DE1930285B2 - Seitensicht-impuls-doppler-radarsystem - Google Patents
Seitensicht-impuls-doppler-radarsystemInfo
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- G01S13/88—Radar or analogous systems specially adapted for specific applications
- G01S13/89—Radar or analogous systems specially adapted for specific applications for mapping or imaging
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein kohärentes Impuls-Doppier-Radarsystem mit seitlich gerichteten
Antennen (»Seitensichtradar«), das für die Unterdrükkung der Festzielechos geeignet ist (»MTl-System«).
Bekanntlich versteht man unter einem kohärenten System ein System, bei welchem die empfangenen
Echos entweder von Sendeimpulsen stammen, die durch Zerschneiden der gleichen Trägerwelle gebildet sind,
oder jeweils einzeln in bezug auf eine Schwingung demoduliert werden, die in Phase mit dem Träger de;>
Sendeimpulses ist, von dem das Echo stammt.
Ferner ist bekanntlich ein Seitensicht-Radargerät (besser bekannt unter der angelsächsischen Bezeichnung
»side looking«) ein Gerät, bei welchem die HauDtantennenachse senkrecht zur Bewegungsrichtung
des das Radargerät tragenden Fahrzeugs gerichtet ist
Bei den bekannten Anordnungen dieser Art enthäl das Strahlungsdiagramm der Antenne bei der Sendung
und beim Empfang im allgemeinen eine symmetrische Richtkeule, deren Gewinn in der mit der Hauptstrah
lungsachse zusammenfallenden Symmetrieachse eir Maximum ist wie beispielsweise das »Summendia
gramm« der Antenne eines herkömmlichen Amplitu
denmonopulssystems.
Die Auswertung der Echos beruht dann darauf, daf. der Zeitpunkt festgestellt wird, in welchem di<
Dopplerfrequenz eines bestimmten Ziels durch NuI geht In diesem Augenblick liegt das feststehende odei
sich parallel zur Bewegungsrichtung des Fahrzeug; bewegende Ziel genau auf der Antennenachse. Dies(
Systeme ermöglichen die Sichtbarmachung von Ge ländereliefs, Küsten od. dgl. und im allgemeinen vor
jedem feststehenden ZieL
Im Gegensatz dazu liegt der Erfindung die Aufgabi zugrunde, die Sichtbarmachung von bewegten Zielen zi
ermöglichen.
Ein gemäß dem Anspruch 1 ausgeführtes Impuls Doppler-Radargerät nach der Erfindung mit einei
Anordnung zur kohärenten Demodulation der Echo: und zur Filterung der dadurch erhaltenen Signal«
enthält zur Feststeilung von gegenüber dem Boder bewegten Zielen für den Fall, daß das Radargerät selbs
auf einem bewegten Körper angebracht ist Einrichtun gen zur Durchführung der Sendung und des Empfang:
mit einem Strahlungsdiagramm, das zwei Hauptkeuler aufweist, die in bezug auf eine senkrecht zur Tangente
an die Bewegungsbahn des bewegten Körpers liegend« Richtung symmetrisch zueinander sind, während de:
Gewinn in dieser Richtung im wesentlichen Null ist.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung beispielshalber beschrieben. Darin zeigt
F i g. 1 das Strahlungsdiagramm des erfindungsgemä Ben Radargerätes,
F i g. 2 ein Prinzipschema eines nach der Erfindunj
ausgeführten Radargerätes mit Festzielechounterdrük kung,
F i g. 3 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel de: erfindungsgemäßen Radargerätes, bei welchem du
Festzielechounterdrückung mit deren Sichtbarmachunj kombiniert ist, und
Fig.4 und 5 abgeänderte Ausführungsformen voi
Teilen der Schaltungen von F i g. 2 und 3.
F i g. 1 zeigt die Antennenachse AXeines Seitensicht
Radargerätes, das von einem Flugzeug A getragen wird Die Bewegungsbahn des Flugzeuges ist bei A Y gezeigt
Es handelt sich dabei um das in Fig.2 dargestellt!
kohärente Impulsradargerät, dessen Antenne 1 nach Ar einer Monopuls-Antenne ausgebildet ist oder gan;
allgemein eine Antenne ist, deren Strahlungsdiagramm wie in F i g. 1 bei R dargestellt ist, symmetrisch in bezuj
auf die Achse AX ist und in der Richtung dieser Achsi den Gewinn Null hat. Vorzugsweise ist die verwendet!
