DE1918320U - Aftervorlage. - Google Patents
Aftervorlage.Info
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- DE1918320U DE1918320U DE1964F0025685 DEF0025685U DE1918320U DE 1918320 U DE1918320 U DE 1918320U DE 1964F0025685 DE1964F0025685 DE 1964F0025685 DE F0025685 U DEF0025685 U DE F0025685U DE 1918320 U DE1918320 U DE 1918320U
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- Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)
Description
Sch.utzvorrich.tung zum Gebrauch, bei Schwäche des Af terschließ-
musfcels od.dgl.
Bei gewissen Erkrankungen, die mit einer, wenn auch mitunter vorübergehenden, geringen Lähmung des Afterschließmuskels
verbunden sind, ist es den betreffenden Patienten oft nicht oder nicht mehr zuverlässig möglich, den Afterschluß willkürlich
zu beherrschen. Dies hat dann zur Folge, daß nicht nur ein sehr unangenehmes Gefühl entsteht und eine damit verbundene
große Unsicherheit auftritt, sondern daß mitunter sehr peinlich auch ein Beschmutzen der Wäsche in Kauf genommen werden muß.
Nicht weniger unangenehm ist aber auch die dabei noch zu befürchtende Geruchbildung, wodurch sich noch die größte Beeinträchtigung
ergeben kann, vor allem, wenn der Patient nicht zu Hause ist. Abgesehen hiervon kann eine Geruchbildung aber auch
bei spezifischen Darmerkrankungen unvermeidlich werden, sofern
nur geringe Sekretreste aus dem Darm treten können, was sieh bei diesen Erkrankungen dann gleichfalls nicht immer vermeiden
läßt.
Diose Uaterloge (Beschreibung und Schutaiisprj fet die zufeftf eingereichte; da»weicht
Die Neuerung hat sich die Aufgabe gestellt, den in der erwähnten Weise erkrankten Patienten eine Schutzvorrichtung zur
Verfügung stellen zu können, welche es so gut als möglich vermeiden läßt, die erwähnten Mißlichkeiten in Kauf nehmen
zu müssen. Dies wird mit Hilfe einer Schutzvorrichtung erreicht, die neuerungsgemaß gekennzeichnet ist durch eine
sich in der Gesäßspalte von selbst haltende und durch ein mit einem Kern aus saugfähigem Werkstoff versehene Aftervorlage,
ausgestattet mit einer diesen Kern haltend umkleidenden und zu ihm hin durchlässigen Hülle aus widerstandsfähigerem
Material und dabei insbes. noch so ausgeführt, daß €\sjan dem bei Gebrauch dem After abgekehrten Teil kernfrei
gelassen einen Haltelappen bildend verlängert vorgesehen ist. Hierdurch erhält man eine Schutzvorrichtung, die ihren Zweck
bestens erfüllen kann. Sie ist in sich formfest genug, um
auch in feuchtem oder nassem Zustand nicht aufzureißen; sie ist geschmeidig und kann sich der Gesäßfalte ausreichend gut
anschmiegen; sie ist leicht und billig herzustellen sowie sehr bequem und mühelos zu gebrauchen und auszuwechseln.
Eine der Neuerung entsprechende Schutzvorrichtung läßt sich
gewinnen, wenn fliese z.B. aus einem faltbaren, tuchförmigen
Träger besteht, der in seinem Mittelbereich eine bausch- oder flachkissenartige, z.B. länglich ovale, saugfähige Belegung
aufweist, die dann noch von einer widerstandsfähigeren, perforierten
Hülle od.dgl. überzogen ist. Dies kann, bevorzugt auch so geschehen, daß die bausch- oder kissenartige, als
Kern wirkende mittlere Belegung zwischen zwei sie vorzugsweise ringsum und mindestens in Eichtung q.uer zu ihrer Längsrichtung
überragenden tuchartigen Trägern eingebettet liegt, die in ihrer
um eine Kante in Längsrichtung der Belegung gefalteten Form dann, soweit sie dabei in Überdeckung kommen, eine vierfach
liegende starke Haltelage ergeben.
