DE1938172U - Elektronenstrahlen abgebende rohre. - Google Patents
Elektronenstrahlen abgebende rohre.Info
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Description
RA. 117.91 B-13.66
Karl-Α. Bros·
Dipl -Ing.
München-Pulladh
κ/Hs München-Pullach, 1.3-1966
Aktenzeichen: F 23 968/21g Gbm
FIELD EMISSION CORPORATION, eine Firma nach den Gesetzen des Staates Oregon, 611 East Third Street, McMinnville* Oregon, USA
Kathodenstrahlrohr
Zum Bestrahlen mit Elektronen ist eine Röhre bekannt, bei welcher die Anode als Strahlenaustrittefenster in der Wand
eines evakuierten Gefäßes ausgebildet ist, hinter dem eine flächige Glühkathode liegt. Die Beschleunigungsspannung wird
mittels eines Transformators, d»h. also impulsförmig an Kathode
und Anode gelegt. Es ist auch bekannt, an Spitzen oder Schneiden mit kleinem Krümmungsradius durch Feldemission
Elektronen austreten zu lassen. Dazu igt ersichtlich eine
Heizung nicht erforderlich, wie dies bei der Glühkathode der
Fall ist. Weiter ist eine nach diesem Prinzip arbeitende und als Gleichrichter eingesetzte Elektronenröhre bekannt, bei
der von einer scharfen Kathode eine Feldemissions-Spitzenentladung
zur Anode geht.
Beim Bestrahlen von Proben, beispielsweise Geweben und dgl. mit Hilfe der eingangs beschriebenen Röhre kann man nur mit
sehr geringen Intensitäten arbeiten. Selbst bei Impulsbetrieb mit Impulsen von etwa einer Mikrosekunde Dauer erreicht man
α wesentlich weniger als eine Dosis von 1o rad. Die Neuerung
hat sich zum Ziel gesetzt, wesentlich höhere Dosen in viel kürzerer Zeit zu erreichen. Dies ist insbesondere dann von
Vorteil, wenn sehr kleine Proben untersucht werden sollen oder wenn nach der Bestrahlung schnell abklingende Prozesse zu untersuchen
sind.
Zu diesem Zv/eok betrifft die Neuerung ein Kathodenstrahlrohr
zur Bestrahlung von Materialproben im Impulsbetrieb mittels eine dünne Anode durchsetzender Elektronen, und besteht im
wesentlichen darin, dass die Katnode in an sich bekannter Weise eine Vielzahl von auf die Anode weisenden vorzugsweise
nadelartigen Vorsprüngen aufweist und dass diese Vorsprünge an ihren Spitzen einen so kleinen Krümmungsradius haben, dass
bei jedem zur Feldemission ausreichenden Impuls an einigen Vorsprüngen Vakuumlichtbögen entstehen.
Verfügbare Impulsgenera.toren liefern Rechteckimpulse von o,o3 - o,1 MikroSekunden Dauer bei Stromstärken von 2ooo
Ampere und einer Spannung von etwa 2 Hillionen Volt. Mit Hilfe
1 3
der Neuerung lassen sich damit Dosen bis zu 2 χ 1o rad je Sekunde
erzeugen. Nach der Neuerung werden also die Krümmungsradien an den Spitzen der Vorsprünge mit Absicht so klein gewählt, daß
an einigen wenigen dieser Vorsprünge Vakuumlichtbögen entstehen, so dass also zwischen diesen Vorsprüngen und der Anode
ein Elektronenstrom entsteht, der weit höher ist, als ein nur durch Feldemission erzeugter Elektronenstrom. Dadurch, dass
eine Vielzahl von meist als Nadelspitzen ausgebildeten Vorspr.üngen
vorgesehen ist, kann bei der Neuerung eine Röhre relativ oft eingesetzt v/erden, bis sie - nachdem alle Nadeln abgeschmolzen
sind - unbrauchbar wird.
