DE1920699A1 - Kurze Messsonde zur Ermittlung statischer Stroemungsmitteldruecke - Google Patents
Kurze Messsonde zur Ermittlung statischer StroemungsmitteldrueckeInfo
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Description
Kurze Meßsonde zur Ermittlung statischer Strömungsmitteldrücke
Die Erfindung betrifft eine kurze Meßsonde zur Ermittlung statischer Strömungsmitteldrücke mit einer
sich seitlich erstreckenden Srag strebe zur Befestigung
der Sonde in einem Abstand vm. einer in einem Strömungsmittelstrom' befindliehen Außenfläche und mit einem
kurzen Sondengehäuse·
Bei derartigen, insbesondere bei .Flugzeugen benutzten
Sonden, wirft; sich die Lage der den statischen Druck
ermittelnden Öffnung auf der Sonde auf den relativ zum tatsächlichen Druck gemessenen Druck aus· Normalerweise wird jeder durch Druckstörungen in der Hähe des
Flugzeuges hervorgerufene Fehler in den Instrumenten oder einer Datenverarbeitungsanlage ausgeglichen, um
den gemessenen Druck in ein Verhältnis zu dem wahren, statischen Druck zu setzen. Diese Ausgleicheprobleme
werden bei Benutzung einer Strebe zur Befestigung der Sonde vervielfältigt, weil die Luftströmung und die
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mesaenen statischen Druck stören. Die Druckverteilung
in der Umgebung der Strebe unterliegt großen Veränderungen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten des Flugzeuges und bei unterschiedlichen atmosphärischen Bedingungen·
Daaie konstruktiven Gründen die Länge des Sondengehäuses begrenzt ist, besteht die Aufgabe, den störenden
Einfluß der !Pragstrebe auf den von der Sondenöffnung
ermittelten statischen Druck soweit wie möglich auszuschalten·
Diese Aufgabe löst die Erfindung dadurch, daß das Sondengehäuse einen ersten Abschnitt alt in Längsrichtung
verlaufender Achse und eine Oberflächenunregelmäßigkeit zwischen diesem ersten Abschnitt und der Sragstrebe
aufweist, daß diese Oberflachenunregelmäßigkeit wenigstens einen Abschnitt besitzt, der eine in Bezug auf
den Strömungsniittelfluß stromauf gewandte Fläche aufweist, daß eine erste Einrichtung zur Ermittlung des
statischen Drucks vorhanden ist, daß eine erste öffnung im Sondenkörper mit dieser ersten Einrichtung zur
Ermittlung des statischen Druckes in Verbindung steht, daß die Sonde während des Ströeuogsaitteifluesea läng·
der Sonde ein determinierbar··, gemessenes ErOfil des
statischen Druckes aufweist, daß die Oberflächenuaregelmäßigkeit stromauf von ihr einen gemessenen Anstieg dee
statischen Druckes verursacht, und daß dl· erst· öffnung
an einer Stelle angebracht ist, an der dieser gemessene
statisch· Druck in einem gewünschten Verhältnis sum örtlichen statischen Druck steht· Vorzugsweise befindet
sich dabei die erste öffnung innerhalb des ersten Abschnittes des Sondengehäuses·
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Haoh einem weiteren vorteilhaften Merkmal umfaßt die
Oberflächenunregelmäßigkeit einen Abschnitt mit zunehmendem Querschnitt der Außenfläche·
Noch eine andere vorteilhafte Ausgestaltung besteht
darin, daß die Sonde einen zweiten Abschnitt des Sondengehäuses von größerem Querschnitt als den des
ersten Sondenabschnittes aufweist, und daß diese Oberflächenunregelmäßigkeit eine Ubergangsfläche zwischen
dem ersten Sondenabschnitt und dem zweiten Sondenabschnitt bildet, wobei die Tragstrebe mit dem zweiten
Sondenabschnitt verbunden ist·
Es sind bereits verschiedene Bauarten von Staurohren mit kompensiertem, doppeltem Leitungssystem benutzt
worden, bei dem eine einzige Öffnung zur Druckernittlung benutzt wird und Sicherheitsvorkehrungen getroffen
sind, sodaß für den Fall, daß eine der zu einem entfernt gelegenen Instrument führenden Leitungen bricht, die
andere Leitung die Funktion fortsetzt· "Viele Plugzeughersteller bestehen jedoch auf einem strängen Doppelsystem einschließlich getrennter öffnungen zur Ermittlung des statischen Druckes und getrennter Fühlerkaomern.
