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Röntgendiagnostikeinrichtung mit einem schrittweise längsverschiebbaren
Patientenlagerungstiach Die Erfindung bezieht sich auf eine Rdntgendlagnostlkelnrichtung
zur Herstellung von Aufnahmeserien, die einen schrittweise längsverschiebbaren Patientenlagerungstisch,
einen Röntgenfilmwechsler und eine Schaltvorrichtung zur Umschaltung der Dosisleistung
der Röntgenröhre enthält.
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Bei einer bekannten Röntgendiagnostikeinrichtung dieser Art, die zur
Anfertigung von Angiographien des Beines dient, werden die Aufnahmedaten, nämlich
die Röntgenröhrenspannung, der Röntgenröhrenstrom und die Aufnahmezeit, am Röntgenapparat
eingestellt.
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Damit in jeder Aufnahmestellung des Beines die richtige Filmschwärzung
erfolgt, ist dafUr gesorgt, daß die Röntgen röhrenspannung entsprechend der Dickenabnahnie
des Beines reduziert wird. Da jedoch die Körperabmessungen bei jedem Patienten anders
sind, sind bei der bekannten Einrichtung Fehlbelichtungen nicht ausgeschlossen.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Röntgendiagnostikeinrichtung der
eingangs genannten Art mit einem Belichtungßautomaten auszurUsten, so daß immer
eine richtige Belichtung des Röntgenfilmes erfolgt. Dabei muß dafür gesorgt werden,
daß die durch den Belichtungsautomaten bestimmte Aurnahmezeit in dem durch die maximale
Hellsektorzeit der jeweiligen Aufnahmeserie und die kUrzestmögliche Aufnahmeschaltzeit
der Einrichtung begrenzten Bereich liegt, weil sonst eine automatische Belichtung
des Röntgenfilmes nicht möglich ist.
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Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei Vorwendung
eines Röntgenbelichtungsautomaten die Schaltvorrichtung durch den Patientenlagerungstisch
in den verschiedenen Aufnahmestellungen im Sinne einer solchen Änderung der Dosisleistung
gesteuert wird, daß die durch den Belichtungsautomaten bestimmte Aufnahmezeit in
dem durch die maximale Helisektorzeit des Röntgenfilmwechslers und die kUrzestmögliche
Aufnahmeschaltzeit der Einrichtung begrenzten Bereich liegt.
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Es ist zweckmäßig, am Patientenlagerungstisch Schalter zur Umschaltung
der Dosis leistung anzubringen, auf die ein ortsfester Nocken einwirkt. Eine vorteilhafte
Weiterbildung der Erfindung besteht darin, Mittel zum Vorwählen der fUr Jede Aufnahmestellung
geeigneten Dosisleistung vorzusehen. Die Dosisleistung kann somit dem jeweiligen
Patienten angepaßt werden. Die Veränderung der Dosisleistung kann durch Veränderung
der Röntgenröhrenspannung oder durch Verändern des Röntgenröhrenatromes erfolgen.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschrelbung von AusfUhrungsbeispielen anhand der Zeichnung.
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In der Zeichnung stellen dar: Fig. 1 eine schematische Darstellung
einer Röntgendiagnostikeinrichtung nach der Erfindung, Fig. 2 eine Schaltungsanordnung
zur Veränderung der Dosisleistung der Röntgenröhre durch Verändern der Röntgenröhrenspannung
und Fig. 3 eine Schaltungsanordnung zur Veränderung der Dosisleistung der Röntgenröhre
durch Veränderung des RUntgenröhrenstromes.
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In der Fig. 1 ist auf der in Pfeilrichtung schrittweise längsverschiebbaren
Patientenlagerungsplatte 1 ein sich verjUngendes Objekt 2 schematisch dargestellt.
Das Objekt 2 kann beispielsweise das Bein eines Patienten sein, von dem Angiographien
angefertigt werden sollen. Die Herstellung von Aufnahmen vom Objekt 2 erfolgt in
vier Abschnitten 3 bis 6. Uber dem Patientenlagerungstisch 1 und dem Objekt 2 ist
eine Höntgenröhre 7 angeordnet, deren otrahlerugang schematisch angedeutet ist.
Unter dem Patientenlagerungstisch steht ein Röntgenfilmwechsler 8, durch den von
jedem der Absclmitte ) bis 6 des Objektes 2 Aufnahmeserien angefertigt werden körrnen.
Zwischen dem Röntgenfilmwechsler 8 und dem Patlentenlagerungstisch 1 ist die Strahlenmeßkammer
9 eines Belichtungsautomaten angeordnet.
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Der Patientenlagerungstisch 1 ist mit Schaltern 10 bis 13 versehen,
die durch einen Nocken 14 betätigbar sind, der auf einem ortsfesten Geräteteil 15
angeordnet ist. Bei Durchstrahlung des Abschnittes 3 wird der Schalter 1u, des Abschnittes
4 der Schalter 11, des Abschnittes 5 der Schalter 12 und des Abschnittes 6 der Schalter
13 cescl:lossenX Durch die Schalter 10 bis 13 wird die Dosisleistung der Ildntgenröhre
7 so schrittweise reduziert, daß die durch den Helichtungsautomaten bestimmte Aufnahmezeit
fttr jeden der Abschnitte 3 bis 6 in dem durch die maximale Hellsektorzelt der Aufnahmeserie
und die kürzestmögliche AufnaIuneschaltzeit der Einrichtung begrenzten Bereich liegt.
