DE2049599A1 - Metallreinigungsmaschine für industrielle Zwecke - Google Patents
Metallreinigungsmaschine für industrielle ZweckeInfo
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Description
Patentanwalt Dipl. Ing. Hartmut Kehl 7300 Essiingen, Müibergerstr. 32A
Telefon Stuttgart (0711)359992 cable «hakepat« esslingenneckar
Deutsche Bank Essiingen 210906 Postscheckamt Stuttgart 10004
Chase Manhattan Bank New York
3osef Schulz 8. Oktober 1970
7 Stuttgart-Sillanbuch Anu/altsakte 852
Metallreinigungsmaschine für industrielle Zwecke.
Dia Erfindung betrifft eine (lilatallrainigungsmaschina für industrialle
Zu/ecke, versehen mit einem Drehtisch, einem von außen darauf schiebbaren Wagen für die zu reinigenden Werkstücke,
einem äußeren Gehäuse und einer stationären Spritzdüsenanordnung für die Reinigungsflüssigkeit innerhalb des
Gehäuses.
Bei bekannten Metallreinigungsmaschinen dieser Art ist der "
Drehtisch auf einer schweren und umfangreichen zentralen Tragsäule gelagert und tuird durch einen zentralen Drehantrieb
oder über einen äußeren Zahnkranz angetrieben. Das äußere Gehäuse ist entweder als ganzes durch ein Portal hochziehbar
oder durch Seitentüren weit zu öffnen. In beiden Fällen ist der Drehtisch begehbar ausgebildet und weist als
Ladefläche eine Siebplatte mit Flüssigkeitsdurchlaßöffnungen auf, die klein gehalten sind, um die Begehbarkeit des Drehtisches
nicht zu gefährden. Die Spritzdüsenanordnung erstreckt sich nur entlang der Seitenmände und der Decke des Gehäuses.
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Die verhältnismäßig kleinen Sieblöcher des Drehtisches dienen
nur zum Abfluß der Reinigungsflüssigkeit. Gespritzt wird beim
Umlauf des Werkstückes von der Seite her und von oben, aber nicht von unten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ifletallreinigungsmaschine
der eingangs genannten Art zu schaffen, die bei einfachem Aufbau eine wesentlich verbesserte Reinigungsuiirkung
aufweist. Dies uiird dadurch erreicht, daß bei fest angeordnetem Gehäuse mit Seitentür zum Einfahren des Wagens,
a) der Drehtisch nach Art eines groblochigen Gitterrostes
ausgebildet ist
b) und unter Freilassung des unter seinem mittleren Bereich liegenden Raumes auf einem äußeren Rollenkranz
gelagert ist,
c) und die Spritzdüsenanordnung sich bis unter den Drehtisch in den unter dessen mittleren Bereich liegenden,
von der Lagerung freien Raum erstreckt mit nach oben, durch den groblochigen Gitterrost des Drehtisches gerichteten
Düsenöffnungen.
Dabei ist es vorgesehen, den Drehtisch grundsätzlich nicht mehr begehbar auszubilden, sondern nur mittels des Wagens zu
beschicken. Zweckmäßigem/eise ist deshalb auch die Ladefläche
des Wagens nach Art eines groblochigen Gitterrostes ausgebildet. Für kleinere Teile ist dem Wagen eine durchlöcherte
Ladeplatte zugeordnet, die - angepaßt an die Grundrißform des Drehtisches - u/esentlich breiter saLn kann als der Wagen,
wobei die Seitentür des Gehäuses zum Durchlaß des Wagens mit ausgesetzter Ladeplatte entsprechend breit ausgebildet ist.
