DE1926890A1 - Verfahren zum Ausstanzen von flaechenfoermigen Materialien mit Hilfe von einer Stanzmaschine und Stanzanlage zur Ausuebung dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Ausstanzen von flaechenfoermigen Materialien mit Hilfe von einer Stanzmaschine und Stanzanlage zur Ausuebung dieses VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausstanzen von Textilien, Plastfolie, Plastgewebe, Papier und Ähnlichen Materialien,
die in grossen Bogen oder in langen Bahnen vorliegen, und
wo man wünscht, ein Ausstanzen von vielen verschiedenen Details
aus demselben Bogen oder derselben Bahn vorzunehmen, z.B. von samtlichen Teilen für ein ganzes Kleidungsstück (Anzug, Mantel oder
Kleid) oder von samtlichen Teilen aus Plast oder Textil for eine
Möbeleinrichtung.
Solche Teile hat man früher nach zwei verschiedenen Prinxipien
ausgestanzt:
1· Das auszustanzende Material wird auf einer verschiebbaren
Tischplatte angebracht, wonach die Stanzmesser oben auf dem Material und mit der Schneide nach unten diesem zugekehrt angebracht
werden, wonach die Tischplatte mit Material und Stanzmessern in eine Stanzmaschine hineingeführt wird, wo das Ausstanzen stattfindet,
indem alle Teile auf einmal ausgestanzt werden. Diätes
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Verfahren ist dort vorteilhaft, wo die gesamte auszustanzende
Fläche nicht zu gross ist, und wo die gesamte Schnittlange auch nicht zu gross ist, da diese beiden Umstünde die Anwendung einer
Stanzmaschine mit grossen Abmessungen und mit einem hohen Stanzdruck erforderlich machen, was mit sich bringt, dass die Stanzmaschine wegen ihrer GrUseβ und ihres Drucks zu teuer wird und
damit das Ausstanzen unrentabel macht.
dann
2. Das zweite Prinzip, von dem manvGebrauch macht, ist das Ausstanzen "mit der Schneide nach oben". Die Stanzmesser werden hler
auf einer Platte zu einer Einheit zusammengebaut oder zusammen
montiert und mit der Schneide nach oben angebracht, und das Material wird auf die Messer gelegt, wonach dl® Pl-.^te mit den Messern
in die Stanzmaschine hineingeführt wird, die die Teile sukzessiv
ausstanzt. Dieses Verfahren ist dort vorteilhaft, wo es sich um eine sehr gleichartige Produktion handelt, aber damit das Ausstanzen
stufenweise vorgenommen werden kann, muss das Material Über den Stanzmessern liegen, und man kann daher nicht sehen, wie diese im
Verhältnis zu einem eventuellen Muster im Material liegen.
Innerhalb der Konfektionsindustrie, beispielsweise wo man mit
einer sehr variierenden Produktion mit vielen Modellen und vielen GrÖssen arbeitet, die sowohl In Höhe als Breite variieren, und mit
vielen verschiedenen Stoffen von verschiedener Webart und verschiedenem Muster und mit verschiedenen Breiten, kann man nicht daa
bisher bekannte System verwenden, wo die Stanzmesser auf der Unterlage fest liegen und nicht versetzt werden können, and das auswechseln von Messers'ätzen von einem Modell zum anderen Modoll
umständlich und zeitraubend ist, da die platt« mit den für ein ganzes Kleidungsstück meist bis zu 3,5 st lang und 0,8 »
breit ist· Sine solche Platte lässt sich aus »erde» schwer handhab en ·
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Man hat doshalb auch versucht, die Messer einzeln oben auf dem
Stoff ansubrIngen, und danach das ganze herumgedreht, so dass
der Stoff oben auf den Messern zu liegen kam, so dass man im Stande war, das Ausstanzen sukzessiv vorzunehmen.
' Ss war nämlich bisher notwendig, dass das Material oben
exit den Messern lag, wenn sukzessiv ausgestanzt werden soll, da
andernfalls sich die Messer biegen werden. Es hat sich jedoch in
der Praxis geseigt, dass diese Lösung einen Apparat oder eine Anlage erfordert, die zu gross und unhandlich zu bedienen ist,
besonders dort wo man mit sehr breiten Materialien arbeitet·
Der Zweck der Erfindung ist, ein Verfahren anzuweisen, bei
dem man durch ein einfaches Arrangement beispielsweise sämtliche
Teile für einen Anzug mit einem dazugehörigen entsprechenden Satz
von Stanzmessern in ein und derselben Operation ausstanzen kann, und wobei die Stanzmesser einzeln angebracht und placiert werden
können unter Berücksichtigung des betreffenden Musters des Stoffes sowie des Ausnutzungsgrades des stoffes und so, dass die
Stanzmesser wahrend des Ausstanzens oben auf dem Stoff bleiben,
während das Ausstanzen sukzessiv erfolgt, wobei es zugleich möglich 1st, ein« für die vorliegende Aufgabe verhaltnismSssig
kleine Stanzmaschine su benutzen.