Sie wünschen jedoch kein vollständiges Doppeltstem einschließlich der doppelten Anzahl äußerer Sonden,
sodaß zwar mit den bekannten Torrichtungen, die Kompensationsteohniken anwenden, die Probleme bei zwei
verschiedenen, von der gleichen Fiihlerkeamer ausgehenden
Rohrleitungen gelöst sind, in gewissen Fällen jedoch noch der Bedarf nach einem doppelten System besteht, bei
dem eine einzige Sonde mit zwei Druokfuhlerkamaern benutzt wird.
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Ale typischer Fall wird derzeit eine vom statischen
Druck beaufschlagte Leitung benutzt, um primäre Instrumente, wie z.B. Luftgeschwindigkeit»anzeiger, Höhenmesser,
Steiggeschwindigkeitsanzeiger und Hach-Zahl-Anzeiger zu
betätigen. Die mit einer zweiten, vom statischen Druck beaufschlagten Leitung verbundenen sekundären Instrumente
können z.B. eine Flugdatenverarbeitungsanlage, ein Autopilot, ein Flugschreiber und dgl. sein.
Die in der Umgebung der Tragstrebe auftretenden großen
Veränderungen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten des Flugzeuges und bei unterschiedlichen atmosphärischen
Bedingungen wirken sich insbesondere dann sehr nachteilig aus, wenn, wie vorstehend erläutert, zwei Leitungssysteme mit getrennten Meßöffnungen an die Sonde
angeschlossen sind. Falls die Sonden stark verlängert werden könnten, würden die Probleme vereinfacht, weil
sich die Druckverteilung stabilisieren würde. Die zum Erreichen einer stabilen Druckverteilung erforderlichen
Längen, bei denen die beiden mit Abstand voneinander angeordneten Öffnungen zur Ermittlung des statischen
Druckes den gleichen gemessenen statischen Druck anzeigen würden, sind größer, als es für Sonden zulässig
ist, die am Rumpf eines Flugzeuges befestigt sind.
Es besteht deshalb Bedarf an einer kurzen, durch eine Strebe befestigten Sonde, die zwei Gruppen von getrennten,
zur Ermittlung des statischen Druckes dienenden Öffnungen aufweist, und bei der die beiden Gruppen von Meß Öffnungen
den gleichen Druck ermitteln. Eine zusätzliche Forderung besteht darin, daß die Öffnungen einen Druck messen müssen,
der in einem bekannten und verläßlichen Verhältnis su dem im Bereich der Sonde tatsächlich vorhandenen statischen
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Diese Aufgabe wird gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung dadurch gelöst, dafi eine
zweite Einrichtung zur Ermittlung des statischen Druckes vorgesehen ist, daß eine zweite Öffnung im
Sondengehäuse mit dieser zweiten Einrichtung in Verbindung steht, daß die erste Öffnung im ersten Abschnitt
des Sondengehäuses angeordnet ist, dafi die zweite Öffnung
von der ersten Öffnung in axialer Längsrichtung der Sonde einen Abstand einhält und in einem gewünschten
Verhältnis zur Oberflächenunregelmäßigkeit angeordnet ist, derart, daß die gemessenen statischen Drücke an
der ersten und zweiten Öffnung zueinander in einem gewünschten Verhältnis stehen.
Nach einem weiteren vorteilhaften Merkmal folgt der zweite Sondenabschnitt dem ersten Sondenabschnitt in
Richtung des relativen StrömungsmittelfluBee und die
Strebe ist am zweiten Sondenabachnitt befestigt·
Noch ein weiteres vorteilhaftes Merkmal besteht darin,
daß der Ubergangsabschnitt eine im wesentlichen konische
Außenfläche aufweist, die den ersten and den zweiten zylindrischen Sondenabschnitt miteinander verbindet.
Anhand der nun folgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels der
Erfindung wird diese näher erläutert.