Auf diese Weise ist ein vollautomatischer Ablauf der Verschiebung des Patientenlagerungstisches
und der Herstellung der Aufnahmeserien möglich.
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Bei der in der Fig. 2 gezeigten Sehatungsanordnung ist ein Motor 16
vorgesehen, durch den die Abgriffe eines Stelltransformators 17 verstellt werden
können. Auf diese Weise kann die einem in der Fig. 2 nur schematisch dargestellten
Hochspannungstransformator 18 zugeführte Primärspannung zur Veränderung der Dosisleistung
der Höntgenrölire vermindert werden. An den Abgriffe 19 und 20 des Stelltransformators
17 ist Uber einen Transformator"21
ein Gleichrichter 22 angeschlossenf
dessen Gleichspannung in Reihe zu einer an einem Potentiometer 23 abgegriffenen
Gleichspannung und einer an einem Spannungsteiler 24 abgegriffenen Gleichspannung
liegt. Die sich aus der ttberlagerung der zwischen den Klemmen 25 und 26, 25 und
27, sowie 27 und 28 ergebende resultierende Gleichspannung ist ueber einen Verstärker
29 dem Motor 16 zugeführt.
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Die an dem Potentiometer 23 abgegriffene, zwischen den Klemmen 25
und 27 liegende Spannung entsprlcht dem jeweils eingestellten Sollwert der Röntgenrtlhrenspannung.
Dieser zwischen den Klemmen 25 und 27 liegenden 8pannung wird durch die Schalter
10 bis 13 eine mehr oder weniger große Spannung überlagert, durch die eine Veränderung
der tatsächlichen Röntgenröhrenspannung gegen-Uber dem eingestellten Sollwert
bei Durchstrahlung derjenigen Abschnitte 3 bis 6 des Objektes 2 bewirkt wird, in
denen dies erforderlich ist.
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Der Motor 16 stellt die Abgriffe des Stelltransformators 17 so ein,
daß die Summenspannung aus den zwischen den Klemmen 25 und 26, 25 und 27, sowie
27 und 28 liegenden Spannungen immer null ist. Werden daher die Schalter 10 bis
13 nacheinander geschlossen, so erfolgt durch den Motor 16 eine Einstellung der
Röntgenröhrenspannung entsprechend der Lage der jeweiligen Abgriffe 30 bis 33 an
dem Spannungsteiler 24, ohne daß der Sollwert der Röntgenröhrenspannung, der am
Potentiometer 23 eingestellt ist, verändert werden muß. Das gewünschte Maß der bei
jedem Schritt des Patientenlagerungstisches 1 erfolgenden Reduzierung der Röntgenröhrenspannung
ist durch die Lage der Abgriffe 30 bis 33 des Spannungsteilers 24 bestimmt. Mittels
der Abgriffe 30 bis 33 kann die Reduzierung der Röntgenröhrenspannung fUr jede Aufnahmestellung
somit vorgewählt werden.
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Bei dem in-der Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel erfolgt durch
einen Motor 34 die Verstellung eines im Heizkreis der Röntgenröhre 7 liegenden Vorwideretandes
36 sowie des AbgrXre8 eines Potentiometers 37, an dem eine dem Istwert des Heizstromes
entsprechende Gleichspannung abgegriffen wird. An einem Potentiometer 38 wird eine
Gleichapannung abgegriffen, die dem eingestellten Heizstrom, d.h. dessen Sollwert
entspricht. Diese beiden Spannungen sind in Reihe zueinander geschaltet und liegen
ferner in Reihe zu einer Gleichspannung, die an einem Spannung teiler 39 mittels
der Schalter 10 bis 13 abgegriffen wird. Die Summenspannung, die sich aus den an
den Potentiometern 37 und 38 und am Spannungsteiler 39 abgegriffenen Spannungen
ergibt, steuert Uber einen Verstärker 40 den Motor 34, welcher über den Vorwiderstand
56 den Röntgenröhrenstrom einstellt und den Abgriff des Potentiometers 37 so verstellt,
daß diese Summenspannung null wird.
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Durch die Schalter lO bis 13 erfolgt eine Veränderung der den Motor
34 -«teuerndengpannung im Sinne einer Reduzierung des Röntgenröhrenstromes bei jedem
Schritt des Patientenlagerungs tisches 1. Das Maß dieser Reduzierung kann hier ähnlich
wie bei dem in der Fig. 2 gezeigten Ausftlhrungsbeispiel mittels der Abgriffe 41
bis 44 des Spannungsteilers 39 eingestellt werden.
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Sind die Abgriffe 30 bis 33 (Fig. 2) bzw. 41 bis 44 (Fig. 3) dem jeweiligen
Patienten entsprechend eingestellt, so wird in jeder AuNnahme5ellung des Patientenlagerungstisches
1 die Dosisleistung der Röntgenröhre automatisch richtig eingestellt, d.h.
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so eingestellt, daß die durch den Belichtungsautomaten jeweils bestimmte
Aufnahme zeit in dem durch die maximale Hellsektorzeit und die kürzestmögliche Aufnahmeschaltzeit
begrenzten Bereich liegt. Eine manuelle Nachstellung der Dosisleistung in den einzelnen
Aufnahmestellungen ist somit nicht erforderlich.