DE1934746C - Fokussiereinrichtung für optische Abbildungssysteme, insbesondere Prismenfernrohre - Google Patents
Fokussiereinrichtung für optische Abbildungssysteme, insbesondere PrismenfernrohreInfo
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Description
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Die Erfindung betrilfl eine Fokussiereinriehiung für die Kombination eines Pentagonalprismas mit zwei
optische Abbildungssysteme, insbesondere Doppel- rechtwinkligen Prismen, wobei das Pentagonalprisma
fernrohre mit einem Prismensystem, von dem minde- oder ein rechtwinkliges Prisma ein Dachfliichenpaai
steiis ein Prisma an einem beweglichen Prismenhalter aufweist und das Einstellprisma senkrecht zur opti-
hefestigt ist und zur Einstellung der Fokussierung 5 sehen Achse von Objektiv und Okular vtrschieb-
herangezogen wird, und einem Mitteltrieb mit zwei bar ist.
koaxial angeordneten Triebknöpfen. Die Erfindung findet ganz besonders vorteilhafte
Bei Feldstechern und Doppelfernrohren wird eine Anwendung bei Doppelfernrohren. Bei diesen ist es
möglichst kleine Bauweise bei hoher Präzision an- notwendig, zur Fokuisierung die verschiebbaren
gestrebt. Eine Innenfokussierung durch Prismen- io prismen beider Fernrohrhälften gemeinsam zu ver-
verschiebung hat gegenüber einer Fokussierung durch schieben und zusätzlich eine Möglichkeit zur Ein-
Verschieben des Okulars bzw. des Objektivs des stellung bei verschiedener Sehschärfe der Augen
Abbildlingssystems den Vorteil, daß man mit nur des Beobachters vorzusehen.
halb so großen Verschiebe wegen auskommt und daß Es ist vorteilhaft, beide Einstellbewegungen in an
Okular und Objektiv fest und ohne großen Auf- 15 sich bekannter Weise mittels Triebknöpfen vorzu-
wand feuehtigkeiisdicht am Gehäuse angebracht wer- nehmen, die auf der Mittelachse des Fernrohrs an-
den können. Wegen der hohen Kippempfindlichkeit geordnet sind. Entsprechend der Erfindung sind in
der Prismen bedarf es aber für die Präzision der der Mittelachse zwei Kegel tandemartig angeordnet,
Bewegungsführung eines großen mechanischen Auf- die mit rechtwinklig zur Mittelachse angebrachten
waniles. 20 Stellgliedern zusammenwirken. Diese Stellglieder
Es sind Innenfokussiereinrichtungen mit Porro- stehen mit den Prismenstiihlen der verschiebbaren
prismen bekanntgeworden, bei denen beispielsweise Prismen in Verbindung.
eines der die Strahlen um ISO umlenkenden Es ist zweckmäßig, den einen Kegel exzentrisch
Prismen aufgespalten ist in zwei um 90 ablenkende und den anderen Kegel zentrisch zur Achse zu
Prismen, die gegeneinander und senkrecht zur op- 25 lagern. Ein auf der Mittelachse angeordneter Triebtischen
Achse des Objektivs mittels Zahnstangen, die knopf dient zur Verschiebung beider Kegel in Richin
ein Zahnrad eingreifen, bewegbar sind, und wobei tung der Achse und damit zur gemeinsamen
die Einstellmittel tier Einzelrohre miteinander ge- Verschiebung der beweglichen Prismen für die
koppeil sind. Der mechanische Auf ν i.nd ist aber bei Fokussierung. Ein weiterer Drehknopf dient zur
dieser Lösung erheblich, weil die Drehbewegung am 30 Drehung beider Kegel. Da nur einer der Kegel ex-Mittellrieb
in eine seillich zur Achse versetzte und zentrisch gelagert ist, wird bei einer Drehung nur
parallel /111 Achse gerichtete Bewegung der Prismen das Prismensystem einer Fernrohrhälfte beeinflußt
übertragen wird, was eine breite Bauweise der Fern- und damit die BildschärfcneinsteMung für ein Auge
glaser bedingt. bewirkt.
