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DE2058075A1 - Verfahren zum Faerben von Fellen und Pelzen - Google Patents

Verfahren zum Faerben von Fellen und Pelzen

Info

Publication number
DE2058075A1
DE2058075A1 DE19702058075 DE2058075A DE2058075A1 DE 2058075 A1 DE2058075 A1 DE 2058075A1 DE 19702058075 DE19702058075 DE 19702058075 DE 2058075 A DE2058075 A DE 2058075A DE 2058075 A1 DE2058075 A1 DE 2058075A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
dye
dyeing
compounds
dyes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702058075
Other languages
English (en)
Inventor
Max Dr Schwank
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Publication of DE2058075A1 publication Critical patent/DE2058075A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/02Material containing basic nitrogen
    • D06P3/04Material containing basic nitrogen containing amide groups
    • D06P3/30Material containing basic nitrogen containing amide groups furs feathers, dead hair, furskins, pelts

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description

CIBA-GEIGY AG, Basel (Schweiz)
Case 69C-8/E
Verfahren zum Färben von Pellen und Pelzen.
Es ist bekannt, Pelze und Pelle, besonders Schaffelle, bei 60° C, maximal bei 65 bis 70° C zu färben. Höhere Temperaturen sind wegen Schädigung des Lederanteils zufolge Verhärtung und 'Schrumpfung nicht anwendbar. Bei dieser Färbetemperatur lassen sich jedoch nur wenige
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ausgewählte, saure Gruppen enthaltende Farbstoffe auf Fellen oder Pelzen färben, und so hat man versucht, die färberischen Eigenschaften dieser Substrate durch eine Vorbehandlung mit oxydierenden, vorwiegend chlorabspaltenden Verbindungen zu verbessern. Durch die Chlorierung werden die Haare auf den Fellen und Pelzen, besonders die Wollhaare auf den Schaffellen, jedoch spröde und hart, sodass diese Methode nicht allzu häufig angewandt wird.
Es wurde nun gefunden, dass man diese Schwierigkeiten vermeiden kann, wenn man zum Färben von Fellen und Pelzen wässerige färberische Zubereitungen verwendet, die neben einem zum Färben von keratinhaltigem Material geeigneten Farbstoff organische, nicht ionisierbare und in Wasser höchstens beschränkt lösliche, eine Oxogruppierung· enthaltende Verbindungen und gegebenenfalls ein Egalisiermittel oder Dispergiermittel enthalten.
Als Farbstoffe kommen zum Färben von Wolle geeignete, wasserlösliche Farbstoffe in Betracht. Unter diesem Begriff sind solche Farbstoffe zu verstehen, mit welchen Wolle nach dem üblichen Ausziehverfahren gefärbt werden kann. Diese Farbstoffe enthalten als wasserlöslichmachende Gruppen Carbonsäure- oder insbesondere Sulfonsäuregruppen, oder Säureamid-, saure Schwefelsäureester- oder Alkylsulfongruppen. Sie können gegenüber dem zu färbenden Material reaktiv oder nicht reaktiv sein und im übrigen den
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verschiedensten Farbstoffklassen angehören, wie z.B. denjenigen der Oxazin-, Triphenylmethan-, Xanthen-, Nitro-, oder Acridonfarbstoffe, insbesondere jedoch denjenigen der metallisierten oder metallfreien Mono- und Polyazofarbstoffe und der Anthrachinonfarbstoffe. Unter Reaktivfarbstoffen sind solche Farbstoffe zu verstehen, die mit dem zu färbenden Material eine chemische, d.h. kovalente Bindung einzugehen vermögen.
