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DE1917361C - Vorrichtung zum Herstellen von kera mischen Hohlkörpern - Google Patents

Vorrichtung zum Herstellen von kera mischen Hohlkörpern

Info

Publication number
DE1917361C
DE1917361C DE1917361C DE 1917361 C DE1917361 C DE 1917361C DE 1917361 C DE1917361 C DE 1917361C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mold
hollow body
roller
profile tool
diameter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Anthony Charles Barret Aston by Stone Stafford Greene (Großbritannien)
Original Assignee
Staffordshire Potteries (Holdings) Ltd , Stoke on Trent. Stafford (Großbn tanmen)
Publication date

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Description

: Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Her· stellen von keramischen Hohlkörpern mittels einer "Umlaufenden, die Außenkontur der Hohlkörper be* Stimmenden Form, in die ein umlaufendes, die Innenkontur der Hohlkörper bestimmendes, walzen- β förmiges Profilwerkzeug eingreift. Bei den keramischen Hohlkörpern handelt es sich beispielsweise, um SchUsseln oder Tassen usw.
Nach dem üblichen Verfahren zum Herstellen von keramischen Hohlkörpern wird ein«; abgemesseno oder geschätzte Menge plastischer Tonmasse in eine Form eingelegt und die Form in Drehung versetzt, während ein Profilwerkzeug bzw. eine Schablone in die Form nach unten eingeführt wird, das auf die Toninasse einwirkt. Das Profilwerkzeug hat eine schneidende bzw. formende Kante, die der Gestalt eines halben Längsquerschnittes des Hohlkörpers entspricht, so daß sich die Kante, wenn das Profilwerkzeug ganz in die Form hineinbewegt worden ist, bis zur Mittellinie der Form, jedoch nicht über ao die Mittellinie hinaus erstreckt, wo zwischen ihr und der Tonmasse keine Relativbewegung vorhanden ist.
Es ist ferner bekannt, das die innere Kontur des Hohlkörpers bestimmende Werkzeug als Walze auszubilden. Die Form befindet sich auf einem Unter- as satz am oberen Ende einer mit etwa 1000 U/min umlaufenden Spindel, und die Walze läuft durch Reibungskraft über die Tonmasse entgegen der Wirkung einer Bremse mit, die auf die Welle der Walze einwirkt, so daß sich eine lineare DifTerenzgeschwindigkeit zwischen der Innenseite der Form und der Walze ergibt. Auch kann die Walze zwangsläufig angetrieben werden, genauso wie der Untersatz mit der Form, oder die Walze kann gegen Drehung blockiert werden, während die Form zwangsläufig angetrieben wird.
Die Bodenfläche der Walze bestimmt dabei die Gestalt der inneren Bodenfläche des Hohlkörpers und ist nach unten kegelförmig mit einem Spitzenwinkel von etwa 160° ausgebildet.
Der Durchmesser der Walze ist an ihrem oberen Ende kleiner als der maximale Innendurchmesser des Hohlkörpers, jedoch ist der Durchmesser an ihrem unteren Ende — der Durchmesser der Grundfläche des erwähnten Kegels — fast so groß wie der Durchmesser der inneren Bodenfläche des Hohlkörpers.
Beim Herstellen eines Hohlkörpers wird die Walze nach unten in die Form nicht axial fluchtend mit dieser eingeführt, sondern so, daß am Ende der Abwärtsbewegung die Spitze des unteren Kegels in der senkrechten Achse der Form liegt. An dieser Stelle ist also dann keine relative Drehung zwischen der Walze und der Tonmasse vorhanden. Dadurch entsteht im Zentrum des Bodens des Hohlkörpers eine Zone, die nicht so kompakt ist wie die übrigen Zonen, wo eine wesentliche relative Drehung vorhanden ist. Dies kann zu einer rauhen Vertiefung im Zentrum des Bodens des Hohlkörpers führen, der damit als Ausschuß anzusehen ist.
In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, daß es drei Hauptarten gibt, nach denen üblicherweise Werkzeug und Form zum Herstellen von Hohlkörpern zum Zusammenwirken gebracht werden:
1. Die Walze wird in fester Lage gehalten, und die Form wird in ihrer senkrechten Achse angehoben.
2. Die Form wird in fester Lage gehalten, und die
Walze wird annähernd senkrecht nach unten in die Form hineinbewegt.
3. Die Walze wird auf einem radialen Bogen in die Form hineinbewegt.