Eine die Gebrauchstüchtigkeit der der Neuerung entsprechenden Schutzvorrichtung noch verbessernde Wirkung ist erzielbar, wenn
die Faltung der saugfähigen Bauschbelegung zusammen mit den sie haltenden tuchartigen Trägerblättchen so gewählt ist, daß
diese Blättchen dabei noch einen wesentlichen Teil der Bauschung als Kern in dessen Mitte mitbilden. In dieser Weise bekommt
die Schutzvorrichtung einen noch stabileren Halt und die Saugbauschung wird in ihrer Mitte teilweise unterteilt gehalten.
Ist die saugfähige Bauschung zwischen zwei Trägerblättchen gehalten
vorgesehen, was herstellungstechnisch besondere Vorteile bringt, so ist es hierbei zweckmäßig, wenn das in der gefalteten
Form der Schutzvorrichtung nach außen zu liegen kommende Trägerblättchen im Bereich der unter ihm liegenden Bauschung perforiert
oder sonstwie feuchtigkeitsdurchlässig gemacht ist und
zwar vorzugsweise so, daß diese Perforation dann in ihrer Größe bzw. die Durchlässigkeit des Bauschungsüberzugs in der von der
Faltkante abweisenden Eichtung sich verkleinert. Hierdurch erzielt
man den Vorteil, daß die Schutzvorrichtung an ihrem am
tiefsten liegenden Bereich am wirksamsten ausfällt und sie andererseits in dem mehr rückliegenden Teil dann auch von
innen her bereits besser abdichtet und den gewünschten Schutz sichert.
Hinsichtlich der Art der Herstellung der Schutzvorrichtung ist
noch zu sagen, daß bei ihr die Trägerblättchen aus Papiertuch bestehen können, wobei dieses Tuch insbes. im Bereich der saugfähigen
Bauschung verfestigend imprägniert sein kann. Außerdem kommt es in Betracht, die die Bauchung bildende saugfähige
Einlage, welche die Form eines Kissens haben kann, zweckmäßig noch mit geruchbindender Eigenschaft zu wählen. Dies kann derart
geschehen, daß diese Bauschung bereits mit einem kompensierten Geruchträger versetzt ist, welcher ganz neutral ausfällt und
keinerlei Heizwirkung auf die empfindliche Schleimhaut hat.. Diese Eigenschaft ist übrigens auch für die ganze Schutzvorrichtung
erforderlich.
Nachfolgend ist die !Teuerung mit ihren Einzelheiten anhand von
Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel noch näher erläutert und beschrieben. Es zeigen hierbei:
Fig. 1 den schematischen Aufbau einer der Neuerung entsprechenden
Schutzvorrichtung in Ansicht von oben in mag ungefaltetem
Zustand,
Fig. 2 eine Schnittansieht nach der Schnittlinie II-II in
Fig. 1,
Fig. 3 die in Gebrauchszustand gefaltete Form der Schutzvorrichtung,
-welche in den Zeichnungen gegenüber dem natürlichen Gebrauch etwas vergrößert dargestellt ist,
Fig. 4 wiederum einen Schnitt nach der Schnittlinie IT-IV in
Fig. 3.
Die in den Figuren wiedergegebene Schutzvorrichtung besteht aus
einem Trägertüchchen 1 aus billigem Stoff und insbes. auch aus
Papierstoff auf Zellulosebasis. Dieses Material ist ganz neutral und verursacht erfahrungsgemäß auf der Haut keine Heizung. Im
Mittelbereich dieses Tuchstücks 1 befindet sich eine bauschartige Belegung2, welche zweckmäßig die in den «Figuren wiedergegebene,
länglich ovale Form hat. Hierbei handelt es sich um ein gut saugfähiges Material, wie z.B. Watte oder sonst einen Werkstoff,
welcher weich ist und trotzdem nicht zusammenballt, wenn ihm Feuchtigkeit zugeführt ist. Die Bauschung 2 kann, dann noch
von einem Deckblättchen 3 überzogen sein, das im übrigen sodann doppellagig mit dem Tüchchen 1 in Überdeckung kommt. Die Verbindung
der Teile 1 und 3 kann lediglich durch kräftige Pressung ausreichend erreicht werden. Das Deckblättchen 3 ist im Bereich
der Bauschungsbelegung 2 noch durch Löcher 4 perforiert. Außerdem kann das Deckblättchen 3 dort, wo es über der Bauschungsbelegung
2 liegt, noch imprägniert sein, um an dieser Stelle widerstandsfähiger auszufallen. Dies vor allem, wenn das Blättchen
3 gleichfalls aus Papier oder Zellulose besteht.
