DE1928369B2 - Verfahren zur Herstellung von glasfaserverstärkten, thermoplastischen Harzformpräparaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von glasfaserverstärkten, thermoplastischen HarzformpräparatenInfo
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Description
Glasfaserverstärkte Harze werden weitgehend mit Glasfasern oder -vorgespinsten in Harzen, wie Acrylnitril/Butadien-Styrol
(ABS), Styrol-Acrylnitril-Mischpolymerisaten, Polystyrol, Polyäthylen, Polypropylen,
Polyamid usw. verwendet. Dabei muß man in diesen Harzen verbesserte Eigenschaften, wie hohe Schlagfestigkeit,
hohe Wärmefestigkeit usw. für die beabsichtigte Verwendung der zu verformenden Harze, insbesondere
durch Spritzguß zu verformenden Harze, erzielen.
Neuerdings besteht ein neues Konzept zur Herstellung von mit Glasfaser gefüllter, durch Spritzguß
verformter, thermoplastischer Präparate in der Herstellung neuer Präparate aus Thermoplasten mit konzentriertem
Glasfasergehalt, die mit unverstärkten Harzen »verschnitten« oder verdünnt werden und schließlich
ein Spritzgußformpräparat ergeben, das praktisch in situ am Eingang einer Strangpreß- oder Verformungsvorrichtung gebildet wird. So wird z. B. ein Polystyrolkonzentrat
in Tablettenform mit einem Gehalt von etwa 80% Glasfaser einer Länge bis 6 mm oder mehr
hergestellt, wobei der Rest aus Polystyrol und kleineren Mengen von Zusätzen besteht, worauf dieses Konzentrat
dann am Eingang einer Verformungsvorrichtung mit 3 Teilen unverstärktem Polystyrol gemischt wird
und einen verformten Gegenstand liefert, der 20% Glasfaser enthält; diese Menge ist ideal zur Verbesserung
bestimmter Eigenschaften dieses Harzes geeignet Es wurden auch andere thermoplastische Harze mit
hohem Glasfasergehalt von 40—90%, vorzugsweise um 60—80%, zum Mischen mit ähnlichen Harzen an der
Stelle der Herstellung des Gegenstandes hergestellt. Dies ist, wie gefunden wurde, ein wirtschaftliches
Arbeitsverfahren, weiterhin ist es sauber und hat viele einmalige Vorteile gegenüber Systemen, die die
Glasfaser direkt über den Verformungsvorrichtungen schneiden.
Obgleich, wie oben ausgeführt wurde, wichtige Fortschritte auf dem Gebiet glasfaserverstärkter
Thermoplasten gemacht wurden, ist noch Raum für weitere Verbesserungen, wo besondere Probleme eine
Lösung erfordern. Obgleich die Herstellung von Glasfaserkonzentraten tatsächlich ein schweres Problem
bei der Herstellung glasfaserverstärkter Thermoplasten gelöst hat, werden nunmehr die Lagerbestände
für den Hersteller ein Problem. Damit weite Teile der Industrie mit verschiedenartig verwendbaren, mit
Glasfaser gefüllten Thermoplasten versorgt werden können, müssen Konzentrate für jeden derartigen
Thermoplasten hergestellt und bis zum Verbrauch oder Versand gelagert werden. Daher ist die Herstellung und
Lagerung vieler verschiedenartiger Harzkonzentrate notwendig.
Weiterhin lassen sich manche Harzkonzentrate aufgrund von Einschränkungen der Anlage und/oder
besonderer Eigenschaften des Harzes, die die Herstellung nur in einer besonderen Vorrichtung zulassen, nur
schwer herstellen, was Verluste bedeutet und die Unmöglichkeit, besondere Nachfragen zu befriedigen.