Als Beispiele seien erwähnt: Komplexe Chrom- *
verbindungen von sulfonsauregruppenhaltigen Farbstoffen, die ein Atom Chrom an ein Farbstoffmolekül gebunden enthalten; komplexe Chrom- oder Kobaltverbindungen, die von Sulfonsäuregruppen und nicht an der Komplexbildung beteiligten Carbonsäuregruppen frei sind, und bei denen zwei Farbstoffmoleküle komplex an ein Atom Chrom oder Kobalt gebunden sind; es kommen dafür wasserlösliche, z.B. SuI-fonsäureamid oder Alkylsulfongruppen enthaltende Farbstoffe in Betracht; komplexe Chrom- oder Kobaltverbin- | düngen, die im Komplexmolekül eine einzige Sulfonsäuregruppe oder nicht an der Komplexbildung beteiligte Carbonsäuregruppe enthalten und bei denen zwei Farbstoffmoleküle komplex an ein Atom Chrom oder Kobalt gebunden sind; komplexe Chrom- oder Kobaltverbindungen, die im Komplexmolekül mehr als eine wasserlöslichmachende Gruppe enthalten und bei denen 2 Farbstoffmoleküle komplex an ein
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Atom Chrom oder Kobalt gebunden sind; Reaktivfarbstoffe, " beispielsweise solche mit Mono- oder Dichlortriazinresten, Di- oder Trichlorpyrimidinresten oder HO-,S-OCHpCHp-Gruppen, Acrylamid- oder a-Halogenacrylamidgruppen oder in solche überführbare Gruppierungen.
Die beim vorliegenden Verfahren anzuwendenden Zubereitungen enthalten weiterhin mindestens eine organische, nichtionische und in Wasser höchstens beschränkt lösliche Oxoverbindung. Bei diesen Verbindungen unterscheidet man zwei Gruppen:
1) diejenigen, die praktisch wasserunlöslich sind und in Mengen von 0,75 bis 4 g/l, vorzugsweise 2 bis 3 s/l Färbeflotte, und in Gegenwart eines Emulgators angewendet werden}
2) diejenigen, die eine Wasserlöslichkeit bis etwa
15 g P^o Liter wässerige Lösung aufweisen und ohne Emulgator in Mengen von 5 bis 15 g/1* vorzugsweise von 6 bis 12 g/l Färbeflotte, im Färbebad eingesetzt werden.
Die oxogruppenhaltigen organischen Verbindungen,
die den färberischen Zubereitungen zugesetzt werden, können aliphatisch, alicyclisch, aromatisch oder heterocyclisch sein. Die Oxogruppierung kann isoliert im Molekül auftreten, aber auch Bestandteil von beispielsweise
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einer Ester- oder Amidgruppierung sein. Erwähnt seien z.B. die folgenden Verbindungen: Isophoron, Acetophenon, Tetraion, Tetramethyltetralon, Methylcyclohexanon, Trimethylcyclohexanon, Acetanilid, Acetylaminophenol, Acetyltoluidin, Butylphthalat, Butylacetat, Tributylphosphat und Benzaldehyd.
Die Mengen der als Emulgator dienenden oberflächenaktiven Hilfsmittel zum Emulgieren der praktisch i wasserunlöslichen Verbindungen richtet sich jeweils nach der Menge dieser Verbindungen und beträgt etwa 5 bis §0 %, vorzugsweise 10 bis 18 $, bezogen auf die organische Verbindung .
Bei den als Emulgatoren verwendeten oberflächenaktiven Hilfsmitteln kann es sich um nichtionische oder um ionische, d.h. kationische und anionische Verbindungen handeln, die einzeln oder auch als Hilfsmittelgemisch eingesetzt werden können. '
Geeigneter Vertreter solcher oberflächenaktiver Verbindungen gehören zu den folgenden Verbindungstypen: Aether von Polyhydroxyverbindungen, wie polyoxalkylierte Fettalkohole, polyoxalkylierte Polyole, polyoxalkylierte Mercaptane und aliphatische Amine, polyoxalkylierte Alkylphenole und -naphthole, polyoxalkylierte Alkylarylmercaptane und Alkylarylamine, ferner die entsprechenden Ester
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2038075
dieser Verbindungen mit mehrbasischen Säuren, wie Schwefelsäure oder Phosphorsäure, gegebenenfalls auch in Form von Ammonium- oder Aminsalzen; Fettsäureester der Aethylen- und Polyäthylenglykole, des Glycerins sowie von Zuckeralkoholen; N-Hydroxyalkylcarbonamide und polyoxalkylierte Carbonamide. Beispielsweise genannt seien das Umsetzungsprodukt von p-Nonylphenol mit 9 ^ol Aethylenoxyd, das Anlagerungsprodukt von 8 Mol Aethylenoxyd an 1 Mol p-tert. Octylphenol und das Anlagerungsprodukt von 7 Mol Aethylenoxyd an Oelsäure.
