DE1923345B2 - Vorrichtung zum herstellen von glasfasern oder faeden voellig homogener chemischer zusammensetzung mit einem glasschmelz ofen einem speiser und einem duesenaggregat - Google Patents
Vorrichtung zum herstellen von glasfasern oder faeden voellig homogener chemischer zusammensetzung mit einem glasschmelz ofen einem speiser und einem duesenaggregatInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von Glasfasern oder -fäden, die einen Glasschmelzofen,
einen Speiser zum Sammeln der erschmolzenen Glasmasse und ein Düsenaguregat enthält,
das mit dem Speiser verbunden ist. Aus dem
Speiser wird die Glasmasse in die Herstellungszolle für Glasfasern geführt. Die Glasfasern oder -fäden
iverden in einer weiteren Anlage beispielsweise zu Cilaswatte. Glasfaservlies und ähnlichen Materialien
Verarbeitet.
Bekannte Vorrichtungen dieser Art weisen ein Unmittelbar am Boden des Speisers des Glasschmelzofens
befestigtes Düsenangregat aus Platin-Rliodiuml.ejncrung
auf. wobei der Kanal zum Ausfließen eier Glasmasse aus dem Speiser von einer keramischen
Hülse Lohilclet wird (v-1. USA.-Patentschrift
3OS2 614. Ud'sSR-Urheberschein 182 301).
[einer ist eine Vorrichtung zum Herstellen von Cilasfasern bekannt, bei tier der Glasschmelzofen
durch Unterteilung in zwei Zonen (Glasschmelzzoiie
lind Spinnzone) gleichzeitig den Speiser zum Sammeln der erschmolzenen Glasmasse bildet. In den
!joden des Speiser·* (Spinnzone) ist eine mit Düsen
Versehene Platte eingelassen. Unterhalb dieser Platte und in Abstand von ihr befindet sich eine Heizvorrichtung,
die dafür sorgt, daß die Düsen aiii einer
Temperatur gehalten werden, bei der das Glas innerhalb
der Düsen im geschmolzenen Zustand gehalten wird und frei von diesen Düsen abfließen kann.
Während der Arbeit der bekannten Hinrichtungen wird die Temperatur der Glasschmelze, die vom
Speiser zum Düsenaggregat Hießt, nicht geregelt. Hierbei "-ich bildende nichtisothermische Strome der
Glasmasse- im Düsenspeiser stören die Bildung stabiler Wärmeverhältnisse, wodurch eine ungleichmäßige
Verteilung tier Temperatur der Glasmav,.
im linieren Teil des Düsenaggregats hervorgerufen
wird. L-s Hießen deshalb aus dein DüsenaggregLii
Glasstiöme unterschiedlicher Viskosität aus. aus
denen bei konstanter Zieligeschwindigkeit naehfolgend Glasfasern unterschiedliehen Durchmessers
erzeugt werden, wodurch die Qualität des primären Glasfadens verschlechtert wird, der aus diesen I äscin
gebildet wird.
Infolge einer AiigrilTseinwirkuim auf die kerami-
U sehen Hülsen und oder auf die Wände und den
Boden des Speisers tritt eine Verunreinigimn der erschmolzenen Glasmasse auf. die, indem sie unmittelbar
in den Düsenspeiser gelangt, zu in ilver Zusammensetzung chemisch ungleichartigen Fasern
führt. Außerdem vergrößert die Herstellung der Fasern aus einer thermisch und chemisch ungleichartigen
Glasmasse die Faserbrüchigkeit in der Flerstellungszone,
so daß die Kontinuität des technologischen Prozesses gestört wird.
