DE2042631B2 - Ofen fuer die herstellung von glasfasern - Google Patents
Ofen fuer die herstellung von glasfasernInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B37/00—Manufacture or treatment of flakes, fibres, or filaments from softened glass, minerals, or slags
- C03B37/08—Bushings, e.g. construction, bushing reinforcement means; Spinnerettes; Nozzles; Nozzle plates
- C03B37/083—Nozzles; Bushing nozzle plates
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Description
55
Die Erfindung bezieht sich auf einen Ofen zur Herstellung von Glasfasern.
Bei einem bekannten Verfahren zur Herstellung von Glasfasern wird ein Platintrog verwendet, der mit
Glas gefüllt wird, aus dem die Glasfasern herzustellen sind. Der Boden des Trogs ist mit einer Vielzahl
von Löchern mit einem Durchmesser in Größenordnung von 2 mm versehen, wobei das Glas durch
die Löcher fließt, wenn der Trog auf hohe Temperatur erhitzt wird. Der Trog wird vorzugsweise mittels
Hindurchführung eines elektrischen Stromes erhitzt. Es ist zu berücksichtigen, daß der Trog, der
eine Länge von 30 bis 60 cm, eine Breite von etwa 10 cm und eine Vertikalabmessung von etwa 10 cm
hat oder etwas mehr, sehr teuer ist. Obwohl der Trog aus Platin besteht, unterliegt er Korrosion, so daß
seine Lebensdauer begrenzt ist Daher muß der Trog gewöhnlich in Intervallen von etwa 6 Monaten ersetzt
und eingeschmolzen werden.
Es ist vorgeschlagen worden, wenigstens den Boden des Trogs aus einer Platte oder Tafel aus Molybdändisilicid
herzustellen, die eine Mehrzahl von Durcheangslöchern zur Bildung von Auslassen für
das geschmolzene Glas besitzt. Es ist jedoch äußerst schwer, eine derartige Tafel aus Molybdändisilicid
herzustellen, wobei es beim Erhitzen der Tafel infolae
Durchführung eines Stroms praktisch unmöglich ist, den Stromduvchgang durch unterschiedliche
Abschnitte zu steuern. Darüber hinaus muß aus technischen Gründen eine derartige Tafel relativ dick
sein, so daß sehr hohe Ströme für das Erhitzen notwendig sind. Ein weiteres schwieriges Problem, das
mit den hohen Erhitzungsströmen verbunden ist, liegt in den elektrischen Anschlüssen, da die Stromdichte
so hoch ist, daß die elektrotechnischen Probleme nahezu nicht überwunden werden können.
Außerdem kann das Material kaum die unvermeidlichen Tenperaturgradienten durchhalten.
Aufgabe der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung ist es, einen Ofen zu schaffen, bei dem die vorgenannten
Nachteile vermieden sind.
Ein Hauptvorteil der Erfindung liegt in der Möglichkeit, in einfacher Weise die einzelnen Stangen 18
in bezug auf ihre Temperatur zu steuern. So können die Stangen einzeln gesteuert werden, wodurch die
Temperatur neben den die Auslässe für das geschmolzene Glas bildenden Löchern nach Wunsch
gesteuert werden kann. Die Steuerung kann z. B. in Abhängigkeit vom Durchmesser der feinen Strahlen
oder Ströme bewirkt werden, die die Löcher der Stange oder der Stangen verlassen.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert:
F i g. 1 zeigt einen Vertikalschnitt durch eine Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Ofens;
F i g. 2 ist eine Vertikalschnittansicht längs der Linie II-II in Fig. 1;
F i g. 3 ist eine Draufsicht auf die Bodenwand des Ofens in einem Teilschnitt entlang der Linie III-III
in F i g. 1;
F i g. 4 zeigt eine vergrößerte Teilschnittdarstellung des unteren Teils der Fig. 1.
