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Einrichtung zur Verteilung eines Schüttgutes in einem Trichter Für
diese Anmeldung wird die Priorität aus der entsprechenden Anmeldung in Schweden
Nr. 14 439/69 vom 22. Oktober 1969 in Anspruch genommen.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Verteilung eines
Schüttgutes in einem Trichter oder dergl. Sie bezweckt die Verhinderung des Verstopfens
der Auslauföffnung des Trichters durch Zusammenbacken des Schüttgutes.
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Es ist bereits versucht worden, ein solches Verstopfen der Auslauföffnung
durch Anordnung von Vibratoren an den Wänden eines Trichters zu verhindern. Einrichtungen
dieser Art sind jedoch für viele Anwendungsfälle unvorteilhaft oder gar unbrauchbar,
weil sie störende Vibrationsgeräusche verursachen und auch verhältnismäßig viel
Energie verbrauchen und weil durch sie ein Verstopfen auch nicht immer hinreichend
zuverlässig verhindert werden kann.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden
und eine möglichst einfache, energiesparende und zuverlässig wirkende Einrichtung
zur Verteilung des Schüttgutes zu schaffen, durch die das Verstopfen vermieden wird.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit Hilfe eines innerhalb des
Trichters angeordneten, u. eine in wesentlichen senkrechte Achse drehbaren Leitkörper
und eine zwischen diesem und der Innenwand des Trichters freibleibende Offnung gelöst,
durch welche bei Drehung des Leitkörpers das gegen diesen anliegende Schüttgut nach
unten geführt wird. Vorzugsweise hat dabei der drehbare Leitkörper die Form eines
mit der Spitze nach oben gerichteten Kegels, der koaxial innerhalb des Trichters
angeordnet ist.
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Im folgenden ist die Erfindung anhand der Zeichnungen beispielsweise
näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 die Schnittansicht eines mit einer Einrbchtung
gemäß der Erfindung ausgerüsteten Trichters, Fig. 2 die Grundrißdarstellung einer
noch weiter verbesserten Einrichtung gemäß der Erfindung, und Fig. 3 einen Senkrechtschnitt
durch ein weiteres Ausführungabeispiel eines mit der Einrichtung gesäß der Erfindung
versehenen, trichterXhnlichen Gebildes In allen Figuren sind Jeweils die gleichen
Teile mit den selben Bezugs zeichen versehen.
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In Fig. 1 ist die Wand des sich von oben nach unten verjüngenden
Teils eines konischen Trichters, der in ein Auslaufrohr 2 mUndet, dargestellt. 3
ist ein Leitkörper, der um eine im wesentlichen senkrechte, hier koaxial zur Trichterachse
verlaufende Achse drehbar ist. Der drehbare Leitkörper 3 hat bei diesem Ausführungsbeispiel
die Form eines mit seiner Spitze nach oben gerichteten Kegels, könnte aber auch
eine andere, hiervon abweichende Gestalt haben. Die Form des Leitkörpers wird zweckmäßig
unter Berücksichtigung der Eigenart des jeweiligen Schüttgutes gewählt, das durch
den Trichter hindurchgeschleust werden soll. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
wird der drehbare Leitkörper 3 von einem Elektromotor 5 getragen, der seinerseits
im oberen Teil des Trichters mit der konischen Wandung 1 von einer Anzahl Stützstreben
6 getragen wird. Um die Unterbringung des Leitkörpers in Trichtern oder trichterähnlichen
Gebilden von anderer Gestalt als in Fig. 1 gezeigt zu ermöglichen, kann es vorteilhaft
sein, wenigstens eine der Stützstreben mit variierbarer Länge und als Gelenkstab
auszubilden. 7 ist das Zuführungsrohr für das beispielsweise aus einem Vorratsbehälter
kommende Schüttgut. Wenn das Schüttgut gegen die Oberseite des Leitkörpers 3 unter
mehr oder weniger großem Druck anliegt und dieser zweckmäßig verhältnismäßig langsam
gedreht wird, wird das Schüttgut infolge des Druckes von oben her in gut verteiltem
Zustand allseitig gegen die Innenwand des Trichters und durch die Offnung
zwischen
Trichterwand 1 und Leitkörper 3 hindurchgeführt, so daß es ungehemmt durch das Auslaufrohr
2 des Trichters hindurchrieselt. Dabei wird unterhalb des Leitkörpers 3 ein Hohlraum
gebildet. Die kleinste Neigung der Wand des sich verJUngenden Trichters soll dem
Rutschwinkel des Schüttgutes entsprechen.
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Durch diese Ausbildung wird eine sehr gute Ausgleichung der Konsistenz
des Schüttgutes wie auch der darauf wirkenden Kräfte erreicht und dadurch in sehr
wirksamer Weise Klümpchenbildung und Verstopfung des Rohres 2 verhindert.
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Besonders vorteilhaft läßt sich die Erfindung in Verbindung mit Dosier-
und Abwiegeeinrichtung anwenden.
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Beim Verpacken von Mehl, gemahlenem Kaffee oder ähnlichem, fein gemahlenem
Schüttgut ist es von außerordentlicher Wichtigkeit, daß dieses Gut, wenn es anschließend
in eine Verpackung eingeschlossen wird, frei von Luft ist. Um dies zu erreichen,
kann die Einrichtung dadurch ergänzt werden, daß ein inertes Gas wie beispielsweise
N2 oder CO2 durch eine Rohrleitung 8 in den Hohlraum unterhalb des Leitkörpers 3
geführt wird. Ein auf diese Weise eingeführtes Gas strebt nach oben und verdrängt
die Luft aus dem im Trichter liegenden SchUttgut, dessen obere, Begrenzungsfläche
mit der strichpunktierten Linien 9 angedeutet ist.
