DE1919422A1 - Aussenglimmschutz fuer Hochspannungswicklungen elektrischer Maschinen - Google Patents
Aussenglimmschutz fuer Hochspannungswicklungen elektrischer MaschinenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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- H02K3/32—Windings characterised by the shape, form or construction of the insulation
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- Insulation, Fastening Of Motor, Generator Windings (AREA)
Description
Licentia Patent-Verwaltungs-Gmbll
Frankfurt/M.70, Theodor-Stern-Kai 1
Dr.Ka/bu FK 69/214
16.4.1969
"Außenglimmschutz für Hochspannungswicklungen elektrischer Maschinen"
Es ist bekannt, bei Hochspannungswicklungen elektrischer Maschinen, die meist aus glimmerhaltigen, kunstharzgebundenen
Materialien bestehenden, fest auf den Leitern aufgebrachten Nutseitenisolationen zwecks Vermeidung von Glimmentladungen
zwischen den Blechpaketen und den Isolationsoberflächen mit leitenden Belägen in Form von aufgepreßtem Graphitpapier,
Leitlack oder mit Leitlack imprägnierten Asbestbändern, Kunstseiden- oder Glasseidenbändern zu versehen, normalerweise
liegen die Oberflächenwiderstände um 10-^i^/Quadrat. Es liegt
in der Natur dieser leitenden Beläge, mechanisch nicht besonders fest zu sein.
Wenn nun an einem solchen Außenglimmschutz mechanische Beschädigungen,
beispielsweise durch die Relativbewegungen von Wicklung-·:. und Blechpaket bei wechselnden Temperaturbeanspruchungen,
vor allem im Bereich der Nutaustritte oder durch andere Umstände entstehen, treten bei entsprechend hohen Betrieb
rj spannungen Glimmentladungen auf. Diese führen zu weiter um sich greifenden Zerstörungen des Außenglimmschutzes und
der Isolationsoberflächen bei glimmerhaltigen Isolationen. Werden glimmerfreie Isolationen verwendet, können tiefgreifende
Zerstörungen auftreten.
5/0762 bad original
- 2 - FK 69/214
Bei Maschinen kleinerer Abmessungen und Leistungen reicht die
mechanische Festigkeit des üblichen Außenglimmschutzes meist aus, so daß sich Beschädigungen der o.b. Art weitgehend vermeiden
lassen. Bei größeren Maschinen, beispielsweise bei Turbogeneratoren, können die auftretenden Beanspruchungen aber
so groß werden, daß sich an den bekannten Außenglimmschutz-Ausführungen Beschädigungen nicht verhindern lassen.
Aufgabe der Erfindung war es, vornehmlich für Turbogeneratoren großer Leistungen die bisher üblichen Außenglimmschutz-Ausführungen
so zu verbessern, daß selbst in den Fällen stärkerer mechanischer Beschädigungen Glimmentladungen und somit
Isolationszersetzungen an diesen Stellen mit Sicherheit vermieden werden.
Die Lösung besteht in der Anwendung einer mechanisch festen,
halbleitenden Zwischenschicht mit einem Oberflächenwiderstand
um 10 _Q_/Quadrat zwischen der Isolationsoberfläche und dem
bisher üblichen Außenglimmschutz. Hierfür kann man beispielsweise
bestimmte Asbestgewebe, Asbestpapiere oder metallisierte Glasseidengewebe verwenden und diese unter Benutzung eines
geeigneten Kunstharz-Bindemittels aufbringen. Die Materialien sind so auszuwählen, daß die Schicht nach dem Aushärten der
Bindemittel den o.a. Widerstandswert erreicht. Schichtdicken um 0,2 mm haben sich als günstig erwiesen. Bei richtiger
Auswahl des Kunstharz-Bindemittels ist die mechanische Festigkeit, vor allem die Schabefestigkeit, einer solchen Schicht
uci Größenordnungen besser als es beim eigentlichen Außenglimmschutz
möglich ist. Bei Anwendung kunstharzgebundener Hochspannungsisolationen, beispielsweise mit EP-, UP- oder
Silikonharzen als Bindemittel, ist es zweckmäßig, las mit gleichem oder mit einem hiermit verträglichen Bindemittel
imprägnierte halbleitende Material in Form von Bändern oder Breitmaterial vor dem Aushärten der Hauptisolation aufzubringen
und das Ganze gemeinsam auszuhärten. Bei Verwendung unter Vakuum zu imprägnierender Bandisolationen kann das betreffende
Halbleitermaterial in Form von bindemittelfreiem Band etc. vor dor Vakuumimprägnierung aufgebracht werden.
