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DE1928330C3 - Textiles Flächengebilde - Google Patents

Textiles Flächengebilde

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Publication number
DE1928330C3
DE1928330C3 DE19691928330 DE1928330A DE1928330C3 DE 1928330 C3 DE1928330 C3 DE 1928330C3 DE 19691928330 DE19691928330 DE 19691928330 DE 1928330 A DE1928330 A DE 1928330A DE 1928330 C3 DE1928330 C3 DE 1928330C3
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DE
Germany
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fibers
coating
textile
fiber
conductive
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Application number
DE19691928330
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English (en)
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DE1928330A1 (de
DE1928330B2 (de
Inventor
Shigeru; Nagae Kenji; Okuhashi Tomomi; Tokio Fujiwara
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Teijin Ltd
Original Assignee
Teijin Ltd
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Publication date
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Publication of DE1928330B2 publication Critical patent/DE1928330B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1928330C3 publication Critical patent/DE1928330C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

K, -Λ. ~..u;~Aa,n η;» oioktroctatische AufiadunE von ausgesetzt werden. ·
ohne Beeinträchtigung seines Aussehens, seines Griffes und seiner übrigen üblichen textlien Eigenschaften eine der elektrostatischen Aufladung entgegenwirkende elektrische Leitfähigkeit aufweist, die auch nach sämtlichen denkbaren einem textlien Flächengebilde zuteil werdenden Behandlungsarten stets erhalten bleibt.
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß das textile Flächengebilde 0,001 bis 2 Gew.-°/o elektrisch leitfähige Fasern aufweist, die aus einem organischen synthetischen Fasermaterial bestehen, das mit einem elektrisch leitfähigen, an die Faser gebundenen Überzug aus einer gehärteten Polymerisatmatrix eines Acrylnitril-Butadicn-Copolymeren und einem mit dem Copolymeren verträglichen Phenolharz im Gewichtsverhältnis von 0,4 bis 4 zu 1 und darin dispergierten Teilchen von Silber und/oder Kohlenstoff versehen ist, wobei die mittlere Dicke des Überzugs 03 bis 15 Mikron beträgt und die Menge an Silber- und/oder Kohlenstoffteilchen ausreichend ist, um den Widerstand der elektrisch leitfähigen Fasern auf weniger als 109 Ohm/cm herabzusetzen.
Das textile Flächengebilde gemäß der Erfindung weist elektrisch leitende Fasern auf, die aus gewöhnlichen organischen Textilfasern und einem die Textilfa- sern umgebenden Überzug bestehen, der seinerseits aus einem Bindemittel und darin dispergierten Metallteilchen besteht. Die bei dem erfindungsgemäßen textlien Flächengebilde verwendete, elektrisch leitende Faser hat daher einen sehr kleinen elektrischen Widerstand und gute Fasereigenschaften. Das textile Flächengebilde gemäß der Erfindung behält daher die von einem Textilerzeugnis geforderten Eigenschaften bei und besitzt darüber hinaus noch eine ausreichende, der elektrostatischen Aufladung entgegenwirkende clektrisehe Leitfähigkeit, die auch nach den üblichen, einem textlien Flächengebilde zuteil werdenden Behandlungen erhalten bleibt.
Ein besonders großer Vorteil des textlien Flächengebildes gemäß der Erfindung liegt darin, daß zur Erzielung einer ausreichenden elektrischen Leitfähigkeit bereits eine geringe Menge an elektrisch leitfähigen Fasern ausreicht Diese geringe erforderliche Menge an elektrisch leitfähigen Fasern gewährleistet, daß sich die üblichen textlien Eigenschaften des erfindungsgeir.äßen textlien Flächengebildes bis auf die elektrische Leitfähigkeit nicht von den Eigenschaften der entsprechenden herkömmlichen textlien Flächengebilde unterscheiden.
Weitere Verbesserungen der elektrischen Leitfähigkeit des textlien Flächengebildes gemäß der Erfindung so lassen sich erzielen, wenn die Zusammensetzung des elektrisch leitenden Überzuges der elektrisch leitenden Fasern nach Maßgabe der Ansprüche 2 bis 5 abgeändert wird.
Die organischen, synthetischen Fasern, die als Substrat für den elektrisch leitenden Überzug verwendet werden, bestehen vorzugsweise aus einem linearen synthetischen Polyamid, insbesondere Polycapronamid oder Polyhexamethylenadipamid, da diese Materialien den Fasern eine gute mechanische Festigkeit geben und für eine gute Haftfestigkeit zwischen den Fasern und dem elektrisch leitenden Überzug sorgen. Es können jedoch auch andere synthetische Polymere, beispielsweise Polyester, Polyolefine, Acrylpolymere, Polyvinylacetat, Polyharnstoffe und Polyimide und Gemische hiervon verwendet werden.
Es ist von Vorteil, wenn die vorstehend aufgeführten Fasern einen Denierwert zwischen 5 und 50, insbesondere zwischen 10 und 30 aufweisen. Die für das textile Flachengebilde verwendeten Fasern können in Form eines Einzelfadens oder in Form eines Mehrfachfadens vorliegen.
Silber und leitender Kohlenstoff werden als leitendes Material im Hinblick auf ihre Wittemngsbeständigkeit, Beständigkeit gegenüber Angriff durch Chemikalien und Leitfähigkeit gewählt. Das feinzerteilte Silber kann in jeder Form vorliegen, vorausgesetzt, daß seine Teilchengröße 10 Mikron, bevorzugt 5 Mikron, nicht übersteigt, jedoch ist ein flaches flockenartiges feinzerteiltes Silber günstig. Ein flaches flockenartiges Silber mit einer durchschnittlichen Teilchengröße nicht oberhalb von 5 Mikron ist besonders günstig und ergibt Produkte mit ausgezeichneter und lang anhaltender Leitfähigkeit, selbst wenn die Stärke des leitenden Überzugs extrem dünn ist Der Kohlenstoff kann aus feinzerteiltem Graphit und elektrisch leitenden Rußen, wie Acetylenruß, leitendem Ofenruß und leitendem Channelruß bestehen. Acetylenruß wird bevorzugt, da seine Graphitstruktur relativ gut entwickelt ist und seine Leitfähigkeit überlegen ist. Die Teilchengröße der Ruße bestimmt sich normalerweise in Abhängigkeit von ihrem Herstellungsverfahren und praktisch sämtliche Ruße haben eine durchschnittliche Teilchengröße von etwa 0,1 Mikron. Im Rahmen der Erfindung sind sämtliche elektrisch leitenden Ruße mit einem derartigen normalen Durchschnittsteilchendurchmesser verwendbar. Der verwendbare feinzerteilte Graphit hat einen durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 0,5 Mikron oder darunter, bevorzugt 0,1 Mikron oder darunter. Im allgemeinen ergibt Silber ein Produkt mit größerer Dauerhaftigkeit und besserem Aussehen als Ruß, jedoch ist der letztere wirtschaftlich günstiger.