Durch diese !maßnahmen kann die erfindungsgemäße Maschina
überraschend einfa±i aufgebaut werden und hat durch die sich
bis unter den Drehtisch erstreckende Spritzdüaenanordnung eine
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stark verbesserte Reinigungsu/irkung. Dabei ist wichtig, daß
gerade dBr Raum unter dem mittleren Bereich des Drehtisches
zur Anordnung der Spritzdüsen zur Verfügung steht, die damit
in einem Bereich zur Einwirkung kommen können, in dem die von der Seite her und von oben ausgespritzten Flüssigkeitsstrahlen
ihre schwächste Wirkung haben und der deshalb in Bezug auf den dort zu reinigenden Bereich eines Werkstücks
bei den bekannten Maschinen besonders kritisch ist. Eine Spritzdüsenanordnung in diesem Bereich ist bei den bekannten
Maschinen deshalb nicht möglich, weil sich dort die umfangreiche Drehsäulenlagerung des Drehtisches befindet. Auch
sind die bekannten Drehtische mit zu engen Löchern versehen, %
um wirksam Reinigungsstrahlen von unten durchspritzen zu können.
Zweckmäßigeru/eise sind die Tragrollen der Rollenlagerung
ortsfest gelagert und laufen auf einer Umfangsschiene des Drehtisches. Der Drehtisch greift am Außenrand somit nur
wenig nach unten und eine die Spritzdüsenanordnung aufweisende Rohrleitung kann sich zwischen den Tragrollen radial von
außen bis unter den Drehtisch, und zwar möglichst nahe der Unterseite seines Gitterwerks, erstrecken. Bei einer bevorzugten
Ausführungsart verläuft die Spritzdüsenanordnung entlang einer ringförmig sich über Decke und Seitenwände
des Gehäuses und unter den Drehtisch durch erstreckenden Rohrleitung. Es ist auch möglich, daß die Spritzdüsenanordnung
an der Decke des Gehäuses und unter dem Drehtisch entlang von etwa nach der Umrißlinie einer Kuchenstückform gebogenen
Rohrleitungen verläuft.
Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung der Drehtischlagerung
ist auch ein sehr einfacher Drehantrieb möglich. Zweckmäßigerwei8e
greift an der für die Rollenlagerung vorgesehenen Umfangsschiene zugleich Bine durch einen Motor angetriebene
Drehantriebarolle an. Bei einer wegen ihrer
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Einfachheit bevorzugten Ausführungsart ist die Antriebsrolle als Reibrolle ausgebildet, wobei die Beaufschlagungsfläche
an der Umfangsschiene des Drehtisches entweder glatt oder
aufgerauht oder auch mit Nocken oder Zähnen versehen sein
kann. Bei schweren Drehtischen kann als Antriebsrolle auch ein Zahnrad verwendet werden. In weiterer Ausgestaltung ist
dia Antriebsrolle in senkrechter Richtung bewaglich gelagert und eine oder zwei Gegenrollen laufen auf einer gegenüberliegenden
Seite der Umfangsschiena und stehen mit der Antriebsrolle in einer elastischen Spannverbindung.
Der Raum unter dem Drehtisch ist vorzugsweise als Auffangbehälter und Vorratstank für die Reinigungsflüssigkeit ausgebildet.
Bei einer anderen Aueführungsart, die insbesondere für den Einsatz von mehreren verschiedenartigen Reinigungsflüssigkeiten vorgesehen ist, die getrennt voneinartler aufgefangen
werden sollen, befindet sich in der Mitte unter dem Drehtisch eine zentrale Siebanordnung, zu der ein trichterförmiger
Boden unter dem Drehtisch die aufgefangene Flüssigkeit führt. Dabei weist der Drehtisch vorzugsweise eine
zentrale Öffnung auf zum Herausheben des Siebes oder mehrerer, übereinander angeordneter Siebe. Der trichterförmige Boden
und die Siebanordnung sind vorteilhafterweise ortsfest angeordnet.
Unter dieser. Siebanordnung befindet sich eine Auffangwanne, von der für die einzelnen Reinigungsflüssigkeiten jeweils
eine, z.B. durch ein magnetventil beherrschte, Ableitung
zu einem Vorratstank abgeht.
Bei dieser Ausführungsart kann ein die Siebanordnung enthaltendes zentrales Rohr zugleich als Tragrohr für zusätzliche
Tragrollen für den mittleren Bereich des Drehtisches ausgebildet sein. Damit kann insbesondere für groOe Drehtische,
von z.B. 2Θ0 cm Durchmesser zur Aufnahme von z.B.