Weiterhin sind Innenfokussierungseinrichtungen 35 Die Bewegungsübertragung cl';r Triebknöpfe auf
bekannt, bei denen das bewegliche Prisma an einem die Prismenstühle ist durch Verwendung zylindrischer
mit einer Schwalbenschwanzführung versehenen Pris- Schraubenfedern spielfrei.
inenschlitten befestigt ist, der in einer Gleitführung Das bei der neuen Fokussierungseinrichtung ververschiebbar
ist. Die erreichte Präzision dieser wendete Einstellprisma wird durch sein Dachflächen-Führimg
ist jedoch relativ gering, da das zur Vcr- 40 paar zum Tripel-Prisma und damit unempfindlich
Schiebung notwendige Spiel sich nicht automatisch gegen Verkippen. Der mechanische Aufwand für die
nachstellen läßt. Bewegungsführung des Prismas kann dadurch klein
Es sind auch Fokussiereinrichtungen mit hoher gehalten werden.
Fiihrtmgsgenauigkeit für Porroprismen bekannt- Die mit der Erfindung erzielten Vorteile liegen
geworden, bei denen das bewegliche Prisma auf 45 in der hohen Präzision der Fokussierung, die mit
einem Prismenstuhl befestig! ist. der mit Hilfe radial einfachen mechanischen Mitteln erreicht wird und
federnder, kegelförmiger Führiingsluichscn längs den Bau von leichten, handlichen Doppelfernrohren
finer am I ernrohrgehäuse befestigen Fülmingssäule erlaubt.
geführt isi Die Art der Prisnienanordniing und der Der Erfindungsgegcnsland wird im folgenden an
liochprä/isen Führung tier Prismenbowegung parallel 50 Hand einer Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
zur Mittelachse erfordert jedoch eine ziemlich große erläutert, wobei ein Doppelfernrohr im Längsschnitt
Bauweise für das Gerät, dargestellt ist. Der optische Aufbau der rechten um!
Es sind weiterhin Prismenanordnungen für optische der linken Fernrohrhälfte sind identisch, deshalb
Abbildiingssysleme bekannt, bei denen die Koni- wurde auf die Darstellung der linken Fernrohrhälfte
bination von einem Pentagonalprisma mit zwei 55 der besseren Übersicht wegen verzichtet.
45°-Prismen verwendet wird und das Pentagonal- Innerhalb des Gehäuses I befinden sich außer den
prisma beweglich angeordnet ist. In diesem Fall dient optischen Systemen des Okulars 2 und des Ob-
clas Prismensystem aber nicht der F'oktissierung, son- jektivs 3 ein Pentagonalprisma 4 und zwei recht-
ilern die Prismenbewegiing bewirkt eine Änderung winklige Prismen 5, 6, wobei das Prisma 6 ein Dach-
der Beohachtiingsrichtung, was an die Präzision der 60 flächcnpaar7 trägt, dadurch als Tripel-Prisma wirkt
Bewegungsführung geringe Ansprüche stellt. und unempfindlich gegen Verkippungen ist. Das
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Prisma 6 ist durch die Kittstellc K am Prismen-
fnnenfokussieriing für optische Abbildungssysteme, halter 9 befestigt. Die Bildschärfeeinstellung erfolgt
insbesondere für Doppelfernrohre, zu schaffen, die durch Verschieben des Prismas 6 in der Richtung 23.
bei hoher Präzision der Einstellung der Bildschürfe 63 Die dazu erforderlichen Triebknöpfe II, 12 liegen
eiik· gedrängle Bauweise erlaubt und damit zu koaxial zur Mittelachse 10. Das vom Objektiv
kleinen Geräten führt. kommende Licht gelangt zuerst in das rechtwinklige
Diese Aufgabe wird erfindungsgcmäö gelöst durch Prisma 5, wird von da in das Einslellprisma 6 ge-
lenkt und dann in das I'entagonalprisma 4. Es ist
liber auch möglich, das Pentagonalprisma objektivleitig
anzubringen, so daß das einfallende Licht Über dieses in ein bewegliches rechtwinkliges Prisma
lind dann in ein feststehendes rechtwinkliges Prisma gelangt.
An der Mittelachse 10 sind die für die Prismenverschiebung
erforderlichen Übertragungselemente engebracht. Die Umlenkung der Drehbewegung der
Triebknöpfe 11, 12 in eine rechtwinklig zur Achse gerichtete Schiehcbewegung des Prismas 6 erfolgt
über zwei rechtwinklig zur Achse 10 angeordnete Stellglieder 18, 19 und zwei tandemartig angeordnete
Kegel 13, 14, wobei der obere Kegel 14 exzentrisch lind der untere Kegel 13 zentrisch zur Achse gelagen
ist.