Die obere Grenze für die Menge des leitenden Materials, das in dem Überzug vorliegt, wird durch die praktischen Anfordernisse der Festigkeit des Überzuges und der Haftfestigkeit zwischen Überzug und Substrat begrenzt Im allgemeinen ist die Anwesenheit des Silbers im Überzug in einer Menge oberhalb von 90 Gew.-% oder von Kohlenstoff in einer Menge oberhalb von 30Gew.-% nicht günstig. Der optimale Gew.-Anteil des leitenden Materials in dem Überzug hängt von der Art des leitenden Materials, seiner Größe und Form und der Stärke des Überzuges ab. Jedoch ist vom praktischen Gesichtspunkt eine Menge im Bereich von etwa 70 bis 90%, insbesondere etwa 75 bis 85 Gew.-°/o bevorzugt, wenn Silber allein verwendet wird. Andererseits sind etwa 10 bis 60%, insbesondere etwa 15 bis 45 Gew.-% günstig, falls Kohlenstoff allein verwendet wird.
Vorzugsweise enthält der aus dem Acrylnitril-Butadien-Copolymeren gebildete Überzug etwa 28 bis 42 Gew.-% an Einheiten, die vom Acrylnitril abgeleitet sind. Falls der Acrylnitrilgehalt zu klein ist, kommt es häufig vor, daß das erhaltene Produkt keine zufriedenstellende Dauerhaftigkeit beim Laugen, Färben und Waschen hat. Andererseits sind die Copolymeren, bei denen der Acrylnitrilgehalt zu groß ist, deshalb nicht günstig, da sie nicht einfach zu handhaben sind, spezifisch aufgrund ihrer schlechten Löslichkeit, da, wie nachfolgend ausgeführt, sie in einem Lösungsmittel gelöst werden und dann auf die Faser aufgebracht werden. Diese Copolymeren können auch eine geringe Menge, beispielsweise weniger als 5 Gew.-%, an Einheiten enthalten, die sich von anderen Comonomeren mit Carboxylgruppen im Molekül, beispielsweise Acrylsäure und Methacrylsäure, ableiten.
IO
Als Phenolharze können sämtliche Phenolharze, die mit dem Copolymeren verträglich sind, im Rahmen der Erfindung verwendet werden. Die Phenolharze leiten sich üblicherweise von einem Phenol und einem Aldehyd ab. Wenn ein Copolymeres mit relativ hohem Acrylnitrilgehalt verwendet wird, kann ein normales Phenolformaldehydkondensationsprodukt eingesetzt werden, jedoch werden allgemein die öllöslichen Phenolharze bevorzugt. Beispiele hierfür sind Phenolharze, die mit Naturharzen, wie Kolophonium, oder mit Naturölen, wie dem öl aus der Schale der Kascbunuß (im nachstehenden kurz Kaschunußöl genannt), modifiziert sind, und die Kondensationsprodukte von Formaldehyd und beispielsweise mit tert.-Butyl-, tert.-Amyl-, Phenyl- oder Cyclohexylgruppen substituierten Phenolen.
Das Gew.-Verhältnis von Acrylnitril-Butadien-Copolymerem zu dem Phenolharz ist kritisch für eine zufriedenstellende Festigkeit, Weichheit und Flexibilität des Überzuges, die Haftung an das Substrat, die Beständigkeit gegen Angriff durch Chemikalien und die Witterungsbeständigkeit und somit auch die Dauerhaftigkeit des Produktes, und muß zwischen 0,4 :1 bis 4:1. bevorzugt 0,6 :1 bis 3 :1, liegen. Wenn der Anteil des Phenolharzbestandteils in dem Überzug zu gering ist, werden Festigkeit des Überzugs, Beständigkeit gegen Chemikalien und Haftung am Substrat unzureichend, während, wenn diese Menge zu groß ist, die Weichheit und Flexibilität des Überzuges schlechter wird und die leitenden Fasern eine Neigung zum Verlust der Leitfähigkeit nach wiederholter Streckung, Beugung oder Reibung zeigen.
Das Gemisch aus Acrylnitril-Butadien-Copolymerem und Phenolharz kann auch einen Phenolharzhärter, beispielsweise Hexamethylentetramin, ein Verdickungsmittel, Alterungsschutzmittel oder andere Zusätze enthalten.
Die Stärke des elektrisch leitenden Überzugs wird durch die mit der Leitfähigkeit als leitfähige Faser und den funktionellen Textileigenschaften der Faser in Verbindung stehenden Anfordernissen bestimmt. Wenn auch diese Stärke durch das spezielle im Überzug vorhandene leitende Materia! und dessen Größe, Form und Menge beeinflußt wird, so wurde doch festgestellt, daß die gewünschte Leitfähigkeit nicht erzielt werden kann, wenn die durchschnittliche Stärke weniger als 0,5 Mikron betrug. Andererseits darf die obere durchschnittliche Stärke, obwohl sie durch den Denierwert der Substratfaser beeinflußt wird, einen Wert von 15 Mikron nicht übersteigen und die Stärke beträgt bevorzugt 1 bis 12 Mikron. Ein übermäßig dicker Überzug verschlechtert die funktionellen Eigenschaften des Produktes als Textilfaser. Falls Silber allein als leitendes Material verwendet wird, beträgt die durchschnittliche Stärke bevorzugt nicht mehr als 10 Mikron und beträgt besonders etwa 0,7 bis 5 Mikron, während im Fall von Kohlenstoff allein die Stärke günstigerweise mindestens 1 Mikron, insbesondere etwa 2 bis 12 Mikron, beträgt.