Es zeigen:
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Fig. Ϊ eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäß ausgebildete, an einem Seil eines
Flugzeugs befestigte Sonde»
Fig. 2 eine graphische Darstellung eines standardisierten Druckmusters, das
in Bezug auf die Länge einer Sonde für drei verschiedene Sondenarten
aufgetragen ist, und zwar insbesondere ausgerichtet nach Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 in Fig. 1 und
Fig. 4- eine graphische Darstellung des mittleren Teils einer Kurve aus Fig. 2,
wobei die effektiven, standardisierten Druckkurven für eine Sonde nach der vorliegenden Erfindung in vergrößertem
Maßstab gezeigt sind.
Sine insgesamt mit 10 bezeichnete Drucknefieonde ist am
Teil des Flügseugrumpfes 11 mit geeigneten Befestigungsmitteln befestigt und besitzt einen Basisteil 12, der
dazu dient, eine sich seitwärts nach außen erstreckend· Strebe 13 zu tragen. Ein rohrförmiger Abschnitt 14 des
Sondengehäuses ist in eine« Stück gemeinsam mit der Strebe 13 ausgebildet und besitzt eine Längsaohse 1£,
die gegenüber der normalen Flugachse des Flugzeuges in einer vorgegebenen Lage ausgerichtet ist.
Die Strebe 13 ist natürlich stromlinienförmig ausgebildet, um ihren Widerstand auf ein Minimum zu verringern und
sie ist außerdem so ausgebildet, daß sie den Sondenge-
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häuseteil 14 in einem vorgegebenen Abstand D von der
Seitenfläche des Rumpfes 11 hält, sodaß das Sondengehäuoe außerhalb des Einflußes der Luftgrenzschioht
am Sumpf liegt.
Sie gezeigte Sonde ist eine Kombination aus einem
Pitot-Rohr und einer Drucksonde but Ermittlung des statischen Druckes, und aus Fig. 3 ist ersichtlich,
daß das vordere Ende des Sondengehäuses mit einer Öffnung 16 versehen ist, die nach vorn weist und den
an der Sonde auftretenden Staudruck mißt. Die Öffnung
mündet in eine Kammer 1?» von der ein Pitot- oder Staudruckrohr 18 ausgeht· Das Ende des in der Kammer 17
befindlichen Rohres ist geschlossen und es befindet sich nahe dem Ende eine Öffnung, um den Druck aufzunehmen. Das Rohr 16 ist in geeigneter Weise mit Instrumenten 18A im Inneren des Flugzeuges verbunden. Eine
Querwand 19 im Inneren des Sondenkörpers trennt die Kammer 17 von einer ersten, der Ermittlung des statischen Druckes dienenden Kammer 22, dl· gegenüber der
Atmosphäre durch ein Paar von den etatischen Druck übertragenden Offnungen 23 und 24 geöffnet iat, wie
βie einander diametral gegenüberliegend am oberen und
unteren Teil des Sondenkörpers gezeigt sind. Die Öffnungen 23 und 24 befinden eich in der gleichen Radialebene. Beide Offnungen 23 und 24 munden in die Kammer
Eine elektrische Entelsungs-Heizanlag« 46 1st an der
Innenfläche der Sonde gezeigt und eine Entwässerung** bohrung 45 dient zum Auslaß der Feuchtigkeit.
Wie gezeigt, besitzt der Sondenkörper einen vorderen,
außen kegeligen Teil 25, der übliche Form aufweist und
der in einen zylindrischen Teil 26 übergeht, in dem die öffnungen 23 und 24 ausgebildet sind.
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Gewöhnlich weisen die Sondenkörper von Staudrucksonden einen gleichmäßigen Durchmesser bis surück
zur Befestigungsstrebe auf» Nach der vorliegenden Erfindung erstreckt sich jedoch eine teilweise konische
oder kegelige Oberfläche 27 von der zylindrischen Oberfläche 26 nach hinten und nach außen bis zu einer
zweiten zylindrischen Oberfläche 28, die ihrerseits mit der Strebe 15 in Verbindung steht. Die zweite
zylindrische Oberfläche 28 besitzt einen größeren Durchmesser als die zylindrische Oberfläche 26 und die
konische Fläche 27 bildet einen Ubergangsabschnitt zwischen diesen beiden Durchmessern mit einer glatten,
stromlinienförmigen Gestalt. Eine zweite Trennwand 52 befindet sich in dem Gehäuseteil der Sonde, un die
Kammer 22 abzudichten. Eine dritte Trennwand 55 ist, wie dargestellt, dazu vorgesehen, eine zweit«, vom
statischen Druck beaufschlagte Kanter 54 su bilden.
