DE1936389A1 - Vorrichtung und Verfahren zum Fuellen flexibler Behaelter mit feinkoernigem Schuettgut - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Fuellen flexibler Behaelter mit feinkoernigem SchuettgutInfo
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Description
Vorrichtung und Verfahren zum Füllen flexibler Behälter mit feinkörnigem Schüttgut
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum
Füllen flexibler Behälter mit feinkörnigem, zusammenpreßbarem
Schüttgut mittels einer Differential-Druckfülleinrichtung.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zu Grunde, daß Behälter mit gleichförmigera Volumen mit feinkörnigem Schüttgut mit einer derartigen
gleichmäßigen Dichte gefüllt werden können, daß Änderungen des Füllgewichtes in den Behältern: äußerst gering sind und
eine Größenordnung einnehmen, die Uiirtschaftuch noch durchaus
uertretbar ist. Es wurden jedoch insoweit Schwierigkeiten festgestellt,
als das Volumen bei flexiblen Behältern, insbesondere bai Kartons, sich bei entsprechender Formänderung des Behälters
beträchtlich ändern kann. Andererseits wird feinkörniges Schüttgut
aber, meist in Kartons abgefüllt. Es war daher immer notwendig,
zunächst einen lYlaßbehälter zu füllen und dann dessen Inhalt in den Karton zu geben.
DeruErfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung
zu schaffen, die diese Nachteile wermeidet und es ermöglicht, Kartons mit zusammenpreßbarem feinkörnigen Schüttgut mit gleichförmigen
Füllgewichten zu füllen, ohne das Schüttgut vorher jeweils
wiegen zu müssen.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung, bestehend aus einem den Behälter
aufnehmenden Mantel- und einer Differentialdruck-Fülleinrieb- ,
tung mird darin gesehen, daß der Mantel Mittel aufweist, die dichtend
an der Außenseite des Behälters angreifen und pneumatische Mittel besitzt, die den Behälter während des Füllens halten, in
eine vorbestimmte Form mit bestimmtem Volumen bringen und diese
aufrechterhalten und daß die Fülleinrichtung ein Gehäuse aufweist,
das mit einem Teil in den Behälter einführbar ist und mittels geeigneter Dichtungen dicht an der Innenseite des Behälters
angreift. Hierdurch ist es möglich, Kartons mit feinkörnigem Schüttgut zu füllen, daß es zusammengedrückt im Behälter aufgenommen
tuird, so daß bei gegebenem Volumen eine möglichst große
Füllmenge aufgenommen wird.
Eine v/orteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,daß
die Fülleinrichtung ein pneumatisch betätigbares Ventil aufweist, das sich erst bei i/öllig dichter Verbindung des Gehäuseteiles
und des Behälters öffnet. Hierdurch ujird sichergesteilt,daß die
Vorrichtung selbst dann, wenn sie als solche eingeschaltet ist-,
nur dann Schüttgut auslaufen läßt, wenn ein leerer Behälter vorhanden
ist.
Die Er findung betrifft auch ein Verfahren zum Füllen flexibler
Behälter mit feinkörnigem Schüttgut. Dieses Verfahren besteht
darin, daß der Behälter pneumatisch .gehalten wird, ω υ bei zujiscber
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der Innenseite des Behälters und einer Fülleinrichtung eine dichte
Verbindung geschaffen wird, daß zwischen dem Innern des Behälters und der Fülleinrichtung ein Druckdifferential erzeugt ujird,
während der behälter zugleich durch ein Filter entlüftet wird,
um gleichzeitig den Einlauf und das'Zusammenpressen des Schüttgutes
im Behälter herbeizuführen.