Die elektrisch leitenden Fasern können aus der Substratfaser und einer Paste des Acrylnitril-Butadien-Copolymeren, dem Phenolharz und dem feinzerteilten leitenden Material und einem flüchtigen Lösungsmittel hergestellt werden, welches z. B. aus einem Keton, wie Methyläthylketon oder Methylisobutylketon, chlorierten Kohlenwasserstoffen, wie Dichloräthan, Estern, wie Äthylacetat, nitrierten Kohlenwasserstoffen, wie Nitromethan oder Gemischen hiervon oder Gemischen mit
35
40
45
55
60 einem Verdünnungsmittel, wie Toluol, besteht. Verdikkungsmittel, Antioxydantien und andere Zusiüze sowie Härtungsmittel für die Phenolharze können dieser Paste zugesetzt werden. Die Paste wird auf die Substratfaser durch Eintauchen, Überziehen, Aufsprühen oder durch andere geeignete Maßnahmen aufgebracht. Erforderlichenfalls wird die Menge der Paste auf dem Substrat geregelt, indem z. B. die Faser durch einen Spalt geführt wird. Die Faser wird z.B. bei etwa 80 bis 1306C getrocknet und dann auf beispielsweise etwa 130 bis 2100C zum Härten der Harzmasse erhitzt.
Die auf diese Weise hergestellten elektrisch leitenden Fasern haben Widerstände von etwa 10 bis 109 Ohm/cm, wenn Silber allein vorliegt, und von etwa 10* bis 109 Ohm/cm, wenn Kohlenstoff allein vorliegt. Wenn sowohl Kohlenstoff als auch Silber verwendet werden, kann in Abhängigkeit von dem Verhältnis der beiden Bestandteile der Widerstand der Faser einen Wert wie in dem Fall, wo Silber allein verwendet wurde, erreichen. Die Fasern behalten ihre funktionellen Eigenschaften als Textilfasern bei und sind gegen die üblichen Verarbeitungsbedingungen, denen Textilfasern ausgesetzt werden, beständig. Dadurch wird ihre Einverleibung in die üblichen organischen Textilmaterialien vereinfacht.
Die Textilmaterialien mit dauerhaften antistatischen Eigenschaften bestehen aus normalen organischen Textilfasern und einer geringen Menge der vorstehend aufgeführten elektrisch leitenden Fasern, und sie können die gewünschten antistatischen Eigenschaften und die mechanischen Eigenschaften und das Aussehen besitzen, die für praktische Zwecke zufriedenstellend sind, selbst wenn nur eine geringe Menge, beispielsweise weniger als 2%, bevorzugt 0,001 bis 1,5 Gew.-%, der leitenden Fasern vorhanden sind.
Das Vermischen der leitenden Fasern und der organischen Textilfasern kann durch Mischspinnen, Mischzwirnen, Mischweben, Mischstricken oder nach irgendeinem anderen gewünschten Verfahren durchgeführt werden. Weiterhin brauchen die leitenden Fasern nicht notwendigerweise gleichmäßig in den organischen Textilfasern verteilt sein. Teppichgarne, Web- oder Strickgarne oder Nähfäden können zunächst mit den leitenden Fasern vermischt werden und dann kann das Tuftieren, Weben, Stricken oder Nähen mit dem Gemisch durchgeführt werden, wodurch sichergestellt wird, daß die leitende Faser in geeigneten Abständen im Endprodukt vorhanden ist.
Beispielsweise kann ein Hemd mit einem Polyestertuch unter Anwendung eines Nähfadens, der etwa 8 Gew.-% der leitenden Fasern enthält, genäht werden. In diesem Fall enthält das als Produkt erhaltene Hemd lediglich 0,02 Gew.-°/o der leitenden Faser, zeigt jedoch immer noch eine sehr zufriedenstellende antistatische Eigenschaft. Wenn andererseits das Endprodukt aus einem Rock besteht, wird die unerwünschte Erscheinung, daß Rock und Unterwäsche zusammenwirken und am menschlichen Körper ankleben, im markanten Ausmaß geregelt, indem lediglich eine einzige Naht einer leitenden Faser in dem Saumteil des Rockes genäht wird. In diesem Fall kann der Gehalt an leitenden Fasern, bezogen auf den gesamten Rock, eine so geringe Menge wie 0,005 Gew.-°/o betragen.
Obv/ohl der Mechanismus, wodurch die statische Elektrizität unterdrückt wird, bis jetzt nicht klar ist, wird doch angenommen, daß er grundsätzlich in Beziehung zu den Wirkungen auf der Basis der elektrostatischen Induktion steht, d. h. die elektrostatische Induktion kann
entwedc
Ladung'
Neutrali
auch an
Korpei
abgeler
mensch
Tuch, t
außerl
ße'ispi
Eigci setzt sern vcrsi gefa in
Mat Bei;
entweder die Verteilung der angesammelten statischen Ladungen durch Entladung erleichtern oder eine Neutralisation der Ladungen bewirken. Weiterhin ist auch anzunehmen, daß die Ladungen am menschlichen Körper zu der Erde durch die leitenden Fasern abgelenkt werden, so daß eine Elektrifizierung des menschlichen Körpers verhindert wird.
Die textlien Flächengebilde können z. B. ein gewebtes Tuch, ein gestricktes Tuch, ein Wirrfaservlies, genähte Gegenstände oder Teppiche sein.
Die folgenden Beispiele dienen zur weiteren Erläuterung der Erfindung, wobei die Vergleichsbeispiele außerhalb des Rahmens der Erfindung liegen. In den Beispielen sind Teile und Prozentsätze auf das Gewicht bezogen.
Beispiele 1 bis 7
Diese Beispiele erläutern die Herstellung und die Eigenschaften der überzogenen Fasern. Die Zusammensetzung und Stärke der Überzüge auf den Substratfasern und der Widerstand der Fasern zu Beginn und nach verschiedenen Versuchen sind in Tabelle I zusammengefaßt.
Im folgenden werden Einzelheiten der verschiedenen Materialien, Verfahren und Versuche, die bei den Beispielen 1 bis 7 angewandt wurden, gebracht:
(1) Substratfaser
Beispiele 1,1A~D,2,2A-D,4 Al -6und4B1 -5
Ein Einzelfaden von 15 Denier aus Polycaprolactam.
Beispiele 3A 1-7und3b 1-7
Ein gekräuselter Einzelfaden von 20 Denier aus Polycaprolactam.
Beispiele 5A und B
Kin Einzelfaden von Denier aus Polyester.
Beispiel 6
Ein Einzelfaden von 10 Denier aus Polyhexamelhylcnadipamid.
B e i s ρ i e! 7
Ein Mehrfachfaden von 30 Denier, 5fädig aus Polycaprolactam.
(2) Leitendes Material
Das verwendete Silber bestand aus feinteiligem flockigen Silber mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 1,5 Mikron.
Der verwendete Kohlenstoff bestand aus Acetylenruß.
