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DE1936466C - Verfahren zur Herstellung von gebäck und blatterteigahnhchen Erzeugnissen, sowie von rasch gar werdenden Teigwaren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gebäck und blatterteigahnhchen Erzeugnissen, sowie von rasch gar werdenden Teigwaren

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Publication number
DE1936466C
DE1936466C DE19691936466 DE1936466A DE1936466C DE 1936466 C DE1936466 C DE 1936466C DE 19691936466 DE19691936466 DE 19691936466 DE 1936466 A DE1936466 A DE 1936466A DE 1936466 C DE1936466 C DE 1936466C
Authority
DE
Germany
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fleece
film
pastry
roller
dough
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19691936466
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English (en)
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DE1936466A1 (de
Inventor
der Anmelder A41h 37 06 ist
Original Assignee
Wilke, Gerhard, Dr, 6900 Heidel berg
Filing date
Publication date
Application filed by Wilke, Gerhard, Dr, 6900 Heidel berg filed Critical Wilke, Gerhard, Dr, 6900 Heidel berg
Priority to DE19691936466 priority Critical patent/DE1936466C/de
Publication of DE1936466A1 publication Critical patent/DE1936466A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1936466C publication Critical patent/DE1936466C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von gebäck- und blätterteigähnlichen Erzeugnissen, die vorzugsweise keinen Stärkeanteil enthalten, ohne Backprozeß, sowie von rasch gar werdenden Teigwaren, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Ausgangsmischung bzw. der Ausgangsteig in einem Mehrfachwalzwerk ausgewalzt wird, bei dem jede einzelne Walze gegenüber der Vorwalze eine Voreilung besitzt, und der solchermaßen entstandene vliesartige Film auf ein Abnahmeband variabler Geschwindigkeit geleitet wird, wobei das Verhältnis der Geschwindigkeit des Abnahmebandes zur Rotationsgeschwindigkeit der letzten Walze derart eingestellt ist, daß der vliesartige Film einem mechanischen Weileffekt ausgesetzt und hierauf der gewellte vliesartige Film getrocknet wird.
Nach einer besonderen Ausführungsform wird dabei der vliesartige Film bereits auf dei Walze geschnitten.
Nach einer weiteren Apsführungsform schneide man den gewellten vliesartigen Film nach der Trocknung in Streifen längs und/oder quer.
Nach wieder einer anderen Ausfiihrungsform behandelt man den gewellten vielartigen Film vor d;·: Einführung in die Trockenvorrichtung mit Dampf.
Eine weitere bevorzugte Ausfülirungsforin lic erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekeni. zeichnet, daß mar. als Aiisgangsmisehung gequollene gegebenenfalls erhitzte und gedämpfte und gegebenenfalls grob vorzerkieinerte Pflanzensamen alia. oder zusammen mit geschmackgebenden Zusatz 1 dem M.'hrfachwulzwerk zuführt.
Als iieschmackgebende Zusätze könne:. K.dse. Gewürze. Gemüse, Früchte, Fruchtkonzentrale, Zucke ι Honig, Malzextrakt oder Kakao eingesetzt werde-.
Schließlich kann man auch nach einer wei'er.. bevorzugten Ausfiihrungsform die fertigen Vlie·- gebilde auf an sich bekannte Weise mit Schokolade überziehen oder durch nachträgliches Aufstreuen vni: Gewürzen, Käse usw. modifizieren.
Mehlhallige und zuckerhaltige Produkte werden in der Regel dadurch zu einem Backwerk, daß zunächst das Mehl mit Zutaten wie Fett, Zucker, Eiern und gegebenenfalls Triebmittel unter Wassurzusatz verrührt und verknetet wird und anschließend der Backprozeß erfolgt.
