DE2048375A1 - Wirksammachung von Antibiotika - Google Patents
Wirksammachung von AntibiotikaInfo
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Patentanwälte
Dr. Ina.Walter Abitz " ' X' Oktober
Dr. Dieiar F. Morf
Dr. H*.ns-A. Brauns"
Dr. H*.ns-A. Brauns"
8 München 86, Plenameuerstr.28
MERCK & CO.,INC., Hahway, New' Jersey, V. St.A.
wirksammachung von Antibiotika
Die Aktivität von Antibiotika wird durch Verbindungen wirk-.sam
gemacht, welche die Biosynthese des Transportmechanismuo
stimulieren, der den Eintritt des Antibiotikums in die Zelle vermittelt. Verfahren zur Auffindung derartiger Verbindungen
und zu ihrer Verwendung zur Wirksamraachung der anfcibiotischen Aktivität sind vorgesehen. So werden'Phosphonomycin,
dessen Analoge und Derivate durch Verbindungen wirksam.gemacht, die das a-Glycerinphosphat- oder das Hexose-6-phosphat-Transportsystem
von Bakterien direkt oder ' nach dem Stoffwechsel auslösen können.
Diβ.'Beseitigung bakterieller Infektionen durch die Antibiotikatherapie
wird häufig durch praktische Schwierigkeiten hinsichtlich der Erzielung ausreichend hoher Werte des .
Antibiotikums an der Stelle der Infektion durchkreuzt. In den Füllen, da lediglich am Hände wirksame Konzentrationen
angewendet werden, ergeben sich häufig gegen Antibiotika
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beständige Organismen aus dem ursprünglichen, infizierenden Bestand. Dieses- Problem ist im Pall des neuen Antibiotikums
Phosphonomycin-^-)-(cis-1^-EpoxypropyO-phosphonsäuro/
wesentlich, da es rasch ausgeschieden wird und seiner Wirkung
durch übliche Bestandteile des Plasmas und Urins, z. B. Glucose bzw. Phosphat, entgegengewirkt wird. Ferner wurde
festgestellt, dass das Antibiotikum gelegentlich gegenüber den vorher vorliegenden Mutanten, die gegenüber diesem Antibiotikum
relativ beständig sind und in vielen bakteriellen Beständen auftreten, unwirksam ist. Demzufolge wurde nach
Verfahren zur Beseitigung dieser Schwierigkeiten bei der
antibiotischen !Therapie gesucht.
Eine Aufgabe der Erfindung besteht in einem Verfahren zur Steigerung der Empfindlichkeit von Mikroorganismen gegenüber
Antibiotika, um eine Therapie bei Gewebswerten zu ermöglichen,
die bei angemessener Dosierung erhältlich sind. Eine andere Aufgabe besteht darin, das Auftreten von resistenten
Bakterienorganismen während der antibiotischen Therapie zu verhindern. Ferner liefert die Erfindung ein Verfahren zur
Erteilung von Empfindlichkeit an Bakterienbestände, die sonst entweder durch frühere Erlangung von Beständigkeit
gegenüber dem Antibiotikum oder durch innere Unempfindlichkeit gegenüber dem Antibiotikum nicht zu behandeln sind.
Eine weitere Aufgabe besteht in einem Verfahren, unter Anwendung geeigneter Auslöser zur Hervorbringung neuer Wege
und/oder zur Steigerung der Wirksamkeit bereits vorliegender Wege' zur Aufnahme von Antibiotika durch Verwendung geeigneter
Auslöser oder Induziermittel. Ferner sollen nach dem erfindungsgemässen
Verfahren Verbindungen ermittelt werden, die als Induziermittel wirken, welche bisher unerwartete Wege zur
• Aufnahme von Antibiotika durch Bakterien erschliessen. Femer
besteht eine Aufgabe in einem Verfahren zur Steigerung des a-Glycerinphosphat-Transportwegs, der für die Aufnahme von
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Antibiotika verantwortlich ist und zur Erschliessung des
Glucose-ö-phosphat-Transportweges. Weitere Aufgaben ergeben
sich aus der nachfolgenden Erfindungsbeschreibung.
Gemäss der 'Erfindung wurde gefunden, dass die Aktivität von
Antibiotika· in hohem Masse durch Verbindungen wirksam gemacht werden kann, die dahingehend wirken, dass ein bestehender
Weg gefördert wird oder neue Transportwege bei Bakterien erschlossen werden. Verbindungen, welche die Aktivität
des a-Glycerinphosphat-Transportsystems steigern oder
de novo ein Hexose-phosphatsystem in Bakterien hervorrufen, können somit entweder vor der Behandlung mit einem Antibiotikum
oder gleichzeitig mit einem Antibiotikum zur Virksammachung dessen Aktivität verwendet werden. Beispielsweise
werden Mikroorganismen, welche kein Zeichen von Empfindlichkeit gegenüber-einem speziellen Antibiotikum Entweder auf
Grund der Abwesenheit eines Transportweges oder weil lediglieh
ein geringes Ausmass an geeigneten Transportwegen vorhanden ist, gegenüber dem Antibiotikum durch Aussetzung
gegenüber Induziermitteln empfindlich gemacht werden, um einen geeigneten Weg herbeizuführen oder eine Steigerung des
bestehenden Veges hervorzubringen. Mit dem hier verwendeten Ausdruck "Induziermittel" wird eine verwendete Verbindung bezeichnet,,
die entweder direkt oder nach Stoffwechsel durch Wirt oder Bakterium mit dem regulierenden Mechanismus der
Zelle zusammenwirkt, der die Biosynthese spezifischer Transportwege regelt. In solchen Fällen, wo weniger als die maximalen
Synthesegeschwindigkeiten des aufnahmefähigen Transportsystems vor Einführung, des Induzierungsmitteis in das
Medium auftreten, wird letzteres als die Synthesegeschwindigkeit steigernd und somit die Aktivität je Zelle des Transportsystems
erhöhend bezeichnet. In solchen Fällen, v/o die Synthesegeschwindigkeit einer speziellen Klasse in Abwesen-
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heit von Induzierungsmitteln praktisch Null ist, worden diese
Verbindungen als das latente Potential der Zelle unter Erzeugung des Transportweges erschliessend bezeichnet. Das Induziermittel
muss nicht, ist jedoch häufig ein Substrat für eine der Gruppe von Proteinen, die es steigert oder erschliesst.
Gemäss einer speziellen Ausführungsform der Erfindung wurde ■
gefunden, dass bestimmte Verbindungen als Induziernittel mit Bakterien entweder vor oder gleichzeitig, mit Phosphonomycin,
dessen Analogen und Derivaten wirkt und dadurch die Aktivität dieser antiobiotischen Substanzen wirksam macht. Diese
.Verbindungen, die als Induziermittel wirken, erhöhen entweder
die Wirksamkeit des a-Glycerinphosphat-Transportweges oder
erschliessen einen neuen Transportweg, z. B. ein Hexosephosphat-Transportsystem.
Auf Grund der Wirksamkeit dieser Induziermittel für diese Transportsysteme wurde Gefunden, dass
auf diese Weise angeregte Organismen höhere Werte toi Phosphonomycin
ansammeln und somit durch relativ geringe Dosierungen des Antibiotikums getötet werden. Organismen, die kein
Zeichen von Empfindlichkeit gegenüber Phosphonomycin entweder
auf Grund geringer Mengen an vorliegendem a-Glycorinphosphat-Systcm
oder dessen Abwesenheit in dem Organismus ein Ergebnis
einer Mutation zu Phosphonomycin Resistenz zeicen, werden
gegenüber diesem Antibiotikum durch Ercchliossung des
zweiten Hexose-phosphat-Transportweges empfindlich gemacht. Ein anderer Vorteil' der Erfindung besteht darin, dcss derartige
Organismen, die zwei oder mehr unabhängige Transportsysteme besitzen, ein geringeres Auftreten an antibiotischer
Resistenz zeigen, da der.gleichzeitige Verlust durch Mutation zweier Wege bei Mikroorganismen selten ist. Es sind auch
Verfahren zur Auffindung von Verbindungen vorgesehen, die als Induziermittel für diese und andere Transportsysteme,
welche Zugang zu Phosphonomycin-Antibiotika zu den Zellen
_ 4. —
1 I
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herbeiführen, wirken können. Ferner wird die Auslösung eines
dritten Phosphonomycin-Transportweges durch Eiboflavin>-5-phosphat
dargetan-. Es sei betont, dass die hier becchriebenen
Induziermittel keine Antibiotika oder Antimetabolite sind, sondern die Biosynthese natürlicher Nährstoff-Transportmechanismen
stimulieren, welche den Eintritt in die Zelle des Phosphonomycin-Antibiotikums vermitteln. Dieses
Phänomen gilt einzig für die Phosphonomycin-Antibiotika,
da festgestellt wurde, dass auf diese Weise induzierte Brücterienstämme keine Steigerung hinsichtlich, der Empfindlichkeit
gegenüber anderen getesteten Antibiotika zeigen. Eine wichtige, vorteilhafte Folgerung der Verwendung der
'als Induziermittel dienenden Verbindungen besteht darin,-dass
das Induziermittel nicht vorliegen muss, wenn die Transportsyateme den Eintritt des Antibiotikums in das Bakterium
vermitteln. Somit können Induziermittel, welche dem Transport des Phosphonomycin-Antibiotikums, wenn sie gleichzeitig
mit diesem Antibiotikum vorliegen, in Konkurrenz mit den Transportproteinen entgegenwirken können, gut vor der
Verabreichung des Antibiotikums zugegeben werden, v/obei Gelegenheit gegeben wird, sich in dem Wirt zu verteilen. ., ■
Ferner erfordert das erfindungsgemässe . Verfahren im Gegensatz zu der üblichen Synergie durch Verabreichung von zwei
Antibiotika· nicht, dass der Blutspiegel und die Aussehe!-
dungsgeschwindigkeit von zwei oder mehr Bestandteilen aufeinander abgestimmt sind. Daher ist die bisher angetroffene
Schwierigkeit von sich tatsächlich ergebenden wirksamen Werten von zwei verschiedenen synergistisch wirkenden Arzneimitteln
auf Grund der vorliegenden Erfindung aur.geschaltet, da die verwendeten Induziermittel lediglich das Bakterium
induzieren müssen und dann verschwinden; die erzeugten Transportproteine bleiben und liefern dadurch ein Eintrittsmittel des Antibiotikums in die Bakterienzelle.
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Gemäss einer anderen Ausführungsform der Erfindung wurde nun
gefunden, dass bestimmte mehrwertige Alkohole und deren Derivate als Induziermittel entweder unter Steigerung der Aktivität des a-Glycerinphosphat-Transportsystems oder unter
Auslösung eines Hexose-6-phosphat-Transportsystems wirken
und daher mit Phosphonomycin-Antibiotika hinsichtlich der
Bekämpfung derartiger Bakterien zusammenwirken. Somit wurde * gefunden, dass Glycerin, ein Phosphatid und Zuckerphosphate
als Induziermittel geeignet sind. Zu erwähnende Zuckerphos^ phate, welche bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung darstellen,
sind Glucose-6-phosphat, Fructose-6-phosphat,
Mannose-6-phosphat, Glucose-1-phosphat, 2-Desoxy-Elucose-6-phosphat,
2-Aniino-2-deso:jcy-glucose-6-phosphat, Glucose-1,6-diphosphat,
Galactose-6-phosphat, Bibose-^-phosphat und
dgl. Venn also empfindliche Bakterien mit diesen. Zuckerphosphaten
entweder vor oder gleichzeitig mit einem Phosphonomycin- Antibiotikum in Berührung gebracht werden, machen diese
Phosphate oder ein davon abgeleiteter Metabolit die Aktivität des Antibiotikums wirksam, und es ist dann möglich, geringere
Mengen des Antibiotikums zu verwenden als sonst zur Bekämpfung des Pathogens notwendig wäre. Diese beobachtete Zusammenwirkung
bei der Induzierung eines Hexose-6-phosphat-Transportsystems
zur Wirkeammachung der Wirksamkeit des Phosphonomyein-Antibiotikums ist tatsächlich bemerkenswert
und völlig unerwartet. Beispielsweise wurde bei Versuchen mit Mäusen gegen E. coli gefunden, dass bei Verwendung einer
Kombination von Glucose-6-phosphat und dem Antibiotikum die
zum Schutz der Hälfte der Mäuse notwendige Dosis an Phosphonomycin-Antibiotikum
weniger als ein Zehntel der Menge beträgt, die an Antibiotikum allein erforderlich, ist.