(3) Matrix
(a) Gehärtetes Gemisch aus einem Acrylnitril-Butadien-Copolymeren und einem Phenolharz
Bei den Beispielen 1, 2, 3, 6 und 7 enthielt das Acrylnitril-Butadien-Copolymere 32% Acrylnitril. Bei Beispiel 4 enthielt das Copolymere 37% Acrylnitril. Bei Beispiel 5 bestand das Copolymere aus einem Carbonsäure-Acrylnitril-Butadien-Copolymeren mit einem Gehalt von 32% Acrylnitril und etwa 1 Mol-% Carboxylgruppen.
Das in den Beispielen 1, 2, 3, 4 und 7 verwendete Phenolharz bestand aus einem Gemisch eines Phenolformaldchydharzcs vom Novolak-Typ, das mit Kaschunußöl modifiziert war, und einer geringen Menge Hexamethylentetramin. Das in Beispiel 5 verwendete Phenolharz bestand aus einem Gemisch eines p-tert.-Butylphenol-Formaldehydharzes vom Novolak-Typ und einer geringen Menge Hexamethylentetramin. Das in Beispiel 6 verwendete Phenolharz bestand aus einem Gemisch eines Resorcin-Formaldehydharzes und einer geringen Menge Hexamethylentetramin.
Die Spalte mit der Überschrift %NBR in Tabelle I
ίο gibt den Gew.-Prozentsatz an Copolymerem, bezogen auf die Gesamtmenge aus Copolymerem und Phenolharz bei den Beispielen an, bsi denen ein derartiges Gemisch die Matrix bildete.
(b) Andere
Die zu Vergleichszwecken verwendeten anderen Harze zur Bildung der Matrix sind durch Abkürzungen in der nachfolgenden Tabelle 1 angegeben, die folgende Bedeutung haben:
Ep = Klebstoff vom Epoxyharztyp; dieses erbrachte noch den speziellen Nachteil, daß die Lebensdauer der Paste äußerst kurz war, so daß es schwierig war, einen einheitlichen Überzug zu erhalten, während die erforderliche Härtungszeit lang war.
Ac = Leitender Anstrich vom Acrylharztyp,
Si = Silicon/Vinylacetatharz (1 :1),
Ph = Phenol-Formaldehydharz vom Novolak-Typ, modifiziert mit Kaschunußöl.
(4) Herstellung der überzogenen Fasern
Eine Paste wurde aus dem leitenden Material, den Polymerbestandteilen, die nach dar Härtung die Matrix bilden, und einem geeigneten flüchtigen organischen Lösungsmittel hergestellt. So wurden in Beispiel 1 80 Teile Silber, 12 Teile Acrylnitril-Butadien-Copolymeres, 8 Teile Phenolharz und 80 Teile Methyläthylketon vermischt und in Beispiel 2 wurden 25 Teile Kohlenstoff, 45 Teile Acrylnitril-Butadien-Copolymeres, 30 Teile Phenolharz und 350 Teile Methylethylketon vermischt.
Der Substratfaden (Einzelfaden bei den Beispielen 1, 3.4 und 6; mehrere Einzelfäden, die voneinander durch einer, geringen Abstand getrennt waren, so daß die Fäden nicht aneinander hafteten bei den Beispielen 2 und 5, wobei in Beispiel 5 30 Fäden zusammen verarbeitet wurden; ein Mehrfaden in Beispiel 7) wurde durch die Paste in einer geeigneten Geschwindigkeit (beispielsweise 25 m/min bei Beispiel 1) und dann durch
einen Spalt geführt, um die Stärke des Überzuges einzustellen und dann einer Behandlung zur Trocknung und Härtung des Überzuges unterworfen. Es wurden folgende Trocknungs- und Härtungsbehandlungen angewandt:
Beispiele I,2,4,5,6und7
Fasern mit Acrylnitril-Butadien-Copolymer/Phenolharz-Matrix: Es wurde durch einen Heißlufttrockner von 130°C während 6 Sekunden geführt und dann durch ein Heißluftbad (2000C) während 6 Sekunden geführt.
Fasern mit anderer Matrix: Es wurde bei 1900C erhitzt.
Beispiel 3
Wie bei den Fasern mit Acrylnitril-Butadien-Copolymer/Phenolharz-Matrix der Beispiele 1 und 2, worauf der auf eine Spindel aufgewickelte Faden während 30
709 6Ib/101
Minuten in einem Heißlufttrockner von 140"C erhitzt wurde.
(5) Eigenschaften der überzogenen Fasern
Der Widerstand der überzogenen Fasern wurde auf einem FM-Tester-Modeli L-19-B oder einem automatischen Isolierungsohmmeßgerät Modell L-68 nach Beendigung der Trocknungs- und der Härtungsbehandlung, und nachdem die Fasern sämtlichen oder einer Anzahl der nachfolgenden unterschiedlichen Versuche unterworfen waren, gemessen.
Abriebstest
Die Fäden wurden während 15 Minuten mit einem Polyamidzahnrad (120 Umdrehungen/min, Durchmesser 5 cm. Anzahl der Zähne 20) unter einer Belastung von 036 g/den, berechnet auf der Basis der Substratfaser, gerieljen.
Dehnungsversuch
Der Faden wurde um 5°/o in der Länge gestreckt und dann der Rückkehr zur ursprünglichen Länge überlassen, wobei dieser Kreislauf 50 Mal wiederholt wurde.
Laugungs- und Färbungsversuch
Die Fäden wurden verschiedenen Laugungsbehandlungen, jeweils für 60 Minuten bei 95°C in einem Laugungsbad, weiches 1 g/l eines nichtionischen Detergens und 0,3 g/l Natriumcarbonat enthielt, unterworfen.
Dann wurden die Fäden mit einem sauren Farbstoff durch eine Behandlung während 60 Minuten bei 95°C in einem Färbebad gefärbt, welches den Farbstoff und 0,15 g/l eines oberflächenaktiven Mittels und 0,16 g/i Ammoniumsulfat enthielt und auf einen pH-Wert von 4,6 bis 4,8 mit Essigsäure eingestellt war.
Waschversuch
Die Fäden wurden 10 Waschbehandlungen, jeweils während 30 Minuten bei 6O0C in einer Waschflüssigkeit, die i g/l eines Detergens und 2 g/l Natriumcarbonat enthielt, unterworfen.
Chemischer Beständigkeitsversuch
Die Fäden wurden (a) während 20 Stunden bei Raumtemperatur in Trichloräthylen, Tetrachloräthylen, Toluol, 10%ige Schwefelsäure, 2O°/oiges Natriumhydroxyd und 20%ige Essigsäure eingetaucht und (b) während 20 Stunden bei Raumtemperatur in Stickstoffoxydgas, Schwefelwasserstoff und Schwefeldioxyd stehengelassen.
