DE2051133C - Vorrichtung zur mehrstelligen numerischen Gleichstromanzeige - Google Patents
Vorrichtung zur mehrstelligen numerischen GleichstromanzeigeInfo
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- DE2051133C DE2051133C DE2051133C DE 2051133 C DE2051133 C DE 2051133C DE 2051133 C DE2051133 C DE 2051133C
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Description
Die Eifmdimg betrifft fine Vorrichtung zur mehr-
·· stolligen numerischen Gleiehstromanzeige, bei dor ein
Transformator mit einer Eingangswicklung für den anzuzeigenden Gleichstrom vorgesehen ist, mit einer
an eine Ziffernanzeige hoher Ordnung angeschlossenen, nachstellbaren Grobkompensation für den Mugnellluß,
mit einer an eine ZilTernanzeige niedriger Ordnung angeschlossenen nachjustierbaren Feinkompensation
fllr den Magnetlluß und mit einem Flußdetektor zur Messung erfolgter Magnctllußkompcnsation,
wobei die Grobkompensation eine Grobkompensationswicklung des Transformators mit
mehreren Abgriffen aufweist, die Über einen Umschalter mit verschiedenen Windungszahlen an eine
Bezugsstroini|uel!e anschließbar ist, und die Feinkompensation
eine Feinkompensationewicklung des Transformators aufweist, die an eine feinverstellbarc
Stromquelle angeschlossen ist und diese Stromquelle als Stellglied mit dem Flußdeteklor als Meßglied
einen Regler zur Nullkompensation des Magnetflusses im Kern des Transformators bildet.
Aufgabe der F.rfindimg ist es, die in der älteren
Palentanmeldung P 20 16 406.1 vorgeschlagene Vorrichtung einfacher auszugestalten.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die feinverslellbare Stromquelle eine analog multiplizierende
Koeffizientenschaltung mit zwei wahlweise über einen Umschalter einschaltbaren Widerständen in
Reihe aufweist, deren Koeffizientenschaltung an den Ausgang des Flußdetektors angeschlossen ist und auf
eine Ausgangsspannung als Multiplikator einstellbar ist, und daß als ZilTernanzeige ein digitales Voltmeter
an den Ausgang des Flußdetektors angeschlossen ist.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung erläutert. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 das Schaltbild eines Ausführungsbeispiels
zur (Jleichslromanzeige und
Fi g. 2 eine Modifikation zur Messung von Widerständen.
Gemäß F i g. 1 sind um einen magnetischen Kern C
hoher magnetischer Permeabilität eine Eingangswicklung Ni, eine (irobkompensationswicklung Nx mit
mehreren Abgriffen, eine Feinkompensationswicklung Nc und zwei Detektorwicklungen Nd1 und Nd., gewickelt.
Die Deteklorwicklungen Nd1 und Nd., haben
gleiche Windungszahlen und sind mit entgegengesetztem Wicklungssinn aufgewickelt. Sie sind in Serie geschaltet.
Die Ausgangsspannung eines Oszillators O1 liegt über eineiiTransformatorM an den beiden freien
Enden der in Serie geschalteten Detektorwicklungen Nd1, Nd.„ Die Spannung zwischen dem neutralen
Mittelabgriir der Sekundärwicklung des Transformators
M und dem Verbindungsknoten zwischen den beiden Detektorwicklungen gelangt in einen Demodulator
/), wo sie nach dem Ausgang der Os/illatorspannung
des Oszillators Ox moduliert wird, Ks ergibt
sich dadurch folgende Arbeitsweise. Im Falle, daß kein magnetischer GleicliHuß in dem Magnetkern
vorliegt, sind die Impedanzen der Wicklungen Ndx
und N(Lj, zueinander gleich, und es gelangt kein Hingangssignal
an den Demodulator I). Wenn jedoch ein magnetischer (ileichslromlluß im Kern (.' vorliegt,
dann ergibt sich ein imbalancierter Zustand, und es gelanjit ein nach Maßgabe der Richtung des magnetischen
Musses moduliertes Hingangssignal an ilen
Demodulator D. Dieses Hingangssignal wird dann mit dem Ausgangssignal des Oszillators Ox demodulieil,
so daß am Ausgang des Demodulators eine Gleichspannung entsteht, deron l'oluritlU und Grüße dem
magnetischen Gleichstromfluß In dem Kern C entspricht.