Anstelle der Verwendung eines Zuckerphosphats ist es auch möglich, Indusiermittel in situ durch Injektion geeigneter
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Enzyme oder Substrate in den Wirt zu erzeugen. Beispielsweise
kann die Hexokinase mikrobieller Herkunft, aus Hefe, tierischem
oder menschlichem Ursprung die in Gewebsflüssigkeiten
angetroffene freie ATP und Glucose zur Erzeugung von Glucose-6-phosphat .verwerten« Vorzugsweise wird menschliche Hexokinase,
Glycerokinase oder Glucokinase verwendet, um mögliche Probleme der Antigenizität herabzusetzen. Es ist auch möglich,
die gleichzeitige Injektion eines geeigneten, energiereichen Phosphatdonators, wie beispielsweise Adenosin-5'-triphosphat
oder Phosphoenolpyruvat mit diesen Enzymen und die Einnahme oder Injektion geeigneter Zucker akz ep tor en, wie
beispielsweise Fructose, Mannose, Glucosamin, die in ihrer f phosphorylierten Form Induziermittel der Transport'systeme
sind, zu verwenden. Es können auch Gruppen von Enzymen verabreicht werden, die schliesslich die aufgeführten Induzier-"
mittel, z- B. Glykogen-phosphorylase ergeben, die bei Einwirkung
entweder auf vom Wirt herstammendem oder indiziertem Glykogen zunächst Glucose-1-phosphat erzeugen, das durch
Einwirkung der endogenen oder zugefügten Phosphoglucomutase in Glucose-6-phosphat überführt wird. Die Brauchbarkeit
irgendeiner Kombination von Enzymen und Substraten kann dadurch ermittelt werden (als eine praktische Alternative
gegenüber dem direkten Test in infizierten Tieren oder Menschen) , indem diese Substanzen tierischem oder menschlichem J
Plasma zugesetzt werden, bei Körpertemperatur während verschiedener Zeiträume inkubiert werden und dann das Inkubationsgemisch
(nach Inaktivierung des Enzyms)' hinsichtlich seiner Fähigkeit, phosphonomycinresistenten Mikroorganismen
gegenüber Phosphonomycin empfindlich zu machen,zu testen. Ein derartiges, hochempfindliches Testsystem v.drd im folgenden
beschrieben. Ein Alternativsystem zur Untersuchung von Enzymen öder Substraten oder Kombinationen von beiden,
das hinsichtlich der Erzeugung von Induziermitteln des Phosphonomycin-Transportes in si tu/best ent in der Injizie-
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rung dieser Substanzen in gesunde Tiere oder Menschen und anschliessender Entnahme von Blutproben zur Prüfung der Wirksamkeit
in dem im folgenden beschriebenen Testsystem. Bei der Untersuchung dieser Proben ist es wesentlich, zunächst
die Blutzellen zu entfernen und das Plasma durch Hitzo zu
inaktivieren, um sämtliche Enzyme natürlichen oder injizierten Ursprungs zu beseitigen, die Induziermittel auf der Testplatte
selbst anstelle in dem injizierten Wirt erzeugen. Verfahren und Systeme zur Bestimmung und Klassifizierung von
Induziermitteln der beiden berücksichtigten Wege des Phoßphonomycin-Eintritts
in Bakterien (das a-Glycerinphosphat-Transportsystem
und ein Hexose-6-phosphat-Transportsystem) werden im einzelnen aufgeführt. Diese Verfahren un'd Systeme
können leicht zur Verwendung bei der Bestimmung weiterer, brauchbarer Induziermittel dieser und bisher nicht ermittel-"
ter Transportwege verallgemeinert werden mit irgendeinem Bakterienstamm,der mit Phosphonomycin, dessen Analogen und
Derivaten behandelt werden soll. Diese allgemeine Methode
besteht in der Isolierung eines phosphonomycinresißtenten
Mutantenjätammsaus einem empfindlichen Beispiel des zu behandelnden
Stamms und in' der Peststellung, dass die Resistenz tatsächlich auf einem Versagen des Phosphonomycins
beruht, das in adäquaten Mengen in die Zelle eindringen soll. Dieser Verlust an wildem Transport kann dadurch festgestellt
werden, dass entweder der gleichzeitige Verlust der a-Glycerinphpsphat-Stoffwechselkapazität des Mutantenstammes
nachgewiesen wird oder ein verringertes 'Ausrnass; an
Phosphonomycin selbst in diesen Mutanten nachgewieren wird,
wenn sie dem arzneimittelhaltigen Medium ausgesetzt werden. Diese Mutanten werden dann entweder in ein flüsciges oder
festes Medium gebracht, das wesentlich höhere Phosphono- . mycinmengen fenthält als ein Medium* in dem der Aus^angsetamm
überleben würde, jedoch eine solche Menge aufweist, die noch ein Wachstum dee Mutantenstammes erlaubt. Unter
BAD
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diesen Bedingungen wird jedes beliebige Induktionsiusmass zusätzlicher
Eindringwege für Phosphonomycin als Inhibierung
des Bakteri umwachs turns aiif Grund der hohen Antibiotikumwerte, welche die Mutante umgeben, empfindlich ermittelt.
Die Induktion kann entweder durch Einschluss des potentiellen Induziermittels zusammen mit Phosphonomycin
in empfindliche Scheiben oder durch Verteilung des Induziermittels durch den Agar oder das flüssige Medium erreicht
werden. In solchen Fällen, wo zu erwarten ist, dass das Induziermittel selbst mit dem Arzneimittel zur Verwendung
des neuen Eintrittsverfahrens konkurriert (z. B. im Fall eines a-Glycerinphosphatsselbst), kann man auch den Impfstoff
aus Mutanten-organismen dem Induziermitt.el vor deren
Kombination mit Phosphonomycin aussetzen, wobei dann das konkurrierende Induziermittel durch irgendeine Zeiltrenntechnik
(Filtration, Zentrifugeerung undagl.) ausgewaschen wird, und diese vorinduzierten Zellen mit Phosphonomycin in
flüssigem Medium kombiniert werden können. Indem neue Vorbindungen ermittelt worden sind, welche eine Wachstumsinhibierung
ergeben können, kann leicht nachgewiesen werden, ob die verwendete Verbindung selbst die Wachstumshemmung
in Medien ergibt, welche kein zugesetzte^ Phosphonomycin
enthalten.
Das Zusammenwirken der hier beschriebenen Induziermittel,
mit dem Phosphonomycin-Antibiotikum liefert ein wertvolles Mittel zur Bekämpfung und Beseitigung von Bakterien, die '
sonst gegenüber der Einwirkung eines Phosphonomycin-Antibiotikums red atent sind. Es kann also eine Kombination des
Induziermittels und des Antibiotikums in einem geeigneten Träger, die nach bekannten Verfahren hergestellt werden kann,
zur Behandlung von Infektionen topisch verwendet werden.
Das Induziermittel und das Antibiotikum können auch parenteral oder oral an einen infizierten tierischen odor mensch-
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lichen Wirt entweder getrennt oder in Kombination in einem geeigneten pharmazeutischen Träger verabreicht werden, oder
einen kann parenteral und das zweite kann oral verabreicht werden. Diese pharmazeutischen Formen des Antibiotikums
und/oder der induzierenden Verbindung können nach bekannten Verfahren unter Verwendung geeigneter pharmazeutischer
fester oder flüssiger Verdünnungsmittel hergestellt werden. Die Massen können in Form von Tabletten, Pulvern, Granulaten,
Kapseln, Suspensionen, Lösungen, Elixieren, Sirupen oder in anderen Dosierungsformen, die sich inabesondere für die
orale Verabreichung eignen, vorliegen. Die Masse kann auch in Form sterilisierter Lösungen oder Suspensionen zur parenteral
en Verabreichung vorliegen. In diesen Produkten kann der sterile Träger eine sterile Lösung oder Suspension sein.
Die das Antibiotikum, enthaltenden Zubereitungen können mit festen Verdünnungsmitteln und/oder Tablettierhilfsmitteln,
z. B. Maisstärke, Talk, Stearinsäure, Magnesiumstearat,
Gummi art en und dgl., vermischt werden. Die üblichen ELnkapselungs-
oder Tablettiermaterialien, welche zur Herstellung pharmazeutischer Produkte geeignet sind, können verwendet
werden, so lange sie nicht mit dem Antibiotikum oder den induzierenden Verbindungen unverträglich sind. Diese Dosierungsformen
können 25 bis 500 mg der aktiven Substanz enthalten und können in Dosierungen verabreicht werden, die
1 bis 6 mal je Tag gegeben werden, je nach dem Alter und Zustand des Patienten, der Infektion und der Art der Verabreichung.
. ·
Der hier verwendete Ausdruck "Phosphonomyein-Antibiotikum"
schlieset Phosphonomyein und dessen Derivate der Formel
CH-—OH P^
(I)
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und die entsprechenden Analogen der Formel
CH2-C P<
(II)
ein, worin A Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest, X.
Sauerstoff oder Schwefel, X und Z, die gleich oder verschieden sein können, die Beste
OH, OR, -HR-Bp, -HR-CH-COOH, -MOB, -HRHB^B,,,
NR XX.
-NB-C-NRnB2, -BHC-XB, HH-C-HB^B2, -N-C-X, oder -N3 bedeuten,
worin X Sauerstoff oder Schwefel, B ein Wasserstoff atom,
eine Kohlenwasserstoffgruppe Qder substituierte Kohlenwasser
stoff gruppe und B1* und B2 Wasserstoff, einen Acyl- oder
einen Kohlenwasserstoff rest oder .substituierten Kohlenwasserstoffrest
darstellen. In die Formeln I und II sind gleichfalls die anorganischen und organischen Salze solcher
Verbindungen eingeschlossen, in denen Y und/oder Z eine
QH-Gruppe darstellen, und die cyclischen Derivate ,'in denen
Y und Z über einen Best einer polyfunktionellen Kohlenwasserstoff
verbindung verbunden sind, z. B. einen geradkettigen
oder verzweigtkettigen Alkyl en-, Aralkylen- und Aryl enpolyamin- und Aminöalkoholrest und dgl., z. B. Äthylendinmin,
Monoäthanolamin, Phenylendiamin, Haphthalindiamin,
o-Aminophenol und dgl., und solche cyclische Derivate,
in denen die Gruppierung R..Ra den Rest eines cyclischen
primären oder sekundären* Amins bedeutet, z. B. Horpholin,
Piperidin oder Pyrrolidin.
