DE2048043C3 - Sprühvorrichtung - Google Patents
SprühvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sprühvorrichtung,
bestehend aus einem Vorratsbehälter für da» zu versprühende Material, einer an diesen über eine
Versorgungsleitung angeschlossenen Sprühdüse und einer an der Auslaßöfinung des Vorratsbehälters nach
Ar! einer Strahlpumpe mündenden Druckluftleitung, deren Druck, und damit die pro Zeiteinheit versprühte
Menge des Materials, mittels eines an der Sprühdüse angebrachten Steuerglieds, welches auf ein Druckminderventil in der Druckluftleitung wirkt, stufenlos
regulierbar ist.
Derartige Sprühvorrichtungen haben ein weites Anwendungsfeld beim Versprühen von Farbpulver,
Kunststoffen, Zement oder Mörtel, Faserabschnitten sowie beim Abstrahlen von Gegenständen mit pulverförmigen Materialien, Sand oder Stahlkörnern od. dgl.
Bei bisher bekannten Ausführungen war die Steuerung der pro Zeiteinheit versprühten Menge problematisch,
insbesondere in den Füllen, wo eine weite und möglichst stufenlose Veränderbairkeit der in der Zeiteinheit zu
versprühenden Menge gewünscht ist. Bei einer bekannten Sprühvorrichtung (DD-PS 70 512) wird ein elektrischer Schalter benutzt, welcher entsprechend seinen
Schaltstellungen nur eine stufenweise Regelung der Luftzufuhr und damit der pro Zeiteinheit versprühten
Materialmenge gestatilet
Statt eines elektrischen Schalters ist es bei mit Sand
arbeitenden Bremsanlagen für Schienenfahrzeuge auch -schon bekannt (US-PS 23 52 252), einen pneumatischen
Schalter zu verwenden, um die Druckluftzufuhr zu steuern. Auch in diesem Fall ist keine feinfühlige
stufenlose Dosierung der ausgetragenen Sandmenge möglich.
Schließlich ist auch schon eine Sprühvorrichtung der eingangs bezeichnetem Art bekannt (DE-PS 2 05 498),
bei welcher der Vorratsbehälter und die Sprühdüse zu einer tragbaren Einheit zusammengefaßt sind. Dabei
wird während des Sprühens der Vorratsbehälter über eine erste Druckleitung mit Druckluft beaufschlagt Eine
zweite Druckluftleitung mündet an der Auslaßöffnung des Vorratsbehälters und wirkt dort zum Teil nach Art
einer Strahlpumpe, zum Teil auch dadurch, daß sie das Sprühmaterial in einen Verbindungskanal vom Vorratsbehälter zur Sprühdüse hineinbläst In der letzteren
mündet dann noch eine dritte Druckluftleitung. Sämtliche Druckluftleitungciii zweigen von einer Einlaßleitung
ab, in der ein von Hand steuerbares Druckminderventil angeordnet ist Die bekannte Sprühvorrichtung hat den
Nachteil, daß sie verhältnismäßig unhandlich ist und trotz der extrem kurzen Verbindung zwischen der
Sprühdüse und dem Vorratsbehälter keine feinfühlige Steuerung des Sprühvorgangs möglich ist, weil durch
das genannte Druckrmindervsnlil jeweils gleichzeitig
der Überdruck im Vorratsbehälter und die Zerstäuberwirkung in der Sprühdüse beeinflußt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sprühvorrichtung der genannten Art zu schaffen,
welche leicht zu handhaben und innerhalb eines weiten Einstellbereiches stufenlos sehr feinfühlig zu steuern ist
Vorstehende Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Druckminderventil mittels eines an der
gegenüber dem Vorratsbehälter beweglichen Sprühdüse angebrachten, durch das Steuerglied betätigbaren
Vorsteuerventils übe«· eine Druckluft-Steuerleitung steuerbar ist
Die vorgeschlagene Sprühvorrichtung hat den Vorteil, daß trotz der Möglichkeit, den Vorratsbehälter in
einer gewissen Entfernung von der Sprühpistole aufzustellen, eine sehr genaue Dosierung des Sprühmaterials erreicht wird. Dies ist vor allem' darauf
zurückzuführen, daß bei der Steuerung nicht der Sprühmaterialstrom, sondern d>e Druckluft vor dem
Vorratsbehälter beeinflußt wird. Die hierzu erforderliche zusätzliche Drucklluft-Steuerleitung zwischen dem
Vorsteuerventil an der Sprühdüse und dem Druckminderventil an der Druckluflleitung zur Strahlpumpe
am Vorratsbehälter wirkt sich in der Praxis nicht störend aus.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert, in der eine Sprühpistole
dargestellt ist, welche das versprühte Farbpulver auch
elektrostatisch auflädt
Die zum elektrostatischen Aufladen geeignete Sprühpistole, insgesamt mit 10 bezeichnet, ist über ein
Hochspannungskabel 9 an eine nicht gezeigte Spannungsqueile angeschlossen. Das zu versprühende
Material, z. B. eine Mischung aus Farbpulver und Luft,
wird der Sprühpistole über einen Versorgungsschlauch 16 von einem Vorratsbehälter 19 her zugeführt. Der
Versorgungsschlauch 16 schließt dabei an eine unten am Vorratsbehälter i9 angebrachte Düse 24 an, der das zu
versprühende Material vom Vorratsbehälter 19 über einen Ringkanal 23 zugeführt wird. In der Düse 24 wird
das Pulver-Luft-Gemisch hergestellt, indem durch eine hier mündende Druckluftleitung 20 Preßluft eingeblasen
wird. Diese fördert das zu versprühende Pulver dann über den Versorgungsschlauch 16 zur Sprühpistole 10.
