DE1927263U - Trockenkabel-endverschluss. - Google Patents
Trockenkabel-endverschluss.Info
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Description
U. 522 750-5.10.65
Aktiengesellschaft BROM, BOVERI & OLB., BADBiJ (SCHWEIZ)
Trockenkabel-Endverschluss
Der Gebrauch isolierter Kabel anstelle offener Sammelschienen für elektrische Anlagen hoher und mittlerer Spannung erlaubt
bekanntlich, den Platzbedarf der Verteilungsanlagen beträchtlich
zu verringern. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn in den Schaltanlagen vorfabrizierte Schaltfelder benutzt werden.
wan geht mehr und mehr hierfür auf die Anwendung von Trockenkabeln
mit plastischen oder synthetischen Isoliermaterialien über, wie beispielsweise Polyäthylen, Polyvinyl-Chlorür,
.Butylkautschuk usw. Diese werden häufiger angewendet als OeI-kabel,
deren wacnteile bekannt sind. Die Isolierung der Kabelendverschlüsse
für solche irocicenkabel erfordert einen Raumbedarf,
der für zahlreiche Anwendungen hinderlich ist, insbesondere bei Innenraumanlagen. Wenn man mittels eines geeigneten
metallischen Schirms für die Potentialsteuerung längs des
Kabels Luft als Isolation verwendet, ist es nötig, zwischen dem Schirm, welcher mit Erde verbunden ist, und der Kabelseele,
welche an Spannung liegt, einen genügenden Isolationsabstand
104/61 " 2 " Λ
vorzusehen, um einen Kriechweg längs der Isolation des Kabels zu vermeiden. Dieser Abstand ist um so wichtiger, als die geringe
Dichte der Isolation eine schlechte iOtentialverteilung auf der Oberfläche der am Kabel vorgesehenen Abschirmung hervorruft,
unct sich leicht eine Gefahr des Ueberschlages einstellt, tfenn
die Anlage in einer feuchten oder staubreichen Umgebung verwendet wird, so ist es nötig, die Länge des Kriechweges durch
Rippen aus plastischem gemahlenem Stoff zu vergrössern, dessen Verhalten bed äusseren Ueberschlägen nicht immer befriedigend
ist.
Zur TJeberwindung dieser Schwierigkeiten und zur Verringerung des Raumbedarfes am Ende der Kabel, ist es üblich, den Endverschluss
so auszuoilden, dass er herausziehbar gemacht werden kann; dabei muss aber auf die Verwendung eines flüssigen ι
Dielektrikums zurückgegriffen werden, um die notwendige Isolation
zwischen den beweglichen und festen Teilen sicherzustellen. :.,an muss dabei das „iabelende mit einer besonders ausgeführten Schutzkappe versehen, um zu verhindern, dass die Flüssigkeit
durch die Kapillarwirkung längs der jfiabelseele oder zwischen
de/;, Isoliermittel und der Isolierwand aufsteigt. Der Raum zwischen
der k'abelisolation und der Kappe kann dann mit einem festen Dielektrikum mit niedrigem Schmelzpunkt ausgefüllt werden.
Dieses Dielektrikum wird eingegossen und entzieht wirksam dem Kabel die atmosphärische Feuchtigkeit, haftet aber im allgemeinen
nicht genügend an der Isolation, um eine wesentliche Verkür-
104/61 - 3 -
zung des Kriechweges zuzulassen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Isoliermethode des Zabelendverschlusses,
die den Vorteil besitzt, einfach zu sein, den Plsitzbedarf zu verringern und das Aeussere der Isolation dem
Einfluss von Feuchtigkeit und atmosphärischer Verschmutzung zu entziehen. Sie ist anwendbar auf BndverSchlüsse mit abmontierbaren
oder herausziehbaren Klemmen, ßrfindungsgemäss wird vorgeschlagen,
dass das Ende des Kabels über eine passende Länge abgemantelt und in einer Kammer mit teigiger Compoundmasse hoher
dielektrischer .Festigkeit eingeführt ist, beispielsweise einem Silikoncompound, und dass der Verschluss dieser Kammer, wenn das
Kabelende eingeführt ist, durch ein metallisches Abdeckblech gesichert ist, welches das Kabel umgibt und elektrisch mit
einem, am Kabelende befindlichen Schirm, verbunden ist.
Die Figuren 1 und 2 geben ein Beispiel der Ausführung an. Fig. 1 beschreibt den Fall einer demontierbaren Durchführung
und Fig. 2 den Fall einer herausziehbaren Durchführung.
In beiden Fällen wird das Aeussere des Kabels über eine .uänge,
welche von der Betriebsspannung abhängt, von der Schutzhülle 1,
von der metallischen Abschirmung 2, und von der halbleitenden Hülle unter der Abschirmung abisoliert. Die halbleitende Hülle
ist in der Zeichnung nicht dargestellt. Das Ende der Abschirmung 2 ist in bekannter Weise mit einem metallischen Schirm 3 verbunden.