Eine Lösung der hier genannten Probleme ist daher angezeigt
Ziel der vorliegenden Erfindung ist daher die Herstellung neuer, glasfaserverstärkter thermoplastischer
Harzpräparate und Spritzgußformpräparate mit verbesserter Schlagfestigkeit
Die vorliegende Erfindung schafft weiterhin ein Verfahren zum Mischen glasfaserverstärkter thermoplastischer
Harzkonzentrate mit anderen thermoplastischen Harzen.
Das neue Verfahren zur Herstellung von glasfaserverstärkten, thermoplastischen Harzformpräparaten mit einem Glasfasergehalt zwischen etwa 15 und 40Gew.-%, durch Schmelzmischen von mindestens zwei chemisch unterschiedlichen Harzkomponenten, sowie gegebenenfalls üblichen Zusatzstoffen, ist nun dadurch gekennzeichnet, daß man bezogen auf die harzartigen Bestandteile, 70—95 Gew.-% einer Harzkomponente (a) und 5—30 Gew.-% einer Harzkomponente (b), in der 40—90 Gew.-% Glasfasern dispergiert sind, und die einen niedrigeren Schmelzpunkt und einen mindestens 10% höheren Schmelzindex als Komponente (a) hat, vermischt.
Das neue Verfahren zur Herstellung von glasfaserverstärkten, thermoplastischen Harzformpräparaten mit einem Glasfasergehalt zwischen etwa 15 und 40Gew.-%, durch Schmelzmischen von mindestens zwei chemisch unterschiedlichen Harzkomponenten, sowie gegebenenfalls üblichen Zusatzstoffen, ist nun dadurch gekennzeichnet, daß man bezogen auf die harzartigen Bestandteile, 70—95 Gew.-% einer Harzkomponente (a) und 5—30 Gew.-% einer Harzkomponente (b), in der 40—90 Gew.-% Glasfasern dispergiert sind, und die einen niedrigeren Schmelzpunkt und einen mindestens 10% höheren Schmelzindex als Komponente (a) hat, vermischt.
Die verwendeten thermoplastischen Harze (a) und (b) sind voneinander verschieden. Sie sind vorzugsweise
ineinander mindestens teilweise löslich oder — wenn nicht löslich — verträglich, in dem Sinne, daß das Harz
(b) im Harz (a) dispergierbar ist Gegebenenfalls können beide Harze aber auch miteinader unverträglich sein.
Erfindungsgemäß kann z. B. ein 20% Glasfaser enthaltendes Harzpräparat durch Mischen von 1 Teil
80% Glasfaser enthaltendes Harz (b) und 3 Teilen unverstärktem Harz (a) hergestellt werden. Diese
Mischung kann in einer üblichen Mischvorrichtung, z. B. einem Trommelmischer, trocken gemischt werden. Die
Dispergierung in einem endgültigen, geformten Gegenstand erreicht man durch Mischen in einer Verformungsvorrichtung
wie einer Schrauben- bzw. Schnekkenpresse. Alle endgültigen Verformungsvorgänge erfolgen durch Schmelzmischen.
Zum besseren Verständnis der vorliegenden Anmeldung wird die Bedeutung der folgenden Ausdrücke erläutert.
Zum besseren Verständnis der vorliegenden Anmeldung wird die Bedeutung der folgenden Ausdrücke erläutert.
Kurze Glasfasern sind Glasfasern einer maximalen Länge bis zu 3 mm. Wie in bezug auf die Literatur
angegeben, können sie auch nur 0,5 mm kurz sein.
Lange Glasfasern haben eine Länge über 3 mm, die gewöhnlich zwischen 6—13 mm liegt
Konzentrat oder Harzkonzentrat bezeichnet das als Glasfaserträger verwendete Harz (b). Falls nicht anders
angegeben, beträgt die Glasmenge in diesem Harz 80 Gew.-%.
Unverstärktes Harz bezieht sich auf das Harz (a), das durch Mischen mit dem Harzkonzentrat (b) mit
Glasfaser verstärkt werden soll.