Wetterbeständigkeitsversuch
Die Fäden wurden während 300 Stunden in einer Bewitterungsvorrichtung exponiert.
In Tabelle I sind für jede Faser aufgeführt
1) die Art der Matrix, wobei die Kolonne mit der Überschrift %NBR den Prozentsat?! des Acrylriitril-Butadien-Copolymeren, bezogen auf die Ge^ samtmenge von Acrylnitril-Butadien-Copolymeren und Phenolharz angibt,
2) der Prozentsatz an Silber oder Kohlenstoff, bezogen auf das Gewicht des Überzugs,
3) die durchschnittliche Stärke des gehärteten Überzugs und
4) der Widerstand der Faser
(a) anfänglich (In),
(b) nach dem Abriebsversuch (Ab),
(c) nach dem Dehnungsversuch (EV),
(d) nach dem Laugungs- und Färbungsversuch (LF).
Wenn in der Spalte EV der Widerstand als «(1) angegeben ist, bedeutet dies, daß der Widerstand unendlich groß war, nachdem die Faser lediglich einmal gedehnt wurde.
Die erfindungsgemäßen Beispiele sind mit einem Stern (·) bezeichnet.
Außer den in Tabelle I aufgeführten Widerständen wurde der Widerstand der Fasern der Beispiele 1 und 2 auch nach den anderen vorstehend aufgeführten
Versuchen untersucht und dabei festgestellt, daß die Fasern sehr zufriedenstellend einen niederen Widerstand beibehalten.
Die Faser nach Beispiel 1 hatte eine Bruchzähigkeit von 5,6 g/den, eine Bruchdehnung von 43% und einen
Young-Anfangsmodul von 30 g/den, bezogen auf den Denierwert des Substrats. Somit hatte die Faser praktisch die gleiche Zähigkeit, Weichheit und Flexibilität wie das Substrat. Die elektrisch leitenden Fäden der Beispiele 2,3,4,5 und 6, bei denen die Substratfaser aus einen Einfaden bestand, und diejenigen nach Beispiel 7, die sich von einem mehrfädigen Substrat ableiten, sind hinsichtlich ihrer ZähiekeiL Weichheit und Flexibilität gleich. Die Stärke des elektrisch leitenden Überzugs des leitenden Fadens nach Beispiel 7 ist als Durchschnitts-
stärke des leitenden Harzes, welches an der Oberfläche jedes Einzelfadens in dem Mehrfaden des Substrats anhaftet, angegeben.
Aus den in Tabelle I aufgeführten Ergebnissen zeigt es sich, daß die Fasern gemäß der Erfindung leicht
herzustellen sind und eine~ausgezeichnete Dauerhaftigkeit ihres niedrigen Widerstandes unter den Bedingungen zeigen, denen Textilfasern normalerweise ausgesetzt sind, während dies bei überzogenen Fasern außerhalb des Rahmens der Erfindung nicht der Fall ist
Tabelle
Heisp.
Nr.
Matrix
"A NBK Andere
Ap
%
C
"In
Siilrkc
(11)
Widerstand
In
(Ohm/cm)
Ab
I-V (1) 1,1 '. ■ ■ · '*
'4 :
' "" "k i.
■!>'*%;
Ί
IA
IB
60 -
Ep
- Ac
80
70
89
2,9
3,2
2,8
26
40
36
43
5100
5,6 χ 10«
1000 (D
(1)
80
300
* ' r- ,
1 ■'
IC - Si 78 3,0 44 ->·!*
ID Ph 80 2,9 27 OO 60
Malm Andere 11 C 19 28 330 Λ 10' Ab 105 12 10' 10' O) LF 105
"/π NBR 105 10? 105 105
_ % Widersinne! (Ohm/cm) 105 4.5 χ 108 O) 6,8 X
60 Ep 25 Starke In 1OJ 5,0 χ EV 4,0 X
Fortsetzung Ac "/ll 20 10* 4,0 χ 108 OO 105
Beisp _ Si _ 23 (U) 3,4 X OO 5,2 χ OO
Ph 20 4,0 3,5 x 1,7 χ 106 5,4 χ
25 4,2 3,5 X OO OO OO
•2 100 4,0 4,0 x 1,3 χ OO
2A 90 _ 3,5 5,5 χ 55 OO 100
2B 75 80 3,8 28 45 10' OO 80
2C 60 80 3,2 29 53 OO 60
2D 40 _ 80 3,2 29 105 4,0 χ 1000 60
3Al 20 80 3,1 21 105 OO 10« 1000 ΙΟ» 60
3A2 0 80 _ 3.1 23 105 OO 105 900 10' OO 105
•3A3 100 80 25 3,0 25 105 3,5 χ 105 OO 107 CO 105
•3A4 90 _ 80 25 2,9 27 105 4,8 χ 105 OO ΙΟ7 7,2 χ 105
•3A5 75 25 2.9 2,4 χ 105 4,5 x 10? OO 6,8 χ 103
3A6 60 25 4,5 2,6 x 105 4,7 χ 10,8 9,0 χ 5,4 X N)5
3A7 40 25 4.1 2,6 χ 6,8 χ 5,2 χ 5,4 χ
3Bl 20 - _ 25 3.8 3,0 χ 1,7 χ 5,2 κ 5,4 χ
3B2 0 25 4,2 3,1 χ _ 4,0 χ
•3B3 70 _ _ 3.7 3,5 χ 10' 35 10» OO 108 90 10'
•3B4 70 3.9 3,5 χ 30 OO 80
•3B5 70 60 3.8 OO 5,0 χ 5,0 χ ΙΟ*
3B6 70 75 4.2 30 55 800 103 60
3B7 70 80 3,9 27 χ 10J OO X 103 1000 30000 x 103 5,0 X X 103
4Al 70 80 2.9 5,0 χ X 103 χ 10* 5,2 χ 52 000 χ 1(P _ X 103
•4A2 70 85 5 0,7 35 X ΙΟ' 150 X 103 1200 70 000 χ 200 X 103
•4A3 70 95 18 1.7 30 χ 103 800 OO OO 1000 X 103
*4A4 70 30 1.7 OO 1500 1500 1700
•4A5 70 40 13 150 106 OO 10» 7,0 χ 200 10'
4A6 70 _ 65 8 500 W 100 10* 7,5 χ 120 IC*
4Bl 60 4 1000 4.5 χ 800 1,0 x
*4B2 60 30 2 400 5.5 χ 7,5 χ
*4B3 60 80 10 8 40 31 50
*4B4 60 2.1 2,0 χ
*4B5 50 2.5 23 x
*5A 80 3.8 20
*5B 1.5
*6
*7
Beispiele 8bis 15
In diesen Beispielen sind die Herstellung und die Eigenschaften von Textilmaterialien beschrieben, die leitende Fasern gemäß der Erfindung enthalten. Die in den Beispielen angegebenen Spannungswerte sind die so Tabelle (1 statischen Ladungsspannungen, die mit einem Potentiometer vom Sammel-Typ Modell K-325 (Kasuga Electric Co., Japan) bestimmt wurden.
