DE1931465C - Instrument zum Abklemmen von Blut gefaßen oder Offenhalten von Wundschnitten - Google Patents
Instrument zum Abklemmen von Blut gefaßen oder Offenhalten von WundschnittenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Instrument zum
Abklemmen von Blutgefäßen, oder Offenhalten von Wundsclmitten mittel?, parallel zueinander beweglicher
K.emm- hzw. Spreizbacken, das eine von der einen Eiacke etwa rechtwinklig abstehende Führungsstange
und eine längs dieser Führungsstange verschieb!· are und die andere Backe tragende Führungshülse sowie eine mit einem federbelasteten Eingriff,
Eingriffszähnen und Betätigungsgriffen versehene Vorrichtung zum Feststellen der Backen relativ zueinander
aufweist.
Bei derartigen bekannten Instrumenten, z. B. nach
USA.-Patentschrift 2 450 194, wird für das Öffnen und Schließen jeweils ein gesonderter Hebelmechanismus
benötigt, welcher nur sehr umständlich und schwierig mit einer Hand bedienbar ist. Zudem
weisen Instrumente dieser Art sehr viele Einzelteile auf, deren Sterilisation nur mit aufwendigen
Vorrichtungen und relativ zeitraubend durchführbar ist.
Ferner ist es bei diesen bekannten Instrumenten von besonderem Nachteil, daß sie ein relativ hohes
KonstRKtionsgewicht aufweisen und dadurch den zu behandelnden Körperteil erheblich belasten.
Es im die Aufgabe der Erfindung, ein Instrument unter Vermeidung der Nachteile bekannter Instrumente
/ti schaffer, welches unter Gewährleistung
eines gleichbleibenden Schließdruckes insbesondere einfach sowohl im Öffnungs- als auch im Schließsinne
bedienbar ist. zudem aus wenigen Einzelteilen aufgebaut und wirtschaftlich herstellbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst. da3 zum Lösen der Feststellvorrichtung zwei
mit insbesondere zwei Fingern einer Hand zu betätigend: Betätigungsgriffe in von den Klemmbacken
bzw. Spreizbacken abgewanciter und relativ zu den ihnen jeweils zugeordneten Backen über Kreuz bzw.
übereiiuindergreifender Anordnung vorgesehen sind
und dal:· diese Betätigungsgriffe mit zwei über mindestens einen Teil des maximalen Bewegungshubs der
Backen ineinandergreifenden Teilen in fester Verbindung stehen, von denen jeweils der eine Teil mit
seinem Eingriff federnd in die Eingriffszähne eingreift
und beim degeneinanderdrücktn der Betätigungsgriffe
\on diesen lösbar ist und daß zur Betätigung des Verklemmens der Klemmbacken bzw. des Spreizens
tier Sprei/hiicken deren äußere, voneinander
abgcuandte Oberflächen vorgesehen sind.
Das erfindiingsgemäße Instrument ist insbesondere
aus Kunststoff derart billig herstellbar, daß es nach
einmaligem Ciebrauch nicht mehr verwendet zu werden braucht. Somit entfallen ein nachträgliches
/erlegen. Reinigen und anschließendes Sterilisieren tier erfindungsgcmäßen Instrumente, welche vorzugsweise
gleich in sterilisierten Verpackungen von der Herstellerfirma geliefert werden können.
Zudem svcist das crfindungsgemäße Instrument ein
derart geringes Konstruktionsgewicht auf, daß es auch bei größeren chirurgischen Operationen, bei
welchen eine Vielzahl von Instrumenten nach der Erfindung eingesetzt werden müssen, keine übermäßig hohe Belastung bzw. Erschütterung des Wundgebiets hervorruft.
Außerdem erlaubt das erfindungsgemäße Instrument cm feinfühliges Schließen bzw, Spreizen der
Backen mit einer Hand, womit unbeabsichtigte Ver letzungen des zu behandelnden Organismus wcitgelnau! vermeidbar sind.
Je nach dem Verwendungszweck und der Belasi barkeit des erfindungsgemäßen Instruments können
entweder die Eingriffszähne auf der hinteren Stirnseite der Führungshülse oder aber an der Führungsstange
ausgebildet sein.