Bei einer besonders zweckmässigen Ausbildung der Kathodenstrahlröhre
nach der Neuerung hat die Anode die G-estalt einer hohlen
Kammer, deren Innenraum zur Aufnahme von Proben von aussen zugänglich ist. Bei einer praktischen Ausbildung ist dabei vorgesehen,
dass die Anode die G-estalt eines einerends abgeschlossenen Hohlzylinders aufweist, der an einem koaxial dazu angeordneten
Rohr, welches nach aussen offen ist, innerhalb einer im wesentlichen zylindrischen Hülse gehalten, ist, an v/elcher fest
die Kathode bildende Nadeln auf die Anode zuweisend angeordnet sind.
In einer weiteren besonders zweckrnässigen Ausgestaltung der Röhre nach der Neuerung ist vorgesehen, dass die Anode in an
sich bekannter Weise als otrahlenaustrittsfenster einen Teil der G-efäßwandung bildet und ρIs Kathode eine mit auf das
Fenster weisenden Spitzen versehene Platte hinter der Kathode angeordnet ist.
Bei dieser letzteren Ausbildung wird in einer zweckmässigen
Weiterbildung der Neuerung eine Halterung vorgesehen, in der mehrere Röhren mit als Teil der G-efäßwandung ausgebildetem
Strahlenaustrittsfenster derart fest miteinander gehaltert werden können, dass ihre Strahlrichtungen sich im wesentlichen
in einem Punkt treffen. In diesem Falle verbringt man also die Probe etwa an die Stelle, an der sich die Strahlrichtungen
treffen.
Im folgenden wird die Neuerung unter Hinweis auf die Zeichnung erläutert. In dieser zeigen:
Figur 1 im Längsschnitt eine zum Arbeiten nach der Neuerung ausgebildete Höhre;
Figur 2 eine Einzelheit der Röhre nach Figur 1;
Figur 3 vergrössert einen Querschnitt nach der Linie III-III der Figur 1;
Figur 4 eine weitere zweckmässige Ausgestaltung
einer Röhre zum Arbeiten nach der Neuerung;
Figur 5 eine Stirnansicht der Röhre nach Figur 4 von rechts;
Figur 6 die Enden dreier Röhren nach Figur 4 in gemeinsamer Halterung;
Figur 7 eine Halterung nach Figur 6 ohne eingesetzte
Höhren;
Figur 8 eine Ansicht der Halterung nach Figur 7 von unten.
Die in den Figuren 1 - 3 veranschaulichte Elektronenstrahlröhre enthält einen evakuierten Glaskolben 1o von langgestreckter
röhrenartiger Form. Der Kolben weist an einem Ende
einen einspringenden Abschnitt 12 auf, welcher an seinem inneren Ende durch einen Quetschfuß 14 abgeschlossen ist, durch
den sich zwei Kathodenzuleitungen 16 erstrecken, welche auch als Trägerteile für die Kathodenanordnung 18 dienen.
Die Kathodenanordnung weist die Form eines an den Enden offenen,
hohlen zylindrischen Teils auf, das koaxial zum Kolben "Io gehalten ist und durch vier bogenförmige Elemente 2o aus Metallblech
sowie vier Tragblöcken 22 für die Kathodennadeln gebildet ist. Die bogenförmigen Elemente sind kreisförmig mit Abstand
angeordnet. Jedes bogenförmige Element erstreckt sich mit einem etwas geringeren Winkel als 9o um die zylindrische
Kathodenanordnung» Die sich axial erstreckenden Kanten der bogenförmigen
Elemente sind nach aussen gebogen, so dass Flanschen 24 gebildet werden. Die Tragblöcke für die Nadeln bestehen
aus rechteckigen, in Achsrichtung der Kathodenanordnung länglich ausgebildeten Teilen und sind zwischen den einander gegenüberliegenden,
an den Kanten angeordneten Flanschen 24 der benachbarten bogenförmigen Elemente 2o angeordnet. Diese einander
gegenüberliegenden Flanschkanten sind zueinander parallel gerichtet und jeweils an den einander gegenüberliegenden Seiten
eines der Nadelträgerblöcke in geeigneter Weise, beispielsweise durch Punktschweissung befestigt. Einander entsprechende
Flanschkanten 24 von zwei diametral gegenüberliegenden bogenförmigen Elementen 2o sind auch noch jeweils an einem der lei-
tenden Kathodenträger 16 befestigt. Diese Befestigung kann beispielsweise durch Punktschweissung erfolgen.