Dabei strebt man eine möglichst homogene Augangssubstanz an, in der das Wasser eine Vorquellung und innige Vermischung uer einzelnen Bestandteile bewirkt oder ermöglicht. Der so erhaltene zähplastische Teig wird sodann der Ofenhitze ausgesetzt. Durch den Backvorgang verdampft Wasser, wobei die Außenfläche des Gebäckslücks wasserärmer wird. jedoch noch eine Zeitlang dehnbar bleibt, im Innern des Gebäcks verdampft gleichfalls Wasser, wobei infolge der gleichzeitig einsetzenden Verkleisterung der Stärke und einer Gerinnung gegebenenfalls vorhandener koagulierbarer Eiweißstoffe die Zähigkeit des Teiges rasch zunimmt. Das verdampfende Wasser kann nicht mehr vollständig nach außen entweichen; es bilden sich Dampfblasen, die die zähpiastische Teigmasse zu dünnen kugelförmigen Membranen aufblasen. Hierdurch entsteht die allgemein bekannte Gebäckstruktur mit der sogenannten Porung. Diese Porung, die also das Kennzeichen des wabenartigen, porösen Gebäckaufbaus ist, zeigt in vielen Abstufungen die lockere Struktur des Gebäcks, wodurch dies zum Verzehr erst brauchbar wird.
Ein weiteres bekanntes Verfahren zur Herstellung eines lockeren Gebäckgebildes besteht darin, daß der Teig in dünne Fladen ausgerollt wird, diese sodann vielfach übereinandergeschlagen und mehrmals wieder ausgerollt werden. Der so erhaltene Teig bestehl dann aus sehr vielen Lagen extrem dünner Teigblättchen (Blätterteig). In der Regel ist ein solcher Teig fetthaltig. Der hohe Fettgehalt verhindert zusammen mit aufgestreutem Mehl oder sonstigen trockenen Produkten ein festes Verkleben der einzelnen Fladen beim Übereinanderschlagen und Ausrollen.
Wird dieser Teig der Ofenhitze ausgesetzt, so verdampft das Wasser an der Oberfläche der einzelnen Teigschichten, die nur an einzelnen punkt- oder streifenförmigen Stellen zusammenkleben. Die dünnen Teigblättchen bekommen hierbei allerdings keine
oder jedenfalls nur eine sehr geringe Porung. Es entsteht ein lockeres und blättriges Gebilde, nämlich wie bereits ausgeführt, das allgemein gut bekannte Blätterteiggebäck.
Beiden oben beschriebenen Backverfahren des Standes der Technik ist gemeinsam, daß zunächst ein homogener Teig unter Verwenuung eines fein gemahlenen Mehls zubereitet wird. Dij besonderen Eigenschaften der Stärke und des gegebenenfalls zugesetzten Eiweißes sowie des mehleigenen Klebereiweißes bewirken eine Dehnbarkeit und Elastizität des erhaltenen Teigs und damit die durch den Bnekvorgang hervorgerufenen Strukturen.
Ein Aspekt vorliegender Erfindung ist nun ein neues Verfahren zur Herstellung von gebäck- und blätterteigähnlichen Erzeugnissen, die vorzugsweise keinen Stärkearueil aufweisen.
Es ist an sich se;* langem bekannt, daß man aucli Ciebäcke herstellen kann, die keine Stärke enthalten Solche Gebäcke werden aus Eiweiß und eiweißreichen Produkten, wie z. B. aus Sojamehl, meist unter Zusatz von Klebereiweiß, hergestellt. Das Prinzip der Teigzubereitun1^ is: dabei grundsätzlich gegenüber der Zubereitung von stärkehaltigen Gebacken nur wenig verändert. Es wird ein stärkefreies Mehl mit den Backzutaten und dem Wasser verrührt und verknetet wobei die Quell- und Absteiffunktionen der Stärke jetzt von dem zugesetzten Eiweiß übernommeii werden.
Zum Stand der Technik ist fei .er die britische Patentschrift 425 853, die esterreichische Patentschrift 268 028 sowie die deutscht.' Auslegeschrift 1 133 618 zu nennen.