Verträglichkeit oder verträglich bedeutet, daß das Harzkonzentrat im unverstärkten Harz bei Schmelztemperaturen
mindestens zu 5 Gew.-% löslich ist oder, falls nicht löslich, bei den Schmelztemperaturen
zusammen mit der Glasfaser im unverstärkten Harz praktisch einheitlich und ohne wesentliche Änderung
der physikalischen Eigenschaften des unverstärkten Materials, vorzugsweise zu mindestens 5%, dispergiert
werden kann.
In den erfindungsgemäßen Präparaten wird, wie oben angegeben, das glasfaserhaltige Harz (b) in 5 bis 30%
des Gesamtgewichts des endgültigen Harzpräparates, verwendet Das unmodifizierte oder einzumischende,
durch die Glasfaser des Konzentrates zu verstärkende Harz (a) liegt in einer Menge von 95—70%, bezogen auf
die Harze (ausgeschlossen sind dabei das Gewicht der Glasfaser und anderer Zusätze), vor. Der gesamte
Gewichtsgehalt an Glasfaser im Endprodukt hängt ab vom besonderen Verwendungszweck und liegt zwischen
etwa 15—40Gew.-%, vorzugsweise 20—30Gew.-% Innerhalb dieses Mengenbereiches
wird die maximale Verbesserung der physikalischen Eigenschaften der Harzpräparate erzielt Glasfaserkonzentrat
enthält 40 bis 90Gew.-%, vorzugsweise 40—80Gew.-% Glasfaser und wird, wie im folgenden
dargestellt, zum Mischen mit anderen Harzen verwendet.
Durch den höheren Schmelzindex des die Glasfasern enthaltenden Harzkonzentrates (b) dispergieren Harz
und Glasfaser leichter in der Schmelze des unmodifizierten Harzes (a).
Der Schmelzpunkt des Harzkonzentrates liegt unter dem Schmelzpunkt des unverstärkten Harzes; und die
Schmelzpunkte von unverstärktem Harz (a) und Harzkonzentrat (b) können voneinander stark, z. B.
3— 1100C oder mehr, variieren.
Als Grundlage für das Kozentrat (b) und/oder das unverstärkte Harz (a) kann jedes thermoplastische Harz
verwendet werden, wie z. B. Polystyrol, Acrylharze, Acrylnitril/Butadien/Styrol-Harze (ABS), Polyvinylchloridharze,
Polyformaldehydharze, Polysulfonharze, Polyphenylenoxydharze/(PPO), Polyamidharze, wie Nylon,
Polyesterharze, Polyolefinharze oder Polycarbonatharze.
Die erfindungsgemäß verwendeten Glasstränge oder -vorgespinste können mit vielen handelsüblichen
Schlichtungsmitteln wie Polyester, Polyvinylacetate und/oder Kupplungsmittel vom Silan- oder Chrom-Komplex-Typ,
geschlichtet sein.
Das Mischen erfolgt in üblicherweise in jeder zum Schmelzmischen üblichen Vorrichtung.
Das Harzkonzentrat kann Zusätze, wie Dispergierungshilfsmittel,
d.h. Mineralöle, und die üblichen anderen Zusätze enthalten. Auch das unverstärkte Harz
kann Zusätze enthalten, die mit den endgültigen Präparaten nicht unverträglich sind.
Die erfindungsgemäßen Harzkonzentrate können nach bekannten Verfahren unter Verwendung von
vorzugsweise langen Glasfasern hergestellt werden. Diese Verfahren sind z. B. in der US-Patentschrift
28 77 501 und der Anmeldung P 17 69 448.3 beschrieben, die sich auf besondere Verfahren zur Herstellung von
Glasfaserkonzentratan mit hohem Glasfasergehalt von 80-90% bezieht
Besonders zweckmäßig ist die Verwendung glasfaserverstärkter Harzkonzentrate aus Polystyrol oder
Styrol/Acrylnitril-Harz mit Polycarbonaten, Poiyamiden,
ABS-Harzen, Polyäthylen, Polypropylen, EP-Kautschuks, Styrol/Butadien-Mischpolymerisaten usw.