Auf diesen ist durch Schweissung oder ein anderes Mittel
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das metallische Abdeckblech 4 befestigt, das zugleich zur .Fixierung
des Kabels und zum Schliessen der Kammer dient»
Bei der Ausführung entsprechend Pig. 1 ist das Abdeckblech 4
mit dem Plansch 5 durch Verschrauben befestigt. Der Plansch
ist ebenfalls metallisch und auf dem Isolator 6, welcher die Anschlussklemme trägt, verkittet. Der Isolator kann durch einen
Mineralstoff, wie Glas, Porzellan oder Steatit ausgeführt sein, er kann auch aus synthetischem Giessharz bestehen. Das Ende der
Zabelseele 7 ist mit einam metallischen Stift 8 versehen, welcher
durch das Ende des Isolators hindurchgeht und die Anschlussklemme bildet. Der Raum 9, welcher durch die Innenwände des
Isolators 6 begrenzt ist, wird mit einer teigigen Oompoundmasse,
beispielsweise Silikon-Oompound, angefüllt. Die Teigigkeit soll bei allen Betriebstemperaturen erhalten bleiben. Hierdurch entsteht
eine wirksame Isolierung zwischen dem Kabelende und dem metallischen Schirm 3, welcher an Erde durch die Zwischenschaltung
des Abdeckbleches 4 und der Schraube 5 verbunden ist. Die dielektrischen Eigenschaften gestatten, den Kriechweg wesentlich
herabzusetzen, den Raumbedarf zu verringern, wobei die Viskosität des Füllmittels jede Vorsichtsmassnahme gegen Eindringen
des Dielektrikums längs der Kabelisolation überflüssig macht. Die Dichte gegenüber Feuchtigkeit ist sichergestellt, eines
Teils durch die Bandisolation 10 und durch die Dichtung 12, anderen Teiles durch eine Dichtung 11 zwischen dem Isolator 6 und
einer festen Zwinge an der Anschlussschraube 8.
,104/61 - 5 -
Die Anordnung entsprechend Pig. 2 betrifft den Pall einer
heraussiehbaren Klemme. Das Ende der Kabelseele ist dann mit
einem Tulpenkontakt 18 versehen, welcher in den festen Kontakt
14 eingreift; dieser wiederum ist in den Isolator 6 eingekittet.
Dies kann beispielsweise durch ein synthetisches Harz geschehen, welches bei niedrigem Druck eingegossen wird. Man lässt
einen metallischen Kranz 13 in Giessharz eintauchen, der die
Befestigung des Abdeckbleches 4 sicherstellt. Der Isolator ist in der Pig. 2 mit einer iSulst versehen, mit deren Hilfe
er an der metallischen Platte 16, durch die der Isolator hindurchgeht, befestigt ist, (beispielsweise Transformatordeckel).
Natürlich kann man die Befestigung auch auf andere Weise durchführen. Eine äussere Metallisierung 15 kann man in vorteilhafter
Weise vorsehen, um die elektrische Verbindung zwischen der metallischen Platte 16 und dem Abdeckblech 4 herzustellen. Durch
die Verbindung 17 wird der Anschluss an ürde sichergestellt.
Die beschriebenen Beispiele sollen den Erfindungsgegenstand nicht einschränken, sondern es sind auch andere Möglichkeiten
der Ausführung vorgesehen.
Claims (4)
1) Trockenkabel-Endverschluss für hohe und mittlere Spannungen,
insbesondere für die Anwendung auf abschraubbare und
abziehbare DurchführungsklenBnen^ gekennzeichnet dadurch,
dass das Ende des Kabels Über eine passende Länge abgemantelt
und In einer Kammer mit teigiger CompouMniasse: hoher
dielektrischer Festigkeit eingeführt ist, und dass der Verschluss
dieser Kamner* wenn das Kabelende eingeführt ist*
durch, ein metallisches Abdeckblech gesichert ist, weiches
das Kabel umgibt und elektrisch mit dem am Kabelende befindlichen
Schirm verbunden, ist,
2) Trockenkabelendverschluss nach Anspruch X1 dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckplatte gegenüber dem laolatorflausch
abgedichtet 1st.
3) Trockenkabelendverschluss nach Anspruch 1Ä dadurch gekennzeichnet, dass der Durchföhrungsbolzen gegen das Isolatorgehäuse
abgedichtet ist.
4) Trockeniiaoe!endverschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass zur leitenden Verbindung zwischen der Abdeckplatte und dem Befestigungsflansch eine Metallisierung
auf dem Isolator aufgebracht ist.
Aktiengesellschaft BROWN, BOVERl Ä CIE.
Applications Claiming Priority (1)
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