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5-6 Tannen, eine zusätzliche Lagerung vorgesehen werden, die
aber viel leichter gebaut ist und im Durchmesser tuenigar Platz
wegnimmt als eine einzige zentrale Drehsäulenlagerung, so daß auch hier der Raum zur Anordnung der Spritzdüsan unterhalb
das Drehtisches vorhanden ist.
Uieitare Einzelheiten und Vorteile dar Erfindung ergeben sich
aus der folgenden Beschreibung von in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbaispielen. In der Zeichnung zeigen
Fig. 1 eine 'arfindungsgamäße lYlatallreinigungsmaechine in
perspektivischer AuQenansicht,
Fig. 2 in schematischer Darstellung die Spritzdüsenanordnung
der Maschine nach Fig. 1,
Fig. 3 in vergrößerter Darstellung Bin Schnitt durch dia
Gahäusawand mit einer sog. Handdüse,
Fig. 3a in perspektivischer Ansicht eine Abwandlung dar
in Fig. 3 gezeigten sog. Handdüse,
Fig. 4 in Darstellung ähnlich der Fig. 2, jedoch stark verkleinert,
eine andere Spritzdüsenanordnung,
Fig. 5 einen senkrechten Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 6 und 7 durch den unteren Teil der reinigungsmaschine,
wobei Teile hinter dar Zeichenabana zur
besseren Übersicht weggelassen sind,
Fig. 6 einen vergrößerten waagrBchten Teilschnitt längs der
Linie VI-VI in Fig. 5,
Fig. 7 in verkleinerter Darstellung einen luaagrechten Schnitt
auf der Höhe dar Linie VII-VII in Fig. 5 bei abga-"
nommenem Drehtisch und weggelassener oberer Deckwand
einer naban dam Gehäuse angeordneten BBikammer,
Fig. 8 ein waagrechter Schnitt ähnlich wie Fig. 7 mit aufgesetztem
Drehtisch, aber weggelassener Boikammer,
Fig. 9 in Draufsicht einen Beschickungswagsn für die
Reinigungsmaschine,
Fig. 1ü und 11 eine andere Ausführungsart, und zwar im senkrechten
Schnitt durch die untoron Teile etwa
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entsprechend dar Fig. 5 und in Draufsicht auf den
Drehtisch.
Die in dar Zeichnung dargestellte Ifletallreinigungsmaschine
hat ein Oberteil 1 und ein im li/arkstattboden eingelassenes
Unterteil 2. Auf der Höhe das UJerkstattbodens befindet sich
ein Drehtisch 3, über dem in der Gehäusewand 4 eine Seitentür 5 zum Einfahren eines in Fig. 9 dargestellten U/agens 6
angeordnet ist. Das Gehäuse ist fest angeordnet. In seine Decke mündet ein Abzugsrohr 7 mit Gebläse Θ. In der Seitenwand
4 befindet sich ein Sichtfenster 4a.
Bei der Ausführungsart noch Fig· 5-8 besteht der Drehtisch
nach Art eines sehr groblochigen Gitterrostes aus einem Außenring 9, einem Innenring 10, z.B. acht spaichenartige Radialstreben
11, die zwischen dem Innen- und Außenring über Zu/ischenstreben 12 miteinander verbunden sind. Diese aus
Flacheisen bestehenden Teile sind miteinander zu einem Gitterwerk verschweißt. Für den U/agen 6 sind zwei Laufschienen
13 aufgeschweißt. Das ganze Gitterwerk ruht mit den Radialstreben 11 auf einer Umfangsschiene 14 L-förmigen
Querschnitts und ist dort angeschweißt. Diese Umßngsschiene
erstreckt sich, wie Fig. 5 zeigt, mit ihrem waagrechten Schenkel 15 radial nach innen und dient mit dessen Unterseite
als Lauffläche für z.B. acht Tragrollen 16, die ortsfest auf Konsolen 1? gelagert sind. Auf der Höhe des Außenringes 9 ist
der Drehtisch 3 von einem Ringträger 18 umgeben, der auf einer Reihe von Stützen 19 ruht. Die Konsolen 17 für die Tragrollen
16 sind jeweils an einer solchen Stütze 19 angeschweißt.
