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DE2050288C3 - Lichtempfindliches photographisches Aufzeichnungsmaterial - Google Patents

Lichtempfindliches photographisches Aufzeichnungsmaterial

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DE2050288C3
DE2050288C3 DE19702050288 DE2050288A DE2050288C3 DE 2050288 C3 DE2050288 C3 DE 2050288C3 DE 19702050288 DE19702050288 DE 19702050288 DE 2050288 A DE2050288 A DE 2050288A DE 2050288 C3 DE2050288 C3 DE 2050288C3
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DE19702050288
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DE2050288B2 (de
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Douglas Charles Victor; Kerr William Carroll Middlesex; Reed Harold Kenneth Rochester; N.Y. Joseph (V.St.A.)
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Eastman Kodak Co
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Eastman Kodak Co
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Description

der FR-PS 15 26 402, der GB-PS 8 05 549 und der US-PS 34 49 142, Polyalkylenoxyde und deren Derivate zur antistatischen Ausrüstung von KunsibluiT-oberflächen, nicht jedoch photographischen Aufzeich-
55 nungsmaterialien, zu verwenden.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein lichtempfindliches photographisches Aufzeichnungsmaterial mit einem beidseitig mit einem Polyolefin beschichteten Papierschichtträger anzugeben, dessen antistatische Aus-60 rüstung gegenüber der aus der FR-PS 15 56 240 bekannten antistatischen Ausrüstung noch weiter ver-
Die Erfindung betrifft ein lichtempfindliches photo- bessert ist, so daß auch Aufzeichnungsmaterialien mit graphisches Aufzeichnungsmaterial, bestehend aus Silberhalogenidemutsicnsschichten mit vergleichseinem beidseitig mit einem Polyolefin beschichteten weise sehr hoher Empfindlichkeit vor elektrostatischen Papierschichtträger, mindestens einer auf einer Seite 65 Aufladungen geschützt werden können,
des Papierschichtträgers aufgebrachten lichtempfind- Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß
liehen Emulsionsschicht und einer auf die gegenüber- sich die gestellte Aufgabe dadurch lösen läßt, daß man liegende Seite des Schichtträgers aufgebrachten anti- zur Herstellung der antistatischen Schicht nicht nur
einen Polyelektrolyten und Siliciumdioxyd in bestimmten Mengenverhältnissen sondern zusätzlich ein bestimmtes Polyalkylenoxyd in bestimmten Mengenverhältnissen verwendet.
Gegenstand der Erfindung ist ein lichtempfindliches photographisches Aufzeichnungsmaterial, bestehend aus einem beidseitig mit einem Polyolefin beschichteten Papierschichtträger, mindestens einer auf einer Seite des Papierbchichtträgers aufgebrachten lichtempfindlichen Emulsionsschicht und einer auf die gegenüberliegende Seite des Schichtträgers aufgebrachten antistatischen Schicht, die einen aniomschen, einen Film bildenden organischen Polyeiektroly: und kolloidales Siliciumdioxyd enthält, das dad·"--1! gekennzeichnet ist, daß die antistetische idr-'ut den Polyelektrolyten in einer Menge niu Λ ,-■■.* 25 Gewichtsprozent und das kolloidale . !.Si'mdioxyd in einer genügenden Menge enthä!\ um aie antistatische Schicht nicht klebrig zu mache:;, ·■· 1 daß sie außerdem ein Polyalkylenoxid mit einem Molekulargewicht von 400 bis 1000 in einer Menge von 16 bis 35 Gewichtsprozent, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der antistatischen Schicht, enthält.
Die Tatsache, daß sich die gestellte Aufgabe durch antistatische Schichten der angegebenen Zusammensetzung würde lösen lassen, war nicht ohne weiteres zu erwarten, zumal sich die gestellte Aufgabe durch Austausch des Polyalkylenoxyds durch andere bekannte antistatisch wirksame Verbindungen nicht lösen läßt. Erfindungsgemäß gelingt es, den spezifischen Oberflächenwiderstand der Schichtträger auf unter 10'' Ohm zu vermindern.