Bei allen drei Arten ergeben sich dieselben Probleme. Da der Durchmesser am unteren Ende der Walze, d. h. der Durchmesser der Grundfläche des Kegels, nur wenig kleiner als der Durchmesser der Bodenflache des Hohlkörpers 1st, ist auch der Spalt, durch den die Tonmasse· an der Wand der Form nach oben steigen muß, sobald die Walze mit dem abgemessenen Tonklumpen in der Form in Beruhrung kommt, sehr schmal. Während einer kurzen Zeitspanne steigt daher der auf den Boden der Form wirkende Druck erheblich an und kann einen Wert erreichen, bei dem die Form zerstört wird. Je größer der Durchmesser des Hohlkörpers ist, um so größer ist die Gefahr eines Formbruchs. Bei Hohlkörpern mit einem Bodendurchmesser von etwa 7,5 cm und mehr muß die Wanddicke der Form für die erforderliche Festigkeit derselben so stark erhöht werden, daß die Form zu groß wird, um sie in modernen Maschinen zum Herstellen von keramischen Hohlkörpern benutzen zu können.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Herstellen von keramischen Hohlkörpern zu schaffen, bei der übermäßig hohe Drücke auf die Form vermieden werden und bei der der ganze Boden gleichmäßig gut bearbeitet wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das walzenförmige Profilwerkzeug im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist und eine ebene, im rechten Winkel zu seiner Längsachse liegende Bodenfläche hat und in der Betriebslage exzentrisch innerhalb der Form angeordnet ist und daß der Durchmesser der Bodenfläche wenigstens so groß ist wie der Radius der inneren Bodenfläche des herzustellenden Hohlkörpers.
Durch diese Ausbildung wird gewährleistet, daß im Verlauf einer Umdrehung der Form der ganze Bereich der inneren Bodenfläche des Hohlkörpers von der ebenen Bodenfläche der Walze bestrichen wird und keine Stelle verbleibt, an der keine relative Drehbewegung zwischen der Bodenfläche der Walze und der mit ihr in Berührung befindlichen Tonmasse stattfindet.
Der Durchmesser der Bodenfläche der Walze soll etwa gleich dem Radius der inneren Bodenfläche des Hohlkörpers sein, d. h. so klein, wie er sein kann. Dieser Durchmesser bewirkt nicht nur die beste Verdichtung des Ton- scn-.'iT ergibt auch einen größtmöglichen Zwiscnenraum zwischen der Walze und der Formwand, durch den der Ton beim Hochdrücken durch die Bodenfläche der Walze durchgehen muß.
Dadurch ergeben sich folgende Vorteile:
1. Der auf den Boden und den unteren Teil der Seitenwand der Form beim Formvorgang durch den Ton ausgeübte Druck wird beträchtlich vermindert, so daß Formbrüche bei einer gegebenen Formgröße vermieden werden können.
2. Bei einer gegebenen Größe des herzustellenden Hohlkörpers kann eine im Außendurchmesser kleinere Form benutzt werden, so daß Material bei der Herstellung der Formen eingespart ν/'ιτά.
3. Bei einer gegebenen Größe im Außendurchmesser der Form kann ein größerer Hohlkörper hergestellt werden.
Die in Fie. 3 darg&stellte automatische Anlage enthalt einen absatzweise angetriebenen Förderer 20, der Formen 10 einer FormationS zuführt. An desei Formstation S befindet sich ein Block 22, der β einen Untersatz 24 für die Formen 10 trögt. Bevor eine FormlO die Formstation S erreicht, wird sie mit einer bestimmten Tonmenge gefüllt, und sobald sie In der Formstation S ankommt, wird sie vom umlaufenden Untersatz 24i aufgenommen ur;d durch
ClOfJlVlW UVl Jh* "JAMMUg UVBVlAt IVUWlHt «MB *V*gfc
FI g. 1 einen lotrechten Schnitt durch eine Form mit Walze, Fig. 2 die Draufsicht und
Bel dor Benutzung der Erfindung sind wesentliche Änderungen einer üblichen Maschine zum Herstellen von keramischen Hohlkörpern nicht erforderlich. ' Im allgemeinen 1st e« zweckmäßig, wenn oer Durchmesser der ebenen Bodenflliche des Profilwerk· zougs höchstens um 2O°/o größer ist als der Radius der Inneren Bodenflache des Hohlkörpers,
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Ansprüche 3 bis 5. UmiHUlQIIUCIi uuiv..«"..- —;«,---j: ..· . ,
An Hand der Zeichnungen werden AusfUhrungs- »o Verschieben des Blocks 22 wird sie in die gestrichelt belspiele der Erfindung beschrieben. Es zeigt gezeichnete Lage nach oben bewegt.
-λ_ * ..__ -—1— «-·._.- j.._.u 3_. «— β An der FormstationS ist ein weiterer Block26
»vorgesehen, der für das Profilwerkzeug 12 einen ; Halter 28 aufweist. Um das Profilwerkzeug 12 zwangs.
