DE2049420A1 - Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung längsnahtgeschweißter Rohre - Google Patents
Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung längsnahtgeschweißter RohreInfo
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- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21C—MANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
- B21C37/00—Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape
- B21C37/06—Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape of tubes or metal hoses; Combined procedures for making tubes, e.g. for making multi-wall tubes
- B21C37/08—Making tubes with welded or soldered seams
- B21C37/0807—Tube treating or manipulating combined with, or specially adapted for use in connection with tube making machines, e.g. drawing-off devices, cutting-off
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
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Description
Kabel- und Metallwerke 1 1084
Gutehoffnungsliütte Aktiengesellschaft 204942Q 4 okt 1970
Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung längsnahtgeschweißter Rohre
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung längsnahtgeschweißter
Rohre, vorzugsweise aus Nichteisenmetall, bei dem ein längseinlaufendes Metallband zum Schlitzrohr geformt, an
seinen Bandkanten mittels elektrischer Lichtbogenschweißung verschweißt und das so gebildete Metallrohr anschließend weiterbehandelt
wird.
Bei längsnahtgeschweißten Rohren zeigen die Schweißnähte gegenüber
dem Grundgefüge eine Kornvergröberung, die zum Teil aus
Festigkeitsgründen und zum Teil aus Gründen der Dichtigkeit des Rohres unerwünscht ist und deshalb rückgängig gemacht
werden muß.
Es ist ein Verfahren zum Stumpfnahtschweißen mit Vergütung der Schweißnaht von Aluminium oder Aluminiumlegierungen bekannt,
bei dem die Schweißnaht ohne Hinzufügen weiteren Schweißdrahtes wieder geschmolzen und wieder zum Erstarren gebracht wird.
Durch diese Maßnahme wird im wesentlichen erreicht, daß die in der Schweißnaht befindlichen Verunreinigungen in Richtung
der Außenfläche gestoßen werden, so daß die Natur der Verbindungestelle
oder Fuge an der Mittelebene geändert und der Verbindungsstelle eine verbesserte Festigkeit gegeben wird.
Eine Verringerung der Kerngröße wird hier nur bedingt erzielt (DAS 1 097 692).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Schweißnaht längsnahtgeschweißter Rohre so zu vergüten, daß sie in Bezug
auf Festigkeit und Dichtigkeit den allerhöchsten Ansprüchen genügt.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei einem Verfahren eingangs erwähnter Art das Metallrohr im
Bereich der Schweißnaht durch Überlagerung zweier Spannungszustände verformt wird. Durch diese Oberlagerung von zwei
Spannungszuständen wird der Bereich der Schweißnaht sehr
stark plastisch kaltverformt, so daß sich eine Vielzahl von Gitterstörungen im Gefüge bilden, die den Keim für das neu
zu bildende Korn bilden. Das Gefüge im Bereich der Schweißnaht wird durch das erfindungsgemäße Verfahren wesentlich
feinkörniger als es mit den bisher bekannten Verfahren möglich war.
Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens. Diese Vorrichtung besteht erfindungsgemäß aus einer zwischen zwei Widerlagern angeordneten, das
Metallrohr aus seiner Durchlaufebene auslenkenden Druckrolle,
die eine in Umfangsrichtung verlaufende Wulst aufweist. Mit Hilfe dieser Vorrichtung ist es möglich, einmal eine Biegespannung
- durch das Auslenken - und zum zweiten eine Druckspannung - durch die in ümfangsriehtung verlaufende Wulst im
Bereich der Schweißnaht zu erzeugen. Es kann auch in einigen Fällen von Vorteil sein, statt der Druckrolle einen
Ziehstein zu verwenden, durch den das Metallrohr ausgelenkt wird und der eine die Schweißnaht eindrückende Hase aufweist.
Vorteilhaft ist es, wenn die Breite der Wulst mindestens der Breite der Schweißnaht entspricht, wobei unter der Schweißnaht
der gesamte durch die Schweißwärme geftigemäßig beeinflußte Bereich verstanden sein soll. Der gesamte Bereich der
Schweißnaht wird somit durch die Druckrolle verformt, so daß auch die Kornvergröberungen in den Randzonen der Schweißnaht
beseitigt werden.
Um die Druckspannung der Gegenrolle bzw. der Wulst völlig
auf die Schweißnaht zu übertragen, ist es zweckmäßig, der. Druckrolle eine Gegenrolle zuzuordnen. Druck- und/oder Gegenrolle
weisen erfindungsgemäß eine halbkreisförmige in Umfangsrichtung verlaufende dem Außendurchmesser des Metall-
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- Ir -
rohres angepaßte Ausnehmung auf, die ein seitliches Verrutschen des Metallrohres völlig vermeidet.