Die zweite, vom statischen Druck beaufschlagte Kaamer
54 ist vollständig gegenüber der Eaattftr 22 abgedichtet.
Dritte und vierte Offnungen 55 und 36 befinden sich
zur Ermittlung des statischen Druckes in der wandung des Sondengehäuses und öffnen sich in Richtung der
Kammer 54. Die Öffnungen 35 und 56 befinden sich außerdem, wie gezeigt, einander'diametral gegenüberliegend
und gegenüber den Offnungen 23 und 24 fruchtend angeordnet,
wobei sie jedoch gegenüber diesen öffnungen 25 und 24
einen Abstand in axialer Sichtung der Sonde einhalten· Die Achsen der Öffnungen 55 und. 56 liegen in der
gleichen Radialebene. Ein erstes Fühlerrohr 57 zur Ermittlung des statischen Druckes führt von der Kammer
22 zu einen geeigneten, primären Instrument im Flugzeug und aus der zweiten Kammer 3(4 führt eine zweite
Leitung 58 zur Ermittlung des statischen Druckes.
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Wenn auch, die Kammer 34 im Außführungsbeispiel durch
eine dritte Trennwand abgetrennt wird, könnte sich die Kammer 34 auch bis zum Ende der Sonde und tatsächlich
auch bis in die Strebe erstrecken, falls das hinsichtlich der Anordnung der Trennwand gewünscht ist. Die
Kammer 34 ist jedoch gegenüber der Kammer 22 durch die
Trennwand 32 abgedichtet. In einer normalen» ger&drizylindrischen,
durch eine Strebe befestigten Sonde ist es nicht möglich, lediglich zwei öffnungen zur Ermittlung
des statischen Druckes mit axialem Abstand voneinander längs der Sonde anzuordnen, um ein doppeltes Fühlersystem
zu erhalten, weil mit nur einer einzigen zylindrischen. Oberfläche der an den beiden öffnungen
ermittelte Druck aufgrund von durch die Strebe 13 im
Bereich der öffnungen hervorgerufenen Druckstörungen verschieden sein wird.
In Pig. 2 sind drei Kurven dargestellt, die einer
P-P standardisierten Druckfunktion m entsprechen,
*c
wobei Pm dem gemessenen Druck, F dem örtlichen statischen
Druck und q^ dem um den etatischen Druck verminderten
Staudruck entspricht. Diese standardisierte Druckfunktion ist ein üblicher Faktor, der als Basis
bei einem Druckvergleich benutzt wird. Längs der Abszisse ist die Länge der in Fig. 1 gezeigten Sonde
aufgetragen. Die Ordinate zeigt den Druckfehler, und zwar sowohl + als auch - . Falle Pm » P ist, gibt es
keine Druckkompensation. Die erste Kurve 41, die in voller Linie dargestellt ist, zeigt die Verteilung des
Druckfehlers längs einer Sonde mit einem zylindrischen Sondenkörper 14, der sich mit gleichem Durchmesser bis
zurück zur Strebe 13 erstreckt. Die in unterbrochenen
Linien dargestellte Kurve 42 zeigt die Druckverteilung längs einer Sonde, die entsprechend Fig. 1 ausgebildet
ist, wobei diese Kurve 42 insbesondere durch die von den öffnungen 23 und 35 zur Ermittlung des statischen
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Druckes ausgehenden, unterbrochenen Linien in Beziehung
zu Fig. 1 gebracht ist. Die strichpunktierte Linie 43 betrifft eine glatt zylindrische Sonde ohne irgendeine
Strebe 15« Man sieht, daß dann, wenn die. Sonde eine
erheh-liche Länge aufweist, die Druckstörung bald verschwinden wird und die Linie auf 0 zurückgehen wird,
sodaß an irgendeiner Stelle längs der Sonde zwei Öffnungen zur Ermittlung des statischen Druckes den gleichen Druck
eroit-tiLn würden· Diese Kurven ergeben das "Druckprofiln
der Sonde und können durch Versuche im Windkanal ermittelt werden· Der Einfluß der Strebe keim,aus-dem Auslauf der
Kurven 41 und 43 ersehen werden.