Als weitere HiL fmittel kann das Färbebad noch Reserviermittel für die Lederseite der Pelze enthalten, die normalerweise bei einem solchen Färbeprozess nicht oder nur schwach angefärbt werden soll. Als Reserviermittel seien beispielsweise die Umsetzungsprodukte von Naphthalinsulfonsäure mit Formaldehyd genannt.
Für einige Farbstoffklassen, z.B. den 1:2-Metallkomplexfarbstoffen, ist es zweckmässig, den Färbebädern des vorliegenden Färbeverfahrens ein Egalisiermittel zuzusetzen.
Diese Egalisiermittel sind an sich bekannt und als vorteilhaft verwendet man beispielsweise Polyglykolätherderivate von langkettigen Mono- oder Diaminen, wobei mindestens ein Stickstoffatom mit dem Kohlenwasser-
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Stoffrest einer langkettigen Fettsäure substituiert ist; ausserdem können diese Addukte auch an einem Stickstoffatom quaterniert oder am Ende einer Polyglykolkette mit einer mehrbasischen Säure verestert sein, oder sowohl quaterniert als auch verestert sein.
Als Ausgangsstoffe werden einheitliche höhermolekulare Alkylamine oder auch Amingemische benutzt, wie sie bei der Ueberführung von natürlichen Pettsauregemischen, | z.B. Talgfettsäure, in die entsprechenden Amine erhalten werden. Geeignet sind Amine mit 16 bis 22 Kohlenstoffatomen, an die nicht mehr als βθ bis 70 Mol Aethylenoxyd angelagert sind.
Erwähnt seien z.B. das Anlagerungsprodukt von 8 Mol Aethylenoxyd an Oleylamin, das Gemisch aus
a) einem Addukt aus 1 Mol Talgfettamin (bestehend aus 30$ Hexadecylamin, 25$ Octadecylamin und 45$ Octadecenylamin) und 20 Mol Aethylenoxyd, quaterniert mit Dimethylsulfat, und
b) dem Ammoniumsalz des sauren Schwefelsäureesters des Adduktes aus 1 Mol eines Pettamins (bestehend aus 10$ Stearylamin, 55$ Arachidylamin und 35$ Behenylamin) und 30 Mol Aethylenoxyd.
Die Menge Egalisiermittel in den Färbebädern beträgt etwa G,5 bis 2$, bezogen auf das zu färbende Substrat und richtet sich nach der eingesetzten Farbstoff-
1091-25/2086
Gefärbt wird zweckmässigerweise in schwach saurem Medium, sodass der p,T-Wert des Färbebades etwa 3 bis 6, vorzugsweise 3*5 bis 5 beträgt. Dieser p„-Wert kann vorteilhaft durch Ameisen- oder Essigsäure, gewünschtenfalls auch durch Schwefelsäure eingestellt werden. Beim Färben in Pastelltönen ist es angebracht, den Färbebädern zusätzlich Puffersalze wie Ammoniumsulfat, Natriumacetat oder Natriumhydrogenphosphäte zuzusetzen.
Vorteilhaft wird' nach dem Ausziehverfahren bei bie 60° C und, falls es die Gerbung der Felle und Pelze zulässt, auch bei 65 bis 70° C gefärbt. Geeignete Flottenverhältnisse liegen etwa zwischen 1:10 und 1:40.
Als Vorbehandlung empfiehlt sich für die normalerweise sauer gegerbten Pelze und Felle, wie z.B. Schafoder Kaninfelle, ein Walkprozess zur Neutralisation der Substrate. Dieser Walkprozess kann beispielsweise in einem wässerigen Bade, das Natriumhydrosulfit, Ammoniak und gegebenenfalls ein oberflächenaktives Hilfsmittel enthält, durchgeführt werden. Zur Verbesserung der Wasch- und Schweissechthöit kann man, nachdem die Substrate die gewünschte Menge Farbstoff aufgenommen haben, den p.,-Wert des Färbebades durch Zusatz von alkalisch reagierenden Stoffen wie Ammoniak, Hexamethylentetramin, Natriumbicarbonat oder Triäthanolamin erhöhen «
Durch Auswaschen und Spülen wird dann der nicht fixier-
1 ' h ■ 1 ; t,ol ί ■:!):: den ßuhßtraten und besonders' auch
1 09 1: 25/2086
von Lederanteil entfernt.
