DE2052869A1 - Zweisäulenhebebühne - Google Patents
ZweisäulenhebebühneInfo
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Description
ZWEISÄULENHEBEBÜHNE
Die Erfindung betrifft eine Zweisäulenhebebühne mit fortwährender Spindelschmierung und deren Hubwagen seitlich durch eine Kombination
aus Rollenlager und Gleitsteinen geführt wird. Eine derartige erfindungsgemäße Hebebühne hat eine geringe Wartung und eine
kleine Bauhöhe.
Bei bekannten Hebebühnen ist die Schmierung der Spindeln aufwendig
und kostspielig. Entweder muß eine Ölpumpe eingesetzt werden oder die Schmierung muß laufend von Hand getätigt werden, was umständlich
und nicht gleichmäßig ist. Es besteht auch noch die Möglichkeit der Tauchschmierung. Hierbei fährt ein Greifer in einen Ölbehälter
und zieht beim Hochfahren des Hubwagens das Öl an der Spindel mit. Der Nachteil dieser Art der Schmierung ist aber der, daß
die unteren Spindelgänge noch Öl erhalten, aber die oberen weniger oder gar kein Öl mehr.
Die bisherigen Hebebühnen verwenden zur Führung des Hubwagens entweder nur Rollenlager oder aber die Kombination Rollenlager und
Gleitsteine. Hierbei sind Rollenlager und Gleitsteine übereinander angeordnet, so daß die Bauhöhe des Hubwagens sehr groß wird und
somit auch die gesamte Hebebühnenhöhe zunimmt.
Bei bekannten Hebebühnen sind die Tragarme so angeordnet, daß die Tragarme sich beim Heruntersenken auf den Grundrahmen aufstützen
und bei den Fahrzeugen eine bestimmte Bodenfreiheit voraussetzen.
Bisherige Hubmuttern werden ganz aus Lagermetall hergestellt.
Durch die teuren Lagermetalle werden die Konten der Hubmuttern
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groß. Die Bruchfestigkeit derselben war durch die ausschließliche Ausführung mit Lagermetall nicht ausreichend oder man mußte
durch größere Dimensionierung der Hubmuttern die Kraftauswjrkungen
auffangen. Die erfindungsgemäße Aufgabe wird nun dadurch gelöst, daß mittels eines ölgetränkten Filzringes, der sich eng an
die Spindel anlegt und der mit dem Hubwagen verbunden ist, die fortwährende Schmierung beim Hubvorgang gewährleistet ist.
Hierbei wird in eine abgesetzte Bohrung ein Ring aus Filz oder einem anderen saugfähigen Material eingesetzt. Dieser Ring ist
im äußeren Durchmesser bohrungsgleich und im inneren Durchmesser etwas kleiner gehalten, als die zentrisch durch die Hubwagenbohrung
verlaufende Hubspindel, so daß die vertikale Ringfläche eng am Spindelaußendurchmesser umlaufend anliegt. In
dieselbe Bohrung wird über dem Filzring liegend eine Bundbuchse eingepreßt, deren Bunddurchmesser einen festen Sitz in der Bohrung
gewährleistet und gleichzeitig die Bohrung zum Filzring hin öldicht verschließt. Ferner wird die Bundbuchse so tief eingepreßt,
daß der Filzring durch den Bund festgehalten ist, so daß sich der Ring weder axial noch radial bewegen kann. Der Bund
ist an einer Stelle mit einer Bohrung versehen. Die Bundbuchse ist in ihrem Außendurchmesser wesentlich kleiner als der Bunddurchmesser
und in ihrem Innendurchmesser etwas größer als der Hubspindeldurchmesser ausgeführt. Der verbleibende Ringraum
ist zwischen Hubwagenbohrung und Bundbuchsenaußendurchmesser mit Öl höherer Viskosität gefüllt. Durch die Bohrung
im Bund der Buchse tritt nun mehr Öl aus und sättigt den Filzring
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mit einer gewissen Ölreserve. Der mit dem Hubwagen an der rotierenden Spindel auf- oder abwärts bewegte ölgesättigte
Filzring schmiert somit die Spindeloberfläche in jeder beliebigen Hubstellung.
