DE1936267U - Plattenfoermiges bauelement, insbesondere zur herstellung von boden bzw. liegen fuer viehstaelle. - Google Patents
Plattenfoermiges bauelement, insbesondere zur herstellung von boden bzw. liegen fuer viehstaelle.Info
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Description
Plattenförmiges Bauelement*
Die Erfindung betrifft ein plattenförmiges Bauelement, insbesondere zur Herstellung von Böden bzw. Liegen für
Viehställe. Die für Viehställe qsw. hergestellten Liegeflächen, die im allgemeinen aus Beton bestehen, lassen
keine genügende Wärmedämmung erreichen, durch die eine Ableitung der Körperwärme des Tieres beim Liegen wirksam
verhindert wird. Es ist bekannt, Estriche aus Leichtbe«
ton herzustellen, durch die zwar die Wärmeableitung ver«-*
ringert wird, dafür aber der Nachteil in Kauf gaiommen
werden mußte, daß die Abrif&festigkeit des Estrichs, insbesondere
für Großvieh, unzureichend wurde. Auch der Ver« such, auf dem Leichtbeton einen zusätzlichen Belag aus
einem anderen Werkstoff vorzusehen, ließ keine ausreichende Wärmedämmung -erreichen. Es war daher erforderlich, zusätzlich
unter dem Stallbodenbelag eine Wärmeisolierung
anzubringen, die zumeist aus einem Leichtbeton bestand.
Um dem Leichtbeton die nötige Wärmeisolierung zu erteilen, ist es aber notwendig, diesen Unterboden in zementarmer
Mischung herzustellen. Wenn dann der oben genannte Stallbodenbelag aufgebracht wird, der· seinerseits aus Gründen
der Festigkeit stark zementhaltig ist, entstehen an der Nahtstelle zwischen dem Isolierboden und dem Stallboden«
belag Spannungen,' die zu Rissebildungen im Estrich führen. Diese Risse (Haarrisse), die mit dem blosen Auge vielfach
nicht erkennbar sind, lassen aber TierTäkalien durchsickern,
wodurch dann wieder die Wärmedämmung im Fußboden vermindert wird und sich Bakterienstoffe'ansammeln können. Der Versuch,
den Stallboden mit keramischen Platten oder Stallbodenplatten
zu versehen, die im Verbund im Zementmörtel zusammengesetzt werden, lassen an den unvermeidbaren senkrechten Fugen infolge Spannungen aus dem Unterboden wiederum Risse«
bildungen zu, so dass ein sicherer Abschluß des Unterbodens gegenüber dem Eindringen von tierischen Fäkalien nicht gewährleistet ist. Außerdem ist die Wärmedämmung unzurei«-'
chend.
In der Technik, ist die Herstellung von Blähton .·
bekannt, welche darin besteht, daß ein geeigneter Ton nach Aufbereitung und Trocknung und Bildung kugeliger
Körner stark erhitzt wird, wodurch Körner mit einer samtartigenAußenhaut und einer inneren Zellenstruktur
gebildet werden, deren einzelne Zellen nicht miteinander in Verbindung stehen. Solcher Blähton hat bei ver-
gleichsweise geringem Gewicht eine auffallend niedrige
WärmeIeitzahl.
Die Hauptaufgabe der Erfindung besteht darin, ein plattenförmiges Bauelement für die Bödaa von Viehställen
zu schaffen, welches auf der einenSeite die notwendige Wärmedämmung gewährleistet und zum anderen die erforderliche
Festigkeit gegen mechanische Beanspruchungen, Abrieb usw. hat.
Ein weiterer Zweck der Erfindung besteht darin, ein plattenförmiges Bauelement für die Böden von Viehställen,
zu schaffen, welches bei ausgezeichneter Wärmedämmung das Bilden von Haarrissen und damit das mögliche Bindringen
tierischer Fäkalien mit Sicherheit verhindert.
Schließlich besteht ein Zweck der Erfindung darin, ein plattenförmiges Bauelement zu schaffen, das für die
•Erstellung von Böden für Viehställe bequem gehandhabt werden kann und eine ausgezeichnete mechanische Festigkeit
hat.