Antenne eine Monopuls-Antenne, die an ihrem Diffe renzkanal Δ gespeist wird. Ein Antennenumschalter :
koppelt die Antenne abwechselnd mit dem Sender 3 um mit der Empfangsmischstufe 4. Der Sender 3 enthält in
wesentlichen einen Oszillator 31 und einen Impulsmo dulator 32, der von der Hauptsynchronisieranordnung;
des Systems entsperrt wird. Die Mischstufe 4 empfang andererseits die Schwingung eines Überlagerungsoszil
lators 6, die außerdem in einer Mischstufe 7 mit de Schwingung des Sendeoszillators gemischt wird, dami
die Kohärenz des Oszillators 8 gewährleistet ist, der di<
Bezugsschwingung liefert, die einem Amplituden-Phasen-Demodulator
9 zugeführt wird, der am Ausgang der Mischstufe 4 liegt.
Dies betrifft den Fall von Sendeimpulsen, die durch ein Magnetron erhalten werden. FaIk die Sendeimpulse
aus einer stabilisierten Dauerschwingung ausgeschnitten werden, kann des Oszillator 8 natürlich entfallen,
wobei dann die Mischstufe 7 die kohärente Bezugsschwingung liefert
Zur Vereinfachung der Zeichnung sind die verschiedenen
Stufen, die für die sendeseitige und empfangsseitige Hoch- und Zwischenfrequenzverstärkung unbedingt
nötig sind, nicht dargestellt, da sie völlig bekannt sind.
Ein an den Ausgang des Demodulators angeschlossenes schmalbandiges Filter 10 läßt nur die Signale durch,
deren Dopplerfrequenz im wesentlichen Null ist
An den Ausgang des Filters ist die übliche Auswerteanordnung 11 (Bildschirm ode, photographischer
Film) angeschlossen.
Dies entspricht bekanntlich dem Prinzip, das bei Seitensichtradargeräten für die Sichtbarmachung von
Festzielechos angewendet wird, denn die scheinbare Dopplerfrequenz eines Ziels wird zu Null, wenn die
relative Radialgeschwindigkeit des Ziels zu Null wird.
Bei den klassischen Seitensichtradargeräten, bei denen das Strahlungsdiagramm eine Hauptkeule enthält
deren maximaler Gewinn in der Richtung AX liegt, entspricht eine Radialgeschwindigkeit Null einer Eigengeschwindigkeit
des Ziels, die entweder Null iss. oder parallel zu der Flugbahn A Y des Flugzeugs liegt. Man
stellt auf diese Weise Ziele fest, die feststehend sind oder sich parallel zu der Flugbahn des Flugzeugs bewegen.
Bei dem dargestellten Radargerät bei welchem der Gewinn in der Achse AX Null und in den Richtungen
AX\ und AXi ein Maximum ist, kann dagegen die relative Radialgeschwindigkeit des Ziels nur dann zu
Null werden, wenn das Ziel beweglich ist. Die Richtungen AX\ und AX2 sind dabei die Achsen der
Keulen.
Dies ergibt sich daraus, daß bei einem festen Ziel die 4c
relative Radialgeschwindigkeit, d. h„ die Projektion der Zielgeschwindigkeit in bezug auf das Flugzeug auf die
Achse A M sich zwischen
Festzielen, die in den Keulen des Differenzdiagramms liegen, sind nämlich mit Dopplerfrequenzen
2 V sin 6»
45
|Vsinö,|und|Vsin02|
ändert und wenigstens gleich
I Vsin θι| ist wenn V
die Geschwindigkeit des Flugzeugs in bezug auf den Boden ist, während θι und Θ2 die Winkel zwischen der
Achse AX und den Tangenten an jede Keule im Ursprung sind, wobei θ(
< 02-
Dagegen kann für ein Ziel M, das sich mit der Geschwindigkeit
bewegt, die relative Geschwindigkeit
senkrecht zu der Richtung AM werden, die im Innern einer der beiden Keulen liegt.