In den Zeichnungen ist ein Ofen gezeigt, der Seitenwände 10, 11 und Endwände 12, 13 besitzt, die
ein Abteil für Glas begrenzen. Die inneren Oberflächen der Wände sind mit einem Material ausgekleidet,
das mit Bezug auf die Ofenatmosphäre und das geschmolzene Glas in dem Abteil widerstandsfähig
ist. Die Auskleidung kann aus Zirkonsilikat oder Zirkonaluminosilikat bestehen. Von der
Oberseite des Ofens hängen Heizelemente 15 derjenigen Art herab, wie sie in der Zeitschrift »Elektrowärme«,
Bd. 16, 1958, Seiten 151 bis 157 beschrieben sind und die im wesentlichen aus Molybdändisilicid
bestehen. Die Heizelemente sind U-förmig und sitzen vorzugsweise austauschbar in der oberen
Wand des Ofenabteils.
Die Bodenwand des Ofenabteils ist allgemein mit 16 bezeichnet und besteht aus einer Anordnung von
vorzugsweise profilierten Haltestäben 17, die z. B. Stangen Kreisquerschnitte, selbstverständlich können
aus Zirkonsilikat oder Zirkonaluminosiükat bestehen, andere Querschnittsformen Anwendung finden. Inssowie
aus Stangen 18, die dur>;h die Stäbe 17 gz- besondere für den Fall von Stangen 18 mit Kreistragen
werden. Die Stangen 18 haben bei der gezeig- querschnitt können die Stangen mit zwei oder mehr
ten Ausführungsform Kreisquerschnitt und bestehen 5 Lochreihen in unterschiedlichen Längsebenen verim
wesentlichen aus Molybdändisilicid, MoSl,. Jede sehen werden, die im Winkel zueinander versetzt
Stange 18 ist mit einer oder mit mehreren "durch- sind. Ist die relative Winkelversetzung der Längsgehenden
Querlöchern versehen, die einen Durch- ebenen 90° z. B., wird die theoretische Lebensdauer
mesrer in der Größenordnung von 2 Millimetern der Stangen 18 verdoppelt, da die Stangen für die
haben. Diese Löcher bilden Auslässe für das ge- αο Lieferung einer neuen Lochreihe für das geschmolschmolzene
Glas im Ofenabteil. Das Profil der Halte- zene Glas um 90° gedreht werden können, wenn die
stäbe 17 ist derart gewählt, daß sie die unteren öff- erste Reihe für fortgesetzten Gebrauch unbrauchbar
nungen der Löcher unverdeckt lassen. Bei der ge- geworden ist. Eine relative Winkelversetzung um
zeigten Ausführungsform ist die Bodenwand an ver- 120c würde eine Verdreifachung der theoretischen
schiedenen Stellen entlang der Länge der Stäbe 17 15 Lebensdauer der Stangen 18 bedeuten,
und Stangen 18 durch Stützstäbe 19 aus hitzebestän- Normalerweise sollte der Hauptanteil der Energie, digem Material, vorzugsweise au«·, Siliziumkarbid ge- die für das Schmelzen des Glases in dem Ofenabteil stützt. Wie man am besten aus der Fig. 3 ersieht, notwendig ist, mit Hilfe von über Kopf angeordneten sind die Stangen 18, die durch Hindurchführen von Strahlungserhitzem geliefert werden, wie es in den elektrischem Strom erhitzt werden sollen, mit ge- 20 Zeichnungen dargestellt worden ist. Bei bestimmten eigneten Anschlußgliedern 20 für Stromzufuhr ver- Anwendungen kann es jedoch alternativ oder zusätzsehen. In der Mitte des Ofenabteils ist ein Zufuhr- lieh erwünscht sein, einen TeU der Energie mit Hilfe rohr 21 für Rohmaterial vorgesehen, das aus Glas- von Elektroden, vorzugsweise aus Molybdändisiliperlen oder Glaskugeln bestehen kann. Vorzugs- cid zuzuführen, die vollständig in das geschmolzene weise besteht das Rohr 21 aus demselben Material 25 Glas eingetaucht sein sollten. In diesem Zusammenwie die Auskleidung des Ofenabteils. hang sollte festgehalten werden, daß die Stangen 18