Anschliessend werden die gefärbten Substrate in einem schwach sauren Bad behandelt und gegebenenfalls mit Fettlicker-Emulsionen, z.B. aus sulfatiertem Spermöl, gefettet und dann getrocknet.
In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes bemerkt wird, Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind in
Celsiusgraden angegeben.
CI. bedeutet Colour Index, Second Edition 1956, herausgegeben durch The Society of Dyers and Colourists,
Bradford, England und The American Association of Textile Chemists and Colorists, Lowell, Mass., USA.
109825/2086
Beispiel 1
100 Teile chromgegerbte Schaffelle werden in einem Bad, das 1 Teil des Umsetzungsproduktes von p-Nonylphenol mit 9 Mol Aethylenoxyd, β Teile Natriumhydrosulfit und 4 Teile Ammoniak (24#ig) in 2000 Teilen Wasser enthält, während 2 Stunden bei 45 C auf einer Haspelkufe neutralisiert. *
Die so vorbehandelten Schaffelle werden in 2000 Teilen Wasser, die
1,4 Teile des Farbstoffes der Formel
HO Cl
SO-Η gelb
NHCOC=CH Br
2,6 Teile des Farbstoffes der Formel
SO3H ψ
NHCO-CH-CH2Br blau
ONH-
SO3H
109825/2086
2h Teile Isophoron
3 Teile Ammoniumacetat und 2 Teile Ameisensäure (85#ig)
enthalten, gefärbt.
Der pT,-Wert des Färbebades beträgt 4,4. ri
Es wird bei 60 C in das Bad eingegangen und 1 1/2 Stunden bei dieser Temperatur gefärbt.
Der nicht fixierte Farbstoff wird durch Erhöhung des p„-Wertes des Färbebades auf 8 bis 8,5 mit 3 Teilen Ammoniak (24$ig) ausgewaschen. Anschliessend werden die gefärbten Schaffelle mit einem Teil 80#iger Essigsäure angesäuert und mit 3 Teilen eines sulfatierten Spermöles gefettet.
Man erhält ein egal gefärbtes Fell von blaugrüner Nuance.
10H32E/2086
Beispiel 2
100 Teile chromgegerbte Schaffelle werden wie in Beispiel 1 neutralisiert und dann mit einer Flotte behandelt, die in 2000 Teilen Wasser Teile des Farbstoffgemisches aus
Teilen des chromhaltigen Monoazofarbstoffes
2-Aminophenol-4-sulfonsäure-N-methylamid ^
β-Naphthol (Farbstoff:Chrom = 2il)
Teilen des chromhaltigen Monoazofarbstoffes
2-Amino-4-nitro-6-ace tylaminophenol ^
2-Hydroxy-8-acetylaminonaphthalin (Farbstoff:Chrom = 2:1) und
Teilen des kobalthaltigen Monoazofarbstoffes
2-Aminophenol-4-sulfonsäure-N-methylamid ^
1-p-Chlorpheny1-3-methylpyrazolon (FarbstoffrKobalt =2:1)
Teile Acetophenon
Teile des Kondensationsproduktes aus Naphthalinsulfonsäure und Formaldehyd
Teil; des Gemisches aus
a) dem Addukt aus 1 Mol Talgfettamin und 20 Mol Aethylenoxyd, quaterniert mit Dimethylsulfat, und
b) dem Ammoniumsalz des sauren Schwefelsäureester des Adduktes aus 1 Mol eines Fettami ns (10$ Stearylamin, 55$ Araehidylamin, yy% Behenylamin) und 30 Mol Aethylenoxyd und
Teile Ameisensäure (8'3;\'ig) enthält,.