Fig. 3 eine schematische'Seitenansicht einer auto- »s'täu«"« anzutreiben, enthalt der Halter 28 einen Anmalischen Anlage zum Herstellen keramischer Hohl- trieb zum Drehen des Profilwerkzeuge 12. Der Block körper. 26 ist seitlich hin- und herverschiebbar, so daß das In Fig. 1 ist ein Profilwerkzeug 12 dargestellt, das Profilwerkzeug 12 gegen die Wand der Form angeim wesentlichen als zylindrische Walze ausgebildet stellt und von dieser zurückgezogen werden kann, ist, die eine ebene, im rechten Winkel zu ihrer ao Nachdem der Hohlkörper in der Form Längsachse X-X liegende Bodenftäche.16 hat. Die worden ist, wird der^ Untersatz ™ ««*» ebene Bodenfläche erstreckt sich von einer Stelle " nahe der Innenwand der Form 10 bis zur Achse Y-Y der Form bzw. etwas darüber hinaus. Im Schnittpunkt Z der ebenen Bodenfläche 16 und der 95 Achse Y-Y unterliegen auch hier die Form und der Ton keiner Drehbewegung. Der Teil des Profilwerkzeugs 12, der mit dem Ton an d'eser Stelle in ^ωι»»^·..«..»....- — r--
Berührung ist, führt aber eine entsprechend große hergestellt, die reihenweise quer zur Laufrichtung Relativbewegung aus, so daß hier kein toter Bereich 30 des Förderers angeordnet sind, vorhanden ist, in dem der Ton unzureichend verdichtet werden kann.
Zu bemerken ist, daß der Spalt G, durch den der Ton vom Profilwerkzeug 12 nach oben gedrückt wird, hier wesentlich größer ist als bei den bisher bekannten Profilwerkzeugen. Der über den Ton auf die Form ausgeübte Druck ist also ganz erheblich geringer, so daß auch die Wanddicke der Seitenwand und des Bodens der Form beträchtlich geringer seiu kann.
Das walzenförmige Profilwerkzeug 12 kann einen solchen Durchmesser haben, daß seine Bodenfläche 16 über die Achse Y- Y der Form hinausgeht. Selbste verständlich darf sich aber die Bodenfläche 16 nicht so weit über die Achse Y-Y hinaus erstrecken, daß der Spalt G zu stark verengt wird. Es wurde festgestellt, daß die Qualität der hergestellen Hohlkörper leidet, wenn die Bodenfläche 16 sich um mehr als 2O°/o des Radius der Form über die Achse Y-Y hinaus erstreckt.
Die Innenwand der Hohlkörper kann auch von der zylindrischen Kontur abweichen. Das Profilwerkzeug in Fig. 1 ist dementsprechend bei 14 etwas wegt, und die Form 10 wird wieder vom Förderer aufgenommen und von diesem aus der Formstation S herausgeführt.
Fig 3 ist ein Längsschnitt durch die Anlage, so daß jeweils nur eine Form 10 sichtbar ist. In Wirklichkeit werden jedoch in der Anlage immer gleichzeitig mehrere Hohlkörper in mehreren Formen
zeug in Fig. 1 ist dementspece tailliert. In diesem Fall muß für eine gewisse Querbewegung des Profilwerkzeugs zur Achse Y-Y ge- sorgt werden, damit das Profilwerkzeug nach Fertigstellung des Hohlkörpers aus diesem herausgezogen werden kann. Je größer der Spalt G ist, um so größere Möglichkeiten sind in dieser Hinsicht gegeben. Die Außenkontur des Hohlkörpers kann eben- falls nicht zylindrisch sein, wobei dann eine zweiteilige Form benutzt wird, wenn dies zum Ausformen notwendig ist.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Herstellen von keramischen Hohlkörpern mittels einer umlaufenden, die Außenkontur der Hohlkörper bestimmenden Form, in die ein umlaufendes, die Innenkontur der Hohlkörper bestimmendes, walzenförmiges Profilwerkzeug eingreift, dadurch gekennzeichnet, daß das walzenförmige Profilwerkzeug (12) im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist und eine ebene, im rechten Winkel zu seiner Längsachse (X-X) liegende Bodenfläche (16) hat und in der Betriebslage exzentrisch innerhalb der Form (10) angeordnet ist und daß der Durchmesser der Bodenfläche (16) wenigstens so groß ist wie der Radius der inneren Bodenfläche des herzustellenden Hohlkörpers (11).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der ebenen Bodenfläche (16) des Profilwerkzeugs (12) höchstens um 2U°/o größer ist als der Radius der inneren Bodenfläche des herzustellenden Hohlkörpers (11).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen des Profilwerkzeugs (12) und der Form (10) in der Betriebslage parallel zueinander liegen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Profilwerkzeug (12) zwangsläufig-angetrieben wird.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Profilwerkzeug (12) querbeweglich angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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