Wachstehend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der
Zeichnung näher erläutert, und zmar zeigen:
Fig. 1 einen lotrechten Längsschnitt durch eine Füllvorrichtung gemäß der Erfindung,
Fig. 2 einen waagerechten Querschnitt nach der
Linie H-II in Fig. 1,
Fig.3 einen vergrößerten lotrechten Schnitt zur
Darstellung der Dichtungsmittel der Vorrichtung in Verbindung mit einem zu füllenden
Behälter,
Fig. 4 eine vergrößerte Einzelheit der Fig. 2,
Fig. b einen lotrechten Längsschnitt durch eine
abgewandelte Füllvorrichtung genäß der Erfindung,
Fig. 6 einen waagerechten Querschnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 5,
Fig. 7 eine perspektivische Darstellung eines zu
Füllenden Kartons,
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BAD ORIGINAL
Pig, 8 einen Längsschnitt durch den oberen Teil
eines Kartons gemäQ Fig. 7 zu Beginn des
Füll Vorganges,
Fig. 9 einen Längsschnitt ähnlich Fig.B zu
Fig. 9 einen Längsschnitt ähnlich Fig.B zu
Beginn des Schliß^ens des Kartons, Fig.10 einen Längsschnitt ähnlich Fig.8,u/obei
die stirnu/andseitigen Verschlußlappen
des Kartons geschlossen sind und
Figuren
11 u. 12 u/eitere Stufen des Schließvorganges am
Karton im Längsschnitt.
Fig. 7 zeigt einen Karton 15, der mit einer Vorrichtung gemäß der Erfindung gefüllt werden soll. Dieser besteht im wesentlichen
aus Pappe und muß daher als flexibel angesehen werden,Der
Karton uiird in der in Fig.,7 dargestellten aufgerichteten
Form in die Füllvorrichtung eingesetzt. Er meist einen Kartonkörper
16 und einen Badenverschluß 17 aus einer Vielzahl umgefalteter und miteinander verklebter Lappen auf. Der Ka-rton 15
.ist ferner mit einer oberen Öffnung versehen, um fein verteiltes
Schüttgut aufzunehmen. Nachdem der Karton 15 gefüllt ist, uiird die obere Öffnung durch eine Vielzahl von Schließlappen geschlossen. '·
Die Schließlappen, die den Verschluß der oberen Öffnung des Kartons
15 bilden, umfassen ein Paar stirnseitige Schließlappen
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18,19 und ein Paar Seitenlappen 20,21. Beim Verschließen werden
die stirnseitigen Schließlappen 18,19 zuerst eingeschlagen,
worauf dann der Seitenlappen 20 und schließlich der Seitenlappen 21 eingefaltet werden. Letzterer wird am Seitenlappen 20" festgeklebt
und bildet einen wollig dichten Verschluß.
Der Karton 15 ist ferner mit einer inneren Auskleidung 22 versehen.
Dieser ragt aus dem Kartonkörper 16 weiter heraus als der Seitenlappen 20, aber nicht soweit wie die stirnseitigen Schließlappen
18,19 und der andere Seitenlappen 21.Die Auskleidung
ist mit einem Seitensaum 23 versehen, der allgemein mit dem Seitenlappen
20 fluchtet und mit Abstand von einer der Ecken des Kartons verläuft.
In den Figuren 1-4 ist die für den Karton 15 vorgesehene Füllvorrichtung
25 dargestellt. Sie umfaßt einen Mantel 26 und eine Fülleinrichtung 27, die zweckmäßig als Di-fferentialdruckfüller
ausgebildet ist. Aus diesem Grunde ist es eiforderlich, daß der
Karton 15 vom Mantel 26 pneumatisch gehalten wird.
Die Fülleinrichtung 27 umfaßt einen oberen lilagazinabschnitt 28,
der in geeigneter, beliebiger Weise gehalten sein kann. Dieser besteht aus einer äußeren Schale 29, die an ihren beiden einander
gegenüberliegenden Enden mit einer Innenauskleidung 30 dicht
verbunden ist. Diese Innenauskleidung 30 besteht vorzugsweise aus
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einem porösen Werkstoff, z.B. Sintermetall oder Kunststoff.
Mit der äußeren Schale 29 ist eine Leitung 31 verbunden,durch
die Gase, vorzugsweise Luft in den Raum zwischen der Schale 29
und der Innenauskleidung 30 und durch die Innenauskleidung 3D
während des Betriebes der Fülleinrichtung 27 eingeführt wird.