Der senkrechte Schenkel 20 der L-förmigan Umfnngsschiano 14
ragt radial außerhalb den Rollen 16 nach unten. Auf seiner AuOonoeite ist eine zweite UmfangsnchienB 21 kleineren L-förmigen
Querschnitts mit ihrem senkrechten Schenkel 22 Rücken an Rücken
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nebeneinander angeschweißt. Die beiden Schenkel 22 und 20
bilden gemeinsam einen unteren AbschluGrand, der von einer
Antriebsrolle 23 beaufschlagt iuird. Diese ist in dem gezeichneten
Beispiel als Reibrolle ausgebildet. Sie ist über ein Kardangelenk 24 ο. dgl. in senkrechter Richtung beweglich
in einer Stütze 19 gelagert und steht über eine nicht gezeichnete Dichtung durch die Gehäusewandung 4 hindurch
mit einer Antriebsscheibe 25 in Drehverbindung, die von einem Motor 26.angetrieben wird. Wie Fig. 5 zeigt, greift
der waagrechte Schenkel 27 der äußeren Umfangsschiene 21 radial nach außen und wird auf seiner Oberseite von zwei A
Gegenrollen 20 beaufschlagt, die als Paar zusammengefaßt
in einem Winkelstück 29 gelagert sind, das seinerseits um eine waagrechte Achse 30 schwenkbar ist. Auf dem Wellenstück
31 zwischen der Antriebsrolle 23 und ihrem Kardangelenk 24 greift über ein entsprechendes Drehlager eine Stange 32 an,
die das Winkelstück 29 durchgreift und über eine Feder 33 in elastischer Spannverbindung mit ihm steht. Auf diese U/eise
wird die Antriebsrolle 23 stets elastisch gegen den unteren gemeinsamen Laufrand der beiden Umfangsschienen 14 und 21
gepreßt.
Wie Fig. 5 zeigt, ist infolge der Lagerung des Drehtisches mittels der äußeren Tragrollen 16 der ganze unter seinem |
mittleren Bereich liegende Raum frei und als Auffangbehälter
34 und Vorratstank für die Reinigungsflüssigkeit ausgebildet» Spritzdüsen 35 sind entlang einer ringförmig sich über Decke
und Seitenwände des Gehäuses und unter den Drehtisch 3 durch erstreckenden Rohrleitung 36 angeordnet, wie Fig. 2 und 5
schematisch zeigen. Dabei greift die Rohrleitung 36 zwischen
zwei Tragrollen 16 radial nach innen. Die Reinigungsflüssigkeit kann somit nicht nur von oben und von der Seite her,
sondern auch von unten durch das Gitterwerk des Drehtisches hindurch gespritzt werden.
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Bei der Ausführungsart nach Fig. 4 sind die Spritzdüsen 35
an der Decke «des Gehäuses und unter dem Drehtisch 3 entlang von etwa nach der UmriOlinie einer Kuchenstückform von etu/a
30-45 Bogeniuinkel gebogenen Rohrleitungen 37 angeordnet ·
Daneben können auch Düsen von der Seite her spritzen.
In üblicher UJeise sind ferner sog. Handdüsen 38 vorgesehen
zum gesteuerten Spritzen in verschiedene Richtungen. Bei einer bekannten Lösung werden hierzu die Düsenstrahlen selbst
entsprechend abgelenkt, wozu eine verhältnismäßig kompliziert aufgebaute und störanfällige Kugeldüse dient. Fig. 3 zeigt
eine wesentlich einfachere Lösung. Dort ist die Spritzdüse 39 der sog. Handdüee 38 en einer in der Gehäuseiuand 4 gelagerten
Drehkugel 40 befestigt, an der ein Handgriff 41 angreift. Zur Abdichtung dient eine Dichtmanschette 42. Die
Drehkugel 40 kann mittels «eines Feststellers 43 festgesetzt werden. Über einen gepanzerten Schlauch 44 ist die Spritzdüse
39 an eine Flüssigkeitsleitung 45 angeschlossen.