und Stangen 18 durch Stützstäbe 19 aus hitzebestän- Normalerweise sollte der Hauptanteil der Energie, digem Material, vorzugsweise au«·, Siliziumkarbid ge- die für das Schmelzen des Glases in dem Ofenabteil stützt. Wie man am besten aus der Fig. 3 ersieht, notwendig ist, mit Hilfe von über Kopf angeordneten sind die Stangen 18, die durch Hindurchführen von Strahlungserhitzem geliefert werden, wie es in den elektrischem Strom erhitzt werden sollen, mit ge- 20 Zeichnungen dargestellt worden ist. Bei bestimmten eigneten Anschlußgliedern 20 für Stromzufuhr ver- Anwendungen kann es jedoch alternativ oder zusätzsehen. In der Mitte des Ofenabteils ist ein Zufuhr- lieh erwünscht sein, einen TeU der Energie mit Hilfe rohr 21 für Rohmaterial vorgesehen, das aus Glas- von Elektroden, vorzugsweise aus Molybdändisiliperlen oder Glaskugeln bestehen kann. Vorzugs- cid zuzuführen, die vollständig in das geschmolzene weise besteht das Rohr 21 aus demselben Material 25 Glas eingetaucht sein sollten. In diesem Zusammenwie die Auskleidung des Ofenabteils. hang sollte festgehalten werden, daß die Stangen 18
Ein wesentliches Merkmal der Erfindung besteht alternativ als Widerstandserhitzungselemente und als
darin, daß man den elektrischen Strom durch die Elektroden wirken können. Im ersteren Falle wird
Stangen der Bodenwand schickt. Diese Stangen Wärme innerhalb der Stangen erzeugt, während im
können auf verschiedenste Weise ohne Abweichung 30 zweiten Fall Wärme im Glas erzeugt wird. Die er-
von der Erfindung elektrisch und physikalisch von- forderlichen elektrischen Schaltvorgänge können mit
einander getrennt werden. Hilfe äußerer Einrichtungen bewirkt werden, die
Bei der gezeigten Ausführungsform haben die automatisch gesteuert werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Ofen für die Herstellung von Glasfasern mit einem Abteil für geschmolzenes Glas mit einer
Bodenwand, die eine Mehrzahl von Auslaßöffnungen für den Durchgang von geschmolzenem
Glas aus dem Abteil in Form von feinen Strahlen oder Strömen aufweist, wobei wenigstens
der Bereich um die Auslaßöffnungen im wesentliehen aus Molybdändisilicid besteht, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bodenwand (16) eine oder mehrere Stangen (18) aufweist, die aus
Molybdändisilicid bestehen und eine Mehrzahl von durchgehenden Löchern haben, die die Auslaßöffnungen
für das geschmolzene Glas bilden.
2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stangen (18) mittels elektrischen
Stromdurchgangs erwärmbar sind.
3. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekenn- so zeichnet, daß jede Stange (18) als Elektrode einsetzbar
ist.
4. Ofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Stange alternativ als Elektrode
und als Widerstandselement einsetzbar ist. as
5. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Löcher oder Bohrungen jeder Stange (18) in zwei oder mehr im Winkel gegeneinander versetzten
Längsebenen durch die Achse der Stange angeordnet sind.
6. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
nebeneinander eine Mehrzahl solcher Stangen (18) angeordnet ist, die durch profilierte Stäbe
aus elektrisch isolierendem Material elektrisch voneinander getrennt sind.
7. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
unter der Bodenwand (16) querliegende Stützstäbe (19) aus hitzebeständigem Material, vorzugsweise
aus Siliziumkarbid angeordnet sind.
8. Verfahren zum Betreiben eines Ofens nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Temperatur des geschmolzenen Glases in an sich bekannter Weise im wesentlichen
konstant gehalten wird, während die Temperatur des Stangenmaterials um ein Loch oder
um mehrere Löcher in Abhängigkeit vom Durchmesser der durchtretenden Glasströme gesteuert
wird.
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