Die Abdichtung zwischen den unteren Enden der Schale 29 und der
Innenauskleidung 30 erfolgt durch einen Tragring 32, auf dem
ein leicht lösbares herabhängendes Gehäuse 33 mittels eimer Anzahl über den Umfang des Tragringes 32 verteilter Schrauben
befestigt ist»
Das Gehäuse 33 ist so geformt, daß es eine äußere Wandung 35
und eine innere UJandung 36 bildet, die zwischen sich eine nach
unten offene Kammer 37 einschließen. Die innere Wandung bilJet zugleich eine Ventilkammer 38.
In der Ventilkammer 38 ist ein konisches Ventilglied 40 angeordnet,
das einen radial nach außen ragenden oberen Befestigungsflansch 41 aufweist. Wenn das Gehäuse 33 am Tragring 32
befestigt wird, wird der Flansch 41 in seiner Stellung festgeklemmt
und ist gegenüber dem Gehäuse 33 dicht. Das Ventil lied 40 umfaßt auch einen unteren Befestigungsflansch 42, der dicht
an dem unteren Teil der Wandung 36 mittels eines Schraubrinqes 43 angeklemmt ist.
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Das Ventilglied 40 besitzt ferner einen unteren, quer verlau-
r fenden UJandteil 44, der allgemein koplanar mit dem Flansch 42
ist und, uiie Tig. 2 zeigt, so geschlitzt ist, daß er eine Anzahl
Lappen 45 bildet· Diese Lappen 45 sind genügend elastisch und zugleich auch steif, um normale.ru/eise eine Säule feinkörnigen
Schüttgutes, das sich im Magazin 28 befindet,tragen zu
können» Die Lappen 45 lassen sich aber auch unter der Wirkung
eines Differentials nach unten soweit auslenken, daß sie einen
raschen Durchfluß des Schuttgutes durch das Ventilglied 40 zulassen*
Die Innenfläche der Ulandung 36 ist mit einer ringförmigen Ausnehmung
46 versehen,in die ein Kanal M mündet, an den eine Lei· tung 48 angeschlossen ist, durch die wahlweise ein Vakuum oder
ein Druck ausgeübt werden kann. Wird die Leitung 48 mit einem Vakuum beaufschlagt, so wird das Ventilglied 40 nach außen hin
seine völlig geöffnete Stellung gezogen» Wir dagegen die Leitung 48 mit einem Druck beaufschlagt,so wird das Ventilglied
40 in die gestrichelt dargestellte Stellung ausgebeult und bildet dabei oberhalb der Lappen 45 eine Hauptabdichtung.
Das untere Ende der Ventilkammer 37 ist durch ein Filter 49 abgeschlossen, das vorzugsweise schalen-odar tellerförmig ausgebildet
ist, um eine möglichst große Filterfläche abzugeben. Der innere Umfang des Filters 49 ist ander Wandung 36 mittels
des Schraubringes 43 befestigt, während der Außenurnfang des
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Filters an der Wandung 35 mittels einer Adapterplatte 50 befestigt
ist, die in geeigneter Weise lösbar mit dem unteren Ende der Wandung 35 verbunden ist« Falls erwünscht, kann zwischen dem
Filter 49 und der Wandung 35 ein Dichtungsring 51 angeordnet sein.
• Fig. 2 zeigt insbesondere,daß, während das Ventilglied 40 und der
Schraubring 43 einen Kreisquerschnitt besitzen, der Adapterring 50 einen rechteckigen Umfang aufweist, so daß er in den Karton 15
paßt.,Das Filter 49 geht vom Kreisquerschnitt in den Rechteckquerschnitt über.
Der fllantel 26 besteht aus zwei identischen Hälften 52. Diese bilden
zusammen eine Kammer 53 mit Abmessungen entsprechend der aus—
seren Form des Kartons 15.
