DE2048510A1 - Bremsscheibe fur Scheibenbremsen - Google Patents
Bremsscheibe fur ScheibenbremsenInfo
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Description
KARL SCHMIDT GMBH 6 Frankfurt (Main), 30.9.1970
7107 Neckarsulm DrQ/GKp
Christian-Schmidt-Str, 8/12
Prov. Nr. 6468 KS
Bremsscheibe für Scheibenbremsen
Die Erfindung betrifft eine Bremsscheibe für Scheibenbremsen aus gegossenem Leichtmetall vorzugsweise aus Aluminium oder
dessen Legierungen, die aus einer Nabe und zwei über, Kühlluftkanäle
einschließende,Ventilatorstege miteinander verbundenen
auf den Bremsflächen mit einem verschleißfesten Bremsring versehenen Bremsscheibenringen besteht, von denen
nur ein Bremsscheibenring unmittelbar in die Nabe übergeht.
Scheibenbremsen bieten die besten Voraussetzungen für eine optimale Stabilität der Bremswirkung, da sie nur eine kleine
"Kennung", d.h., ein geringes unter Eins liegendes Verhältnis von Umfangskraft zur Zuspannkraft der Bremsklötze besitzen,
so daß die Empfindlichkeit gegen Reibwertschwankungen dementsprechend
gering ist.
Aus der DAS 1 284 197 ist bekannt, die Bremsscheibe aus Leichtmetall
herzustellen, um das Schwungmoment zu verringern und dementsprechend kleinere Momente zum Verzögern der Bremsscheiben
beim Bremsen und zum Beschleunigen der Bremsscheibe beim nachfolgenden Wiederanfahren aufbringen zu müssen. Bei
einer aus Aluminium oder Aluminiumlegierung bestehenden Bremsscheibenring liegt jedoch der Nachteil vor, daß diese bei unmittelbarer
Beaufschlagung durch den Bremsbelag einem sehr starken Verschleiß unterliegen. Man ist daher genötigt,
derartige Bremsscheibenringe mit einer verschleißfesten, die Bremsfläche bildenden Werkstoffschicht, dem sogenannten
209815/0737 "
Bremsring, zu versehen.
In bekannter Weise können derartige Verbindungen durch Aufschrauben
oder Aufnieten eines verschleißfesten Bremsringes auf die Leichtmetallbremsscheibenringe erfolgen. Dadurch
ergibt sich jedoch der Nachteil, daß einmal der Wärmefluß von dem verschleißfesten Bremsring zum Bremsscheibenring
aufgrund des zwischen Bremsring und Bremsscheibenring bestehenden Spaltes gestört ist und örtliche Überhitzungen
auftreten können und daß andererseits die ursprünglich mit der Oberfläche des Bremsringes bündigen Schrauben- bzw.
Nietenköpfe den Verschleiß im Laufe ihrer Abnutzung erhöhen·
Auch ist vorgeschlagen worden, Bremsscheibenring und Brems—
ring über einen wärmebeständigen und schwingungsdämpfenden
Klebstoff miteinander zu verbinden (DAS 1 154 312) oder auf den Bremsscheibenring eine verschleißfeste Schicht aus
Stahl, Molybdän, Gußeisen oder einer Kombination aus Stahl und einem anderen Metall im Metallspritzverfahren gegebenenfalls
unter Anbringung von Vertiefungen in dem Bremsscheibenring auf diesen aufzubringen (DAS 1 284 197 und 1 200 339).
Bei derartigen Ausführungsformen, insbesondere bei der Dauerbeanspruchung
in Hochleistungskraftfahrzeugen, ist jedoch nicht auszuschließen, daß infolge der großen Wärmeentwicklung
die Temperaturen an der Verbindungsschicht zwischen verschleißfestem Bremsring und Leichtmetallbremsscheibenring
so hoch werden, daß die Klebeverbindungen zerstört werden. Bei der Verwendung von dünnen aufgespritzten Stahl- oder
Molybdänschichten werden die Temperaturen des Leichtmetalls so hoch, daß sich diese Schichten vom Bremsscheibenring ablösen.
Ferner ist das Aufbringen von Stahl- und Molybdänschichten
nur in relativ dünnen Schichten möglich, so daß nur ein
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geringer Verschleißweg zur Verfügung steht. Außerdem sind die Unterschiede in den Ausdehnungskoeffizienten von
Leichtmetall einerseits und Stahl bzw. Molybdän andererseits derart groß, daß aufgrund der beim Bremsen auftretenden
hohen Temperaturen vergleichsweise große Wärmespannungen
in den Bindeschichten auftreten, die zu einem Ablösen des
verschleißfesten Bremsringes von dem Bremsscheibenring führen können.
Die Erfindung hat sich deshalb die Aufgabe gestellt, den auf dem Bremsscheibenring befindlichen Bremsring so mit
dem Bremsscheibenring zu verbinden, daß die Gefahr des Ablösens oder Ausbrechens des Bremsringes nicht mehr gegeben
ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Bremsring mit dem Bremsscheibenring metallisch verbunden ist.
Auf diese Weise wird die Spannungsverteilung zwischen Bremsring und Bremsscheibenring so beeinflußt, daß die bei nicht
beanspruchter Bremsscheibe durch das Herstellungsverfahren in der Bindezone zwischen Bremsscheibenring und Bremsring
vorhandenen Spannungen mit zunehmender Erwärmung während des Bremsens abgebaut werden.