Bei der Kurve 41 nimmt die Druckfunktion, die dimensionslos und standardisiert ist, tatsächlich einen Minuswert
längn der Sonde im nach vorn konischen Bereich an und
kreuzt die O-Linie nicht vor Erreichen des zylindrischen Abschnittes« Dann jedoch steigt der Druck in dea der
Strebe benachbarten und vor der Strobe liegenden Bereich wesentlich an, wobei er bei der Annäherung an die Strebe
schnell zunimmt»
Eine zur Ermittlung des statischen Druckes dienende Öffnung muß in einer Entfernung von der Vorderkante der
Sonde angebracht sein, wenn sie zusammen mit einer Stau·
drucköffnung benutzt wird, und zwar wegen der relativen
Unsicherheit und Veränderbarkeit des sich an die scharfe Kante der öffnung 16 an der Spitze der Sonde anschließenden
Druckfeldes und wegen des störenden Einflusses der Entwässerungsbohrung 45 der Staudruckkammer auf die dahinter
befindlichen Druckfühleröffnungen· Die aus der Bohrung
entweichende Feuchtigkeit kann ein Problem darstellen, falls kein angemessener Zwischenraum gelassen wird.
Außerdem iät das Strömungsfeld um die Strebe nicht so zuverlässig, wie Jenes, das etwa in der Mitte des Sondenkörpers vorhanden ist. Die öffnungen zur Ermittlung des
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statischen Druckes sollten deshalb sowohl von der Spitze oder Vorderkante des Staudruckrohres als auch soweit wie
möglich von der Strebe entfernt angeordnet sein·, Falls
die Sonde lediglich statische Brücke ermitteln soll, stellt die Spitze oder Vorderkante der Sonde kein so
großes Problem dar, nach wie vor jedoch die Strebe, falle
getrennt angeschlossene öffnungen zur Ermittlung des
statischen Druckes in einer von einer Strebe getragenen Sonde mit normaler zylindrischer Oberfläche (Kurve 4-1)
angeordnet sein und die gleichen Drücke messen sollen,
ist aus dem Druckprofil 4-1 ersichtlich, daß die eine
Gruppe von Öffnungen der Sondenspitze und die andere Gr-upps der Strebe sehr nahe benachbart sein müßte. Ihre
Anzeige ist nicht zuverlässig, wegen der durch die scharfe Vorderkante an der Sondenspitze verursachten und im Bereich
der StrebedUftretenden Veränderungen des Druckfeldes.
Die öffnungen unterschiedlicher Kammern müssen einen
axialen Abstand voneinander aufweisen, um zu verhindern, daß ein. Rückfluß (aus der Sonde), der durch einen Fehler
in einer Fernanzeigeleitung in einem unter Druck stehenden Teil des Flugzeuges verursacht wird, den an der zweiten
Kammer ermittelten Druck beeinflußt.
Die konische Oberfläche 27 ist deshalb eingefügt worden, um die Druckverteilung oder das Druckprofil an einer
kurzen Sonde zu verändern, um eine verläßliche, doppelte Messung zu ermöglichen. Diese konische oder kegelförmige
Oberfläche verursacht eine Störung des Druckfeldes vor der Sonde, die vorhersehbar und zuverlässig ist. Die
Druckverteilung oder das Druckpzfil wird durch die Kurve
42 angezeigt und es zeigt sich, daß vor der übergangslinie
zwischen der ersten zylindrischen Oberfläche 26 und der konischen Oberfläche 2? der Druckfehler von
einem negativen Fehler zu einem positiven Fehler übergeht« wie aua Fig. 2 ersichtlich ist, und daß sieh diese
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Fehlerkurve gerade in dem Beadch der Übergangslinie
zwischen den beiden Oberflächen wieder umkehrt« Der Fehler verläuft dann wieder in dem negativen Bereich,
wo die konische Oberfläche endet und die zweite sylindrische
Oberfläche 28 beginnte Es ist dies auf die Beschleunigung der Strömung längs der konischen Oberfläche
zurückzuführen. Der Druckfehler nähert sieh dann wieder der positiven Seite und folgt der Kurve 41 in
dem der Strebe 15 eng benachbarten Bereich·
Sie beiden Öffnungen müssen wieder soweit wie möglich
von der Spitse der Sonde und auch von der Strebe entfernt
sein, um das verläßlichste Druckprofil zu erfassen und müssen außerdem voneinander einen ausreichenden
Abstand aufweisen, Der minimale Abstand in Richtung der
Sondenachse zwischen den öffnungen der beiden Säumern
beträgt etwa 9,5 mm. Vorzugsweise beträgt der Abstand
wenigstens 12,7 Bm1 um eine gute mechanische Ausbildung
zu ermöglichen und die Störung der einen Öffnung durch die andere beim Vorhandensein eines Lecks in einem
System auf ein Minimum herabzusetzen.
