DE1938775C - Vorrichtung zur Befestigung von Schalterbauteilen u dgl an einer Montageplatte - Google Patents
Vorrichtung zur Befestigung von Schalterbauteilen u dgl an einer MontageplatteInfo
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Description
55
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befestigung von Schalterbausteincn oder anderen elektrischen
Geräten an einer Montageplatte, bestehend aus einem an der Rückseite der Montageplatte abgestützten
Bausteinträger und einem mit diesem verbindbaren, von der Vorderseite der Montageplatte aus einsetzbaren,
mit Blendrahmen versehenen hohlzylindrischen Einsatzkörper, wobei der Bausteinträger mit
Federelementen versehen ist, die im Einbauzustand den Einsatzkörper übergreifend durch die EinsatzöffiH
ι·; der Montageplatte durchstehen und mit am Vorderende angebrachten Krallen am Rand der Ein
satzöffnung axial abgestützt sind, während die Federelemente durch den Einsatzkörper bzw. den Blendrahmen
in radialer Richtung abgestützt sind.
Es ist bekannt, zur Befestigung elektrischer Geräte, insbesondere zur Befestigung von Schaltern, Signallampen,
Instrumenten u. dgl., an einer Montageplatte oder einer Gehäusewand Federklemmen zu benutzen,
die eine Montage mittels Schraubgewinde entbehrlich machen und eine Festlegung von
Schaltergehäusen od. dgl. durch einfaches Eindrükken in eine Ausnehmung der Montageplatte ermöglichen.
Hierbei stützen sich als Blattfedern ausgebildete Federn an der Rückseile der Montageplatte ab.
wodurch der am Einsatzkörper befestigte Blendrahmen gegen die Vorderseite der Montageplatte gedruckt
wlid (deutsches Gebrauchsmuster 1 358 948).
Derartige Befestigungen sind aber nur für Montageplatten einer bestimmten Stärke verwendbar und erweisen
sich insbesondere zur Festlegung von Uruckknopfschaltern mit kreisrundem Einsatzkörper nich'
als zweckmäßig, weil bei schräg zur Achse angreifenden Betätigungskräften leicht eine Lockerung dieser
Federabstützung eintreten kann. Aus diesem Grund werden insbesondere für Druckknopfschalter und an
dere elektrische Geräte mit relativ kleinem Einbau durchmesser formschlüssig wirkende Verbindungen
zwischen dem Bausteinträger und dem mit Einsatzkörper versehenen Blendrahmen angewandt. So ist es
beispielsweise bekannt, diese Verbindung durch einen Bajonettverschluß herzustellen (deutsches Patent
360 851).
Bei einer bekannten Vorrichtung der eingangs genannten Bauart (französische Patentschrift
1 498 595) wird der Pausteintrager von einem mit einer Lociiung versehenen Borkn eines flexiblen
U-förmigcn Bügels gebildet, in dem der hier als verschiebbarer Taster ausgebildete Baustein gelagert ist.
Die Fede elemente sind hier von den elastischen Schenkeln des Bügels gebildet, der im vorderen Abschnitt
zu den nach außen weisenden Krallen abgebogen ist und in dem unmittelbar hinter der Montageplatte
liegenden Teil harmonikaartig gestaltet ist, um eine elastische radiale bzw. axiale Abstützung an
dem Einsatzkörper zu bewirken, der im hinteren Teil mit einer nach außen vorspringenden Wulst versehen
ist, an der sich eine Innenfaltung abstützt.