Bei der Führung des Hubwagens werden Gleitstücke, die die seitlichen Kräfte aufnehmen, mittels versenkten Zylinderschrauben
stirnseitig mit den Achsen der Hub wag en Stützrollen fest verschraubt und fixieren hierbei die Stützrollen
gegen Axialverschiebung. Mögliche Drehmomente, die durch einseitige Reibung an den Gleitstücken dieselben aus der
festen Verschraubung lösen könnten, werden durch einen außenmittig angeordneten Verbindungsstift oder dergleichen
Sicherungselement zwischen Gleitstück und Stützrollenachse aufgefangen. Dadurch wird einerseits die Bauhöhe des Hubwagens
und somit auch die Gesamthöhe der Hebebühne optimal niedrig gehalten, andererseits die Gleitsteine gleichzeitig
zur axialen Fixierung der Stützrollen verwendet. Die Anlenkbasis der Tragarme ist über die Grundrahmenbreite hinaus
verlagert, so daß neben dem Grundrahmen die Tragarme bis auf Fahrbahnebene abgesenkt werden können. Hierdurch
ergibt sich bei einer bestimmten Tragarmdicke ein optimales Freimaß zwischen den Aufnahmetellern der Tragarme und den
Aufnahmepunkten des aufzunehmenden Fahrzeuges . Dies ist beim Unterschwenken der Tragarme unter Fahrzeuge mit geringer
Bodenfreiheit von Vorteil.
Bei der Hubmutter wird in eine Stahlhülse eine aus Lagerme-
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tall bestehende Bundbuchse mit Innengewinde eingepreßt. Als Verdrehsicherung zwischen Buchse und Stahlhülse dienen geeignete
Stifte oder dergleichen Sicherungselemente. Diese als Hubmutter verwendete Kombination hat den Vorteil, daß durch
die Stahlhülse eine weitgehende Bruchsicherheit gegeben ist. Ein weiterer Vorteil besteht in der Kostenersparnis, da die
Bundbuchse optimal klein dimensioniert werden kann, also nur ein Bruchteil an Lagermetall gegenüber einer voll aus
Lagermetall bestehenden Hubmutter benötigt wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
Fig.
Fig. I:1 Einen Schnitt durch die Spindel
schmierung.
Fig. 2v Einen Schnitt durch die Hubwagen
führung.
Fig. 3:* Ansicht und Schnitt der gesamten
Hebebühne.
Fig. 4:: Einen Schnitt durch die Hubmutter.
Gemäß Fig. 1 wird ein Ring (2) aus Filz oder einem anderen saugfähigem Material in eine abgesetzte Bohrung (1) eingesetzt
und mit einer Bundbuchse (4), die mit einem Preßsitz eingepreßt ist und somit auch den Ring in Hubrichtung fixiert. Die
innere vertikale Ringfläche liegt eng an der Hubspindel (3) an. Durch eine Öffnung (5) wird der Ring aus einem Raum, der
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durch die eingepreßte Bundbuchse (4) und dem Hubwagen entsteht, fortwährend mit Öl hoher Viskosität getränkt.
Gemäß Fig. 2 werden die Hubwagenstützrollen (9) mittels Gleitstücke
(7), die die seitlichen Kräfte aufnehmen, seitlich fixiert. Die Gleitstücke (7) werden mit versenkten Zylinderschrauben (8)
angeschraubt und mit Verbindungsstiften (10) gegen Drehung gesichert.
Gemäß Fig. 3 ist die Anlenkbasis (11) der Tragarme über die
Grundrahmenbreite (12) hinaus verlagert, so daß die Aufnahmeteller (12) optimal tief herunterfahren können.
Gemäß Fig. 4 wird in eine Stahlhülse (14) eine Bundbuchse (15) so eingepreßt, daß die Kraftrichtung bundseitig auf die Bundbuchse
liegt und mittels Verbindungs stift (16) gegen Verdrehung gesichert ist.
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Claims (4)
- Patentansprüche/ 1) fcweiSäulenhebebühne mit spindelgetriebenem Hubwagen für Kraftfahrzeugwagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützrollen (9) durch Gleitsteine axial und axmittig zur Rolle angebracht sind und diese gleichzeitig die für Gleitsteine sonst zusätzlich erforderlichen Stützrollen zur Aufnahme der Seitenkräfte des Hubwagens ersetzen und die Gleitsteine durch ein Sicherheitselement gegen Loslösen der Verschraubung gesichert sind.
- 2) Zwei Säulenhebebühne gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in eine im Hubwagen befindliche abgesetzte Bohrung (1) ein Ring (2) aus Filz oder einem anderen saugfähigem Material so eingesetzt ist, daß der Ring eng am Spindelaußendurchmesser (3) anliegt und von einer Bundbuchse (4), die so tief eingepreßt ist, daß der Ring durch den Bund festgehalten wird, und durch eine oder mehrere Öffnungen (5) im Auflagebund mit Öl hoher Viskosität aus dem Behälter (6) getränkt wird.
- 3) Zwei Säulenhebebühne, insbesondere nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Anlenkbasis (11) der Tragarme über die Grundrahmenbreite (13) verlagert ist.
- 4) Zweisäulenhebebühne, insbesondere nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Hubmutter (14) aus einer aus Lagermetall bestehenden Bundbuchse (15), die in eine Stahlhülse eingepreßt wird, besteht und durch Stifte (16) oder dergleichen Sicherungselemente gegen Verdrehung gesichert ist.209820/0137Leerseite
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