Man erhält daher am Ausgang des Filters 10 nur die Echos von bewegten Zielen. Die Genauigkeit für die
Winkellage der Ziele liegt zwischen 2Θ, und 2θ;.
Damit ein solches Ziel festgestellt wird, genügt es, daß ds
die Richtung AM1 für welche die Geschwindigkeit VM
senkrecht zu AMliegt in einer der Keulen enthalten ist.
nip Festzielechos sind beseitigt: Die Echos von
behaftet so daß sie durch die Wirkung des Filters 10 beseitigt werden, während die Echos von Festzielen, die
auf der Achse AX liegen, zwar die Dopplerfrequenz Null haben, aber nicht ausgewertet werden, weil in
dieser Richtung der Gewinn Null oder sehr klein ist (20 bis 25 dB unter dem maximalen Gewinn).
Das beschriebene Radarsystem mit Festzielechounterdrückung kann auch zur Feststellung der Festziele
verwendet werden. Zu diesem Zweck genügt es, in der in F i g. 3 dargestellten Weise zwischen dem Sende-Empfangs-Umschalter
2 und der Antenne 1 ein Umschaltsystem 30 vorzusehen, das es ermöglicht, die
Antenne entweder über den Summenkanal oder über den Differenzkanal zu speisen. Die Festzielechos
werden festgestellt wenn beim Senden und beim Empfang der Summenkanal benutzt wird, während die
Echos bewegter Ziele festgestellt werden, wenn der Differen7kanal in der in F i g. 1 beschriebenen Weise
verwendet wird. Die gestrichelte Verbindung zwischen dem Umschalter 30 und dem Anzeigegerät 11 erinnert
daran, daß die Art der auf dem Anzeigegerät sichtbar gemachten Echos von der Stellung des Umschalters
abhängt.
Bisher wurde angenommen, daß die Symmetrieebene des Antennenbündels senkrecht zu der Richtung der
Antenne des Flugzeugs in bezug auf den Boden oder die »Geschwindigkeit über Grund« ist. Dies gilt, solange die
Abtrift <5, d. h., der Winkel zwischen dem Kurs und der Flugbahn des Flugszeugs Null oder vernachlässigbar ist.
Dies gilt auch bei einer nichtvernachlässigbaren Abtrift, wenn die Strahlungsachse der Antenne gegen die
Abtrift stabilisiert ist.
Die Genauigkeit, mit welcher die Strahlungsachse der Antenne der Normalen auf den Grundgeschwindigkeitsvektor
des Flugzeugs nachgeregelt werden muß. wird durch das für eine ausreichende Sichtbarkeit
notwendige Verhältnis zwischen der Leistung der Echos bewegter Ziele und der Leistung des Festzielechos
bestimmt.
Falls keine Nachregelung der Antenne vorgesehen ist, muß die Frequenz der Bezugsschwingung des
Empfängers in Abhängigkeit von der Abtrift verändert werden.
In Fig.4 und 5 sind Ausführungsbeispiele für eine
Kompensation der Abtrift bei dem beschriebener Radarsystem dargestellt.
Bei dem in Fig.4 dargestellten Gerät verfügt mar
über eine Spannung Vo, die der Abtrift proportional is
und beispielsweise von einem weiteren, als Abtriftmes ser verwendeten Doppltrradargerät geliefert wird
Diese Spannung wird einem steuerbaren Oszillator 4 als Steuerspannung zugeführt. Ein Einseitenbandmodu
lator 42 empfängt die Signale der Oszillatoren 8 und 4 und liefert das Bezugssignal zu dem Demodulator 9.
Bei dem in F i g. 5 dargestellten Gerät erfolgt di Abtriftkorrektur automatisch. Für diesen Zweck wir
die Steuerspannung des Kompensationsoszillators 4 durch den Vergleich der zwei aufeinanderfolgende
Sendeimpulse entsprechenden Ausgangssignale dt Demodulators 9 erhalten. Wenn T der Zeitabstan
zwischen diesen Impulsen ist, führt man das Ausgang: signal des Modulators 9 den beiden Eingängen eim
Subtraktionsschaltung 52 einerseits direkt und andererseits nach Verzögerung um Tin der Verzögerungsleitung
51 zu.
