DE1925149A1 - Gesteuerte Mehrfachfunkenstrecke - Google Patents
Gesteuerte MehrfachfunkenstreckeInfo
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- H03K—PULSE TECHNIQUE
- H03K3/00—Circuits for generating electric pulses; Monostable, bistable or multistable circuits
- H03K3/02—Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses
- H03K3/53—Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses by the use of an energy-accumulating element discharged through the load by a switching device controlled by an external signal and not incorporating positive feedback
- H03K3/537—Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses by the use of an energy-accumulating element discharged through the load by a switching device controlled by an external signal and not incorporating positive feedback the switching device being a spark gap
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- H01T—SPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
- H01T4/00—Overvoltage arresters using spark gaps
- H01T4/16—Overvoltage arresters using spark gaps having a plurality of gaps arranged in series
- H01T4/20—Arrangements for improving potential distribution
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- H—ELECTRICITY
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- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H9/00—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection
- H02H9/04—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection responsive to excess voltage
- H02H9/06—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection responsive to excess voltage using spark-gap arresters
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- Generation Of Surge Voltage And Current (AREA)
- Emergency Protection Circuit Devices (AREA)
Description
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Dr. HEINZ-FEDER
-cU 69-10/20-60
"V 14. Mai 1969
Firma Emil Haefely & Oie.AG, Basel
Gesteuerte Mehrfachfunkenstrecke
Gesteuerte Mehrfachfunkenstrecke
Es werden verschiedentlich Funkenstrecken benötigt, deren sogenanntes Stoßverhältnis kleiner als 1 ist. Unter dem Stoßverhältnis
versteht man bekanntlich das Verhältnis der Stoßansprechspannung zur Änsprechspannung bei Gleich- oder Wechselspannungsbearispruchung.
Solche Funkenstrecken werden z.B. in Überspannungsableiter, oder als Schaltelemente in der Marxschen
Vervielfachungsschaltung eingesetzt. Ganz allgemein kann man solche funkenstrecken benutzen, um Überspannungen, die einer
Betriebsspannung überlagert sind zu unterdrücken, wobei unter Betriebsspannung eine Gleichspannung oder eine industriefrequente
Wechselspannung zu verstehen ist.
Für die Beurteilung der Funkenstrecken gelten folgende Gesichtspunkte:
a) Die Funkenstrecke darf bei Beanspruchung mit der Betriebsspannung
sicher nicht ansprechen.
b) Das Verhältnis dar Stoßansprechspannung zur Betriebsspannung
sollte so klein wie möglich sein. Dieser Gesichtspunkt ist besonders wichtig, da sehr oft die Dimensionierung
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der Isolation von der Höhe der Überspannungen bestimmt wird.
Wenn man also die Überspannungen z.B. mit einer Schutzvorrichtung begrenzen kann, ergibt sich unter Umständen eine
wesentlich wirtschaftlichere Ditfensionierung der Isolation
als dies mit der vollen Höhe der Überspannung der Fall wäre.
c) Der Zündverzug der !Funkenstrecke, d.h. die Zeitspanne, die
vom Auftreten der Überspannung bis zum SpannungsZusammenbruch
an den Elektroden vergeht, sollte möglichst klein sein Eine große Zündverzögerung würde nämlich die Isolation des
Apparates, der geschützt werden soll, doch einer hohen Überspannung aussetzen, bevor die Schutzwirkung der Funkenstrecke
einsetzt.
Es sind bisher folgende lunkenstreckenanordnungen bekannt geworden,
die ein Stoßverhältnis kleiner als 1 aufweist!
1) Homogenfeid-Punkenstrecken, z.B. Kugelfunkenstrecken oder
Plattenfunkenstrecken, in deren einen Elektrode ein/^ Stift
isoliert eingebettet ist. Der Stift ist lediglich über einen hochohmigen Widerstand mit der Hauptelektrode - d.h. der
Kugel oder Platte - verbunden. Bei Beanspruchung mit der Betriebsspannung können sich zwischen Stift und Hauptelektrode
keine wesentlichen Potentialunterschiede ausbilden, so daß das Ganze als Homogenfeld-Funkenstrecke wirkt. Wird
jedoch eine Stoßspannung zwischen den beiden Hauptelektroden angelegt, so können sich infolge der verzögerten Ladungszuführung zum Stift zwischen diesem und seiner Hauptelektrode
wesentliche Potentialunterschiede ausbilden. Die Anordnung wirkt also für die auftretende Stoßspannung wie eine Spitze-Platten-iunkenstrecke
und zündet demnach mit der Homogenfeld-Anordnungen eigenen Verzögerung nach Auftreffen der Überspannung.