Die lotrechten Wandungen der Kammer 53 werden hauptsächlich von
einem Sieb 54 gebildet, das durch eine Vielzahl lotrechter Rippen 55 verstärkt ist, die zugleich eine freie Gasströmung um das Sieb
54 zulassen. Um in der Kammer 53 den gewünschten Druck vorsehen zu können,u/eist jede der Hälften 52 des Mantels 26 einen Kanal 56
auf,'der in die K.ammer 53 führt und mit einer Leitung 57 verbunden
ist.Normalerweise wird der Kanal 56 mit einem Vakuum beaufschlagt«,
Der mantel 26 sitzt auf einer Grundplatte 58, die zugleich den
Boden der Kammer 53 bildet. Die Grundplatte 58 ist als flache-
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Platte dargestellt.Der den Boden der Kammer 53 bildende Teil
kann jedoch auch mit Nuten versehen sein, so daß die Kartonböden
und auch die Kartonkörper selbst pneumatisch getragen werden
können.
In der dergestellten Ausführungsform des Mantels ist dieser lotrecht
aufsetzbar, mährend die Fülleinrichtung 27 ortsfest angeordnet ist. Natürlich kann der Mantel"26 auch in lotrechter
Richtung festgelegt und die Fülleinrichtung 27 lotrecht bewegbar
angeordnet sein. Die IKlantelhälften 52 sind so angebracht,
daß sie zu-und voneinander gleiten können. Ebensogut können sie auch schwenkbar entlang einer ihrer Ecken verlaufenden Achse
verbunden sein. Es sei noch besonders bemerkt, daß die Fuge zwischen den Hälften 52 mit einer Diagonalen des Kartons 15 zusammenfällt.
Fig.3 zeigt, daß das obere Ende jeder Hälfte 52 mit einem nach
innen vorstehenden Dichtungselement 60 versehen ist, während
der Adapterring 50 ein nach außen vorstehendes Dichtungselement 61 aufweist. Das Dichtungselement 60 bildet eine Dichtung zwischen
dem Kartonkörper 16 und dem Mantel "26, während' das Dichtungselement
61 eine Dichtung zwischen der Fülleinrichtung 27 und der Kartonauskleidung 22 bildet. Es sei hier erwähnt,daß
die; Dichtungselemente 60,61 vorzugsweise hohl ausgebildet sind,
wobeisie eine maximale Elastizität haben und damit eine wirksame Dichtung bilden. Die Dichtungselemente 60,61 greifen am
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Kartonkörper 16 an, wenn die Fülleinrichtung 27.fiur wenig in
den Kartonkörper hineinra'gt. Die Stellung der Falzlinie 62
zu/ischen dem Kartonkörper 60 und den Verschlußlappen ist deutlich dargestellt«
Im Betrieb uiird normalerweise durch eine in die Ventilkammer
37 mündende Leitung 63 ein Vakuum in die Ventilkammer 37 und durch das Filter 49 gezogen, so daß es zugleich auch innerhalb
des Kartons 15 wirksam ist. Um den Karton 15 gegen ein Nachinnenklappen infolge des dort herrschenden Vakuums zu bewahren,
sollte das in den Mantel 26 gezogene Vakuum mindestens so groß sein,wie das in den Karton gezogene Vakuum. Durch das
Vakuum im Mantel 26 und um den Karton 15 u/ird dieser pneumatisch
getragen. Hierdurch wird der Karton in seiner Umrißform derjenigen der Kammer 53 gleichgemacht, so daß die Form des
Kartons vorbesfeimmt ist und sein Volumen festgelegt ist und aufrechterhalten u/erden kann.
Die Fülleinrichtung 27 arbeitet derart,daß eine konstante Menge
der eingeschlossenen Gase aus dem feinen Schüttgut herausgesaugt wird, so daß das Schüttgut mit bekannter Dichte als
feste Füllung in den Karton 15 gelangt. Da das Volumen jedes Kartons 15 vorbekannt ist und geregelt uiird, ergeben sich auch
gleiche Gewichte des eingefüllten Schüttgutes, so daß das Schüttgut vorher nicht mehr gewogen zu werden braucht.