Dieses Gleichstromsignal wird in dom Verstärker
Ao verstärkt und gelangt un das digitale Voltmeter V
und an die Koeffizientenschaltung B, von der es liber
die Feinkompensationswicklung Nc Über einen Umschalter W« an den Widerstand/?, bzw. Rä gelangt.
Die Eingangswicklung Nl liegt mit ihren Enden nach
ίο Maßgabe der Sehallstellung eines zwischengeschaltelen
Umschalters Wx entweder an den Eingangsanschlllssen
TXx und TX., oder an den Bezugsstromanschlilssen
Tox und ΤοΛ, An den EingangsansehlUssen
TXx und TX.} liegt "eine Meßstromquelle Ix und
»5 an den BezugsstromanschlUssen To1 und Τού liegt
eine Bczugsstromquelle lo. Die Bezugsstromquelle Io
ist außerdem über einen mehrpoligen Umschalter F an die jeweils durch den Umschalter F abgegriffenen
Wicklungen der Grobkompensationswicklung Nx an-
ao geschlossen. Zur Steuerung der bis jetzt beschriebenen Teile dient die Steuerschaltung K. Die Koeffizientenschaltung
B bestimmt das Verhältnis zwischen der Ausgangsspannung des Verstärkers A ο und derjenigen
Spannung, die an die Serienschaltung aus der Fein-
kompensationswicklung Nc und dem jeweils eingeschalteten Widerstand R1, R., gelangt. Die Koeffizientenschaltung
multipliziert als"o die Ausgangsspannung des Verstärkers Ao mit einem eingestellten Koeffizienten
und ist hinsichtlich des Koeffizienten bzw. Multiplikators von Seiten der Steuerschaltung einstellbar.
Zunächst werden gesteuert durch die Steuerschaltung K die Umschalter Wx, W., und F geschaltet, und
zwar wird der Umschalter F in eine Abschaltstellung geschaltet, der Umschalter Wx wird in die gezeichnete
Stellung geschaltet, in der er die Eingangswicklung Ni an die Bczugsstromquelle Io anschließt, und
der Umschalter HO wird in die gezeichnete Stellung geschaltet, in der er den Widerstand Rx einschaltet.
Es fließt mithin Gleichstrom aus der Bezugsstromquelle Io durch die Eingangswicklung Ni, und es entsteht
ein magnetischer Glcichstromlluß in dem magnetischen Kern C. Daraufhin entsteht am Ausgang
des Demodulators D ein Signal, dessen Polarität der des Magnetflusses entspricht und das an den Verstärker
Ao gelangt und auf Grund dessen in der Feinkompensationswicklung Nc ein Strom hervorgerufen
wird, der einen Gleichstrommagnetfluß im Kern C hervorruft, der dem erstgenannten entgegengelichtet
ist. Zur Erläuterung sei kurz folgendes angeführt. Wenn der Widerstand der Wicklung Nc vernachlässigt
wird, dann ergibt sich folgende Gleichung:
Gleichung 1
loNi Ic1Nc
In dieser Gleichung bedeutet Io den Strom der Bezugsstromquelle
la, Ni die Windungszahl der Hingangswicklung Ni, Ic1, den durch das Verhältnis K1[R1
gegebenen Slromtluß in der Feinkompensationswicklung
Nc, wobei /·,', die Ausgangsspannung des Verstärkers Ao ist. Die Gleichung 1 entspricht einem
stabilen Zustand. Wenn der Verstärkungsgrad des Verstärkers Ao hinreichende Größe hat, löschen sich