Der hierbei benutzte Bügel muß, um die nötige Elastizität zu gewährleisten und einen Einbau durch
die öffnung der Montageplatte vornehmen zu können, "-ehr dünnwandig ausgebildet sein. Zur Führung
eines Tastenschieber^ ist ein solcher Halter möglicherweise
verwendbar, er ist jedoch dann mit Sicherheit nicht anwendbar, wenn er einen relativ schweren
Baustein mit mehreren Schaltkontakten tragen muß, in denen Anschlußdrähte angelötet sind. In diesem
Fall würde allein das Gewicht des Bausteines eine Schrägstellung des Einsatzbügels bedingen, weil die
von den harmonikaartigen Wellungen erzeugten axialen
Vorspannkräfte nicht ausreichend groß bemessen werden können.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine solche einfach durch Einstecken eines Einsatzkörpers
an der Montageplatte festlegbare Befestigungsvorrichtung derart zu verbessern, daß der Bausteinträger
in der Lage ist, auch schwerere Schalterbausteinc u. dgl. sicher zu haltern.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe bei
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einer Befestigungsvorrichtung der eingangs genannten Bauart dadurch gelöst, daß eine einerseits an
Vorsprüngen des Baustein trägers abgestützte, die Federelemente umschließende Druckschraubenfeder
mit ihrem anderen Ende in einem FederteMer ruht, der im Einbauzustand der Montageplatte von hinten
anliegt und im Montagezusland durch die Krallen auf dem Bajsteinträger gehaltert ist.
Diese Druckschrauben feder kann leicht so bemessen
werden, daß mit Sicherheit ein Ausknicken auch bei schwereren Bauteilen und unter Zugbelastung
stehenden Anschlüssen verhindert wird.
Es ist zwar bereits bekannt (deutsche Patentschrift 846 716), ein elektrisches Gerät in Gestalt einer
Steckdose dadurch an einem Instrumentenbrett festzulegen, daß eine Druckschraubenfeder über das Gehäuse
geschoben wird, die einen flanschanigen Ansatz dadurch gegen das Instrumentenbrett pr.-ßt. daß
sie sich auf einem Druckring abstützt, der durch inen aus dem Gehäuse der Dose hei ausgedrückten
Nocken gehalten wird. Eine solche Befe-.tigung erfordert jedoch, daß nach Einsatz des elektrischen Gera
tes in eine Ausnehmung der Montageplatte von hini'jii
her die Dmckschraubenfeder aufgeschoben und
durch einen Druckring gesichert wird. Eine solche Hefestigung ist damit genauso umständlich wie die
üblichen Schraubbefestigungen, bei denen von hinten her eine Mutter auf den mit Gewinde versehenen
!Einsatzkörper aufgeschraubt wird. Eine einfache Steckmontage ist jedoch hierbei nicht möglich.
Die Erfindung vereinigt daher in besonders zweckmäßiger
Weise die einfache Monticrbarkeit durch hiiistecken von vorn mit einer ausreichenden Haltekraft,
wobei als besonders zweckmäßig der Umstand hervorzuheben ist, daß gemäß der Erfindung der
ßausteinträger mit der Abstützfeder un\erlicrbar vormontiert werden kann. Bei allen bekannten Anordnungen
mit Druckschrauben-Spannfeder mußte diese als Einzelteil während der Montage aufgeschoben
und gesichert werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung sind die Federelemente a's Federzungen ausgebildet,
die an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen des Bausteinträgers angeformt sind, wobei
der Einsatzkörper außen mit diametral gegenüberliegenden Abflachung^;.! zur Anlage der Fedcrzungen
ausgestattet ist und diese Abflachungen quer verlaufende
rixierungsnuten aufweisen, in denen die Federzungen mittels innenseitig angeformter Stege
festlegbar und durch relatives Verdrehen zwischen Einsatzkörper und Bausteinträger aushebbar sind.
Durch diese Nut-Federverbindung wird einerseits eine zuverlässige formschlüssige axiale Abstützung
gewährleistet, zum anderen aber über die Abflachungen und die anschließenden zylindrischen Teile des
Einsat2körpers die Möglichkeit geschaffen, auf einfachste
Weise eine Entriegelung durch relative Verdrehung zwischen Bausleinträger und Einsatzkörper
herbeizuführen. Eine solche Möglichkeit war bei den bekannten Befestigungsvorrichtungen nicht möglich.