Die Druckluftleitung 20 wird mit Preßluft von einer Quelle (nicht dargestellt) versorgt, wobei die Zuführung
der Preßluft über eine Leitung 22 und ein Druckminderventil 18 erfolgt.
Das Druckminderventil 18 besteht aus einem Gehäuse und einem darin angeordneten Ventilkörper
25, der mit einem entsprechend gefornÄen Sitz innerhalb des Ventilgehäuses einen steuerbaren Verschluß
der Leitung 22 bildet. Der Ventilkörper 25 wird normalerweise von einer Schraubenfeder 27 in Schließstellung
gegen seinen Sitz gepreßt. Um die Funktion eines Druckminderventils zu erhalten, ist der Ventilkörper
25 mit einem Kolben in Form einer Membran 21 verbunden, die innerhalb des Ventilgehäuses eine
Trennwand bildet zwischen einem Raum 28, der die Verbindung zwischen der Druckmittelleitung 20 und der
öffnung im Ventilsitz bildet, und einem Gegendruckraum 29, mit dessen Hilfe durch Druckluft das Maß der
Druckminderung im Ventil 18 gesteuert wird. Der Raum 29 steht über eine kleine öffnung 30 mit der
Umgebungsluft in Verbindung, um einen allmählichen Druckausgleich zu ermöglichen.
Am hinteren Ende der Sprühpistole 10 ist auf einem Gelenkbolzen 11 ein Drückerhebel 14 gelagert, der mit
einem fest oaran angebrachten Hebelarm 12 versehen ist. Der Hebelarm 12 wirkt mit einem ebenfalls als
Druckminderventil ausgebildeten Steuerventil 31 am hinteren Ende der Sprühpistole 10 zusammen, welches
Druckluft von einer nicht dargestellten Quelle über eine Leitung 15 zugeführt bekommt. Das Druckminderventil
31 besitzt einen Ventilkörper 8, der normalerweise durch eine Schraubenfeder 7 in Schließstellung gegen
einen Ventilsitz 32 gedrückt wird. Der Ventilkörper 8 öffnet, d. h. hebt vom Ventilsitz 32 ab, in Richtung gegen
die Strömungsrichtung der über die Leitung 15 zugeführten Druckluft. Außerdem besitzt das Druckminderventil
31 einen Betätigungskolben 33 für den Ventilkörper, welcher Kolben verschieblich aber dicht
in einem Führungskanal 34 in der Sprühpistole, in Strömungsrichtung der Druckluft hinter dem Ventilsitz
32 angeordnet ist. Zwischen dem Hebelarm 12 des
Drückerhebels 14 und dem Betätigungskolben 33 ist eine Stellfeder 6 eingesetzt. Der Betätigungskolben 33
liegt mit einer Kolbenstange 13 durch die ÖITnung im Ventilsitz 32 hindurch am Ventilkörper 8 an. Vom
Führungskanal 34 ist eine Verbindungsleitung 17 zum Gegendruckraum 29 des Druckminderventils 18 in der
Hauptpreßluftleitung gelegt.