Zur Erzielung optimaler Ergebnisse müssen die Mengenverhältnisse der drei Komponenten der antistatischen Schicht in den angegebenen Grenzen liegen. Aus den später folgenden Beispielen geht außerdem hervor, daß Schichten aus den drei angegebenen Komponenten einer, wesentlich wirksameren Schutz gegenüber stat ^chen Aufladungen bieten als Schichten aus einer dieser drei Komponenten oder aus einem Gemisch aus zwei der Komponenten.
Bei der Herstellung lichtempfindlicher photographischer Aufzeichnungsmaterialien werden eleKtrostatische Ladungen bekanntlich in den Vorrichtungen zum Auftragen von Emulsionsschichten sowie in den mit hoher Geschwindigkeit betriebenen Schneid-, Transport- und Abspulvorrichtungen erzeugt, wobei im wesentlichen zwei verschiedene Arten von elektrosu'ischen Aufladungen auftreten, nämlich eine durch das Abspulen von Rollen des Papierschichtträgermaterials erzeugte elektrostatische Aufladung und eine durch den Transport des Schichtträger- und Aufzeichnungsmaterials erzeugte Aufladung. An den Abspulvorrichtungen, an denen das abzuspulende Papierschichtträgermaterial oder das beschichtete Material ίο von den Rollen abgezogen wird, erfolgt eine Aufladung, die ?ls Abspul-Aufladung bezeichnet werden kann. Es werden aber auch innerhalb der Herstellungsvorrichtungen elektrostatische Ladungen erzeugt, die durch Kontakt und Trennung des Schichtträger- und Auf-Zeichnungsmaterials von den Transportwalzen hervorgerufen werden. Diese als Transport-Auf ladung bezeichenbare Aufladung hängt von der Umlaufgeschwindigkeit und der Beschaffenheit der Transportwalzen sowie von der Beschaffenheit der Oberfläche des zu transportierenden Materials al» Die Erzeugung von elektrostatischen Ladungen wird ferner von der inneren elektrischen Leitfähigkeit und Jem Feuchtigkeitsgehalt des Schichtträgers sowie der umgebenden Atmosphäre beeinflußt. Dies bedeutet, daß die Erzeugung vr η elektrostatischen Aufladungen eine dynamische Erscheinung ist, die durch den Grad der Kontaktelektrifizierung durch Reibung des Aufzeichnungsmaterials und die elektrische Leitfähigkeit desselben, welche die Geschwindigkeit der Ableitung der 3: elektrischen Ladungen bestimmt, beeinflußt wird. Diese beiden Faktoren, die Ladungserzeugung und die Ableitung der Ladung müssen genau aufeinander abgestimmt sein, da sonst beim Abspulen Entladungsstöße und als Folge einer Transport-Aufladung Funkenentladungen auftreten können. Zur Vermeidung des Auftretens statischer Aufladun3en muß die Ableitungsgeschwindigkeit der Ladungen größer sein als die Geschwindigkeit der Ladungsbildung. Ob dies der fall ist, läßt sich dadurch ermitteln, daß man die Oberflächenleitfähigkeit an Hand des spezifischen Oberflächenwiderstandes bei bestimmten Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen, nämlich bei 23,9 C unu 20°oiger relativer Feuchtigkeit zwischen zwei Elektrodenplatten mißt und daraus den spezifischen Oberfiächenwiderstand nach der folgenden Formel errechnet:
Spezifischer Oberflächenwiderstand (Ohm) = gemessener Widerstand (Ohm) · Abs'-ind /wischen den Elektroden (cm)
Länge der Elektroden (cm)
Bezüglich weiterer Einzelheiten des vorstehend beschriebenen Verfahrens zur Messung des spezifischen Oberfiächenwidcrstandes sei auf die US-PS 28 01 191 verwiesen.