Die Erfindung ist vorzugsweise für zylindrische Schaltungselemente geeignet, die in einem kreisrunden
Einsatzloch einer Montageplatte od. dgl. festlegbar sind. Das gleiche Prinzip der Befestigung kann
aber auch für andere elektrische Geräte, z. B. für Schalterpaketc, benutzt werden, die in einer rechteckigen
Ausnehmung einer Gehäuseplatte festlegbar sind.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben. In der
Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Ansicht eines an einer Montageplatte festgelegten Druckknopfschalters,
Fig. 2 die Einzelteile der Befestigungsvorrichtung
in auseinandergezogener Darstellung.
Fig. 3 in größerem Maßstab eine Schnittansicht
ίο der Befestigungsvorrichtung festgelegt an einer Montageplatte,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV gemäß
Fig. 3.
Die Befestigungsvorrichtung weist einen Bausteinträger 10 auf, der einen U-förmigen Querschnitt hat
und nach dem Ausführungsbeispiel einen Drucktaste nschalter 11 halten, wobei Stege 12 des Trägers
10 in entsprechende Schiit", des Tastenschalters II eingreifen und eine axiale foim-chlussige Abstützung
bewirken. Auf dein Tastenschieber 14 des lastenschalters
11 ist ein Druckknopf 16 aufleset/t, der im Einbauzustand über die Montageplatte 18 und einen
B".endrahmen 19 vorsteht, welcher sich am Rand der Einsatzölfnung 20 an der Montageplatte 18 abstützt
Dieser Blendrahmen 19 ist mit einem hülsenartigen Einsatzkörper 22 verbunden, der an zwei diametral
gegenüberliegenden Seiten mit einer Abflachung 23 versehen ist, die mit quer verlaufenden Nuten 24 versehen
sind. Der Bausteinträger 10 weist zwei diametral
gegenüberliegende Fedcrzungen 26 auf. die an ihren freien Enden mit nach außen greifenden Krallen
28 \ersehen sind Diese Krallen 28 stützen sich im Einbauzustand vorn am Rand der Einsatzöllnuny
an der Montageplatte 18 ab., wobei sie inneihalb einer entsprechenden Ausnehmung 30 „uf der Rückseite
des Blendrahmens 19 liegen. Im Einbauzustand greifen quer verlaufende Federn 32 der Zungen 26 in
die Nuten 24 des Einsatzkörpers ein.
Eine Druckschraubenfeder 34 ist an Ansätzen 35 des Bausteintfägers II abgestützt, umgreift die Zungen
26 und stützt sich mit ihrjni anderen Ende an einem Federteller 36 ab, der seinerseits die Federzungen
26 umgreift und sich innen an der Montageplatte 18 am Rand der Einsat/bohrung abstützt.
Als Verdrehungsschutz weist die Montageplatte 18 bezüglich der Einsatzlöcher 20 radial nach außen
verlaufende Schlitze 38 auf, in die Ansätze 40 auf der Rückseite der Krallen 28 eingreifen.
Die fabrikatorische Vormontage erfolgt in folgender Weise: Die Schraubenfeder 34 wird mit dem
Federteller J6 über die Zungen 2-5 geschoben und
axial zusammengedrückt, nachdem die vorderste Windung auf den Ansätzen 35 ruht. Sobald der
Federteller i;.ber die Krallen 28 geschoben ist, spreizen
sich die Federn 26, und die Krallen 28 fixieren Fedcrteller und Feder, so daß diese unverlierbar auf
dem Bausteinträger festgelegt sind.
