DE1924780C - Ultraschall Verzögerungsanordnung - Google Patents
Ultraschall VerzögerungsanordnungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ultraschall-Verzöge- 3e
rungsanordnung, bestehend aus einem Festkörper, der durch einen elektromechanischen Wandler zu Ultraschallschwingunggen
angeregt wird, die nach Durchlaufen des Körpers von einem zweiten Wandler in
elektrische Signale zurückverwandelt werden.
Es ist bekannt, für große und hochkonstante Verzögerungszeiten elektrischer Signale statt rein elektrischer
Verzögerungsketten Ultraschall-Verzögerungsleitungen zu verwenden, da die Ausbreitungsgeschwindigkeit
einer Ultraschallwelle in einem geeigneten Festkörper um mehrere Zehnerpotenzen niedriger
ist als die Geschwindigkeit einer elektrischen Welle z. B. in einem Draht.
Festkörper-Ultraschall-Verzögerungsieitungen bestehen
im allgemeinen aus einem Glas- oder Keramikkörper, in den das zu verzögernde Signal über einen
Z. B. piezoelektrischen Wandler als mechanische Schwingung eingespeist wird, die nach einer gewissen
Laufzeit von einem zweiten Wandler wieder als elektrisches Signal abgenommen wird.
Die einfachste und älteste Form einer solchen Verzögerungsleitung ist die Stabform. Sie ist heute jedoch
meist durch eine Polygonform verdrängt worden. Hierbei wird die Ultraschallwelle innerhalb eines entsprechend
geschliffenen prismatischen Körpers mehrfach reflektiert, so daß der Weg, den die Schallwelle
zwischen Eingang und Ausgang zurücklegt, langer ist als die größte Linearabmessung der Verzögerungsanordnung
(deutsche Patentschrift ! 255 214).
Beim Betrieb solcher Verzögerungsanordnungen treten jedoch gewisse Nachteile auf. Durch die Streuung
der vom Wandler abgestrahlten Welle und durch nicht ideale Reflexionen an den Begrenzungsflächen
des Verzögerungskörpers durchlaufen Teile der Schallwelle einen längeren oder kürzeren Weg zwisehen
Eingang und Ausgang als der Hauptstrahl. Insbesondere treten dabei Reflexionen an den ursprünglich
nicht am Strahlengang beteiligten Körperfliichcn auf Diese Reflexionen führen zu Störsignalcn mn.
Verzöoerungszeiten, die vom Sollwert abweichen, unter
Umständen auch zu Verzerrungen des Nutzsign;,: ,
Zur Vermeidung solch störender Reflexionen ;;n
ursprünglich nicht am Strahlengang beteiligten Ko:- perflächen wurde vorgeschlagen, diese Fläche einfach
wegzuschleifen. Dies ist jedoch nur möglich, wc;;■;
diese Fläche relativ klein ist.
Eine andere Maßnahme ist das Anbringen cuuakustischen
Sumpfes. Hierzu werden auf die mitwollt reflektierenden Flächen Schwingungsdämpfen..:.:
Materialien, wie Kunststoffe u. ä., aufgebracht. Hier,
müssen die reflektierenden Stellen der Begrenzung flächen bestimmt werden, was einen für eine Serienfertigung
untragbaren Aufwand darstell'. Ein Einhii len der ganzen Verzögerungsleitung in das dämpfen«
Material ist unmöglich, da hierdurch auch die HaU1 schallwelle übermäßig gedämpft wird.
Es ist auch schon versucht worden, den betreffe den Seitenflächen von vornherein eine Form zu gebe;,
die eine gerichtete Reflexion verhindert. Hierzu ist bekannt, die Flächen durch Sandstrahlen aufzura
hen. Dies erfordert jedoch einen zusätzlichen Arbeit aufwand (Philips' Technische Rundschau, Band 1
[1965], S. 89 bis 110).
Es ist auch bekannt, die Oberfläche zu riffeln. Die Art der Oberflächengestaltung erfordert eine kompi
zierte und daher kostspielige Gieß- oder Preßform.
Es ist auch schon bekannt, einen akustischen Sump aus einem die Schallwelle stark dämpfenden Material
herzustellen, bei dem die eine Oberfläche, die auf de;
Wandler aufgesetzt wird, eben, die gegenüberliegende Oberfläche dagegen gewölbt ausgebildet ist, um mehr
fache innere Reflexionen der Schallwelle zu erzeuger (USA.-Patentschrift 2 624 852'.