Beispiel 8
Der nach Beispiel 1 hergestellte Einzelfaden wurde zusammen mit einem gekräuselten nichtleitenden Garn aus Polycaprolactam (2600 Gesamtdenier/136 Fäden) gezwirnt und ergab ein leitendes Polycaproiactamgarn, welches in vier getuftete Teppiche eingearbeitet wurde, indem eine Naht der leitenden Garne unter die nichtleitenden Garne bei jedem 3, 6, 9. bzw. 12. Abstand eingebracht wurde. Ein getufteter Teppich, bei dem nur das nichtleitende Polycaproiactamgarn angewandt wurde, wurde als Vergleich hergestellt. Die Teppiche wurden dann gelaugt, gefärbt und mit Rückseitenbelägen ausgestattet Eine Person mit Schuhen mit
Ledersohlen ging dann über diese Teppiche bei 250C und 16% relativer Feuchtigkeit; die elektrischen Sättigungsspannungen am Körper der Person und der Teppiche sind in Tabelle II aufgeführt.
Abstand, mit dem die 55 Vergleich Gehalt an Spannung (Volt)
leitenden Fasern im 3 leitenden
Teppich enthalten 6 Fasern Körper Teppich
waren 60 9
12 (%)
0 -5000 + 6000
036 -1000 + 2000
0,18 -1000 + 2000
0,12 -1100 + 2500
0,09 -1200 + 2500
Es ist auf die hohe elektrische Aufladungsspannung des Körpers der Person beim Gehen auf dem Vergleichsteppich hinzuweisen; ein schwerer elektrischer Schlag wurde erhalten, wenn ein geerdeter Leiter, beispielsweise ein Metall, mit dem Teppich in Berührung kam. Jedoch war in sämtlichen anderen Fällen die
elektrische Aufladungsspannung des Körpers sehr niedrig, und es wurde kein elektrischer Schlag verspürt.
Beispiel 9
Das nach Beispiel 2 hergestellte Mehrfadengarn wurde in einen Strang mit Polyvinylchloridfäden einverleibt, wobei dieser Strang gekräuselt und zu Stapelfasern von 76 mm geschnitten wurde. Die gekräuselten leitenden Fasern behielten ihre Leitfähigkeit im ausreichenden Ausmaß bei.
70 Teile dieser Stapelfasern wurden mit 30 Teilen Polypropylenstapelfasern vermischt, zu einer Bahn verarbeitet und dann in einige Wirrfaservliesteppiche nach dem Nadelstichverfahren verarbeitet. Der Gehalt der leitenden Fasern in den Teppichen wurde variiert, indem die Anzahl der Fäden des in den Strang einverleibten leitenden Mehrfadengarns entsprechend eingestellt wurde. Eine Person mit Schuhen mit Ledersohlen ging über diese Teppiche und einen Vergleichsteppich bei 25°C und 27% relativer Feuchtigkeit; die Aufladungsspannungen des Körpers der Person sind für jeden Fall in Tabelle III aufgeführt. Eine sehr hohe elektrische Aufladungsspanm'ng wurde am Körper bei dem Vergleichsteppich angesammelt, und es wurde ein starker Schlag erhalten, wenn ein geerdeter Leiter, beispielsweise ein Metall, berührt wurde. In allen anderen Fällen war jedoch die Spannungsaufladung am Körper äußerst niedrig, und es wurde kein derartiger Schlag erhalten.
Tabelle III
Gehalt an leitender Faser
Spannung des menschlichen Körpers
(Voll)
+ 4500 + 2400 + 1500 + lOOC + 900
Beispiel 10
Gelüftete Polycaprolactamieppiche wurden >vic in Beispiel 1 aus den gemäß den Beispielen 3A4 und 3B4 hergestellten Fäden gefertigt, wobei diese Fäden bei jedem dritten Abstand einverleibt wurden. Die Teppiche wurden mit einem hin- und hergehenden Polyvinylchlorid-Drehreibungselement (1 cm Breite, 15 Umdrehungen je min, 46 Kreisläufe je min, Belastung 1 kg/cm2) gerieben. Die Spannungen, gemessen 30 Sekunden nach dem Reiben, bei 240C und 30% relativer Feuchtigkeit sind in Tabelle IV aufgeführt. In beiden Fällen hatten die Teppiche ausgezeichnete Abriebsbeständigkeit, da kaum eine Änderung des antistatischen Effekts auftrat, selbst wenn die Teppiche während 60 Minuten stark abgeschliffen worden waren. Die elektrische Aufladungsspannung eines getuftetcn PoIycaprolactamteppichs ohne leitende Fäden betrug + 2000VoIt.
Beispiel 11
Es wurden glatte Gewebe aus Polyesterfasern hergestellt, wobei die nach den Beispielen 4 A 2—5 und 4 B 2—4 hergestellten Fäden einverleibt wurden, die in Seitenrichtung in 2 cm Abstand zwischengewebt wurden. Der Gehalt an leitenden Fäden in den Geweben variierte zwischen 0,05 und 0,08% in Abhängigkeit von der Stärke des Oberzugs und dessen Zusammensetzung.
ίο Nach dem Laugen wurden die Gewebe mit einem Polycaprolactamtuch bei 25° C und 22% relativer Feuchtigkeit gerieben, bis sich eine gesättigte statische Aufladung aufgebaut hatte. Ein Vergleichsgewebe hatte eine elektrische Aufladungsspannung, gemessen 30 Sekunden nach dem Reiben, von einer Höhe von -24 000 Volt und ergab ein scharfes Entladungsgeräusch, während die die leitenden Fäden enthaltenden Gewebe elektrische Aufladungsspannungen von nur -1500 bis -2000 Volt hatten und kein derartiges
to Entladungsgeräusch ergaben. Es konnten somit Gewebe mit ganz ausgezeichneten antistatischen Wirkungen erzielt werden, indem lediglich eine geringe Menge der leitenden Fäden mit Widerständen innerhalb eines normalerweise durch einen hohen elektrischen Widerstand ausgedrückten Bereiches (5 χ ΙΟ7 Ohm/cm; Beispiel 4A4) einverleibt wurde.