Wenn das Ventilglied AQ in die in Fig. 1 gezeigte geöffnete
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Stellung gebracht ist» ruht das feine darin befindliche Schüttgut auf dan Lappen 45. In diesem Zeitpunkt erfolgt noch kein
Einfüllen. Wenn Jedoch der untere Teil des Gehäuses 33 durch
einen Karton 15 abgedichtet uiird, bewirkt das in den Karton
eingezogene Vakuum eine nach unten gerichtete; Ablenkung der Lappen 45 und damit ein Füllen des Kartons 15.mit dem Schüttgut. Ulenn also kein Karton vorhanden ist, um eine entsprechende Abdichtung herbeizuführen, erfolgt selbst dann, wenn
die Fülleinrichtung 27 eingeschaltet ist, keine Abgabe des Schüttgutes· Infolgedessen hat die Fülleinrichtung 27 eine'
automatische Sicherung für den Fall, daß kein Karton vornanden ist«
Fig. 5 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform einer Vorrichtung 125. Diese umfaßt einen mantel 126, der mit dem mantel
identisch ist und eine Fülleinrichtung 127 der gleichen allgemeinen Bauart uiie die Fülleinrichtung 27, jedoch mit anderer
Gestalt.
Die Fülleinrichtung 127 weist ein lYlagazinteil 128 auf, das aus
einer äuBeren Schale 129 und einer Auskleidung 130 gebildet
ist. Die einander gegenüberliegenden Enden der Schale 129 und tier Auskleidung 130 sind dicht miteinander verbunden, wobei
die unteren Enden durch einen Tragring 132 miteinander verbunden sind. Das IRagazinteil 128 unterscheidet sich vchti magazinteil 28 ii erster Linie dadurch, daß es einen rechteckigen
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Querschnitt besitzt, obujohl es auch, falls erwünscht, einen
Kreisquerschnitt haben könnte.
Die Fülleinrichlung 127 umfaßt ferner ein Gehäuse 133, das mittels geeigneter Schrauben 134 lösbar am Tragring 132 befestigt
ist. Das Gehäuse 133 besteht aus je einer herabhängenden äußeren Ulandung 135 und einer inneren Ulandung 136,die
zusammenlaufen und eine Kammer 137 begrenzen. Die innere UJandung
136 begrenzt 'zugleich eine innere Ventilkammer 13Θ.
Im Gehäuse 133 ist ein Ventilglied 140 angeordnet, das einen
oberen Flansch 141 aufweist, der automatisch dicht an dem Tragring
132 angeklemmt iuird, iuenn das Gehäuse 133 in seine Stellung
gebracht luird.Das Ventilglied 140 besitzt ferner einen
unteren Flansch 142, der dichtend am unteren Ends der Wandung
136 mittels eines Klsmmringes 143 angeklemmt ist, der seinerseits
mittels Schrauben 144 in seiner Stellung gehalten wird.
Die Innenseite der Wandung 136 ist mit einer ringförmigen Ausnehmung
146 versehen, die sich zum Raum zwischen dam Ventilglied
140 und der UJandung 136 öffnet« Ein Kanal 147'im Gehäuse
133 ist einerseits mit der Ausnehmung 146 und andererseits mit einer L.eitungf 148 verbunden. ·
Das untere Ende der Kammer 137 ist durch ein Filter 149 ab-,
geschlossen, dessen innerer Teil mittels eines Klemmringes
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bziu. einer Klemmplatte 143 an der ÜÜandung 136 angeklemmt ist,
mährend sein äußerer Teil am unteren Ende der Üiandung 135 mittels
einer Adapterplatte 150 angeklemmt ist.
Es bestehen zwei u/esentliche Unterschiede zwischen den Fülleinrichtungen
127 und 27. Einmal hat bsi der Fülleinrichtung 127 das Ventilglied 140 einen rechteckigen Querschnitt statt
eines Kreisquerschnittss. Ferner ist das Vantilglied 140 nicht
mit einem den Lappen 45 entsprechenden Glied versehen,obgleich
diese vorgesehen sein könnten. Schließlich ragt die UJandung 136 tiefer nach unten als die UJandung 135 und hat das
Filter 149 einen im u/asentlichen lotrechten Teil. In einigen
Fällen kann es erwünscht sein, ein Ventilglied 14Ö einem Ventilglied
40 vorzuziehen. Andererseits hat die gegenüber der UJandung 135 tiefer herabgezogene Wandung 136 auch noch Vorteile:
• -
Enmal kann die Fülleinrichtung 127 tiefer in den Karton 15
hineingeführt werden und dabei das nutzbare Volumen des Kartons
15 steuern, ujobei der Karton, nachdem er gefüllt wird,nicht bis
obenhin gefüllt wirdj, sondern am oberen Ende noch einen bestimmten
Luftraum aufweist. Da das feine Schüttgut jadoch in hohem Pflaße zusammengepreßt wird, wird es sich, sobald ss z.B.