Ein erfindungsgemäl-Sc ν '!mmt-Mt' μ .>τ' dadurch hergestellt, d.iH 1 m u ■ «lu-ni■·■ srhichtträgers, beispul· ·■ > ■■ :m :, ; ■. 1 ,, 1 , , > tung, durch Lxtrudu- ■ '·■ < >. h
durch Auflaminieren e·" r · '
mit einer Polyolefins^.^ ; 1 ■·■. . i .:■ ;
len- oder Polyathykn ' · ' '■■<
beiden Seiten des l\ip im >
schiedene Polyolefine)! > > > '
Dabei kann ic k-, μι·ν\ι>! ;
beschichtet werden. Der Papierschichtträger Kann aber auch wie au. der US-PS 32 53 922 bekannt, mit einer Lösu.12 aus einem elektrisch leitfähigen Salz,
I-■■ -ispit-ΐ.Λ. ;.c emem /Mk.ilimetallsuifat. / B. N ;!num-■·. Tit. InIItCiV-Ci-MiH sein, wobei ilts Sj1/ ein ---nerc1- -'4,IhKiIMi hi!.; unit ,u|| im direkten .".mi1 Kt mit l'.ipu-i .hu T" i^er hc !in.'·!
itl ' / Ii- ' ; ■! ! 1 llc!lU"lv.pfi;iil!i.Jv Jlhntcl-
Ui II..·.-. !.,·- \ .:' . .. ilM.IIV .Μ.,Ιι'Μ.Ι1 Π Il , 11' ! i Γ! I lld '.1 Il l!
l . Jl π. .v-k-'il
I > ι . - ■ ■ ■, Nui/tMi'hü'i'iLi ,ni ι ei < <■' '■>'■ M-.-h. ·-■ -i. > ■■■'·, ι Ii hlt'-ii'er l:i und .lei.
,· .■■ ', ■ r „w-.1 ■::·>' »iicl·· 'I! ■■■ i s-
■ ■ 14 / H nicr -I il ·■ -■>■_-1
halogenidcmulsionsschicht und der antistatischen Schicht 13.
Es hat den Anschein, daß dann, wenn das Aufzeichnungsmaterial ein inneres Antistatikum aufweist und die Oberfläche der Polyolefinschicht 11 zur Erzielung einer guten Haftung der Emulsionsschicht 14 mittels einer Korona-Entladung aktiviert wird, das n" inneren vorhandene Antista'ikum zu einer ungleichmäßigen Aktivierung der Schicht 11 führt. Dieser Effekt kann jedoch dadurch vermieden werden, Jaß ti.iN Aufzeichnungsmaterial mit der äußeren antistatischen Schicht 13 beschichtet wird, wodurch überraschenderweise eine bessere Aktivierung der Polyolehnoberflüchc erreicht wird.
Gegebenenfalls kann der Papierschichtträger selbst \or der Aufbringung der Polyolefnischicht zur Verbesserung der Haftung derselben mit I lektronen bestrahlt, d h. einer Koronaentladung ausgesetzt, werden. An Stelle der ,'Jekironenbestrahlung kann zur Verbesserung der Haftung üer Polyolefinschicht auf dem Papierschichtträger auch dne Grundier- oder Zwischenschicht verwendet werden. Die Dicke des Papierschichtträger kann innerhalb weiter Grenzen verschieden sein. Die Dicke der Polymerschichten, beispielsweise der Polyäthylenschichten, kann ebenfalls innerhalb eines weiten Bereiches verschieden sein.