Die Dimensionierung wird schwierig. Einerseits soll die
Sonde kurz gehalten werden (etwa zwischen minimal 100 am
und maximal 300 mm), dann soll die erste der der Ermittlung
des statischen Druckes dienenden Offnungen außerhalb
des Bereiches des kegeligen, vorderen Teils der Sonde liegen wegen der Unzuverlässigkeit des Druckfeldes nahe
der Sondenspitse, andererseits soll di@ zweite der der
Ermittlung des statischen Druckes dienenden öffnungen außerhalb des der Strebe unmittelbar benachbarten
Druckbereiches liegen, wegen der Uhzuverlässigkeit des
dort vorhandenen Druckfeldes, schließlich sollen die Öffnungen der beiden Systeme vorzugsweise 12,7 ata Abstand
In axialer Richtung voneinander einhalten, und es soll
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sichergestellt werden, daß die beiden Gruppen von der Ermittlung des statischen Druckes dienenden Öffnungen
den gleichen Druck ermitteln. Es muß deshalb ein Abgleich zwischen den Positionen der beiden verschiedenen
Öffnungen zur Ermittlung des statischen Druckes erhalten v/erden. Um diese Lage auszuwählen, wird eine horizontale
Linie 44 gezogen, die auf der positiven Seite der graphischen Darstellung liegt und die Lage der öffnungen befindet
sich dort, wo diese horizontale Linie 44 die Kurve 42 an zwei verschiedenen Stellen schneidet· Eine
dieser Positionen befindet sich auf der zylindrischen Oberfläche 26 und die andere auf der konischen Oberfläche
27· Man kann daraus ersehen, daß die Druckverteilung
derart ist, daS der Druck, der an den öffnungen er» aittelt wird, die sich längs einer Ebene befinden,
die die Sonde durchquert und die Kurve 42 und die Achse der öffnungen 23 und 24 schneidet, gleich dem Druck an
den öffnungen 35 und 36 auf der konischen Oberfläche
ist. Ein Abgleich auf der positiven Seite wird, wie gezeigt, gewöhnlich bevorzugt, um allgemein©^ örtliche
Druckfeldstörungen auszugleichen, dia durch die Flugzeugkonstruktion bewirkt werdens es könnte aber au@h ein
negativer Fehler benutzt werden, indem man ©In® Linie
unterhalb der O-Linie anwendet. Di® vordere öffnung
würde auf den kegeligen vorderen $©il &®r Soada a#ln§
,jedoch immer noch mit einem wesentlichen Abstand hinter
der öffnung 16· Falls gewünscht, können sich die der
Ermittlung des statischen Druckes dienenden öffnungen in
verschiedenen, Jedoch bekannten, Druckfehlerpositionen befinden..
Es gibt viele axiale Stellungen längs &®s Sondeügehäuses,
in denen die beiden öffnus^sgruppe^angeordnet werden können,
was durch Verschiebung der Linie 44 gegenüber der O-Linie
angezeigt werden kann, wobei die so ermittelten Orte
auf der Sonde zur Positionierung der Achsen der in die Kammern zur Ermittlung des statischen Druckes führenden
öffnungen benutzt werden. Durch Benutzung einer Druckprofil-Kurve
in Verbindung mit der einen Übergangsabschnitt aufweisenden Sonde wird die Auswahl der Positionen
der öffnungen zur Ermittlung des statischen Druckes leicht.