Durch eine Drehbewegung am oberen Triebknopf H wird die gemeinsame Bildschärfeeinstellung in
beiden Fernrohrhälften eingeleitet. Es werden dabei Jiber eine Verbindung 15, 16 und ein Gewinde 17
<Jie Kegel 13, 14 in Achsrichtung formschlüssig bewegt.
Durch die Stellglieder 18, 19 werden die beweglich angeordneten Prismen beider Fernrohrliälften
senkrecht zur Achse 10 verschoben, womit «lic Fokussierung erreicht wird.
Durch eine Drehbewegung am unteren Triebknopf 12 wird die Fiinstellung der Bildschärfe für ein Auge
eingeleitet. Dabei werden die Kegel 13,14 über eine Verbindung 20,21 in Drehung versetzt. Dann wird
nur das beweglich angeordnete Prisma 6 der rechten jo
Fernrohrhalfte durch den exzentrisch gelagerten Kegel 14 in Richtung 23 verschoben.
Für die spielfreie Bewegungsübertragung sorgen die zylindrischen Schraubenfedern 22, 24. Die
Fu1' rung des beweglichen rechtwinkligen Prismas 6 ibernimmt eine Säulenführung 25, bei welcher 'lie
lange Säule als Führung und die kurze Säule als Verdrehungssicheriing dient.
Claims (7)
- Patentansprüche:40I. Fokussiercinrichtung für optische Abbildungssystune, insbesondere Doppelfernrohre mit einem Prismensystem, von dein mindestens ein Prisma an einem beweglichen Prismenhalter befestigt ist und zur Einstellung der Fokussierung herangezogen wird, und einem Mitteltrieb mit zwei koaxial angeordneten Triebknöpfen, gekennzeichnet durch die Kombination eines Pentagonalprismas (4) mit zwei rechtwinkligen Prismen (5, 6), wobei das Pentauoniilprisma (4) oder ein rechtwinkliges Prisma ein Dachflaehenpaar (7) aufweist und eins Einstellprisma senkrecht zur optischen Achse von Okular und Objektiv verschiebbar ist.
- 2. Fokussiereinrichtimg nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Lichtweg vom Objektiv zum Okular ein erstes rechtwinkliges Prisma (5) fest montiert ist, dann ein zweites rechtwinkliges Prisma (6) beweglich angeordnet und mit einem Dachllachenpaar versehen ist und als letztes ein Pentagonalprisma (4) fest montiert ist.
- 3. Fokussiereinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verschiebung der Pri' nen in der Mittelachse (10) mindestens zwei Kege1!(13, 14) tandemartig angeordnet sind, wobei der eine Kegel (14) exzentrisch und der andere Kegel (13) zentrisch zur Achse gelagert ist.
- 4. Fokussiereinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verschiebung der Prismen an der Mittelachse (10) Stellglieder (18, 19) rechtwinklig angebracht sind, die mit den Prismenstühlen der Einstellprismen in Verbindung stehen.
- 5. Fokussiereinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kegel (13,14) über eine Verbindung (15, 16) und ein Gewinde (17) mit dem einen der beiden Triebknöpfe (11) zusammenhängen, sich dadurch bei einer Drehbewegung des Triebknopfes (11) in axialer Richtung bewegen und über die Stellglieder (18, 19) die beweglich angeordneten Prismen beider Fernrohrhälften zur Einstellung der Bildschärfe gemeinsam verschieben.
- 6. Fokussiereinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kegel (13, 14) über eine Verbindung (20, 21) mit dem anderen der beiden Triebknöpfe (12) zusammenhängen, sich dadurch bei einer Drehbewegung desselben ebenfalls um die Mittelachse drehen und der exzentrisch angeordnete Kegel (14) hierbei über das Stellglied (18) das beweglich angeordnete Prisma der einen Fernrohrhälfte zur Einstellung der Sehschärfe verschiebt.
- 7. Fokussiereinrichtung nach den Ansprüchen I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung der Einstellprismen durch zylindrische Schraubenfeclern (22, 24) spielfrei ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnu~gen
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