Dies wird erreicht bei dem Verfahren gemass der Erfindung,
die durch das im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 Angeführte
eigentümlich ist.
Die Erfindung betrifft zugleich eine Stanzanlage zur AUs-Iibuttg dieses Verfahrens, und eine solche Stanzanlage 1st gemUss
der Erfindung eigentiialich durch das, was im kennzeichnenden Teil
,des Anspruchs 2 angeführt ist.
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erfordert und einfach und schnell im Gebrauch ist, sowohl für schmale als breite Materialien.
Die Erfindung wird im folgenden näher erklärt werden im Anschluss an die Zeichnung, Sie zwei Beispiele von Ausftthrungsformen
einer Stanzanlage gem'ass der Erfindung zeigt, indem
Fig. 1 und 2 eine AusfUhrungsform der Anlage von der Seite
bzw. von oben gesehen zeigen,
Fig· 3 einen Schnitt nach der Linie A-A. in Fig. 1 und
Fig. 4 eine vereinfachte Ausführungsform von der Seite
gesehen.
In der in Fig. 1 und 2 gezeigten jtusfUhrungsform besteht die
Anlage aus einer BrUcken-Stanzmaschine 1, beispielsweise einer
4-Säulen-Flächen-3taÄSflutachiae, deren, obere Druckplatte la senkrecht
auf und ab bewegt wird, und auf deren unterer Druckplatte Ib ein
Klotz 2 montiert 1st, der zu beiden Seiten mit schrägen Flachen 2a
versehen 1st. Auf jeder Seite der Stanzmaschine ist ein Tischstfinder
3 beziehungsweise 4 mit Tischplatte 5 beziehungsweise 6 aus einem
biegsamen Material aufgebaut· Diese Tischplatten werden am nächsten an der Stanzmaschine von federnden Elementen 7 getragen, beispielsweise
Luftzylindern, die auf allgemein bekannte Weise Über ein Druckminderventil mit Druckluft versehen werden, so dass man leicht
Ihre Tragkraft regeln kann. Ueber diesen federnden Elementen und in
der gleichen senkrechten Linie sind an der Brücke der Stanzmaschine,
Stellschrauben 8 mit Gegenmuttern 9 angeordnet.
Auf der Tischplatte 5 1st eine biegsame Unterlage 10, Beispielsweise
eine Nylonplatte, angebracht, die das auszustanzende Material 11 trägt, und die Stanzmesser 12 sind auf dem Material wie
von dem Muster bestimmt placiert. Die Stanzunterlage IO kann mittels
eines Kettentriebes 13 mit Antrieb 14 und einer Zagstange 15,
die die Kette 13 mit der Stanzunterlage 10 verbindet, schrittweise
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von der Tischplatte 5 durch die Stanzmaschine hindurch auf die
Tischplatte 6 hlnUbertransportiert werden.
Die Stansoperation erfolgt in folgender Weise:
Nachdem das Material 11 und das Stanzmesser 12 auf der Unterlage IO angebracht worden sind, wird diese In diejenige Stellung
transportiert, in der sie sich in Pig. 1 befindet, wonach der
Stanzhub ausgelöst wird; und die obere Druckplatte la der Stanzmaschine
wird nun die ersten Messer durch das Material hindurch . ■ auf die Unterlage 10 hinunterdrücken, indem der Klotz 2 mit seinem
ebenen Teil der Oberflache den erforderlichen Gegendruck leistet.
Derjenige Teil des Materials 11 und der Unterlage 10, der sich Über der schrägen Fläche des Klotzes 2 befindet, wird sich gleichzeitig
wegen des Stanzdrucks nach unten biegen, indem die Schrauben θ gleichzeitig die Enden der Tischplatten 5 und 6 nach
unten drücken. Der Abstand von diesen Schrauben bis zu den Tischplatten hinunter in der gezeigten Stellung In Fig. 3 ist höchstens
gleich dem Abstand von der oberen Druckplatte der Stanzmaschine bis zur Oberkante der auf dem Material liegenden Stanzmesser.
Wenn die obere Druckplatte der Stanzmaschine wieder aufwärts geht,
werden die Äiden der Tischplatten 5 und 6 in die gezeigten Stellungen
mit emporgehen, Indem sie von den federnden Elementen 7
gehoben werden.