Beispiel 12
Ein Nähfaden mit einer Feinheit 60 wurde durch Zwirnen in einer Linie des nach Beispiel 1 hergestellten leitenden Einfadens mit einem Polyestermehrfaden hergestellt und wurde zum Nähen eines Trikothemdes verwendet, welches aus 100% Polyesterfasern bestand (Gehalt an leitendem Einfaden *;twa 0,04%).
Dieses Hemd und ein Vergleichshemd, welches mit einem üblichen Nähfaden genäh» worden war. wurden während 5 Minuten mit einem nichtionischen Detergens in einem elektrischen Haushaltswaschgerät gewaschen. Ein elektrischer Aufladungsversuch beim Tragen ur.d
Ausziehen wurde bei 25°C und 25% relativer Feuchtigkeit mit diesen Hemden von einer Person durchgeführt, die ein Unterhemd aus Polyvinylchloridfasern trug. Das Vergleichshemd ergab ein scharfes Eniladungsgeräuscn, wenn das Hemd ausgezogen
wurde; das Hemd klebte auch am Körper der Person an. Wie sich aus Tabelle V ergibt, ergab das Vergleichshemd eine hohe elektrische Aufladungsspannung sowohl des Körpers als auch des Hemdes nach dem Ausziehen, wobei die Messungen an der Rückseite des
Hemdes erfolgten. Bei dem die leitenden Fäden enthaltenden Hemd waren die elektrischen Aufladungsspannungen des Körpers der Person und des Hemdes sehr niedrig, obwohl die einverleibte Menge äußerst gering war. Der Versuch wurde wiederholt, nachdem
die Hemden einige Male gewaschen worden waren, wie in Tabelle V angegeben, wobei sich zeigte, daß die verbesserte Wirkung nicht verlorenging, was die ausgezeichnete Dauerhaftigkeit belegt.
Tabelle V
Tabelle IV Spannung
10 min
(Voll) nach
30 min
Schleifen wahrend
60 m'n 65
Vergleich
Versuch
Elektrische Spannung (Volt)
liehen Körpers
Hemd
nach nach
1 Wäsche 10 Wäschen
-12 500
-3 000
des mensch-
Faden nach
Bcispiel-Nr.
+ 800
+ 830
+ 820
+ 850
+ 800
+ 850
-9Ö00
-2500
nach
50 Waschen
3A4
3B4
- 11 000
-2 500
Fortsetzung
Eleklriyhe Aufladungsvpiinnung (Voll)
Hc:/idcs
Mcmd
nach
I Wäsche
Vergleich
Versuch
+ 26 000
+ 10000
nach
IO Wüschen
+ 35 000 +11 000
mich
OO Waschen
+ 34 000
+ 10 000
Beispiel
Das nach Beispiel 5 hergestellte Mehrfadengarn wurde zu Stapelfasern geschnitten, die in unterschiedlichen Anteilen mit Polyacrylnitrilstapelfasern (3 Denier, 76 mm) vermischt wurden, und die Stapelfasermassen wurden mit einer Acrylharzplatte bei 25°C und 40% relativer Feuchtigkeit gerieben, bis die elektrische Spannung konstant war. Die elektrischen Spannungen, gemessen 30 Sekunden nach dem Reiben der Proben, sind in Tabelle VI aufgeführt.
Tabelle Vl
Faser Elektrische Spannung (Volt) des Stapelfasernach gemisches mit Gehalten (%) an leitenden Fasern
Beispiel von
0% 0,5% 1,0% 1,5% 2% 5%
5A -2300 -900 -800 -750 -740 -740
5B -2300-1000-800 -850 -840 -840
Es wurde also ein ganz ausgezeichneter antistatischer Effekt durch Einverleibung nur einer geringen Menge der leitenden Stapelfasern erhalten.
Beispiel 14
Der nach Beispiel 6 hergestellte Einzelfaden wurde in zwei getuftete Polycaprolactamteppiche wie in Beispiel 8 eingearbeitet, wobei bei einem der Faden alternierend eingebaut wurde und beim anderen in jedem dritten Abstand eingebaut wurde. Die Teppiche zeigten einen ausgezeichneten antistatischen Effekt, wie sich aus dem
elektrischen Reibungsaufladungsversucb unter Anwendung eines rotierenden statischen Elektrizitätsmcftgerätes (Koa Shokai, Polyesterreibungstuch, Belastung 400 g, Reibungsgeschwindigkeit 830 cm/min) bei 240C und 25% relativer Feuchtigkeit ergab; die Ergebnisse sind in Tabelle VII aufgeführt
Tabelle VII
Einverleibung des leitenden Fadens in den Teppich
Gehalt an leitendem Faden
Elektrische Aufladung!,-spannung des Teppichs
(Volt)
Vergleich 0
Alternierend 038 Jeder dritte Abstand 0,19
6000
1700
3000
Beispiel 15
Ein Körpertuch aus einem Polyäthylenterephthalat/ Baumwolle-Gemisch wurde hergestellt und die nach Beispiel 7 erhaltenden elektrisch leitenden Fäden in der Kettenrichtung in Abständen von 5 cm einverleibt.
Arbeitskleidung wurde aus dem Körpertuch genäht und gelaugt.
Dann wurde ein elektrischer Aufladungsversuch durch Tragen und Ausziehen bei 24° C und 40% relativer Feuchtigkeit mit dieser Arbeitskleidung und einer keine elektrisch leitenden Fäden enthaltenden Arbeitskleidung durch eine Person, die einen Wollsweater darunter trug, durchgeführt
Wenn die keine elektrisch leitenden Fäden enthaltende Arbeitskleidung ausgezogen wurde, ergab sich ein starkes Geräusch der eSektrischen Entladung, und die Aufladungsspannung des Körpers erreichte einen Wert von +10KV. Infolgedessen erhielt die Person einen starken Schlag bei Berührung mit guten Leitern, beispielsweise Metallen. Andererseits wurden im Fall
der Arbeitskleidung, die die elektrisch leitenden Fäden gemäß der Erfindung enthielt, derartige Störungen nicht beobachtet und die Aufladungsspannung des Körpers betrug lediglich +0,2 KV.