Bei den bekannten Vorrichtungen erfolgt die thermische Vorbereitung der Glasmasse unmittelbar im
Speiser, weshalb zur Erreichung der für die Herstellung erforderlichen Viskosität der Glasmasse sein
Fassungsvermögen sehr groß sein muß. was zu einem
erhöhten Aufwand an Edelmetallen, beispielsweise Platin-Rhodium-Legierung zur Herstellung des Speisers,
und zum Verbrauch großer Mengen an Elektroenergie für die Kompensierung der Wärmeverluste
führt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Beseitigung der aufgeführten Mängel
eine Vorrichtung zum Herstellen von Glasfasern oder -fäden zu schaffen, bei der die Zufuhr der Glasmasse
aus dem Speiser eines Glasschmelzofens zum Düsenaggregat derart vollzogen werden kann, daß die
Kontinuität der Bildung und Herstellung von hochwertigen Glasfasern auf Grund einer Stabilisierung
der Wärmcverliältnisse während der Arbeit und der Zulauf einer thermisch und chemisch gleichartigen
4^ Masse zum Düsenaggregat gewährleistet ist. Darüber
hinaus soll für eine raumsparende Bauweise, für Betiiebszuverlässigkcit. für hohe Lebensdauer und
für einfachen Betrieb gesorgt sein.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Vorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch
gekennzeichnet, daß das Düsenaggregat aus mehreren unten mit Düsen und oben mit einem Hals
versehenen Kammern besteht, die jede in einem gewissen Abstand vom Boden des Speisers anueord-
5n net und mit diesem durch ein wärmeisolierendes
Metallrohr verbunden ist. das zur Aufrechterhaltung der für die Bildung der Glasfasern erforderlichen
Temperatur der Glasmasse mit mindestens zwei elektrischen Vorrichtungen versehen ist. von denen jede
ein Metallrohr enthält, das mit dem erwähnten wärmeisolierten Rohr verbunden und vein einer
stromführenden Fassung umgeben ist, und daß eine der elektrischen Vorrichtungen im Boden des Speisers
eingebaut ist. während die andere frei in den
6) Hals der Kammer mit einem Spalt »</« zwischen
diesem Hals und der stromführenden Fassung gesenkt ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung gewährleistet einen kontinuierlichen technologischen Ablauf der
fi.i Fascrbi Idling bei einer Hcrstellungsleistung von 300
bis 350 kg Glasfasern pro Tag.
Die Zwischenschaltung eines mit wenigstens zwei Heizvorrichltiimen versehenen wärmeisolierten Me-
ι :h.lhivs /wischen den Speiser und das Diiscnüv^iI
und die Ausbildung desselben in Form einer
. ■ den Diis.Mi versehenen Kaniniei" isi von sein
■ η iie in Gewicht und gewährleistet eine raum-,:-.-ih-Il'
Bauweise der gesamten Vorriehiimu.
ι <ie Vorrichtung gewährleistet die Hinnahme einer
!,lisch in.d thermisch äußerst gleichartigen Masse
:.. dem Speiser und ermöglicht die Regelung ihrer
.iperaiiir über die Länge des Düsenaggrenats. vvo-
;i wiederum eine Verminderung der Faser-
: .. higkeit wahrend der Herstellung erzielt wird.
■ :. jenüber den bekannten Vorrichtungen ist bei
,-rtindiingsgemäßen Vorrichtung der Verbrauch
lekiroenergie um den Faktor 1.5 bis 3 ve mimen,
lie Herstellung werden um 1000 bis 1400 ü
• Hi-Rhodium-Legierung weniger aufgewendet. Bei
t!. gedrängten Bauweise ist dennoch die Unterbrin-
<: !j einer um den Faktor 2 bis 4 größeren Zahl von
Γ . .η am Speiserboden möglich.
"■.achfolgend wird die Erfindung an einem Ausfüh-
!: j-heispiel der erfindimgsgemüßen Vorrichtung
υ :.. r Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert: in
d 1 Zeichnungen zeigt
i'ig. I eine schematische Darstellung der Gesami-.·
i:ige zur Herstellung von Glasfaservliesen aus ( jsläden. die aus einer Glasschmelze erzeugt wer-
c :■. mit einem Schnitt durch den Arbeitsteil des ( .ens und des Speisers, an welchem die erfmdungsg,.-:iiäßen
Merkmale enthalten sind, in Seitenansicht.
F i g. 2 die Einrichtung zur Zuführung der Glas-π isse aus dem Speiser zum Düsenaiigregat im Längs-S
'!iniit.