Nachdem die obere Druckplatte der Stanzmaschine wieder in ihre obere Stellung gelangt ist, wird die Unterlage 10 mit Material
und Stanzmessern um ein Stück entsprechend der Breite des ebenen Stückes des Klotzes 2 oder eventuell etwas weniger weiter In die
Stanzmaschine hineintransportiert, und es wird nun wieder ein neuer Stanzhub vorgenommen u.s.w., bis das ganze Material ausgestanzt
Tforden ist.
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5 und 6 um ein StUck nach unten gedrückt werden, so dass die
unterlage 10 und das Material 11 der Abwartsbewegung folgen und
dadurch verhindern können, dass sich die Messer 12 biegen, da derjenige Teil der Messer, der im Stanzaugenbllek aktiv ist, von der
oberen Druckplatte der Stanzmaschine gut unterstützt ist, und derjenige Teil der Messer, der ausserhalb der Druckplatte herausragt,
von dem darunterliegenden Material keinen Gegendruck bekommen kann, nachdem dasselbe zusammen mit den Bid en der Tischplatten 5 und 6
gesenkt wird.
Weiterhin kann die ganze Operation in an sieh bekannter
Weise automatisiert werden, so dass auf jeden Stsmzhub automatisch,
ein Transport von der gewünschten Länge folgt und danach wieder ein
Stanzhub u.a.w«, bis die ganze Operation beendet ist.
Das gezeigte Arrangement ist vorteilhaft bei Stanzmaschinen mit grossen Durchgangsbreiten· Bei Stanzmaschinen mit kleineren
Durchgangsbreiten 1st ein einfacheres Arrangement wie in Fig· 4 gezeigt oft verwendbar.
6 trägt, aus einigen Stücken Schaumgummi 16,-und hier wird die
Kraft, die aufzuwenden 1st, um die Enden der Tischplatten 5 und 6 nach unten zu drucken, von demjenigen Teil der oberen Druckplatte
la der Stanzmaschine aus, der breiter 1st als der Klotz 2, und durch
die stanzmesser 12, das Material 11 und die unterlage 10 gehen.
i
Da derjenige Teil der Stanzmesser, der diese Kraft übertrügt, auch
von der oberen Druckplatte la der stanzmaschine gut unterstützt
können sich die Stanzmesser auch bei diesem Arrangement nicht wlh°
rend des Stanzhube biegen· Auch bei diesem Arrangement lässt as sieh
leicht machen, den Transport der Unterlage 10 zu mechanisieren
diesen mit dem Stanzhub zu synchronisieren, so dass die Operation
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automatisch ablaufen kann.
Claims (1)
- frv) Verfahren zum Ausstanzen τοη Textilien, Plastfolie, Plastgewebe, Papier und Ähnlichen Materialien mit Hilfe von einem willkürlichen Sat« von Stanzmessern, deren Schneiden den auszustanzenden Teilen entsprechen, wobei die Messer in dem gewünschten Muster auf dem Material angebracht werden, das auf einer Unterlage placiert ist, die zusammen alt dem Material schrittweise in die Stanzmaschine hineingeführt wird, wo das Material sukzessiv ausgestanzt wird, dadurch gekennze lehnet , dass die den Teilen entsprechenden Stanzmesser separat mit der Schneide nach unten auf dem Material bei visuell bestimmter Zurechtlegung unter Berücksichtigung des Musters des Materials und des Ausnutzungsgrades des Materials placiert werden, und dass derjenige Teil der Unterlage, der sich während des Ausstanzen· auββerhalb des wirksamen Bereiches der Stanzmaschine befindet, zusammen mit Material und den Stanzmessern wihrend der Bewegung der Druckplatte dazu gebracht wird, dieser zu folgen, so dass die Messer innerhalb des Bereiches der Druckplatte standig annlhernd waagerecht liegen. 2. Stanzanlage zum Ausstanzen von Textilien, Plastfolie,Plastgewebe, Papier und Ähnlichen Materialien bei dem Verfahren nach Anspruch 1, bestehend aus einer Brücken-Stanzmaschine, deren ooere Druckplatte senkrecht auf und ab bewegt wird, und Tischstandern, deren Tisehfllehen Unterstatzungsflachen für die Unterlage für das Material bilden, dadurch gekennzeichnet, dass derjenige Teil der Unterstützungsflachen, der sich am nächsten an der Stanzmaschine befindet, federnd unterstützt ist und von der oberen Druckplatte der Stanzmaschine während Ihrer Abwärtsbewegung nach unten gedrückt wird.Γ, 009830/1OfOORlGWAL INSPECTED
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