Das Extrudieren der Polyolefine auf den Papierschichtträger erfolgt in der Weise, daß auf jede Seite des Schichtträgers etwa 9.8 bis etwa 39 g Polyolefin pro m2 Sehichttraf'croberfläche aufgetragen werden
/ur Herstellung eines lichtempfindlichen ph<>tograr'ii^chcn Auf/tichiiungsmateridK nach der I rlindung ki rinen als Polyolefine PoKäthylen. Polypropylen und Äthvlei, Cropylen-Mischpolymensate verwendet na den Geeignete Polyäthylene haben eine Dichte von (). / (ι t is (M(HOg cm3, eine Viskosität, gemessen durch den .'M.hmclzindcx gemäß AST M D-1J38. Bedingung E, von IS'i l>is 20,0, vorzugsweise 3,0 bis 12,0 Dezigramm pro Minute und eine Knstallinität von 40 bis 90 '„. Geeignete Polypropylene haben eine Dichte von 0,90d bis 0,910, eine Viskosität, bestimmt nach ASTM D-17 38, Bedingung L. von 10 bis 90, vorzugsweise 40 bis 90 Dezigramm pro Minute und eine Kristallinität von 60 bis 80",,. Die Polyolefine werden nach bekannten Verfahren unter Verwendung von beispielsweise /legler-Katalysatoren hergestellt. Fs können auch Mischungen aus Polyolefinen mit hober Dichte und Polyolefine mit niedriger Dichte verwendet werden, wobei letztere entweder von der Anfangspolymensation von Olefinen zu Polyolefinen mit niedriger Dichte oder von einem Wärmeabbau von Polymeren mit hoher Dichte stammen. Andere geeignete^ aliphatische Polyolefine sind Polyallomere, d. h. Äthylen. Propylen-Mischpolymerisate, wie sie beispielsweise aus der US-PS 34 78 128, der CA-PS 7 98 911 und der FR-PS 15 06 769 bekannt sind.
Bei den zur Erzeugung einer antistatischen Schicht eines lichtempfindlichen photogranhischen Aufzeichnungsmaterials nach der Erfindung verwendbaren Polyelektrolyten handelt es sich vorzugsweise um wasserlösliche filmbildende anionische Verbindungen. Beispiele für solche Verbindungen sind die Alkalimetall- und Ammoniumsalze von polymeren Carbonsäuren. / B. Natriumsalze der Poly methacrylsäure, Salze von Cellulosesulfaten. Salze von Polyvinylphnsphaien und Salze vor teilweise vercsttrten Lactonen ones Vinylalkohol i./i-Dicarbonsäure-Mischp.Wvmcris.iies Die zuletzt genannten Sjlze werden hergestellt aus Lactonen von harzartigen Heteropolymerisaten von Vinylalkohol und ungesättigten ^-Dicarbonsäuren, die gegebenenfalls durch Monohydroxyalkohole verestert sind (vgl. US-PS 32 60 706) und Überführung derselben in die Alkalimetallsalze gemäß US-PS 31 69 946. Ein Beispiel für ein solches Esterlactonsalz ist das Butyllactonsalz des Beispiels 1 der US-PS 32 60 706, das, wie im Beispiel 17 der US-PS 3169 946 beschrieben, in das Natriumsalz
ίο überfuhrt werden kann
Die PolyalkylenoiydkiTnponer'e der antistatischen Schicht eines lichtempfindlich ι photographischen Aufzeichnungsmaterial· der Erfindung ist besonders kritisch im Hinblick auf das Molekulargewicht, wie aus den Daten der weiter unten beschriebenen Beispiele hervorgeht. Während die Alkyieneinheiten der Kohlenstoffkette 2 bis 4 Kohlenstoffatomen enthalten können, wie das bei Polyäthylen-, Polypropylen- und Polybutylenoxyd und Gemischen davon der Fall ist, muß das Molekulargewicht bei 400 bis 1000 liegen.
Das kolloidale Süiciumdioxyd der antistatischen
Schicht eines lichtempfindlichen photographischen Aufzeichnungsmaterial· der Erfindung kann, wie in der LS-PS 27 01 218 beschrieben, hergestellt -erden.
Geeignete mit Aluminium modifizierte kolloidale SiIiciumciioxy'e sind im Handel erhältlich.