In den folgenden Beispielen und Tabellen entsprechen, falls nicht anders angegeben, die durchgeführten
Tests den folgenden ASTM-Verfahren:
Zugfestigkeit, kg/cm2 D 638
Dehnung % D 638
Biegeeigenschaften, kg/cm2 D 790
Izod-Schlageigenschaften, cmkg/cm D 256
Izod-Schlageigenschaften, cmkg/cm D 256
Wasserabsorption S 570
Spez. Gewicht D 792
Biegetemperatur, 0C D 648
Die folgenden Beispiele veranschaulichen die vorliegende Erfindung, ohne sie zu beschränken.
1 Teil eines mit 80% Glasfaser verstärkten Styrol/ Acrylnitril Harzes (SAN-Harz) wurde mit 3 Teilen
ABS-Harz gemischt. Diese Mischung ergibt ein Produkt mit 20% Glasfaser. Als Vergleich wurde ein mit 20%
Glasfaser verstärktes ABS-Harz hergestellt.
Das gemischte Präparat war leichter und besser zu verformen als das glasfaserverstärkte ABS-Harz, hatte
einen guten Oberflächen-Finish, und die Teile klebten nicht an der Form.
Die physikalischen Eigenschaften der drei Versuche in Tabelle 1 angegeben. Die Mischung aus glasfaserverstärktem
SAN-Harz mit ABS-Harz zeigte sehr gute, unerwartete Eigenschaften.
| Eigenschaft | 40 | Zugestigkeit, kg/cm2 | Erfindungsg. | ABS-Harz |
| Dehnung, % | Mischung | mit 20% | ||
| Biegefestigkeit, kg/cm2 | Glasfaser | |||
| 45 Izod-Schlagfestigkeit, cmkg/cm Wasserabsorption, 24 Std. |
916 | 1003 | ||
| Biegetemperatur bei | 2,3 | 2,50 | ||
| 18,49 kg/cm2, ° C | 1155 | 1233 | ||
| 50 Glasfasergehalt, % | 11,5 | 10,0 | ||
| Harzmaterialien | 0,23 | 0,26 | ||
| ABS-Gehalt, % | 110 | 113 | ||
| SAN-Konzentrat, % | ||||
| 20 | 20 | |||
| 75 | 80 | |||
| 5 | 0 |
Wie ersichtlich ergibt die Mischung aus glasfaserverstärktem SAN-Harz nach Schmelzmischen mit ABS-Harz
und Verformen ein vollständiges Vermischen der Bestandteile zu einem Produkt mit äquivalenten
Eigenschaften wie das teurere, verstärkte Harz aus 100% ABS-Harz. Die Vorteile zeigen sich als bessere
Fließeigenschaften als beim unverstreckten ABS-Harz und in einem guten Finish.
Die folgende Tabelle 2 zeigt das erfindungsgemäße Mischen unterschiedlicher Harze. Dabei wurde 1 Teil
eines mit 80% Glasfaser verstärkten Harzes mit 3 Teilen hochgradig dichtem Polyäthylen gemischt. Die
Tabelle zeigt auch das Mischen mit ABS-Harz.
