DE2052920B - Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von eiweißhaltigen Milchkoagulaten - Google Patents
Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von eiweißhaltigen MilchkoagulatenInfo
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Description
052
sungen des Koagulatorkanals werden hierbei so gewählt, daß das Verhältnis zwischen Höhe und
Breite des Querschnittes im Bereich von 1:3 bis 1:12 liegt.
Eine solche Bauart gewährleistet beim Koagulierungsverlaut das gleichmäßige Fließen bzw. die
Erwärmung der fermentierten Milch über den ganzen Querschnitt des Kanals, wodurch die gleiche Konsistenz des hergestellten Koagulates erhalten und das
Ankleben desselben an den Kanalseitenwänden ver
bindert wird.
Zwecks Stabilisierung des Milchströmungsverlaufes vor der Milcherwärmung ist es zweckmäßig, die
Auslaufabschnitte der Kanäle außerhalb des Koagulator-Heizmantels
und in einer luftdichten temperaturregelnden Kammer anzuordnen, wobei die Länge
eines jeden Abschnittes in Abhängigkeit von der Größe des Kanalquerschnittes anzun hmen ist.
Zur Erzeugung ii. jedem Kanal einer gleichartigen
Konsistenz des Koagulates 1st es erforderlich, die Kanäle eines jeden Bündels durch den Wärmeträger,
der den Kanälen durch einen Verteiler gleichzeitig zugeführt wird, zu beheizen.
Zum besseren Verstehen der vorliegenden Erfindung wird nachstehend ein Ausführungsbeispiel an
Hand der Zeichnungen angeführt. Es zeigt
F i g. 1 den prinzipiellen Aufbau der erfindungsgemäßen Anlage,
Fig. 2 den Schnitt H-II der Fig. 1,
Fig. 3 den Schnitt III-III der Fig. 1.
Im folgenden wird eine Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von Quarkkoagulat beschrieben.
Diese Anlage enthält einen Behälter 1 (Fig. 1) zur Milchfermentierung mit den Zuführungsvorrichtungen
2, J, 4, 5 für Eiweißstabiiisatoren und Bakterienreinkulturen,
einen Koagulator 6 mit Heizmantel 7 (Fig. 2) und mit den Kanälen 8 zum
Gerinnen der hier durchfließenden fermentierten Milch und eine Einrichtung9 (Fig. 1) zur Beförderung
des erhaltenen Koagulates zur weiteren Behandlung desselben.
Der Querschnitt eines jeden der Kanäle 8 (Fig.2) ist ellipsenähnlich ausgebildet, wobei die in der
Ellipsenhauptachs^nrichtung liegenden Mantellinien parallellaufende Gerade darstellen, die Querschnittsgrößen
aber werden so gewählt, daß das Verhältnis zwischen Höhe »Λ« und Breite »fo« im Bereich von
1:3 bis 1:12 liegt. Obwohl bei einem Verhältnis kleiner als 1:3 eine gleichmäßige Konsistenz des
Koagulates erreicht wird, ist ein solches Verhältnis nicht wirtschaftlich, da in diesem Falle zur Sicherung
der Leistung eine gieße Zahl von Kanälen erforderlich isl.
Bei einem Verhältnis größer als 1:12 ist die Stromgeschwindigkeit der fermentierten Milch über
den Querschnitt des Kanals nicht gleichmäßig verteilt, wodurch eine ungleichmäßige Erwärmung verursacht
wird, die eine Inhomogenität der Koagulatkonsistenz und das Aufkochen des Koagulates an
den Kanalwänden hervorruft. Ist z. B. die Höhe »h« gleich 6 mm, so beträgt die Breite »b« 30 mm. Jedoch
kann die Breite in Abhängigkeit von der erforderlichen Leistung der Anlage bis 72 mm erhöht
werden.
Die Kanäle 8 sind zueinander parallel und, wie in F i g. 2 gezeigt ist, in Einzelbündel »A« gruppiert.
Die Kanäle eines jeden Bündels werden durch einen Wärmeträger, z. B. durch Heißwasser, das mittels
Verteiler 10 gleichzeitig diesen Bündeln zugeführt wird, erwärmt. Eine solche Beheizung gewährleistet
das gleichmäßige Erwärmen der fermentierten Milch in den Kanälen eines jeden Bündels und die Erzeugung einer gleichartigen Konsistenz des ganzen
Stromes.