In konstruktiv einfacher Form kann der federnde Teil einstückig mit der jeweiligen Backe bzw. Führungshülse
ausgebildet oder aber entsprechend mit der Backe bzw. der Führungsstange, bzw. der Fühu)
rungshülse verklebt sein.
Zum rutschsicheren Ei fassen des abzuklemmenden
Organismus ist es vorteilhaft, wenn die einander gegenüberliegenden
Klemmbacken eine zackenförmige Oberflächenprofilierung aufweisen.
Andererseits kann es aber auch bei empfindlichen Körperteilen vorteilhaft sein, wenn die Klemmbacken mit einem Überzug versehen sind.
Andererseits kann es aber auch bei empfindlichen Körperteilen vorteilhaft sein, wenn die Klemmbacken mit einem Überzug versehen sind.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind an Hand von Zeichnungen nachstehend näher erläutert
Es zeigt
Fig. I eine perspektivische Darstellung eines Instruments
mit den Merkmalen der Erfindung in geöffnetem Zustand,
Fig. 2 einen Tei'ischnitt durch die Seitenansicht
des Instruments gemäß Fig. L beim Abklemmen eines Blutgefäßes,
F i g. 3 eine Seitenansicht auf die Rückseite de-,
Instruments gemäß Fig. 2, in geöffnetem Zustand. F i g. 4 eine Ansicht des Instruments gemäß
Fig. 1 auf seine hintere Stirnseite,
F i g. 5 einen Schnitt längs der Linie 5-5 in F i g. 3,
Fig. 6 einen vergrößerten Ausschnitt der Eingriffszähne des Instruments gemäß Fig. 1,
F i g. 7 eine perspektivische Darstellung einer abgewandelten Ausführungsform des Instruments genial.')
Fig. I.
F i g. 8 einen Teilschnitt durch die Seitenansicht des Instruments gemäß F i g. 7 beim Abklemmen
eines Blutgefäßes,
Fig. 9 eine Seitenansicht des Instruments gemäß F i g. 8 mit geöffneten Backen,
Fig. 10 eine Ansicht des Instruments cumiiR
F i g. 7 auf seine hintere Stirnseite.
Fig. Il einen Schnitt längs der Linie 11-11 in
F i g. 9.
Fig. 12 eine Seitenansicht eines Instruments zum
Offenhalten von Wundsclmitten mit den Merkmalen der Erfindung und
I·'i g. 13 eine Aufsicht in Richtung der Pfeile 13-13
in L ig. 12.
Bi.:n Instrument gemäß den Fig. I und 3 sind
zwei einander gegenüberliegende Klemmbacken IO und Il jeweils an den oberen Enden einer Führiingsstange
12 und einer Führungshülse 13 befestigt und tcleskopartig relativ zueinander verschiebbar. Die
Querschnittsform der ineinandergefügten Stange 12 und der Hülse 13 gewährleistet dabei eine exakte
Axialbewegung ohne radiale Verdrehba.keit. Die Klemmbacken 10 und Il stehen unter einem rechten
Winkel von der Stange bzw. der Hülse ab und werden bei ihrer Bewegung parallel zueinander geführt. Bei
dieser Ausführungsform sinti die Backen 10 und U jeweils mit Zähnen zur Verhinderung des Abrutschens
eines festgeklemmten Objekts versehen. An der Rückseite des Klemmbackens 10 ist rechtwinklig abstehend
ein federnder Teil 18 angebracht, welcher an seinem Ende einen klinkenartigen Eingriff 21 und
einen Betätigungsgriff 20 trägt. Der Eingriff 21
mischt heim Zusammendrücken der Klemmbacken
ΙΟ.Π über die Eingriffszähne 15 und arretiert die
Klemmbacken im jeweils gewünschten Abstand voneinander.
Zum Lösen der Klemmwirkung der Backen 10 Π ist ein von rler Führungshülse 13 nach hinten 'abstehender
I eil 23 mit ein :ni weiteren Betätigungsgriff 16 \ orgeschen, welcher den federnden Teil 18 teilweise
umschließt und einen Spalt 17 (Fig. 2) zwischen seinem inneren Ende und der gegenüberliegenden
Oberfläche des Teils 18 festlegt. Eine, öffnung 24 isi im Teil 23 zum Anbringen einer Aufhängung für
das gesamte Instrument vorgesehen. Zur seitlichen Führung des federnden Teils 18 dient eine Lasche 22.