| Eigenschaft | Mischung aus | Mischung aus |
| Polystyrol | Polystyrol | |
| konzentrat mit. | mit | |
| Polyäthylen | ABS-Harz |
Zugfestigkeit, kg/cm2 343,7
Dehnung, % 0,99
Biegefestigkeit, kg/cm2 451,5
Izod-Schlagfestigkeit, 5,4
cmkg/cm
Biegetemperatur bei 112
18,48 kg/cm2,0C
Wasserabsorption, 0,03
24 Std.
Glasgehalt, % 20
788,2
1,52
986,3
3,9
1,52
986,3
3,9
103
0,25
20
0,25
20
Die obige Tabelle zeigt, daß zwei unverträgliche Harze, wie Polystyrol und Polyäthylen, nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren gemischt werden können und ein Präparat liefern, das trotz niedrigerer
Zugeigenschaften dennoch eine gute Mischung ist und in anderen wichtigen Eigenschaften Verbesserungen
zeigt. Weiterhin wurde die Verwendung eines 8O°/oigen Polystyrolkonzentrates zum Mischen mit ABS-Harz
gezeigt. Der Polystyrolgehalt im Polyäthylen betrug 5%; der Glasfasergehalt 20%, und der Rest (75%)
bestand aus Polyäthylen. Beim ABS-Harz erfolgte die Verdünnung in ähnlicher Weise mit 1 Teil Polystyrolkonzentrat
und 3 Teilen ABS-Harz.
Die Herstellung von Mischungen mit verschiedenen Harzen unter Verwendung von Polystyrol welches etwa
80% lange Glasfasern enthält, ergab ebenfalls gute Resultate; vgl. z. B. Mischungen dieses Konzentrates mit
Polyamid sowie Mischungen eines Konzentrates aus SAN-Harz mit Polyamid.
ίο Die folgende Tabelle 3 zeigt die Ergebnisse des
Schmelzmischens von Polycarbonat und Polsulfon mit
Harzkonzentraten aus Polystyrol und Styrol/Acrylnitril-Mischpolymerisat
mit 80% langen Glasfasern. Als Vergleich sind die Eigenschaften eines Polysulfons mit
20% langen Glasfasern.
Teil A und B in Tabelle 3 zeigen, daß von den beiden
zur Herstellung der Mischungen verwendeten Harzkonzentraten SAN-Harz bevorzugt wird, obgleich auch das
Polystyrolkonzentrat eine für viele Zwecke geeignete, ausreichende Verstärkung liefert
Die anschließende Tabelle 4 zeigt die Ergebnisse eines Mischens verschiedener Konzentrate mit Polyamid
6. Teil A bedeutet ein hochgradig dichtes Polyäthylenkonzentrat mit 80% langen Glasfasern, das
mit Polyamid 6 zu einer Mischung mit 20% Glasgehalt gemischt wurde; ein Polystyrolkonzentrat mit 80%
Glasgehalt mit Polyamid 6 ergibt einen endgültigen Glasgehalt von 15%; das gleiche gilt für ein
SAN-Konzentrat. Teil B zeigt höhere Glasgehalte, und Teil C gibt die Werte einer direkten Glasverstärkung.
| Teil A; Polycarbonat mit: | SAN | SAN-Kon | 20% langen | Teil B; Polysulfon mit: | SAN | _ | 1261,4 | TeilC | amid 6 | 20% langen | Poly | |
| Polystyrol | zentrat | Glasfasern | Polystyrol | 1,82 | SAN-Kon- PoIy- | Glasfasern . | äthylen | |||||