Wenn R, B^. oder B2 in den Formeln I und II einen Kohlenwasserstoffrest
oder einen substituierten Xohlenwaseerstoff-
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rest darstellen, kann dieser Rest ein aliphatischer, cycloaliphatischer,
araliphatischer, aromatischer oder heterocyclischer Rest sein, der gegebenenfalls weiter substituiert
sein kann. Somit kann er'beispielsweise ein aliphatischer
Rest sein, z. B. ein substituierter oder unsubstituierter Alkyl-. Alkenyl- oder Alkinylrest. Beispiele für R, JL und
Rp, die einen araliphatisehen iiest darstellen, sind solche
Fälle, in denen der Rest ein Aralkyl- oder substituierter Aralkylrest ist, beispielsweise Benzyl-, Phenäthyl-, ·
Phenylpropyl-, p-Halogenbenzyl- und o-, m- oder p-Alkoxybenzyl-,
Nitrobenzyl-, Amiiiophenäthyl-, Pyridylathy 1- ,
Nitrofurylmethyl-, Thienylpropylrest und dgl.
R, R^ und R2 stellen auch einen Arylrest oder substituierten
Arylrest dar, z. B. Phenyl-, Naphthyl- oder substituierten Phenylrest. · ,
Gemäss den vorstehenden Ausführungen kann also die Amidgruppe
oder können die Amidgruppen von Verbindungen hergeleitet
werden, die selbst antibakteriell sind. Als Beispiele für derartige Verbindungen können 6-Aminopenicillansäure,
7-Aminocephalosporansäure, Sulfa-Verbindungen, wie beispielsweise
SuIf anil amid, Siilfadiazin, Sulfamerizin, Sulfamethazin,
Sulfadimetin, ßulfapyridin, Sulfathiazol, Sulfisoxazol,
Thiodiazol, SuIfacetamid, Sulfaguanidin, Sulfachinoxalin,
und p-Aminophenylßulfonamid und p-Aminobenzonculfonsäure,
antibiotische Mittel, wie beispielsweise Ampicillin, Streptomycin,
Dihydrostreptomycin, Cycloserin, Cephaloglycin, Cephalixin und dgl., genannt werden.
Solche Verbindungen der Formeln I und II, die sauer sind, d. h. die freien Säuren, können Salze bilden, und diese
Salze stellen eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
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EAD CFiIGiNAL
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dar, da sie stabiler sind als die freie Säure. Wie sich dem
Fachmann ergibt, bilden die Verbindungen der Formeln I und II, wo wenigstens einer der Reste Y und Z eine OH-Gruppe bedeutet,
organische und anorganische Salze, und beide werden . von der Erfindung in Betracht gezogen. Beispiele für diese'
Salze sind anorganische Metallsalze, z. B. die Natrium-, Aluminium-, Kalium-, Ammonium-, Calcium-, Magnesium-i SilberundEisensalze.
Zu organischen Salzen, die als Beispiele erwähnt werden können, gehören die Salze mit primären, sekundären
oder'tertiären Aminen, beispielsweise Monoalkyl- · amine, Dialkylamine, Trialkylamine und stickstoffhaltige
heterocyclische Amine. Typische Beispiele sind SalzeÄnit '
Aminen, z. B. oc-Phenäthylamin, Diäthylamin, Chinin, Brucin,
Lysin, Protamin, Arginin, Procain, Äthanolamin, Morphin, Benzylamin, Äthylendiamin, Ν,Ν'-Dibenzyläthylendiamin, Diethanolamin,
Piperazin, Dimethylaminoäthanol, 2-Amino-2-methyl-1-propanol,
Theophyllin, Ester der Aminosäuren und N-Methylglucamin· Gegebenenfalls kann der basische Anteil
des Salzes ein biologisch-aktives Amin, z. B. Erythromycin,
Gleandomycin oder Novobiocin·,'sein.
Die Monoamid-monoester-Derivate und insbesondere solche
Verbindungen, die einen labilen Estersubstituenten aufweisen, sind besonders wertvolle Derivate. Mit dem hier ver- f[
wendeten Ausdruck "labiler Ester" wird eine Gruppe, umfasst, die leicht biologisch-hydrolysiert werden kann, z· B. durch
Enzyme in den Körperflüssigkeiten von Lebewesen einschliess-. lieh Menschen, um die freie Säure oder ein Salz davon zu
erzeugen, das wirksamer als ein antibiotisches· Mittel ist.
Die Amidgruppe oder substituierte Amidgruppe, die in den Amidester-Derivaten vorliegen, können auch leicht in den
Körperflüssigkeiten biologisch hydrolysiert werden, und daher sind die Amid-labilen Ester-Derivate bei der Antibiotikatherapie
geeignet.
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Die Ester, die zur Verwendung als antibiotische Mittel ausreichend
labil sind* werden in einfacher Weise experimentell ermittelt, z. B. durch Inkubation mit Körperflüssickeiten,
um festzustellen, ob unter diesen Bedingungen die Estergruppe abgespalten wird oder nicht. Es können auch andere
Methoden, einschliesslich chemischer Tests, -verwendet werden, um festzustellen, ob spezielle Estergruppen ausreichend
labil sind. Die Ester, die nachweisbare antibiotische Aktivität nach Erhitzen in einem wässrigen Medium v.ährenxi
2 Stunden bei 37° C und einem pH-Wert von 2,2 oder in einem wässrigen Medium während 80 Stunden bei pH 9 ergeben, können
als labile Ester angesehen werden. Zu erwähnende geeignete labile Estergruppen sind Xther der Formel -CHpOH1 eine
Phenacyloxymethylgruppe, Acyloxymethylgruppe der Formel -CIL)OA, worin A eine Acylgruppe darstellt, die einen von ,
einer organischen Saure durch Entfernung der Hydroxygruppe
hergeleiteten organischen Rest aufweist, Amid- und substituierte Amid-Derivate dieser Acyloxymethyl-Substituenten,
Acylaminomethylgruppen der Formel -CBUMHA, worin A die vorstehend angegebene Bedeutung besitzt, Thiomethylither.
der Formel -CHpSH, eine Athinyloxygruppe der Formel
-CHpOCeCH, substituierte Äthinyloxygruppen der Formel
-CH2OC=CR, eine Vinyloxymethylgruppe der Formel substituierte
Vinyloxymethylgruppen der Formeln -2
oder -CH2OCHbCRR oder eine Nitrooxygruppe der Formel
-CH0ONO0. R ist in jeder der vorstehend genannten Formeln
ein Kohlenwasserstoffrest oder ein/vorstehend definierter
substituierter Kohlenwasserstoffrest.
Als spezifische Beispiele derartiger labiler Estergruppen βeien folgende genannt: Methoxymethyl-, Tetrahydropyranyl
oxomethyl-, Phenacyloxymethyl-,,Acetoxymethyl-, Butyryloxymethyl-,
Isobutyryloxymethyl-, Pivaloyloxymethyl-,
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1412? · IS
Benzoyloxymethyl-, 2-Methylbenzoyloxymethyl-, 2,6-Dime thy 1-benzoyloxymethyl-,
2-Methyl-6-chlorbenzoyloxymethyl-, 3-Trifluoromethylbenzoyloxymethyl-,
2-Nitrobenzoyloxymethyl-, 2-Methylthiobenzoyloxymethyl-, 2-Thienylcarbonyloxyiaethyl-,
'2-Furylcnrbonyloxymethyl-, J-Pyridylcarbonyloxymethyl-,
Pyrazinylcarbonyloxymethyl-, 2-Methylcyclopentylcarbonyloxymethyl-,
I-Adamantylcarbonyloxymethyl-, Phenylsulfonylmethyl-,
Phosphonoxymethyl-", Diäthylphosphonoxymethyl-,
Carbäthoxyoaqnaethyl-, Carbamoyloxymethyl-, N-Methylcarbamoyloxymethyl-,
Ν,Ν-Dimethylearbamoyloxymethyl-, Plienylsulfamoyloxymetliyl-,
Acetaminomethyl-, Benzoyl&minomethyl-,
Methylthiomethy1-, Phenylthiomethyl-, Vinyloxymethyl-, i
I-Methylvinyloxymethyl- und Nitrooacymethylgruppen.
Die folgenden Beispiele erläutern.Ausführungsfoxmen der Erfindung.
Einfluss der Kombination von Glycerin oder DL-cc-Glycerinphosphat
mit Phosphonomycin auf dessen Inhibierung verschiedener
Bakterienstämme
tJbernacht-Kulturen der angegebenen Stämme in Nährlösung
(Difco) wurden 10Ofach verdünnt, und eine aliquote Menge ύ
von 0,05 ml wurde über die Oberfläche einer 2 mm tiefen
Schicht des angegebenen festen Wuchsmediums in 50 cm'"
Petri-Schalen gewischt. Empfindliche Scheiben aus einem Filterpapierkreis von 7 mm Durchmesser, der entweder 5
oder 50 Mg Phosphonomycin mit einer zusätzlichen Menge
Glycerin oder Binatrium-DL-a-gLycerinphosphat enthielt,
wurden auf die Oberfläche des beimpften Agars gebracht.
Nach I8stündiger Inkubierung bei 37° C wurden Inhibierungszonen
gemessen. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
■ - 15 -
109B17/?fH$
| 1^ Ύ£( | Medium | /i | • | P | A | Zonenpreise mm Durchmesser BCD |
10 | 0 |
| Stamm | Nähragar | /ε P | 11 | 45 | 40 | 13 | 0 | |
| E;coli MB. 2489 |
Nähragar | VJl | 13 | 13 | 12 | 10 | 0 | |
| E. coli MB. 2498 |
Nähragar | 30 | 8 | 47 | 43 | 16 | 0 | |
| E. coli MB. 2489 A2 |
Nähragar | . 5 | 12 | 29 | 26 | 15 | 0 | |
| E. coli MB. 2017 |
Nähragar | 5 | 15 | 40 | 18 | 16 | 0 | |
| Pseudo, aeruginoea T 9 |
Nähragar | 5 | 18 | 31 | 29 | 23 | 23 | |
| Pseudo, aeroginofia T 19 |
Mueller Hinton Agar |
30 | 21 | 25 | 23 | 16 | ||
| Pr. mirabilis T 10 |
Nähragar'+ 10 5 Pferdeserum |
5 | 10 | 15 | — | 15 | ||
| D. pneumoniae I 37 |
Gehirn-Herz- Infusion + 10 S Pferdeserum |
30 | 12 | 14 | 14 | |||
| D. pneumoniae I 37 |
Gehirn-Herz- Infusion + 10 ? Pferdeserum |
ό 30 |
10 | 13 | 18 | 0 | ||
| D. pneumoniae I 2483 |
Gehirn-Herz- Infusion + 10 J Pferdeserum' |
30 | 15 | 19 | 13 | 0 | ||
| Strep. Pyoge- nes 3009 ' |
Gehirn-Herz- Infusion + 10 5 Pferdeser-um |
έ 30 |
14 | 17 | 12 | mm | ||
| Strep, pyoge- nes 1685 |
Gehirn-Herz- Infusion |
i 30 |
11 | 19 | 15 | mm | ||
| SaI. schott- muelleri 1814 |
Gehirn-Herz- Infusion |
30 | 15. | 19 | 19 | |||
| SaI. typhimur- ium MB 1995 |
Gehirn-Herz- Infusion |
30 | 19 | 22 | ||||
| Sal· typhöse. 2866 |
30 | |||||||
- 16 -
1 0 9 8 1 7 / 2 0 U Q
14127 lh
Schlüssel hinsichtlich der Identität und Menge des zu der
Scheibe in Kombination mit Phosphonomycin zugesetzten Potentiators:
' '·
P -■ Phosphonomycin (Dinatriumsalz) (Mengender Spalte links
angegeben) .