durch Bewegen der Packung aus dam Ruhezustand gebracht wird, mit der in der Packung befindlichen Luft mischen, so daß die
Füllung beim Letztwerbraucher mieder bis obenhin gefüllt
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erscheint.
Ein weiterer Vorteil der bevorzugten Ausbildung des Gehäuses
und der Fülleinrichtung besteht darin,daß der Karton 15 zunächst
bis zum Überlaufen gefüllt u/erden kann«. Die Vorteile
dieser Ausnutzung der Vorrichtung sind in den Figuren 8-12 dargestellt»
Fig. 8 zeigt, daß, wenn der Karton 15 eine Auskleidung 22 besitzt,
die bis über den Kartonkörper 16 hinausragt und im Bereich
der Schließlappen eine Abdichtung bildet, es möglich ist, den Karton 15 übervoll zu füllen. Es zeigt sich, daß die
im Karton 15 befindliche Füllung 160 eine Aushöhlung 161 bildet, die bis unterhalb der Faltlinie 62 reicht. Gleichzeitig
besitzt die Füllung 160 auch einen Teil 162, der über die Faltlinie
62 ragt. Das Ausmaß der Außenhöhlung 161 und der Teil 162 hängen von der Form des unteren Teiles der Fülleinrichtung
127 einschließlich des Filters 149 ab.
Wenn der Karton 15 gemäß Eig. 8 gefüllt wird, kann er noch in
üblicher Weise geschlossen werden. Wie Fig. 9 zeigt, besteht der erste Schritt zum Schließen des Kartons 15 im Einschlagen
der stirnseitigen Schließlappen 18 und 19. Da die Füllung 160 uieitestgehend zusammengepreßt ist und praktisch keine
eingeschlossenen Gase mehr enthält, fällt der Überschuß ein-' fach in die Aushöhlung 161, mann die Schließlappen 18 und -19
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eingeschlagen werden. Zugleich wird dabei auch die Auskleidung 22 einged^aitst, so daß nichts υαη der Füllung 160 herausfällt.
Ulenn die stirnseitigen Schließlappen 18,19 völlig nach innen
eingefaltet sind,wie dies Fig. 10 zeigt, ist die Aushöhlung 161 im wesentlichen, Uiehn auch noch nicht völlig, ausgefüllt.
Es ist dann nur noch notwendig, durch Einfalten der Seitenlappen
20,21 die Schließung des Kartons 15 zu wollenden. Das Einfalten des Seitenlappens 20 zeigt Fig. 11,das Einfalten des
Seitenlappens 21 zeigt Fig. 12. Es sei hier bemerkts daß der
Seitenlappen 21 über die Auskleidung 22 hinausragt, die· ein
herausragendes Teil bildet und dann am Seitenlappen 20 angeklebt
werden kann*
Da der Karton 15 gegenüber der Fülleinrichtung während des Füllens
völlig angedichtet ist, erfolgt das Füllen völlig staubfrei.
Da das in den Karton gebrachte feinkörnige Füllgut eine gleichmäßige,
vorher bestimmbare Dichte aufweist und der Karton ein überwachtes Volumen und eine überwachte Form besitzt, kann der
Karton mit vorher bestimmtem Füllgewicht gefüllt werden, ohne
daß das Schüttgut vorher gewogen zu werden braucht. Da solche
Teile der Seitenlappen des Kartons, die miteinander verklebt werden, niemals mit staubigen Oberflächen in Berührung kommen, besteht
auch keine Klöglichkeit, daß das in den Karton eingebrachte
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Füllgut die gute Abdichtung des Kartons behindert·
Im Rahmen des Erfindungsgedankens kann die Form der Filter und
der Querschnitt der Ventilglieder von den beschriebenen Ausführungsbeispielen
abweichen. Das Maß, wie tief -die Fülleinrichtung in den Karton hineinragt, kann den Betriebsbedingungen entk
sprechend verändert werden.