Die britische Patentschrift 425 853 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Biskuits aus dünnen Teigblauem, die horizontal mehrschichtig übereinanucrgci'altct sind, wobei die einzelnen Schichten an verschiedenen Stellen unterschiedlich fest miteinander in Kontakt stehen. Bei diesem Verfahren ist die Backstufe ein notwendiger Schritt, wohingegen beim vorliegenden Verfahren die Notwendigkeit eines Backprozesses gerade vermieden wird. Überdies ist die Art der Faltung, die bei den Erzeugnissen gemäß britischer Patentschrift 425 853 erreicht wird, eine sogenannte Horizontalfaltung, während beim erfindungsgemäßen Verfahrensprodukt ein gewellter und gegebenenfalls aufgefärbter vliesartiger Film entsteht.
Die österreichische Patentschrift 268 028 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines in Flüssigkeiten anrührbaren Nahmngsmittelkonzentrats, wobei üie Ausgangskomporienten mit Wasser zu einem Teig verarbeitet werden, der dann zu einem Film ausgewalzt wird, welcher wiederum in Zickzackfalten gelegt, gepreßt und getrocknet wird. Es handelt sich hier um eine Modifikation der seit langem üblichen Blätterteigherstellung, da beim allgemein üblichen handwerklichen BläUerteigverfahren Rollung, Obereinanderlegen und Pressen in eineir. Arbeitsgang erfolgen und mehrfach wiederholt wer-• den, bis die gewünschten Band- und Schichtdicken erreicht üind, während beim Verfahren gemäß der österreichischen Patentschrift 268 028 jeder Arbeitsgang nur einmal für sich hintereinander durchgeführt wird.
Das F'rinzip der bisherigen Blätterteigauflockerung, nämlich die schichtenweise Lockerung durch veiJ.amrjlfendes Wasser zwischen den einzelnen Teigwaii.i wird sowohl bei dem Verfahren gemäß britischer Patentschrift 425 853 als auch bei dem Verfahren gemäß österreichischer Patentschrift 268 U2K benutzt.
In völliger Verschiedenheit hiervon erfolgt die Lockerung beim erfindungsgemäßen Verfahren durch rein mechanische Weise.
Die deutsche Auslegeschrift I 133 618 betrillt schließlich noch ein Verfahren zur Herstellung von
ίο Nahrungsrr.'ttslllocken, bei welchen das /u wrllockendeGut zwischen zwei sich gegenläufig drehenden, auf 150 bis 250 C beheizten Walzen ausgewalzt wird.
LJas errindungsgeinäße Verfahren wird nun im lol- »enden in seinen Einzelheiten beschrieben sowie an Hand von Ausführungsbeispielcn weiter erläutert.
Stärkefreie Pflanzensamen werden vorgequollen und gegebenenfalls erhitzt sowie gedämpft. Die grob vorzerkleinerten Samen werden anschließend allein oder zusammen mit geschmackgebenden Produkten wie Käse, Gewürzen, Gemüse, Früchten und Fruchtkonzentraten. ferner gegebenenfalls Kakao einem solchen Walzwerk zugeführt, bei dem die einzelnen Walzen, im Gegensatz zu den Walzen, welche zum
=5 Ausrollen von normalen Teigarten benutzt werden.
eine Voreilung besitzen, so daß jede folgende Walze sich schneller dreht als die vorhergehende Walze.
Dabei wird einerseits das aufgebrachte Gut bis zu
■ der gewünschten Feinheit zerkleinert, anderseits aber werden die noch ihre zellige oder auch fasrige Struktur aufweisenden grob zerkleinerten Pflanzenteile in der Richtung der Voreilung der Walzen zerrissen und auffasernd zerkleinert. Aus Gründen der einheitlichen Bezeichnungsweise soll aucr das hier in das Walzwerk eingegebene Ausgangsprodukt als »Teig« bezeichnet werden.
Durch Finstel'ung des geeigneten Feuchtigkeitsgehalts, der durch sogenannte handwerkliche bzw. fachmännische Maßnahmen einstellbar ist, wird die Abnehmbarkeit des gewalzten Produkts mittels feiner Abstreifmesser von den Walzen in Gestalt eines dünnen und kontinuierlichen Vlieses sii_hergestelit. Dieses Vlies wird nun auf ein Band übertragen, das langsamer läuft als das von den Abstreifmessern kommende Vlies. Hierdurch bi'den sich auf dem unter den Abstreifmessern laufenden Band je nach dem Geschwindigkeitsunterschied breitere oder schmalere eng aneinanderliegende Vliesfalten, die ähnlich wie beim Blätterteig an einigen Stellen verklebt sind. Die gewellten und lockeren Vlieslagen benötigen nun nur noch einen kurzen Trocknungsvorgang, um ein aufgelockertes und knuspriges Produkt zu ergeben.