f>5 die Gleichslrommagnetllüsse im Kern C gegenseitig
aus. Das Digilalvoltmeter V mißt die Ausgangsspannung Zs1 des Verstärkers Ao und gibt daraufhin ein
Signal an die KoefiizienteiiKchaltung Ii und an die
Steuerschaltung K, Die Steuerschaltung K Hcluiliet
daraufhin die Kocfltolontonschaliung 13 uul' den
Wert ß, und schaltet don Umschalter W. um, so daß
nun die Eingangswicklung Nl an die Meßstromquolle
/,v angeschlossen ist. Daraufhin entsteht am Ausgang
des Verstärkers Ao das AuHgungmlgnul Et, und für
den StromlluB Ic, in der Feinkompensationswieklung
/Vc gilt /c.j - IiKJR1, und daraus folgt die
Gleichung 2
/.r/V/ = lc„Nc
10
Das Digitalvoltmeter V mißt die Spannung /·,'.„ Die
SteuerschaltungK schaltet nun den Umschalter"/7 auf
eine solche Wicklungsanzahl, die der im Voltmeter V gemessenen Spannung E., entspricht. Außerdem schaltet
die Steuerschaltung K den Umschalter W„ um, so
daß nun der Widerstand /?„ eingeschaltet ist" Infolge
der Umschaltung des Umschalten·. F und der nun angeschlossenen Windungen der Grobkompensations- ao
wicklung Nx wird ein Gleichstrommagnetfluß In
durch die Grobkompensationswicklung Nx hervorgerufen, der dem der Eingangswicklung Ni entgegengerichtet
ist. Es entsteht mithin am Ausgang des Verstärkers Ao eine neue Spannung £.,, und es ergibt as
sich in der Feinkompensationswieklung Nc ein Stromfluß Ic3 ~ BEJIi.,, und daraus folgt
Gleichung 3
IxNi -= loNx
I- Ic3Nc
entsprechend einem stabilisierten Zustand. Das Digitalvoltmeter V mißt nun die Spannung E3 und zeigt an
Gleichung 4
35
E., I l E, - Ea
" R.
" R.
Gleichung 5
/.Y
Io
R,
E,
To1 und To2 angeschlossen wird, wenn mit der Schaltung
nach Fig. I das Verhältnis der Widerstandswerte
der Widerstünde Rx und Ro gemessen werden soll. Die Ausgangsklemmen des Verstlirkcrs A, liegen
dann in Reihe mit dem Widerstand Rx zwischen den Anschlußklemmen Ta-, und 71Jr3 und die Ausgangsklemmen
des Verstärkers/I2 in Reihe mit dom Widerstand
Wo zwischen den Anschlußklemmen To1
und T(Jj, aus Fig. 1 jeweils an Stelle der in Fig.)
gezeichneten Stromquellen Ix bzw. /o. Mit Eo ist eine Bezugsspannungsquelle bezeichnet, die jeweils zwischen
das am Anschluß aus Fig. 1 gelegene Ende der beiden Widerstände Iiχ und Ro und dem einen
Eingangsanschluß der beiden Verstärker A ( und /I2
geschaltet ist. Die Verstärker/I1 und /I2 mit den zugehörigen
Widerständen sind unabhängig voneinander geschallet und nicht gemeinsam geerdet. Der
Slromfluß zwischen den Eingangsanschlüssen Ta, und 71A2 und den Bezugsstromanschlüssen To1 und
To., hängt von der Größe der zugehörigen Widerstände Rx und Ro ab, deren Verhältnis dann auf
Grund der wie oben im Text zu Fig. 1 beschriebenen Stioininessung errechnet werden kann.
Mit der Schaltung nach der Erfindung kann das Verhältnis eines Meßstroms zu einem Bezugsstrom
gemessen werden. Diese Messung beruht auf der Kompensation des Magnetflusses in dem Kern C.
