DE1935159C - Steigrohranlage zum Unterwasserbohren - Google Patents
Steigrohranlage zum UnterwasserbohrenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steigrohr- Steigrohr abgedichtet ist, das seinerseits am Ende
anlage zum Unterwasserbohren mit einem Standrohr, gegen die Innenwand des Standrohres abgedichtet ist.
das sich von einem Schwimmkörper bis unterhalb des Die Kammer wird hydraulisch druckbeaufschlagt und
Wasserspiegels erstreckt und im Bereich seines unte- erzeugt, da das Standrohr an der Bohrplattform fest-
ren Endes eine ringförmige Innenschulter aufweist, 5 gelegt ist, im Steigrohr eine Zugbeanspruchung,
oberhalb der eine Flüssigkeitssäule ansteht, und mit Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
einem Rohraufsatz auf einem Unterwasserbohrloch- Steigrohranlage der gattungsgemäßen Art zu schaf-
kopf sowie einer gelenkig ausgebildeten Gleitverbin- fen, die ohne besondere Vorrichtungen zur Erzeugung
dung zwischen Standrohr und Rohraufsatz, bei wel- von Zugkräften auskommt.
eher ein Rohrstück in einem anderen gleitend ge- ίο Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch geführt
ist. . löst, daß sich das Standrohr bis in die Nähe des
Zur Zeit werden allgemein Schwimmkörper, z. B. UnterwasserbohrlGchkopfes erstreckt und die Gleit-Schiffe
oder Bohrinseln, verwendet, um Bohrlöcher verbindung von Rohrstücken des Standrohres und des
an unterseeischen Fundstellen zu bohren. Hierbei wird Rohraufsatzes gebildet wird; wobei die oberhalb der
das Schiff mit einer unterseeischen Fundstelle durch 15 ringförmigen Inncnschulter befindliche Flüssigkeitsein
langes Rohr, das sogenannte Steigrohr, verbun- säule auf der gesamten Länge des Standrohres an-
«len, durch welches hindurch Bohrwerkzeuge, Bohr- steht.
flüsigkeit u<>v.. zwischen Schiff und Bohrloch geför- Durch diese Ausbildung der Steigrohranlage wird
«lert werden. eine beträchtliche konstruktive Vereinfachung er-
Der am Meeresboden vorhandene Bohrlochkopf 30 reicht, so daß die bisherigen aufwendigen Maßnahmen
ist gewöhnlich mit einer Ausblassicherung und ande- zur Erzeugung von Zugkräften nicht mehr erforder-
ren Hilfsvorrichtungen versehen. In einer bekannten Hch sind.
Ausführung enthält der obere Teil des Bohrlochkop- Die gelenkige Gleitverbindung kann einen lotrechtes
ein Kugellagergelenk, das eine biegsame Verbin- ten Rohransatz geringeren Durchmessers am Standdung
zwischen dem Bohrlochkopf und dem Steigrohr 35 rohr aufweisen, dessen oberes Ende abdichtend mit
herstellt. Das untere Ende des Steigrohres ist mit dem der ringförmigen Innenschulter verbunden ist, wobei
Kugellagergelenk verbunden und kann sich frei um der Rohransatz in dem Rohraufsatz abdichtend gleitdiese
Verbindung drehen. Es gibt auch andere Arten bar gelagert ist.
von Bicgcgelenken, jedoch nimmt die Beliebtheit der Der Rohraufsatz kann den inneren Teil der ge-Kugellagergelenke
imuier me. ,r zu. Das Schiff ist zwar 30 lenkigen Gleitverbindung bilden und einen kleineren
vei ankert, führt jedoch eine Vertikalbewegung von Durchmesser haben als der äußere, durch das Standwenigen
Zentimetern bis zu 6 Us 9 m oder mehr aus. rohr geformte Teil, so daß ein Ringraum oberhalb
Zum Kompensieren dieser Vertikalbewegung ist in der Innenschulter gebildet wird,
das Steigrohr eine Schlupf- oder Teleskopverbindung Es kann ein Rohrstrang vorgesehen sein, der vom eingebaut. 35 Standrohr getragen wird und dessen obere Öffnung
das Steigrohr eine Schlupf- oder Teleskopverbindung Es kann ein Rohrstrang vorgesehen sein, der vom eingebaut. 35 Standrohr getragen wird und dessen obere Öffnung
Wird das herkömmliche Steigrohr lediglich an sei- sich oberhalb des Wasserspiegels befindet, während
nem unteren Ende abgestützt, dann verursacht das seine untere Öffnung in den Äingraum mündet.
Eigengewicht, d. h. das Gewicht im Wasser, eine Im allgemeinen sind in dem Ringraum angeordnete
axiale Kompression, die vom Wert Null an der Spitze Prallwände vorhanden.
bis zu einem Höchstwert am Meeresbodenlager zu- 40 Der Rohransatz oder der Rohraufsatz hat vorzugs-
nimmt. Beim Bohren in tiefem Wasser genügt schon weise eine Wandstärke, die größer ist als die des
aus diesem Grunde die Zusammendrückung oder Standrohres.
Kompression in dem Steigrohr zum Ausknicken des Zweckmäßig ist ein Verstärkungsrohr mit dem
Steigrohres. Diesem Ausknicken wird durch eine auf unteren Ende des den größeren Durchmesser aufweidas
obere Ende des Steigrohres zur Einwirkung ge- 45 senden Abschnittes des Standrohres verbunden, erbrachte
Zugkraft entgegengewirkt. Zu diesem Zweck streckt sich nach unten über den Rohraufsatz telesind
auf dem Schiff besondere Spannvorrichtungen skopartig und schließt eine radiale Öffnung ein.
angeordnet, die mit Zugseilen am oberen Ende des Es können Lagerringe vorhanden sein, die sich Steigrohres, aber unterhalb der Schlupfverbindung zwischen der Innenwand des unteren Endes des Verangreifen. Diese Spannvorrichtungen arbeiten als 50 Stärkungsrohres und der Außenwand des Rohrauf-Dauerspannvorrichtungen, die eine gleichbleibende satzes befinden.
angeordnet, die mit Zugseilen am oberen Ende des Es können Lagerringe vorhanden sein, die sich Steigrohres, aber unterhalb der Schlupfverbindung zwischen der Innenwand des unteren Endes des Verangreifen. Diese Spannvorrichtungen arbeiten als 50 Stärkungsrohres und der Außenwand des Rohrauf-Dauerspannvorrichtungen, die eine gleichbleibende satzes befinden.
Zugkraft auf das Steigrohr ausüben, ungeachtet der Die erfindungsgemäße Steigrohranlage wird nach-
Vcrtikalbewegung des Schiffes. Diese Dauerspann- folgend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert,
vorrichtungen sind zwar vorteilhaft, sind aber sehr In den Zeichnungen zeigt
kostspielig und müssen ständig überwacht werden. 55 Fig. 1 eine bevorzugte Ausführung des neuen
Ein Versagen des Spannsystems kann zu schweren Steigrohres und
ten Vorrichtungen wird aber nicht nur dadurch be- Fi g. 3 drei Einzelansichten, und zwar ist
gegnet, daß durch Spannvorrichtungen Zugkräfte auf 6a Fig. 3A eine vereinfachte Darstellung der Steig·
das obere Ende des Steigrohres gegeben werden. Die rohranlage,
gen, daß die Zugkräfte auch dadurch erzeugt werden vollausgezogcnc Linie die Gesamtbelastung der Länge
kttititen, daß Hydraulikflüssigkeit in eine von einer des neuen Steigrohres nach Fig. 3A —aufgehängt
rohre* gebildete Kammer gedrückt wird. Diese Kam- Fig. 3C ist ein herkömmliches Steigrohr mit sei·
nmr entsteht dadurch, daß das über das Steigrohr nen in kurzgestrichelten und in langgestrichetten
übergcscliobuite Standrohr an seinem Ende gegen das Linien dargestellten Belastungen,
Fig. 4 zeigt ein Kräftediagramm, das zum Versiündnis
und zur Erläuterung des Phänomens dient, und das die verbesserten Belastungscharakteristikelt
des neuen Steigrohres zeigt, und
F i g. 5 zeigt eine Abänderung der in F i g. 1 dargestellten Schlupfverbindung.