Zur Fertigmontage wird der Bausteinträger 10 mit seinen Federzungen 26 in die Gehäuseöffnung 20
eingeschoben, wobei die Zungen nach innen ausweichen und sich spreizen, sobald die Krallen 28 durch
das Loch hindurchgelrcten sind. Γη dieser Stellung ist
der Schalter bereits an der Montageplatte 18 festgelegt. Um nun den Einsatzkörper 22 zwischen die
Zungen einschieben zu können, werden diese noch ein Stück nach vorn aus der Montageplatte vorgeschoben,
bis die Federn 32 in die Nuten 24 eingerastei sind. Dann sind auch die Krallen 28 in der Am-
nehmung 30 auf der Rückseite des Blendrahmens 19 in beiden Richtungen seitlich formschlüssig festgelegt.
Wenn nunmehr der Bausteinträger 10 losgelassen wird, überführt die Feder 34 den Schalter in Einbaustellung.
Zur Demontage braucht lediglich der Bausteinträger 10 entgegen der Kraft der Feder 23 nach vorn
geschoben zu werden, wobei der Einsatzkörper 22 mit dem Blendrahmen 19 aus dem Einsatzloch herausgeschoben
wird. Durch Drehen des Blendrahmens bzw. des Einsatzkörpers wird die formschlüssige
Verbindung zwischen Nut 24 und Feder 32 aufgehoben, so daß der Einsatzkörper nach vorn entnommen
und der Bausteinträger 10 nach hinten herausgezogen werden kann, wobei lediglich noch die Federzungen
nach innen einzubiegen sind.
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Befestigung »on Schalterbausteinen
oder anderen elektrischen Geräten an einer Montageplatte, bestehend aus einem an der
Rückseite der Montageplatte abgestützten Bausteintrager und einem mil diesem verbindbaren,
von der Vorderseite der Montageplatte aus einsetzbaren, mit Blendrahmen versehenen hohlzylindrischen
Einsatzkörper, wobei der Bausteinträger mit Federelementen versehen ist, die im Einbauzustand
den Einsatzkörper übergreifend durch die Einsatzöffnung der Montageplatte
durchstehen und mit am Vorderende angebrachten Krallen am Rand der Einsatzöffnung axial
abgestützt sind, während die Fedevelemente durch den Eir.>
ltzkörper bzw. den Blendrahmen 111 radialer Richtung abgestützt sind, dadurch
gekennzeichnet, daß eine einerseits an
Vorsprüngen (35) des Bausteinträgers (10) abgestützte,
die Federelemente (26) umschließende Druckschraubenfeder (34) ,nit ihrem anderen
Ende in einem Federteller (36) -uht, der im Einbduzustand
der Montageplatte von hinten anliegt und im Montagezustand durch die Krallen (28)
auf dein Bausteiniräger (10) gehaltert ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federelemente als Federzungen
(26) ausgebildet sind, Jie diametral gegenüberliegend am Bausteinträger (10) angeformt
sind, daß der Einsatzkörper (22, außen mit diametral gegenüberliegenden Abflachungen (23)
zur Anlage der Federzungen (26) ausgestaltet ist und daß diese Abflachungen quer verlaufende Fixierungsnuten
(24) aufweisen, in denen die Federzungen mittels innenseitig angeformten Stegen (32) festlegbar und durch relatives Verdrehen
zwischen Einsatzkörper und Bausteinträger aushebbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Krallen (28) an
der von Montageplatte (18) zugewandten Seite radiale Stege (40) tragen, die im Einbauzustand
in radiale Schlitze (38) der Montageplatte oingreifen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Krallen
<Ί8) im Einbauzustand in querschnittsglcichen
Ausnehmungen (30) auf der Rückseite des Blendrahmens (19) liegen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691938775 DE1938775C (de) | 1969-07-30 | Vorrichtung zur Befestigung von Schalterbauteilen u dgl an einer Montageplatte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691938775 DE1938775C (de) | 1969-07-30 | Vorrichtung zur Befestigung von Schalterbauteilen u dgl an einer Montageplatte |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1938775A1 DE1938775A1 (de) | 1971-02-18 |
| DE1938775B2 DE1938775B2 (de) | 1972-11-23 |
| DE1938775C true DE1938775C (de) | 1973-06-14 |
Family
ID=
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