!).:s umsetzen der Führungsstange 12 in die Funrungshülse
13 erfolgt, indem der nachgiebige Teil 18 gcLien den Betätigungsgriff 16 gedrückt und um das
[-;::.ie der Lasche 22 herum in den Spalt \">
eingeführt uii,!. Die beiden Betätigungsgriffe 16 und 20 sichern
v..<:.mn die Führungsstange 12 vor einem Heraus-ί.ι'ί.η
aus der Führungshülse 13.
)ie Anbringung des Instruments 6 an einem Blut-
p: ill V gemäß Fig. 2 geschieht durch Zusammen-(h::.i
en der Klemmbacken 10 und II zwischen Dau-Ii:.-,
und Zeigefinger, wobei der Chirurg den Klemm-ιΙπ,Λ
beliebig zu regulieren vermag". Zu diesem Zm .-ek ist am oberen Ende der Führungsstange 12
cn,· L! iff ige Oberfläche 25 und am unteren Ende der
Fi.!.rungshülse 13 eine zweite griffige Oberfläche 26
r -eschen. Daumen und Zeigefinger können somit
lii.rung entweder an den Oberflächen 25 und 26 oder
i;!i ir.telbar an den Klemmbacken 10. 11 angesetzt
u :-,'iien.
I.":n öffnen des Instruments geschieht durch Zu-
!.i^iiii-jndrücken der beiden Betätigungsgriffe 16 und
20 .··-tischen Daumen und Zeigefinger. Hierdurch
feder; /neist das untere Finde de:, Teils 18 gemäß
I- 1!-. ?. nach rechts auswärts, so daß dei Eingriff 21
ι.·:, den Eingriffszähnen 15 abgehoben wird. Bei
ve:; rem Druck auf die Betatigungsgriffc werden die
Klemmbacken 10, 11 parallel zueinander geöffnet.
liei der Ausführungsform gemäß den Fi g. 7 bis 11
und rCe I ingriffszähne 30 an der Außenseite der
fiilirunt;· stange 12 ausgebildet. Diese Eingriffszähne
30 sind im Gegensat? zu den Zähnen 16 gemäß
I 1 >:. h lufwärts geneigt. Am unteren Ende der Fühtii'ii.-stinro
12 ist ein Betätigungsgriff 31 befestigt Und ein weiterer Betätigungsgriff 32 ist am oberen
f.tide eines gegabelten federnden Teils 33 vorgesehen, «ler Ii einem unleren Ende einstückig mit dem im-
t: ι lüde der Führungshülse !3 ausgebildet ist. Der
Uet;ili,;uni.'si'riff 31 weist einen schlanken Halstcil 34
Huf. der in einem im federnden Teil 33 ausgebildeten
J»dili!/35, sowie einem Schlitz 36 in der Fiihrungsfcülse
U verschiebbar geführt ist. Die Innenseite des oberen Endes des federnden Teils 33 ist mit einem
in die Eingriffszähne 30 einklinkenden Eingriff 40 versehen.
Diese vorstehend beschriebene Ausfiihrungsform besieht insgesamt ius drei Teilen. Nach dem Einsetzen
der Führungsslange 12 in die Führungshülse 13 wird das untere Ende des federnden Teils 33 bei 41
an einer Verbindung mit der Hülse verklebt. Die beiden Betätigungsgriffe 31 und 32 verhindern ein Herausfallen
der Führiingsstange 12 aus der Führungshülst
13.
Nach erfolgtem Zusummenklemmcn des Blutgefäßes
V zwischen den Backen 10, 11 gemäß Fig. 8 können diese durch ein Zusammendrücken der Betätigungsgriffe
31, 32 wieder geöffnet werden(F i g. LM-
Obgleich die Klemmbacken 10 und 11 gemäß den F i g. I und 7 parallel zueinander liegend verschieb
b'ir sind, können sie im unbelasteten Zustand unter einem kleinen Winkel zueinander geneigt sein, um
sicher zu gewährleisten, daß sie nach Ausübung des Klemmdrucks ihre parallele Lage einnehmen. Eine
derartige geringe Neigung schafft zudem einen Ausgleich für die Elastizität der Teil·: und die notwendige
Tolereanz im Schiebesitz zwischen der Führungsstange 12 und Führungshülse 13.