Ein im Wasser 12 schwimmender Schwimmkörper 10 (Fi g. 1), beispielsweise ein Schiff oder eine Bohrinsel,
ist oberhalb eines im Meeresboden 14 befindlichen Bohrstranges verankert, dessen Außenrohr 16
an einer Platte oder einem Anker 18 befestigt ist. Das Außenrohr 16 und die Platte 18 sind im Meeresboden
verankert. An dem Außenrohr 16 sitzt ein Unterwasserbohrlochkopf 20 mit Ausblassicherungen
und üen üblichen Sicherheitsvorrichtungen. Am oberen Ende des Bohrlochkopfes 20 befindet sich ein
Kugellager- oder Schwenkgelenk 22, das mit dem unteren Ende des Steigrohres zusammenwirkt.
Das Schiff 10 hat einen Schacht 24, :.· welchem die
Steigrohrvorrichtung 26 mittels Seilen 29 aufgehängt ist. Für gewöhnlich wird keine Dauerspannvorrichtung
in der neuen Steigrohranlage verwendet. Das Steigrohr besteht aus einem oberen Standrohr 30, das
von dem Schiff getragen wird und das sich lotrecht mit dem Schiff bewegt, und aus einem unteren Rohraufsatz
32, dessen Sockel mit der Kugel des Schwenkgclenkcs 22 verbunden ist. Der untere Rohraufsatz
32 kann sich in bezug auf den Unterwasserbohrlochkopf 20 drehen, kann sich aber in Längsrichtung nicht
in bezug auf diesen Bohrlochkopf bewegen.
Das untere Ende des oberen Standrohres 30 hat einen Rohransatz 34, dessen Durchmesser kleiner ist
als der Durchmesser des oberen Rohrabschnittes 36. Der Rohransatz 34 ist im Durchmesser etwa 7,5 bis
15 cm kleiner als der obere Rohrabschnitt 36. Ein Ring 38 verbindet und schließt den Raum zwischen
dem oberen Ende des Rohransatzes 34 und dem unteren Ende des oberen Rohrabschnittes 36. Die
obere Seite des Ringes 38 bildet eine Schulter 40. Der Ring 38 muß nicht fhch sein. Der Rohransatz 34 ragt
in den unteren Rohraufsatz 32. Zwischen dem unteren Rohraufsatz 32 und dem Rohransatz 34 befinden
sich Dichtungen 42. Der lichte Durchmesser des unteren Rohraufsatzes32 kann so groß sein, daß en
Gleitsitz zwischen dem Rohraufsatz 32 und dem AuRendurchmesser des Rohransatzes 34 vorhanden
ist. Der Rohraufsatz 32 kann aber auch den gleichen Durchmesser wie der obere Rohrabschnitt 36 haben.
In diesem Falle (Fig. 1) ist eine Einmittungsvorrichtung44
vorhanden. Der Rohransatz 34 ist so lang, daß er sich der zu erwartenden höchsten Vertikalbewcgung
des Schiffes, die beispielsweise 9 bis 12 m beträgt, anpaßt. Der Rohraufsatz 32 hat eine genügend
große Länge, um den Rohransatz 34 einwandfrei aufzunehmen.
Der Biegungswiderstand einer Rohrverbindung, die senkrecht in einer Wassermasse hängt, ist abhängig
von dem Durchmesser der Rohre und von deren Wandstärke. Je größer die Durchmesser und je größer die Wandstärken, desto größer ist der Wider·
stand gegen Biegung. Rs ist deshalb vorteilhaft, den Rohransatz 34 unti den Rohraufsatz 32 stärker zu
machen als das Rohr 36, so daß die Teile 34 und 32 größeren Biegekräften widerstehen können als das
Rohr 36.
Die in Fig. 5 dargestellte Abänderung erhöht den
Widerstand des Steigrohres gegen Biegung an der Schlupfverbindung. Bei dieser Abänderung ist ein
Verstürkungsrohr 90 vorhanden, das sich von dem oberen Rohr 36 nach unten über den Rohraufsatz 32
erstreckt. Der Innendurchmesser des Verstärkungsrohres 90 ist etwas größer als der Außendurchmesser
5. des Rohraufsatzes 32, so daß das Verstärkung^rohr 90 teleskopartig auf dem Rohraufsatz 32 gleitet.