Es können auch mehrere Spritzdüsen 39 an einer Drehkugel 40 sitzen. Eine derartige Anordnung ist in Fig. 3a gezeigt. Dort
sitzt auf der nicht dargestellten Drehkugel im Gehäuseinneren eine Platte 70, auf der in Dreiecksanordnung, z.B. 7 cm auseinander,
drei Spritzdüsen 39 angebracht sind, und zu/ar derart, daß sie mit ihren Düsenstrahlen auf einen gemeinsamen Schnittpunkt
71 etiua im Bereich der Drehachse des Drehtisches ausgerichtet
sind. Bei einem Durchmesser des Drehtisches von 180 cm liegt der Schnittpunkt 71 etwa 80-100 cm von der Gehäuseuiand
entfernt. Durch diese Düsenanordnung, die über die Drehkugel gemeinsam verschiuenkt wird, entstehen im Schnittpunkt 71
starke Wirbel mit einer hervorragenden Reinigungsu/irkung.
U/ie Fig. 9 zeigt, ist die Ladefläche des U/agens 6 ebenfalls nach
Art eines groblochigen Gitterrostes ausgebildet. In der Tür-
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Öffnung 46 des Gehäuses (Fig. 5 und θ) schließen sich entsprechend den Laufschienen 13 des Drehtisches nach außen
führende Laufschienen 47 an. Die Türöffnung 46 mit den Seitentüren 5 ist so breit gehalten, daß der Wagen 6 mit
einer in Fig. 9 eingezeichneten aufgesetzten Ladeplatte 4B einfahren kann. Diese dient zum Ablegen von kleineren
Teilen und ist nach Art eines Siebes durchlöchert, wobei die Löcher kleiner sind als diejenigen des Gitterwerks des
Uiagens 6, aber immer noch so groß, daß von unten gut durch—
gespritzt werden kann. Die Ladeplatte 48 ist der Grundrißform des Drehtisches entsprechend angepaßt. -
Wie Fig, 7 zeigt, ist neben dem Unterteil 2 der Maschine
im UJerkstattboden eine Beikammer 49 angeordnet mit einem
Siebkasten 50 mit mehreren Stecksieben 51 unterschiedlicher Feinheit. Der Auffangbehälter 34 unterhalb des Drehtisches
ist zu dem Siebkasten 50 hin offen. Die Reinigungsflüssigkeit wird aus dem Siebkasten über eine Leitung 52 durch eine
Pumpe 53 abgesaugt und über eine Leitung 54 in nicht gezeigter UJeise den Spritzdüsen u/ieder zugeführt. In der Beikammer
49 ist auch der Antriebsmotor 26 für die Antriebsrolle 23 untergebracht. Vorteilhaft ist, daß für den
ganzen Antrieb nur eine einzige Dichtung, nämlich diejenige zwischen der Antriebsscheibe 25 und dem Kardangelenk 24 ä
(Fig. 5), beim Durchgriff durch die Gehäuseujandung 4 notwendig
ist.
Bei der Ausführungsart nach Fig. 10 und 11 ist der Drehtisch 3, seine Rollenlagerung und sein Drehantrieb im Prinzip gleich ausgebildet
wie bei der Ausführungsart nach Fig. 5-8. In der Mitte unter dem Drehtisch befindet sich in einem Rohr 55
eine zentrale Siebanordnung 56 in Gestalt von z.B. zwei übereinander gehaltenen Sieben 57, 58 unterschiedlicher
Feinheit, die nach oben durch eine zentrale Öffnung 59 des Drehtisches herausgehoben werden können. Unterhalb der
Rollenlagerung ist ortsfest ein trichterförmiger Boden 60
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angeordnet, der an dem zentralen Rohr 55 angeschweißt ist.