Vor dem Eingang in das Bündel »A* weist ein
jeder der Kanäle8 Abschnitteil (Fig. 1) auf, die
außerhalb des Heizmantels7 (Fig.2) des Koagu-Iators6 und in der luftdichten temperaturregelnden
Kammer 12 (F i g. 3) angeordnet sind.
Zum Einhalten der Solltemperatur während der Stabilisierung des Milchstromverlaufes kann der
Kammerl2 Kaltwasser zugeführt werden. Die Länge eines jeden Abschnittes 11 des Kanals 8 wird in
Abhängigkeit von der Größe des Kanalquerschnittes gewählt. Z. B. ist bei der; Quersehnittsabmcsungen
6 X 30 mm die Ahschittsläng«. gleich 200 mm. Das Vorhandensein der Kammer 12 sichert die Stabilisierung
d^s Strömungsverlaufes der fermentierten
Milch. Dadurch wird die nicht umkehrbare Zerstörung der Struktur des erhaltenen Koagulates
verhindert.
Als Eiweißdestabilisatoren werden Labferment, Kalziumchlorid und Milchsäure, die durch die Vorrichtungen
2, 3, 4 (Fig. 1) gleichzeitig oder getrennt zugeführt werden, benutzt. Jedoch können als
Eiweißdestabilisatoren irgendwelche andere Stoffe genommen werden, z. B. Salzsäure, Zitronensäure
j. a.
Die Menge der bei der Fermentierung zugeführten Ingredienzien wird durch ein Steuerpult 13 automatisch
geregelt. Die Milchsäuremenge wird z. B. je nach dem pH-Wert der Milch, welcher durch Geber
14 oder 15 ermittelt wird, bemessen.
Die Menge der in den Kanälen 8 des Koagulators 6 zugeführter, fermentierten Milch wird durch einen
Durchflußmesser 16 irgendwelcher an sich bekannten Bauart kontrolliert.
Die Einrichtung 9 enthält Rohrleitungen 17, einen Empfangsbehälter 18 und eine Pumpe 19, die das
erhaltene Quarkkoagulat dem Separator 20 zwecks Entwässerung durch ein Filter 21 zuführt.
Der Betrieb der Anlage verläuft in folgender Weise.
Die kal*e pasteurisierte Milch wird durch eine Rohrleitung 22 (Fig. I) dem Behälter 1 zugeführt.
Nachdem der Behälter gefüllt ist, wird bei kontinuierlichem und innigem Milchrühren dis für den
Prozeß erforderliche Menge von Labferment, KaI-ziumchlond,
Bakterienreinkulturen und Milchsäure durch die Vorrichtungen 2, 3, 4, 5 eingeführt. Zum
Einhalten einer konstanten Temperatur bei der Fermentieru'.g ist der Behälter 1 mit einem Mantel versehen,
dem kontinuierlich Kaltwasser zugeführt wird. Vor dem Zuführen der fermentierten Milch dem
Koagulalor 6 wird mittels der Pumpe 25 durch die Rohrleitung 23 und den Dreiwegehahn 24 den Kanälen
8 Kaltwasser, dessen Temperatur derjenigen der Milch bei der Fermentierung gleich ist, zugeführt.
Gleichzeitig wird dem Heizmantel 7 des Koagulators durch den Verteiler 10 aus der (in der Zeichnung
nicht angegebenen) Siedeanlage der Wärmeträger, z. B. Heißwasser, zugeführt.
Nach der Stabilisierung der Wärmeverhältnisse im Koagulator 6 wird durch Drehung des Hahnes 24
die Kaltwasserzuführung unterbrochen und gleichzeitig beginnt die Zuleitung der fermentierten Milch
aus dem Behälter 1 in den Koagulator 6. Mit der
laufenden Entleerung des Behälters 1 wird demselben kontinuierlich Milch und die erforderlichen
Ingredienzien, deren Menge in Abhängigkeit vom Milchverbrauch angenommen wira, zugeführt. Die
kalte fermentierte Milch passiert die Abschnitte 1 der Kanäle 8 in der Stabilisierungskammer 12 und
strömt dann als ruhiger und gleichmäßiger Strom in die Kanalbündel »A« des Heizmantels 7. Unter der
Einwirkung des in Richtung des Pfeils B zugeleiteten Heißwassers kommt es nach der Maßgabe der Anwärmung
gleichzeitig in allen Kanälen 8 des Koagulators 6 zum allmählichen Gerinnen der Milch und
zur Bildung des Quarkkoagulates. Dank der ellipsenähnlichen Querschnittsform der Kanäle 8, des richtigen
Verhältnisses zwischen den Abmessungen die- »5
ses Querschnittes sowie der gleichmäßigen Erwärmung der Kanäle in einem jeden Bündel »A« wird
eine gleichartige Konsistenz des Koagulates im ganzen Kanalquerschnitt erreicht und seine gleichmäßige
Verschiebung in der ganzen Längsrichtung der Kanäle 8 gewährleistet.