1 (1 η ί' ; !j / / 0 8 G
Der p^-Wert des Färbebades beträgt 3*8. H
Es wird bei 60° C in das Bad eingegangen und eine Stunde bei dieser Temperatur gefärbt. Die Schaffelle werden anschliessend im gleichen Bad mit 3 Teilen eines sulfatierten Spermöles gefettet.
Das gefärbte Fell zeigt eine mittelbraune Nuance
Beispiel 3
100 Teile chromgegerbte Schaffelle werden wie in Beispiel 1 neutralisiert und dann mit einer Flotte behandelt, die in 2000 Wasser
4 Teile eines Farbstoffgemisches aus
1 Teil C.I. Acid Red 183 und |
1 Teil C.I. Acid Red 195 ,
6 Teile Methy!cyclohexanon,
1 Teil des Umsetzungsproduktes aus p-Nonylphenol -* und 9 Mol Aethylenoxyd und
2 Teile Ameisensäure (85#ig)
01 enthält.
ο Der p„-Wert der Färbeflotte beträgt 3,8. 00
Es wird bei βθ C in das Bad eingegangen und 1 Stunde bei dieser Temperatur gefärbt. Anschliessend werden die Felle
im gleichen Bad mit 3 Teilen eines sulfatierten Spermöles « ,UUM. a<„ crioinhmäasie rot «efärbtes Fell.
2050Γ175
Beispiel
100 Teile chromgegerbte Schaffelle werden wie in Beispiel 1 neutralisiert und dann mit einer Flotte behandelt, die in 2000 Teilen Wasser
4 Teile des 1:2-Kobalkomplexfarbstoffes mit den Farbstoffmolekülen
HO
COOCHL
und
HO
N=N
C=N
H5C
■6 Teile 3,3,6,8-Tetramethyltetralon-(l),
1 Teil des Umsetzungsproduktes von p-Nonylphenol
und 9 Mol Aethylenoxyd,
2 Teile des Kondensationsproduktes aus Naphthalin-
sulfonsäure und Formaldehyd
109825/2086
1 Teil des Gemisches aus
a) dem Addukt aus 1 Mol Talgfettamin und 20 Mol Aethylenoxyd, quaterniert mit Dimethylsulfat, und
b) dem Ammoniumsalz des sauren Schwefelsäureesters des Adduktes aus 1 Mol eines Fettamins (10$ Stearylamin, 55$ Arachidylamin, 35$ Behenylamin) und 30 Mol Aethylenoxyd und
2 Teile Ameisensäure (85#ig). Der p^-Wert der Flotte beträgt 3,8.
Π.
Es wird bei 60 C in das Bad eingegangen und 1 Stunde bei dieser Temperatur gefärbt. Anschliessend werden die Pelle im gleichen Bad mit 3 Teilen eines sulfatierten Spermöles gefettet.
Das Schaffell zeigt eine einheitliche rotbraune Färbung.
10Sfi?S/2086
2058Π75
- Io -
Beispiel 5
100 Teile chromgegerbte Kaninfelle werden in einem Bad, das 1 Teil des Umsetzungsproduktes von p-Nonylphenol mit 9 Mol Aethylenoxyd, 4 Teile Natriumhydrosulfit und 4 Teile wasserfreies Natriumcarbonat in 2000 Teilen Wasser enthält, 2 Stunden lang bei 40° C gewalkt und anschliessend gespült.
Die so vorbehandelten Kaninfelle werden in 2000 Teilen Wasser, die
3 Teile des Farbstoffes C.I. Reactive Yellow 14
Teile Butylacetat
2 Teile Essigsäure (80$ig)
2 Teile des Additionsproduktes von 8 Mol Aethylenoxyd an Oleylamin
enthalten, gefärbt.
Der ρ -Wert des Färbebades beträgt 4,3·
Es wird bei 60° C in das Bad eingegangen und 1 1/2 Stunden bei dieser Temperatur gefärbt. Anschliessend wird gespült und getrocknet.
■ Man erhält ein egal gelb gefärbtes Fell von guter Farbintensität.