Die Schutzvorrichtung wird zum Gebrauch entsprechend Fig. 3 gefaltet
und zwar um eine Kante 5? die im Mittelbereich der
Bauschung liegt und in deren Längsrichtung verläuft. Hierbei
erfolgt diese Faltung so, daß die Belegung 2 nach außen zu liegen kommt. Wie aus dem dabei erzielten Querschnitt nach. Fig.
4 hervorgeht, ragt das gefaltete Tuchstück noch bis zum größten Teil in das gefaltete Bauschungskissen hinein und bildet für
dieses Kissen so einen verstärkenden Halt, der das Kissen auch noch unterteilt.
Erwähnt sei, daß die Perforation 4 dabei so gewählt sein kann, daß sie am vorderen Kopf 6 des Kissens größer ausfällt als nach
hinten zu. Aus Fig. 4 geht noch hervor, daß dort, wo sich das
Tuchstück 1 und das Deckblättchen 3 in zusammengefalteter Lage überdecken, eine vierfache Verstärkung zustande kommt, die einen
guten Halt schafft, auch wenn die.einzelnen Blättchen aus verhältnismäßig
dünnem Material bestehen.
Im praktischen Gebrauch wird die Schutzvorrichtung in dem nach Fig. 5 und 4 gefalteten Zustand in die Gesäßspalte eingesetzt
und zwar so, daß die Bauschung 2. dem After gegenüber zu liegen
kommt. Aus dem Darm austretendes Sekret od.dgl. wird dann gleich von der Bauschungsbelegung 2 ansaugend aufgenommen und abgefangen,
ohne daß ein Beschmutzen der Wäsche und eine Geruchbelästigung auftreten kann. Die Schutzvorrichtung läßt sich in verhältnismäßig
kurzen Zeiträumen auswechselnd erneuern, so daß sie ihren Zweck zufriedenstellend erfüllen kann.
Es sei erwähnt, daß sich die !Teuerung nicht auf das beschriebene
Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern daß auch andere Formen
dieser Vorrichtung möglich sind, wenn nur dabei die beschriebenen Eigenschaften und Besonderheiten Berücksichtigung finden. Hierbei
wären z.B. selche .Anwendungsfälle noch zu nennen, bei denen es sich ganz allgemein darum handelt, aus Körperhöhlen austretende
Sekrete aufsaugend zu erfassen, wobei es wesentlich ist, daß dazu keine besondere Halterung erforderlich wird und die Schutzvorrichtung
andererseits auch nicht nachteiligerweise in die Körperhöhle eingeführt werden muß.
Zum Stand der Technik ist zu sagen, daß ein Tampon gegen Wundreibung
schon bekannt ist, der aus einem von zwei Hüllen aus Zellstoffwatte eingeschlossenen Wattekern ovaler Querschnittsform
besteht, der sich in die Gesäßfurche einlegen läßt. Hierbei handelt es sich jedoch um ein Hilfsmittel, welches lediglich
dazu dienen soll, die Gesäßbacken zur-Vermeidung gegen Wundreibung
voneinander getrennt zu halten. Der bekannte Tampon kann den neuerungsgemäßeη Zweck kaum erfüllen, weil die Zellstoffwatte,
aus der er gefertigt ist, wenn sie naß oder feucht wird, zu leicht auseinanderreißt, so daß deren Entfernung dann bei einem
Gebrauch für Zwecke der Neuerung ganz besonders mißlich und unästhetisch ausfallen würde. Der bekannte Tampon ist deshalb
zur Lösung der der Neuerung zugrunde liegenden .Aufgabe praktisch unbrauchbar. Er erfüllt im wesentlichen keine einzige jener Bedingungen,
denen die neue Schutzvorrichtung bestens gerecht wird.
Man kennt auch schon eine Aftervorlage, die an einem Schulterträger gehalten sein muß. Diese wird durch ein perforiertes
-8-
Gummiröhrchen gebildet, in dem sieb, zum Auf sagen geeignetes
Material befindet, das zum Auswechseln vorgesehen ist. A.uch diese Vorrichtung kann den neuerungsgemäßen Zweck der vorliegend
gestellten Aufgabe entsprechend in keiner Hinsicht erfüllen.
-9-
Claims (6)
1) Schutzvorrichtung zum Gebrauch bei Schwäche des Afterschließmuskels
od.dgl», gekennzeichnet durch eine sich in der
Gesäßspalte von selbst haltende und durch ein mit einem Kern aus saugfähigem Werkstoff versehene Aftervorlage, ausgestattet
mit einer diesen Kern haltend umkleidenden und zu ihm hin durchlässigen Hülle aus widerstandsfähigerem Material und
dabei insbes. noch so ausgeführt, daß e|s_|,an dem bei Gebrauch
dem After abgekehrten Teil kernfrei gelassen einen Haltelappen bildend verlängert vorgesehen ist.
2) Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sie aus einem faltbaren, tuchförmigen Träger (1) besteht,
der in seinem Mittelbereich eine baschartige, z.B. länglich ovale, saugfähige Belegung (2) aufweist, die noch von einer
widerstandsfähigeren, perforierten Hülle (3) od.dgl. überzogen ist.
3) Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die bauschartige mittlere Belegung (2) zwischen zwei sie vorzugsweise ringsum und mindestens in Richtung quer
zu ihrer Längsrichtung überragenden tuchartigen Trägern (1, 3) eingebettet liegt, die in ihrer um eine Kante (5) in Längsrichtung
der Belegung gefalteten Form dann, soweit sie dabei in Überdeckung kommen, eine vierfach liegende starke Haltelage
ergeben.
-10-
4) Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Faltung der saugfähigen Bauschbelegung (2)
zusammen mit dem sie haltenden tuchartigen Trägerblättchen (1) so gewählt ist, daß dieses Blättchen dabei noch einen wesentlichen Teil der Bauschung als ihren Kern mitbildet.
zusammen mit dem sie haltenden tuchartigen Trägerblättchen (1) so gewählt ist, daß dieses Blättchen dabei noch einen wesentlichen Teil der Bauschung als ihren Kern mitbildet.
5) Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das in der gefalteten Form der Schutzvorrichtung nach außen zu liegen kommende Trägerblättchen (3) im Bereich der
unter ihm liegenden Bauschung (2) perforiert oder sonstwie
feuchtigkeitsdurchlässig gemacht ist und zwar vorzugsweise so,
daß diese Perforation (4) dann in ihrer Größe bzw. die Durchlässigkeit der Bauschungsüberzugs in der von der Faltkante abweisenden
Richtung sich verkleinert.
6) Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 bis 5>
dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerblättchen (1 bzw. 3) aus Papiertuch bestehen
können, wobei dieses Tuch insbes. im Bereich der saugfähi'gen Bauschung verfestigend imprägniert sein kann.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1964F0025685 DE1918320U (de) | 1964-03-21 | 1964-03-21 | Aftervorlage. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1964F0025685 DE1918320U (de) | 1964-03-21 | 1964-03-21 | Aftervorlage. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1918320U true DE1918320U (de) | 1965-06-24 |
Family
ID=33332921
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1964F0025685 Expired DE1918320U (de) | 1964-03-21 | 1964-03-21 | Aftervorlage. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1918320U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4178207A (en) | 1974-06-14 | 1979-12-11 | Wasag Chemie Ag | Apparatus for production of combustible ammunition containers |
-
1964
- 1964-03-21 DE DE1964F0025685 patent/DE1918320U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4178207A (en) | 1974-06-14 | 1979-12-11 | Wasag Chemie Ag | Apparatus for production of combustible ammunition containers |
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