009845/0762
- 3 - FK 69/214
Die dielektrischen Verluste der Nutisolation werden durch Anwendung einer solchen Schicht unter dem eigentlichen
AuSonglimmschutz nur unwesentlich beeinflußt.
Ein beispielsweise mit Epoxridharz-Ilikafolium isolierter
Roebelstab mit einem Außenglimmschuts gemäß der Erfindung, bei dem der äußere leitende Belag an mehreren Stellen bis zu
dor Zwischenschicht abgetragen wird, zeigte bei 6,3 mm einnei
tiger 1 solationszunähme, 1300C Lagerungstemperatur, 30 kV
nngelogter Spannung und einer Beanspruchungszeit von 6 Monaten
hinterher keinerlei Veränderungen an den betreffenden Stollen. Irgendwelche Isolationszersetzungen waren nicht zu
erkennen.
Das bindemittel der schwach leitenden Zwischenschicht wird
so ausgewählt, daß es seine mechanische Festigkeit bis zur maximal T."5glLchen Betriebstemperatur der Wicklung nicht wesentlich
verändert.
5 Seiten Beschreibung
2 Patentansprüche
2 Patentansprüche
009845/0762
Claims (2)
- Licentia Patent-Verwaltungs-GmbH Frankfurt/M.70, Theodor-Stern-Kai 1Dr.Ka/bu FK 69/214• 16.4.1969Patentansprüche .M J Außenglimmschutz für Hochspannungswicklungen elektrischer Maschinen, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Isolationsoberfläche im Nutbereich zunächst eine aus halbleitendem Material, wie Asbestgewebe, Asbestpapier, leitenden Kunststoffen oder metallisiertem Glasseidengewebe, und einem geeigneten Kunstharz-Bindemittel bestehende mechanisch feste, schwach leitende Zwischenschicht mit einem Oberflächenwiderstand von etwa 10 -^-/Quadrat angeordnet ist und hierauf ein stärker leitender Belag mit einem Oberflächenwiderstand von etwa ΙΟ^-Ω/Quadrat in bekannter Weise aufgebracht ist.
- 2. Verfahren zur Herstellung eines Außenglimmschutzes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die kunstharzgebundene Zwischenschicht vor dem Aushärten der Hauptisolation aufgebracht und mit' dieser gemeinsam ausgehärtet wird.009845/0762
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691919422 DE1919422A1 (de) | 1969-04-17 | 1969-04-17 | Aussenglimmschutz fuer Hochspannungswicklungen elektrischer Maschinen |
| FR7012615A FR2043053A5 (en) | 1969-04-17 | 1970-04-07 | Corona shield for the high voltage windings - of electrical machines |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19691919422 DE1919422A1 (de) | 1969-04-17 | 1969-04-17 | Aussenglimmschutz fuer Hochspannungswicklungen elektrischer Maschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1919422A1 true DE1919422A1 (de) | 1970-11-05 |
Family
ID=5731420
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691919422 Pending DE1919422A1 (de) | 1969-04-17 | 1969-04-17 | Aussenglimmschutz fuer Hochspannungswicklungen elektrischer Maschinen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1919422A1 (de) |
| FR (1) | FR2043053A5 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3045462A1 (de) * | 1979-12-05 | 1981-06-11 | Hitachi, Ltd., Tokyo | Verfahren zum herstellen einer koronaabschirmung fuer die staenderwicklung einer elektrischen maschine |
| DE4219064A1 (de) * | 1992-06-11 | 1993-12-16 | Asea Brown Boveri | Glimmschutzanordnung für die Statorwicklung einer elektrischen Maschine |
-
1969
- 1969-04-17 DE DE19691919422 patent/DE1919422A1/de active Pending
-
1970
- 1970-04-07 FR FR7012615A patent/FR2043053A5/fr not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3045462A1 (de) * | 1979-12-05 | 1981-06-11 | Hitachi, Ltd., Tokyo | Verfahren zum herstellen einer koronaabschirmung fuer die staenderwicklung einer elektrischen maschine |
| DE4219064A1 (de) * | 1992-06-11 | 1993-12-16 | Asea Brown Boveri | Glimmschutzanordnung für die Statorwicklung einer elektrischen Maschine |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2043053A5 (en) | 1971-02-12 |
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