A - Glycerin, 10 mg
B - Glycerin, 1 mg
C - DL-a-Glycerinphosphat, Dinatriumsalz, 10 ag
D - DL-a-Glycerinphosphat, D^natriumsalz, 100 ug
Es ist ersichtlich, dass Glycerin über ein breites Spektrum λ
von Stämmen synergetisch wirkt und lediglich im Pail von
E. coli 2498 (einem Mutanten-Derivat von MB 2489), das be-.kenntlich
keine a-Glycerinphosphat-Transportwirksamkeit aufweist, und Proteus mirabilis (T 10) versagt'. Der letztere
Stamm hat gemeinsam mit allen geprüften, empfindlichen Proteus-Arten ein sehr wirksames a-Glycerinphosphat-Transportsystem,
das mit grösster Vahscheinlichkeit konstitutiv,
d. h. kein Gegenstand weiterer Induktion ist.
Einige bedeutende Beispiele erhöhter Empfindlichkeit werden bei dem geringen Wert an zugesetztem Dinatrium-DL-ccglycerinphosphat
beobachtet, selbst obgleich es ein bekannten. "Induziermittel des Transportsystems wenigstens in %
MB 2489 ist. Etwas Antagonismiis ist bei dem zu der Scheibe zugesetzten hohen Wert (100 ug) nachweisbar. Dieses Phänomen
stellt vermutlich die erwartete Konkurrenz zwischen Phosphonomycin und a-Glycerinphosphat für ihr übliches Transportsystem
dar. Im Gegensatz dazu ist Glycerin, obgleich ein Induziermittel, kein Substrat, und besetzt daher vorher
nicht das Transportsystem, dessen Aktivität es angeregt hat.
10981 7/2048
14127
Beispiel 2
Einwirkung von Glucose-6-phosphat auf die Empfindlichkeit
von Escherichia coli und Staphylococcus aureus gegenüber
Phosphonomycin in flüssigem Hedium verschiedener Zusammensetzung . .
Ubernacht-Flüssigkeitskulturen wurden auf 1 : 10 000
(1CK Zellen/ml) in dem angegebenen Hedium verdünnt und
mit einem gleichen Volumen eines Mediums vereinigt, das verschiedene Mengen an Dinatriumphosphonomycin enthielt.
Me minimale Inhibierungskonzentration (H.I.C.) war die
Endkonzentration an Phosphonomycin,unterhalb der nach einer
24stündigen Inkubierung bei 55° C Trübung beobachtet wurde.
| Medium | M.I.C. jag/ml | Phosphonomycin |
| Staphylococ | Escherichia coli | |
| cus aureus | HB 2017 | |
| MB 29^9 | ||
| Mueller Hinton-Flüssig | 50 | 3,12* |
| keit (Difco) | ||
| Mueller Hinton-Flüssig | 3/I2 | 0,78 |
| keit plus Dinatrium- | ||
| gluc ο s e-6-phosphat, | ||
| 25 /ig/ml | ||
| Fahrlösung (Difco) | 25 | 12,5 |
| Nährlösung (Difco) | 1,5 | 0,39 |
| plus Dinatriumglucose- | ||
| 6-phosphat |
Nährlösung (Difco) plus 5 % V/V defibriniertes
Schafblut ()
3,12
0,39
Bei beiden Mediän wurde festgestellt, dass Glucose-ö-phosphat
mit einem Faktor von 4 bis 40 die Empfindlichkeit von gram-positiven und gram-negativen Pathogenen wirksaä macht.
In Nährflüssigkeit wird der mit Glucose-6-phosphat beob-
- 18 -
109817/2048
achtete Effekt dem mit Schafblat beobachteten nachgeahmt. Beispiel 3
Einfluss von Glucose-6-phosphat auf die Fraktion von
Bakterienbeständen, die bei einem gegebenen Phoephonomy'cinwert überlebt..
Es wurden verschiedene Verdünnungen von Übernacht-KuItur-r
lösungen der bezeichneten Bakterienstämme über die Oberfläche von Petri-Schalen gewischt, welche Mueller Hinton-Medium,
1,5 % Agar (Difco) enthielten und mit den angege- λ
benen Werten an Dinatriumphosphonomycin mit oder ohne 25 liß/ml Dinatriumglucose-6-phosphat ergänzt waren. Aus
der Anzahl der bei einer speziellen Verdünnung an aufgegebenem Organismus vorliegenden Kolonien wird die Anzahl
der überlebenden, zugeführten Zellen bei einem gegebenen Phosphonomycinwert mit und ohne Glucose-6-phosphat berechnet,
wobei die Werte in der folgenden Tabelle wiedergegeben sind:
109817/2048.
%o
| Stamm | iig/ml Phos- ' 'phonomycin |
Anzahl der überlebenden Kolo nienbildner je ml Mueller Hinton Mueller Hinton Agar allein Agar plus 25 /its/ml GIu- cose-6-phosphat |
10? 10? |
3 χ 1o2 5 χ 10 |
| Escherichia coli MB 2017 |
0 10 |
3 x 3 x |
10^' | 50 |
| 30 100 · |
3 x 3 x |
10? 10? |
3 χ 10^ . 3 χ 10? <- 100 <· 10 |
|
| Staphylo coccus aureus MB 294-9 |
0 10 50 100 . |
3 χ 3 x 3 x 3 x |
10^ 10? 10? · · |
• Ji. f VJ £· 1 χ 10? 5 χ 10p 5 χ iod |
| Aerobacter aerogenes MB 3287 |
0 10 30 100 |
7 χ 3 x 5 χ 3 χ |
10^ ;io |
2 χ 10^ 1 χ 10$ 1 χ 10? <;io ' |
| Staphylo coccus .aureus MB 3036 |
0 10 30 100 |
2 χ 2 χ 2 χ < |
10Z io£ |
P ν 10 C-i Jv 1 V-* -» 1 χ 10? 1 x 10? 6 χ 10 |
| Shigella sp. MB 3298 |
0 10 30 100 |
2 χ 3 x 3 χ 1 χ |
In allen Fällen überlebt ein geringerer Anteil des zugeführten
Bakterienbestandes unter Bildung von Kolonien auf der Platte, die Glucose-6-phosphat enthält, als auf der
Platte, die diese Virksammachung ni'cht enthält. In den meisten Fällen wird der wesentliche verbleibende Bestand
( in der Grössenordnung von 1 in 10^ bis 1 in 10 ), der
hohe Ausmasse an Phosphonomycin überlebt, ausgerottet oder
weitgehend reduziert, wenn Glucose-6-phosphat gleichfalls
vorliegt. Eine Empfindlichmachung der Bestandmasse und eine Beseitigung von resistentem Bestand sind offensichtlich,
te
wenn dieses Induziermittel vorliegt.
- 20 -
109817/2040
Einfluss von Glucose-6-phosphat auf die Grosse der Inhibierung
sz one, welche die empfindlichen Scheiben umgibt, die dieses Zuckerphosphat in Kombination mit Phosphonomyein
enthalten
Ubernacht-Kulturen der angegebenen Stämme, die in Difco-Nährlösung
gezüchtet waren,· wurden 10Ofach verdünnt, und
eine aliquote Menge von 0,05 ml wurde über die Fläche einer Petri-Schale gewischt, die 10 ml Mueller Hinton Agar (Difco)
enthielt. Empfindlichkeitsscheiben, die aus' !filterpapierscheiben
mit einem Durchmesser von 7 nm bestanden und entweder
5 oder 30 iig Dinatriumphosphonomycin mit oder ohne
zusätzlichem 5 P-S Dinatriumglucose-6-phosphat enthielten,
wurden auf die Oberfläche des beimpften Agars gebracht. Inhibierungszonen wurden nach I8stündiger Inkubierung bei
37° C gemessen.
- 21 -
109817/2040
14127 it
5 ug - 50/« 5 PS - 30 yig
ohne Glucose-6- Glucose-6-phosphat
phosphat -
coli MB 2017
Staphylococcus O 11 13 20
aureus MB 2949
aerogenes
MB 3287
Staphylococcus. 0 30 .27 40 aureus MB 3036
MB 3298 "
Die in dem früheren Beispiel vermerkte Bmpfindlichmachung von Zellen durch Glucose-6-phosphat zeigt sich hier durch
eine wesentliche Steigerung der Inhibierungszone, welche die Scheiben umgibt, die ein Gemisch aus Phosphonomycin und
Glucos-e-6-phosphat enthalten.' Es ist ferner bemerkenswert,
dass in sämtlichen Fällen, in denen Zonenvergrösserung in
Gegenwart von Glucose-6-phosphat beobachtet wird, festgestellt wurde, dass der inhibierte Bereich relativ frei
von den unzähligen arzneimittelbeständigen Kolonien ist, welche eine Scheibe aus Phosphonomycin selbst .umgeben. Diese
Beobachtungen stehen in Obereinstimmung mit der Erschliessung
eines wechselnden Weges für den Eintritt von Phosphonomycin ■
in Zellen, welche ihren normal ausgedrückten a-Glycerinphosphat-Transportweg verloren haben, durch Glucose-6-phosphat. . * .
- 22 -
109817/20ΑΘ
Beispiel einer Methode zum Sieben von Phosphatestein
als Induziermittel für latente Transportsysterne von
Phosphonomycin'in Escherichia coli
Der Stamm Escherichia coli MB 2498 ist einoin Tabelle I des
Journal of Molecular Biology, _21, 371 (1968) beschriebene
Subkultur der Mutante 6. Ihm fehlt die Fähigkeit, &.uf L-a-Glycerinphosphat
zu wachsen oder sich dort anzusammeln, und er ist beständig gegenüber Plhosphonomycinwerten bis
zu 70/Ug/ml in Nährlösung. (Der wilde Ausgangs ε tamm ist
durch 10 ug/ml Dinatriumphosphonomycin vollständig gehemmt.) *
KB 2498 besitzt auch keine alkalische Phosphatasewirksaakeit
und zersetzt exogene Phosphatester zu einem minimalen Ausmass.
Bei der Suche nach Induziermitteln für zusätzliche Transport-.
systeme für Phosphonomycin wurden' 0,05 ml eines Suspension
1 2
von 10' Zellen/ml über die Oberfläche einer 50' cm -Petrischale
geschmiert, die 10 ml Bohrflüssigkeit, 1,5 % Agar (Difco) und 25 iig/ml Dinatriumphosphonomycin enthielt.
Papierscheiben von 7 ™& Durchmesser, und welche 0,25 nal
Lösungsmittel absorbieren konnten, wurden mit Lösungen verschiedener Phosphatester behandelt und auf die Agar-Ober- -gj
fläche aufgebracht. Inhibierungszonen wurden nach I8etündi*
ger Inkubierung bei 37° G genessen.