Die in der Zeichnung dargestellte Gesamtanlage Ksieht aus einem Glasschmelzofen 1. einem Speiser
2. mehreren Einrichtungen 3 zur Zuführung der C'iaMua1
>e aus dem Speiser 2 zum Düsenaggregat für die Bildung von Glasfasern (in der Zeichnung
sind zur Vereinfachung nur drei solche Einrichtungen gezeigt). Fadensamrnleni 4. Abzugsvorrichtungen
5 mit pneumatischen Lesevorrichtungen 6 zur 4η
bildung des Glasfaservlieses, einem Anfangsförde rt 7. einem Förderer 8 mit einem Bad 9 zur
Pi'.relitränkiing des Vlieses, einem Trockenförderer
IO und einer Aufnahmevorrichtung 11.
.(ede der Hinrichtungen 3 besteht (vgl. F i g. 2) aus
einer unten mit Diiien2I und oben mit einem Hals
15 versehenen Kammer 12. zwei elektrischen Vorri
.htm.gen 13 und 14 zur Aufrecliierhalliing einer
yur Bildung der Glasfasern erforderlichen Temperatur
der Glasmasse, wobei die obere Vorrichtung 13 im Boden lies Speisers 2 eingebaut ist. während die
untere Vorrichtung 14 mit einem Spalt »a« frei in
ilen Hals 15 tier Kammer 12 gesenkt i-,1. sowie aus
einem «eboiienen w ärmeisolierten Rohr 16 aus
I'latin-Rhodium-Legierung. das die Vorrichtungen 13
und 14 verbindet.
Jede der erwähnten Vorrichtungen 13 und 14 bestellt wiederum aus einem Rohr 17 atis Platin-Rhodium-Legierung.
welches von einer stromführenden Fassun» 18 umgeben ist. und einer ringförmigen
Kupfer-Stronr/.uführung 19 für die /.uleitiing des
elektrischen Strom..1S an die Hinrichtung 3.
Der Kaum zwischen dem Rohr 17 und der stromführenden
Fassung 18 ist mit Kaolinwatte ausgefüllt. ' "
Die Zuführeinrichtung atis wiirmeisoliertem Rohr
16 und Düsenkammjr 12 stellt zusammen mit den
elektrischen Vorrichtungen '.'ine Hinheit dar und is!
am Speiser des Glasschmelzofens montiert. Hs wird
die Erzeugung \on Glaslasern hoher Oualität unmittelbar
aus der Glasschmelze gewiihrleis.et.
Die Arbeitsweise der erliiulungsgemäßen Vnrrichiung
wird naehl'olgend erläutert.
Aus dem .Arbeitsteil des Glaswanneofens 1 (F i g. 1 )
gelangt die gut durchgeschniilzene und geläuterte Glasmasse in den Speiser 2.
Durch die Rohre 17 (F i g. 2) der elektrischen Vorrichtungen 13 wird die Glasmasse dem Speiser entnommen.
Hießt durch die gebogenen Rohre 16 in die Rohre 17 der elektrischen Vorrichtungen 14 herab
und gelangt in die Düsenkammer 12.
Der an die Fassungen 18 über die Stronizuführungen
19 fließende elektrische Stmir. erhitzt die Rohre
16 und 17 aiii eine Temperatur von 131)1) C. Dadurch
wird die Viskosität der Glasmasse, die der
Herstelkmgszone durch die Rohre zugeführt wird, in jenem Zustand aufrechterhalten, der zum Abziehen
der Glasfasern und zur Gewährleistung der Stabilität, ihrer Ausbildung erforderlich ist. el. h. im Bereich
von 1():|- bis H)" Poise.
Außerdem wird durch Einstellung der den Fassungen 18 zugeleiteten Stromstärke die Zuführung einer
erforderlichen Menge der Glasmasse zur Glasfaserbildung erzielt.
Zur Verringerung der Wärmeverluste sind die gebogenen Rohre 16 mit Kaolinwatte 20 isoliert.
Die Form und Länge der Rohre 16 kann verschieden sein und wird je nach den gegebenen Montagebedingungen
der Düsenkammer 12 gewählt. Dies erlaubt die Entnahme der Glasmasse an jenen Punkten
des Speisers, wo sie chemisch und thermisch am gleichartigsten ist.
