[go: up one dir, main page]

DE193970C - - Google Patents

Info

Publication number
DE193970C
DE193970C DENDAT193970D DE193970DA DE193970C DE 193970 C DE193970 C DE 193970C DE NDAT193970 D DENDAT193970 D DE NDAT193970D DE 193970D A DE193970D A DE 193970DA DE 193970 C DE193970 C DE 193970C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
halogen
parts
naphtindigo
green
dye
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT193970D
Other languages
English (en)
Publication of DE193970C publication Critical patent/DE193970C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B7/00Indigoid dyes
    • C09B7/02Bis-indole indigos

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 193970 KLASSE 22 e. GRUPPE
in BASEL.
C Ox
,C
35
40
(vgl. Wichelhaus, B. B. 26, 2547 sowie französisches Patent 326168 nebst Zusatz vom 25. August 1903) aus alkalischer Küpe ungeheizte Baumwolle in lebhaften grünen Nuancen anfärbt. Infolge der geringen Waschechtheit und noch schlechteren Chlorechtheit dieser Färbungen besitzt jedoch der ß-Naphtindigo kein färberisches Interesse.
Es wurde nun gefunden, daß sich, ähnlich wie beim Indigo sowie bei den Farbstoffen der Thioindigorotgruppe, die tinktoriellen Eigenschaften des ß-Naphtindigos wesentlich verbessern lassen durch Einführung von Halogen in das Farbstoffmolekül. Jedoch kann dies nicht wie bei erstgenannten Farbstoffen durch direkte Behandlung von ß-Naphtindigo mit Halogen, z. B. Brom bewerkstelligt werden, weil unter solchen Umständen der Farbstoff vollkommen zerstört wird. Dagegen gelingt die Einführung von Halogen in der Weise, daß man zunächst β - Naphtisatin
-C O
CX)"
c ο
am zweckmäßigsten in Gegenwart eines indifferenten Lösungs- oder Verdünnungsmittels der Einwirkung von Halogen oder halogenabgebenden Substanzen aussetzt und hierauf die entstandenen Halogenderivate des ß-Naphtisatins, event, nach deren Überführung in die entsprechenden Chloride, mit reduzierenden Agenzien, insbesonders Jodwasserstoffsäure behandelt. Man erhält so halogensubstituierte ß-Naphtindigofarbstoffe, welche im Gegensatz zum ß-Naphtindigo äußerst wertvolle Produkte darstellen, da sie aus alkalischer Küpe ungeheizte Baumwolle in lebhaften grünen Tönen von vorzüglicher W'asch- und Chlorechtheit anzufärben vermögen.
Das Verfahren wird durch folgende Beispiele erläutert:
Beispiel I.
10 Teile ß-Naphtisatin, 50 Teile Eisessig und 30 bis 33 Teile Brom werden während etwa 172 bis 2 Stunden am Rückflußkühler im Ölbad zum Sieden erhitzt, wobei starke Bromwasserstoffentwicklung erfolgt; beim Erkalten scheidet sich das Bromierungsprodukt in sehr guten Ausbeuten in Form rotbraun
gefärbter Kriställchen ab, welche filtriert, mit Eisessig gewaschen und getrocknet werden.
Behufs Überführung dieses Produktes in
ein Bromderivat des ß-Naphtindigos verfährt man z. B. wie folgt:
Beispiel II.
io Teile Bromnaphtisatin werden mit / ioo Teilen Phosphoroxychlorid und 6 Teilen
.10 Phosphorpentachlorid gut gemischt und während etwa 40 Minuten im Ölbad am Rückflußkühler gekocht. Nach dem Erkalten, ev. nach Abdestillieren des überschüssigen Phosphoroxychlorids wird in etwa 400 Teilen einer ioprozentigen Lösung von Jodwasserstoff in Eisessig gegossen, kurz aufgekocht, abgekühlt und hierauf in eine wässerige Lösung von schwefliger Säure eingetragen, wobei Ausscheidung hellgraugelber Kriställchen in großer Menge erfolgt; sodann wird mit -verdünnter Natronlauge alkalisch gemacht und in der Wärme kurze Zeit Luft durchgeleitet, wobei sich der Farbstoff in Form grüner Flocken abscheidet. Nach dem FiI-trieren, Waschen und Trocknen wird der entstandene Bromnaphtindigo in guten Ausbeuten als dunkelgrünes Kristallpulver erhalten, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit schwach grünstichig blauer Farbe, in Nitrobenzol in der Kälte wenig mit grüner, in der Wärme leicht mit grünstichig blauer Farbe löst. Beim Behandeln mit alkalischen Reduktionsmitteln wird eine rotbraune Küpe erhalten, aus welcher Baumwolle in lebhaften grünen Nuancen angefärbt wird, die sich gegenüber den mittels β - Naphtindigo erhaltenen Färbungen durch eine vorzügliche Waschechtheit, bessere Chlorechtheit sowie größere Ausgiebigkeit auszeichnen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Halogenderivaten des ß-Naphtindigos, darin bestehend, daß man zunächst ß-Naphtisatin durch Behandlung mit Halogen oder halogenabgebenden Substanzen in Halogenderivate des ß-Naphtisatins überführt, hierauf letztere, ev. nach vorhergehender Überführung in die entsprechenden Chloride, der Einwirkung von reduzierenden Agenzien unterwirft und schließlich die so erhaltenen Reduktionsprodukte zum Farbstoff oxydiert.
DENDAT193970D Active DE193970C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE193970C true DE193970C (de)

Family

ID=457150

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT193970D Active DE193970C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE193970C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE193970C (de)
AT33279B (de) Verfahren zur Darstellung von Bromderivaten des β-Naphtylindigos.
DE210828C (de)
DE542176C (de) Verfahren zur Darstellung indigoider Farbstoffe
DE545000C (de) Verfahren zur Darstellung von stickstoffhaltigen Kuepenfarbstoffen der Dibenzpyrenchinonreihe
DE151384C (de)
DE241343C (de)
DE195085C (de)
DE158474C (de)
DE270334C (de)
DE203436C (de)
DE677666C (de) Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen
DE958947C (de) Verfahren zur Herstellung von halogenhaltigen Kuepenfarbstoffen
DE246837C (de)
DE621475C (de) Verfahren zur Herstellung von Nitrodibenzanthronen
DE198051C (de)
DE632447C (de) Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen
DE507561C (de) Verfahren zur Darstellung von wertvollen Kuepenfarbstoffen der Anthrachinonacridonreihe
DE445443C (de) Verfahren zur Herstellung von indigoiden Farbstoffen
DE643608C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyoxyverbindungen der Dibenzanthronreihe
DE215747C (de)
DE81264C (de)
DE516312C (de) Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen des Anthanthrons
DE120266C (de)
AT32207B (de) Verfahren zur Darstellung von Tri- und Tetrabromderivaten des Indigos.