- 23 -
109817/20/< 8
14127
Getestete Verbindung
keine
Dinatrium-glucose-6-phosphat
Dinatrium-glucose-6-phosphat
Din atri um-fruc tο s e-6-pho sphat
Dinatrium-mannose-6-phosphat
Dinatrium-2-desoxy-glucose-6-phosphat
Dinatrium-2-amino-2-desoxyglucose-6-phosphat
Dinatrium-ribose-5-phosphat-monohydrat
Phosphat!dyl-äthanolamin
Tetrakalium-glucose-ii' ,ö'-dipho-sphatpentahydrat
,
Dinatrium-glucose-1-phosphat
Dimagnesium-5-phosphoryl-ribose-ipyrophosphat-dihydrat
Dinatrium-riboflavin-5-phosphat.
| .2048375 | |
| jag in der 'Scheibe |
Inhibie- nuigazone ma Durch |
| messer | |
| - | 0 |
| 1,0 0,5 0,1 |
31 27 18 |
| 10,0 | 42 |
| 6,0 | 31 |
| 1,0 | 27 |
| 25,0 | "34 |
| it 25 | ' 35 |
| 30 | 29 |
| 25 | 34 |
| 25 | 31 |
| 25 | 25 |
| 25 | 14 |
Unter den Verbindungen des obigen Versuchs, die keine Wirksamkeit bei einem Wert von 25 jag Je Scheibe zeigten,, waren:
Inosit-phosphat, Adenosin-51-phosphat, Galactoee-1-phosphat,
2'-Desoxyribose-1'-phosphat, a-D-Ribose-1-phosphat, ß-D-Ribose-1-phosphat,
a-D-Xylopyranose-1-phosphat, Giucon-6-phosphat,
Hannose-1-phosphat, Erythrose-4-phosphat, Pyridoxin-phosphat,
Thiamin-monophosphat, D-Galactose-6-phoophat,
D-Fructose-1-phosphat, Fructose-1,6-diphosphrt, Phosphoserin,
Phosphatidyl-cholin, KjN-Dimethyl-L-phosphatidyläthanolamin
sowie eine grosse Anzahl nicht-phosphorylielfter
Tetrosen, Pentosen und Hexosen. Die Potentiationcerscheinung zeigt also einen Grad an Spezifität, der im' Fall der
Hexosephosphate in erster Linie solche Verbindungen einzu-
- 24 -
BAD ΟΠ-C-NAL
109817/2048
14127
schliessen scheint, die durch Hexokinase erzeugt werden,
• und zu denen solche Hexosephosphate gehören, die bekanntlich
das Glucose-ö-phosphat-Transportsystem (Verbindungen
1, 2, 3» 4· und 9) induzieren.
Keine der wirksammachenden Verbindungen erzeugte bei den getesteten Werten Inhibierungszonen bei mit MB 24-98 beimpften
Platten, die aus Nährlösung/Agar ohne MK 955 bestanden.
Einfluss der Kombination verschiedener Phosphatester auf die Inhibierung verschiedener Bakterienstämme
Ijbernacht-Kulturen der angegebenen Stämme in Nährlösung
(Difco) wurden 10Ofach verdünnt, und es wurde eine aliquote
Menge von 0,05 ml über die Oberfläche einer 2 mm tiefen
Schicht des angegebenen festen Wuchsmediums gewischt. Etnpfindlichkeitsscheiben,
bestehend aus kreisförmigen Filterpapierscheiben
von 7 mm Durchmesser die entweder 5 oder
30 lag Dinatriumphosphonomycin mit einer zusätzlichen Menge
der angegebenen Phosphatester enthielten, wurden/auf die Oberfläche des beimpften Agars gebracht. Inhibierungszonen
wurden nach I8stündiger Inkubierung bei 37° C gemessen.
- 25 -
109817/20Λ3
| 14127 | P | U | 25 | 25 | 20 | 30 | 22 | 21 | 18 |
chme
züge H " |
ss e
set I |
| Stamm | v, I | 10 | 10 | 10 | 10 | 21 | 10 | 11 | 15 | 22 | |
| MB 2489 | VJl | 33 | 33 | 26 | 24 | 21 | 31 | 26 | 10 | 10 | |
|
MB 2489
A2 |
30 | 12 | 10. | 10 | 12 | 14 | 10 | 11 | 21 | #) | |
| MB 2498 | 30 |
Zonengrösse mm Dur
(vergleiche Schlüssel für die phatester) ^PABCDEPG |
23 | 22 | 20 | 17 | 16 | 21 | 19 | 11 | 12 |
| MB 24980 | 5 | V | 13 | 15 | 0 | 0 | 0 | 12 | 0 | 17 | 19 |
| MB 2017 | 5 | 8 | 20 | 20 | 0- | 0 | 01 | .18 | 13 | 0 | O |
| 0? 14 | .30 | 13 | 16 | 15 | 15 | 15 | 12 | 15 | 16 | 0 | 14 |
| T 27 | 5 | 11 | 23 | 23 | 23' | 23 | 22 | 22 | 22 | 16 | 16 |
| T9 | 5 | 12 | 17 | 17 | 17 | 15 | 18 | 15 | 17 | 23 | 23 |
| T 10 | 30 | 0 | 17 | 15 | |||||||
| T 19 | . 0 | ||||||||||
| 15 | |||||||||||
| 21 | |||||||||||
| 18 |
Scüüssel hinsichtlich der Art und Menge der zu den Scheiben
zusammen mit Phosphonomycin zugegebenen Phosphatester:
P - Dinatriumsalz des Phosphonomycins (Menge in der linken
Spalte angegeben)
A - Glucose -6-phosphat, 5 J*g
B - 2'-Desoxy-glucose-6-phosphat, 5 J*g
Der Stamm MB 2489 ist ein Escherichia coli-Stamm, der gut
•auf α-Glycerinphosphat und D-Glucose-6-phosphat wächst. Er
ergibt /^hrflüssigkeit Agar massige Empfindlichkeit gegenüber Phosphonomycin, die durch die ganze Beine der Hexosephosphateeter (A, B, P, G1 I), von denen bekannt ist,dass
, — 26 —
109817/2048
sie den Glucose-ö-phosphat-Transportweg induzieren, wesentlich gesteigert wird.
Der Stamm MB 2489 A2 wurde von der Peripherie der gesteigerten
Inhibierungszone, welche eine Phosphonomycin (5 Με) und
Glucose-6-phosphat (25 J*g) enthaltende Scheibe umgibt, isoliert.
Es wurde gefunden, dass er auf oc-Glycerinphosphat gut wächst, jedoch keine Stimulierung des Wachstums durch
Glucose-6-phosphat ergibt. Obgleich dieser Stamm ebenso empfindlich gegenüber Phosphonomycin allein wie der Ausgangsstnmm
MB 2489 ist "( wie erwartet, da sein a-Glycerinphosphat-Transportsystem
wirksam ist), versagt er hinsichtlich ^ der Anregung des Mährlösungsagar durch irgendeinen der
Hexosephosphat-Induziermittel des' Glucose-ö-phosphat-Transportsystems.
Ferner ergibt.sich aus dem Versagen des Ribose-5-phosphats
und Phosphatidyl-äthanolamins hinsichtlich einer synergistischen Wirkung, .dass diese Ester auch das Glucose-6-phosphat-Transportsystem
induzieren. Jedoch deutet die noch durch Hiboflavin-5-phosphat hervorgerufene Wirksamkeit
auf 4as Vorliegen noch eines dritten induzierbaren Weges, der einen gesteigerten Phosphonomycin-Transport vermittelt.
Der Stamm HB 2498 ist eine Mutante von MB 2489, der keinen a-Glycerinphosphatweg
besitzt (d. h., er wächst nicht auf ™ a -Glycerinphosphat, behält jedoch das induzierbare Glucose-6-phosphat-
Sy stern bei). Obgleich er weniger empfindlich auf Agar-Hährlösung gegenüber Phosphonomycin ist wie
MB 2489, behält er die Fähigkeit bei, durch die Phosphatester-Induzieraittel
angeregt zu werden.
Der Stamm MB 24980 wurde als eine resistente Kolonie von einer Platte isoliert, die 25 iig/ml Phosphonomycin und
25 jug/ml Glucose-6-phosphat enthielt. In Übereinstimmung
- 27 - -
.109817/20/4 8
mit den obigen Ergebnissen wurde seine Empfindlichkeit auf
Agar-Nährlösung gegenüber Phosphonomycin einzig durch Riboflavin-
5-phosphat gesteigert.
Der Stamm MB 2017 ist ein für Mäuse pathogener·Escherichia
coli. Er ergibt weitgehende Sensibilisierung auf Agar-'
Nährlösung durch die gesamte Klasse der Phosphatester-Induziermittel.
Der Stamm T 14 ist eine Klebsiella Species, die aus dem Urin'
eines Patienten unmittelbar vor Aufnahme der Phosphonomycin-Therapie isoliert worden war; T 27 ist eine Klebsiella
Species, die aus dem Urin eines Patienten isoliert wurde, der seit 7 Tagen einer oralen Phosphonomycinr-Therapie unterzogen
worden war. Beide Stämme sind auf Agar-Nährflüssigkeit gegenüber Phosphonomycin selbst resistent, zeigen Jedoch
in Anwesenheit einer Vielzahl von Induziermitteln des Glucose-6-phosphat-Veges mittlere Sensibilisierung.
Die Stämme T 9 und T 19 sind Stämme von Pseudoinonns aoruginosa,
die auf dem Urin infizierter Menschen isoliert wurden. Die Stämme zeigten keine merkliche .Empfindlichkeit auf
Agar-Nährlösung gegenüber den obigen Phosphatestern.
Der Stamm T 10 ist ein Proteus mirabilis-Stamm, der aua dem
Urin eines infizierten Menschen isoliert worden war und zeigte keine merkliche Empfindlichkeit auf Mueller Hinton
Agar gegenüber irgendeinem der obigen Phosphatester.
- 28 -
10981 7/2049
Beippiel 7
Aufgetretener Einfluß in verschiedenen Wuchr.medien von .
Glucose-6-phonphat auf die Größe der Inhibiorungrjzorie,
welche die Erapfindlichkeitsscheiben, die dieses «uckerphoRphat
in Kombination mit Phosphonomycin enthalten, ausüben
Eine übernacht-Kultur von Escherichia coli, MB 2489, die
auf Nährlösung wuchs, wurde 10Ofach verdünnt, und eine aliquote
Menge von 0,05 ml wurde über die Oberfläche eines
2 mm tiefen Agar-Mediums aufgewischt, das entweder aus
Nährlösung, 1,5 '$> Agar (Difco), Gehirn-Herz-Infusion,
1»5 i» Agar (Difco), Mueller Hinton Agar (Difco), Trypticase-So,ja
Agar (BBIi) oder einem "menschlichen Urin-Agar" bestand.
I)a3 letztere Medium wurde hergestellt, indem unmittelbar
nach dem Schlaf gesammelter Urin von erwachsenen I-Iännern
zentrifugiert wurde· , das überstehende Material aur Erzielung von »Sterilität durch eine Membran filtriert wurde und daß Filtra
mit einem Zehntel Volumen autoklaviertem 15?'iß-3n. Eoble-Agar
(Difoo) in Wasser zur Erzeugung eines festen Mediumr· kombiniert
wurde. Erapfindlichkeitsscheiben aus einer rilterpapierccheibe
von 7 mm Durchmesser, die 5 oder 30 /Ug '
Dinntriumphosphonoraycin mit und ohne Dinatrium-glucose-6phonphat
enthielt, wurden auf die Oberfläche des beimpften Agars gebracht. Inhibierungszonen wurden nach
18otündiger Inkubierung.bei 37 0C gemessen.