Durch Öffnungen 61 im Rohr 55 oberhalb des Bodens 60 wird
die aufgefangene Flüssigkeit der Siebanordnung 56 zugeführt.
Zwischen den Tragrollen 16 hindurch kann ebenfalls eine
Rohrleitung 36 mit Spritzdüsen 35 radial nach innen in den Raum zwischen dem trichterförmigen Boden 60 und dem
Drehtisch 3 greifen und durch den letzteren hindurch nach oben spritzen.
Da bei dieser Ausführungsart das zentrale Rohr 55 ohnehin v/orhanden sein muß, kann es insbesondere bei großen Drehtischen
von z.B. 280 cm Durchmesser und für 5-6 Tonnen Belastung, als Tragrohr für zusätzliche Tragrollen 62 dienen, die im
mittleren Bereich des Drehtisches auf einen Laufring 63 laufen.
Unterhalb der Siebanordnung 56 befindet sich eine Auffanguianne
64, von der verschiedene, jeweils durch ein magnetventil 65 beherrschte Leitungen 66 abgehen. Hiermit können
mehrere unterschiedliche Reinigungsflüssigkeiten nacheinander
verwendet und in den jeweiligen Tank zurückgeführt werden.
Dar Drehtisch 3 läuft nur langsam, z.B. mit ein bis zuiei Umdrehungen
pro Minute, um, so daß der Verschleiß der Antriebsrolle 23 gering ist. Die Tragrollen 16 und 62 und auch die
Antriebsrolle 23 können Kunststoffrollen sein, die ohne Schmierung auskommen oder durch die Reinigungsflüssigkeit
ausreichend geschmiert werden.
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Claims (17)
-
AA 2049599 Patentanwalt Dipl. Ing. Hartmut Kehl 7300 Eselingen, Mülbergerstr. 32 A Telefon Stuttgart (0711)359992
cable «hakepat« esslingenneckarDeutsche Bank Esslingen 210906
Postscheckamt Stuttgart 10004
Chase Manhattan Bank New York3osef Schulz 8. 0ktoberl970 7 Stuttgart-Sillenbuch Anuialtsakte 652 PatentansprüchelYIetallreinigungsmaschine für industrielle Zwecke, versehen mit einem Drehtisch, einem von außen darauf schiebbären Wagen für die zu reinigenden Werkstücke, einem äußeren Gehäuse und Biner stationären Spritzdüsenanordnung für die Reinigungsflüssigkeit innerhalb des Gehäuses, dadurch gekennzeichnet, daß bei fest angeordnetem Gehäuse mit Seitentür (5) zum Einfahren des Wagens (6)a) der Drohtisch (3) nach Art eines groblochigen Gitterrostes ausgebildet istb) und unter Freilassung des unter seinem mittleren Bereich liegenden Raumes auf einem äußeren Rollenkranz (16) gelagert istc) und die Spritzdüsenanordnung (35) sich bis unter den Drehtisch (3) in den unter dessen mittleren Bereich liegenden, von der Lagerung freien Raum, erstreckt, mit nach oben, durch den groblochigen Gitterrost des Drehtisches gerichteten Düsenöffnungen.209816/1251 - 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daG auch die Ladefläche des Wagens (6) nach Art eines groblochigen Gitterrostes ausgebildet ist.
- 3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daG für kleinere Teile dem Wagen (6) eine durchlöcherte Ladeplatte (48) zugeordnet ist, die - angepaßt an die GrundriOform des Drehtisches (3) — wesentlich breiter sein kann als der Wagen (6), wobei die Seitentür (5) des Gehäuses zum Durchlaß des Wagens (6) mit aufgesetzter Ladeplatte (48) entsprechend breit ausgebildet ist.
- 4. Maschine nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet , daß die Tragrollen (16) der Rollenlagerung ortsfest gelagert sind und auf einer Umfangsschiene (14) des Drehtisches (3) laufen.