Die Nadelträgerblöcke 22 weisen jeweils eine Vielzahl von mit Abstand angeordneten scharfen Nadelspitzen 26 auf, welche auf
den Trägerblöcken befestigt sind und gegen die Anodenanordnung
28 zu gerichtet sind. Letztere ist ebenfalls hohlzylindrisch ausgebildet und innerhalb der Kathodenanordnung 18 und koaxial
zu dieser gelagert. Die Nadelspitzen können eine Krümmung an
-5 der Spitze aufweisen, deren Radius einem Bereich von 1o bis 1o cm umfassen kann. Die Nadelspitzen können einen Absta.nd
von 1 bis 3o tausendstel Zoll (o,o25 - o,75 mm) aufweisen und
von ihren Trägerblöcken 22 einen Abstand von der G-rössenordnung
von 5o bis 6o tausendstel Zoll (o,125 - 0.I5 cm) aufweisen.
Die inneren oder nadeltragenden Abschnitte der Blöcke 22 stehen vorzugsweise nach innen gegenüber der inneren rundzylindrischen
Fläche der Kathodenanordnung vor, welche durch die bogenförmigen Elemente 2o gebildet wird. Dadurch ergibt sich eine Elektronen
emittierende und den Elektronenstrom fokulierende Anordnung,
welche durch eine kombinierte Wirkung der Feldemission und eines Vakuumlichtbogenbetriebs eine grosse Anzahl Elektronen
aus den Nadelspitzen 26 freigibt und mit hoher Geschwindigkeit zur Anodenanordnung 28 hinlenkt, wenn zwischen die Kathodenanordnung
und die Anodenanordnung ein Hochspannungsimpuls angelegt wird, der von einer Quelle geliefert wird, die den
starken Stromimpuls liefern kann. Der von den Nadelspitzen kommende Metalldampf wird ionisiert, wobei jedoch der Hochspannungsimpuls
unterbrochen wird, bevor durch einen Lichtbogen Metall von dem Anodenelement weggenommen wird. Es wird somit
von einigen wenigen Nadelspitzen jedes Blocks 22 bei jeder Inbetriebsetzung der Röhre Metall entfernt. Da jedoch genügend
Nadelspitzen vorgesehen sind, kann die Röhre eine grosse Anzahl aufeinanderfolgender Arbeitsvorgänge durchführen.
Die Anodenanordnung enthält ein kreiszvlindrisch.es, hohles
Anodenelement 3o aus dünnem Metall, das an einem Ende an das offene Ende einer die Anodenanordnung haltenden' metallischen
Trägerröhre 32 befestigt ist, so dass eine freie Verbindung zwischen dem Inneren des Hohrs 32 und der Anodenanordnung
3o geschaffen wird. Das andere Ende des Anodenelements 3o ist durch eine Metallscheibe 34 verschlossen, so
dass eine Anodenkammer 36 innerhalb des Anodenelements 3o
geschaffen wird.