Lagerringe 92 verringern die gegenseitige Reibung der Rohre. Das obere Ende des Verstärkungsrohres
90 ist mit einer Schweißnaht 94 oder anderweitig am
ίο unteren Ende des oberen Rohres 36 befestigt. Der
zwischen dem Verstärkungsrohr 90 und dem Rohransatz 34 vorhandene Ringraum 96 steht in Strömungsverbindung
mit der Außenseite der Vorrichtung durch die radialen öffnungen 98. Die Ringe 92 kön-
nen aber auch in Abständen um den Umfang verteilt im Ringraum zwischen dem Verstärkungsrohr90 und
dem Rohraufsatz 32 eingebaut sein, so daß eine Strü mungsverbindung zwischen lern Ringraum 96 und
der Außenseite des Steigrohres, vorhanden ist. Die
ao Wand des Verstärkungsrohres 90 wird so stark gewählt,
daß der Widerstand gegen Biegung in der Nähe der Schlupfverbindung sehr stark erhöht wird.
Die Vorteile der neuen Steigrohrausführung gegenüber den bekannten Ausführungen werden deutlich,
wenn auf mathematischem Wege die Beanspruchung eines von einem Schiff in Wasser hängendes Steigrohr
längs seiner Tiefe bestimmt wird. Unter Berücksichtigung der Axialbelastung muß die Normalgleichung
für Träger etwas geändert werden, und zwar ist die Gleichung:
d> U1 d*y ν = d
dx* \ dx* I dx
dx
Hierin ist
y = Ablenkung des Steigrohres,
χ = Zuwachslänge längs des Steigrohres,
EI = Biegungssteifigkeit des Steigrohres,
p = Axialbelastung im Steigrohr,
y = Ablenkung des Steigrohres,
χ = Zuwachslänge längs des Steigrohres,
EI = Biegungssteifigkeit des Steigrohres,
p = Axialbelastung im Steigrohr,
q = Seitenbelastung, z. B. Wellen- oder Strombelastung usw.
El, P und q können sich mit χ ändern. E ist der
Youngs-Modul des im Steigrohr verwendeten Materials. / ist das Trägheitsmoment.
Wenn P, q und EI sich mit χ ändern, ist eine einwandfreie
mathematische Lösung nicht möglich. Zur Erzielung einer angenäherten Lösung der Gleichung
muß die Differentialgleichung unter Verwendung von endlichen Differenzen umgeschrieben werden, wie
derartige Techniken beispielsweise bekannt sind aus der Abhandlung »Methods of Mathematical Analysis
and Computation«, J. G. Her riot, John Wiley
and Sons, New York, 1%3. Die Diffcrentialglc'chung
kann dann auf einem Computer berechnet werden,
wobei zweckdienlich Orenzverhüitnrsse angegeben
werden, um eine annähernd richtige numerische Lösung zu erhalten. Bei Verwendung oder Anwendung
dieser Lösuni auf das neue Steigrohr zählt die Axial·
belastung P für die Schwimmfähigkeit des Steigrohres in dem umgebenden Wasser und auch für den Bohrschlnmtn innerhalb des Steigrohres. Bezugsstellen, in
denen die Axialbelastung erörtert ist, sind die Ab-
handlunaen in »Influence of Tension und Compression of Straightness and Buckling of Tubular bauds
In Oil Wells«, Proceedings, Thirty-first ΛηηυηΙ
Meeting, American Petroleum lnsliliitc. Section IV,
teilung der Axialkraft sowie die Verteilung der auf- te versehenen neuen Steigrohres. Diese Kurven sind
tretenden Ausbucklungskräfte im Steigrohr zeigen. nach dem oben erwähnten Verfahren für Steigrohre
gesamten Länge den gleichen Durchmesser (Fig.3 C) etwa 48 cm (Kurve 82), ferner »a« etwa 40 cm
getragen. Die Kraft erhöht sich vom Wert Null am mit einer Wandstärke von 1,27 cm verwendet. Das
wicht des Steigrohres abzüglich des Oewkhtes des chen Wasserstromdaten wurden für jedes Steigrohr
von dem Steigrohr verdrängten Wassers. Es ist jedoch «o verwendet; q für das Steigrohr mit einen« Durchmes-
noch eine andere Kraft vorhanden, die sogenannte ser »Λ« von etwa 48 cm hatte eine größere Seitenkraft
vorhandene Bohrflüssigkeit schwerer als Wasser ist, gesamten Länge einen Durchmesser »ac von etwa
ist eine wirksame Ausbucklungskraft im Steigrohr an 40 cn hatte iednch war die Seitenkraft gleich bei dem