Mit einer solchen Elektroden-Anordnung erreicht man etwa einen Stoßfaktor von 0,8.
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2) Mehrfachfunkenstrecken mit linearer Spannungsverteilung für die Betriebsspannung, wobei die lineare Verteilung durch
Steuerung mit Widerständen erreicht wird. Für die Beanspruchung der Funkenstrecke mit einer Stoßspannung ist jedoch
die Widerstandssteuerung unwirksam« Die Spannungsverteilung an der Mehrfachfunkenstrecke wird in diesem Fall allein durcl
die Kapazitäten zwischen den Teilelektroden und die Streukapazitäten dieser Teilelektroden gegen die beiden Spannungszuführungen - z.B. Hochspannungselektroden und Erdelektroden
- bestimmt. Diese Spannungsverteilung hat längs der Teilfunkenstrecke die Form einer Exponentialfunktion. Durch diese
nichtlineare Spannungsverteilung beim Auftreffen einer Stoßspannung werden einige der Teilfunkenstrecken überbeanspruchi
zünden, führen zu einer Überbeanspruchung der verbleibenden Teilfunkenstrecke und es kommt auf diese Weise zum Ansprechen
der gesamten Mehrfachfunkenstrecke.
3) Neben diesen passiven Elektrodenanordnungen mit einem Stoßfaktor
kleiner als 1 sind noch solche bekannt, die mit Hilfe einer Triggereinrichtung unterhalb des Betriebsspannungsniveaus
ausgelöst werden können. Der eingangs erwähnte Überspannungsschutz funktioniert dann so, daß ein Teil der überspannung
als Steuersignal für eine Triggereinrichtung benutzt wird, die meist mit einem oder mehreren Hilfsfunken der
Spannungszusammenbruch an den Funkenstrecken einleitet. Der wesentliche Unterschied gegenüber den vorher erwähnten Anordnungen
besteht darin, daß das Zünden dieser Schaltfunkenstrecke an die einwandfreie Funktionsweise der Triggereinrichtung
gebunden ist. Falls irgendein Glied im Triggersysten
versagt, ist die Funktionsweise der ganzen Einrichtung in Frage gestellt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine gesteuerte Mehrfachfunkenstrecke,
bestehend aus einer Kette von hintereinander geschalteten Teilfunkenstrecken, wobei zur Potentialsteuerung
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der einzelnen Teilelektroden zu jeder Teilfunkenstrecke ein
Widerstand parallel geschaltet ist, und diese Widerstände untereinander in Reihe geschaltet sind. Die erfindungsgemäße Mehrfachfunkenstrecke
ist dadurch gekennzeichnet, daß die Teilelektroden wechselweise mit dem einen und dem anderen Ende der Kette
kapazitiv gekoppelt sind. Die Spannungsfestigkeit bei Beanspruchung mit der Betriebsspannung kann in bekannter Art und
Weise durch eine Steuerung mit Widerständen gewährleistet werden
Die näheren Zusammenhänge werden im folgenden an einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert.
Darin ist eine Mehrfachfunkenstrecke mit 5 Teilfunkenstrecken
dargestellt, wobei 1 und 8 Anschlußklemmen, 2 bis 7 Elektroden und 9 Widerstände bezeichnen, während mit 14 die zwischen den
Elektroden 2-3, 3-4, 5-6 und 6-7 bestehenden Streukapazitäten bezeichnet sind. Die Teilfunkenstrecken werden durch Abstände'
zwischen den Elektroden 2 und 3, 3 und 4, 4 und 5, 5 und 6, sowie 6 und 7 gebildet. Alle diese Elektrodenabstände sind in
diesem Beispiel gleich groß. Solange an den Anschlüssen 1 und nur die Betriebsspannung auftritt, ist die Spannungsverteilung
längs der Elektrodenkette durch die Widerstände gesteuert. Entsprechend ihrer Anzahl sind alle Teilfunkenstrecken mit einem
Fünftel der anliegenden Spannung beansprucht, sofern alle Widerstände 9 gleich groß sind. Legt man zwischen den Anschlüeaen
1 und 8 eine Stoßspannung an, so wird die Spannungsverteilung nicht mehr durch die Widerstände, sondern durch die in der Anordnung
wirksamen Kapazitäten bestimmt. In der beispielsweisen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, die Elektroden 4
und 6 vom Anschluß 1 her über eine Verbindung 10 und Kondensatoren 11 anzusteuern, während die Elektroden 3 und 5 über
Kondensatoren 12 und eine Verbindung 13 mit dem anderen Anschluß 8 gekoppelt sind. Sind nun die Kondensatoren 11 und 12
wesentlich größer als die in der Zeichnung gestrichelt eingezeichneten Streukapazitäten 14 zwischen den Teilelektroden der
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Mehrfachfunkenstrecke, so ist die Spannungsverteilung über die Kapazitäten 12, 14, 11 derart, daß praktisch öie volle an den
Anschlußstellen 1 und 8 anliegende Stoßspannung gleichzeitig zwischen den Einzelelektroden 2 und 3, 3 und 4» 5 und 6, sowie
6 und 7 auftritt. Die Spannungsfestigkeit bei Stoßspannungsbeanspruchung
ist demnach im wesentlichen durch die Stoßspannungsfestigkeit
des Abstandes zwischen 2 Teilelektroden gegeben. Bei dem in der Zeichnung dargestellten Beispiel mit 5
Teilfunkenstrecken wird die Stoßspannungsfestigkeit etwa ein
Fünftel der Spannungsfestigkeit bei Beanspruchung mit der Be-r
triebsspannung betragen. Mit dem geschilderten Konstruktionsprinzip kann man mit genügend feiner Unterteilung der Mehrfachfunkenstrecke
beliebig kleine Stoßfaktoren erreichen.