| 1081,5 | 980 | 1540 | zentrat | 1330 | ||||||||
| Zugfestigkeit, kg/cm2 | 664,3 | 2,26 | 3,0 | 924 | 7,8 | 2,0 | ||||||
| Dehnung, % | 1,17 | 1402,1 | 1190 | 1,61 | 1645 | |||||||
| Biegefestigkeit, kg/cm | 2 1029 | 8,1 | 8,1 | 1306,2 | 154 | 13,6 | ||||||
| Izod-Schlagfestigkeit, | cmkg/cm 10,8 | 5,9 | 0,21 | |||||||||
| Biegetemperatur | 143 | 141 | 20 | 167 | ||||||||
| bei 18,48 kg/cm2,0C | : 136 | 0,15 | 0,15 | 166 | 0,21 | |||||||
| Wasserabsorption, 24 | Std. 0,13 | 20 | 20 | 0,24 | 20 | |||||||
| Glasgehalt, % | 20 | 20 | ||||||||||
| Tabelle 4 | ||||||||||||
| Teil A; Polyamid 6 und | Teil B; Polyamid 6 und | |||||||||||
| Polyäthylen- Polystyrol | Polystyrol | |||||||||||
| konzentrat konzentrat | konzentrat |
Zugfestigkeit, kg/cm2 1041,6 838,6 896 984,2 1052,8 1470 630
Dehnung, % 2,14 1,80 2,22 1,42 1,37 3,5 3
Biegefestigkeit, kg/cm2 1330,7 1171,8 1193,5 1319,5 1545,6 1820 770
Izod-Schlagfestigkeit, 8,6 3,7 5,2 4,4 9,4 7,6 9,2
cmkg/cm
Biegetemperatur bei 206 201 192 201 183 204 118
18,48 kg/cm2, 0C
Wasserabsorption, 1,28 1,39 1,49 1,11 1,10 1,30 0,05
24 Std.
Glasgehalt, % 20 15 15 30 30 30 30
Die in Tabelle 4 zum Mischen mit Polyamid 6 Eigenschaften bei hoher Temperatur für viele Verwen-
verwendeten Harzkonzentrate, wie SAN-Harz und 65 dungszwecke. Die stärkste Verbesserung der Eigen-
Polyäthylen, zeigen gewisse Verluste ihrer Eigenschaf- schäften erzielt man durch Mischen des Polyäthylen-
ten, wie Zug- und Biegefestigkeit, ergeben jedoch konzentrates mit Polyamid 6.
immer noch glasfaserverstärkte Präparate mit guten In der folgenden Tabelle 5 steht Teil A für
Mischungen aus Polyäthylen- und Polystyrolharzkonzentraten mit Nylon 6/6, während Teil B Polystyrol- und
SAN-Konzentrate in Mischung mit kristallinem Polypropylen
zeigt.
Aus den Ergebnissen von Tabelle 5 geht hervor, daß durch Mischen unähnlicher Harzkonzentrate mit
unverstärkten Harzen wesentliche Verbesserungen der Eigenschaften erzielt werden können.
| Teil A: Polyamid 6/6 mit: | Polystyrol | Nylon 6/6 | Teil B; Polypropylen mit: | SAN-Kon- | Polypropylen | |
| Polyäthylen | konzentrat | Polystyrol | zentral | |||
| konzentrat | 1135,4 | 1400 | konzentrat | 462,7 | 385 | |
| Zugfestigkeit, kg/cm2 | 1176 | 1,42 | 3,0 | 445,9 | — | 3,0 |
| Dehnung, % | 1,45 | 1505 | 1820 | — | — | 490 |
| Biegefestigkeit, kg/cm2 | 1599,5 | 5,0 | 6,5 | 628,6 | 6,5 | 5,4 |
| Izod-Schlagfestigkeit, cmkg/cm | 10,7 | 249 | 249 | 6,4 | 118 | 110 |
| Biegetemperatur bei | 256 | 113 | ||||
| 18,48 kg/cm2,0C | 0,74 | 0,93 | — | 0,05 | ||
| Wasserabsorption, 24 Std. | 0,85 | 30 | 30 | 0,03 | 20 | 20 |
| Glasgehalt, % | 30 | 20 |
In den folgenden Tabellen dieses Beispiels wurden Harzkonzentrate aus Polystyrol, Polyäthylen und
SAN-Harz zum Mischen mit einer Mischung aus Polyphenylenoxyd und Polystyrol; Polyformaldehyd
und Polysulfon in einem Verhältnis von unverstärktem Harz zu Konzentrat mit 80% Glasfaser von 3:1
verwendet, wodurch man ein Produkt mit 20% langen Glasfasern als Verstärkung erhielt.