der Schlupfverbindung vorhanden. Diese Kraft hat *s Steigrohr, in welchem »e'c etwa 48 cm groß war
die Oröße AF, die gleich ist dem Druckunterschied Fig. 3B zeigt, daß die Spannung in dem unteren
zwischen der innerhalb der Schlupfverbindung Bohr- Abschnitt des Steigrohres am einen Faktor größer
flüssigkeit und dem außerhalb der Schlupfverbindung als 2 abnahm, wenn der Durchmesser des oberen
befindlichen Wasser, multipliziert mit der Fläche vom Abschnittes von Steigrohr von 40 auf 48 cm erhöht
liehe Spannung in dem Steigrohr wird durch die Kurve SS. Dies ist der gleiche Durchmesser wie der
an der der Durchmesser des Steigrohres sich von »α« dargestellten Abänderung ist Jedoch keine Schulter
auf »/4« ändert. Der Sprung in der Spannung am wie in Fig. 3A vorhanden. KurveSS zeigt, daß eine
der Bohrflüssigkeit innerhalb des Rohres und dem zwei Drittein des Steigrohres der Fig. 3C gegenüber
»A* und »α« am Punkt C. Da die Bohrflüssigkeit Kopf des ie am Schiff nicht von außen her
bucklungskraft gleich der Kurve FGE. Die an der F i g. 2 zeigt eine andere Ausführung. Das Schiff 10
Oberfläche auftretende Spannung OE entsteht aus « hat einen Schacht 24, in dem das Standrohr 60 aufdem Gewicht des aufgehängten Sres rm Wasser gehängt ist Das Bohrlochgehäuse ist in F'g. 2 nicht
plus der Spannkraft, die aus demDruckgefaBe (Unter- dargestellt, da es in Fi g. 1 gewigt ist Eine Schlupfschied im Druck der Bohrflüssigkeit und des Wassers) verbindung ist zwischen dem oberen Standrohr 60
resultiert, das auf die Differentialnachevl-d oder auf und dem unteren Bohraufsatz 62 vorhanden. Das
die Fläche der Ringschulter 40 einwirkt. Die Ande- 50 Standrohr 60 ist im Durchmesser größer als del
rang in der Spannung erfolgt nicht an einer einzigen Bohraufsatz 62, um einen am Standrohr 60 befestig-Stelle, wie die linie C D zeigt, sondern verläuft au- ten Ring 64 aufzunehmen. Der lichte Durchmesse!
mählich über die gesamte Länge des Steigrohres, da des Ringes 64 hat annähernd die gleiche Größe wie
der Druck der Bohrflüssigkeit im Steigrohr und der der Außendurchmesser des Rohres 62. Gewünschten-Druck des Meerwassers von einem Höchstwert an 55 falls ist eine Dichtung 66 vorhanden. Eine kleine
der Schlupfverbindung zu einem Wert NuO an der Sickerung ist jedoch nicht von Nachteil. IMe oben
Oberfläche abnimmt. Bei einer Vergrößerung des Seite des Ringes bildet eine Ringsdralter 68. Dies«
Durchmessers von Steigrohr von »ac auf »/!<
wifd Schulter erzeugt im Standrohr 60 an der Schlupf
nicht der tatsächliche' Ausbucklungsdruck an der Vbinng oder an ihrem unteren Ende eine Korn
Schlupfverbindung geändert, sondern es wild der tat- 60 pressionskraft- Diese Kraft Bat die Größe >4F (F i g. 4
sächliche Druck von dieser Durchmesseränderung an und ist gleich dem Druck der Bohrflüssigkeit an de
nach oben geändert, so daß eine kürzere Strecke Schlug, multrplizien; mit der Fläche de
oder Länge des Steigrohres unter einer auftretenden Schulter68. IKe Ausführung nach Fig. 2 verringer
Kompressionsbelastung steht, wie dies bei den Punk- ahnlich wie die Ausführung nach Fig. 1 die Ge
ten H und / auf linie O angedeutet ist- AI ist bei der 65 samtspamiungen, besonders am unter a Ende de
neuen Vorrichtung sehr viel kleiner als AH der be- Standrohres 60, gegenüber der Ausführung, bei de
kannten Anlage, fin zweiter Vorteil des erhöhten das Steigrohr keine Ringschulter aufweist, d. h., be
Durchmessers ist die erhöhte Biegungssteifigkeit, die dem der Innendurchmesser des oberen Rohrabschnil
(es der Teleskopverbindung annähernd gleich ist dem
Außendurchmesser des unteren Rohrabschnittes.