Die Erfindung ist an Hand der in den Figuren 1 bis 3 schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen: Fig. 1 eine Gesamtdarstellung der
Anlage zur Herstellung längsnahtgeschweißter Rohre,
Fig. 2 eine Ausführungsfora der Yerformungsvorrichtung,
Fig. 3 ein vergrößerter Schnitt in der Achse A in Figur 2
Fig. 4 einen Ziehstein
Von einer Vorratstrommel 1 wird das Metallband 2 abgezogen
und mittels nicht dargestellter Formwerkzeuge zu einem Schlitzrohr 3 geformt, dessen Bandkanten mit Hilfe eines
Lichtbogenschweißbrenners 4 unter Schutzgas verschweißt werden. Erfindungsgemäß wird das Metallrohr 5» beispielsweise
ein Kupferrohr, im Bereich der Schweißnaht 6 durch Überlagerung zweier Spannungszustände verformt. Dies geschieht
mit Hilfe der Druckrolle 7, die das Metallrohr 5 zwischen den beiden Widerlagern 8 und 9 aus seiner Durchlaufachse
auslenkt. Die Widerlager 8 und 9 können als Rollen oder als Ziehsteine ausgebildet sein. Der zweite Spannungszustand
wird der Schweißnaht 6 durch der in Umfangsrichtung der Druckrolle 7 verlaufenden ringförmigen Wulst
10 aufgezwungen. Statt der Druckrolle 7 kann auch ein Ziehstein 17 verwendet werden (s. Fig. 4), der dann eine der
tfulst 10 entsprechende Hase 18 aufweisen sollte. Die Breite der Wulst 10 entspricht mindestens der Breite der Schweißnaht
6. Um die Druckspannung mit Hilfe der Wulst 10 besser auf die Schweißnaht 6 übertragen zu können, ist eine Gegenrolle
11 vorgesehen, die bei Verwendung einea Ziehsteines natürlich nicht notwendig ist. Druckrolle 7 und Gegenrolle
11 weisen halbkreisförmige dem Außendurchmesser des Metallrohres
6 entsprechende Ausnehmungen 12 aus, die zur Führung
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des Metallrohres 5 dienen. Nach der Verformung durchläuft
das Metallrohr 5 einen Durchlaufglühofen 13, der von außen
beheizt sein kann, in dem das Metallrohr 5 aber auch zwischen zwei stromführenden Hollen mittels Stromwärme geglüht
werden kann.
Nach dem Glühen wird die durch die Wulst 10 in das Metallrohr 5 eingedrückte Delle 14 mittels einer nicht näher dargestellten
an sich bekannten Mandrille wieder herausgedrückt. Dabei kann das Metallrohr 5 gleichzweitig in seinem Außendurchmesser
mittels einer Zieheinrichtung 15 reduziert werden. Nach dieser Kaltverformung wird das Metallrohr 5 nochmals
in einem weiteren Glühofen 16, der wie der Glühofen 13 ausgebildet sein kann, geglüht, wobei die Schweißnaht nochmals
vergütet wird. Anschließend wird das fertige Metallrohr 5 in an sich bekannter Weise zu Ringen oder auf Trommeln
gewickelt bzw. einer Ablängvorrichtung zugeführt.
Der Vorgang der ersten Kaltumformung mittels zweier sich überlagernden Spannungszustände nach dem Glühen kann nach
jedem.Glühvorgang wiederholt werden, wenn sich herausstellt,
daß die Qualität der Schweißnaht noch nicht ausreicht.
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Claims (1)
- Kabel- und Metallwerke 1 1084Gfutehoffnungshütte Aktiengesellschaft 5.Okt.1970Patentansprüche1.y Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung längsnahtgeschweißter Metallrohre, vorzugsweise aus Nichteisenmetall, bei dem ein längseinlaufendes Metallband zum Sehlitzrohr geformt, an seinen Bandkanten mittels elektrischer Lichtbogenschweißung verschweißt und das so gebildete Metallrohr anschließend weiterbehandelt wird, dadureh gekennzeichnet, daß das Metallrohr (5) im Bereich der Schweißnaht (6) durch Überlagerung zweier Spannungszustände verformt wird.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadureh gekennzeichnet, daß sich im Bereich der Schweißnaht (6) Druck- und Biegespannungen überlagern.5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine zwischen zwei Widerlagern (8, 9)» beispielsweise zwei Ziehsteinen, angeordnete das Metallrohr (5) aus seiner Durchlaufachse auslenkende Druckrolle (7)> die eine im Uinfangsrichtung verlaufende Wulst (10) aufweist.4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen zwischen zwei Widerlagern (8, 9) beispielsweise zwei Ziehsteinen angeordneten das Metallrohr (5) aus seiner Durchlaufachse auslenkenden Ziehstein (17) mit einer die Schweißnaht (6) verformenden Nase (18).5. Vorrichtung nach Anspruch 3» dadureh gekennzeichnet, daß die Breite der Wulst (10) mindestens der Breite der Schweißnaht (6) entspricht.- 2 209816/08186. Vorrichtung nach Anspruch 3f dadurch gekennzeichnet, daß der Druckrolle (7) eine Gegenrolle (11) zugeordnet ist.7. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckrolle (7) und/oder Gegenrolle (11) eine halbkreisförmige in Umfangsrichtung verlaufende dem Außendurchmesser des Metallrohres (5) angepaßte Ausnehmung (12) aufweist.203816/0616
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