Während also bei der Backerzeugnissen des normalen Backverfahrens, also beispielsweise beim üblichen Porengebäck oder auch beim Blätterteiggebäck, die Auflockerung durch das sich ausdehnende Wasser (Wasserdampf) sowie durch die gegebenenfalls zugesetzten Triebmittel bewirkt wird und anschließend das Gebäck durch weitere Hitzeeinwirkung mehr oder minder getrocknet wird, erfolgt bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Auflockerung infolge der Entstehung der dünn aneinanderliegenden Viiesfalten. Die Auflockerung erfolgt also durch eine Art mechanischen Welleffekt und nicht durch Hitzeeinwirkung oder durch verdampfendes Wasser.
Die erfindungsgemäß hergestellten Vliesgebilde
5 6
können nach ihrer Trocknung auf dem Band in Strei- Wi,- be. t-iis oben dargelegt, lost vorliegende I· rfin-
fen längs und/oder quer geschnitten werden. dung auch das Problem der Auffindung cnn> Ver-
Die Rezeptur dieser Produkte kann in vielfältiger fahrcns zur Herstellung von gemuseangermUrten
Weise variiert werden. So lassen sich sowohl würzige Tl-L··*area mit kurzer Kochzeit bzw. das Prob, · der
und pikante Produkte beispielsweise durch Käse-. 5 Schaffung eines Verfahrens zur Herstellung ν , nut
Fleisch-. Gewürz-und Gemüsezusätze als auch süße Gemüse angereicherten hormtorpem aus c, clde
Produkte durch Zucker-, Honig-, Malzextrakt-, und Eiweiß im: kurzer kochzeit.
Kakao- und Fruchtzusätzc herstellen. Bekanntlich werden seit langem Teigwaren .·■ der
Ferner können die erfindungsgemäß hergestellten Regel aus Weizengrieß oder aus Mehl und , ,rn
gebäckähnlichen Stücke in an sich bekannter Weise io nach einem prinzipiell immer noch unveram ·. ien
mit Schokolade überzogen werden oder durch nach- Verfahren hergestellt. Dabei wird Oneü oder .hl
Irägliches Auistreucn von Gewürzen, Käsesorlcn und Eier zusammen mit Wasser zu einem zahj n-
usw. eine zusätzliche pikante Note erhalten. sehen Teig verknetet und dieser Teig sodann t-
Es ist ferner auch noch möglich, stärkehaltige weder durch Hand- oder Maschmenwalzen au;:- Ht
Mehle mitzuverwenden, wobei statt des anschließen- 15 und sodann in Streifen geschnitten (Nudellu.,- !-
den Trocknungsprozesses zur Verklcistcrung der iunc) oder in Pressen eingefüllt, die den Teig ύ h
Stärke ein milder Backprozeß anzuschließen ist. Formmundstiicke drücken, wodurch eine groß; >
Nach einer Ausführungsform dieses Verfahrens riation der Formgestaltung des fertigen Teigw , -
wird der feuchte Film bereits auf der letzten Walze erzeugnisses ermöglicht ist (Makkaroni-, Hörnt
geschnitten. 20 usw. Herstellung).