Die zur Erzielung eines optimalen spezifischen Oberflächenwiderstandes, d. h. eines Wertes von weniger als 10" Ohm verwendeten Mengenverhältnisses der drei Komponenten der antist.iti .ciirn Sehich1 in dem lichtempfindlichen photograph! chen Aufzeichnungsmaterial der I rfwidung <ind kritisch, d h., sie -nüssen in den angegebenen Grenzen liegen
Die antistatische Schicht eines erfindungsger.i.ißen Aufzeichnungsmaterial· enthält etwa 50 bis 81: Gewicht »prozent kolloidales Silieiumdmxyd. Vor/Jt'swei^e enthält die Schicht weniger als 80'jewicni·.-prozent Siliciumdioxyd und mehr als 4 Gewich'sprozent des Polyelektrolyten und mehr als 16 Ge-Wichtsprozent an Polyalkylenoxyd. Eine sehr gute wirksame antistatische Schicht enthält etwa 4 Gewichtsprozent Polyelektrolyt. z. ß. etwa 4 Gewichtsprozent eines Polymethacrylsäuresalzes, etwa 30 Gewichtsprozent eines Polyalkylenoxydes, z. B. eines
Polyäthylenoxydes mit einem Molekulargewicht von 400 und etwa 66 Gewichtsprozent kolloidales Siliciumdioxyd.
Die antistatischen Schichten werden vorzugsweise nach einer Aktivierung der Oberflächen der Polyolefin-
schichten mit chemischen Agenzien, wie z. B. einer sauren Dichromatlösung oder nach einer Fiammenbehandlung. insbesondere nach der Aktivierung der Polyolefinoberflächen durch eine Korona-Entladung auf die Polyolefinoberflächen aufgebracht. Zur Er-
zeugung der Korona-Entladungen können übliche bekannte Stromquellen verwendet werden. Die Funkenstrecken-Stromquelle für die Korona-Entladung versorgt die Elektroden in bekannter Weise mit Strom mittels eines funkenstreckenerregten Oszillators. Eine
Änderung der Grundfrequenz der Korona wird dadurch erreicht, daß man die Primärfrequeaz des Oszillators innerhalb eines Bereiches von bis zu 10 JOO oder mehr Hertz ändert. Zur Erzielung einer ausreichenden Haftung der Schichten auf der durch
6S Korona-Entladung aktivierten Oberfläche wird zweckmäßigerweise eine Hochspannungs-Korona-Entladung mit Spitzenspannungen von beispielsweise 25 000 bis 50 000 Volt angewandt. Spannungen in dieser Großen-
Ordnung sind zur Korona-Aktivierung von Polymeren bei Transportgeschwindigkeiten des Schichtträgers von etwa 30 bis etwa 300 rn pro Minute oder mehr geeignet.
Die Korona-Entladung kann auf die Polymeroberfläche beispielsweise mit Hilfe verschiedener, in der Nähe der Polymeroberfläche angebrachter Metallelektrt ,;.-n aufgebracht werden, die an einer Stelle angeordnet sind, an der die Polymeroberfläche eine geerdete Metallwalze, die mit einem dielektrischen Material, ζ B einem linearen Polyester, beschichtet ist, passiert Desgleichen kann eine Metallwalze als !'rager für die SchichtträiRThahn gemeinsam mit einer Anzahl von Elektr·1 !en. die im gleichen Abstand planetarisch von der (;r-erfiäche der Metallwalze angeordnet sind und die mit einem Dielektrikum mindest *ns auf der d r Me'allwalze am nächsten liegenden Oberfläche beschichtet 'ind. verwendet werden. Der Ab tand der F'ekt" den zu der Polymeroberfläche und zu 'er geerdeten Walze soll dabei so groß sein, daß r/ei d r angewai dten Spanning die Korona-Entladung erzeugt wird und ein freier Durchlauf der Schichtt ä erbahn durch die Aktivierungszone gewährleistet is Die Korona-Entladung wird durch einen Wechselst om odir eine Kombination aus einem Gleichstrom mit einem überlagerten Wechselstrom erzeugt.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der F' findung besteht die lichtempfindliche Emulsionssch ~ht des Aufzeichnungsmaterials aus einer Schwarz-Weiß-Emulsionsschic!it hoher Empfindlichkeit. Die Emulsionsschicht oder F.mulsionsschichten des Aufzeichnungsmaterial können jedoch auch aus den verschiedensten, auf verschiedene Art und Weise sensibilisierten farbphotographischen Emulsnmsschichtcn bestehen
Die folgenden Beispiele· sollen die Erfindung näher erläutern.