Um den Einfluß der Nach-Zahl auf die Messungen auf
ein Minimum zu senken, sind zwei Faktoren von grundlegender Bedeutung. Die öffnungen sollten aus dem Bereich
der Strebe herausgehalten werden, weil die Druckveränderungen aufgrund von Veränderungen der Haeh-Zahl ic
Bereich der Strebe sehr bedeutend sinä· Die Strebe stellt
eine plötzliche Veränderung des Sondenquerschnittes dar. Weiter sollte der Winkel der konischen Oberfläche gegen»
über der Sondenachse gering gehalten werden (2° - 8°
maximum). Die Plötzlichkeit des Qierechnittswechsels
wird auf ein Minimum gesenkt. Di® Anordnung &®s? öffnungen
auf der Sonde selbst wird, soweit die radiale Lage betroffen ist, durch den Anstellwinkel des Flugzeuges
beeinflußt. Die öffnungen können radial um die Sonde verteilt werden,, um Druckfehler aufgrund des Anstellwinkels
des jeweiligen Flugztuges ausgleichen· Mehrere
öffnungen werden allgemein benutzt, um einen Durchschnittswert
für die Druckmessung zu liefern und zwei bis vier
öffnungen sind am üblichsten. Die Achse wird sich gewöhnlich
auf einer einfachen Badi&lehene befinden, es können
jedoch in einigen Fällen die öffnungen einer öffnungsgruppe
auch leicht in axialer Sichtung versetzt sein·
Die graphische Bestellung in Fig« 4 stellt des mittleren
•Teil der Kurve 42 oberhalb der O-Idiii© auf der Abssisae
dar. Die. Ziffern bezeichnen Sen standardisierten Druck-
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fehler, wie er in Flg. 2 gezeigt ist, und die Ziffern
auf der Abszisse bezeichnen die Entfernung länge der Sondenachee, wobei die Verbindungsstelle zwischen den
Oberflächen 26 und 27 als O-Punkt benutzt wird· Der
Maßstab ist stark vergrößert und die Versuchawerte sind
für die Mach-^ahj.en 0,3 und 0,8 gezeigt. Der Fehlerunterschied
zwischen Mach 0,3 und Mach 0,8 1st nicht so groß, daß er Probleme bei der Messung hervorrufen könnte.
Die Oberfläche des kegeligen oder Übergangsabsebnittes
weist bei der zur Erlangung der Fig. 4 benutzten Soäe
einen Winkel von 4° gegenüber der Sondenachs© auf«
Die standardisierte Druckfehlerfunktion —-^s-
ist ein Standardausdruck, der den Unterschied zwischen
dem örtlichen statischen Druck und d@m g@mes@@&&n Druck
standardisiert. Falls kein Unterschied auftritt, ist die
Kompensationaf unktion »0. Wie gezeigt," kam di® Anordnung
der Öffnungen der Kammern 22 unä 34 j@d@efe s© sein« daß
eine kleine bekannte positive Druckkompensation
ist, die eine bevorzugte Messung darstellen kam,
direkt an der Quelle der Messung eine vorgegebene Kornpensationsdruckfunktlon
zu schaffen» Dieses Merkmal ist
wichtig, well hierdurch häufig die Notwendigkeit einer zusätzlichen Kompenaatioasvorrichttmg, beispielsweise
bei den Druckanzeigeinstrumentan,
Anspruch® ι
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Claims (11)
- Patsntansprü eh ®Kurse Meßsonde eur Eraittlimg statischer mitteldriieke mit einer eich seitlich erstreckenden Tragßtrebe zur Befestigung der Sonde in einem Abstand von einer in einem Strömungemitte Istrom befindliche Außenfläche und mit einem kursen Sondengehl&@® t dadurch gekennzeichnet, daß das SondengehfUase eisen ersten Abschnitt (26) mit in Längsrichtung verlaufender Achse und eine Oherflächenunregel&äßigkeit (2?) zwischen diesem ersten Abschnitt %m& der 2r©g®te®be (13) aufweist, daß diese Oberfläßhenunregelmäßigkeit wenigstens einen Abschnitt heeitst, der eine In Beeug auf den StrSmungsmittelfluß stromauf gewandte Fläche aufweist» daß eine erste Einrichtung (22 9 37) sur E^ mittlung des statischen Brücke« Tortianden ist, daß eine erste Öffnung (25, 24) in Scmdengehäuse mit dieser ersten Einrichtung sur Ermittlung des statischen Druckes in Verbindung steht, dai &£.$ Boz^Lm vänrend des Ströfflungsmittelflusses ISngs der Sonde ein determinierbares, gemessenes Profil (42) des statischen Druckes aufweist, daß die Oberfläehenunregelmäßig» keit stromauf von ±)ar eilten gemessenen Anstieg de® statischen Druckes verursacht und daß die erste Öffnung an einer Stelle angebracht ist, an der dieser gemessene statische Druck in «i£sa*m hältnie sum örtlichen statischen 2%m@l: eteht
- 2. Sonde nach Anspruch 1, dadurch daß die erst· öffnung (23« 24) Innerhalb dse Sondenabschnittes (26) engeordnet ist«,'909845/1154
- 3. Sonde nach einemder Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenunregelmaßigkeit (27) einen zunehmenden Querschnitt der äußeren Oberfläche umfaßt. .