Beurteilt man die beschriebene Mehrfachfunkenstrecke nach den eingangs erwähnten Gesichtspunkten, so ergibt sich folgendes:
ad a) Die beschriebene Anordnung hat den Vorteil, daß man die Stoßansprechspannung unabhängig von der Ansprechspannung
bei Gleich- oder WechselSpannungsbeanspruchung einstellen
kann, indem man, wie erwähnt, eine entsprechende Anzahl Teilfunkenstrecken wählt. Bei vorgegebener Anzahl Teilfunkenstrecken
hat man darüber hinaus noch die Möglichkeit, durch Variation des Kapazitätswertes der Steuerkondensatoren
11 und 12 das Stoßverhältnis zu beeinflussen. Man kann demnach die Ansprechspannung bei Gleich·
oder Wechselspannung wesentlich größer wählen, als die Gleich- oder Wechselspannung, die dauernd an der Funkenstrecke
liegt, so daß sie bei dieser Dauerbeanspruchung sicher nicht zündet. Beim Auftreffen einer Stoßspannung
spricht sie dann trotzdem an.
ad h) Das Stoßverhältnis kann durch genügend feine Unterteilung
beliebig tief eingestellt werden. Es sind ohne weiteres Stoßfaktoren von 0,1 und darunter zu erreichen.
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ad c) Da die Stoßspannung an allen Teilfunkenstrecken gleichzeitig
auftritt, weist die beschriebene Anordnung eine extrem niedrige Zündverzögerung auf. Dies ist ein wesentlicher
Vorteil gegenüber den bisher bekannt gewordenen Mehrfunkenstrecken, bei denen im allgemeinen ein sukzessives
Durchschalten der Teilfunkenstrecken stattfindet, was mit einer entsprechenden Zündverzögerung verbunden
ist.
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Claims (1)
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Patentanspruch
Patentanspruch
Gesteuerte Mehrfachfunkenstrecke, bestehend aus einer Kette von hintereinander geschalteten Teilfunkenstrecken, wobei zur
Potentialsteuerung der einzelnen Teilelektroden zu jeder Teilfunkenstrecke
ein Widerstand parallel geschaltet ist und diese Widerstände untereinander in Reihe geschaltet sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die Teilelektroden (2 - 7) wechselweise mit dem einen (1) und dem anderen Ende (8) der Kette kapazitiv
(11, 12) gekoppelt sind.
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g
Leerseite
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH736868A CH493117A (de) | 1968-05-17 | 1968-05-17 | Gesteuerte Mehrfachfunkenstrecke |
Publications (1)
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|---|---|
| DE1925149A1 true DE1925149A1 (de) | 1969-11-27 |
Family
ID=4324024
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691925149 Pending DE1925149A1 (de) | 1968-05-17 | 1969-05-16 | Gesteuerte Mehrfachfunkenstrecke |
Country Status (4)
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| US2611108A (en) * | 1941-09-24 | 1952-09-16 | Asea Ab | Electrical lightning arrester |
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- 1968-05-17 CH CH736868A patent/CH493117A/de not_active IP Right Cessation
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- 1969-05-16 DE DE19691925149 patent/DE1925149A1/de active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| GB1257668A (de) | 1971-12-22 |
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