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Claims (8)
- PatentansprücheΠ.J Vorrichtung zum Füllen flexibler Behälter Behälter mit feinkörnigems zusammenpreSbarem 5chüttgut9 bestehend aus einem den Behälter aufnehmenden Mantel und einer Differentialdruckfüll^inrichtung5 dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel (26,126) Mittel aufmeist, dis dichtend an der Außenseite des Behälters.(15) angreifen und pneumatische Mittel (57) besitzt, die den Behälter Ufährend des Füllens halten, in eine υorbestimate Form mit bestimmtem Volumen bringen und diese aufrecht erhalten und da-ß die Fülleinrichtung (27,127) ein Gehäuse (33,133) aufmeist,das mit einem Teil (50,150) in den Behälter (1.5) sinführbar ist und mittels geeigneter Dichtungen (61) dicht an der Innenseite des Behälters (15) angreift.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fülleinrichtung (27,127) ein pneumatisch betätigbares Ventilglisd (40,140) aufweist, dasffsich erst bei wollig dichter Verbindung des Gehäuseteiles (50,150) und des Behälters (15) öffnet.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, da d u r c h' g e kennzeichnet ,daß sie im wesentlichen einen dem Querschnitt des Behälters (15) ähnlichen rechteckigen Quer-, schnitt besitzt und. daß der Mantel (26,126) entlang einer Diagonalen des Behältars (15) geteilt ist.909885/1189
- 4. Vorrichtung nach einen? eier Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß der mantel (26,126) so geformt ist,daß seine Innenuiandung den Behälter (15) auf einer möglichst geringen Fläche berührt.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, d- a d u r c hg β k en η ζ e i c h π e t , daß sie insbesondere zum Füllen won Kartons (15) geeignet ist, die einen Kartonkörper (16), aufrecht stehende Sehließlappen (18-21) und eine innere Auskleidung (22) aufweisen, die oberhalb des Kartonkörpers (Ϊ6) mit den Dichtungsmitteln (61) des Teiles (50,15G) der Fülleinrichtung (27,127) eine dichte Verbindung zu bilden vermag und daß die Fülleinrichtung (27,127) so ausgebildet ist, daß sie mit ihren Dichtungsmitteln (61) oberhalb der Oberkante des Kartonkörpers (16) an der Auskleidung anzugreifen vermag.
- 6. Verfahren zum Füllen flexibler Behälter mit feinkörnigem, zusammenpreßbarem Schüttgut, dad u r c h g e k e η η ze i c h η e t $ daß der Behälter (15) pneumatisch gehalten . uiird, möbel zwischen der Innenseite (22) des Behälters (15) und einer Fülleinrichtung (27) eine dichte Verbindung geschaffen lüird, daß zwischen dem Innern des Behälters v15) und dem Innern der Fülleinrichtung (27,127) ein Druckdifferential erzeugt u;ird, mährend der Behälter (15) zugleich90988571 189durch ein Filter (49S149) entlüftet mird, um gleichzeitig den Einlauf und das Zusammenpressen des Schüttgutes im Behälter (15) herbeizuführen.
- 7. Verfahren nach Anspruch 6, da. durch gekenn-2fcichnet ,daß der Behälter (15) übervoll gefüllt wird, möbel zugleich eine Aushöhlung (161) im eingefüllten Schüttgut (160) mittels der Untersaite der Fülleinrichtung (27,127) erzeugt mird und daß anschließend diese Aushöhlung (161) mit dam überschüssigen Schüttgut (152) zugefüllt wird.
- 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekenn·· zeichnet, daO die Aushöhlung (161) durch Umlegen aufrecht stehender Schließlappen (18-21) des Kartons .(15) mit dem überschüssigen Schüttgut (162) angefüllt wird.Für Clarlmce^UJ. VogtsDipl. ^I ngV UToIf gahg K# Rauh P-A-TENTA f/ui ALT909885/1f89Le e rse i te
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