Zweckmäßigerweise besteht der Bremsring aus einem Eisenwerkstoff, insbesondere aus Grauguß, oder aus einem austenitisehen
Werkstoff vorzugsweise aus austenitisehern Gußeisen mit einem
an den Ausdehnungskoeffizienten des Leichtmetalls angepaßten Ausdehnungskoeffizienten.
Zur Herstellung des zwischen Bremsring und Bremsscheibenring bestehenden metallischen Verbundes wird der Bremsring mit
seiner an das Leichtmetall vorzugsweise an Aluminium oder dessen Legierungen anzugießenden Fläche kurzzeitig in eine
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überhitzte Leichtmetalle vorzugsweise Aluminiumschmelze
getaucht und anschließend das Leichtmetall vorzugsweise Aluminium bzw. dessen Legierungen in der Bremsscheibengießform
an diese Fläche angegossen.
Weiterhin ist es möglich, Bremsring und Bremsscheibenring
mit Hilfe von Ladungsträgerstrahlen insbesondere Elektronenstrahlen miteinander zu verschweißen. Auch können Bremsring
und Bremsscheibenring über einen Stahl/Leichtmetallvorzugsweise Stahl/Aluminium-Plattierwerkstoff mit Hilfe
von Ladungsträgerstrahlen in der Weise miteinander verschweißt
werden, daß der Bremsring mit der Stahlseite und der Bremsscheibenring mit der Leichtmetallseite des Plattierwerkstoffs
verbunden werden.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielhaft dargestellt
und ist im folgenden anhand von zwei ,Ausführungsbeispielen näher erläutert.
1. Ausführungsbeispiel
Die aus einer AlSiI2-Legierung gegossene Bremsscheibe besteht
aus einer topfförmigen Nabe 1 und zwei über radiale, Kühlluftkanäle
einschließende, Ventilatorstege 2 miteinander verbundenen
Bremsscheibenringen 3>3l. Die Bremsscheibenringe 3>3l, von
denen nur der eine Bremsscheibenring 3 unmittelbar in die Nabe 1 übergeht, sind auf ihren Bremsflächen jeweils mit
einem aus einer GG26-Legierung gefertigten Bremsring 4, der intermetallisch über eine im Verbundgußverfahren erzeugte
Fe Al -Schicht mit den BremsScheibenringen 3,3' verbunden
ist, versehen.
2. Ausfünrungsbeispiel
Bei einer konstruktionsmäßig ebenso wie beim Ausführungs-
- 5 20981 5/0737
"beispiel 1 aufgebauten aus einer AlCuMg-Legierung gegossenen
Bremsscheibe sind die Bremsflächen der Bremsscheibenringe
3,3' jeweils mit einem aus austeni ti schein Gußeisen bestehenden Bremsring 6 über einen Stahl/Aluminium-Plattierwerkstoff 5,
der mit den Bremsringscheiben 3»3* und den Bremsringen 6
über Elektronenstrahlen verschweißt ist, verbunden.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht einen ungestörten Wärmefluß vom Bremsbelag über den Bremsring zur Nabe der Bremsscheibe.
Ferner wird der Verschleiß des Bremsbelages durch keine Befestigungshilfsmittel negativ beeinflußt.
Patentansprüche
2 0 9 B 1 Fj / ■') 'I I ?
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE/1)jBremsscheibe für Scheibenbremsen aus gegossenem Leicht- ^"metall vorzugsweise aus Aluminium oder dessen Legierungen, die aus einer Nabe und zwei über, Kühlluftkanäle einschließende, Ventilatorstege miteinander verbundenen auf den Bremsflächen mit einem verschleißfesten Bremsring versehenen Bremsscheibenringen, von denen nur ein Bremsscheibenring unmittelbar in die Nabe übergeht, besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremsring mit dem Bremsscheibenring metallisch verbunden isto
- 2) Bremsscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremsring aus einem Eisenwerkstoff vorzugsweise aus Grauguß oder einem austenitisehen Werkstoff insbesondere aus austenitischem Gußeisen besteht.
- 3) Verfahren zur Herstellung der Bremsscheibe nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremsring mit seiner an den Bremsscheibenring anzugießenden Fläche kurzzeitig in eine überhitzte Leichtmetall- vorzugsweise Aluminiumschmelze getaucht und als-dann an diese Fläche in der Bremsscheibengießform das Leichtmetall vorzugsweise das Aluminium oder dessen Legierungen angegossen werden.
- 4) Verfahren zur Herstellung der Bremsscheibe nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Bremsring und Bremsscheibenring über Ladungsträgerstrahlen vorzugsweise Elektronenstrahlen miteinander verschweißt werden.
- 5) Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Bremsring und Bremsscheibenring über einen Stahl/Leichtmetallvorzugsweise Stahl/Aluminium-Plattierwerkstoff mit Hilfe20981 5/0737von Ladungsträgerstrahlen in der Weise miteinander verschweißt werden, daß der Bremsring mit der Stahlseite und der Bremsscheibenring mit der Leichtmetallseite des Plattierwerkstoffs verbunden werden.209815/0737Leerseitecopy
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