Im folgenden wird die oben beschriebene Variante Es wurde auch bereits versucN, in die Tcigv, ,-,
dieser Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels Gemüse und andere Substanzen mit einzuarbt
weiterhin erläutert: Dies ist prinzipiell möglich und wird auch techm
bis zu einem gewissen Grad durchgeführt. Naci
. 25 ligerweise müssen dabei aber die Gemüse zu en,
Beispiel 1 feinen Brei zerkleinert werden, außerdem ist ■■
Herstellung von blätterteilähnlichen Gebilden Menße t fcr Gemüsezusätec begrenzt. Geschmack!,
ist infolge der feinen Zerkleinerung des ücmu
100 kg an geschälten Ui.d entbitterten Sojabohnen und auch infolge des relativ geringen Prozentsat,
mit einem Wassergehalt von 12% werden mit 60 kg 30 des Gemüseanteils im Verhältnis zur Gesamtmav
geschälten und gedämpften Äpfeln, 25 kg leicht von derartigen Zusätzen im fertigen Teigwarenpr·
karamelisiertem Rohrzucker und 8 kg Wasser ver- dukt wenig zu merken.
mischt. Die entstandene Mischung wird sodann grob Anschließend werden die geschnittenen oder ge
vorgemahlcn und anschließend auf einem hydrau- preßten Teigwaren, mit oder ohne Zusätze, gi
tischen Walzwerk, dessen unterste Walze 15 Um- 35 trocknet. In dieser trockenen Form lassen sie sie!
drehungen in der Minute, dessen zweite Walze 30 längere Zeit aufbewahren. Um die getrockneter:
Umdrehungen in der Minute und dessen dritte Walze Teigwaren verzehrfähig zu machen, müssen sie be-
60 Umdrehungen in der Minute läuft, weiter fein- kanntlich in siedendem Wasser kürzere oder längere
zerkleinert. Zeit gekocht werden.
Von der letzten Walze wird der Massefilm aus fei: 40 Dabei ist die benötigte Kochzeit einmal von d.T
zerriebenen Teilchen auf ein Trockenband übertra- Schichtdicke des Teigwarenbandes (Nudeln) oder des
gen, nachdem kurz vor dem Abnahmemesser dieser geformten Tcigwarenprcßlings und zum anderen von
Film in etwa 4 cm breite Längsstreifen geschnitten der Größe der Oberfläche im Verhältnis zur gesan:-
wurdc. . ten Masse abhängig.
Das Trockenband läuft mit einer Geschwindigkeit 45 Die kürzeste Kochzeit von nur einigen Minuten
von 8 bis 12 cm/sec. Auf dem Trockenbar.d entsteht besitzen sogenannte Fadennudeln. Das Verhältnis
infolge des mechanischen Staueffekts bzw. Well- Oberfläche zur Masse ist bei diesen Fadennudeln be-
effekts eine Wellung des Materialstreifens, der 0,4 sonders groß und damit besonders günstig hinsicht-
bis 0,8 mm dick ist, in einer Höhe von etwa 8 mm. Hch einer nur kurzen Kochzeit. Eine Nudel, die die
Der Abstand der einzelnen Wellen voneinander be- 50 gleiche Dicke besitzt wie der Durchmesser einer
trägt 1 bis 2 mm. T-Y-dennudel, benötigt bereits eine mehrfach längere
Anschließend läuft das gewellte Trockengut in Zeit zum Garwerden.
einen Trockentunnel, in dessen Anfangsbereich vor Je größer und dicker ein geformtes Tcigwaren-
dem eigentlichen Trockenteil mehrere Düsen ange- stück ist, um so langer ist die benötigte Kochzeit
ordnet sind, durch die Dampf auf die Oberfläche des 55 zum Garen. Die sogenannten Canneloni müssen we-
gewellten Materialbands geblasen wird. Durch diesen sentlich länger als 30 Minuten gekocht werden, bis
aufgeblasenen Dampf erweichen die oberen Stellen sie gar sind.