Beispiel 1
Es wurde ein photographischer Papierschichtträger mit einem Gewicht von etwa 108 g m2 verwendet. Jede Seite des Schichtträger wurde durch Korona-Entladung aktiviert und mittels eines Extruders mit Polyäthylen in einer solchen Menge beschichtet, daß auf eine Schichtträgerfiäche von 1 m2 etwa 39 g Polyäthylen entfielen. Eine der Polyäthylenoberflächer. wurde dann durch eine Korona-Entladung aktivier', und in einem Arbeitsgang mit einer Beschichtungsmasse der im folgenden angegebenen Zusammensetzung derart beschichtet, daß auf eine Trägerfläche von 1 mz 0,5 bis 2,5 g, vorzugsweise 1,5 g, Feststoffe entfielen.
Kolloidales Siliciumdioxyd
(30gewichtsprozentige Dispersion) . .. 22,0 g
Wasserlösliches Natriumcellulose-
sulfat*) 0,4 g
Polyäthylenoxyd (Molekulargewicht 400) 3,0 g
Wasser 74,6 g
*) Technisches Produkt mit 2,5 Sulfateinhetten pro Anhydroglukoseeinheit.
Die verwendete Beschichtungsmasse. die 66 Gewichtsprozent kolloidales Siliciumdioxyd, 4 Gewichtsprozent Natriumceüulosesulfat und 30 Gewichtsprozent Polyäthylenoxyd (bezogen auf das Trockengewicht) enthielt, wies eine genügende Menge Siliciumdioxid auf. io dab sine nicht klebrige Oberfläche erhalten wurde. Der spezifische Oberflächenwiderstand des mit dieser Beschichtungsmasse beschichteten Papiers, gemessen bei 21,TC und 20%i?er relativer Feuchtigkeit lag bei 5 / 10° Ohm im Vergleich zu 1010 Ohm für ein mit Polyäthylen beschichtetes Papier, das keine antistatische Schicht aufwies.
Die andere Polyäthylenoberfläche des Papierschichtträgers wurde dann ebenfalls durch eine Korona-Entladung aktiviert und darauf mit einer grobkörnigen Gelatine-Silberbromidjodidemulsion von hoher Empfindlichkeit beschichtet. Es wurde festgestellt, daß die Emulsion bei ihrer Verarbeitung in der Emulsionsbeschichtungsvorrichtung durch statische Aufladungen nicht beeinträchtigt wurde, wäh-
t5 rend der gleiche, von einer an'istatischen Rückschicht freie Papierschichtträger bei Beschichtung mit der Emulsion statische Entl idungsbilJer in der erzeugten Emulsionsschicht erkennen ließ.
Beispiel 2
Das im Beispiel 1 beschriebene Verfahren wurd: wiederholt, wobei jedoch diesmal die nachfolgend angegebenen Polyalkylenoxyde verwendet wurden, mit denen die nachfolgend angegebenen Ergebnisse erzielt wurden. Die Schichten wurden bei Raumtemperatur getrocknet:
Molekular
gewicht
Spezifischer Oher-
flachenwiderstand bei
21.1 Cund20°-,re'a-
tiver Feuchtigkeit in
Ohm
Polyäthylen<>xyd 200 6.3 ■ 10s
Polyäthylenoxyd 400 1,2-10»
40 Polyäthylenoxyd 1000 2- 10'°
Polyäthylenoxyd 6000 3.1 ■ 10'*
Polypropylenoxyd 400 4 ■ 1010
Die vorstehend wiedergegebenen Daten zeigen, daß Polyalkylenoxyde mit einem Molekulargewicht von 200 bis 1000 zu einer beachtlichen Schutzwirkun<? gegenüber statischen Aufladungen führen, daß jedoch dann, wenn die Emulsionen einen spezifischen Schicht-Oberflächenwiderstand von weniger als 1010 Ohm aufweisen sollen, Polyalkylenoxyde mit einem Molekulargewicht innerhalb eines Bereiches von 200 bis 400 verwendet werden müssen.