709 615/101

Claims (5)

1 Fasern kann mitunter so groß werden, daß eine Person
bei der Berührung eines geerdeten Gegenstandes einen
Patentansprüche: JXen elektrischen Schlag verspürt. Die elektrostati-
"heAufiadung ist jedoch nicht nur beim Gebrauch der
! Textiles Flächengebilde, welches nebenι elek- J'^, F|achengebilde unangenehm und lästig, sondern trieb nicht Seitfäh'gen organischen Textüfasern , gf h bei dcr Hersteilung der textlien Fiachengei?,rh PiPktrisch leitfahige Fasern aufweist, da- S' heblicne Schwierigkeiten mit sich. !Sch ikenn eignet, daß das text e bilde«J«^ ^„gebilde bekannt, die eine Flächengebilde 0.001 bis 2 Gew,% elektrisch *s sm ^ Metallfasern enthalten um d\,
leitfähige Fasern aufweist, die aus e.nem organ- gern« . e%ktrMtatjschen Auflad ung zu beseitigen. ^^£SL^Fmnn^bf^^ - gJ^Ka-rn müssen einen inöghchst niedrigen einem elektrisch leitfähigen, an die Faser gebunde u' aufweisen, um eine Beeinträchtigung des
nen Überzug aus einer gehärteten Polymensatma- wen« p| h bildes möglichst zu vermeiden. Da die trix eines Acrvlnitril-Butadien-Copolymeren und JJJJ11S1J von Metallfasern mit einem niedrigen
nem mit dem Copolymeren verträglichen Phenol· HenjdUmg njcht ^ ^ un f
harz im Gewichtsverhältnis von 0,4 bis 4 zul und ,5 u aus Kostengründen ungüns ig, textile
darin dispergieren Teilchen von S'lb.er "nd/oder s^nadfi mjt Metel,faeern herzustellen. Selbst Kohlenstoff versehen ist, wobei die mittlere Dicke π Metafasern mit e.nem feinen Denierwert des Überzugs 0,5 bis 15 Mikron beträgt undI die d werdeni treten immer noch Schwierigkeiten
Menge an Silber- und/oder Fohlens of te. chen ve und Verarbeiten dep Fasern zu einem
ausreichend ist, um den Widerstand der^ftr sch 20 own h bilde und ein nicht zufriedenstellen-
leitfähigen Fasern auf weniger als lO'Ohm/cm «£u«,riff des fertigen Produktes auf, da normale herabzusetzen. , . Texti|fasern und Metallfasern unverträglich sind
2. Textiles Flächengebilde nach Anspruc 1. ι ex weiterhin ein textiles Flächengeb.lde bekannt, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Überzug^Silber Vermeidung einer elektrostatischen Aufladung allein in einer Menge von 70 bis 90 Gew,%. bezogen i5 ^a Z^, verschie(Jenen Fasermaterialien besteht, von auf das Gewicht des Überzugs, dispergiert «t, una Fasermaterial von einem durch die die mittlere Dicke des Überzugs bis zu 10 Mikron denen α ^^ dispergierten. elektrisch leitenden Ruß beträgt. , . . 0 Hnrrhietzt und das andere Fasermaterial frei von Ruß
3. Textiles Flächengebilde nach Anspruch 1 oder Z, ourcro bekannten Flächengebilde das eine dadurch gekennzeichnet, daß die Silberteilchen1 e^.ne 30 f»™^ Fasern aufweist, bei denen der Ruß durch mittlere Teilchengröße von nicht mehr als 5 μικγοπ r^ mte paser hindurch dispergiert ist. ergibt sich besitzen. . K . . ein textiles Flächengebilde mit einer verminderten
4. Textiles Flächengebilde nach Anspruch \, ein ie Dehnbarkeit> wenn der Ruß in einer dadurch gekennzeichnet, daß ^ Überzug Kohlen· ™™*£Μ in der Faser enthalten ist. daß eine stoff allein in einer Menge von 10 bis 60 Gew^/o 35 a 0^rSe^e g elektrische Leitfähigkeit erreicht wird, bezogen auf das Gewicht des Überzugs, deperyert ™*™™ h d- . der Fascr enthaltene Rußmenge zu ist und die mittlere Dicke des Überzugs mindestens 1 Wenn^jedo cna^ ^ ^ ausreichende elektrische
Mikron beträgt Leitfähigkeit nicht erreichen.
5. Textiles Flächengebilde nach Anspruch 1, Le"tan'JK Erzielung einer ausreichenden elektrischen dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug ein 4o Jj "^™^1*^ Menge an Ruß in den Fasern Copolymer enthält, das zu 28 bis 42 Gew.-% aus L*itfü"ge't ^ne g ^ pasern ejn schwmes Einheiten besteht, die von Acrylnitril abgeleitet sind. J^SSn w daß nur dunkelfarbige bis schwarze textile
Flächengebilde hergestellt werden können. Darüber
hinaus ist der Griff dieser bekannten textlien Flächenge-
'oilde nicht zufriedenstellend.
.„ . ., CIa !,„„„„uiiHp Fs sind verschiedene elektrisch leitende Überzüge
Die Erfindung betrifft em textiles Flächengebilde JJ""0^ ' f eine oberfläche aufgesprüht oder
welches neben elektrisch nichtleitfäh.gen organischen bekam t,die au« em *.^ |eitende
Textilfasern auch elektmch IdAb ge Fasern aufweist gg^ÄtaEÄswdse Epoxyharze oder Acryl-
Textile Flächengebilde aus natürlichen und ,künsth- 5o Überzüge ^a E,P ektrotechni,rnäufig für elektrische chen organischen Fasern neigen häufig zu eine harze aie^ k Stromkreise, Widerstände, Heizelektrostatischen Aufladung, wenn sie insbesondere bei falter autgeomcKe verwendet werden, einem niedrigen Feuchtigkeitsgehalt der umgebenden ^^^S^SSk für die Herstellung von Atmosphäre einer *°Μ™*Ρ™^™¥™™™%\ „ ^t fP„ SengebiSen mit antistatischen Eigenschafden. Die Neigung zur elektrosta«»'«J^JSf^J 55 Ξη4ι geeignet. Wenn diese in der Elektrotechnik besonders ausgeprägt bei textlien Nächfnf bi'den aus ^SJSiÜbenOgfi auf organische, synthetische
DE19691928330 1968-06-04 1969-06-03 Textiles Flächengebilde Expired DE1928330C3 (de)

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DE1928330B2 DE1928330B2 (de) 1976-09-02
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