Die Erfindung nutzt den bekannten Blähton in neuer
Weise zur Herstellung von plattenförmigen Bauelementen für die Böden vonViehstallen aus, und gemäß der Erfindung
besteht das plattenförmige Bauelement, aus Blähton-Beton
mit einer Bewehrung.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung besteht das
plattenförmige Bauelement in seinem gesamten Querschnitt aus B;läMton-Beton, in welchen eine geeignete Bewehrung
(Stahlbewehrung) eingebracht ist. "
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
kann an der Unterseite des plattenförmigen Bauelementes
eine Unterschicht mit guten Feuchtigkeitsisolationseigenschaften vorgesehen sein.
Weiterhin ist es nach einer praktischen Aus führungs*·
form der Erfindung vorzuziehen, ein plattenförmiges Bauelement für die Hä?steilung des Böden von Viehställen in
einer Größe auszubilden, welche als Liegefläche für ein Tier, geeignet ist, wobei vorzugsweise das Bauelement eine
Länge von ca 1,50 m und eine Breite von ca 1,10 m hat.
Es liegt weiterhin im Rahmen der Erfindung, an der Oberseite des plattenförmigen Bauelementes die Griffig« '
keit erhöhende Mittel, z.B. Quarzsand od.dgl·, anzuordnen,
der mit der Blähton-Betonmischung verbunden ist«
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist
die Möglichkeit gegeben, wenigstens an den Längsseiten- und vorzugsweise auch an einer Stirnseite nach oben
stehende Kanten einstückig mit der eigentlichen Bodenplatte auszubilden, so daß, da solche Platten etwas ge«
neigt verlegbar sind, Fäkalien ohne weiteres ablaufen können.
Der nach oben stehende Rand bzw« die Kante kann im Querschnitt an sich beliebig,- z.B. rechteckig,, ausgebildet
sein, jedoch ist nach einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung die Möglichkeit gegeben, die Innenwand des
vorstehenden Randes an drei Seiten schräg nach unten ver«'
laufen zu lassen.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann
das plattenförmige Bauelement auch als eine flache Mulde ausgebildet sein.
Ein plattenförmiges Bauelement gemäß der Erfindung läßt
sich beispielsweise wie folgt herstellen,
In eine Form aus Stahl, Holz od.-dgl., welche den Abmessungen
einer Tierbox in-etwa entspricht, wird zunächst eine
Betonmischung aus Zement, Blähton und Wasser eingebracht, und das Ganze wird zunächst gerüttelt. Die Schichthöhe beträgt
z.B. etwa 2 cm. Dann wird eine zweckentsprechende Bewehrung, Stahlgitter od.dgl., eingebracht, und auf das - Stahlgitter wirdI
nochmals eine Schicht aus Zement, Blähton und Wasser aufgebracht, die etwa eine Höhe vom β cm hat.
Auf die Oberseite dieser Schicht werden die Griffigkeit erhöhende Mittel aufgebracht, z.B. Quarzsand od.dgl.
Die Platten haben in Abhängigkeit von der Größe des Tieres verschiedene Abmessungen, insbesondere sind sie für
Rindvieh gedacht, und dann haben die Platten eine Größe von ca 1,10 m χ 1,50 m,
Zur Erstellung des Bodens eines Viehstalles werdeneinfach
eine Mehrzahl Platten nebeneinander verlegt, wobei sie beispielsweise in einen beliebigen zweckentsprechenden
Estrich eingebettet werden.
Um jedwede Gefahr eines Einsickerns von Feuchtigkeit
und Flüssigkeiten zwischen den Fugen der benachbarten Formplatten zu vermeiden, können die Fugen durch zweckentsprechende
Formteile überdeckt sein, welche die Seitenwände der benachbarten Formplatten übergreifen. Die Art der Abdeckung
bildet an sich keinen Teil der Erfindung, hier sind genügend Möglichkeiten gegeben. -Es könnte beispielsweise genügen.,
einen Estrich auf die Fugen aufzubringen bzw.die Fugen mit Asphalt od.dgl. auszufüllen. ' .