Aufgabe der Erfindung ist es, durch eine besondere Gestaltung der Körperoberfläche dafür zu sorgen, daider
Anteil an Schallenergie, der auf unerwünschten Wegen vom Eingang zum Ausgang der Verzögerungsleitung
gelangt, möglichst klein bleibt. Außerdem sollen die Körper einfach und billig herstellbar sein.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Begrenzungsflächen des Festkörpers stufenartig abgesetzt
sind, soweit sie weder Wandler tragen, noch das Nutzsignal reflektieren.
Damit ergeben sich die Vorteile, daß die auf den abgestuften Flächen auftreffendc, gebündelte Schallenergie
weitgehend gestreut und damit ihr Einfluß auf den Ausgangswandler verringert wird. Außerdem sind
Gieß- und Preßformen mit abgestuften Flächen einfacher herzustellen als solche mit 2. B. geriffelten Oberflächen.
Einzelheiten der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung der Wirkungsweise der Erfindung
sowie aus den gezeigten Ausfiihrungsbeispielcn hervor.
Fig. 1 zeigt eine bekannte Ultraschall-Verzögerungsanordnung mit im wesentlichen rechteckiger
Grundfläche, wobei der Ultraschallstrahl einen V-förmigen Weg durchläuft. Solche Verzögerungsanordnungen
werden in Farbfernsehempfängern der PAL- oder Secam-Technik bevorzugt eingebaut.
An einem Glasprisma I sind auf der Vorderseite zwei elektromechanischc Wandler 2,3 angebracht.
Die aus dem Eingangswandlcr2 senkrecht zur Oberfläche
austretende Schallwelle 5 wird an der Rückseite 4 des Prismas 1 reflektiert und erreicht auf direktem
Weg dun Ausgangswandler 3. Der ebenfalls aus
dem Eingangswandler 2 austretende, gestreute Wellenanteil 6 — gestrichelt dargestellt— wird nichi nur
an der Prismenrückseite 4, sondern auch noch an der Seitenfiäche7 reflektiert und gelangt so wieder zum
Ausgangswandler 3, jedoch später als die Hauptwelle 5, da der zurückgelegte Weg langer ist.
Die F i g. 2 und 3 zeigen die erfindungsgemäße Ausführungsform
der Ultraschall-Verzögerungsanordnung in Drauf- und Vorderansicht. Dabei sind die betreffenden
Flächen, die keine Signale reflektieren soll ten, stufenartig abgesetzt, wobei hier nur eine einzig=.
Stufe vorgesehen ist. Es hat sich geze.gt, daß bei geschickter
Anordnung die Zahl der Stufen auf cn Streuung der sich auf unenvünschten Wege.i ausbreitenden
Schallenergie nur einen untergeordneten En fluß hat.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Ultraschall-Verzögerungsanordnung, bestehend
aus einem Festkörper, der durch einen elcktromcchanischen
Wandler gemäß dem zu verzögernden elektrischen Signal zu Ultraschallschwingungen
angeregt wird, die nach Durchlaufen des Körpers von einem zweiten Wandler in elektrische
Signale zuri'^Werwandelt werden, dadurch
gekennzeichnet, daß die Begrenzungsflächen des Festkörpers (I) stufenartig abgesetzt
sind, soweit sie weder Wandler (2,3) tragen, noch das Nutzsignal (5) reflektieren.
2. Ultraschall-Verzögerungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus
Glas beste it.
3. Ultraschall-Verzögerungsanordnung nach
Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch ihre Verwendung in der Fernsehtechnik, insbesondere
in Farbfernsehempfängern der PAL- oder Secam-Technik.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691924780 DE1924780C (de) | 1969-05-14 | Ultraschall Verzögerungsanordnung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691924780 DE1924780C (de) | 1969-05-14 | Ultraschall Verzögerungsanordnung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1924780A1 DE1924780A1 (de) | 1970-11-26 |
| DE1924780B2 DE1924780B2 (de) | 1972-09-28 |
| DE1924780C true DE1924780C (de) | 1973-04-26 |
Family
ID=
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