Das Anodentragrohr 32 erstreckt sich axial zum Kolben durch
eine Metallkappe 38. Diese Metallkappe 38 ist mit ihren am Umfang liegenden Kanten mit dem inneren Ende eines nach innen
eingezogenen Abschnittes 4o des Kolbens 1o dicht verbunden, das sich bezüglich des nach innen einspringenden Abschnittes
12 am anderen Ende des Kolbens befindet. Dieee Kappe kann aus einem der verschiedenen bekannten oder geeigneten Legierungen
bestehen, die entsprechend ausgewählt wurde, dass sie einen Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweist, der dicht an
demjenigen des Glases des zurückspringenden Abschnittes 4o liegt. Innerhalb der Kappe 38 ist ein das Rohr 32 umgebender
Verstärkungskragen 42 angeordnet. Dieser Kragen ist an der Kappe 38 und dem Rohr 32 befestigt, um eine starre Halterung
für das Rohr und das von diesem getragenen Anodenelement 28 zu erhalten. Man bemerkt, dass die Anodenkammer 36 gegenüber
dem im Kolben 1o herrschenden Vakuum dicht abgeschlossen ist, jedoch über das Rohr 32 mit der Atmosphäre in Verbindung
steht. Ein in Figur 2 schematisch veranschaulichter Behälter oder eine andere Halteeinrichtung 44 ist am Ende eines Griffs
oder Drahts 46 geeigneter Länge befestigt. Der Behälter, v/elcher eine geeignete Substanz enthält, oder auf dessen äussere
Oberfläche eine geeignete Substanz aufgebracht ist, die der
~ 7 —
Elektronenbestrahlung ausgesetzt werden soll, kann über das Rohr 32 in die Anodenkammer 36 eingeführt und aus dieser entnommen
werden.
An der Kappe 38 ist auch noch ein geeigneter Stecker oder eine geeignete Buchse 48 befestigt, über die sowie über
die Kathodenleitungen 16 eine Verbindung mit einer elektrischen Energiequelle hergestellt werden kann, die hohe Spannungen
und hohe Ströme liefert, Es ist kler, dass die übliche
G-etterpille (nicht dargestellt) zwischen den Kathodenleitungen
16 angeschlossen und während des Evakuierens des Kolbens 1o mit Energie beaufschlagt werden kann.
Es ist klar, dass die neuerungsgemässe Röhre in verschiedenen
Abmessungen ausgeführt werden kann. Als spezielles Beispiel kann der Durchmesser des Anodenelements 3o 1 cm und dessen
Länge 2 cm betragen. Die Wanddicke dieses Elements kann in der G-rössenordnung von 1 tausendstel Zoll (o,o25 mm) liegen.
Das Material dieses Elements kann aus einer Anzahl von Metallen, beispielsweise Beryllium, Titan oder Molybdän ausgewählt v/erden.
Jeder Kathoden-Nadelträgerblock 22 kann beispielsweise aus· Kupfer bestehen, o,6 Zoll (1.5 cm) lang sein und eine in
der G-rössenordnung von 1oo liegende Anzahl von Nadelspitzen tragen, welche selbst aus Wolfram oder einem anderen Metall
bestehen. Diese Nadelspitzen können beispielsweise 1,3 cm von der Oberfläche des Anodenelements 3o entfernt gehaltert
sein und die von den Nadelspitzen emittierten Elektronen werden teilweise durch die bogenförmigen Elemente 2o gegen das
Anodenelement zu gerichtet, wobei die bogenförmigen Elemente 2o als Pokusierelemente wirken, se dass die von den Gruppen
der Kathodennadelspitzen ausgehenden Strahlen in Richtung auf das Anodenelement zusammenlaufen oder konvergieren und ruf
dieses Anodenelement auftreffen.
Die in den Figuren 4 bis 6 veranschaulichte Röhre enthält ein rohrförmiges G-laateil 5o, das einen Teil des Kolbens der Röhre
bildet und an einem Ende einen nach innen einspringenden Abschnitt 52 bildet, in den zwei Kathodenzuleitungen 54 eingeschmolzen
sind, die an ihren Enden innerhalb des Kolbens einen Trägerblock 56 für Kathodennadeln halten, der im allgemeinen
gleich ausgeführt ist, wie die vorstehend beschriebenen Nadelträgerblöcke 22. Der Nadelträgerblock ist mit in Abstand
angeordneten Nadelspitzen 26 versehen, die ebenfalls nach Art der vorstehend besprochenen ausgeführt sind. Die Nadelspitzen
26 der Röhre gemäss der Figur 4 bis 6 sind jedoch gegen das Röhrenende 58 zu gerichtet, das entgegengesetzt zu den nach
innen eingezogenen Abschnitt 52 liegt.