1 09825/2086
_ I7 . 2050075
, Beispiel 6
100 Teile chromgegerbte Kaninfelle, die gemäss Beispiel 5 vorbehandelt worden sind, werden 1 1/2 Stunden in einem wässrigen Färbebad und bei einem Flottenverhältnis von 1:20 bei 60° C gefärbt.
Die Flotte enthält:
3 Teile des Farbstoffes der Formel
. Cr blau
30 Teile Benzaldehyd 2 Teile Essigsäure 2 Teile des Gemisches aus
a) dem Addukt aus 1 Mol Talgfettamin und 7 MoL Aethyienoxyd, quaterniert mit Chloracetamid, und
b) dem Ammoniumsalz des sauren SchwefeLsäuroesters des unquaternierten Adduktes a).
Der p„-Wert des Färbebades beträgt 4,5· AnschLLessend wird gespült und getrocknet.
Das gefärbte FeLL zeigt eine blaue Nuance von guter KgaLL-t'tt. Anstelle von Benzaldehyd kann man dem Färbebad auch 2(> ',t Tetra Lon odor 2)\ '/> Csophoron zugeben und erhalt eben-·
i'alLfj gute Ergebnisse.
1 (J 9 8 2 S /200B
Beispiel 7
LOO Teile chromgegerbte Schaffelle werden in einem Bad, das 1 Teil des Umsetzungsproduktes aus p-Nonylphenol und 9 Mol Aethylenoxyd, 5 Teile Natriumhydrosulfit und 2 Teile Ammoniak (24$ig) in 2000 Teilen Wasser enthält, während 1 Stunde bei 40° C auf einer Haspelkufe neutralisiert.
Die so vorbehandelten Schaffelle werden in 2000 Teilen Wasser, die
3 Teile des Farbstoffes der Formel
OH
-N=N-—
CO
bordeaux
12 Teile Bufcylacetat
2 Teile des Kondensationsprodukfces aus Naphthalinsulfon-
säure und Forma Ldehyd
L Teil des Gemisches aus
a) dem Addukt aus L Mol Talgfettamin und
20 MoL AethyLenoxyd, quaterniert mit Dimethylsulfat, und
b) dem A nun on L ι ims aiii des sauren Schwefelsäureesters des Adduktes aus L Mol eines Fet Lamina (10 $ Ste:iry lamin, S 5 $ Arachidy iamin, 3:> % Behenylamin) und }0 MoL Aothylerioxyd und
c1 TtJl.Lon Ameisensäure (H)OLg) enthält.
10 9 8 2 5/2006
Der p„-Wert des Färbebades beträgt 3*7·
Es wird bei 60 C in das Bad eingegangen und 1 1/2 Stunden bei dieser Temperatur gefärbt. Anschliessend wird gespült und getrocknet.
Zu ebenfalls guten Ergebnissen gelangt man, wenn man anstelle des obengenannten Farbstoffes 4 Teile des Farbstoffes der Formel
OH Ϊ
=N—σ
οι
Cr
rot
und anstelle von Butylacetat 30 Teile Benzaldehyd einsetzt.
109825/2086
Beispiel 8
100 Teile chromgegerbte Schaffelle, die gemäss Beispiel 1 vorbehandelt worden sind, werden bei 60 C 1 1/2 Stunden in einem wässrigen Färbebad und bei einem Flottenverhältnis von 1:20 gefärbt.
Die Flotte enthält: 3 Teile des Farbstoffes der Formel
C 01
SO H HO NH O C—N—CH CH OH
HO S SO H
24 Teile Isophoron
3 Teile Essigsäure
2 Teile des Additionsprodukts von 8 Mol Aethylenoxyd an 1 Mol Oleylamin
Der pH-Wert des Färbebades beträgt 4,1. Anschliessend wird gespült und getrocknet. Man erhält ein egal rot gefärbtes Fell von guter Farbintensität.
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Beispiel 9
100 Teile chromgegerbte Schaffelle, die geraäss Beispiel 1 vorbehandelt worden sind, werden bei 62 C 1 1/2 Stunden in einem wässrigen Färbebad und bei einem Flottenverhältnis von 1:20 gefärbt.