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In Fig. 2 ist ebenso wie in Fig. 1 die den Leitkörper 3 tragende
Ausgangswelle des Motors oder eines mit diesem verbundenen Wechselgetriebes mit
4 und der Motorkörper selbst mit 5 bezeichnet. Der Motor wird im Trichter 1 von
einem
ringförmigen Halter 10 getragen, der vorzugsweise aus federndem
Material besteht. Der in der Zeichnung dargestellte Halter 10, der die Form eines
quadratischen Ringes aufweist, hat sich besonders bewährt, aber der Halter kann
natürlich auch eine andere Form haben. Der ringförmige Halter wird von dem Trichter
1 durch StUtzstreben 11 getragen, die vorteilhafterweise aus je zwei Gewindekörpern
12 und 13 gebildet werden, welche miteinander durch jeweils ein Gelenkstück 14 verbunden
sind. Bei der Ausführung nach Fig. 2 und 3 sind die Stützstreben 11 rohrförmig ausgebildet,
so daß sie beispielsweise dazu dienen können, inertes Gas einzuführen oder die elektrischen
Zuleitungen 15 zum Motor aufzunehmen.
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Das inerte Gas kann den außerhalb des Trichters befindlichen Enden
der rohrförmigen Stützstreben 11 durch eine Verteilerleitung 16 zugeführt werden.
Die Teile 12 der Stützstreben halten den Motor 5 dadurch fest, daß sie mit ihren
inneren Enden so tief eingeschraubt werden, daß sie gegen den Motor anliegen. Verschlußmuttern
17 dienen zum Festhalten der Stützstreben am Ring 10. Da die rohrförmigen Gewindekörper
13 der Stützstreben an den Gelenkstützen 14 offen sind, kann das inerte Gas an diesen
Öffnungen ausströmen, wodurch es in den Hohlraum unterhalb des Leitkörpers 3 gelangt.
Durch die rohrförmige Ausbildung der Stützstreben 11 wird u.a. der Vorteil erreicht,
daß keine zusätzlichen Rohr- oder Schlauchleitungen von der Trichterwand her erforderlich
sind, die Leicht beschädigt werden
könnten. Jede Stützstrebe 11
ist an der Trichterwand mittels zweier Muttern 18 befestigt. FUr die Montage in
einem symmetrisch ausgebildeten Trichter kann es zweckmäßig sein, die Gelenkstücke
14 symmetrisch um die umlaufende Welle 4 herum anzuordnen. Diese kann relativ zur
Motorwelle exzentrisch angeordnet sein, falls der Motor mit einem Wechselgetriebe
versehen ist.
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Bei einem symmetrischen Trichter ergibt sich der Vorteil, daß die
am Trichter anzubringenden Löcher alle in gleicher Höhe angeordnet werden können.
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In Fig. 3 ist der obere Teil des Trichters mit 19 und sein Auslaufrohr
mit 20 bezeichnet. Bei dieser unsymmetrischen Ausführung ist der Leitkörper 3 mit
einem Rührer 21 versehen. Dieser zum Auflockern des Schüttgutes dienende Rührer
ist so angeordnet, daß er eine-zwischen dem Oberteil des Leitkörpers 3 und dessen
unterer Kante verlaufende starre oder halbstarre Schlinge bildet. Er besteht zweckmäßig
aus Flacheisen oder dergl. Der Rührer 21 hat einen Oberteil 22, der mit seinem einen
Ende an der Spitze des Leitkörpers 3 befestigt und mit seinem anderen Ende durch
ein Verbindungsteil 23 mit dem unteren Rand des Leitkörpers 3 verbunden ist. Das
Verbindungsteil 23 ist an seinem oberen Ende mit einem Gelenk 24 am Oberteil 22
und an seinem unteren Ende mit einem Gelenk 25 am Leitkörper 3 schwenkbar gelagert.
Bei dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel sind zwei untereinander gleiche
Rührer vorgesehen, welche diametral einander gegenüber angeordnet sind. Die Oberteile
22 der Rührer sind
an der Spitze des kegelförmigen Leitkörpers 3
mittels eines Bolzens 26 befestigt, der zweckmäßig durch Längsschlitze in den Oberteilen
22 hindurchgeht. Durch Verschieben der Oberteile 22 bei der Montage in Seitenrichtung
kann der Rührer 21 praktisch jeder beliebigen Trichterform angepaßt werden. Der
Rührer 21 bewirkt beim Umlaufen ein Zerschneiden und Zerschlagen des oberhalb des
Leitkörpers 3 angesammelten Schüttgutes, das, falls es zum Zusammenbacken neigt,
eine Art Gewölbe bildet, das indessen nur eine geringe Tragkraft hat. Hierdurch
wird wirksam ein Zusammenbacken des Materials im Bereich oberhalb des Leitkörpers
3 verhindert.
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Die Möglichkeiten zur Anwendung und Ausführung der Erfindung beschränken
sich nicht auf die hier als Beispiel zur Erläuterung beschriebenen und dargestellten
Einzelheiten. So kann beispielsweise der umlaufende Leitkörper 3 statt einer konischen
Oberfläche auch eine kugelige Oberfläche haben. Die Einrichtung gemäß der Erfindung
läßt sich sowohl für sehr feinkörnige als auch für grobkörnige Schüttgüter anwenden.