Entsprechende Versuche, bei denen Glyzerin, Triäthylenglykol und Diäthylenglykol gemeinsam mit Cellulosesulfat, und kolloidalem Siliciumdioxyd an Stelle der Polyalkylenoxyde in der antistatischen Schicht verwendet wurden, zeigten, daß die bei den bei Raumtemperatur getrockneten Proben erhaltenen spezifischen Oberfiächenwiderstände zu Beginn bei 6,3 ■ 108 bis IO12 Ohm lagen, daß jedoch beim Trocknen der Papierschichtträger bei 93C zur Simulierung d.r in einer Emulsionsbeschichtungsvonichtung herrschenden tiedingungen die spezifischen Oberrlächenwiderstände unbefriedigend wurden Unter den gleichen Tr.-cknungsbedingungen (03 O blieben dagegen die spezifischen Obenlächenwiderslände der erftnvcr vcndeten Proben, die in der anti-
609 61ΛΉ4
statischen Schicht ein Polyäthylenoxyd mit einem Molekulargewicht von 400 bis 1000 aufwiesen, praktisch unverändert.
Beispiel 3
Das im Beispiel 1 beschriebene Verfahren wurde wiederholt, wobei jedoch diesmal die durch Korona-Entladung aktivierten Oberflächen mit den gleichen Mengen einer oder mehrerer der drei Komponenten der Beschichtungsmassc beschichtet wurden. Dabei wurden die in der nachfolgenden Tabelle angegebenen Ergebnisse erhalten.
Der Prüfling (f) zeigt die überraschende Wirksamkeit der verwendeten Kombination aus kolloidalem Siliciumdioxyd, einem Polyelektrolyten und einem Polyalkylenoxyd zur Herstellung einer nicht klebrigen anl/statischen Schicht.
Spezifischer Obcrflachcnwidcrstand bei 21,1 T und 20"'„ relativer Feuchtigkeit in Ohm
1,5· 10"*)
ID10
(a) Polyäthylenoxyd
(Molekulargewicht 400)
(b) a) plus kolloidales
Siliciumdioxyd
(c) Natriumpolymethacrylat 2 · I010*)
(d) c) plus kolloidales 1012 Siliciumdioxyd
(e) c) plus Polyäthylenoxyd 10° 5 · 10°*) (Molekulargewicht 400)
(f) d) plus Polyäthylenoxyd 10° — 5 · 10" (Molekulargewicht 400)
*) Die Schichten waren für die Verwendung zu klebrig.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

\J statischen Schicht, die einen anionischem einen Film Patentansprüche: bildenden organischen Polyelektrolyten und kolloida les Siliciumdioxyd enthält.
1. Lichtempfindliches photographisches Auf- Es ist allgemein bekannt, photographische Papiere Zeichnungsmaterial, bestehend aus einem beid- 5 dadurch weitgehend wasserundurchlässig zu machen, seitig mit einem Polyolefin beschichteten Papier- daß man sie mit hydrophoben Polymeren, beisPieisschichtträger, mindestens einer auf einer Seite des weise Styrolpolymerisaten, Polyacrylaten oder PoIy-Papierschichtträgers aufgebrachten lichtempfind- äthylen, beschichtet. Derartige photographische Palichen Emulsionsschicht und einer auf die gegen- piere haben jedoch den Nachteil sich wahren^ ihrer überüegende Seite des Schichtträgers aufgebrachten io Herstellung, Verarbeitung und Verwendung elektroantistatischen Schicht, die einen anionischen, einen statisch aufzuladen. Die erzeugten elektrostatischen Film bildenden organischen Polyelektrolyten und Ladungen führen in ?uf die Papiere autgetragenen kolloidales Siliciumdioxyd enthält, dadurch photographischen Emulsionsschichten eicht zur Ausgekennzeichnet, daß die antistatische bildung von unregelmäßigen Schleierbildern. Die AnSchicht den Polyelektrolyten in einer Menge von 15 Sammlung elektrostatischer Ladungen auf den Pa-4 bis 25 Gewichtsprozent und das kolloidale SiIi- pieren ist auch deshalb unerwünscht, weil Schmutzciumdioxyd in einer genügenden Menge enthält, teilchen, die von den elektrostatischen Ladungen angeum die antistatische Schicht nicht klebrig zu zogen werden, zu einer Desensibilisierung, ochlesertnachen,unddul sie außerdem ein Polyalkylenoxyd bildung und zu physikalischen Defekten des photomit einem Molekulargewicht von 400 bis 1000 in 20 graphischen Aufzeichnungsmaterial fuhren können, einer Menge von 16 bis 35 Gewichtsprozent, Bei mit einem Polymeren, wie z. B. Polyäthylen, bejeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der anti- schichteten Papieren ist das Problem der statischen statischen Schicht, enthält. Aufladung wegen der nicht leitenden Natur des PoIy-
2. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, da- meren besonders groß. Da sich jedoch die Polyolefine durch gekennzeichnet, daß die aniistatische Schicht 25 außergewöhnlich gut zum Beschichten photographidas kolloidale Siliciumdioxyd in einer Menge von scher Papiere für du Herstellung photographischer 50 bis 80 Gewichtsprozent enthält. Aufzeichnungsmaterialien eignen, hat es nicht an Ver-
3. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 2, da- suchen gefehlt. Wege aufzufinden, die es ermöglichen, durch gekennzeichnet, daß die antistatische Schicht mit Polyolefinen beschichtete Papiere wirksam amiden Polyelektrolyten in einer Menge von 4 Ge- 3° statisch auszurüsten.
wichtsprozent, das kolloidale jiliciumdioxyd in So ist, beispielsweise aus der FR-PS 15 56 240, be-
einer Menge von 66 Gewkhtsf ozent und 30 Ge- reits ein photographisches Aufzeichnungsmaterial mit
wichtsprozent Polyalkylenoxyd eiishält. einem mit einem Polyolefin beschichteten Papier-
4. Aufzeichnungsmaterial nach den Ansprüchen 1 schichtträger bekannt, das eine antistatische Schicht bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die antistatische 35 aus einem anionischen, einem Film bildenden orga-Schicht als Polyelektrolyten em Alkalimetall- oder nischen Polyelektrolyten und kolloidales Silicium-Ammoniumsalz von Polymethacrylsäure, Cellu- dioxyd enthält. Durch eine solche untistatische Schicht losesulfat, Polyvinylphosphat oder eines teilweise gelingt es den spezifischen Oberfläcnenwiderstand von veresterten Lactons eines Vinylalkohols/Ä,/?-Di- Polyäthylenschichten von etwa 10ieOhm auf etwa carbonsäure-Mischpolymerisats enthält. 40 1012 Ohm, gemessen bei 21,1°C und 20%iger reia-
5. Aufzeichnungsmaterial nach den Ansprüchen 1 tiver Feuchtigkeit, zu vermindern. Es hat sich jedoch bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die aniistatische gezeigt, daß derartige Siliciumdioxydteilchen enthal-Schicht als Polyalkylenoxyd Polyäthylenoxyd ent- tende Deckschichten zwar einen sehr wirksamen hält. Schutz von Silberhalogenidemulsionsschichten, mit
6. Aufzeichnungsmaterial nach den Ansprüchen 1 45 einer durchschnittlichen Lichtempfindlichkeit gegenbis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schicht- über statischen Aufladungen bieten, daß sie jedoch träger beidseitig mit Polyäthylen, Polypropylen, Silberhalogenidemulsionsschichten mit einer höheren einem Polyäthylen/Polypropylen-Gemisch oder Empfindlichkeit nicht den gewünschten Schutz gegeneinem Äthylen/Propylen-Mischpolymerisat be- über elektrostatischen Aufladungen bieten,
schichtet ist. 50 Es ist des weiteren auch bereits bekannt, z. B. aus
DE19702050288 1969-10-24 1970-10-13 Lichtempfindliches photographisches Aufzeichnungsmaterial Expired DE2050288C3 (de)

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US86908669A 1969-10-24 1969-10-24
US86908669 1969-10-24

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DE2050288A1 DE2050288A1 (de) 1971-05-06
DE2050288B2 DE2050288B2 (de) 1975-09-11
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