
vrird duroh den Umschalter 31 und die Logikschaltung 27 der Leitungs-Kommutierungswinkel
des Wechselrichters 11 auf seinen Nor^
malwert zwischen 30° und 80° gebracht, so daß der Wechselrichter
11 infolge der Gegen-MK des Motors 10 mit natürlicheipKommutierung
betrieben wird, während der Gleichrichter 12 infolge des Ausbleibens des Ausgangssignals vom monostabilen Multivibrator
33 dauernd seinen Ausgangsgleichstrom erzeugt.
Hieraus ergibt sich, daß der erfindungsgemäße bürstenlose
Gleichstrommotor auf einfache Weise bei maximalem Drehmoment und auch bei höherer Belastung gestartet werden kann. Ferner
1st es durch die erfindungs gemäße Schaltung möglich, den bürstenlosen Gleichstrommotor ohne Kommutierungsfehler . des
Thyristor-Wechselrichters zu starten, so daß die Teile der Schaltung nicht überdimensioniert 2U werden brauchen, um sie ansprechend
dem genannten Ausbleiben der Kommutierung auszulegen. Ferner können die Induktivitäten der Glättungsdrossel und der Statorwicklung
des Motors ohne Rücksicht auf die Startperiode desselben frei bestimmt werden.
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Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE/Λ(1J Regelschaltung für bürstenlose Gleichstrommotoren, gekennzeichnet durch einen Elektromotor (10) mit einer mehrphasigen Statorwicklung und einem Rotor mit umlaufendem Feld, durch einen mehrphasigen Thyristorbrücken-Wechselrichter (11), dessen Ausgang an die Statorwicklung des Elektromotors (10) angeschlossen ist, und der als statischer Kommutator arbeitet, durch einen steuerbaren Gleichrichter (12), der an den Eingang des Wechselrichters (11) angeschlossen ist, und durch eine Anlauf-Steuerschaltung, die auf die Motordrehzahl und die Winkelstellungen des Rotors ™ ■ anspricht, wobei die Anlauf-Steuerschaltung den Leitungs-Kommutlerungswinkel des Viechs el richte rs in die Nähe von Null bringt, wobei ferner der Leitungs-Kommutierungswinkel des Wechselrichters auf einen normalen Viert gebracht wird, wenn die Motordrehzahl den vorherbestimmten Wert überschreitet, so daß der Gleichrichter periodisch als Wechselrichter arbeitet, wenn die Kommutierung des Brückenwechselrichters bei unter dem vorherbestimmten Wert liegender Motordrehzahl : erfolgt, und wobei der Gleichrichter kontinuierlich seinen ; Ausgangs-Gleichstrom dem Brücken-Wechselrichter zuführt, ; wenn die Motordrehzahl den vorherbestimmten Wert überschreitet.fe 2. Regelschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlauf-Steuerschaltung eine Einrichtung (17) ! zur Messung der Drehzahl des bürstenlosen Gleichstrommotors ; und einen Umschalter (31) enthält, der auf das Ausgangssignal von der Drehzahl-Meßeinrichtung anspricht, wobei der Umschalter entsprechend der Motordrehzahl den Leitungs-Kommutierungs-. winkel des Thyristorbrücken-Weohselrichters zwischen praktisch Null und einem normalen Leitungs-Kummutierungswinkel ändert.109823/1273Regelschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlauf-Steuerschaltung eine Schaltung zur Messung der Drehzahl des bürstenlosen Gleichstrommotors enthält, sowie ferner einen monostabilen Multivibrator (33), der auf das Ausgangssignal von der Drehzahl-Meßschaltung sowie auf Signale anspricht, die den Winkelstellungen des Rotors des Motors entsprechen, wobei durch den Ausgang vom monostabilen Multivibrator der Gleichrichter jeweils bei Kommutierung des Thyristobrüoken-Weohselrichters für eine verhältnismäßig kurze Zeit in Weohselrichterbetrieb umgeschaltet wird.109823/1273
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