Die Temperatur des hergestellten Quarkkoagulates am Ausgang des Koagulators 6 wird automatisch
mittels Steuerpult 13 durch Temperaturänderung oder des Verbrauches von Heißwasser kontrolliert
und geregelt.
Das hergestellte Quarkkoagulat wird danach aus dem Koagulator 6 dem Aufnahmebehälter 18 zugeführt
und von hier aus durch die Pumpe 19 zum Separator 20 befördert, in dem die Entwässerung des
Koagulates erfolgt.
Durch die erfindungsgemäße Anlage wird bei einer Amortisationsfrist von 1A Jahr die Arbeitsleistung
um 85°/o und die Produktionsausbeute von 1 m2
Produktionsfläche um das 2,5fache erhöht.
Die Selbstkosten des auf der erfindungsgemäßen Anlage, hergestellten Quarkes werden um 8,5 °/o
gesenkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichivangen
Claims (4)
1. Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von wird in Abhängigkeit von der Korngröße des hereiweißhaltigem Milchkoagulat, die einen Behäl- 5 gestellten Koagulates gewählt, dabei kann die Querter zur Milchfermentierung mit Zuführungsvor- schnittshöhe von 5 bis 40 mm betragen (siehe z. B.
richtungen für Eiweißdestabilisatoren und Bak- französische Patentschrift 1559 031).
terienreinkulturen, einen Koagulator mit Heiz- Dadurch, daß zur Beschickung eines jeden Kanals
mantel, dem der Wärmeträger zugeführt wird, mit fermentierter Milch (zur Sicherung einer gluch-
und mit parallellaufenden Kanälen, in denen es io mäßige ι Güte des erzeugten Produktes) der Einsatz
τύχη Gerinnen der hier durchfließenden fermen- von Sonderverteilern oder Einzelpumpsn erforderlich
tierten Milch infolge der Wärmeträgereinwirkung ist, was große technische Schwierigkeiter verursacht,
kommt, und eine Einrichtung zur Beförderung des kann eine Anlage mit rechteckigen Kanälen eine
erhaltenen Koagulates zur weiteren Behandlung größere Leistung sichern als eine solche mit Kanälen
desselben, dadurch gekennzeichnet, 15 eines runden oder quadratischen Querschnitte*!. Jedaß
die Kanile (8) des Koagulators (6) in Einzel- doch wird die Anwendung von rechteckigen und
bündel (A) gruppiert und der Querschnitt eines quadratischen Kanälen unvermeidlich das Ankleben
jeden Kanals ellipsenähnlich ausgebildet ist, und Aufkochen des Koagulates an den Rohrkanten
wobei die in der Ellipsen-Hauptachsenrichtung mitbringen, wodurch die unerwünschte Turbulenzliegenden Mantellinien parallellaufende Gerade ao entstehung i:n Milchstrom hervorgerufen und nach