- 5. Maschine nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spritzdüsenanordnung (35) entlang einer ringförmig sich über Decke und Seitenu/ände des Gehäuses und unter den Drehtisch (3) durch erstreckenden Rohrleitung (36) verläuft.
- 6. Maschine nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet , daß die Spritzdüsenanordnung (35) an der Decke des Gehäuses und unter dem Drehtisch (3) entlang von etwa nach der Umrißlinie einer Kuchenstückform gebogenen Rohrleitungen (37) verläuft.
- 7. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der Umfangsschiene (14) eine durch einen Motor (26) angetriebene Drehantriebsrolle (23) angreift.?0981 6/1251
- 8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch g e k e η η zeichn et, daß die Antriebsrolle (23) als Reibrolle ausgebildet ist.
- 9. faschine nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsrolle (23) in senkrechter Richtung beweglich gelagert ist und eine oder zwei Gegsnrollen (28) auf einer gegenüberliegenden Seite der Umfangsschiene (14) laufen und mit der Antriebsrolle (23) in einer elastischen Spannuerbindung (32,33) stehen.
- 10t Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß an eine innere Umfangsschiene (14) großen L-förmigen Querschnitts eine äußere Umfangsschiene (21) kleinen L-förmigen Querschnitts angeschweißt ist, die mit ihren senkrechten Schenkeln (20,22) Rücken an Rücken nebeneinander nach unten ragen und gemeinsam einen unteren, won der Antriebsrolle (23) beaufschlagten Abschlußrand bilden, während der obere waagrechte Schenkel (15) der inneren Umfangsschiene (14) radial einwärts weist und als Auflager für das Gitter des Drehtisches (3) dient und der obere waagrechte Schenkel (27) der äußeren Umfangsschiene (21) radial nach außen weist und mit seiner Oberseite als Laufring für die Gegenrolle (n) (28) dient.
- 11. Maschine nach einem der Ansprüche 1-10'mit sog. Handdüsen zum gesteuerten Spritzen in verschiedene Richtungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Spritzdüse (n) (39) der sog. Handdüsen (38) an einer in der Gehäusewand (4) gelagerten und mit einem äußeren Handgriff (41) steuerbaren, vorzugsweise durch einen Feststeller (43) festsetzbaren, Drehkugel (40) befestigt und über einen entsprechend langen Zuleitungsschlauch (44) an eine Flüssigkeitsleitung (45) angeschlossen sind (Fig. 3).209816/1251
- 12. Maschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daG an der Drehkugel (40) im Gehäuseinneren eine sternförmige Anordnung uon z.B. drei Spritzdüsen (39) angebracht ist, die auf einen gemeinsamen Schnittpunkt (71) etwa im Bereich der Drehachse des Drehtisches (3) ausgerichtet sind (Fig. 3a).
- 13. Maschine nach einem der Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum unter dem Drehtisch (3) als Auffangbehälter (34) und Vorratstank für die Reinigungsflüssigkeit ausgebildet ist.
- 14. Maschine nach einem der Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, daß in der mitte unter dem Drehtisch (3) sich eine zentrale Siebanordnung (56) befindet, zu der ein trichterförmiger Boden (60) unter dem Drehtisch (3) die Flüssigkeit führt (Fig. 10 und 11).
- 15. Maschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet , daß der Drehtisch (3) eine zentrale Öffnung (59) aufweist zum Herausheben der Siebe (57,58).
- 16. Maschine nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß der trichterförmige Boden (60) und die Siebanordnung (56) ortsfest angeordnet sind.
- 17. Maschine nach einem der Ansprüche 14-16, dadurch gekennzeichnet , daß ein die Siebanordnung (56) enthaltendes zentrales Rohr (55) zugleich als Tragrohr für zusätzliche Tragrollen (62) für den mittleren Bereich des Drehtisches (3) ausgebildet ist.209818/1251Leer seife
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2011141351A1 (de) * | 2010-05-11 | 2011-11-17 | Dürr Ecoclean GmbH | Prozessbehälter |
-
1970
- 1970-10-09 DE DE19702049599 patent/DE2049599A1/de active Pending
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OHN | Withdrawal |