Das Ende 58 der Glasröhre 5o ist zu einem länglichen Oval
abgeplattet und mit einer ovalen Kolbenabschlusskappe 6o dicht verbunden. Die Abschlusskappe 6o besteht aus einem geeigneten
Material, dessen Wärmeausdehnungskoeffizienten ähnlich demjenigen des G-lases des Endes 58 ist. Die Abschlusskappe 6o weist
eine rechteckige Öffnung 62 auf, die in einer Fluchtrichtung mit den Nadelspitzen 26 liegt. Die Öffnung 62 ist durch ein
Fenster 64 aus dünnem Metall verschlossen, wobei als Material eins der Metalle in Frage kommt, die in Zusammenhang mit dem
Anodenelement 3o der Figur 1 bis 3 besprochen wurden. Das Fenster 64 ergibt ein Anodenelement und kann die gleiche
oder sogar noch geringere Dicke aufweisen als das Anodenelement 3o gemäss Figur 1 bis 3.
Mehrere der Röhren der in den Figuren 4 und 5 gezeigten Art können mit ihren anöden- oder kappenseitigen Enden aneinanderliegend
befestigt werden, beispielsweise indem die Kappen dieser drei Röhren in ovale Sockel 66 eingesteckt werden, die in
den drei Seiten eines aus Blech bestehenden Träger- und Anodenverbindungsteiles 68 ausgebildet sind. Die Sockel 66
nehmen die Kappen 6o auf und sind an diese angepasst. Es ist klar, dass die Röhren der Figur 6 parallel zueinander
betrieben werden und dass geeignete Kathoden- und Anodenanschlüsse vorgesehen sind. Das von den Elektronen zu bestrahlende
Material wird in der Anodenkammer 7o angeordnet, die durch die Anodenanordnung geschaffen wird, welche die anodenseitigen
Enden der Röhren bilden. Das Material kann in geeigneten dünnwandigen Behältern gelagert werden oder es kann,
wenn dies die Eigenschaften das Materials erlauben, durch einen der Kolbenverschlüsse getragen werden, den die Kappe
6o und das Fenster 64 bilden, ohne dass für das Material ein besonderer Behälter zur Anwendung gelangt.
Es ist klar, dass die an früherer Stelle erwähnten hohen Strahlendosismengen
hohe Stromdichten des Elektronenstrahls erfordern, die beispielsweise in der G-rössenordnung von 5oo Ampere
je qcm liegen und dass sogar bei Impulslängen von o,1 Mikrosekunden
oder kürzer eine beträchtliche Erhitzung des Anodenelements eintritt. Diese Erhitzung steigt mit der Dichte des verwendeten
Metalls an. Beispielsweise steigt die Temperatur eines o,oo1 Zoll starken (o,o25 mm) Molybdänelements bis auf 4oo°C
an, wenn es ein einziges Mal τ^οη einem derartigen Elektronenstrahl
durchlaufen wird. Bei einem Material geringerer Dichte, wie beispielsweise Beryllium ist diese Temperatur geringer als
1oo C. Die obere Begrenzung des Elektronenstromes hoher Spannung stellt somit die Erwärmung dar, welche auftritt, wenn
ein spezielles Material als Anodenelement Verwendung findet. Eine Grenze ist auch durch die Temperatur gegeben, die ein
solches Metall ohne Zerstörung des Anodenelements 28 aushält. Natürlich tritt als v/eiterer begrenzender Faktor diejenige Temperatur
hinzu, die von dem besonderen, zu, behandelnden Material vertragen wird.
- 1o -
Aus der vorstehenden Erörterung geht auch hervor, dass ein Teil der Energie der mit hoher Geschwindigkeit ausgestatteten
Elektronen durch nicht elastischen Zusammenprall mit den Atomen des Metalls des Anodenelements verlorengeht, wenn
die Elektronen dieses Anodenelement passieren, Tatsache ist, dass nicht alle dieser Elektronen durch das Element hindurchgehen.