Die Flotte enthält:
4 Teile des Farbstoffes der Formel
HO
r=N—σ
C=N
Cr
rot
30 Teile Acetanilid
2 Teile Ameisensäure (85#ig)
2 Teile des Kondensationsprodukts aus Naphthalinsulfon-
säure und Formaldehyd
1 Teil des Gemisches aus
a) dem Addukt aus 1 Mol Talgfettamin und 20 Mol Aethylenoxyd, quaterniert mit Dimethylsulfat und
b) dem Ammoniumsalz des sauren Schwefelsäureesters des Adduktes aus 1 Mol eines Fettamins (10 % Stearylamin, 55 % Arachidylamin, 35 % Behenylamin) und
30 Mol Aethylenoxyd.
Der Pjj-Wert des Färbebades beträgt 3*9· Anschliessend wird gespült und getrocknet. Das Schaffell ist mit guter Farbausbeute egal rot gefärbt. 109825/2086
Beispiel 10
100 Teile chromgegerbte Schaffelle werden in einem Bad, das 5 Teile Natriumhydrosulfit und 2 Teile Ammoniak (24 #Lg) in 2000 Teilen Wasser enthält, während 1 Stunde bei HO C auf einer Haspelkufe neutralisiert.
Die so vorbehandelten Pelle werden 1 1/2 Stunden bei 60 C in einem wässrigen Färbebad und bei einem Flottenverhältnis von 1:20 gefärbt.
Die Flotte enthält:
3 Teile des Farbstoffes der Formel
- ' schwarz
12 Teile Butylacetat
1 Teil des Umsetzungsproduktes;,aus p-Nonylphenol
und 9 Mol Aethylenoxyd
2 Teile des Umsetzungsproduktes aus Oleylamin und
8 Mol Aethylenoxyd
2 Teile Ameisensäure (85#ig) :
Der P„-Wert der Flotte beträgt 3,6. Anschliessend wird gespült und getrocknet. Das Schaffell zeigt eiiw egale farbstarke Blaufärbung .
1 09825/2086

Claims (10)

  1. 2U58075
    - 23 Patentansprüche
    Verfahren zum Färben von Fellen und Pelzen mit
    zum Färben von keratinhaltigem Material geeigneten Farbstoffen bei Temperaturen unter 70 C, dadurch gekennzeichnet, dass man wässerige färberische Zubereitungen verwendet, die neben dem Farbstoff organische, nicht ionisierbare und in Wasser höchstens beschränkt lösliche, eine Oxogruppe enthaltende Verbindungen, die eine Oxogruppe enthalten, und gegebenenfalls einen Emulgator für diese Verbindungen enthalten.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die organischen, wasserlöslichen, nicht ionisierbaren Verbindungen in Mengen von 0,75 bis 4 g/l färberische Zubereitung, in Gegenwart eines Emulgators verwendet.
  3. 3· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die organischen, nicht ionisierbaren Verbindungen in Mengen von 5 bis 15 g/l färberisehe Zubereitung verwendet, die eine Wasserlöslichkeit bis 15 g/l aufweisen.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3* dadurch gekennzeichnet, dass man die organischen Verbindungen in Mengen von 6 bis 12 g/l verwendet.
    109825/2086
    ■ο
    U58075
    - 24 -
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Isophoron verwendet.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Emulgatoren Umsetzungsprodukte von Fettalkoholen oder Alkylphenolen mit Aethylenoxyd verwendet.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man mit 1:2-Chrom- oder Kobaltkomplexfarbstoffen färbt, die von Sulfonsäuregruppen und nicht an der Komplexbildung beteiligten Carbonsäuregruppen frei sind.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man mit Reaktivfarbstoffen färbt, die als Reaktivgruppierungen Acrylamid- oder a-Halogenacrylamidgruppen oder in solche überführbare Gruppierungen enthalten.
  9. 9· Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man bei Temperaturen von 55 bis 70° C, vorzugsweise bei Temperaturen von 55 bis 60° C, färbt.'
  10. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass man Schaffelle färbt.
    1 09825/2086
DE19702058075 1969-12-03 1970-11-25 Verfahren zum Faerben von Fellen und Pelzen Pending DE2058075A1 (de)

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DE (1) DE2058075A1 (de)
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