der Wellen und verkleben darauf untereinander, so Diese Nachteile des Standes der Technik werden
daß auf der Oberfläche der einzelnen Wellen eine durch das erfindungsgemäße Verfahren unter Er-
glatle und geschlossene Schicht entsteht. 60 reichung von Vorteilen überwunden. Das erfmdungs-
Nach dem Durchlaufen der Trockenzone werden gemäße Verfahren erlaubt es, Teigwarenstücke belie-. die noch wannen Materialstreifen durch ein quer biger Größe herzustellen, deren Garzeit nur 2 bis verlaufendes Hackmesser in 4 cm lange Stücke ge- 3 Minuten beträgt. Ferner ist es durch das erfinschnittcn. Es entstehen hierdurch 4 X 4 cm große dungsgemäße Verfahren möglich, in die Teigwarenquadratische Stücke, welche nach dem Abkühlen 65 produkte Gemüse in wesentlich höheren Prozentenlwcder einer Schokoladeübcrzichmaschinc züge- sätzen einzuarbeiten als bisher, wobei das Gemüse führt werden oder aber direkt in Kartons verpackt auch in relativ grobem Zerkleinerungsgrad cinarbcit-'"""•^ bar ist. Eine derartiß grobe Zerkleinerung bringt den
sprunghaften Fortschritt mit sich, daß das Gemüse geschmacklich wesentlich stärker hervortritt, als dies bei der bisher notwendigen Feinstzerkleincrung der Fall ist.
Dabei wird derart gearbeitet, daß nach dem Misehen der einzelnen Komponenten diese zunächst mit einer größeren Wassermenge als bisher üblich verknetet werden. Sodann wird die geknetete Teigmasse nicht wie bisher in Pressen oder in Tcigrollmaschinen gegeben, sondern erfindungsgemäß Walzwerken zugeführt, bei denen die einzelnen Walzen unterschiedliche Umdrehungsgeschwindigkeiten besitzen. Der auf den Walzen haftende Teigfilm wird sodann von einem Messer abgehoben und auf ein Trockenband überführt, dessen Geschwindigkeit entweder gleich groß ist wie die Obcrflächcngeschwindigkeit der obersten Walze oder das langsamer oder schneller läuft, d. h., die Geschwindigkeit des Trokkcnbands ist erfindungsgemäß variabel.
Gibt man während der Walzung nach dem Kneten der Teigmasse grob zerkleinertes Gemüse hinzu, so wird das Gemüse durch die Scherwirkung der mit verschiedenen Geschwindigkeiten laufenden Walzen auffasernd zerkleinert.
Verwendet man Gemüse, dem etwa -/3 des Wasser- as gehalts durch vorsichtiges Trocknen entzogen ist, so entsteht ein Vlies aus verfilzten Gemüsefasern, die
itci"2rider verklebt sind ähnlich einer Pappe, der man Füllmaterial zugesetzt hat. Dieses Vlies kann unter Befolgung der Regel vorliegender Erfindung derart mit einem Messer abgenommen werden, daß ein gewelltes Band entsteht, das in dreifacher Weise aufgelockert ist. Hs bilden sich nämlich
35
40
1. kleine, beispielsweise 0,8 bis 1,2 mm hohe, dicht bcicinandcrlicgende Wellen, wobei durch diese erste Wellung die Oberfläche des nudeJähnlichcn Teigbands bereits erheblich vergrößert wird,
2. gleichzeitig unter den erhabenen Wellen Querspallen, die eine weitere Vergrößerung der Oberfläche bewirken, und
3. wenn das Abnahmeband langsamer läuft als die Oberfläche der obersten Walzen, eine größere Obcrlagcrungswcllc bis zu beispielsweise einer Höhe von 1 cm.
Das solchermaßen dreifach in der Oberfläche vergrößerte Teigband kann nach einer kurzen Vortrock nung in beliebige Formkörper geschnitten oder ge stanzt svcrden.
Diese erfindungsgemäß hergestellten Formkörpei beliebiger Größe benötigen zum Garen eine Koch zeit von nur 2 bis 3 Minuten.