Beispielsweise gehen bei Molybdän ca» 83 f° der Elektronen mit einer Anfangsenergie ύοπ 6oo ooo Elektronenvolt durch
ein Anodenelement von 1 tausendstel Zoll (o,o25 mm) hindurch, während der Energiebereich der restlichen durchlaufenden
Elektronen zwischen 55o ooo und 57o ooo Elektronenvolt liegt. Elemente mit einer niedrigeren Ordnungszahl als Molybdän
lassen bei gleicher Dicke des Anodenelements eine grössere Anzahl von Elektronen durch, wobei auch die Energie der durchgelassenen
Elektronen weniger vermindert wird. Die in der Anodenkammer behandelten Materialien werden daher nicht
einem wirklich monoenergetischen Elektronenstrahl ausgesetzt. Dies ist jedoch in keinem Pail möglich, da eine Energiezerstreuung
hervorgerufen wird, sobald die Elektronen in das zu behandelnde Material eindringen. Da die Elektronen das zu behandelnde
Material von verschiedenen Richtungen aus erreichen, wird die Substanz gleichmässiger behandelt, als dies bei den
früheren Systemen der Fall war, bei denen nur ein von einer Sichtung kommender Elektronenstrahl verwendet wurde=
Alle beschriebenen und gezeigten Einzelheiten sind neuerungswesentlich.
.
Claims (5)
1. Zathodenstrahlrohr zur Bestrahlung von Materialproben im
Impulsbetrieb, mittels eine dünne Anode durchsetzender Elektronen, dadurch gekennzeichnet , dass
die Kathode in an sich bekannter Weise eine Vielzahl von auf die Anode weisenden vorzugsweise nadelartigen Vorsprüngen
aufweist und dass diese Vorsprünge an ihren Spitzen einen so kleinen Krümmungsradius haben, dass bei jedem
zur Feldemission ausreichenden Impuls an einigen Vorsprüngen Vakuumlichtbögen entstehen.
2. Röhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anode (28, Fig. 1-3) die Gestalt einer hohlen Kammer
hat, deren Innenraum zur Aufnahme von Proben von aussen zugänglich ist.
3. Röhre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
Anode die Gestalt eines einerends abgeschlossenen (34) Hohlzylinders (3o) aufweist, der an einem koaxial dazu
angeordneten Rohr (32), welches nach aussen offen ist, innerhalb einer im wesentlichen zylindrischen Hülse (2o)
gehalten ist, an welcher fest die Kathode bildende Nadeln (26) auf die Anode zuweisend angeordnet sind,,
4. Röhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Anode (siehe Figur 4) in an sich bekannter Weise als Strahlenaustrittsfenster (64) einen Teil der Gefäßwandung (5o, 58)
bildet und als Kathode eine mit auf das Fenster (64) weisenden Spitzen (26) versehene Platte (56) hinter der Kathode
angeordnet ist.
- 12 -
5. Röhren nach Anspruch 4, dachirch gekennzeichnet, dass
sie mittels einer Halterung (68; Fig. 5-8) derart fest miteinander verbunden sind, dass ihre Strahlrichtungen
sich im wesentlichen in einem Punkt treffen.
«: Diese Unterioge (Beschreibung und Schufzonspr.) ist die zutetrf eingerekniv; sie wäM von rf.-r Wc
fassung der urspfungüch «ngereichten Unterlagen ab. Die rechtliche Bedeutung der Abweichung si r,i iit
Die ursprünglich eingereichten Unferlagen befinden sich in den Amrsakten. Sre können jederzeit c-';r,e
eines rechtlichen Inieresses gebührenfrei eingesehen viertten. Auf Antrag werden hiervon auch fofokopien oder
negative zu den üblichen Preisen gelisrert. Deutsches Patentamt, Gebrauchsmusrersrdle.
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