Beim Arbeiten der beschriebenen Vorrichtungen wird ein Bohrstrang70 im Steigrohr (Fig. 2) aufgehängt, und Bohrflüssigkeit wird nach unten durch den
bohrstrang hindurch und dann nach oben durch den Ringraum hindurch gefördert. Die nach oben strömende Flüssigkeit nimmt den frihrschlamm ode ι
Bohrschmant mit. Dieser Bnhrschmant hat die Neigung, sich in dem /wischen dem Bohraufsat? 62 und
dem Standrohr 60 vorhandenen Ringraum 72 zu sam mein. Dieser Nachteil kann verhindert oder weitgehend verringert werden, wenn Flüssigkeit durch
eine sich unmittelbar oberhalb der Schulter 68 befindende öffnung 74 in Umlauf gebracht wird. Dies er-
folgt einfach durch einen Rohrstrang 76. der am Steigrohr mittels einer Klammer od. dgl. befestigt ist
Von einer auf dem Schiff 10 befindlichen Pumpe 80 wird Bohrflüssigkeit durch den Rohrstrang 76 hindurchgedrückt, um den Bohrschmant nach oben und ao
aus dem Ringraum 72 herauszufordern. Eine Prallwand 82 sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des
Axialstromes durch den Ringraum 72 hindurch. Die Hilfsflüssigkeit ist vorzugsweise von der gleichen Art
wie die ßohrflüstgkeit. die nach unten durch den a$
Bohrstrang 70 hindurchgefördert wird.
Claims (8)
1. Steigrohranlage rum Unterwasserbohren mit einem Standrohr, das sich von einem Schwimmkörper bis unterhalb des Wasserspiegels erstreckt
und im Bereich seines unteren Enden eine ringförmige Innenschulter aufweist, oberhalb der
eine Flüssigkeitssäule ansteht, und mit einem Rohraufsatz auf einem Unterwasserbohrlochkopf
sowie einer gelenkig ausgebildeten Gleitverbindung zwischen Standrohr und Rohraufsat/, bei
welcher ein Rohrstück in einem anderen gleitend geführt ist. dadurch gekennzeichnet,
daß sich das Standrohr (30: 60) bis in die Nabe des Unterwasserbohrlochkopfes (20) erstreckt und
die Gleitverbindung von Rohrstücken des Standrohres (JO: 60) und des Rohraufsatzes (32; 62)
gebildet wird, wobei die oberhalb der ringförmigen Innenschulter (38; 64) befindliche Flüssigkeitssäule auf der gesamten Länge des Stand
rohres (30; 60) ansteht.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gelenkige Gleitverbindung einer
lotrechten Rohransatz (34) geringeren Durchmes sers am Standrohr (30) aufweist, dessen obere«
FmIe abdichtend mit der ringförmigen Innen schulter (38) verbunden ist. und der Rohransat/
(34)'in dem Rohraufsatz (32) abdichtend gleitbei gelagert ist.
'S. Anlage nach Anspruch I, dadurch gekenn
ziechnet. daß der Rohraufsatz (62) den inneren Teil der gelenkigen Oleitverbindung bildet, de«
einen kleineren Durchmesser als der äußere durch das Standrohr (60) geformte Teil hat und
somit ein Ringraum (72) oberhalb der Innenschulter (64) gebildet wird.
4. Anlage nach Anspruch 3. gekennzeichnet durch einen Rohrstrang (76). der vom Standrohr
(60) getragen wird und dessen obere Öffnung sich oberhalb des Wasserspiegels befindet, während
seine untere Öffnung in den Ringraum (72) mündet.
5. Anlage nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch in dem Ringraum (72) angeordnete Prallwände (82).
n. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohransau (34) bzw. der Rohraufsatz (62) eine Wandstärke hat. die größer ist als die des Standrohres
(30. 60)
7. Anlage nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß ein Verstärkungsrohr (90' mit dem
unteren Erde des den größeren Durchmesser aufweisenden Abschnittes (36) des Standror.-es (30)
% erblinden ist. sich nach unten über den Rohraufsatz (32) teleskopartig erstreckt und eine
radiale Öffnung (98) einschließt.
8. Anlage nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch Lagerringe (92), die sich zwischen der
Innenwand des unteren Endes des Verstärkungsrohres (90) und der Außenwand des Rohrauf satzes
(32) befinden.
Hierzu 2 Bbtt Zeichnungen
209 626'302
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