- 29 -
':■■"· Cr.;GiNAL
10 9.8 1 7/204 S
14-127 30
Verwendetes Medium Durchmesser der Inhibierunßzone
(mm)
| 5 »g 30 /ig Püosphonomycin allein |
24 | • | 12 | 5 /g 30 wc PhOsphonomycin plus Glucose-6-phosphat (25 ^g) |
33 | |
| Nährlösung. | 12 | 15 | 28 | 26 | ||
| Mueller Hinton- Lösung |
O » | 19 | 20 . | • 20 | ||
| Gehirn-Herz- Infusion |
O | 16 | 24 | |||
| Trypticase-Soja- Lösung |
O | 18 - | 26 | |||
| Menschlicher Urin | 9 | 14 |
Der Aktivität von Phosphonomycin allein wird in Bezug auf
die Nährlösung in dem. anderen verwendeten Medium eindeutig entgegengewirkt. Dieser Antagonismus kann zu einem über-
η Vi "F*
wiegenden Ausmass aie. hohen Werten an Natriumchlorid in
Mueller Hinton-Lösung, Glucose und Phosphat in Gehirn-Herz-Infusion
und Trypticase-Soja und Phosphationen im menschlichen
Urin zurückzuführen sein. Dieses nachteilige Phänomen wird im wesentlichen durch den Einschluss von Glucose-6-phosphat
in die Empfindlichkeitescheibe beseitigt.
Einwirkung von Glucose-6-phosphat auf die Empfindlichkeit
von Escherichia coli-Stämmen auf verschiedene. Phosphonomycinanaloge
.Ub ernacht-Kul türen von Escherichia coli, Stamm MB 2489
(der sowohl das oc-Glycerinphosphat-Transportsystem als
das Glucose-o-phosphat-Transportsystem besitzt) und
MB 2498 ( der lediglich den Glucoaiß-6-phosphat-Weg aufweist
und daher gegenüber Phosphonomycin allein relativ
109817/2048
beständig ist) wurden lOQfach verdünnt, und eine aliquote
Menge von 0,05 ml wurde über die Oberfläche·einer 2 mm
Nährlösung aus 1,5 % Agar (Difco) aufgewischt. Ernpfindlichkeitsscheiben
aus einer Papierscheibe von 7 Bim Durchmesser,
'welche Dinatrium-phosphonomyein oder eines der angegebenen
Analogen in den angegebenen Mengen zusammen mit weiteren 5 Jig Dinatriumglucose-6-phosphat, wo angegeben, enthielt,
wurden auf die Oberfläche des beimpften Agars gebracht. Inhibierungszonen wurden nach 18stündiger Inkubierung bei
37° C gemessen.
, I
Wirksame Substanz
| Menge | 5" | MB 2489 | + G- | MB | 24^8 |
| ng | 2,5. | kein G- | 6-P | kein G- | + G- |
| Γ | 1,0 | 6-P | 28 | 6-P | 6-P |
| 0,3 | 14 | 25 | 0 | 30 | |
| 500 | 12 | 20 | 0 | 24 | |
| 50 | 0 | 18 | 0 | 24 | |
| 5 | 0 | 38 | 0 | • 15 | |
| 500 | 20 | 32 | 9 | 42 | |
| • 50 | 0 | 13 | 0 | 36· | |
| 5 | 0 | 35 | 0 | 16 | |
| 16 | 26 | 8 | 38 | ||
| 0 | 10 | 0 | 29 | ||
| 0 | 0 | 12 |
Phosphonomycin
Monodi eye1ohexylaminsalz
der 1-Methyl-1',2-epoxyä
thy lpho sphonsäure
Di eye lohexyl ammoniumsalz
der 1,2-Epoxyä thy lpho sphonsäure
Es wurde festgestellt, dass Glucose-6-phosphat die Empfindlichkeit
von Phosphonomycin-empfendlichen und -rer.istenten
Stämmen wirksam macht, so dass sie nun auf schwache Analoge von Pho sphonomy ein zum gleichen Ausmasjs wie auf Phosphonomycin selbst ansprechen. ·
- 31 -
109817/2048
o g-:-:g:.\'al
Beispiel 9
Einwirkung von Phosphonomycin und Glucose-6-phosph;t und
deren Kombinationen bei der Behandlung von infizierten Mäusen '
Weibliche C.D.l'.-Mäuse eines mittleren Molekulargewichts
von 22,5 g wurden intraperitoneal mit 16stündigen Kulturflüesigkeiten,
die in Gehirn-Herz-Infusion entsprechend verdünnt waren, infiziert. Pur E. coli enthielt der An-
sprechwert 2,5 x 10' Zellen oder Dosierungen von 7 ^
für Shigella 2,3 χ 10 Zellen oder Dosierungen von 3 Zum Zeitpunkt der Infektion wurden das Dinatriumsala des
Phosphonomycins und Natriumglucose-6-phosphat getrennt in 0,25 ml subkutan an einer gesonderten Stelle verabreicht,
eine auf jeder Seite der RückAache. Die Ergebnisse dieses
Versuchs sind in der folgenden Tabelle wiedergegeben:
Test-Organismus ED
50
G-6-P Dinatrium- DSP + DSP+0,1 mg
/ig phosphonomycin 1,0 mg G-6-P
' (DSP) G-6-P
yUg % yUg %
| Escherichia coli | >4000 | 155 | 100 | 12 | 8 | 91 | 58 |
| 2017 | |||||||
| Shigella (118-57) | >4000 | 1000 | 100 | 82 | 8 | 15OO | 150 |
| 3303 |
- 32 -
BAD OHIGiNAL
10981 7/20A8
14127 33
Beispiel 10
Einfluss von Phosphonomycin und Glucose-6-phorpha.t sowie
deren Kombinationen bei der Behandlung infizierter Hause
Bei weiteren Mädsetests, die, wie in Beispiel 1 beschrieben, mit der Ausnahme durchgeführt wurden, dass das Antibiotikum
mit dem Natriumglucose-6-phosphat kombiniert wurde und in
einer Injektion verabreicht wurde, wurden die folgenden Ergebnisse bei infizierten Mäusen mit Aerobacter aerogenes
und Staphylococcus aureus erhalten:
f ·
Dinatriumphosphonomycin (DSP) s.c. Test-Organismus . 50
ττ?
ISP". ng zu DSP zugesetztes G-6-P
allein WOO 1000 500 100 allein
verwendet
aerogenes 3148 10 000+ 287 3 000 7 700 10 000 >4
Staphylococcus
eureus
Smith 2949 96 22 50 >4
Beispiel 11 -
Einfluss von Fructose-6-phosphat bei der Virksammachung
von Phosphonomycin in Mäusen
Die .Wirkung von Fructose-6-phosphat bei der Wirksammachung
der Bekämpfung experimenteller' Bakterieninfektionen durch
Phosphonomycin· in Mäusen wurde mit der von Gluoose-6-phosphat in Versuchen gemäss dem Ablauf nach Beispiel 10 verglichen.
Das Antibiotikum wurde wieder mit'dem Zuckerphosphat
kombiniert in einer einzigen subkutanen Injektion zum
-35 -
109817/2048
14127 '
Zeitpunkt der intraperitonealen Beimpfung mit Escherichia
coli HB 2017 verabreicht. ·
Wirksammachendes Mittel Dosis Cug) ED50, ng Phospho
nomycin
Kein " - 2000
Dinatriumglucose-6- . · 1000 17
phosphat 600 31
300 69 *
100 470
Dinatriumfructose-6- 1000 17
phosphat 600 - 57
3OO 202
100 534
Es ist ersichtlich, dass Fructose-6-phosphat ein Ausmass
an Wirksammachung gegenüber Phosphonomycin ausübt, das. mit demjenigen vergleichbar ist, das vorher in den Parallelversuchen
mit Glucose-6-phosphat beobachtet wurde. Diese Äquivalenz wurde sowohl aus der gleichen Steigerung der
in vitro beobachteten Inhibierung in Beispiel 5 erwartet,
wenn eines dieser Zuckerphosphate mit Phosphonomycin kombiniert wurde, als aus der Sicherheit ihrer Umwandlung
dUrch die im Plasma vorliegende ausreichende Phosphoglucose-isomerase-Aktivität.
Therapeutische Wirkung von Phosphonomycin, das oral an
infizierte Mäuse verabreicht wurde, die Glucose-6-phosphat entweder auf oralem oder subkutanem Weg aufnehmen
Das Vorgehen nach Beispiel 9 wurde für den Pail von Escherichia
coli 2017 mit der Ausnahme wiederholt, dass unmittelbar
nach der Infektion das Dinatriumsalz des Phosphonomycins
oral verabreicht wurde, während Dinatriumglucose-6-
' 109817/2048-
phosphat, wo angegeben, entweder oral oder auf subkutanem
Wege verabreicht wurde. In keinem Fall wurde ein Schutz beobachtet,
wenn Glucose-6-phosphat allein bei dem Wert von 4000 u.g oral oder subkutan in Abwesenheit von Phosphonomycin
verabreicht wurde.
Glücose-6- Weg Dosis an oral verabreichtem
phosphat Phosphonomycin (ug), die 50 %
lag der Tiere schüWt {ED)
O - 2000
1000 . oral . 2000 100 subkutan 37 .
Glucose-6-phosphat ist ein wirksamer Therapiepotentiator
für oral verabreichtes Phosphonomycin (25fache Sensibilisierung),
wenn Zuckerphosphat subkutan verabreicht wird. Es wird keine Sensitiv!erung beobachtet, wenn das Zuckerphosphat
oral mit diesem Wert verabreicht wird.
Therapeutische Wirksamkeit von Phosphonomycin, das parenteral an infizierte Mäuse,-die oral Glucose-6-phosphatsalze
aufnehmen, verabreicht wurde
Das Vorgehen nach Beispiel 9 wurde für den Fall von Escherichia coli 2017 lait der Ausnahme wiederholt, dass unmittelbar
nach Infektion das Dinatriumsalz des Phosphonomycins subkutan verabreicht wurde, während Glucose-6-phosphat in
der angegebenen Form oral durch Gabe in 0,25 ^l Wasser
verabreicht, wurde. In keinem Fall wurde Schutz bei Verabreichung der Glucose-ö-phosphatsalze allein beobachtet,
noch verursachte die orale Verabreichung allein von 2,5 mg n-Octylammoniumchlorid (ohne Glucose-6-phosphat) eine Ab-
- 35 -
109817/2048
14127
nähme des ED^Q-Wertes von gleichzeitig parenteral verabreichtem
Phosphonomycin.- Die n-Octylammoniumsalze des
Glucose-6-phosphats wurden durch überführung des Dinatriumsalzes
in die freie Säure durch Hindurchleiten durch eine Kolonne, die einen 2Ofachen Überschuss an Dowex-50 (H+
enthielt, anschliessende Neutralisierung von Anteilen dee
Eluats mit Je 0,7, 1,5 oder 2,0 molaren Äquivalenten der
freien n-Octylaminbase und 1,5» 0»5 bzw. 0 molaren Äquivalenten
NaOH unter Erzielung eines pH-Wertes von 7,5 in Jedem Fall hergestellt.
Glucose-6-phosphatsalz
(mg)
Dosis an Phosphonomycin, welche 50 % der
Tiere schützt ()
| Versuch I | kein | Versuch II | kein . | . 500 | * | 827 | |
| 100 50 |
5 ■ | 27 65 |
125 | ||||
| Dinatrium- salz |
25 | 5 | 125 | 068 | |||
| 12,5 | I '■' | 502 | 714 | ||||
| 6,25 | 551 | ||||||
| 10 1 |
66 502 |
||||||
| Natrium 0,5 + n-Octyl- ammonium 1,5 |
|||||||
| Di-n-octyl- ammonium |
|||||||
| Natrium 0,5 "~ n-Octyl- ammonium 1,5 __ |
|||||||
| Natrium 1,5 ~~ n-Octyl- ammonium 0,7 _ |
109817/20 4 B
■ "-TED
Oral verabreichtes Glucose-6-phosphat macht die Phosphonomyein-Therapie
wirksam und wird in dieser Richtung im Verhältnis zu dem Anteil an anorganischem Gegenion, das durch
lipophiles Amin ersetzt ist, noch wirksamer gemacht.