- 4. Sonde nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sonde einen zweiten Abschnitt (28) des Sondengehäuses von größerem Querschnitt als dem des ersten Sondenabschnittes (26) aufweist, und daß diese Oberflächenunregelmäßigkeit (2?) eine Ubergangsfläche zwischen dem ersten Sondenabschnitt und dem zweiten Sondenabschnitt bildet.
- 5· Sonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Einrichtung (34-, 56) sur Ermittlung des statischen Druckes vorgesehen.ist, daß eine zweite Öffnung (35» 36) im Sondengehäuse mit dieser zweiten Einrichtung in Verbindung steht, daß die erste Öffnung (23, 24) sich im ersten Sondenabschnitt (26) befindet, daß die zweite Öffnimg einen Abstand in axialer Längsrichtung der Sonde von der ersten öffnung aufweist und in einem gewünschten Verhältnis zur Oberflächenunregelmäßigkeit (27) angeordnet ist, derart, daß die an der ersten und an der zweiten öffnung gemessenen statischen Brücke In einem gewünschten Verhältnis zueinander stehen.
- 6. Soöfe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und die zweite Einrichtung zur Ermittlung des statischen Druckes jeweils eine innerhalb d@s Sondengehäuses ausgebildete Hammer (22, 34) umfassen.18909845/1154
- 7. Sonde nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und die zweite Öffnung (23« 24; 35, 36) in axialer I&agsriehtung der Sonde einen minimalen Abstand von 9 »5 a» auf-
- 8. Sonde nach Anspruch 5 t dadurch gekennzeichnet 9 daß der zweite Soodenabschnitt (23) In Ricirfcm^ des relativen Strömungsmittelflusses auf den ersten Sondenabschnitt (26) folgt, wobei Sie Strebe (13) an dem zweiten Sondenabschnitt befestigt ist.
- 9. Sonde nach einem der Ansprüche 5 ©tar S9 dadurch gekennzeichnet, daß der erste nml ά&τ zw@ifc® abehnltt zylindrisch sind.
- 10. Sonde nach Anspruch 9* ctaduTOÄ gekeniiseielinet, daß der Übergangsbereich (2?) sine im wes@nt;li®nen konische Außenfläche aufweist, die das. ersfcea und d@n sweiten (28)
miteinander verbindet · - 11. Bernd® nach einem d@v MsmgsuchB 5S B5 9 ©sä©rdaß derlängs der Honde einem normal®ii Stön^igab®r®i«s& dee Brackfeldes Tor der Strebe (13) ®rs®ngt9 M©b»i diese normale Störung einen sunelm®nd«si Imik Muter der Soadeaapits® Terursacht, uM wotel ta* abschnitt (2?) eine Größe aufw@lst® ü±e eise liche Druckfeldstöruag erzeugts die in der lage 1st, einem Teil der Druekfeldstöruiig vor ä&r Strobe (13) entgegenzuwirken und ein© .gonein d©m normalen Stönmg3barei@li_la©nr©rsuriLfens weon das Strömungsmittel relativ zur Sonde fliaSt, wobei wenigstens eine der öffnungen (23 3 3*» 35 8 36) sur Ermittlung des Druckes in der Eon© almehm@iidezi Druckes liegt, die durch den übergangsabeciinitt ©rseugt;909845/1154Leerseife
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