darstellen. folgendes Reinigen und Waschen der Ausrüstungen
2. Anlage nach Anspruch 1. dadurch gekenn- erschwert wird.
zeichnet, daß die Querschnittsabmessungen des Außerdem kann die Auswahl der Kanalhöhe a'
Kanals (8) im Koagulator (6) so gewählt werden, einzige Bestimmungsgröße des Kanalquerschnittes
daß das Verhältnis zwischen Höhe (H) und 25 die Ungleichmäßigkeit der Milchströmung im Kanal-Breite
(b) de- Querschnittes im Bereich von 1:3 querschnitt verursachen, wodurch eine ungleichmii
bis 1:12 liegt. ßige Erwärmung entsteht und die Güte des erzeug-
3. Anlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch ten Koagulaies verschieden ausfallen wird,
gekennzeichnet, daß zur Stabi':sierung des Milch- Bei diesen Anlagen erfolgt auch die Beschickung
Strömungsverlaufes vor der Milcherwärmung die 30 der Arbeitskanäle mit fermentierter Milch durcn
Einlaufabschnitte (11) der Kanäle (8) außerhalb Rohrleitungen direkt aus der Pumpe. Bei einer soldes
Heizmantels (7) des Koagulators (6) und in chen Beschickung kann eine Turbulenzentstehung
einer luftdichten ttmperaturregelnden Kammer irn Milchstrom stattfinden, und da die Milcherwär-(12)
angeordnet sind, vobei die Länge eines je- mung, die das Milchgerir.nen hervorruft, sofort nach
den Abschnittes (11) in Abhängigkeit von der 35 dem EintreiTen der Milch in den Koagulator beginnt,
Querschnittsgröße des Kanals (8) angei.ommen kann die Turbulenzentstehung den normalen BiI-wird.
dungsverlauf des Koagulates verhindern.
4. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekenn- Darüber hinaus ist die F.inzelbeheizung eines jezeichnet,
daß zur Herstellung in jedem Kanal (8) den Kanals, obwohl sie auch die Herstellung eines
einer gleichartigen Konsistenz des Koagulates die 40 Koagulates gleichmäßiger Güte gewährleistet, sehr
Kanäle eines jeden Bündels (A) durch einen schwierig bei Betriebsanlagen durchzuführen.
Wärmeträger erwärmt werden, der den Kanälen Der vorliegenden Erfindung wurde die Aufgabe
durch den Verteiler (10) gleichzeitig zugeführt zugrunde gelegt, eine Anlage zur kontinuierlichen
wird. Herstellung des Koagulates mit einer solchen Bauart
45 der Koagulatorkanäle und einer solchen Einrichtung
zur gleichmäßigen Kanalbeheizung zu entwickeln,
die es bei einfacherer Bauart ermöglicht, die Herstellung eines Koagulates gleichartiger Konsistenz in
allen Kanälen sowie die hohe Güte des Endproduktes 50 zu gewährleisten sowie das Waschen und Reinigen
Die vorliegende Erfindung betrifft Apparate zur der Ausrüstungen zu erleichtern.
Herstellung von Sauermilcherzeugnissen, insbeson- Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, daß
dere Anlagen zur kontinuierlichen Herstellung von bei der Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von
eiweißhaltigen Milchkoaguläten, aus denen bei wei- eiweißhaltigem Milchkoagulat, die einen Behälter
terer Behandlung solche Erzeugnisse erhalten werden. 55 zur Milchfermentierung mit Zuführungsvorrichtun-Die
vorliegende Erfindung wird besonders erfolg- gen für Eiweißdestabilisatoren und Bakterienreinreich
zur Herstellung des Quarkkoagulates benutzt. kulturen, einen Koagulator mit Heizmantel, dem der
Bekannt sind Anlagen zur kontinuierlichen Er- Wärmeträger zugeführt wird, und mit parallel lauzeugung
des eiweißhaltigen Milchkoagulates, die fenden Kanälen, in denen das Gerinnen der hier
einen Behälter zur Milchfermentierung mit Zufüh- 60 durchfließenden fermentierten Milch infolge der
rungsvorrichtungen für Eiweißdestabilisatoren und Wärmeträgereinwirkung verläuft, eine Einrichtung
Bakterienreinkulturen, einen Koagulator mit Heiz- zur Beförderung des erzeugten Koagulates zur weimantel,
dem der Wärmeträger zugeführt wird, und teren Behandlung enthält, erfindungsgemäß die
mit parallellaufenden Kanälen, in denen es zum Kanäle des Koagulators in Einzelbündeln gruppiert
Gerinnen der hier durchfließenden fermentierten 65 sind und der Querschnitt eines jeden Kanals elüpsen-Milch
infolge der Wärmeträgereinwirkung kommt, ähnlich ausgebildet ist, wobei die in der Ellipsen-
und von denen ein jeder als Rohr mit rechteckigem, hauptachsenrichtung liegenden Mantellinien parallel
Quadratischem oder rundem Querschnitt ausgeführt laufende Gerade darstellen. Die Querschnittsabmes-
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