Eine an den Ausgang der Subtraktionsschaltung angeschlossene Integrationsanordnung 53 liefert die
Steuerspannung Vo für den Kompensationsoszillator 41.
In Fig.4 und 5 ist die Abtriftkompensation in den
Bezugskanal gelegt Natürlich könnte sie im Prinzip ebensogut an den Ausgang der Mischstufe 4 gelegt ι ο
werden, wobei die Änderungsrichtung der Frequenz umgekehrt werden müßte.
Wenn man also eine Vergrößerung der Bezugsfrequenz um fö vornehmen müßte, würde die Signalfrequenz
um /8 verringert und umgekehrt.
Diese Kompensationsanordnungen können offensichtlich mit dem System von F i g. 3 kombiniert werden.
Die Erfindung kann ferner bei Impulskompressionssystemen angewendet werden, insbesondere bei Systemen
dieser Art, die eine Anordnung zur optischen Signalauswertung enthalten, wie in der Patentanmeldung
P 18 14 200.2-35 beschrieben ist.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Seitensicht-Impuls-Doppler-Radargerät mit
einer Sende- und Empfangsanordnung, einer Anordnung zur kohärenten Demodulation der Echos durch
eine Bezugsschwingung und einer Filteranordnung, die nur die Signale durchläßt, deren Dopplerfrequenz
im wesentlichen Null ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Sende- und Empfangsanordnung
(1,2,3,4) eine Antenne (1) enthält, deren
Strahlungsdiagramm zwei Hauptkeulen f/ty aufweist,
die in bezug auf eine senkrecht zum Geschwindigkeitsvektor (AY) des Trägers (A) des Radargerätes
liegende Richtung (AX) symmetrisch zueinander sind, und deren Gewinn in dieser Richtung (AX) im
wesentlichen Null ist
2. Seitensicht-Impuls-Doppler-Radargerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Frequenzsteueranordnung
(41, 42) zur Änderung der Frequenz der der kohärenten Demodulationsanordnung
(9) zugeführten Bezugsschwingung in Abhängigkeit von der Abtrift des Trägers (A) des Radargerätes.
3. Seitensicht-Impuls-Doppler-Radargerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Frequenzsteueranordnung eine Frequenzumsetzeranordnung (41, 42) enthält, die zwischen einen eine
feste Frequenz erzeugenden Bezugsoszillator (8) und die Demoduhtionsanordnung (9) eingefügt ist
und einen frequenzsteuerbaren Oszillator (41) enthält, an den ein von der Abtrift des Trägers (A)
abhängiges Frequenzsteuersignal fVy angelegt ist
4. Seitensicht-Impuls-Doppler-Radargerät nach
Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung des Frequenzsteuersignals (Vi) an den
Ausgang der Demodulationsanordnung (9) eine Anordnung (51, 52, 53) angeschlossen ist, die ein
Signal erzeugt, das der Differenz in zwei aufeinanderfolgenden Sendeperioden des Radargerätes
erhaltenen Ausgangssignale der Demodulationsan-Ordnung (9) proportional ist
5. Seitensicht-Impuls-Doppler-Radargerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sende- und Empfangsanordnung eine Summe-Differenz-Antenne (1) enthält
und daß eine Anordnung (30) zur wahlweisen Verwendung des Summe-Kanals (Σ) oder des
Differenzkanals (A) zur Erfassung von Festzielen bzw. von bewegten Zielen vorgesehen ist.
50
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR155437 | 1968-06-18 | ||
| FR155437 | 1968-06-18 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1930285A1 DE1930285A1 (de) | 1972-05-31 |
| DE1930285B2 true DE1930285B2 (de) | 1977-05-18 |
| DE1930285C3 DE1930285C3 (de) | 1978-01-05 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2628379A1 (de) * | 1975-06-24 | 1977-01-13 | Thomson Csf | Seitensicht-radargeraet |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2628379A1 (de) * | 1975-06-24 | 1977-01-13 | Thomson Csf | Seitensicht-radargeraet |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1276366A (en) | 1972-06-01 |
| FR1604833A (de) | 1972-04-17 |
| DE1930285A1 (de) | 1972-05-31 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |