DE1919460A1 - Trennvorrichtung fuer Gemische von gas- oder dampffoermigen Stoffen,insbesondere zur Abtrennung des Traegergases bei der Gaschromatographie - Google Patents
Trennvorrichtung fuer Gemische von gas- oder dampffoermigen Stoffen,insbesondere zur Abtrennung des Traegergases bei der GaschromatographieInfo
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Description
Trennvorrichtung für Gemische von gas- oder dampfförmigen Stoffen, insbesondere zur Abtrennung
des Trägergases bei der Gaschromatographie
Die Erfindung bezieht sich auf eine Trennvorrichtung für Gemische von gas- oder dampfförmigen Stoffen, bestehend
aus einer vom Gemisch durchströmten Trennkammer mit einem Einlaß für vorwiegend viskose Strömung, einem
Abstrom-Auslaß für vorwiegend molekulare und einem Nutzstrom-Auslaö
für vorzugsweise viskose Strömung, insbesondere zur Abtrennung des Trägergases (im folgenden auch
Trennkomponente genannt) von dem zu analysierenden Gasgemisch
(im folgenden auch Nutzkomponente genannt) bei der Gasanalyse mit gekoppeltem Gasojaromatographen und Massenspektrometer.
In der[Trennvorrichtung wird die Trennkomponente, z.B.
das Tragergas Helium, zum überwiegenden Teil über den
Abstrom-Auslaß abgeführt, während die Nutzkomponente, z.B. eine zu analysierende Kohlenwasserstoffverbindung,
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ORlGiNAL INSPECTED
1.919480
zum überwiegenden Teil, zusammen mit dem verbleibenden
Rest der Trennkomponente, über den Nutzstrom-Äuslaß in
das Massenspektrometer gelangt.
Durch, die Trennvorrichtung wird erreicht, daß von dem
Gaschromatograph-Ausstrorn, der im allgemeinen wesentlich
größer ist als der maximal zulässige Massenspektrometer-Einstrom, ein Teilstrom, nämlich der Mut ζ st rom-, abgezweigt
und in das Massenspektrometer eingeleitet wird, der in seiner Größe auf den maximal zulässigen Massenspektrometer-Einstrom
herabgesetzt ist und in dem infolge . der bevorzugten Abzweigung der Trennkomponente in den Abstrom
die Konzentration der Nutzkomponente erhöht ist, so daß die Verluste an Nutzkomponente wesentlich kleiner
werden als bei einer Anordnung, in der ein Teilstrom des \ Gaschromatograph-Ausstromes abgezweigt und in das Massenspektrometer
geleitet wird. Durch die Trennvorrichtung wird also die Nachweisempfindlichkeit der Gasehromatograph-Massenspe
ktrome ter-Kombinatlon erhöht.
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Die bevorzugte Absaugung der Trennkomponente über den Abstrom-Auslaß
einer Trennvorrichtung kann auf verschiedene Art und Weise erreicht werden.
Bei einer bekannten Ausführungsform einer solchen Trennvorrichtung
(deutsche Patentschrift 1 052 955) wird die
bevorzugte Absaugung der Trennkomponente dadurch erreicht,
daß man das zu trennende Gasgemisch aus einer düsenartigen Öffnung austreten läßt und den expandierenden Strahl
durch eine Blende in Kern- und Mantelteil aufteilt. Der Kernteil tritt durch die Blende und gelangt weiter als
Nutzstrom in das Massenspektrometer, während der Mantelteil
durch eine Pumpanordnung, die den zwisehen Düse und
Blende befindlichen Raum, die Trennkamrner, abpumpt, abgeführt wird. Da aus gaskinetischen Gründen die Moleküle
der Trennkomponente bevorzugt in den Mantelteil diffundieren, wird die Trennkomponente bevorzugt abgepumpt.
Bei einer anderen bekannten Trennvorrichtung (britische Patentschrift 1 O65 131) wird die bevorzugte Abtrennung
des Trägergases Helium als Trennkomponente dadurch erreicht, daß der Abstrom-Auslaß aus der Trennkammer durch
die Poren einer porösen Wand gebildet wird. Ist die Purenweite gleich oder kleiner als die mittlere freie
Weglänge der Gasmoleküle, so verhalten sich die Strö-
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mungsleitwerte der porösen Wand für die verschiedenen
Gase umgekehrt wie die Wurzeln aus den Molekulargewichten der Gase, und es wird das leichtere Trägerjas Helium
infolgedessen stärker abgepumpt.
Ein wesentlicher Nachteil dieser bekannten Trennvorrichtungen besteht darin, daß die optimale Ausbeute nur für
eine bestimmte Größe des Gasstromes· erreicht wird. Für eine einstufige Trennvorrichtung mit poröser Wand als.
Abstrom-Auslaß beispielsweise, welche so dimensioniert
ist, daß der Einstrom in das Massenspektrometer viskos erfolgt und bei einem Einstrom in die Trennvorrichtung
von 10 ml/min der Einstrom in das Massenspektrometer 1 ml/min ist, ergibt die Rechnung beispielsweise für die
Trennung von Argon und Helium, daß die Ausbeute, d.h.
das Verhältnis der in das Massenspektrometer einströmenden Argonmenge zu der in die Trennvorrichtung einströmenden
Ärgonmenge bei einem Einstrom von 10 ml/min 26 Jo beträgt,
bei einem Einstrom von 1 ml/min in die Trennvorrichtung dagegen nur noch 3 /&'·
Um einer solchen Begrenzung des Arbeitsbereiches zu begegnen,
wurden bisher folgende Methoden angewandt:
1. Bei kleinen Einströmraten hat man die Trennvorrich-
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tung aus dem System herausgenommen und das Massenspektrometer
direkt an den Gaschromatographen angekoppelt oder man hat austauschbare Strömungsdrosseln
im Einlaß und/oder Nutzstrom-Auslaß der Trennvorrichtung
vorgesehen. Diese Verfahren sind mit unerwünschtem Zeitverlust für die Umrichtung der Meßapparatur
verbunden.
2. Durch Einschaltung einer veränderlichen Strömungsdrossel in die Leitung zwischen der Trennvorrichtung und
dem Massenspektrometer läßt sich ebenfalls der Arbeitsbereich der Trennvorrichtung erweitern. Eine
solche Strömungsdrossel verhindert jedoch im allgemeinen,
daß der Einstrom in das Massenspektrometer viskos erfolgt. Dadurch geht aber die zusätzliche Anreicherung
der zu analysierenden Nutzkomponente im Massenspektrometer verloren, der sich bei viskosem
Einstrom dadurch ergibt, daß das Abpumpen innerhalb des Massenspektrometers molekular erfolgt.
J5. Auch durch Einschaltung eines Ventils mit veränderlicher
Strömungsdrossel In die Leitung zwischen der * porösen Wand als Abstrom-Auslaß und der Pumpe für den
Abstrom ergibt sich eine Erweiterung des Arbeitsbereiches der Trennvorrichtung; der Variationsbereich
• · ·
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Ist jedoch hierbei sehr begrenzt und außerdem besteht der
Nachteil, daß durch Rückdiffusion aus dem Raum zwischen
Drosselventil und Abstrom-Auslaß die Messung beeinträchtigende Memory-Effekte auftreten.
) Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs gekennzeichneten Art zu schaffen, die auf einfache Weise eine weitgehende Anpassung an die jeweils vorliegende
Gasmenge ermöglicht, so daß sich für die Nutzkomponente eine optimale Ausbeute erzielen läßt.
) Diese Aufgabe läßt sich erfindungsgemäß dadurch losen, daß
der Absfcrara-Auslaß zur Veränderbarkeit des Abstromes einstellbar
bzw. verschließbar ausgebildet Ist. Wie Versuche gezeigt haben, ist es möglich, den Abstrom in weiten Grenzen zu verändern, und dabei im Abstrom-Auslaß gleichwohl
auch noch für große Abströmraten molekulare Strömungsbedingungen aufrechtzuerhalten, wie sie zur Erzielung eines
Trenneffektes erforderlich sind.
Eine für die Einstellbarkeit besonders vorteilhafte Anordnung erhält man, indem man den Abstrom-Auslaß für molekulare
Strömung als langgestreckten Spalt ausbildet. Dabei kann die Veränderung des Abstromes durch Einstellung der
Spaltweite erzielt werden. Die Vorrichtung kann so ausge-
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bildet sein, daß der Spalt von einer Schneide und einer zur
Schneide parallelen Wandung begrenzt wird.
Es ist zweclanäiDij·, die Trennkammer als langgestreckten Kanal
"auszubilden,, an dessen einein Ende der EinlaiB und an
uioS-;:i andere;;! ^nde der NutsstroiH-AuslaS für viskose Strömuii..
angeordnet sind.
jline baulich ei-ifaehe und jearurLjene Ausführung ergibt sich,
wenn die Trennlcammer als ilin^kammer ausgebildet wird und
dabei iiinlai und Nutzstrom-Auslaß an diametral einander gejenüberliejeiiden
Steilen der Trennkammer angebracht sind. Zweckmäßig ist dabei die Rin_-kammer auf gegenüberliegenden
Seitea mit je einem spaltförmijen Abstrom-Auslaß versehen.
jine jr..:-e TiOiiii-ca-nimerXaiijc bei "gedrungener Bauvieise läßt
sich dadurch ei^'eiclien, da3 mehrere Trennkammei°n hinteroincindsr
^c-schaltet werden. Dabei kann eine SOei.^erun^ der
■T;'ei'iii'.v'irkun._, erzielt vier den, wenn die Verbiridun^skanäle
äe±- winterei-iander geschalteten Tremikammern für viskose
Sti-omuii_. aus^ele^t v;erden, und wenn dafür -esorjt wird,
αati die 3trcmuiv_;so-eschv/indijkeit in den Verfoindun&skanüleii
.^ößor al : die Dii'iusicns^esehwindi^keit der Ifutzlcompo
nente in dei1 Tj'ennkomponente ist.
nine derartig«- mehrstufitio Anordnung kann noch dadurch ver
bessert v/erde.o, da'3 die Abstrorn-Äuslässe der einzelnen
Tx'fcmikarmnern anabhänjii_, voneinander einstellbar sind, so
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BAD QRfGfNAt.
daß iri jeder einzelnen Stufe eine optimale Einstellung möglich ist.
Der Trennkanal kann auch spiral- oder schraubenförmig verlaufen. Dabei führt der Abstrom-Auslaß zweckmäßig zu einem
ebenfalls spiral- oder schraubenförmig verlaufenden Abstrom-
■ 4
kanal derart, daß Trennkanal und Abströmkanal eine doppelgängige
Spirale oder Schraube bilden.
Wird die Trennkammer auf ihre ganze Länge oder streckenweise für viskose Strömung vom Einlaß zum Nutzstrom-Auslaß
ausgelegt, so führt eine Verlängerung der Trennkammer zu
einer Steigerung der Trennwirkung, wenn dafür gesorgt wird,
daß die Strömungsgeschwindigkeit des Gases vom Einlaß zum Nutzstrom-Auslaß größer ist als die Diffusionsgeschwindigkeit
der Nutzkomponente in der Trennkomponente.
In der Zeichnung ist die Erfindung an einigen Ausführungs- . beispielen veranschaulicht. Es zeigt
Fig. 1 ein Gasohromatograph-Massenspektrometer-System
mit Trennvorrichtung nach der Erfindung
in einer ersten Ausführungsform*
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Abstrom-Auslaß der Trennvorrichtung nach Fig. i, in grünerem Maßstab,
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Fig. ^ einen Querschnitt durch eine mehrstufige
Trennvorrichtung mit gemeinsamer Einstellung der Stufen,
Pig. 4 einen Querschnitt durch eine mehrstufige
Trennvorrichtung mit getrennter Einstellbarkeit der Stufen,
Pig. 5 eine Trennvorrichtung mit spiralförmiger Trennkammer,
Fig. 5 einen Teilschnitt nach der Linie 6-6 der
Fig. j,
Fig. 7 eine andere Ausführungsform der Trennvorrichtung
, und
Fig. U ein Diagramm zur Veranschaulichung der Wirkungsweise.
Die Erfindung wird im folgenden in ihrer Anwendung bei der
Gasanalyse durch ein kombiniertes Gaschromatograph.-Massenspektrometer-System
erläutert. Das aus der Säule eines Gaschromatographen GC austretende Gasgemisch TZl1, bestehend aus
einem Trägergas, z.B. Helium, und einem zu analysierenden Gasgemisch, im folgenden kurz Nutζkomponente genannt, gelangt
über einen Einlaß E in eine Trennkammer K einer Trennvorrichtung T. Diese Trennkammer ist mit zwei Auslassen versehen,
nämlioh einem AbstromAuslaß A und einem Nutzstrom-
... 10
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Auslaß N. Der Nutzstrom-Auslaß N Ist als Dvosse!leitung
ausgebildet, die so bemessen ist., daß für die üblichen Betriebsdrücke-
in ihr viskose Strömungsverhältnisse herrschen, und er verbindet die Trennkammer K mit der Vakuumkammer V
eines Massenspektrometer' MS, die durch eine Pumpe P1 ständig
unter Hochvakuum gehalten wird. Der Abstrom-Auslai3 k
führt zu einem Abströmkanal R mit Absaugleitung S, die den
Abströmkanal R mit einer Pumpe Pv verbindet. In der Trenn- *
kammer K findet somit eine Aufspaltung des Einlaßstromes Ii-, in einen Nutzstrom Mp und einen Abstrom M-.. statt. Während
der Abstrom KU durch die Pumpe P^ abgeblasen oder zur Wiederverwendung
einem Regenerator zugeführt wird, wird der Nutzstrom Mp in an sich bekannter Weise im Massenspektrometer
MS einer Massenanalyse unterworfen. Der EinlaiBstrom
M, setzt sich aus der zu analysierenden Substanz oder
"Komponente", z.B. einer Kohlenwasserstoff verbindung, und dem für die Gaschromatographie benötigten Trägergas, z.B.
Helium, zusammen.
Bei der Trennvorrichtung nach der Erfindung wird der Arbeitsbereich
für verschieden große Gasmengen dadurch geregelt, daß der für molekulare Strömung ausgelegte Abstrom=
Auslaß A selbst einstellbar ist. Zu diesem Zweck ist in den dargestellten Ausführungsbeispielen der Abstroin-Auslaß A
e ο β β X-L
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als langgestreckter Spalt ausgebildet, dessen Weite w einstellbarIst.
Auf diese Weise läßt sich ein großer Arbeitsbereich beherrschen mit einem kleinsten Abstrom bei geschlossenem
Spalt und einem größten Abstrom bei weit geöffnetem Spalt. Dabei muß nur auch für die maximale Spaltweite die Bedingung erfüllt bleiben, daß sich im Spalt für
die gegebenen Verhältnisse eine molekulare Strömung einstellt, weil die molekulare Strömung Voraussetzung ist, damit
das leichtere Gas, z.B. das Trägergas Helium, bevorzugt durch den Abstrorn-Auslaß A abströmt. Das ist dann der Ft-Il,
ivenn die Spaltweite w von gleicher Größenordnung oder kleiner
ist als die mittlere freie Weglänge, welche die Moleküle des Trägergases bei dem in der Trennvorrichtung herrschenden
Druck besitzen. Wenn die Tiefe t des Spaltes genügend klein gemacht wird, ist es möglich, mit einer Spaltweite v/, die noch klein genug ist, daß die Strömung durch
den Spalt molekular ist, Abströmraten aus dem Spalt zu erreichen, die von der geforderten Größenordnung sind (bis
herauf zu IOC ml/min).
in einer ausgeführten Vorrichtung kann durch Veränderung der Spaltweite w im Bereich von etwa 0,02 bis 0,002 mm der
Abstrom II, so variert werden, daß bei einem Einstrom M1
zwischen όΟ ml/min und 2 ml/min der Nutzstrom M2 konstant
auf 1 ml/min gehalten wird. Die Spalttiefe t betrug im Aus-
• · · X C_
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Ausführungsbeispiel etwa 0,1 mm und die Spaltlänge etwa
100 mm. Der Arbeitsdruck in der Trennkammer liegt dabei konstant etwa bei 20 bis 5.0 Torr.
Nach diesen allgemeinen Ausführungen über die grundsätzliche Wirkungsweise der neuen Trennvorrichtung sollen die
in Fig. 1 bis 7 dargestellten Ausführungsformen naher beschrieben
werden.
In allen Ausführungsformeη ist die Trennvorrichtung mit
einem mehrteiligen Gehäuse 1 versehen., das eine oder mehre
re Trennkammern mit Einlaß E, Nutzstrom-Auslaß N, Abstrom-Auslaß
Ä und Abströmkanal K umschließt und ferner eine Einrichtung zur Einstellung des Abstrom-Auslasses A enthält.
-
Der Einlaß E wird durch eine Kapillare gebildet, deren
eines Ende mit der in der Zeichnung nicht dargestellten Säule des Gaschromatographen GC und deren anderes Ende mit
der Trennkammer K (Fig. 1) oder - bei mehrstufiger Vorrichtung - mit der Trennkammer K1 (B1Ig. ^) bzw. K.; (Fig. 4)
der ersten Stufe verbunden ist. Der Nutzstrom-Auslaß N besteht ebenfalls aus einer Kapillare, deren eines Ende mit
der Trennkammer K (Fig. 1) oder - bei mehrstufiger Vorrichtung - mit der Trennkammer It, (Fig. j3) bzw. Kh (Fig. ''O
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der letzten Stufe und dessen anderes Ende mit der Vakuumkammer
V des I'iassenspektrometers MS verbunden ist. Der spaltförmije
Abstrom-Auslaß A wird in allen Ausführungsformen,
ausgenommen der nach Fig. 7, wo der Spalt von zwei Schneiden
begrenzt wird, jeweils von einer Schneide'2 und einer zur
Schneide parallelen Wandung J5 begrenzt. Die Tiefe t des Spaltes
zwischen Schneide 2 und Wandung j5 wird zur Erreichung
eines großen Durchlasses bei kleiner Spaltweite w klein gemacht, sie liegt vorzugsweise im Bereich von zehntel bis
tausendstel Millimetern.
Die Spaltweite w ist einstellbar. Nach oben hin ist für den hier interessierenden Wirkungsbereich diese Einstellung dadurch
begrenzt, daß oberhalb einer gewissen Spaltweite der Durchfluß durch den Spalt von der molekularen in die viskose
Strömung übergeht und dadurch ein allmählicher Übergang in einen Bereich erfolgt, in dem die Trennvorrichtung
im allgemeinen die Punktion eines Strömungsteilers ohne Trennwirkung annimmt. Nach unten hin wird die Einstellung
des Spaltes dadurch begrenzt, daß es praktisch nicht möglich ist, den Spalt vollständig zu verschließen. Dabei bestimmen
die Oberflächenungenauigkeiten von Schneide bzw. Wandung, wie weit der Spalt geschlossen ist, wenn die Schneide an der
Wandung oder wenn Schneide an Schneide liegt. Ein Variatlonsbereich
des Leitwertes des Abstrom-Auslasses im Ver-
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hältnis 100 : 1 läßt sich bereits mit geringem Aufwand
für die Oberflächenbearbeitung erreichen.
Die Kurve a der Fig. 8 zeigt die für ein ausgeführtes System
berechnete Abhängigkeit der Ausbeute B - f (M,), d.h. das Mengenverhältnis der Nut ζ komponente im Nutsstrorn M. zur
Nutzkomponente im Einlaßstrom M, in Abhängigkeit von der Größe des Einlaßstromes M1J wenn der spaltförmige Abstrom-Auslaß
A so nachgeregelt wird, daß der Nutzstrom K, in das Massenspektrometer unabhängig vom Einlaßstrom M, in die
Trennkammer der Trennvorrichtung konstant bleibt. Hit abnehmender Größe des Einlaßstromes M, nimmt bei zunehmender
Abärosselung des Abstromes M- aus der Trennkammer K die Ausbeute
B stark zu. Nach Erreichen des Kleinstwerte-s der Spaltweite w nimmt die Ausbeute zwar wieder ab, da infolge der
viskosen Einströmung in das Massenspektrometer der Nutzstrom
Mp schneller abnimmt als der Abstrom Mv aus der Trennkammer, wenn der Einlaßstrom M, in die Trennkammer und damit
der Druck in der Trennkammer abnehmen. Da aber der Abfall der Ausbeute B von einem sehr hohen Wert der Ausbeute
aus erfolgt, fällt er nicht ins Gewicht, wie ein Vergleich mit der entsprechenden Kurve b der Fig. 2 für eine analoge
einstufige Trennvorrichtung in bekannter Ausführung mit
poröser -Wand zeigt. Dort erfolgt der entsprechende Abfall
bereits von der maximal zulässigen Größe des» Einlaß-
...
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stromes von 10 ml/min aus, so daß bei 1 ml/min die Ausbeute nur noch etwa .5 ;j beträgt, gegenüber etwa 60 ~o bei
der Trennvorrichtung nach der Erfindung, bei -der außerdem
der LinlaSstrom in die Trennvorrichtung bis auf etwa
60 ml/min erhöht werden kann.
Die Vorrichtung nach der Erfindung mit einstellbarem Abstrorn-Auslaß
A ermöglicht es also, den Abstrom M-- immer optimal dem Einlaßstrom M1 anzupassen, wodurch unnötige
Verluste durch zu großen Abstrom vermieden werden und eine grundsätzlich höhere Ausbeute 3 als bei den bisher bekannten
Trennvorrichtun~en mit konstanter Größe der Abstrom-'
Öffnungen erreicht wird.
Im ersten Ausführunssbeispiel nach Pis· 1 und 2 ist die
Schneide 2 ringförmig ausgebildet und liest in einer Ebene.
Die den Spalt auf der anderen Seite begrenzende Wandung 5
wird von der Unterseite eines Ve rs te llkörper s H- gebildet,
der die Form einer ebenen Kreisplatte aufweist/ Dieser Verstellkörper kann aus I-ietall, Glas, Keramik oder Kunststoff
bestehen; vorzugsweise wird er aus Quarz Hergestellt.
Die Spaltweite w zwischen Schneide 2 und Wandung 3 wird in
herkömmlicher1 Weise durch eine Justiereinrichtung eingestellt,
die aus einer KückfUhrfeder -j, einer Stellfeder 6,
... Io
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Druckstücken J,8,9, einer kappenförmigen Stellschraube 10
und einer die Bewegung des Druckstückes 7 auf den Verstellkörper
4 übertragenden elastischen Membran 11 besteht, mit der das Gehäuse 1 vakuumdicht abgeschlossen wird.
Fig. j5 und 1I- zeigen zweistufige Trennvorrichtungen in ver-
^ schiedenen Ausführungsformen. Dabei sind im Gehäuse 1.1 (Fig. 3) bzw. 1.2 (Fig. 4) zwei Trennkammern K1, K2 (Fig.J5)
bzw. K-., Kh (Fig. 4) hintereinander geschaltet. Die erste
Trennkammer K1 (Fig. 5) bzw. K-,. (Fig. 4)· ist an den Einlaß E
und die zweite Kammer K2 (Fig. 5) bzw. K^ (Fig. 4) an den
Nutzstrom-Auslaß N angeschlossen, und beide Kammern K1 2
(Fig. j)) bzw. K7 i, (Fig. 4) sind miteinander durch einen
Verbindungskanal 12.1 (Fig. ~j) bzw. 12.2 (Fig. 4) verbunden.
Dieser'Verbindungskanal 12.1 bzw. 12.2 ist so bemessen,
daß sich bei den gegebenen Drücken eine viskose Über- Z strömung von der ersten zur zweiten Trennkammer ergibt und
daß die Strömungsgeschwindigkeit im Verbindungskanal größer ist als die Diffusionsgeschwindigkeit der zu analysierenden
Nutzkomponente in der Trennkomponente. Dadurch wird erreicht, daß sich die Trennwirkungen beider Stufen multiplizieren.
Abstromseitig sind beide Stufen an einen gemeinsamen
Abströmkanal R1 bzw. R2 mit Absaugleitung S-, bzw. S2
angeschlossen.
Die Ausführungsformen nach Fig. j5 und 4 unterscheiden sich
... 17
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von der Ausführungsform nach Flg. 1 wesentlich dadurch, daß die Trennkammern K1 und K2 (Fig. 3) bzw. K-, und K1,
(Fig. 4) als langgestreckte Kanäle ausgebildet sind, an deren einem Ende der Einlaß und an deren anderem Ende der
Nutzstrom-Auslaß angeordnet sind, während der Abstrom-Auslaß A sich zwischen Einlaß und Nutzstrom-Auslaß erstreckt.
Hierbei bilden die Trennkammern Ringkammern, bei denen Einlaß und Nutzstrom-Auslaß an diametral gegenüberliegenden
Stellen der Trennkammern liegen. Außerdem besteht der Unterschied gegenüber der ersten Ausführungsform, daß jede
Trennkammer zwei Abstrom-Auslässe A aufweist, die sich an gegenüberliegenden Seiten befinden.
Bei der in Fig. j5 dargestellten Ausführungsform werden die
Schneiden 2 von einem kegelförmigen Verstellkörper 4.1 getragen und die den Schneiden gegenüberliegende, die Ringspalte begrenzende Wandung 3.1 auf der Innenseite des Gehäuses
1.1 ist entsprechend kegelförmig ausgebildet. Die Justiereinrichtung für den Verstellkörper 4.1 ist mit einer
Rückführfeder 5.1, einer Stellfeder 6.1 und einer Stellschraube 10.1 versehen.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform sind die Ab*
strom-Auslässe A beider Trennkammern Kv und Kj, zwischen den
Schneiden 2 und der gegenüberliegenden Wandung j5«2 getrennt
...18
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einstellbar, so daß eine bessere Anpassung an die unterschiedlichen
Drücke in beiden Trennkammern möglich ist. Zu diesem Zweck befinden sich die Schneiden für die Ab-.
strom-Auslässe aus der Trennkammer K- der ersten Stufe
an der Unterseite eines kreisscheibenförmigen ersten Verstellkörpers 4.2 und die Schneiden für die Abstrom-Auslässe
aus der Trennkammer Ku der zweiten Stufe an der
Unterseite eines den ersten Verstellkörper 4.2 konzentrisch umschließenden ringscheibenförmigen zweiten Verstellkörpers
4.5· Die Verstellkörper stehen unter dem
Einfluß von in der Zeichnung nicht mit dargeseeUten getrennten
Rückstellfedern und getrennten Stellfedern 5.2 und 6.5. Auf die Stellfeder 6.2 für den ersten Verstellkörper
4.2 wirkt eine zentrale Stellschraube 10.2 und auf Stellfeder 6.3 für den zweiten Stellkörper 4.3 eine kappenförmige
Stellschraube 10.5· Die abstrom-Auslässe A
münden in ein zusammenhängendes Abströmkanalsystem Rp>
das durch eine Absaugleitung Sp mit der Pumpe Pp verbunden
ist. Der vakuumdichte Verschluß wird in beiden'Ausführung
si" or me n nach B'ig. 5 und 4 durch eine Membran 11.1
bzw. 11.2 erzielt.
Bei der in Pig. lj und 6 dargestellten Ausführungsform
ist die Trennkaminer Kr spiralförmig ausgeführt. Die Trennkammer
Kr und der ebenfalls spiralförmig vorlaufende Ab-
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■ SAD
- ip -
stromkanal R..-., an den die Äbsaujleitunj S-.. angeschlossen
ist, bilden eine doppeljäiijlje Spirale und werden durch
eine doppeljänji^e Spiralschneide 2a, 2b und die Wandung
'■j.') eines deckplattenförmijen Verstellkörpei's 4.4 bejrenzt,
der relativ zu den Schneiden 2a, 2b verstellbar ist, um die Weite des Abstrom-Auslasses A verändern zu
können.
Die als lanjjestreekte Kanäle ausjebildeten Trennkammern
in den beschriebenen Ausführungsformen, insbesondere die
spiralförmige Trennkammer K1- nach Fig. -j und 6, können
Tür viskose Strömung vom Einlaß zum Nutzstrom-Auslaß aus- ^elejt sein, um eine Stei^erun·?; der Ti'ennwirkung zu erzielen.
Fij. 7 zeijt eine Ausführunjsfonn, in der die Trennkammer
K< durch den Hündunjsbereieh· zweier koaxialer, jejeneinander
^.erichteter Itoiire, den Einlad E und Mutzstromauslaß
N gebildet xiird. Die Mündungen sind als Schneiden 2c,
2 d ausgebildet uid bejrensen den rin-jspaltförmi^en Abstrom-Äusla^.
Die ir/eite w des ivbstrom-ii-uslasseSj die in
i>-i". 7 übertrieoen ._,roß dargestellt ist, ist durch Axialverschiebanj
des i-utzstrom-Auslasses IJ einstellbar, der
in einem Gühäusehals Ij jei'ührt, durch eine Stellschraube
10.4 verstellt wird und über einen plansch 14 und einen
... 20
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Balg 15 vakuumdicht mit dem Gehäuse I.3 verbunden ist. Das
Gehäuse I.3 umschließt die Abstromkammer Rh, an die die
Absaugleitung Su angeschlossen ist.
Im Rahmen der Erfindung sind noch mancherlei Abänderungen
und andere Ausführungen möglichj insbesondere ist die Ausführung der Abstrom-Auslässe als langgestreckter Spalt
vorteilhaft auch dann zu gebrauchen, wenn eine feste Spaltweite vorgesehen ist. Ferner ließe sich die Abströmrate
auch dadurch verändern, daß die Spaltlänge verändert wird.
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Claims (15)
- PATENTANSPRÜCHE:. 1. l'rennvorrichtung für Gemische von gas- oder dampfförmigen Stoffen, bestehend aus einer vom Gemisch durchströmten Trennkammer mit einem Einlaß für vorwiegend viskose Strömung, einem Atastrom-Auslaß für vorwiegend molekulare Strömung und einem Nutzstrom-Auslaß für vorzugsweise viskose Strömung, insbesondere zur Abtrennung des Trägergases bei der Gaschromatographie, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstrom-Auslaß (A) einstellbar bzw. verschließbar ist.
- 2. Vorrichtungj insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstrom-Auslaß (A) für molekulare Strömung als langgestreckter Spalt ausgebildet ist.
- ;). "Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spaltweite (w) einstellbar ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch j>, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt des Abstrom-Auslasses (A) von einer Schneide (2) und einer zur Schneide parallelen Wandung (2) begrenzt ist.
- 5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennkammer (K) als langgestreckter Kanal ausgebildet ist, an dessen einem Ende...008844/162« ^ °R'Q'NALder Einlaß (E) und an dessen anderem Ende der Nutzstrom-Auslaß (N) für viskose Strömung angeordnet sind.
- 6.. Vorrichtung nach-Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Abstrom-Auslaß (A) für molekulare Strömung zwischen Einlaß (E) und Nutzstrom-Auslaß (N) erstreckt.
- 7· Vorrichtung nach Anspruch 5 und- 6, dadurch gekennzeichnet s daß die Trennkammer (K) als Ringkammer ausgebildet ist/ und daß sich Einlaß (E) und Nutzstrom-Auslaß (N) an diametral gegenüberliegenden Stellen der Trennkammer befinden.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmige Trennkammer (K) auf gegenüberliegenden Seiten mit je einem spaltförmigen Abstrom-Auslaß (A) versehen ist.
- 9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis o, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Trennkammern (K1, K^j KT, K^) hintereinander geschaltet sind.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungskänäle (12.1, 12.2) der hintereinander geschalteten Trennkammern (K1 o; K^ -,) für viskose Strömung ausgelegt sind, und daß dabei die Strömungsseschwindig-». ο 2'j)009844/1628keit des Gases in den Verbindungskanäleii größer ist als die Dif fusionsgeschifindigkeit der .Mutzkomponente in der Trennkomponente.
- 11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstrom-Auslässe (A) der einzelnen Trennkammern (K-,., Ku) unabhängig voneinander einstellbar sind.
- 12. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennkammer (K,.-) spiral- oder schraubenförmig verläuft .
- Vorrichtung nach Anspruch 12., dadurch" gekennzeichnet, daß der Abstrom-Äuslaß (A) zu einem ebenfalls spiral- oder schraubenförmig verlaufenden Abströmkanal (R-. ) führt, so daß Trennlcammer (K^) und Abströmkanal (R,.) eine doppelgänjije Spirale oder Schraube bilden.
- 14. Vorrichtung nach Anspruch fj bis IJ)3 dadurch gekennzeichnet, daß die Tr'ennkammer (K) zwischen Einlaß (E) und Nutzstrom-Auslaß (N) für viskose Strömung ausgelegt ist, und dabei die Strömungsgeschwindigkeit des Gases vom Einlaß zum Nutzstromauslaß größer ist als die Diffusionsgeschwindigkeit der Nutzkomponente in der Trennkomponente.009844/1529BAD■- 2h -
- 15. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ^ekennzeichnet> .daß Einlaß (S) und Nutzstrorn-Auslaß (N) koaxial anjeordnet
und gegeneinander gerichtet si:.id und daß ihre kündungen .-aus öchneiden (2c·, 2d) bestehen, welche den rin^spaltförmi· -jeη Abstrom-Auslaß "(A) begrenzen. . .-■■"-.- . -009844/1520 „3 BAD ORIGINAL
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