Beispiel 14
Wirksammachung der Phosphonomycin-Therapie durch gleichzeitig
verabreichtes Galactose-6-phosphat bei mit Staphy
lococci infizierten Mäusen
Eine Untersuchung der Wirkung von Galactose-6-phosphat hinsichtlich
der Wirksammachung der Bekämpfung experimentell in Mäusen erzeugter Staphylococtsen-Infektionen durch Phos-■
phonomyein' wurde durch die bei einer Anwendung der in Beispiel 6 beschriebenen Methodologie auf diesem Stamm ermittelten
Feststellung gerechtfertigt, dass 25 J*g dieses Zukkerphosphats,
wenn es zu einer Eapfindlichkeitsscheibe, die 5yUg Phosphonomycin enthält, zugegeben wurde, eine Ihhibiefungszone
von 21 mm erzeugt im Gegensatz zu der nicht mit Zusatz versetzten Scheibe mit einer Zone von 17 mm, wenn
die Scheiben auf eine mit Staphylococcus aureus Smith 294-9'
beimpfte Nähragarplatte gebracht wurden. In dem folgenden
Therapieversuch wurde das Antibiotikum mit dem Zuckerphosphaf
vereinigt in einer einzigen subkutanen injektion zum Zeitpunkt der intraperitonealen Injektion mit 10 Zellen je
Maus (14 IjDcq)· verabreicht, wobei die Zellen 16 Stunden in.
Gehirn-Herz-Infusion gewachsen waren.
- 37 -
109817/2048'
14127
ED50
| Potentiator | Bo si s (/β) |
| kein ' | ■ ■* |
| Binatrium-glucos e-6- phosphat |
4000 |
| Binatrium-galactose- 6-phosphat |
4000 |
5 (ag .Phosphonomycin)
212 91 25
Sie Wirkung von Galactose-6-phosphat als ein Potentiator
wird durch die nachgewiesene Existenz eines induzierbaren Galäctose-ö-phosphat-Transportsystems in Staphylococcus erklärt.
Galactose-6-phosphat ist ein Metabolit der Lactosehydrolyse
einzig zu gewissen gram-positiven Organismen, wird jedoch nicht durch E. coli erzeugt oder davon verwendet.
Barauf ist das Versagen von Galactose-6-phosphat zur Wirksammachung
der Phosphonomycin-Wirkung auf E. coli zurückzuführen
(Beispiel 5)· '
Wirkung von Mannose-6-phosphat hinsichtlich der Wirks&nimachung
von Phosphonomycin in Mäusen
Sie Wirkung von Mannose-6-phosphat hinsichtlich der Wi rksamraachung
der Bekämpfung experimenteller Infektionen in Mäusen durch Phosphonomycin wurde mit der von Glucose-6-phosphat
in Versuchen nach den Vorschriften des Beispiels 10 verglichen. Bas Antibiotikum,wurde wieder in Kombination
mit einer Reihe feststehender Werte an Zuckerphosphaten titriert in einer einzigen subkutanen Injektion zum
Zeitpunkt der intraperitonealen Beimpfung mit Escherichia
coli MB 2017 verabreicht. ·
109817/2048
| 14127 | Dosis (/6) |
| Potentiator | _ |
| kein· | 1000 |
| Dinatrium-glucose- 6-phosphat |
1000 |
| Dinatri um-mannos e- 6-phosphat |
500 |
| Il | 250 |
| Il | 125 |
| Il | |
ED
Gig Phosphononiycin)
1420 18
19
. 25
92
490
Mannose-6-phosphat übt ein Ausmass an Wirksammachung gegenüber Phosphonomycin äquivalent zu dem vergleichbarer
Glucose-6-phosphat-Werte aus, selbst obgleich dessen Wirkung in vitro nur ein Zehntel derjenigen von Glucose-6-phosphat
beträgt. Diese Dis-'krepanz kann auf die Umwandlung von Mannose-6-phosphat in Glucose-6-phosphat in vivo durch
aufeinanderfolgende Einwirkung von Mannose-phosphat-lsomerace
und Phosphoglucose-Isomerase zurückgeführt werden, Enzyme, deren Wirksamkeiten in Plasma und in den Wänden
von Blutgefassen nachweisbar sind.
Wirksammachung der Phosphonomycin-Therapie in Mäusen
durch Glucose-1-phosphat und Eibose-5-phosphat
Die Wirkung von Glucose-1-phosphat und Ribose-5-phosphat
hinsichtlich der Wirksammachung der Bekämpfung experimenteller bakterieller Infektionen in Mäusen durch Phosphonomycin
wurde mit derjenigen von Glucose-6-phosphat in Versuchen
gemäss den Angaben nach Beispiel 10 verglichen. Das Antibiotikum wurde wiederum hinsichtlich seiner Heilwirksamkeit
in Kombination mit den angegebenen feststehen-
- 39 -
1 0 9 8 1 7 / ? Π /♦ f.-
den Werten an Zackerphosphat titriert in einer einzigen Injektion zum Zeitpunkt der intraperitonealen Beimpfung mit
E. coli MB 2017 verabreicht.
| Potentiator | Dosis | _ ' | #EDcq |
| (/s) | 1000 . | (ag Phosphonomycin) | |
| kein | 1000 | 940 | |
| Dinatrium-glucose- 6-phosphat |
1000 | ' 5 ■ | |
| Dikalium-glucose- 1-phosphat |
,9 | ||
| Dinatrium-ribose- 5-phosphat * |
158 |
* Bei dieser Probe wurde durch einen spezifischen Versuch mit Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase nachgewiesen, dass
sie durch nicht mehr als einen Teil Je Tausend Glucose-6-phosphat
verunreinigt war.
Die Potentierungsfähigkeit von 1000 lag Bibose-5-phosphat,
obgleich bedeutsam, ist nur derjenigen äquivalent, die durch etwa 100 lag Glucose-6-phosphat erzeugt wird (vergleiche
Beispiel 11). Dieses Ausmass an relativer Potenz wurde "durch das Gewichtsverhältnis von Ribose-5-phosphat
zu Glucose-6-phosphat, das äquivalent erhöhte Inhibierungszonen
in vitro erzeugt (Beispiel 5),verhindert. Die
äquivalenten Wirksamkeiten von Glucose-1-phosphat und
Glucose-6-phosphat in vivo, trotz der Unterschiede in
vitro, gehen höchstwahrscheinlich auf die rasche Umwandlung des 1-Phosphats in das 6-Phosphat durch die Einwirkung
von bekanntlich im Plasma vorliegender Phosphoglucomutase zurück.
109817/2048
Beispiel 17
Wirksammachung der Phosphonomycin-Therapie in mit Streptococci
infizierten Mäusen durch gleichzeitig verabreichte Lactose
Nach Anwendung der in Beispiel 6 beschriebenen Methodologie auf Streptococci wurde festgestellt, dass 250 ug Lactose,
die" zu einer Empfindlichkeitsscheibe zugegeben wurden, welche 30 /6 Phosphonomycin enthielt, eine Inhibierungszone
von 27 mm Durchmesser im Vergleich mit einer Zone von 12 mm bei einer Scheibe ohne Zusatz erzeugt, wenn die Scheiben
auf eine mit Streptococcus faecalis H. beimpfte Nähragarplatte gebracht wurden. Bei den folgenden Therapieversuchen
wurden 14 Kolonien bildende Einheiten (7 LDc-q) des
pathogenen Streptococcus pyogenes (1934-)» der in Gehirn-Herz-Lösung
gewachsen und mit 105&Lgem Pferdeserum versetzt worden war, intraperitoneal beimpft. Gleichzeitig wurden
0,5 ml entweder einer Lactoselösung oder einer Salzvergleichslösung subkutan injiziert, woran sich in Versuch I
eine einzelne orale Doses von*0,5 ml Phosphonomycin (durch Zwangsgabe) und in Versuch II vier aufeinanderfolgende
orale 0,5 ml Dosen von Antibiotikum nach 0, 2, 4 und'6
Stunden nach der Infektion anschlossen.
| Potentiator | Dosxs ' (mg) |
(insgesamt verabreichtes Phosphonomycin, iig) |
| . ' Versuch I | ||
| kein Lactose |
4 | 3950· 1530 |
| kein Lactose |
Versuch II 4 . |
2100 800 |
- 41 -
109817/2048
Neutrale Saccharide können also die Phosphonomycin-Wirk^ung
sowohl in vivo als auch in vitro wirksammachen bzw. potenzieren. Bestimmte Streptococci,, gemeinsam mit ßtaphylococci,
zeigen auch induzierbaren Stoffwechsel von Lactose zu Galactose-6-phoBphat.
Wirkung von Phosphonomycin zum Schutz von Mäusen, die
durch bakterielle Mutanten-Isolate, welche hohe Wert.e des L-a-Glyceriiiphosphat-Transportsystems in Abwesenheit
eines Induziermittels ergeben, infiziert wurden ·—
Mutanten wurden aus E, coli 2017 unter Verwendung eines
in Biochimica et Biophysica Acta, Band 60, Seite 422 bis 424, 1962, beschriebenen Mutagenese- und Mutantenbestimmungsgitters
isoliert, und diese Mutanten zeigten hohe Werte an oc-Glycerinphosphat und Glycerinstoffwechsel ohne
die Notwendigkeit des "vorherigen Wachstums in Anwesenheit dieser Induziermittel, wie sich beispielsweise bei den na- .
türlichen Stämmen zeigt. Der Durchmesser der Inhibierungszonen rund um die Sensibilisierungsscheiben, welche 5 Mg
Phosphonomycin aufweisen, die auf mit Mutanten C^, C2 und
dem Ausgangsstamm beimpften Nähragarplatten aufgebracht waren, betrugen 20, 24 bzw. 12 mm. Da gezeigt wurde' (Beispiel
1), dass die Zugabe von Glycerin zu diesen Scheiben auf dem Ausgangsstamm die Zonengrösse aus 26 bis 29 mm vergrösserte,
ist daraus zu schliessen, dass die Mutantenstämme Ausmasse des Phosphonomycin-Transportsystems besitzen
(d. h., das L-a-Glycerinphosphat-Transportsystem), die denen
induzierter wilder Stämme vergleichbar sind. Daher sollte die Empfindlichkeit dieser Mutanten gegenüber der Phosphonomycin-Therapie
aus der Empfindlichkeit induzierter wilder Stämme in anderen Situationen vorauszusagen sein. Mutanten
Cy. und Cp des Ausgangsstamms wurden unter identischen Bedin-
- 42 -
109817/2048
gungen (in Beispiel 9 beschrieben) kultiviert und intraperitoneal in Mäuse bei den angegebenen Ansprechwerten eingeimpft.
Mäuse wurden subkutan mit Phosphonomycin unmittelbar nach Infektion injiziert.
•Bakterienstamm Anzahl geimpfter ED1-Q
(Virulenz) tys Phosphonomycin;
E. coli 2017 4,2 χ 106 943
(Ausgangsstamm) (10 LD™)
Mutasite C. 4,7 x 106 12
Ί (30 LD™)
(9
Mutante C0 · 1,2 χ 1Ο7 14
2 C9 L)
Selbst obgleich die Mutanten volle Virulenz besitzen, werden sie durch ein bemerkenswert niedriges Ausmass an Phosphonomycin
bekämpft*, was bedeutet, dass der nichtinduzierte wilde Stamm in vivo weit weniger entfaltet, als seine volle induzierbare
Kapazität hinsichtlich der Ansprechbarlceit auf Phosphonomycin. Es ist daraus zu schliessen, dass es möglich
ist, maximale Werte des L-a-Glycerinphosphat-'Iransportsystems
herzustellen und eine entsprechend wirksaniere Therapie durch Phosphonomycin in irgendeiner beliebigen klinischen
Situation (z. B. Hdrntrakt- oder Hautinfektionen), wo
die Abwesenheit von Glucose eine wirksame Induktion durch gleichzeitig verabreichte Potentierungsmittel (z. B. Glycerin),
welche solche Stellen erreichen, sicherstellt.