Bei der Bewegung durch die Rohre lf» und 17. die
aus Platin-Rliodium-Legierung bestehen, ändert die Glasmasse ihre chemische Zusammensetzung nicht,
da sie unterwegs keine anderen Materialien berührt, so daß sie chemisch und thermisch gleichartig in die
Düsenkammern 12 gelangt.
Nachdem jede Düsenkammer 12 mit der Glasmasse gefüllt worden ist. tritt letztere in den Spalt »«■ aus
und bildet, indem sie an der Luft erstarrt, einen hermetischen Verschluß der Kammer 12 zwischen
deren Hals 15 und der Fassung 18 der Vorrichtung 14.
Aus den Kammern 12 fließt die Glasmasse durch die Düsen 21 in Form einzelner Glasströme aus, die
durch Abzugsvorrichtunueii 5 zwangläuiig zu Fasern
22 ([-'ig. 1) eines vorgegebenen Durchmessers ausgezogen werden.
Die Fasern 22 werden durch die Fadensammler 4
geleitet, in denen sie zu Bündeln 23 zusammengeklebt werden, die letzteren werden den pneumatischen
lesevorrichtungen 6 zugeleitet, die. indem sie eine
hin- und hergehende Bewegung über die Breite des Förderers 7 vollführen, die Bündel 23 in einer gleichmäßigen
Schicht auf das Band dts Förderers 7 legen. Vom Band des Auffangförderers 7 gelangen die
mehrschichtig aufeinandergelegten Bündel auf dem Förderer 8 ins Bad 9, wo sie mit einem Bindemittel,
beispielsweise dem Phenolformaldeliydharz. durchtränkt
werden und ein Vlies 24 bilden. Letzteres wird vom laufenden Förderer 10 getragen und dabei
getrocknet. Das feitige Glasfaservlies wird an der
Aufnahmevorrichtung 11 zu einer Rolle vorgegebener Länge aufgewickelt.
In F i ». I sind zur Vereinfachung drei Hinrichtim-
gen zur /.ti füll πι η g von Glasmasse aus dein Speiser
eines Glasschmelzofens /u den Diisenaggregaten für
die Hilcliing der Glasfasern dargestellt, die die Formierung
des Glasfaservlieses aus drei Schichten bedingen, weiche bei der Legiing der Fäden auf dem
Förderhand gebildet werden.
Wenn notwendig, können auf einer relativ kleinen
Länge des S|.·ί^ογ1·. beispielsweise \on IO in. zehn bis
zwanzig Milche Linriehtungen angeordnet werden,
was nicht nur die Anlauoleistung erhöht, sondern
mich das Aussehen des hergestellten Glasfaser lieses
beeinllul.lt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- 923 345Patentanspruch:Vorrichtung /um Herstellen von Glaslasern OiIlt -laden willig homogener chemischer Zusammensetzung, enthaltend einen Glasschmelzofen, einen Speiser zum Sammeln der erschmolzenen Glasmasse und ein Düsenaggregat, das mit dem Speiser \erhunden ist, dadurch ack e η η ζ e i c h net. daß das Düsenaggregat aus mehreren unten mit Düsen (21) und oben mit einem Hals (15) versehenen Kammern (12) be-Stchi. die jede in einem gewissen Abstand vom Buden des Speisers (2) angeordnet Lind mit diesem durch ein wärmeisoliertes Metallrohr (16) verbunden sind, das zur Aufrechterhaltung der für die Bildung der Glasfasern erforderlichen Temperate der Glasmasse mit mindestens zwei elektrischen Vorrichtungen (13, 14) versehen ist, \on denen jede ein Metallrohr (17) enthält, das mit dem erwähnten wärmeisolierten Rohr (16) verbunden und von einer stromführenden Fassung (18) umgehen ist. und daß eine der elektrischen Vorrichtungen (13) im Boden des Speisers (2) eingebaut ist. während die andere frei in den Hals (15) der Kammer (12) mit einem Spalt (ii) zwischen diesem Hals (15) und der stromführenden Fassung (18) gesenkt ist.
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| DE1923345A1 DE1923345A1 (de) | 1970-11-19 |
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| GB (1) | GB1218484A (de) |
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