Solange das Steuerventil 31 nicht durch den Drückerhebel 14, 12 betätigt wird, liegt der Ventilkörper
unter der Wirkung der Schraubenfeder 7 dicht am Ventilsitz 32 an, so daß über die Leitung 17 keine
Druckluft zum Druckminderventil 18 gelangt Weil dort der Gegendruckraum 29 über die öffnung 30 entlüftet
wird, wird der mit der Membran 21 verbundene Ventilkörper 25 unter dem Druck der Schraubenfeder
27 ebenfalls dicht gegen seinen Sitz gepreßt. Es gelangt also keine Preßluft durch das Druckminderventil 18, und
deshalb wird auch kein Material zu der Sprühpistole 10 gefördert
Wenn dann der Drückerhebel 14 betätigt wird, wird über einen nicht dargestellten Schal:-.." in herkömmlicher
Weise die Hochspannung vom Ka&e! 9 an die nicht
dargestellten Elektroden der Sprühpistole gelegt Gleichzeitig wird die Stellfeder entsprechend dem
gewählten Verschwenkwinkel des Drückerhebeis 14 zusammengepreßt Dadurch wiederum wird über den
Betätigungskolben 33 und die Kolbenstange 13 der Ventilkörper 8 in Öffnungsrichtung verschoben, wodurch
Druckluft mit vermindertem Druck von der Leitung 15 zur Leitung 17 und dem Gegendruckraum 29
gelangt Der im Gegendruckraum 29 herrschende Druck steht im Verhältnis zur Kompression der
Stellfeder 6. Bei steigendem Druck im Gegendruckraum 29 läßt der Ventilkörper 25 Druckluft mit steigendem
Druck zum Raum 28 und der Druckluftleitung 20 durch. Die in die Düse 24 geleitete Druckluft fördert Pulver aus
dem Vorratsbehälter 19, welches über den Ringkanal 23 zur Düse 24 gelangt, durch den Versorgungsschlauch 16
zur Sprühpistole 10 und dort an den erwähnten Hochspannungselektroden vorbei, so daß die Pulverpartikel,
wenn sie schließlich gegen das mit dem Farbpulver zu besprühende Werkstück geblasen werden,
aufgeladen sind. Die Menge des versprühten Pulvers wächst mit steigendem Druck in der Druckmittelleitung
20. Es ist ersichtlich, daß sich entsprechend dem Niederdrücken des Drückerhebels 14 eine voilständig
stufenlose Feinregulierung des Druckes in der Druckluftleitung 20 und infolgedessen auch eine
stufenlose Feinregulierung der pro Zeiteinheit durch die Sprühpistole 10 ausgeblasenen Materialmenge ergibt.
Die vorstehend beschriebene stufenlose Mengensteuerung ist selbstverständlich auch anwendbar, wenn
die Sprühpistole nicht mit elektrostatisch aufladenden Elektroden ausgeführt ist. Je nach Anwendungsfall
konnten stattdessen beispielsweise auch zusätzliche pneumatische Sprühdüsen am vorderen Ende der
Sprühpistole vorgesehen sein.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Sprühvorrichtung, bestehend aus einem Vorratsbehälter für das zu versprühende Material, einer
an diesen über eine Versorgungsleitung angeschlossenen Sprühdüse und einer an der Auslaßöffnung des
Vorratsbehälters nach Art einer Strahlpumpe mündenden Druckluftleitung, deren Druck, und
damit die pro Zeiteinheit versprühte Menge des Materials, mittels eines an der Sprühdüse angebrachten Steuerglieds, welches auf ein Druckminderventil
in der Druckluftleitung wirkt, stufenlos regulierbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das
Druckminderventil (18) mittels eines an der gegenüber dem Vorratsbehälter (19) beweglichen Sprühdüse (10) angebrachten, durch das Steuerglied (14)
betätigbaren Vorsteuerventils (31) über eine Druckluft-Steuerleitung (17) steuerbar ist
2. Sprühvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß das Vorsteuerventil (31) ebenfalls ein Druckminderventil ist
3. Sprühvorrichtung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet daß in an sich bekannter
Weise die Sprühdüse Teil einer Sprühpistole und das Steuerglied (14) ein auf den Ventilkörper (8) des
Vorsteuerventils (31) wirkender Drückerhebel (14) ist.
4. Sprühvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet daß das Vorsteuerventil (31) einen entgegen der Strömungsrichtung
der Druckluft öffnenden Ventilkörper (8) besitzt, auf den der Drikkerhebel (14,12) über eine Druckfeder
(6) in Öffnungsrichtunf wirkt
5. Sprühvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfeder (6) zwischen
dem Drückerhebel (14, 12) und einem verschieblich aber dicht in einem Führungskanal (34), der in
Strömungsrichtung hinter dem Ventilkörper (8) angeordnet ist, geführten Betätigungskolben (33,13)
eingespannt ist.
6. Sprühvorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich
bekannter Weise das Druckminderventil (18) in de Hauptdruckluftleitung aus einem Gehäuse, einem
darin entgegen der Strömungsrichtung öffnenden Ventilkörper (25) und einem darauf wirkenden, in
Strömungsrichtung hinter diesem angeordneten Membrankolben (21) besteht, welcher auf seiner der
Druckluftleitung (22,20) abgewandten Seite mit dem vom Druckminderventil (31) an der Sprühpistole (10)
gesteuerten Druck beaufschlagbar ist.
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