109817/20^8
Beispiel 19
Wirkung von gleichzeitig verabreichtem Glucose-6-phoopha't auf die Empfindlichkeit gegenüber Phosphonomycin, in vitro
und in vivo einer bakteriellen Variante, die beim Menschen während der Therapie Resistenz gegenüber Phosphonomycin
angenommen hatte
Die im folgenden verwendeten Stämme von Escherichia coli
stellen im Fall von M 13 ein Isolat aus dem Urin eines infizierten weiblichen Tieres unmittelbar vor sedner Behandlung
mit Phosphonomycin dar und im Fall von M 21 -ein Isolat aus den arzneimlttelresistenten Organismen, die in dem Urin
dieses Lebewesens nach 7tägiger Therapie mit dem Antibiotikum vorliegen. Die in vitro durchgeführten Empfindlichkeitstests
erfolgten in der in Beispiel 6 beschriebenen Weise. Der· in vivo.durchgeführte Mausschutzversuch erfolgte wie
in Beispiel 9 beschrieben' nach intraperitonealer Versetzung
mit der angegebenen Anzahl an Organismen.
Inhibierungszonen (mm), welche die Scheiben umgeben, die 30 Jf1S Phosphonomycin allein oder
in Kombination ndt 5 J*S Glucose-6-phosphat
enthalten '
Phosphonomycin allein plus Glucose-6-
phosphat
E. coli M 13 19 · 28
E. coli Μ 21 0 (weniger als 20
7 mm;
- 44- -
109817/2048
14127
Heilwirkung von Phosphonomycin bei infizierten Mäusen . (ED50 in mg)
Phosphonomycin allein
E. coli M 13.
3,7 χ 10' Zellen
3,7 χ 10' Zellen
0,25 ·
Phosphonomycin gleichzeitig mit 1 mg Dinatriumglucose-6-phosphat
verabreicht
. 0,035
E. coli M 21
1,2 χ 10' Zellen
- 10 LD50
1,2 χ 10' Zellen
- 10 LD50
17,5
2,5
* Bei dem höchsten an diese Gruppe verabreichten Arzneimittelwert,
20 mg je Maus, wurden nur 3 eier fünf infizierten
Tiere geschützt. In den anderen drei Gruppen wurde vollständiger Schutz bei nicht mehr als dem zwei
fachen, mittleren angegebenen Wert beobachtet.
Da der resistente Stamm die Fähigkeit, auf Phosphonomycin nach gleichzeitiger Zugabe von Glucose-6-phosphat anzusprechen,
beibehält, wird gefolgert, dass der Hexose-6-phosphat-Transportweg
nicht merklich durch endogene Substanzen bei den natürlichen Harninfektionen des Menschen
induziert wird. Wenn Transport durch die absichtliche gleichzeitige Verabreichung von Induzierungsmitteln hervorgerufen
wird, sollte die Besistenz gegenüber Phosphonomycin verhindert oder beseitigt sein, und die therapeutische Be
seitigung derartiger Stämme würde ermöglicht werden.
-45 -
' 109817/204 8·
Beispiel 20
Wirkung gleichzeitiger Verabreichung von Glueοse-6-phosphat
auf die Empfindlichkeit eines wilden, induzierbaren Bakterienatommes
und einer davon abgeleiteten nichtinduzierbaren
Mutant© gegenüber Phosphonomycin in vitr£>
und in vivo
Eine mit 201? A bezeichnete Mutante, welche keine zusätzliche
Bnpfindlichkeit in vitro.gegenüber Phosphonomycin
nach Zugabe von Glucose-6^-phosphat ergibt, wurde aus seinem
Ausgangsstamm, dem natürlich vorkommenden pathogenen
Eccherichia coli 2017 durch die in Beispiel 6 zur Isolierung
des Stammes MB 2489 A2 aus seinem Ausgangsstamm MB 2489 beschriebenen Verfahren isoliert. Die Mutante 2017 A zeigte
eine normale Fähigkeit, Glucose-6-phosphat umzuwandeln. Seine Empfindlichkeit in vitro gegenüber Phosphonomycin
wurde -in vivo in Bezug auf den Ausgangsstamm zweimal in •den unten beschriebenen Mäuseschutzversuchen unter Verwendung
des in Beispiel 9 aufgeführten Vorgehens bestimmt.
Inhibierungszonen (mm), welche die Scheiben umgeben, die JO »g Phosphonomycin
allein oder in Komüination mit 5 /6
Dinatriumglucose-6-phosphat enthalten /
Phosphonomycin allein plus Glucose-6-
pho sphat ,
E. coli 2017 18. 27
E. ooli 2017 A 17,5 18
109817/2048
14-127
Heilwirkung von Phosphonomycin bei infizierten Hausen
(0 in mg)
Versuch I
E. coli 2017 1 χ 106 Zellen
E. coli 2017 A 1 χ 106 Zellen'
Versuch II E. coli 2017 5 χ 106 Zellen·
Pho sphonomycin allein
0,250
0,166
0,821
Phosphonomycin gleichzeitig mit 1 mg Dinatriumglu cose-6-phosphat
verabreicht
0,015
0,284 0,021
E. coli 2017 A 9 χ 106 Zellen
- 55 LD50 .
1,420
1,150
Der Unterschied der Mut ante 2017 A gegenüber der Kombination von Glucose-6-phosphat mit Phosphonomycin in vitro wird
in vivo durch das Versagen des gleichzeitig verabreichten Glucose-6-phosphats zur Steigerung der Wirksamkeit von
Phosphonomycin bei der Behandlung von durch diese Mutante
infizierten Musen wiedergegeben. Somit ist die normale Wirksammachung der Heilwirkung von Phosphonomycin durch
Glucose-6-phosphat auf seine direkte Wirkung auf induzierbare infizierende Bakterienstämme zurückzuführen und nicht
durch jede beliebige Ansprechbarkeit des Wirtes, die vermu-
- 4-7 -
109817/20
tet werden könnte (ζ. Β. erhöhte Arzneimittelabsorption oder
immunes Ansprechen), wodurch die Mutante ebenso günstig beeinflusst
würde wie der Ausgangsstamm. Die gleiche Wirksamkeit von Phosphonomycin allein gegenüber Infektionen auf
Grund induzierbarer und nichtinduzierbarer Orgiinismen deutet
darauf hin, dass endogene Induziermittel entweder abwesend sind oder in einem zu geringen Ausmass vorliegen
(in solchen Bereichen des Körpers, der durch· Mikroorgfjrxismen
befallen ist), um die Biosynthese des Hexose-6-phosphat-Transportsystems
hervorzurufen. Die festgestellten Wirkixa,^-
vorteile, die sich aus der Induktion dieses Systems ergebe,,, erfordern ausdrücklich die Verabreichung exogener Induziermittel
durch den Therapeuten.
Gemäss der Erfindung können die bakteriellen Transportsysteine
in infizierten Tieren unter Verwendung geringer Dosierungen an wirksammachenden Mitteln, insbesondere auf oralem Wege
herbeigeführt werden,, wenn Spaltung der Esterbindung entweder durch bakterielle intestinale, Leber-, Nieren-,
Plasma- oder Harnphosphatasen vermieden wird. Die bevorzugten
wirksammachenden Mittel sind Kohlehydratester der
Formel:
Y'
CH0
ι tL
R1
worin -CH0- die eridständige Methylengruppe der Gruppierung
R1-CHp-OH, eine Pentose oder Hexose, wie beispielsweise
Glucose, Fructose, Mannose, 2-Desoxy-glucose, 2-Amino-2-desoxyglucose,
Galactose, Ribose, einen 1-substituierten Ribit, z. B. Riboflavin, ader Glycerin und Y' die folgenden
Gruppierungen
- 48 -
1 0 9 8 17 / 2 0 UB
14127 W
X „
Z X
-CH2-]
-OSO3H2 -SO3H
-CH2SO2NHR1
oder
bedeuten, worin. X, Y, Z, R1 und R2 die vorstehend angegebene f
Bedeutung besitzen und deren Salze·
- 49 -
109817/2048
Claims (18)
1. Verfahren zur Wirksammachung der Aktivität eines Phosphonomycin-Antibiotikums,
dadurch gekennzeichneb, dacs
Bakterien mit einem Induziermittel in Berührung gebracht werden, welches unter Steigerung eines bestehenden
Weges oder unter Erschliessung eines neuen Transportweges für die Bakterien wirkt und die Bakterien spacer
oder gleichzeitig mit einem Phosphonomycin-Antibiotikun in Berührung gebracht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
ein Induziermittel verwendet wird, das ein Hexosephosphat-Transportsystem
herbeiführen kann.
J. Vorfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
ein Induziermittel verwendet wird, das ein Glucose-6-phosphat-Transportsystem
herbeiführen kann.
4. Verfahren nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, dass als Induziermittel ein Zuckerphosphat verwendet wird.
5· Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, duss
als Induziermittel ein Phosphatid verwendet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Induziermittel verwendet wird, das das α,-Glycerinphosphat-System
steigern kann.
7· Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
als Induziermittel ein mehrwertiger Alkohol verwendet wird.
- 50 -
1 098 17/2048
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass als Induzienaittel Glucose-6-phosphat verwendet
wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass als Induziermittel Mannose-6-phosphat verwendet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Induzienaittel Glucose-1-phosphat verwendet
wird. .
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass als Induziermittel Ribose-5-phosphat verwendet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass als Induziermittel Galactose-6-phosphat verwenden
wird.
13· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass als Induziermittel Lactose verwendet wird.
14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass als Phosphonomycin-Antibiotikum ein Salz des Phosphonomycins verwendet wird.
15· Verfahren zur Ermittlung von Induziermitteln für den
Eintritt eines Phosphonomycin-Antibiotikum-Transportsystems in Bakterien, dadurch gekennzeichnet, dass
eine phosphonomyeinresistente Mutante in einem Medium
gezüchtet wird, das ein Phosphonomycin-Antibiotikum
und eine Testverbindung, enthält und solche Verbin-
- 51 -
109817/2048
14127 η
düngen als Induziermittel gewählt werden, welche das
Wachstum der Mutante inhibieren.
16. Verfahren zur Wirksainmachung der Aktivität eines Phosphonomyein-Antibiotikums bei der antibiotisehen
Therapie, dadurch gekennzeichnet, dass ein Induziermittel eines Phosphonomycin-Transpqrtweges in das infizierte
Bakterium vor oder gleichzeitig mit dem Phosphonomycin-Antibiotikum verabreicht wird.
17· Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
dass das Induziermittel gleichzeitig mit dem Phosphonomycin-Antibiotikum durch parenterale Verabreichung
verabreicht wird.
18. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Induziermittel parenteral und das Phosphonomy
ein-Antibiotikum oral verabreicht werden.
Antibiotische Zusammensetzung, gekennzeichnet durch ein Phosphonomyein-Antibiotikum, ein Induziermittel
eines Phosphonomycin-Transportsystems in Bakterien und einen pharmazeutisch-annehmbaren Träger.
OPTIMAL JNSPECTED
- 52 -
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