Der wesentliche Vorteil des Bauelementes bzw, der Form«
platte liegt u.a. darin, daß es in sehr einfacher Weise in situ in einen Stall verlegt werden kann und innerhalb kurzer
Zeit ein Stall für eine Vielzahl von Tieren aufgebaut werden kann. Der besondere.Vorteil liegt jedoch darin, daß solche
Formplatten gemäß der Erfindung gegenüber dem Schwerbeton,-der eine Leitfähigkeit von Tt= 1,75 hat, eine Leitfähigkeit
von nur ca *K - 0,35 hat. Dadurch braucht also das Tier kein
Stroh, es kann sich direkt auf den Boden legen. Außerdem wird eine verlängerte Lebensdauer erreicht, weil jedwede Rissbildung vermieden wird.
Eine gemäß der Erfindung ausgebildete Formplatte hat,
weil die Zellen innerhalb der Blähtonkörper nicht miteinander in Verbindung stehen, eine ausgezeichnete Wärmedämmung,
und der Blähton-Beton nimmt praktisch kaum Feuchtigkeit auf und läßt praktisch keinerlei Wasser durch. Außerdem
sind Formplatten nach der Erfindung frostbeständig, sie haben eine sehr schlechte Säurelöslich-
«, 7 —
keit, sind darüberhinaus feuersicher und quellen nicht.
In der Zeichnung sind Ausfuhrungsformen der Erfindung
beispielsweise zur Darstellung gebracht.
Fig. 1 zeigt schaubildlich eine erste Ausführungs« form der Erfindung eines plattenförmigen
Bauelementes·
Fig. 2 zeigt schaubildliche eine der Fig. 1 "ähnliche
Ansicht in etwas abgeänderter Ausführung.
Fig. J5 zeigt 'schaubildlich eine weiter abgewandelte
Aus fü. hrungsform.
Das neue plattenförmige Bauelement besteht, wie dargestellt,
aus einem Körper 4 aus Blähton-Beton mit einer schematisch angedeuteten Bewehrung 5· An den beiden Längsseiten
können hochstehende Kanten bzw. Ränder 6 ausgebildet sein. Ein solcher Rand kann auch an der einen Stirnseite
vorgesehen sein., wie bei 7 angedeutet ist.
Bei der Ausführungsform der Fig. 2 sind_ die gleichen
Bezugszeichen wie bei Fig. 1 gewählt, jedoch haben bei
dieser Ausführungsform die Randleisten 6a einen trapezförmigen
oder ähnlichen Querschnitt.
Bei der Ausführungsform der Fig. J, bei welcher die
gleichen Bezugszeichen wie bei Fig. 1 verwendet werden, hat das plattenförmige Bauelement die Form einer Mulde,
die in Querrichtung konkav ausgebildet ist, wie aus der Figur erkennbar ist. Ein Rand 7b kann an einer Stirnseite
vorgesehen sein.
Claims (8)
- P.Ä.63S5öö*-7.12.65 >ο 's- ο ** tSchutzansprüche.1· Plattenförmiges Bauelement zur Herstellung von Liegen für Viehställe, dadurch gekennzeichnet, daß es aus Blähton-Beton (4) mit Bewehrung (5) besteht.
- 2. Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Bauelement eine Unterschicht zur Isolation gegen Feuchtigkeit vorgesehen ist.
- 3. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 2, da« durch gekennzeichnet, daß wenigstens an den Längsseiten ein erhöhter Rand (6 bzw. 6a) vorgesehen ist.
- 4. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis J5/ dadurch gekennzeichnet, daß ein nach oben stehender Rand, (7 bzw. 7b) auch an einer Stirnseite ausgebildet ist«
- 5. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es in einer Größe von etwa 1,10 χ 1,50 m ausgebildet ist und eine Höhe von etwa 8 cm hat.
- 6. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5* da- durch gekennzeichnet, daß die Randkanten rechteckigen Querschnitt haben.
- 7. Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Randkanten trapezförmigen Querschnitt haben.
- 8. Bauelement "nach einem der Ansprüche 1 bis 7 » da« durch gekennzeichnet, daß das Bauelement an der Oberseite als flache Mulde ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG33545U DE1936267U (de) | 1965-12-07 | 1965-12-07 | Plattenfoermiges bauelement, insbesondere zur herstellung von boden bzw. liegen fuer viehstaelle. |
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| DE1936267U true DE1936267U (de) | 1966-04-07 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1936267U (de) |
-
1965
- 1965-12-07 DE DEG33545U patent/DE1936267U/de not_active Expired
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