Obgleich, wie ersichtlich, die Biegetemperatur verringert wird, wird darauf hingewiesen, daß unverstärktes
Polyacetal eine Biegetemperatur von 96°C hat.
| 0C | Polyacetal*) | Beispi | Polyäthylen | Polystyrol | SAN-Konzen- | |
| mit 20% | konzentrat und | konzentrat und | trat und | |||
| Glasfaser | Polyacetal | Polyacetal | Polyacetal | |||
| Zugfestigkeit, kg/cm2 | 770 | 637 | 721 | 777 | ||
| Dehnung, % | 2,3 | 1,6 | 1,3 | 1,5 | ||
| Biegefestigkeit, kg/cm2 | 1050 | 819 | 910 | 917 | ||
| Izod-Schiagfestigkeit, cmkg/cm | 15,2 | 7.1 | 5,4 | 5,4 | ||
| Biegetemperatur bei 18,48 kg/cm2, | 163 | 104 | 124 | 125 | ||
| Glasgehalt, % | 20 | 20 | 20 | 20 | ||
| *) = »Celcon« | ||||||
| el 4 | ||||||
Die folgende Tabelle zeigt die Verwendung eines SAN-Konzentrates mit 80% Glasfaser zur Mischung
mit Polyphenylenoxyd (»PPO«).
Wie ersichtlich, sind die Mischungen aus SAN-Konzentrat
und PPO leichter zu verformen als übliches, verstärktes PPO. Die festgestellten Eigenschaften
waren ausgezeichnet. In einem weiteren Beispiel wurde eine Mischung aus PPO mit Polystyrol mit dem
SAN-Konzentrat, Polyäthylenkonzentrat und Polystyrolkonzentrat gemischt und ergab ausgezeichnet verbesserte
Eigenschaften, wie Schlagfestigkeit, im Vergleich zum unverstärkten Harz. In allen Fällen waren
die Konzentratmischungen leichter zu verformen als das übliche, unverstärkte Harz.
Zugfestigkeit, kg/cm2
Dehnung, %
Biegefestigkeit, kg/cm2
Izod-Schlagfestigkcit, cmkg/cm
Biegetemperatur bei 18,48 kg/cm2, "C
Glasgehalt, %
Dehnung, %
Biegefestigkeit, kg/cm2
Izod-Schlagfestigkcit, cmkg/cm
Biegetemperatur bei 18,48 kg/cm2, "C
Glasgehalt, %
| PPO mil 30% | SAN-Konzenirat | SAN-Kqnzentrat |
| Glasfaser | mit PPO | mit PPO |
| 1260 | 1246 | 1407 |
| — | 1.8 | 1,6 |
| 1708 | 1498 | 1470 |
| 9,2 | 7,6 | 9.2 |
| 182 | 163 | 149 |
| 30 | 20 | 30 |
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von glasfaserverstärkten, thermoplastischen Harzformpräparaten
mit einem Glasfasergehalt zwischen etwa 15 und 40 Gew.-%, durch Schmelzmischen von mindestens
zwei chemisch unterschiedlichen Harzkomponenten, sowie gegebenenfalls üblichen Zusatzstoffen,
dadurch gekennzeichnet, daß man, bezogen auf die harzartigen Bestandteile,
70—90Gew.-% einer Harzkomponente (a) und 5—30Gew.-% einer thermoplastischen Harzkomponente
(b) vermischt, in der 40—90 Gew.-% Glasfasern dispergiert sind, und die einen niedrigeren
Schmelzpunkt und einen um mindestens 10% höheren Schmelzindex als Komponente (a) hat
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Harzkomponente (a) Polyamid
verwendet
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Harzkomponente (b)
ein Styrol/Acrylnitril-Mischpolymerisat Polystyrol, Polyäthylen oder Polypropylen verwendet
Applications Claiming Priority (1)
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