Das Instrument gemäß den Fig. 12 und 13 dient
zum Offenhalten von Wundschnitten und weist Spreizbacken 50, 51 mit an ihren freien Enden vorgesehenen
Haken 52 auf. Die Snreizbacke 50 ist im Gegensatz zur Klemmbacke 10 i.m unteren Ende der
Führungsstange 12 und die zweite üacke 51 am oberen Endabschnitt der Führungshülse 13 befestigt.
Die Montage des Instruments gemäß Fig. 13 erfolgt
bei abgenommenem federnden Teil 18 durch Einscnieben der Führungsstange 12 von unten in die
Hülse 13. Der federnde Teil kann bei 53 mit der Stange 12 verklebt sein.
Durch ein Zusammendrücken der Oberflächen 25 und 26 werden die Backen 50 und 51 auseinander
bewegt, während das Lösen bzw. Abnehmen des Instruments gemäß Fig. 13 durch ein Zusammendrücken
der Betätigungsgriffe 16 und 20 erfolgt, wobei der Eingriff 21 außer Eingriff mit den Eingriffszähnen 15 gelangt und sich die Spreizbacken 50 und
relativ zueinander verschieben können.
Claims (9)
1. Instrument zum Abklemmen von Blutgefäßen oder Offenhalten von Wundschnitten mittels
parallel zueinander beweglicher Klemm- bzw. Spreizbacken, das eine von der eine:; Backe etwa
rechtwinklig abstehende Führungsstangp. und eine längs dieser Führungsstange verschiebbare und
die andere Backe tragende Führungshülse sowie eine mit einem federbelasteten Eingriff, Eingriffzähnen
und Betätigungsgriffen versehene Vorrichtung zum Feststellen der Backen relativ zueinander
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß zum Lösen der Feststellvorrichtung
'.wei mit insbesondere zwei Fingern einer Hand zu betätigende Betatigungsgriffc (16 und 20; 31
und 32) in von den Klemmbacken (10, 11) bzw.
Spreizbacken (50, 51) abgewandter und relativ zu den ihnen jeweils zugeordneten Backen über
Kreuz bzw. übcreinandergreifender Anordnung vorgesehen sind und daß diese Betätigungsgriffe
mit zwei über mindestens einen Teil des maximalen Bewegungshubs der Backen ineinandergreifenden
Teilen (18 und 22; 33 und 34) in fester Verbindung stehen, von denen jeweils der eine
Teil (18; 33) mit seinem Eingriff (21; 40) federnd in die Eingriffszähne (15; 30) eingreift und beim
Gcgeneinanderdriickcn der Betätigungsgriffe von diesen lösbar ist und daß zur Betätigung des Verklemmcns
der Klemmbacken (10, 11) bzw. des Spreizens der Spreizbacken (50, 51) deren äußere,
voneinander abgewandte Oberflächen (25,26) vorgesehen sind.
2. Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingriffszähne (15) auf der
hinteren Stirnseite der Führungshülse (13) vorgesehen
sind.
3. Instrument nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß die Eingrufszähne (30) an der Führungsstange (12) ausgebildet sind.
4. Instrument nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsgriffe
(16, 20, 31, 32) den Bewegungshub der Führungsstange (12) in der Führungshülse
(13) begrenzen.
5. Instrument nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
federnde Teil (18, 33) einstückig mit der jeweiligen Backe (10) bzw. Führungshülse (13) ausgebildet
ist.
6. Instrument nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der fedeindf
Teil (18, 33) mit der Backe (10) bzw. Fiihrungs· stange (12) bzw. Führungshülse (13) verklebt ist
7. Instrument nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß die einander gegenüberliegen
den Klemmbacken (10,11) eine zackenförmig« Oberflächenprofilierung aufweisen.
8. Instrument nach Anspruch I. dadurch ge
kennzeichnet, daß die Klemmbacken (10, 11) mi einem gepolsterten Überzug versehen sind.
9. Instrument nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß die Spreizbacken (SO, 51) ai
ihrem äußeren Endabschnitt Hacken (52) auf weisen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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