Die eben beschriebene Variante vorliegender Er findung wird an Hand des folgenden Ausfiihrungsbeispiels weiterhin erläutert:
Ausfiihriingsbcispiel 2
Es werden zunächst 100 kg Weizengrieß mit 50 kg Wasser 30 Minuten lang intensiv geknetet und sodann nach dem Kneten 30 kg Mangoldblättcr unc Stiele mit einem Restwasscrgchalt von etwa 30°/( hinzugegeben. Die entstandene Masse wird hieraul einem Mehrfach walzwerk zugeführt, dessen ersk Walze eine Laufgeschwindigkeit von 15 Umdrehungen Minute, dessen zweite Walze eine solche von 30 Umdrehungen pro Minute und dessen drillt Walze eine solche von 61) Umdrehungen pro Minute besitzt. Der Druck der Walzen ist auf etwa 20 kj; pro cm2 ei.!gestellt. Von der dritten Walze wird da« vliesähnlichc Teigband durch ein Abnahmemcssei auf ein Trockenband übertragen, das sich mit cinei Geschwindigkeit von etwa 8 cm pro see fortbewegt. Es entsteh! hierdurch ein doppe!« gewelltes Teigband. Dieses Band wird nach einer Vortrocknungszeit von 6 bis 8 Minuten bei einer Temperatur von 60'' C in Stücke eines Formats von 2X4 cm geschnitten, die nach dem Trocknen in üblicher Weist verpackt werden.
Das erfmdungsgcmäße Verfahren bringt überdies eine außerordentliche fabrikalorische Vereinfachung mit sich, da es sich hier um Massenprodukte handelt und sämtliche sich hin- und herbewegende Unterlagen maschinenmäßig entfallen können. F.s entfälll ferner auch das bisher stets notwendige Aufschichten und anschließende Pressen. Fortschriltlichcrweisi verläuft ferner das erfindungsgemäße Verfahren völlig kontinuierlich auf einem sich gleichmäßig fortbewegenden Band. In der Zeiteinheit können dabei nach diesem neuen Verfahren Ausbeuten erzielt werden, die den bisherigen Ausbeuten der Produkt»· de' oben angegebenen nächstkommenden Standes dci Technik sprunghaft überlegen sind.
309 613·35Ί

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von gebäck- und bläuorteigähnlichen Erzeugnissen, die Vorzugsweise keinen Stärkeanteil enthalten, ohne Backprozeß, sowie von rasch gar werdenden Teigwaren, dad u rc Ii gekennzeichnet, daß die Ausgangsmischung bzw. der Ausgangsteig in einem Mehrfachwalzwerk ausgewalzt wird, bei dem jede einzelne Walze gegenüber der Vorwalze eine Voreilung besitzt, und daß der solchermaßen entstandene vliesartige Film auf ein Abnahmeband variabler Geschwindigkeit geleitet wire!, wobei das Verhältnis der Geschwindigkeit de* Abnahmebandes zur Rotationsgeschwindigkeii der letzten Walze derart eingestellt ist. daß der vliesartige Film einem mechanischen Wellelfeki ausgesetzt und hierauf der gewellte vliesartige Film getrocknet wird.
2. Verfahren nach Anspruch I, dpJureh gekennzeichnet, daß der vliesartige Film bereits auf der Walze geschnitten wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen I und 2. dadurch gekennzeichnet, daß man den gewellten vliesartigen Film nach der Trocknung in Streifen längs und/oder quer schneidet.
4 Vei fahren nach den Ansprüchen 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß man den gewellten vliesartigen Film vor der Einführung in die Trockenvorrichtung mit Dampf behandelt.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsmischung gequollene, gegebenenfalls erhitzte und gedämpfte und gegebenenfalls grob vorzerkleinerte Pflanzensamen ;i 11 eiπ oder zusammen mil geschmackgebenden Zusätzen dem Mehrfachwalzwerk zuführt.
6. Verfahren nach den Ansprüchen I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als geschmackgebende Zusätze Käse, Gewürze, Gemüse, Früchte, Fruchtkonzentrate, Zucker, Honig. Malzextrakt oder Kakao eingesetzt werden.
7. Verfahren nach den Ansprüchen I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man die fertigen Vliesgebilde auf an sich bekannte Weise mit Schokolade überzieht oder durch nachträgliches Aufstreuen von Gewürzen, Käse usw.. modifiziert.
DE19691936466 1969-07-17 Verfahren zur Herstellung von gebäck und blatterteigahnhchen Erzeugnissen, sowie von rasch gar werdenden Teigwaren Expired DE1936466C (de)

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DE1936466A1 DE1936466A1 (de) 1971-02-11
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