Auch wenn der Eingangswiderstand der Schaltung nach F i g. 1 klein ist, ergeben sich, bedingt durch
die Nullkompensation, auch dann keine Instabilitäten, wenn der Innenwiderstand der Meßstromquelle ZA-klein
ist. Die Koeffizientenschaltung B ermöglicht es, das Verhältnis für die gemessenen Stromwerte direkt
abzulesen. Die Grobkompensationswicklung Nx gestattet es, in einem zweiten Meßsehritt eine feine, sehr
genaue Strommessung vorzunehmen, wenn dies gewünscht wird.
Wenn man BEJR., durch Ic3 in der Gleichung 3
ersetzt, der Koeffizient B auf E1 gesetzt ist, der Wert
von für Nc aus der Gleichung 1 genommen wird und die Windungszahl Nx = E3Ni beträgt, dann schreibt
sich die Gleichung 3:
45
Wenn man das Verhältnis von R1 zu R., auf Eintausendstel
einstellt, dann kann das Voltmeter V direkt und dezimal mit den drei Stellen niedrigster
Ordnung die Spannung E3 und mit den Stellen nächsthöherer
Ordnung die Spannung E., anzeigen, so daü sich insoweit eine dezimale Anzeige ergibt. Das
Stromverhältnis Ix zu Io entspricht dem angezeigten Spannungswert Ex. Die Grobkompensationswicklung
Nx ermöglicht es, die Messung zu den Dezimalstellen höherer und zu den Dezimalstellen niedrigerer Ordnung
getrennt in zwei Schritten vorzunehmen. Diese zwei Meßschritte wird man nur durchführen, wenn
eine genaue Messung gewünscht ist. Wenn man dagegen nur eine grobe Messung braucht, dann genügt
ein Meßsehritt entsprechend Gleichung 2, und man braucht die Grobkompensationswicklung Nx und den
Widerstand R., nicht einzuschalten.
Fig. 2 zeigt eine Schaltung, die an Stelle tier in
Fig. 1 gezeichneten Stromquellen an die Hingangsanschlüsse
Tx1, Tx., und die Bezugsstromanschlüsse
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zur mehrstelligen numerischen Gleichstromanzeige, bei der ein Transformator mit einer Eingangswicklung für den anzuzeigenden Gleichstrom vorgesehen ist, mit einer an eine Ziffernanzeige hoher Ordnung angeschlossenen, nachstellbaren Grobkompensation für den Magnetfluß, mit einer an eine Ziffernanzeige niedriger Ordnung angeschlossenen nachjustierbaren Feinkompensation für den Magnetfluß und mit einem Flußdetektor zur Messung erfolgter Magnetflußkompensation, wobei die Grobkompensation eine Grobkompensationswicklung des Transformators mit mehreren Abgriffen aufweist, die über einen Umschalter mit verschiedenen Windungszahlen an eine Bezugsstromquelle anschließbar ist, und die Feinkompensation eine Feinkompensationswieklung des Transformators aufweist, die an eine feinverstellbare Stromquelle angeschlossen ist und diese Stromquelle als Stellglied mit dem Flußdetcktor als Meßglied einen Regler zur Nullkompensation des Magnetflusses im Kern des Transformators bildet, dadurch gekennzeichnet, daß die feinvcrslellbaiv Stromquelle eine analog multiplizierende Koel'lizientensehaltung (B) mit zwei wahlweise übei einen Umschalter (W.,) einschaltbaren Widerständen (W1, ft.j) in Reihe aufweist, deren KoellizienlenschalHing (B) an den Ausgang des Fluß-detektors [Nd, M, 01, D) angeschlossen ist und auf eine Ausgangsspannung (El) als Multiplikator einstellbar ist, und daß als Ziffernanzeige ein digitales Voltmeter (F) an den Ausgang des Flußdetektors angechlossen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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